Samstag: Samstag, 9. Mai 2009 2009-05-06 5697


Samstag, 9. Mai 2009

 
Samstag: Zwischenbericht über Kooperation mit Evangelischer Kirche in Hessen und Nassau

Hofgeismar (medio). Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, Leitender Jurist der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, hat am Samstag vor der Landessynode in Hofgeismar einen Zwischenbericht über die Kooperation der beiden hessischen Landeskirchen, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gegeben. Im Frühjahr 2006 hatten die Synoden beider Landeskirchen den Kooperationsprozess in Gang gesetzt. Nunmehr erarbeiten Projektsteuerungsgruppen Konzeptionen für eine enge Zusammenarbeit auf den Gebieten Akademiearbeit, Mission und Ökumene, Religionspädagogik und Theologische Aus- und Fortbildung.

Die Diakonischen Werke beider Landeskirche streben weitergehend bis 2012 eine Fusion an. Bereits zum 1. April hatten sie ein gemeinsames juristisches Dach, die «Hessen Diakonie GmbH» gegründet. «Der Kooperationsprozess ist auf einem guten Weg», erklärte Knöppel als Zwischenbilanz der bisherigen Gespräche. Am 20. Juni 2009 werden sich die beiden Synoden zu einem gemeinsamen Studientag in Marburg treffen. Anfang Oktober kommen die Spitzen der Landeskirchen mit den Projektsteuerungsgruppen zu einer strategischen Leitungskonferenz in Fulda zusammen. Auf ihren Herbsttagungen im November könnten dann die Synoden beider Kirchen Grundsatzbeschlüsse über die Umsetzung der Konzepte für die vier Handlungsfelder fassen.

Synode fordert Beteiligung und Beleg für Qualitätssteigerung und Einsparungen - Bischof Hein: «Kooperation macht Kirche stärker, klarer und erkennbarer»

In der sich anschließenden Aussprache über den Zwischenbericht forderten Synodale eine stärkere Beteiligung der Fachausschüsse beider Landeskirchen. Zugleich wurde um aussagekräftige Belege für die im Kooperationsprozess angestrebte Qualitätssteigerung und Einsparungen gebeten. Bischof Hein bekannte sich zu dem Kooperationsprozess: «Die Kooperation macht die Arbeit der evangelischen Kirche stärker, klarer und erkennbarer», erklärte er.

Vorschläge in den möglichen Kooperationsfeldern

Die bisher erarbeiteten Vorschläge in den möglichen Kooperationsfeldern sehen unter anderem Folgendes vor: Die Akademiearbeit könnte zukünftig unter dem Dach einer Organisation, der «Evangelischen Akademie Hessen» gebündelt werden und an zwei Standorten, nämlich in Hofgeismar und Frankfurt, arbeiten. Langfristig solle es zudem ein gemeinsames Zentrum für Mission und Ökumene beider Landeskirchen geben. Die Religionspädagogik könne an einem gemeinsamen zentral und gut erreichbaren Religionspädagogischen Institut (RPI) geleitet werden. Für die theologischen Aus- und Fortbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer, die derzeit am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar (EKKW) und am Theologischen in Herborn (EKHN) geschieht, ist ein Kooperationsmodell angedacht, dass es Theologen ermöglichen würde, zwischen den Ausbildungsstätten zu wählen. Die Ausbildung könnte dann ins Pfarramt beider Kirchen führen. (09.05.2009)

2009-05-09 5777


Zwischenbericht über Kooperation mit Evangelischer Kirche in Hessen und Nassau

 

Hofgeismar (medio). Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, Leitender Jurist der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, hat am Samstag vor der Landessynode in Hofgeismar einen Zwischenbericht über die Kooperation der beiden hessischen Landeskirchen, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gegeben. Im Frühjahr 2006 hatten die Synoden beider Landeskirchen den Kooperationsprozess in Gang gesetzt. Nunmehr erarbeiten Projektsteuerungsgruppen Konzeptionen für eine enge Zusammenarbeit auf den Gebieten Akademiearbeit, Mission und Ökumene, Religionspädagogik und Theologische Aus- und Fortbildung.

Die Diakonischen Werke beider Landeskirche streben weitergehend bis 2012 eine Fusion an. Bereits zum 1. April hatten sie ein gemeinsames juristisches Dach, die «Hessen Diakonie GmbH» gegründet. «Der Kooperationsprozess ist auf einem guten Weg», erklärte Knöppel als Zwischenbilanz der bisherigen Gespräche. Am 20. Juni 2009 werden sich die beiden Synoden zu einem gemeinsamen Studientag in Marburg treffen. Anfang Oktober kommen die Spitzen der Landeskirchen mit den Projektsteuerungsgruppen zu einer strategischen Leitungskonferenz in Fulda zusammen. Auf ihren Herbsttagungen im November könnten dann die Synoden beider Kirchen Grundsatzbeschlüsse über die Umsetzung der Konzepte für die vier Handlungsfelder fassen.

Synode fordert Beteiligung und Beleg für Qualitätssteigerung und Einsparungen - Bischof Hein: «Kooperation macht Kirche stärker, klarer und erkennbarer»

In der sich anschließenden Aussprache über den Zwischenbericht forderten Synodale eine stärkere Beteiligung der Fachausschüsse beider Landeskirchen. Zugleich wurde um aussagekräftige Belege für die im Kooperationsprozess angestrebte Qualitätssteigerung und Einsparungen gebeten. Bischof Hein bekannte sich zu dem Kooperationsprozess: «Die Kooperation macht die Arbeit der evangelischen Kirche stärker, klarer und erkennbarer», erklärte er.

Vorschläge in den möglichen Kooperationsfeldern

Die bisher erarbeiteten Vorschläge in den möglichen Kooperationsfeldern sehen unter anderem Folgendes vor: Die Akademiearbeit könnte zukünftig unter dem Dach einer Organisation, der «Evangelischen Akademie Hessen» gebündelt werden und an zwei Standorten, nämlich in Hofgeismar und Frankfurt, arbeiten. Langfristig solle es zudem ein gemeinsames Zentrum für Mission und Ökumene beider Landeskirchen geben. Die Religionspädagogik könne an einem gemeinsamen zentral und gut erreichbaren Religionspädagogischen Institut (RPI) geleitet werden. Für die theologischen Aus- und Fortbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer, die derzeit am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar (EKKW) und am Theologischen in Herborn (EKHN) geschieht, ist ein Kooperationsmodell angedacht, dass es Theologen ermöglichen würde, zwischen den Ausbildungsstätten zu wählen. Die Ausbildung könnte dann ins Pfarramt beider Kirchen führen. (09.05.2009)


Samstag: Teilnahme an Kirchenvorstandswahl schon mit 14 Jahren - Landessynode senkt Altersgrenze um zwei Jahre

Hofgeismar (medio/epd). In den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können zukünftig bereits 14-Jährige die Kirchenvorstände wählen. Mit einem Beschluss senkte die Landessynode am Samstag in Hofgeismar das aktive Wahlalter von bisher 16 auf 14 Jahre. 1995 war es von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt worden. Die Landeskirche knüpft damit an das Erreichen der Religionsmündigkeit mit dem 14. Lebensjahr an. In diese Zeit fällt auch die Konfirmation; mit ihr ist unter anderem die Berechtigung verbunden, das Patenamt zu übernehmen.

Der Vorlage des Rates der Landeskirche, die geltende Begrenzung des passiven Wahlalters für den Kirchenvorstand von 70 Jahre aufzuheben, stimmte zwar die Mehrheit der Synodalen zu. Verfehlt wurde jedoch die für eine Grundordnungsänderung notwendige Zweidrittelmehrheit. Demnach kann sich auch in Zukunft jedes evangelische Gemeindemitglied in den Kirchenvorstand wählen lassen, das das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 70. Lebensjahr vollendet hat.
 
Die Synode änderte die Vorschrift, dass eine Gemeinde neben den gewählten Kirchenvorständen weitere Vorstandsmitglieder berufen muss. Die Berufung von bis zu drei weiteren Mitgliedern steht den Kirchenvorständen künftig frei. Dabei müssen dem Vorstand stets mehr gewählte als berufene Mitglieder angehören. Außerdem muss die Zahl der nichttheologischen Mitglieder mindestens doppelt so groß sein wie die der Pfarrerinnen und Pfarrer. (09.05.2009)

2009-05-09 5781


Teilnahme an Kirchenvorstandswahl schon mit 14 Jahren - Landessynode senkt Altersgrenze um zwei Jahre

 

Hofgeismar (medio/epd). In den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können zukünftig bereits 14-Jährige die Kirchenvorstände wählen. Mit einem Beschluss senkte die Landessynode am Samstag in Hofgeismar das aktive Wahlalter von bisher 16 auf 14 Jahre. 1995 war es von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt worden. Die Landeskirche knüpft damit an das Erreichen der Religionsmündigkeit mit dem 14. Lebensjahr an. In diese Zeit fällt auch die Konfirmation; mit ihr ist unter anderem die Berechtigung verbunden, das Patenamt zu übernehmen.

Der Vorlage des Rates der Landeskirche, die geltende Begrenzung des passiven Wahlalters für den Kirchenvorstand von 70 Jahre aufzuheben, stimmte zwar die Mehrheit der Synodalen zu. Verfehlt wurde jedoch die für eine Grundordnungsänderung notwendige Zweidrittelmehrheit. Demnach kann sich auch in Zukunft jedes evangelische Gemeindemitglied in den Kirchenvorstand wählen lassen, das das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 70. Lebensjahr vollendet hat.
 
Die Synode änderte die Vorschrift, dass eine Gemeinde neben den gewählten Kirchenvorständen weitere Vorstandsmitglieder berufen muss. Die Berufung von bis zu drei weiteren Mitgliedern steht den Kirchenvorständen künftig frei. Dabei müssen dem Vorstand stets mehr gewählte als berufene Mitglieder angehören. Außerdem muss die Zahl der nichttheologischen Mitglieder mindestens doppelt so groß sein wie die der Pfarrerinnen und Pfarrer. (09.05.2009)


Samstag: Landessynode fordert Verlängerung der Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge

Hofgeismar (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck fordert eine Verlängerung der Ende 2009 auslaufenden Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge. Die Landessynode beschloss am Samstag in Hofgeismar, sich für eine Überarbeitung und Verlängerung der bestehenden humanitären Bleiberechtsregelung einzusetzen. Damit machte sie sich die Forderung der Diakonie und anderer Wohlfahrtsverbände und Flüchtlingsorganisationen zu eigen.

Mit dem Auslaufen der bisherigen Regelung zum 31.12.2009 drohe besonders schutzbedürftigen Menschen die Abschiebung. Betroffen wären insbesondere Menschen, die wegen fehlender Lebensunterhaltssicherung bisher nur ein vorläufiges Bleiberecht erhalten haben sowie Personengruppen, für die wegen Einreise nach dem festgelegten Stichtag die bisherige Bleiberechtsregelung nicht greift. Darunter befinden sich alte, kranke und behinderte Personen, Alleinerziehende, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie kinderreiche Familien.

Die Landessynode setzt sich deshalb für eine modifizierte Verlängerung der auslaufenden Bleiberechtsregelung ein, die eine dauerhafte Integrationsperspektive für die genannten Menschen ermöglicht und bittet die Landesregierung sowie die politischen Mandatsträger in Bund und Land um Unterstützung dieses Anliegens. (09.05.2009)

2009-05-09 5782


Landessynode fordert Verlängerung der Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge

 

Hofgeismar (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck fordert eine Verlängerung der Ende 2009 auslaufenden Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge. Die Landessynode beschloss am Samstag in Hofgeismar, sich für eine Überarbeitung und Verlängerung der bestehenden humanitären Bleiberechtsregelung einzusetzen. Damit machte sie sich die Forderung der Diakonie und anderer Wohlfahrtsverbände und Flüchtlingsorganisationen zu eigen.

Mit dem Auslaufen der bisherigen Regelung zum 31.12.2009 drohe besonders schutzbedürftigen Menschen die Abschiebung. Betroffen wären insbesondere Menschen, die wegen fehlender Lebensunterhaltssicherung bisher nur ein vorläufiges Bleiberecht erhalten haben sowie Personengruppen, für die wegen Einreise nach dem festgelegten Stichtag die bisherige Bleiberechtsregelung nicht greift. Darunter befinden sich alte, kranke und behinderte Personen, Alleinerziehende, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie kinderreiche Familien.

Die Landessynode setzt sich deshalb für eine modifizierte Verlängerung der auslaufenden Bleiberechtsregelung ein, die eine dauerhafte Integrationsperspektive für die genannten Menschen ermöglicht und bittet die Landesregierung sowie die politischen Mandatsträger in Bund und Land um Unterstützung dieses Anliegens. (09.05.2009)


Samstag: Landessynode verabschiedet Resolution zum Milchpreis

Hofgeismar (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat sich am Samstag bestürzt über die aktuelle Preisentwicklung auf dem Milchmarkt geäußert. In einer Resolution forderte sie die politisch Verantwortlichen auf, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die Menschen in Familienbetrieben der Landwirtschaft ein wirtschaftliches Überleben sichern. Aktuell lägen die Preise weit unter den Kosten der Milcherzeugung.

Auch die Verbraucher seien aufgefordert, Milch in Einzelhandelsgeschäften und Ketten zu kaufen, die einen fairen Preis an die Milchbauern zahlten. Bischof Martin Hein warb für eine Zustimmung zur Resolution. «Ich unterstützte diese Resolution aus vollem Herzen», erklärte er. Die Landwirtschaft sei gerade in Nordhessen für den Erhalt der Kulturlandschaft wesentlich. (09.05.2009)

2009-05-09 5779


Landessynode verabschiedet Resolution zum Milchpreis

 

Hofgeismar (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat sich am Samstag bestürzt über die aktuelle Preisentwicklung auf dem Milchmarkt geäußert. In einer Resolution forderte sie die politisch Verantwortlichen auf, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die Menschen in Familienbetrieben der Landwirtschaft ein wirtschaftliches Überleben sichern. Aktuell lägen die Preise weit unter den Kosten der Milcherzeugung.

Auch die Verbraucher seien aufgefordert, Milch in Einzelhandelsgeschäften und Ketten zu kaufen, die einen fairen Preis an die Milchbauern zahlten. Bischof Martin Hein warb für eine Zustimmung zur Resolution. «Ich unterstützte diese Resolution aus vollem Herzen», erklärte er. Die Landwirtschaft sei gerade in Nordhessen für den Erhalt der Kulturlandschaft wesentlich. (09.05.2009)