Vom 27. bis 29. November
Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar
Bischofsbericht «Bekannter Glaube»
Bischof Hein ruft zu profiliertem Zeugnis des Glaubens auf
Zur Glaubensgewissheit gehöre die feste Zuversicht, dass das, wovon der Glaube spricht, «mir gilt und mein Heil betrifft». Trotzdem sei Glaube nie ausschließlich eine Privatsache, sondern hätte stets auch eine öffentliche Bedeutung. «Es gibt viele Menschen, die geradezu darauf warten, von uns als evangelische Christen zu erfahren, was uns trägt und was uns Orientierung in unserem Leben gibt», sagte Hein. (27.11.2006)
Landesdiakoniepfarrer: Diakonie gehört unabdingbar zur Kirche
Der Glaube dränge zur Tat, das daraus resultierende Handeln sei eine Erinnerung an die rettende Barmherzigkeit Gottes. Eine Kirche, die nicht diakonisch präsent sei, würde auch nicht «den Christus ihres Glaubens» bezeugen. Deshalb präge die diakonische Präsenz auch das Bild der Kirche in der Öffentlichkeit. (27.11.2006)
Finanzbericht
Vizepräsident Knöppel: Konsolidierung der richtige Weg
Im Haushaltsvolumen von 193,1 Millionen Euro würden die Einnahmen aus der Kirchensteuer mit über 70 Prozent die wichtigste Position darstellen, erläuterte Knöppel. Auf der Ausgabenseite würden mit 73 Prozent die Personalkosten an erster Stelle stehen.
Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland und den damit verbundenen leicht erhöhten Steuereinnahmen könne keine Entwarnung für den Haushalt gegeben werden, sagte der Vizepräsident. Selbst wenn im Jahr 2006 130 Millionen Euro Kirchensteuer eingenommen werden könnten, müssten trotzdem noch einmal acht Millionen Euro aus dem Steuerverwahr entnommen werden, um den Haushalt ausgleichen zu können, so Knöppel. (28.11.2006)
Landeskirche stimmt Reformpapier zu: Kernbereiche definieren und Prioritäten setzen
Der Abschlussbericht zum Reformprozess der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck definiert fünf Kernbereiche kirchlichen Handelns, die die Grunddimensionen kirchlichen Lebens abbilden. Sie lauten: «Gottesdienst und Amtshandlungen», «Seelsorge», «Bildung und Erziehung», «Mission» sowie «Diakonisches Handeln». In ihnen sollen sich gesellschaftliche Verantwortung und öffentliche Präsenz von Kirche konkretisieren. Als Maßgebend für die Entscheidungen über die Prioritäten kirchlichen Handelns sind in dem Papier jeweils Kriterien und Leitfragen genannt. (29.11.2006)
Voten der Landessynode: Kindertagesstätten und Hospizarbeit unverzichtbar
In ihrem zweiten Votum würdigt die Landessynode die Arbeit der ambulanten Hospizdienste und der stationären Hospize als ein „aus dem christlichen Menschenbild sich ergebendes Gegenmodell zu jeglichen Bestrebungen einer sog. «aktiven Sterbehilfe». Sie ermutige und unterstütze Kirchengemeinden beim Aufbau eines flächendeckenden Netzes von ambulanten Hospizdiensten. (29.11.2006)
Kirchenpräsident der EKHN vor Landessynode:
Steinacker: «Unsere Kirchen stehen vor gleichen Herausforderungen»
Wir dokumentieren das Grußwort von Kirchenpräsident Peter Steinacker im Wortlaut auf der Mittwochs-Seite:





