Vom 21. bis 24. November
Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar
Informieren Sie sich hier über die Tagung:
- Bischof Hein: Evangelische Frömmigkeit verdankt sich der steten Begegnung mit dem Wort Gottes
- Vizepräsident Knöppel: Konsolidierungsmaßnahmen werden fortgesetzt
- Prälatin Natt zu den Neuregelungen im Pfarrerdienstgesetz und zur Debattenkultur in der Synode
- Landessynode ermöglicht öffentliche Segnung von Paaren, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, im Gottesdienst
- Synoden der EKHN und EKKW befassen sich mit Kooperationsgesetz
- Doppelhaushalt für die Jahre 2012/2013 verabschiedet
- Kirchenkreise Marburg-Stadt, Marburg-Land und Kirchhain zu zwei Kirchenkreisen vereinigt
- Landessynode fordert Null-Toleranz bei der Ausbringung von gentechnisch verändertem Saatgut
- Landessynode verabschiedet Resolution zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen
- Gottesdienst zur Eröffnung der Landessynode
- Tagesordnung der Herbsttagung
- Was ist die Landessynode?
- Geschäftsstelle / Kontakt
- Pressekontakt
Tipp:
Ausführliche Meldungen, Berichte und Fotos finden Sie auf den jeweiligen Tagesseiten:
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Verlaufsplan:
Hier können Sie den vorläufigen Verlaufsplan der Herbsttagung herunterladen (Stand: 27.10.2011):
PDF-Dokument
Hintergrund:
Allgemeine Informationen zur Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie hier:
weiter...
Bericht vor der Landessynode
Bischof Hein: Evangelische Frömmigkeit verdankt sich der steten Begegnung mit dem Wort Gottes
Christliche Frömmigkeit konkurriert mit anderen spirituellen Angeboten
Der Bischof führte in seinem Bericht aus, dass es einen großen Reichtum geistlichen Lebens in der Kirche gäbe, der jeweils auf bestimmte Milieus abgestimmt sei. «Vielfalt ist der evangelischen Kirche in die Wiege gelegt.» Es sei deshalb unangemessen, «bestimmte Frömmigkeitsformen als `besser´ oder ´reifer´, andere hingegen als ´schlechter´ oder ´unreifer´ zu etikettieren». Freilich konkurrierten diese Formen geistlichen Lebens inzwischen mit einem großen «Markt der spirituellen Möglichkeiten», der ein breites Spektrum von der Esoterik bis zu Beratungsangeboten abdecke. «Spiritualität» werde dabei oft mit der Verheißung eines besseren Lebens, höherer Gesundheit und mehr Lebensqualität verbunden. Das «religiöse Sinnstiftungsmonopol der Kirche» gebe es heute nicht mehr. Auch sei Religiosität nicht automatisch mit Kirchlichkeit verbunden. Da stelle sich die Frage nach dem Unterschied von christlicher Spiritualität von andern spirituellen Angeboten. Darum bevorzuge der Bischof den Begriff «Frömmigkeit», wenn er vom geistlichen Leben rede, und definierte: «Evangelische Frömmigkeit verdankt sich der steten Begegnung mit dem Wort Gottes, sie ist auf Jesus Christus ... bezogen und weiß sich durch den Heiligen Geist gewirkt und beschenkt.» (21.11.2011)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Martin Hein im Wortlaut:
PDF-Dokument
Nachgefragt:
Bischof Hein im medio-Interview über die Gestaltung geistlichen Lebens, notwendige Reaktionen auf rechtsextreme Straftaten und politisch glaubwürdiges Handeln als Christ:
weiter...
Finanzbericht vor der Landessynode
Vizepräsident Knöppel: Konsolidierungsmaßnahmen werden fortgesetzt
Gesamtkirchensteueraufkommen sinkt bei momentaner Erholung
Das Kirchensteueraufkommen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beziffere sich laut Knöppel im Jahr 2010 insgesamt auf 4,25 Mrd. Euro - ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Die Landeskirche liege mit einem pro Kopf Kirchensteueraufkommen von 140,17 Euro pro Jahr im Rahmen der 22 EKD-Kirchen auf dem 14. Platz. Insgesamt seien die landeskirchlichen Einnahmen gegenüber 2009 um 5,4 Prozent gesunken. So seien im Jahr 2009 rund 124,9 Mio. Euro eingenommen worden, in 2010 seien es nur noch 117,6 Mio. Euro gewesen. Für das laufende Haushaltsjahr 2011 seien die Einnahmen seit August leicht angestiegen. Für die Schätzung des künftigen Steueraufkommens sei auch zu berücksichtigen, dass die Mitgliederzahl der Landeskirche im Sommer 2011 erstmals unter 900.000 gesunken sei; auch würden sich die Steuersenkungspläne der Bundesregierung sowie das EKD-interne Kirchenlohnsteuerverrechungsverfahren (Clearing) bemerkbar machen. Hier gehöre die Landeskirche immer noch zu den «Geberkirchen». Für den Kirchensteuerverwahr (Stand 2010: 95,3 Mio. Euro) werden rund 50 Prozent des landeskirchlichen Haushalts vorgehalten, für die angestrebten 75 Prozent seien für die kommenden Jahre weitere Aufstockungen notwendig. Für die Kapitalertragssteuer sieht der Bund ein automatisiertes Verfahren vor – bis dahin werde weiter über Abschläge in der EKD umgelegt. (22.11.2011)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier den Bericht von Vizepräsident Volker Knöppel im Wortlaut:
PDF-Dokument
Nachgefragt:
Vizepräsident Knöppel im medio-Interview über die Finanzsituation der Landeskirche, die Auswirkungen der Finanzkrise und neue Ideen für zusätzliche Finanzquellen der Kirche.
weiter...
Im Interview:
Prälatin Natt zu den Neuregelungen im Pfarrerdienstgesetz und zur Debattenkultur in der Synode
Nachgefragt:
Prälatin Natt im medio-Interview über die neuen Regelungen des Pfarrerdienstgesetzes und die Debattenkultur in der Synode:
weiter...
Landessynode ermöglicht öffentliche Segnung von Paaren, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, im Gottesdienst

Nach ausführlicher Debatte: Die Synode stimmt für die öffentliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Gottesdienst. (Foto: medio.tv/Küster)
Voraussetzung einer solchen Segnung ist neben der eingetragenen Lebenspartnerschaft, dass mindestens einer der Partner evangelisch ist, heißt es in dem Beschluss. Pfarrer dürfen zu einer solchen Handlung nicht gezwungen werden, müssen die Antragsteller dann aber an einen anderen Seelsorger verweisen.
Vorausgegangen war der Zustimmung eine ausführliche Debatte, an der sich zahlreiche Synodale beteiligten. Dem Wunsch von Präses Rudolf Schulze, in dem Beschluss festzuhalten, dass Ehe und Familie Leitbild der Kirche für verbindlich gelebte Partnerschaft seien und die Segnung in klar zu unterscheidender Weise von einer Trauung geschehen solle, folgte die Synode nicht. (23.11.2011)
Download:
Lesen Sie hier die Beschlussvorlage des Rates der Landeskirche im Wortlaut:
PDF-Dokument
Verbindliche Zusammenarbeit über Kirchengrenzen hinweg
Synoden der EKHN und EKKW befassen sich mit Kooperationsgesetz

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel bei der Einbringung der Beschlussvorlage für die synodale Beratung des Kooperationsprozesses (Fotos: medio.tv/Küster)
Der Vertragsentwurf wurde wortgleich in beide Synoden eingebracht, aber noch nicht beschlossen, heißt es in der Mitteilung. Der Kooperationsvertrag werde vielmehr in den kommenden Monaten in den unterschiedlichen Ausschüssen und Leitungsgremien weiter beraten. Nach den gegenwärtigen Planungen sollen die beiden Synoden das Zustimmungsgesetz und den Kooperationsvertrag endgültig im Herbst des kommenden Jahres verabschieden. (25.11.2011)
Doppelhaushalt für die Jahre 2012/2013 verabschiedet
Strukturreform
Kirchenkreise Marburg-Stadt, Marburg-Land und Kirchhain zu zwei Kirchenkreisen vereinigt
Landessynode fordert Null-Toleranz bei der Ausbringung von gentechnisch verändertem Saatgut
Das bisherige Zulassungsverfahren bei der EU für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen sei mangelhaft, hieß es in der Begründung. Soziale und wirtschaftliche Schadwirkungen würden nicht berücksichtigt. (24.11.2011)
Forderung nach dauerhaften Resettlementprogramm
Landessynode verabschiedet Resolution zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen
In der Resolution werde zum einen dazu aufgerufen, die Forderung des UN-Flüchtlingswerk UNHCR nach einem dauerhaften Resettlementprogramm zu unterstützen, teilte die Pressestelle der Landeskriche mit. Einige Tausend afrikanische Flüchtlinge säßen in Libyen fest und könnten nicht in ihre Heimatländer zurückkehren. Ähnlich sei es auch in anderen Ländern Afrikas und Asiens, genannt werde ausdrücklich die Situation irakischer Flüchtlinge in Syrien. Deutschland müsse im Rahmen des Resettlementprogramms die Bereitschaft zeigen, eine dauerhafte Ansiedlung von Flüchtlingen in Deutschland zu ermöglichen. (24.11.2011)
Gottesdienst zur Eröffnung der Landessynode
Schwerpunkte der Beratungen, die voraussichtlich bis einschließlich Donnerstag dauern werden, sind unter anderem der Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein zum Thema «Geistliches Leben», der Finanzbericht des Vizepräsidenten Dr. Volker Knöppel, die Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2012/2013, die Kooperation zwischen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Beratung und Verabschiedung einiger Kirchengesetze.
Prälatin Natt: Jesus brachte uns die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat
«Christen sind Menschen, die über den Horizont hinausschauen!» Mit diesem Satz begann Prälatin Marita Natt im Eröffnungsgorresdienst ihre Predigt. Sie legte ein Lied aus dem Dreißigjährigen Krieg aus: «Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat Gwalt vom ewigen Gott... .» Der Ewigkeitssonntag erinnere an die Vergänglichkeit und besonders an den Tod. Den Dichter des Schnitterliedes habe vor allem das Bild der dahinwelkenden und schließlich abgeschnittenen Blumen bewegt. (21.11.2011)
Tagesordnung der Herbsttagung
Bericht des Bischofs
2.
Finanzbericht
3.
Landeskirchliche Jahresrechnung 2010
4.
Nachtragshaushalt 2011
5.
Haushalts- und Finanzplanung
a)
Doppelhaushalt 2012/2013 einschließlich Haushaltsgesetz und Stellenplan 2012/2013
b)
Mittelfristige Finanzplanung der Landeskirche 2011 bis 2015
c)
Mittelfristige Finanzplanung für gesamtkirchliche Bauten 2012 bis 2015
d)
Sammlungen für die Diakonie 2012, Aktion «Brot für die Welt» und Aktion «Hoffnung für Osteuropa»
6.
Kooperation zwischen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
a)
Kirchengesetz zum Kooperationsvertrag zwischen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
b)
Sachstandsbericht zum Fusionsprozess der beiden Diakonischen Werke
7.
Kirchengesetz zur Einführung des Pfarrdienstgesetzes der EKD in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
8.
Kirchengesetz zur Anwendung des Kirchengesetzes über Mitarbeitervertretungen in der EKD (MVG-Anwendungsgesetz, MVG.EKD.AG)
9.
Kirchengesetz über die Veränderung der Kirchenkreise Frankenberg, Kirchhain, Marburg-Land und des Stadtkirchenkreises Marburg
10.
«Salz der Erde – Licht der Welt» - Vortrag von Prof. Dr. Heinz Bude: «Bildung für alle»
11.
Verfahrensvorschlag zur Posterioritätendiskussion
12.
Segnung von Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben
13.
Antrag zur Agro-Gentechnik
14.
Nachwahl in den Synodalvorstand
15.
Nachwahl in den Benennungsausschuss
16.
Nachwahl in das Landeskirchengericht
17.
Berufung der Mitglieder der Schlichtungsstelle – Kammer für den kirchlichen Bereich
18.
Bericht von der EKD-Synode
19.
Bericht des Rates der Landeskirche über die an ihn verwiesenen Anträge
20.
Anträge aus den Kreissynoden:
a) Wolfhagen:
«Umkehr zum Leben - Schöpfungsverantwortung unserer Kirche»
b) Hanau-Stadt:
Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
c) Fulda:
Resolution «Brot statt Sprit»
d) Kirchhain:
Vorbereitung gesetzlicher Regelungen (Strukturreform in der Region Marburg)
e) Gelnhausen:
Evangelische Kindertagesstätten; hier: Höhergruppierung der Erzieherinnen und Erzieher und Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen der Mitarbeitenden
f) Ziegenhain:
Überarbeitung des Entwurfs der Trauagende
21. Informationen zum Projekt «Erwachsen glauben»
22. Aktuelle Fragestunde
23. Verschiedenes
Verlaufsplan:
Hier können Sie den vorläufigen Verlaufsplan der Herbsttagung herunterladen (Stand: 27.10.2011):
PDF-Dokument
Was ist die Landessynode?
Die Landessynode wählt den Bischof und entsendet aus ihrer Mitte die Mitglieder des Rates der Landeskirche. Sie erlässt Gesetze, verabschiedet den Haushalt. Sie schafft so die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche.
Der Landessynode gehören 95 Mitglieder an, dabei sind die Laien, d.h. die Nicht-Theologen in der Mehrheit. Das Gros der Mitglieder wird direkt von den Synoden der Kirchenkreise gewählt; sie sind für sechs Jahre gewählt. Hinzu kommen der Bischof sowie seine juristischen und theologischen Stellvertreter, der Vizepräsident und die Prälatin.
Die Synode beruft bei ihrer Konstituierung zwölf weitere Mitglieder, von denen mindestens 8 Laien sein müssen. Bei deren Berufungen sollen «die für den Dienst der Kirche in der Welt wichtigen Kräfte» (Artikel 90 (6) der Grundordnung) vertreten sein.
Die Tagungen der Landessynode finden in der Regel zwei Mal im Jahr statt, im Frühjahr und in der Woche vor dem ersten Advent. Die Sitzungen der Landessynode werden durch den oder die Präses und seine oder ihre Stellvertreter geleitet.
Rat und Ausschüsse:
Informationen zum Rat der Landeskirche und den Ausschüssen der Landessynode finden Sie hier:
Rat der Landeskirche
Nominierungsausschuss
Finanzausschuss
Download:
Laden Sie hier ein vom Synodalbüro herausgegebenes Informationsblatt zur Landessynode herunter:
PDF-Dokument
Geschäftsstelle / Kontakt
Wilhelmshöher Allee 330
34131 Kassel
Tel.: (0561) 9378-277 (Bettina Groß, Leiterin)
Tel.: (0561) 9378-276 (Tanja Deichmeier, Assistentin)
Fax: (0561) 9378-288
E-Mail: synode@ekkw.de
Während der Tagung der Landessynode:
Tel.: (05671) 881-200 oder -209
Fax: (05671) 881-203
Pressekontakt
Wilhelmshöher Allee 330
34131 Kassel
Tel.: (0561) 9378-396
Fax: (0561) 9378-450
E-Mail: pressestelle.lka@ekkw.de
Während der Tagung der Landessynode:
Sprecher der Landeskirche, Pfr. Roland Kupski:
Tel.: (05671) 881-200
Fax: (05671) 881-203
Mobil: (0157) 887 449 47









