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Mittwoch, 26. April 2017

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Abschlussbericht des Vizepräsidenten zu den Strukturveränderungen
Landessynode bringt Fusionen von Kirchenkreisen in fünf Regionen auf den Weg

Hofgeismar (medio). Der Prozess der Kirchenkreisfusionen befindet sich auf der Zielgeraden. Dieses Fazit zog am Mittwoch (26.4.) Vizepräsident Dr. Volker Knöppel in seinem Abschlussbericht zu den Strukturveränderungen in den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.


Sieben Kirchenkreisfusionen innerhalb der Freiwilligenphase bis 2015

Dr. Knöppel berichtete, dass sich innerhalb der so genannten Freiwilligenphase bereits 13 Kirchenkreise neu strukturiert hätten. So seien aus den Kirchenkreisen Kassel-Land und Kaufungen der Kirchenkreis Kaufungen, aus den Kirchenkreisen Kirchhain, Marburg-Land und dem Stadtkirchenkreis Marburg die Kirchenkreise Kirchhain und Marburg, aus den Kirchenkreisen Eder und Frankenberg der Kirchenkreis Eder, aus den Kirchenkreisen Fritzlar und Homberg der Kirchenkreis Fritzlar-Homberg, aus den Kirchenkreisen Hanau-Stadt und Hanau-Land der Kirchenkreis Hanau und aus den Kirchenkreisen Eisenberg und Twiste der Kirchenkreis Twiste-Eisenberg entstanden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Zudem sei es in den benannten Kirchenkreisen zu Zusammenschlüssen der Kirchenkreisämter gekommen, so dass deren Anzahl von 13 auf sechs reduziert werden konnte. Knöppels Fazit: «Was in den Regionen vor und während der Freiwilligkeitsphase erreicht wurde, verdient Anerkennung. Und das ohne landeskirchlichen Masterplan!»

Handlungsbedarf nach Ende der Freiwilligenphase

Der Vizepräsident erläuterte, dass nach Ende der Freiwilligenphase in fünf Regionen noch Handlungsbedarf bestehe. Allerdings seien drei dieser Regionen auf einem guten Weg: Für die Fusionen der Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen, Hersfeld und Rotenburg sowie Eschwege und Witzenhausen lägen bereits Beschlüsse der Kreissynoden vor, bis zum Jahr 2020 miteinander zu fusionieren. Für die Kirchenkreise Gelnhausen und Schlüchtern sowie die Schwalm-Eder-Region mit den drei Kirchenkreisen Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain ständen noch vergleichbare Beschlüsse aus. Knöppel gab zu bedenken, dass der Stufenplan, bis 2015 freiwillige Fusionen zu ermöglichen und bis 2017 über die ausstehenden Fusionen landeskirchlich zu entscheiden, Geschäftsgrundlage für die bereits vorgenommenen Entscheidungen gewesen sei: «Es muss deshalb auch Geschäftsgrundlage für die noch zu entscheidenden Strukturveränderungen sein. Das gebietet der Vertrauensschutz.»

Daher beschloss die Landessynode nach intensiver Diskussion, dass die Region Gelnhausen-Schlüchtern bis 2020 zu einem Kirchenkreis fusionieren solle. Das gleiche gelte für die Region Schwalm-Eder mit den drei Kirchenkreisen Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain. In dem neu geschaffenen Kirchenkreis Schwalm-Eder solle es drei Dekanatssitze geben. Mit Blick auf die Kirchenkreisämter äußerte die Landessynode die Erwartung, dass diese gegebenenfalls schon vor 2020 fusionieren könnten. Der landeskirchliche Umstrukturierungsprozess solle spätestens auf der Frühjahrssynode 2019 mit einem Kirchengesetz, das die Fusion der noch ausstehenden fünf Regionen regele, seinen Abschluss finden.

Stichwort: Kriterien für landeskirchliche Strukturveränderungen auf Kirchenkreisebene

Im Jahr 2009 wurden durch den Rat der Landeskirche Kriterien für die Umstrukturierung aufgestellt, die den Kirchenkreisen als Orientierung dienen sollten. Demnach sollten die künftigen Kirchenkreise eine bestimmte Anzahl von Pfarrstellen aufweisen (mindestens 25, maximal 40) und die Grenzen der Landkreise und der Kommunen berücksichtigen. Der Verantwortungsbereich der Kirchenkreisämter sollte sich auf maximal zwei Kirchenkreise beschränken und nach Möglichkeit mit dem Verantwortungsbereich einer Landkreisverwaltung deckungsgleich sein. Den Kirchenkreisen wurde bis 2015 Zeit gegeben, selbstständig und freiwillig die Strukturveränderungen in ihrem Bereich herbeizuführen. Dieser Ratsbeschluss wurde 2015 durch die Landessynode bestätigt. Es wurde bekräftigt, dass der Frühjahrssynode 2017 durch das Landeskirchenamt Verfahrensvorschläge für noch nicht abgeschlossene Veränderungsprozesse vorgelegt werden sollten. (26.04.2017)

2017-04-26

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Abschlussbericht von Vizepräsident Knöppel im Wortlaut:

PDF-Dokument

Nachgefragt:

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im medio-Interview zu seinem Abschlussbericht. Das Interview führte Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der EKKW:

Interview lesen...

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Interview mit Vizepräsident Dr. Volker Knöppel

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel zum Abschlussbericht zu den Strukturveränderungen in der Landeskirche, zum Fundraising und zu dessen Potential an finanziellen Ressourcen.

Vizepräsident Knöppel stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, am 20.04.2017 in Kassel.

2017-04-26

Nachgefragt:

Lesen Sie hier das Interview im Wortlaut:

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Tagesimpressionen

(alle Fotos: medio.tv/Schauderna)
 
2017-04-26