Dienstag: Dienstag, 24. November 2009 2009-11-23 6737


Dienstag, 24. November 2009

 
Dienstag: Vizepräsident Knöppel: Landeskirche muss Sparkurs fortsetzen 2009-11-25 6744

Finanzbericht
Vizepräsident Knöppel: Landeskirche muss Sparkurs fortsetzen

 
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Foto: medio.tv/Küster)
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Foto: medio.tv/Küster)

Hofgeismar (medio). Der Leitende Jurist der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, hält auch weiterhin einen strikten Sparkurs der Landeskirche für notwendig.

In seinem Finanzbericht vor der Landessynode in Hofgeismar sagte Knöppel am Dienstag, es sei notwendig, das Ausgabeverhalten auch in den kommenden Jahren an die Einnahmesituation weiter anzupassen und weitere Einsparungsmaßnahmen zu entwickeln.
 
Bislang weniger Einnahmerückgänge im Jahr 2009 als befürchtet

Knöppel erklärte, dass die Einnahmerückgänge im laufenden Jahr gegenüber 2008 voraussichtlich geringer ausfallen würden als ursprünglich befürchtet: War man wegen der Wirtschaftskrise ursprünglich von einem Minus von sechs Prozent ausgegangen, so seien die Kirchensteuereinnahmen bis Ende Oktober lediglich um 1,26 Prozent gesunken – entgegen dem Trend der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In diesen Zahlen sind jedoch auch Einnahmen enthalten, die der Landeskirche nicht gehörten. So würden etwa alle Personalabrechnungsfälle des Landes Hessen (etwa der Lehrer aus Wiesbaden) in Kassel versteuert; dieses Geld müsse dann an die hessische Schwesterkirche abgeführt werden. Ein weiterer positiver Sondereffekt sei der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in der Region Kassel. Insgesamt rechnet Knöppel bis zum Jahresende mit einer Kirchensteuermindereinnahme gegenüber 2008 von vier Prozent. Die Finanzlage der Landeskirche werde 2009 zudem von finanzpolitischen Beschlüssen der Bundesregierung, wie dem Gesetz zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen oder der Wiedereinführung der Pendlerpauschale, beeinflusst.
 
Landeskirche im Kreis der EKD-Gliedkirchen erstmals Geberin

Im vergangenen Jahr war das Kirchensteuereinkommen der Landeskirche gegenüber 2007 um 6,7 Prozent gestiegen. Damit lag sie im EKD-Vergleich (durchschnittliches Plus von 9,3 Prozent)  an drittletzter Stelle. Erstmalig sei  die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck «Geberkirche» im Finanzausgleichsverfahren der EKD geworden. Für das so genannte «Clearingverfahren» müsse die Landeskirche auch Mittel im Haushalt bereitstellen. Positiv wertete Knöppel die Steigerung von Rücklagen im so genannten Kirchensteuerverwahr um rund 13 Millionen Euro auf 86,65 Mio. Euro. Für das Jahr 2010 rechnet Knöppel mit  Mindereinnahmen von 6 Prozent und für das Jahr 2011 von 0,5 Prozent. Auch für die folgenden Jahre sei mit Blick auf die Einnahme- wie Ausgabensituation ein strikter Sparkurs notwendig.
 
«Freiwilliges Kirchgeld» erfolgreich - Ab 2012 flächendeckende Einführung

Knöppel unterstrich die Notwendigkeit, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. In den vergangenen Jahren seien hierbei in den Kirchenkreisen Wolfhagen und Melsungen positive Erfahrungen mit der Einführung eines «Freiwilligen Kirchgelds» gemacht worden. Es solle, so Knöppel, ab 2012 flächendeckend in der Landeskirche eingeführt werden. Beim «Freiwilligen Kirchgeld» stelle die Individualität der Kirchengemeinden und ihre Nähe zu den Menschen eine besondere Stärke dar.
 
Doppelhaushalt von je rund 194 Mio. Euro für 2010 und 2011 eingebracht

Knöppel brachte den Doppelhaushalt der Landeskirche für die Jahre 2010 und 2011 zur Beratung in die Synode ein. Sein Volumen beträgt, 194,38 Mio. Euro für 2010 und 194,29 Mio. Euro für 2011. (24.11.2009)

file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Bericht von Vize-
präsident Dr. Volker Knöppel im Wortlaut:

file_download Stellungnahme:

Lesen Sie hier die Stellungnahme zum Finanzbericht vom Vorsitzenden des Finanzausschusses der Landessynode, Dekan Fritz-Eckhard Schmidt (Schlüchtern):

file_download Doppelhaushalt 2010/2011:

Lesen Sie hier die Einbringung des Doppelhaushaltes 2010/2011 nebst Haushaltsgesetz durch Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im Wortlaut:

file_download Stellungnahme:

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Finanzausschusses zum Haushaltsgesetz, Stellenplan und Doppelhaushalt für die Jahre 2010 und 2011:

arrow_forward Nachgefragt ...

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel stellte sich den Fragen von medio-Redaktionsleiter Pfr. Christian Fischer:

Dienstag: Landespfarrer für Diakonie: Angestrebte Fusion beider Diakonischen Werke in Hessen auf gutem Weg 2009-11-25 6768


Landespfarrer für Diakonie: Angestrebte Fusion beider Diakonischen Werke in Hessen auf gutem Weg

 
Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz, Landespfarrer für Diakonie und Vorstandsvorsitzender des DWKW (Foto: medio.tv/Küster)
Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz, Landespfarrer für Diakonie und Vorstandsvorsitzender des DWKW (Foto: medio.tv/Küster)

Hofgeismar (medio). Der Fusionsprozess zwischen dem Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW) und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau e.V. (DWHN) ist im Jahr 2009 deutlich vorangekommen. Angestrebt wird eine Fusion im Jahr 2012. Darauf hat der Landespfarrer für Diakonie und Vorstandsvorsitzende des DWKW, Dr. Eberhard Schwarz, auf der Herbstsynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) am Dienstagabend in Hofgeismar verwiesen.

Ein wichtiger Meilenstein war nach den Worten von Dr. Schwarz die Gründung der «Diakonie Hessen GmbH» am 30. März 2009. «Diese gemeinnützige Diakonie Hessen GmbH hat die Aufgabe, die Diakonie in Hessen nach außen öffentlichkeitswirksam und verbindlich auftreten zu lassen, dem Land gegenüber, im Konzert der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, gegenüber dem Landeswohlfahrtsverband und den Kostenträgern», erläuterte der Landespfarrer in seinem Bericht. Diese Gründung stelle einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Fusion der beiden Vereine dar , die für 2012 angestrebt werde. Wenn die beiden Vereine fusioniert seien, habe die Gesellschaft ihre Schuldigkeit getan und werde wieder aufgelöst. «Es ist also ein Zwischenschritt, aber ein wichtiger. Zeigen wir doch damit in verbindlicher Form an, wo wir hin wollen: zu einem Diakonischen Werk in Hessen», so Dr. Schwarz weiter.

Als weiteren Meilenstein bezeichnete der Vorstandsvorsitzende des DWKW die Durchführung einer Kulturanalyse. Dazu erklärte Dr. Schwarz: «Salopp gesagt: wir wussten, dass wir, DWKW und DWHN, verschieden sind. Nun wissen wir es auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Die Ergebnisse sind in die beiden Häuser kommuniziert und müssen bei den weiteren Schritten mit einbezogen werden. Nur, wenn wir diese kulturellen Verschiedenheiten im Selbstverständnis, im Kommunikationsverhalten etc. ernst nehmen, kann die beabsichtigte Fusion gelingen.»

Frankfurt als Hauptsitz, Beratungszentrum der Diakonie in Kassel

Nach den Worten des Landespfarrers herrscht bei allen Beteiligten Einigkeit darüber, dass das gemeinsame Werk einen vierköpfigen Vorstand haben soll. Er soll aus zwei Theologen sowie einem Kaufmann und einem Juristen bestehen. «Wir sind uns bezüglich der Standortfrage einig darüber, dass langfristig für ein fusioniertes Werk ein Standort die sinnvollste Lösung darstellt. Bis zur Realisierung eines gemeinsamen Standortes ist eine Übergangszeit von acht bis zehn Jahren, also maximal bis 2020, denkbar und sinnvoll», so Schwarz. Langfristig werde es einen gemeinsamen Standort in Frankfurt geben. Unstrittig sei, so Schwarz, dass die Beratungsfunktion in der Region Nordhessen gewährleistet bleiben müsse. Deshalb solle es auch nach der Realisierung eines gemeinsamen Standorts weiterhin ein Beratungszentrum der Diakonie in Kassel geben.

Offene Fragen: Tarifrecht und Regionale Diakonische Werke

Aus der Fülle noch zu bearbeitender Punkte griff der Landespfarrer insbesondere zwei Fragen heraus: Angesichts der unterschiedlichen Situation im Arbeits- und Tarifrecht (KDAVO bzw. AVR) wird nach den Worten des Landespfarrers einer bereits eingesetzten Arbeitsgruppe der Auftrag erteilt, den Weg zu einem gemeinsamen Arbeitsrecht zu erarbeiten. Denkbar wäre eine gemeinsame Arbeitsrechtliche Kommission für die Diakonie Hessen ohne Beteiligung der verfassten Kirchen.

Offen ist nach den Worten von Dr. Schwarz auch noch die Stellung der regionalen Diakonischen Werke. In Kurhessen-Waldeck sind diese mit den Kirchenkreisen verflochten, während sie in Hessen und Nassau direkt an das Diakonische Werk angebunden sind. «Wir könnten uns vorstellen, die Regionalen Diakonischen Werke in eine eigene Rechtsform als gemeinnützige GmbH auszugliedern. Dies würde zunächst mit den regionalen Diakonischen Werken des DWHN geschehen können. Für die regionale Diakonie der EKKW würde es eine deutliche Empfehlung der Landeskirche geben, sich dieser Gesellschaft anzuschließen. An der praktischen Arbeit der Diakonie werde sich dadurch nichts ändern», erläuterte Schwarz abschließend.

Stichwort: Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW)

Das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW) mit Sitz in Kassel ist der evangelische Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in einem Gebiet von Bad Karlshafen in Nordhessen bis zum Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim, einschließlich des thüringischen Schmalkaldens. Der Verband vertritt die Interessen von derzeit rund 210 Mitgliedern (Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs, Evangelische Kirchenkreise und -gemeinden, Evangelische Kindertagesstätten, landeskirchliche Zweckverbände). In deren gut 600 Einrichtungen arbeiten momentan rund 12.500 Hauptamtliche und ein Vielfaches von  ehrenamtlichen Mitarbeitern. Darüber hinaus ist das DWKW Träger des Evangelischen Fröbelseminars. Als Dienstleister und Anwalt tätig zu sein, ist elementares Selbstverständnis des DWKW. Fachliche Beratung gehört damit genauso zu seiner Arbeit wie z.B. die Förderung von Selbsthilfeinitiativen sozial Benachteiligter.

Stichwort: Diakoniedezernat

Dr. Eberhard Schwarz ist Landespfarrer für Diakonie und somit Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. Zugleich ist er Leiter des Diakoniedezernats der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Dazu gehören folgende Aufgabenbereiche: Psychologische Beratung; Schwangerschaftskonfliktberatung; Sozialpädagogische Familienberatung; Müttergenesung; Suchtberatung; Kreisdiakoniepfarrer und Kreisdiakoniepfarrerinnen; Bahnhofsmission; Arbeitsgemeinschaft Hospiz; Arbeitsstelle Migration; Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst (ZFFZ); Ambulante pflegerische Dienste; Kindertagesstätten; Regionale Diakonische Werke. (25.11.2009)

Dienstag: Hessischer Verdienstorden für Präses Kirchenrätin Ute Heinemann

Hofgeismar (medio). Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hat die Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kirchenrätin Ute Heinemann, mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet.

«Ute Heinemann hat sich vorbildlich und mit großem Engagement für das gemeinsame Interesse von Staat und Kirche an einer demokratischen und sozialen Kultur im Land Hessen eingesetzt und sich somit um die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Land verdient gemacht», würdigte Koch die Verdienste der Geehrten.

Sie habe im Rahmen ihres Amtes den in der Präambel des Hessischen Staatskirchenvertrages formulierten Wunsch «das freundschaftliche Verhältnis zwischen den Kirchen und dem Land zu fördern und zu festigen» in hervorragender Weise umgesetzt. Koch hatte die letzte Tagung der 11. Landessynode zugleich genutzt, um zu den Synodalen zu sprechen und mit ihnen über aktuelle politische Fragen zu diskutieren.

Kirchenrätin Ute Heinemann wurde am 17. Februar 1944 in Weißendorf/Thüringen geboren und wuchs zunächst in Unshausen (Schwalm-Eder-Kreis), später in Kassel auf, wo sie auch die Schulzeit verbrachte. Von 1963 bis 1966 absolvierte sie in Gießen ein Lehramtsstudium für die Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen mit den Fächern Evangelische Religion, Deutsch und Mathematik. Von 1966 bis 1969 war sie Leiterin  der einklassigen Schule in Blankenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Von 1969 bis 1978 war sie Lehrerin an der Grund-, Haupt- und Gesamtschule Fuldatal, deren Konrektorin und zugleich Ausbildungsbeauftragte beim Studienseminar 21 in Kassel sie 1972 wurde. 1978 wurde sie Rektorin als Ausbildungsleiterin am Studienseminar in Kassel. 1987 wurde sie an das Staatliche Schulamt Borken abgeordnet, dessen Schulamtsdirektorin sie 1990 wurde. Von 1999 bis 2009 bis zum Eintritt in den Ruhestand war Ute Heinemann Leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamtes für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg in Fritzlar.

Langjähriges vielseitiges ehrenamtliches Engagement in der Landeskirche

Ausgesprochen vielfältig ist Heinemanns ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche. Seit 1986 ist sie ordentliches Mitglied der Landessynode, in deren Vorstand sie seit 1992 als Präses wirkte. In dieser Funktion ist Präses Heinemann Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Rates der Landeskirche. Sie war 12 Jahre lang Vorsitzende der Schulkammer der Landeskirche sowie Mitglied im Ausschuss für Personalentwicklung und Vorsitzende des Nominierungsausschusses. Sie gehört dem Kirchenvorstand ihrer Gemeinde in Fuldatal-Ihringshausen an und ist Mitglied der Kreissynode Kassel-Land. Zudem war sie stellvertretendes Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Sie ist regelmäßig in den evangelischen Verkündigungssendungen im Hessischen Rundfunk zu hören.

Höchste Ehrung der Landeskirche, Titel «Kirchenrat», im Jahr 2003 erhalten

2003 wurde ihr die höchste Ehrung der Landeskirche, der Titel «Kirchenrätin», für ihr außergewöhnlich großes gesamtkirchliches Engagement verliehen  - und zwar «in Anerkennung ihres vielfältigen Dienstes in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in gemeindlichen und in landeskirchlichen Gremien und in besonderer Würdigung als Präses der Landessynode und Mitglied der Kirchenleitung». Präses Kirchenrätin Ute Heinemann ist verheiratet. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Söhne. (24.11.2009)

2009-11-24 6743


Hessischer Verdienstorden für Präses Kirchenrätin Ute Heinemann

 

Hofgeismar (medio). Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hat die Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kirchenrätin Ute Heinemann, mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet.

«Ute Heinemann hat sich vorbildlich und mit großem Engagement für das gemeinsame Interesse von Staat und Kirche an einer demokratischen und sozialen Kultur im Land Hessen eingesetzt und sich somit um die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Land verdient gemacht», würdigte Koch die Verdienste der Geehrten.

Sie habe im Rahmen ihres Amtes den in der Präambel des Hessischen Staatskirchenvertrages formulierten Wunsch «das freundschaftliche Verhältnis zwischen den Kirchen und dem Land zu fördern und zu festigen» in hervorragender Weise umgesetzt. Koch hatte die letzte Tagung der 11. Landessynode zugleich genutzt, um zu den Synodalen zu sprechen und mit ihnen über aktuelle politische Fragen zu diskutieren.

Kirchenrätin Ute Heinemann wurde am 17. Februar 1944 in Weißendorf/Thüringen geboren und wuchs zunächst in Unshausen (Schwalm-Eder-Kreis), später in Kassel auf, wo sie auch die Schulzeit verbrachte. Von 1963 bis 1966 absolvierte sie in Gießen ein Lehramtsstudium für die Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen mit den Fächern Evangelische Religion, Deutsch und Mathematik. Von 1966 bis 1969 war sie Leiterin  der einklassigen Schule in Blankenbach (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Von 1969 bis 1978 war sie Lehrerin an der Grund-, Haupt- und Gesamtschule Fuldatal, deren Konrektorin und zugleich Ausbildungsbeauftragte beim Studienseminar 21 in Kassel sie 1972 wurde. 1978 wurde sie Rektorin als Ausbildungsleiterin am Studienseminar in Kassel. 1987 wurde sie an das Staatliche Schulamt Borken abgeordnet, dessen Schulamtsdirektorin sie 1990 wurde. Von 1999 bis 2009 bis zum Eintritt in den Ruhestand war Ute Heinemann Leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamtes für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg in Fritzlar.

Langjähriges vielseitiges ehrenamtliches Engagement in der Landeskirche

Ausgesprochen vielfältig ist Heinemanns ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche. Seit 1986 ist sie ordentliches Mitglied der Landessynode, in deren Vorstand sie seit 1992 als Präses wirkte. In dieser Funktion ist Präses Heinemann Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Rates der Landeskirche. Sie war 12 Jahre lang Vorsitzende der Schulkammer der Landeskirche sowie Mitglied im Ausschuss für Personalentwicklung und Vorsitzende des Nominierungsausschusses. Sie gehört dem Kirchenvorstand ihrer Gemeinde in Fuldatal-Ihringshausen an und ist Mitglied der Kreissynode Kassel-Land. Zudem war sie stellvertretendes Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD). Sie ist regelmäßig in den evangelischen Verkündigungssendungen im Hessischen Rundfunk zu hören.

Höchste Ehrung der Landeskirche, Titel «Kirchenrat», im Jahr 2003 erhalten

2003 wurde ihr die höchste Ehrung der Landeskirche, der Titel «Kirchenrätin», für ihr außergewöhnlich großes gesamtkirchliches Engagement verliehen  - und zwar «in Anerkennung ihres vielfältigen Dienstes in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in gemeindlichen und in landeskirchlichen Gremien und in besonderer Würdigung als Präses der Landessynode und Mitglied der Kirchenleitung». Präses Kirchenrätin Ute Heinemann ist verheiratet. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Söhne. (24.11.2009)

Dienstag: Ministerpräsident Koch: Konfessioneller Religionsunterricht steht nicht zur Disposition 2009-11-24 6760


Ministerpräsident Koch: Konfessioneller Religionsunterricht steht nicht zur Disposition

 
Ministerpräsident Roland Koch (r.): «Was die Kirche für das Gemeinwesen leistet, ist beachtlich und wird in der Öffentlichkeit oft unterschätzt.» Links im Bild sind die Präses der Landessynode, Kirchenrätin Ute Heinemann, und Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann zu sehen. (Foto: medio.tv/Pfannstiel)
Ministerpräsident Roland Koch (r.): «Was die Kirche für das Gemeinwesen leistet, ist beachtlich und wird in der Öffentlichkeit oft unterschätzt.» Links im Bild sind die Präses der Landessynode, Kirchenrätin Ute Heinemann, und Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann zu sehen. (Foto: medio.tv/Pfannstiel)

Hofgeismar (epd). Der konfessionelle Religionsunterricht in Hessen steht nicht zur Disposition. Dies bekräftigte Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Dienstag vor der in Hofgeismar tagenden Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Koch trat damit Befürchtungen entgegen, die Landesregierung plane ein Fach Religionskunde. Schon am Montag hatte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) in einem Brief an die Synode Zweifel an der Beibehaltung des Bekenntnisunterrichts zu zerstreuen versucht.

Koch räumte ein, dass man die Tatsache, dass zunehmend mehr Menschen nichtchristlichen Glaubens im Lande lebten, noch nicht vollständig verarbeitet habe. Es dürfe aber nicht sein, dass diese Menschen staatlicherseits gar nichts über Religion erfahren könnten, plädierte er ähnlich wie am Tag zuvor auch Bischof Martin Hein für einen Religionsunterricht für Muslime. Darüber hinaus betonte er das Recht muslimischer Glaubensgemeinschaften, eigene Gotteshäuser zu errichten.

Koch würdigte in seinem Grußwort die Rolle der Kirche in der Gesellschaft. «Auf das kirchliche Engagement können wir nicht verzichten.» Was die Kirche für das Gemeinwesen leiste, sei beachtlich und werde in der Öffentlichkeit oft unterschätzt. «Sie tragen nicht unerheblich zum Funktionieren des Staates bei», sagte der Ministerpräsident vor den rund 90 Synodalen. (24.11.2009)