Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)

Trondheim (epd). Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist ein Zusammenschluss von 126 protestantischen, orthodoxen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen. Gegründet wurde die regionale Ökumene-Organisation 1959 von Christen aus Ost- und Westeuropa. In der Phase des «Kalten Krieges» wollten sie ein Forum zur Verständigung schaffen.

Die Vollversammlung ist das höchste Gremium der Konferenz Europäischer Kirchen, die neben den Mitgliedskirchen 43 assoziierte Mitglieder wie nationale Kirchenräte und Partnerorganisationen umfasst. Präsident der KEK ist der orthodoxe Metropolit Jérémie von der Schweiz, die nordelbische Theologin Rut Rohrandt ist Vizepräsidentin. Der Zentralausschuss mit 35 Mitgliedern ist das höchste Leitungsgremium zwischen den Vollversammlungen, die alle sechs Jahre stattfinden. Das Sekretariat der KEK hat seinen Sitz in Genf und Büros in Brüssel und Straßburg. Die 12. KEK-Vollversammlung steht unter dem Leitwort «Jesus Christus heilt und versöhnt - unser Zeugnis in Europa».

Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied der Konferenz. Die KEK und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) arbeiten in einem gemeinsamen Studienprojekt zusammen. Beide waren Veranstalter der Europäischen Ökumenischen Versammlungen in Basel (1989) und Graz (1997). Auf der EU-Ebene kooperiert die KEK eng mit der Kommission der europäischen katholischen Bischofskonferenzen (Comece).

Mit den historischen Veränderungen am Ende des 20. Jahrhunderts stellten sich auch der KEK neue Aufgaben. Hauptthemen sind heute Ökumene in Europa, Mission, europäische Einigung, EU-Verfassung, Friedens- und Menschenrechtsfragen sowie Bioethik. (24.6.2003)

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Linktipp:

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) finden Sie im Internet unter: