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Mittwoch, 27. November 2013

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Doppelhaushalt und Vereinigung von Kirchenkreisen verabschiedet

Hofgeismar (medio). Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Mittwoch (27.11.) den Doppelhaushalt 2014/2015 verabschiedet. Er beläuft sich auf 212,8 Millionen Euro für 2014 und auf 213,7 Millionen Euro für 2015.
 
Mit verabschiedet wurde nach eingehender Diskussion auch ein gesonderter «Sachbuchteil Bau» mit 11,5 Millionen Euro für beide Jahre, der umfangreiche Sanierungsarbeiten sowie den Anbau eines Speisepavillons auf dem Gelände der Evangelischen Akademie Hofgeismar vorsieht. Bischof Hein unterstrich in der Diskussion, Hofgeismar sei als Tagungsort der Synode und als Sitz des Predigerseminars ein Ort von hohem Symbolwert für die Landeskirche. Es gehe um eine «Ertüchtigung des normalen Betriebs». Laut Ratsbeschluss sind die Ausgaben gedeckelt und der Synode soll regelmäßig Bericht erstattet werden.

Synode beschließt Vereinigung von mehreren Kirchenkreisen

In ihrer Sitzung am Mittwoch hat die Synode die Neuerrichtung folgender Kirchenkreise beschlossen: Fritzlar-Homberg, Eder, Twiste-Eisenberg und Hanau. Es handelt sich hier jeweils um die Vereinigung mehrerer bisher bestehender Kirchenkreise und die daraus resultierende Errichtung eines neuen Kirchenkreises, teilte Pfarrerin Petra Schwermann, Sprecherin der Landeskirche mit. Hintergrund dieser Beschlüsse sei der demografische Wandel und die Anpassung der Kirchenkreise an eine zukunftsfähige Größe. Auf freiwilliger Basis prüften die Kirchenkreise daher bereits seit geraumer Zeit Zusammenschlüsse, so Schwermann weiter. Für die genannten Kirchenkreise wurde jetzt durch ein Kirchengesetz die neue Struktur von der Landessynode beschlossen.
 
Im Einzelnen schließen sich zum 1. Januar 2014 die Kirchenkreise der Eder und der Kirchenkreis Frankenberg zum Kirchenkreis Eder, die Kirchenkreise des Eisenbergs und der Twiste zum Kirchenkreis Twiste-Eisenberg, der Kirchenkreis Hanau-Stadt und der Kirchenkreis Hanau-Land zum Kirchenkreis Hanau und die Kirchenkreise Fritzlar und Homberg zum Kirchenkreis Fritzlar-Homberg zusammen. Die Fusionen waren zuvor von den jeweiligen Kreissynoden beschlossen worden, so die Sprecherin. (27.11.2013)

2013-11-27

Hier können Sie den Entwurf für den Haushaltsplan für die Jahre 2014 / 2015 mit Erläuterungen und den Entwurf für den Stellenplan herunterladen:

Haushaltsplan (PDF)
Stellenplan (PDF)

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Synode verabschiedet Erklärung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien

Hofgeismar (medio). Auf ihrer Herbsttagung in Hofgeismar hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einstimmig eine Erklärung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien verabschiedet. In dieser Erklärung ermutigt sie die Gemeinden, vor Ort konkrete Zeichen zu setzen, mit denen sie Flüchtlinge willkommen heißen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Wir dokumentieren die Erklärung im Wortlaut:

Wort der 8.Tagung der 12.Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck an die Kirchengemeinden zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien in Deutschland

Als Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck begrüßen wir das große Engagement vieler Gemeinden unserer  Landeskirche in der Unterstützung der humanitären Arbeit unserer Partnerkirche in Syrien. Wir freuen uns, dass dafür im vergangenen Jahr 50.000 Euro aus Spenden-und Kollektenmitteln zur Verfügung gestellt werden konnten. Angesichts der verzweifelten Lage vieler Menschen in Syrien ist weitere Hilfe dringend nötig. Wir bitten deshalb die Gemeinden, in ihrem Engagement nicht nachzulassen.

Wir begrüßen in diesem Zusammenhang das gemeinsame Positionspapier beider evangelischer Kirchen in Hessen und der Diakonie Hessen. Darin wird gefordert, noch mehr syrische Flüchtlinge in Hessen aufzunehmen, den Familiennachzug der in Hessen lebenden Syrer zu erleichtern und eine stärkere Willkommenskultur zu leben.

Wir ermutigen Sie daher: nehmen Sie die Menschen, die als Flüchtlinge in ihren Gemeinden leben, in den Blick! Suchen Sie den Kontakt mit den Menschen und auch mit den zuständigen Personen in ihrer Kommune, in Ihrem Landkreis, Ihrem Diakonischen Werk! Fragen Sie, was getan werden kann, was gebraucht wird. Setzen Sie konkrete Zeichen einer Willkommenskultur!

Wir danken allen Gemeinden und den Mitarbeitenden der Flüchtlingsberatungsstellen in den Diakonischen Werken der Kirchenkreise, die dies bereits tun. Sie setzen damit Zeichen der konkreten Nächstenliebe, zu der das Evangelium Jesu Christi uns ruft und die nach biblischem Zeugnis gerade auch den Flüchtlingen und Heimatlosen gilt: «Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen» (Matthäus 25, 35).

Hofgeismar 26.11.2013

2013-11-27