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Zwei Preisträger teilen sich den Elisabeth-Preis 2017
Männerprojekt aus Niedenstein gewinnt 2. Preis

Foto: caritas-fulda.de
Fulda (cif). Bei der nun erfolgten achten Preisverleihung des Sozialpreises der Caritas im Bistum Fulda unter dem Motto des aktuellen Caritas-Jahresthemas „Zusammen sind wir Heimat“ hatte die Jury zwei Projekte zu Gewinnern erklärt, die beide auf die Integration von Flüchtlingen unter Einbeziehung von deutschen Ehrenamtlichen abzielen. Dabei bewies die Jury „ein Händchen“ für Ausgewogenheit: Der erste Preis mit 2.000 Euro Preisgeld ging an ein katholisches Projekt für Flüchtlingsfrauen in Bad Orb im Süden des Bistums, den zweiten Preis mit 1.000 Euro erhielt ein Männerprojekt der evangelischen Kirche im nordhessischen Niedenstein-Wichdorf.  

Für den zweiten Gewinner sprach Pfarrer Johannes Böttner, der sich dankbar und erfreut darüber zeigte, dass der Arbeit in seiner evangelischen Gemeinde von katholischer Seite ein Preis zuerkannt worden war. Im nordhessischen Projekt wollte man ausdrücklich den Flüchtlingsmännern eine Hilfe zur Integration bieten: Mit deutschen männlichen Mentroren an der Seite sollten sie die Möglichkeit erhalten, über Deutschland und die Rolle der Männer sowie auch das Verhältnis von Männern und Frauen und ihrem Umgang miteinander  mehr zu erfahren. Zugleich sollten sie im neuen Lebensumfeld Unterstützung darin erfahren, ihre eigene Rolle neu zu bestimmen und – natürlich auch – Kontakte zu den Deutschen aufzubauen und zu festigen.

Aus beiden Präsentationen wurde deutlich: So verschieden die zwei Gewinner-Projekte auch  sind, so sind sie sich doch darin gleich, dass sie den Begriff der Heimat ins Auge genommen haben, die Alteingesessene und Hinzugekommene gemeinsam zum Wohle aller ausgestalten sollen. Den Heimat-Begriff thematisierte dementsprechend auch die Festrednerin Prof. Dr. Beate Mitzscherlich von der Westsächsischen Hochschule Zwickau in ihrer Rede über „Heimat und soziale Verantwortung“. Die Professorin, die sich mit der Thematik seit den neunziger Jahren intensiv beschäftigt, stellte dabei heraus, dass man in der globalisierten Welt durchaus mehrere Heimaten haben könne und dass Heimat nicht unbedingt nur ein Ort sei. Heimat, so subsummierte sie es auf eine kurze Formel, empfinde man dort, „wo ich die Menschen um mich herum kenne, und wo die Menschen mich kennen und anerkennen!“

 

 

2017-11-23
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Pilotdurchgang der Ausbildung erfolgreich abgeschlossen!
Gesundheitslotsen im Betrieb

Foto: Regionalmanagement Nordhessen

Wir gratulieren den ersten „Gesundheits-otsen im Betrieb“ zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung! Auf der Prämierungsveranstaltung haben die Gesundheitslotsinnen und Gesund-heitslotsen ihre Urkunden in Empfang genommen. Wir bedanken uns für den schönen Abend und wünschen allen Gesundheitslotsinnen und Gesund-heitslotsen einen guten Start im Betrieb.

Die drei Kooperationspartner – AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Regionalmanagement Nordhessen - werden ihre Zusammenarbeit auch in 2017 weiter fortführen und im Frühjahr 2017 beginnen weitere Gesundheitslotsen auszubilden. Alle Infos: http://bit.ly/2dsj8lo

2016-10-04
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Ausbildungen für betriebliche Gesundheitslotsen mit 30 Teilnehmenden erfolgreich gestartet!

Grafik: Regionalmanagement Nordhessen
Betriebliche Gesundheitslotsen sind ehrenamtliche Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für gesundheits-fördernde Lebens- und Arbeitsweisen. Sie sind kollegiale Ansprechpartner und Begleiter, die über gesundheitsrelevante Informationen verfügen. Sie ersetzen keine professionellen Berater oder eine betriebliche Gesundheitsförderung. Sie unterstützen vor Ort, sprechen an, hören zu und motivieren und mobilisieren bezüglich Gesundheit. Bei Bedarf verweisen sie an kompetente inner- und außerbetriebliche Anlaufstellen.
Betriebliche Gesundheitslotsen sind Mitarbeitende und nehmen ihre Aufgaben neben der Haupttätigkeit wahr.

Die ersten beiden Ausbildungen in 2016 sind ausgebucht. Weitere sind für 2017 geplant. Weitere Infos unter www.arbeitswelt-ekkw.de oder bei Pfarrer Dr. Jochen Gerlach, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel, Tel.: 0561 9378 - 350, jochen.gerlach@ekkw.de .


 

2016-05-17

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Flyer mit Inhalten der Ausbildung

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Jungen brauchen klare Ansagen
Reinhard Winter fesselt 70 Besucher im Café am Bebelplatz

Foto: Dr. Lorenz
Man/n) liest – so soll die neue Reihe von vhs und Evangelischer Männerarbeit in der Region Kassel ab dem kommenden Semester heißen. Die Ausgangslage stellte  sich einfach dar: Da war ein Kreis von Pädagogen aus Sport, Kirche und Erwachsenenbildung, die über ein Jahr lang „aktive Väter“ ausbildete, ermutigte, anstiftete. Dazu, über dem eigenen Arbeiten das Aufwachsen ihrer Kinder nicht ganz den Institutionen zu überlassen. Sondern sich auch selbst mit Idee und Leidenschaft „in Aktion“ einzubringen.
Nun nehmen aber nicht nur Grundschulen und Kindertagesstätten neben der zunehmenden Professionalisierung auch eine „weibliche“ Sicht auf das Gedeihen der kleinen Männer ein. Dabei bringt diese unbedingt richtige Professionalierung eine  „hermetische“ Erscheinung der Institutionen mit sich, die nicht gerade einlädt, sich als Laie mit Vater-Kind-Übernachtungen (SEX!) oder Seifenkistenrennen (GEFAHR!) einzubringen.  Diese Majorität dominiert – da ist nicht viel männliche „Anschauung“.  Das spiegelt sich dann auch in der Erwachsenenbildung wider, die etwa im Bereich Gesundheit oder auch der Kultur von Angeboten für  Frauen von Frauen geprägt ist. Darüber ist kein böses Wort zu verlieren – und in die Kirche oder in die vhs geht „man(n)“ ja auch freiwillig. Oder man(n) geht eben nicht.
Mit „Man(n) liest“ wollen wir versuchen, auch die Welt der Männer, der kleinen wie der großen, wieder stärker zu beleuchten.
Beim Auftakt mit Reinhard Winter im Kasseler  Café am Bebelplatz am Montagabend hatten wir volles Haus zum Thema „Jungen brauchen klare Ansagen“. Was den Schrecken meines kinderschul-geschädigten Heranwachsenden auslöste, jetzt solle da wohl nur noch kommandiert werden – anstelle der windelweichen und ebenso falschen Ansagen wie „aber wir wollten doch…“ !
Nein, das war reeller im Vortrag vom Pädagogen und Vater Reinhard Winter: In welchen Rollenerwartungen wachsen Jungen auf? Welche Orientierungen jenseits der Schule haben sie? Wie unterscheidet sich ihre pubertäre Entwicklung? Wie können wir sie lieben und erziehen und erreichen?
Übrigens: Es waren mehr Frauen gekommen als Männer, Väter, Großväter. Und das Team hat sich über den gelungenen Auftakt sehr gefreut! Frank vom Café am Bebelplatz, Bijan Otmischi vom Jugendbildungswerk des Kreises, Dino Nolte von der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche und Dr. Klaus-Peter Lorenz von der vhs Region Kassel.
Dr. Klaus-Peter Lorenz
2014-10-22
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Männersache am 28.3.2014 im Hotel Reiss in Kassel
350 Männer waren begeistert von Johannes Warth

Foto: Weil
Vor der stimmungsvollen Kulisse des vollen Ballsaales im Hotel Reiss glänzte Johannes Warth mit 'oberschwäbischem' Wortwitz und komödiantischen Einlagen. Mit viel Witz und Humor, die seine Anliegen als Christ durchblicken ließen, sprach er über "Wie überlebt Mann im 21. Jahrhundert?" Dazu gab er 7 'Ermutigungen':

1. Seien Sie authentisch! – „Nur das Echte hat Bestand“
2. Seien Sie kommunikativ! – „Offene Türen führen ins Freie“
3. Seien Sie einfältig! – „Vielfältig denken und einfältig handeln!“
4. Seien Sie frohlockend! – „Wer gut drauf ist, kann gut lachen!“
5. Seien Sie mitreißend! – „Einer für alle und alle für Einen!“
6. Seien Sie tragend! – „Glücklich wird, wer glücklich macht!“
7. Seien Sie vertrauend! – „Ich bin, also kann ich“

Die Band umrahmte den gelungenen Abend mit peppiger Musik.

2014-04-08


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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Johannes Warth

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5. bis 8. Dezember 2013
Zur Ruhe kommen im Kloster Plankstetten

Foto: Abtei Plankstetten
2013 standen die Klostertage für Männer unter dem Thema Spiritualität und Natur. So konnten die Männer nicht nur an den Stundengebeten der Mönche teilnehmen, sonden immer wieder Achtsamkeitsübungen in der Natur bei schönstem Winterwetter mit Schnee und Sonne erleben. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Biohofes des Klosters. Der Mönch, der diesen Betrieb leitet, konnte überzeugend darstellen, wie wir Menschen mit dem Leben in allen Bereichen der Natur verbunden sind und dass für ihn der sorgsame Umgang mit der Natur, den Böden, Pflanzen und Tieren Ausdruck seines christlichen Glaubens ist. Die Begeisterung für seinen Beruf war deutlich zu spüren. Die Verbindung von Kontemplation, also Beten, Meditieren, Zur Ruhe kommen und Aktion, für das Leben und die eigenen Überzeugungen und Werte aktiv einzutreten, wurde für alle so spür- und erlebbar.
2013-12-20


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21. September 2013
Männerwallfahrt zum Kloster Germerode

Foto: Vogler
25 Männer machten sich auf den Weg von Hausen nach Germerode. Nach der Begrüßung in der Kirche und dem gemeinsamen Bau eines Pilgerkreuzes war die erste Station die Kiezkammer, ein uralter mythischer Kraftort am Meißner. Von ihr wird u.a. erzählt, dass dem Wanderer dort gelegentlich eine hohe weiße Frau mit einem mächtigen Schlüsselbund erschien, stumm neben dem Wanderer her wanderte und dann in der Kitzkammer verschwand. Einem Schäferjungen aus Hausen wollte sie einen goldenen Schlüssel schenken, doch den packte die Angst und er jagte nach Hause. Mit dem Schlüssel hätte er ihr unterirdisches Reich aufschließen können. Manchen erinnerte die vulkanische Höhle an eine Vulva. In mehreren kurzen Halts und einer Zeit des Wanderns im Schweigen beschäftigten sich die Männer mit der Frage, welche Aufgabe jeder in seinem Leben hat. Leben wir diese ‚Berufung‘, gibt sie uns Kraft, Energie und Freude oder empfinden wir sie als Last? Die abwechslungsreiche Landschaft mit weiten Ausblicken und engen Abstiegen sowie Gespräche mit den anderen Männern regten zum Nachdenken an. In Germerode angekommen stärkten sich alle am Lagerfeuer bei Kaffee und Kuchen sowie Bier, Steaks und Würstchen vom Holzkohlegrill. Ein Gottesdienst in der Klosterkirche über Matthäus, den betrügerischen Zöllner, den Jesus zu seinem Jünger ‚berief‘, rundete den Tag ab. Matthäus nahm diesen ‚Ruf‘ an und ließ viele Privilegien hinter sich. Ob es ihn glücklich und zufrieden gemacht hat?
2013-09-25
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Fachtag "Aktive Väter" am 30.8.2013 im Evang. Fröbelseminar in Kassel
"Sag mir, wo die Väter sind..." - Väter in der Familienbildung

Foto: Sigel-Schönig
Über 100 Männer und Frauen besuchten den Fachtag für Väterarbeit, lauschten den Vorträgen von Eberhard Schäfer und Martin Verlinden, diskutierten engagiert und besuchten 2 der 10 Praxiswork-shops. E. Schäfer z.B. führte aus, das Väter unter folgenden Vorraussetzungen erreichbar sind ...

... mit einem positiven Bild von Vätern,
... mit einer vätergerechten Einladung,
... mit einer vätergerechten Zeitstruktur,
… mit Angebotsformen, die Männer anspricht,
… mit einer Sprache, die Männer anspricht,
… mit einem vätergemäßen Selbstbild von Väterlichkeit,
… mit dem Finden der Orte, an denen Väter ohnehin präsent sind,
… mit Geduld,
… mit Humor und Augenzwinkern…

2013-09-10

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Ausführlicher Bericht der HNA

Zusammenfassung Vortrag Martin Verlinden

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Männertreff der Johanneskirche Vellmar-West baut Boule-Platz
Mit Maßband und Magnet zur Kugel

Foto: Ziemann
„Boule ist ein unkompliziertes Spiel, bei dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die sich gar nicht kennen“, beschreibt Peter Kepper, Mitglied des Männertreffs der Johanneskirche in Vellmar--West, die Sportart. Spielen kann man zum Beispiel auf dem neuen Boule-Platz in der Freizeitanlage Vellmar-West, der am 21. Juli 2013 eingeweiht wurde. Nach dem feierlichen Durchschneiden des Absperrbandes durch Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) und Pfarrer Matthias Risch ging es auch sofort los.
2013-08-21

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Ausführlicher Bericht der HNA

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Über 110 Teilnehmende am 27. Juni 2013 in Kassel
Fachkonferenz Liebesleben

Foto: EKD
Kassel (epd). Intersexuelle Menschen wollen mehr Anerkennung von Kirche und Gesellschaft. Dies sagte am Donnerstag Lucie Veith, Vorsitzende des Vereins Intersexuelle Menschen, bei einer Fachkonferenz der Frauen- und Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kassel. Menschen, die genetisch nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, seien ständig auf der Suche nach Gruppen, denen sie sich zugehörig fühlen könnten. Sie hätten den Eindruck, nirgends vorzukommen. Auch die Kirchen hätten intersexuelle Menschen aus ihrem Gedächtnis verloren, sagte sie.

Veith hob bei der Konferenz mit dem Titel "Liebeslebenhochsechs" hervor, dass es wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge mehr als 4.000 Varianten der geschlechtlichen Differenzierung gebe. Viele Intersexuelle führten sogar traditionelle Ehen. "Wir bedrohen nicht den Fortbestand der Menschheit, wir gehören auch in diese Kirche", sagte Veith. Die Schätzungen über die Zahl der Intersexuellen in Deutschland gehen weit auseinander: Während die Bundesregierung 8.000 bis 10.000 Personen angibt, geht der Verein Intersexueller Menschen von 80.000 bis 120.000 Personen aus.

Astrid Eichler, Bundesreferentin des Vereins "Es muss was Anderes geben" wies auf die nicht immer einfache Lage der schätzungsweise 16 Millionen Singles in Deutschland hin. Diese lebten in der Polarität zwischen Unabhängigkeit und Einsamkeit. Der biblische Satz "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei", gelte für Singles in besonderer Weise. Die Kirchengeschichte biete aber viele Beispiele dafür, wie Menschen ihr Leben sinnvoll teilen und in Beziehung treten könnten. Als Beispiele nannte sie Klöster, Kommunitäten und Ordensgemeinschaften. "Die tiefe Sehnsucht nach Heimat aber kann kein Mensch erfüllen, sie weist hin auf Gott", sagte sie.

Zuvor hatte der Erziehungswissenschaftler Uwe Sielert, Mitglied der Ad-hoc-Kommission Sexualethik des Rats der EKD, die rund 100 Tagungsteilnehmer über die Entwicklung der Beziehungsformen in Deutschland informiert. Es gebe einen Trend zu mehreren Partnerschaften. Insgesamt seien die Ansprüche an die Qualität von Beziehungen gewachsen. "Das Ideal der romantischen Liebe bleibt aber als Sehnsucht erhalten", sagte Sielert. (27.6.13)

2013-07-05

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Programm und Hintergründe

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Ökumenischer Nachtpilgerweg mit 30 Männern am 21.3.2013
Durch die Nacht - in den Tag

Foto: Bortz
LINSENGERICHT (dbo). Auf den Spuren der letzten Stunden Jesu pilgerten in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag 30 Männer auf einem 20 Kilometer langen Weg von der Evangelisch-Methodistischen Kirche in Großenhausen zur katholischen Kirche in Bernbach. „Männer auf dem Weg durch die Nacht – in den Tag“, lautet das Motto des jährlichen Projekts der katholischen Stelle für Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit der Männerarbeit der Evangelischen Kirchen Kurhessen-Waldeck und der Männerseelsorge der Diözese Fulda. Pfarrer Fredy F. Henning aus Rodenbach organisierte den Nachtpilgerweg der „multilateralen Ökumene“ erstmals ab Großenhausen, und jeder war willkommen. „Jeder ist ein Teil von uns", verdeutlichte Andreas Ruffing aus Fulda, der die Aktion in jedem Jahr begleitet. In mehreren Diözesen in Deutschland sei das Interesse am Pilgerweg, dessen Wurzeln im Rhein-Main-Gebiet liegen, in den vergangenen Jahren gestiegen. Nicht zuletzt erreiche man damit auch ein anderes Interessenfeld als bei den Gottesdiensten und Gebetstagen in der Kirche, verdeutlichte Henning. „Im Kinzigtal gibt es so etwas nur zweimal“, freute sich der gastgebende Pastor Thomas Hildebrandt aus Rothenbergen.
Er begrüßte die Interessierten um 22 Uhr mit einem Abendmahl. Später ging es gut ausgerüstet und angeführt von einem Holzkreuz bei eisigen Temperaturen und Schneegestöber raus in die Nacht. Doch getreu dem Spruch „Es gibt keine schlechte Witterung, sondern nur die falsche Kleidung“ ließen sich die Pilger davon nicht abschrecken. An vier Stationen thematisierten sie Jesu Leben und letzte Stunden. „Wir nehmen Jesus als Beispiel, wie Männer sich verhalten“, verdeutlichte Ruffing. Ob Solidarität, Einsamkeit, Ohnmacht: Die Pilgerer erlebten in andächtiger, verschwiegener, meditativer, aber vor allem auch in lockerer und gemeinschaftlicher Atmosphäre viele Facetten seines Lebens – voller Spannung und emotionaler Momente. „Das Ritual besteht aus Text, Impulsen und Fragen“, verdeutlichte Pfarrer Henning. Dabei ließ man auch so manche belastende Gedanken zurück: Ein Kreuz aus weißen, kleinen Sandsteinen und flackernden Kerzen, das als Wegmarke an den Stationen zurückgelassen wurde, stand als Symbol dafür.
Am frühen Morgen stand bei einem gemeinsamen Lagerfeuer, das mit eigens mitgebrachten Holzscheiten entzündet wurde, die Geselligkeit im Fokus. Und wenn so manchen die Füße nicht mehr trugen, so half man sich in der Gemeinschaft getreu dem Motto „Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied“. „Das alles ist einfach ein Stück Herausforderung und Abenteuer“, so Ruffing beeindruckt: „Jeder der Männer wandelt nun durch seine Nacht. Ich bin stolz, dass wir das so durchziehen.“ Um 8.30 Uhr wartete schließlich ein gemeinsames Frühstück im Katholischen Gemeindezentrum in Bernbach auf die geschafften, sichtlich nachdenklichen und begeisterten Teilnehmer. Auch der aus Freigericht stammende Fuldaer Weihbischof Karlheinz Dietz ließ es nicht nehmen, die Pilgerer persönlich zu begrüßen. Die gelungene Pilgerwanderung klang schließlich in geselliger Runde und mit viel Vorfreude auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr aus. (Gelnhäuser Tageblatt)
2013-04-05

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Interview mit Pfr. Henning in der Frankfurter Rundschau

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Sudientag für Männer am 20.2.2013 in Kassel
Pierre Stutz spricht über Sexualität und männliche Spiritualität - Beherzt und kraftvoll leben

Pierre Stutz
Pierre Stutz brachte in seinem Vortrag drei seiner zentralen spirituellen Grundhaltungen, die für alle Lebensbereichewesentlich sind, in Verbindung mit Aspekten einer männlich spirituellen Sexualität:
1. Wahrnehmen, was ist: „Ein spiritueller Mensch, ist ein Mann, eine Frau, der/die wahrnimmt, was ist, ohne es immer schon bewerten zu müssen, um darin die göttliche Spur zu erkennen.“ Dies führt ihn zur ersten Ermutigung: Männer entdecken und feiern ihre phallische Energie als schöpferische Kraft Gottes, damit sie auch eine zärtlich-sinnliche Sexualität leben dürfen. Zärtlichkeit und Sinnlichkeit werden eher als göttliche Gabe gesehen, als das Wilde, Leidenschaftliche, Ekstatische. Dies führt zu einer Abspaltung dieser prallen Lebenskraft. Wenn Männer sich nicht verbinden mit dem Geschenk ihrer ganzen männlichen Sexualität, dann besteht die Gefahr, dass (oft unbewusst) die Schattenseiten einer phallischen Energie, nämlich Gewalt, Zwang, Herrschaft und Unterdrückung genährt werden. 

2. Kraftvoller Ursegen: „Im Anfang ist ein kraftvoller Ursegen und nicht die Ursünde. Wir sind nicht getrennt von Gott. Eine göttlich-schöpferische Kraft bewohnt uns mit einem grossen Segen. Unsere Aufgabe besteht darin, in all unseren Lebensvollzügen einzutauchen in diese Vor-Gabe unseres Lebens.“ Die zweite Ermutigung heisst: Das lustvoll-zärtlich verantwortungsvolle Gestalten unserer Sexualität wird zum Gebet und zum großen Segen, wenn Liebende in all den Momenten des Aufgehobenseins, in denen wir voll da sind und ganz weg jene göttliche Nähe erahnen und benennen können, die die Quelle aller Liebe ist.

 3. Zupacken und geschehen lassen: „Beherzt und kraftvoll leben, ereignet sich im Annehmen und Integrieren unserer Polaritäten. „Entweder-oder“ verengt unsere Sicht, wir brauchen die Weite des „Sowohl-als-auch“: Es kommt auf mich drauf an, Wesentliches hängt jedoch nie allein von mir ab. In der dritten Ermutigung werden Männer eingeladen, das Spielerische, die Langsamkeit, das Geschehenlassen in der Sexualität zu entdecken und zu kultivieren. Unser Zeitgeist ist geprägt von „immer schneller, machbarer, effizienter“. Diese subtile Versklavung prägt auch unser Sexualverhalten. Sie fördert (oft unbewusst) einen Druck, Sex als Performance zu sehen, in dem die Allmachtsfantasie eines starken Mannes, der keine Schwäche zeigen darf, verfestigt wird. Spielerische Männer überspielen ihre Zerbrechlichkeit und Verunsicherung nicht, damit sie ihre lustvolle Lebenskraft noch mehr geniessen können!

In Arbeitsgruppen befassten sich die Männer mit Themen wie Theologishe Vertiefung, Neue Männerbilder, Sexuelle Vielfalt und Alltagsrituale. Im Schlussplenum  wurde betont, wie wichtig es ist, eine Gesprächskultur über dieses Thema zu entwickeln. Die Sexualisierung in Fernsehen, Internet u.a. verhindert dies eher. Schon junge Männer sind verunsichert. Vielleicht ist es eine Pflicht der Älteren, sich mit dem Thema zu beschäftigen und Mentoren zu werden.

2013-03-07

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Vortrag von Pierre Stutz

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Stefan Sigel-Schönig referiert beim Männerfrühstück am 26.1.2013
Eros und Aggression positiv ins Leben einbeziehen

Foto: Barnikol-Lübeck
Gießen-Lützellinden (bkl). Mehr als 80 Besucher aus den Evangelischen Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar konnte Pfarrer Horst Daniel (Lützellinden) am Samstag im evangelischen Gemeindehaus in Lützellinden zum 6. Regionalen Männerfrühstück begrüßen. „Eros und Aggression – Grundkräfte des Lebens“ lautete das aktuelle Thema, in das Stefan Sigel-Schönig (Kassel), mit seinem Vortrag einführte.
2013-02-08

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Pressemitteilung

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23. und 24. November 2012 in Poppenhausen / Rhön
"Unter Männern" mit Wildkochen, Waldführung rund um die Jagd und Bogenschießen

Foto: Törner
Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken am Freitagnachmittag ging es los mit dem Kochen. Zunächst wurde das ganze Reh zerlegt, anschließend das Menu zubereitet. Eigene Mitarbeit war ebenso gefragt wie das Zuschauen beim Kochen. Der Koch wurde dabei mit vielen Fragen gelöchert. Endlich konnte an der festlich gedeckten Tafel Platz genommen werden und der Genuss begann. Die anschließenden Gespräche dauerten bei einigen bis zum frühen Morgen.

Nach einem herzhaften Frühstück u.a. mit Hirschsalami und Wildleberwurst ging es auf die Wasserkuppe. Unser Führer, der Jäger, der das zubereitete und verspeiste Reh schoss, führte uns in die Kunst und auch Tücken der Jagd ein. Als dann ringsherum Männer mit Gewehren im Rahmen einer Treibjagd auftauchten, war auch das richtige "Feeling" gegeben. Aufgrund des schönen Wetters durfte dann auch der Besuch der Fuldaquelle nicht fehlen.  Nach einer Einführung ins Bogenschießen am Nachmittag waren gerade 24 Stunden vergangen, als die Männer sich auf den Heimweg machten.

2013-02-07

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Rezepte

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4. November 2012 im Kirchspiel Josbach, Hatzbach, Wolferode
1. Männerfrühstück mit 35 Männern im Bürgerhaus Hatzbach

Foto: lassedesignen
Ruhe im Sturm - über die Arbeit der Bundespolizei

Als die Männer im Alter von 10 bis 80 Jahren im Bürgerhaus Hatzbach am Sonntagmorgen (4.11.12) ankamen, erwarteten Sie von der Vorbereitungs-gruppe liebevoll und reichhaltig gedeckte Tische mit frischen Brötchen und leckeren süßen und herzhaften Zutaten. Nach einer kurzen Begrüßung wurde dann ausgiebig gefrühstückt und lebhaft geredet bis nach einer guten Stunde der Gast des Tages, Polizeihauptkommissar i.R. Wolfgang Apsel, zu Wort kam. Bis zu seiner Pensionierung vor einem Jahr war er Zugführer bei der Bundespolizei. Er erzählte den Männern von seiner Einsätzen z.B. in der Bundesliga in der ganzen Republik, bei Demonstrationen aber auch im feinen Zwirn vor Hillary Clinton im Bademantel beim Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm. Er berichtete auch von seinen "Krisen" bei der Arbeit und wie die Bewältigung ihm immer mehr Ruhe geschenkt hat und sein Beruf zur "Berufung" wurde. Nach gut 2 Stunden wurde mit großem Beifall der Referent verabschiedet und dem Organisationteam für das tolle Frühstück gedankt.

2012-11-19
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3. Oktober 2012
Männertreff Herleshausen plant und baut Gipfelkreuz

Einweihung des Gipfelkreuzes, Foto: Gerland
Die Idee für dieses Gipfelkreuz entstand im Männertreff der Kirchengemeinde Herleshausen. Auf dem Kielforst, dem höchsten Punkt der Gemarkung Herleshausen, von dem man einen herrlichen Ausblick in das Werratal hat, sollte ein Rastplatz für Wanderer entstehen und ein Kreuz errichtet werden. Schon bald wurde der Platz vorbereitet. Abgelagerte Eichenstämme wurden ausgewählt und zugeschnitten und fachmännisch zusammengefügt. Am Abend vor der Einweihung konnte das schwere Eichenkreuz schließlich mit Manneskraft aufgerichtet und zwei Bänke aufgestellt werden. So lädt dieser Platz an der ehemaligen innerdeutschen Grenze alle Wanderer ein, an diesem Ort inne zu halten, den Blick über die wunderschöne Landschaft schweifen zu lassen und unter dem Kreuz ein Gebet zu sprechen.
Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, wurde das Kreuz im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes feierlich eingeweiht. 200 Menschen aus Ost und West nahmen daran teil. In seiner Predigt wies Pfarrer Dr. Manfred Gerland darauf hin, dass  das Kreuz nicht nur ein Symbol des Leidens und des Todes ist, sondern auch für deren Überwindung durch den Kreuzestod Jesus Christi steht. „Christus stiftete den Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott. Er hat die Feindschaft getötet“ zitierte er aus dem Epheserbrief der Bibel. So soll dieses Gipfelkreuz an schmerzliche Erfahrungen der Trennung erinnern, die viele Menschen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erlebt haben. Es soll aber auch ein Mahnmal sein, dem Tod und der Trennung keine Macht zu geben und schließlich die Einheit zwischen den Gegensätzen von Ost und West, Mann und Frau, jung und alt, evangelisch und katholisch u.a. immer wieder anzustreben und von Gott zu erbitten.
2012-10-26
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29. September 2012
Männerwallfahrt am Michaelisfest zum Kloster Germerode

Foto: Pohl
Knapp 50 Männer machten sich am Michaelistag auf den Weg, um nach Germerode zu pilgern. Die größte Gruppe reiste mit einem Bus aus Vellmar über Kassel und Hess. Lichtenau an und startete nach einer kurzen Begrüßung und Andacht in Hausen. Als die erste Höhe errecht war und die Männer einen wuderschönen Blick über das Meißnervorland genossen, wurde gemeinsam ein Pilgerkreuz gebaut und geschmückt. In mehreren kurzen Halts und einer Zeit des Wanderns im Schweigen beschäftigten sich die Männer mit der Bedeutung des Kreuzes sowie mit dem Erzengel Michael, der für den inneren Kampf gegen die Mächte der Finsternis, des Dunkels, des Bösen steht. Wofür kämpfen Männer heute und mit welcher Kraft und Leidenschaft? Gibt es noch Aufgaben und Ziele, für die sich zu kämpfen lohnt?  In Germerode angekommen stärkten sich alle zunächst bei Kaffee und Tee, bevor ein Gottesdienst mit viel Singen und Trommeln in der Klosterkirche Germerode gefeiert wurde. Beim Verlassen der Kirche schlug den Männern schon der Geruch von Steaks und Würstchen vom Holzkohlegrill entgegen. Bei schönstem, jedoch kühlen Wetter klang der Tag mit Bier und anderen Getränken am großen Lagerfeuer und mit vielen Gesprächen unter Männern aus. Nach einem großen Dank an alle Beteiligten startete der Bus nach Vellmar und auch die anderen machten sich auf den Heimweg.
2012-12-18

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Ökumenische Männerwallfahrt