«KunstGeFährten»
Ausstellung mit Werken von Künstlern mit Behinderungen im Kasseler Rathaus

Kassel (epd). Eine Kunstausstellung mit Werken behinderter Künstler ist am Freitag im Kasseler Rathaus eröffnet worden. Unter dem Namen «KunstGeFährten» seien Bilder und Objekte aus zehn Ateliers der Diakonie in Hessen zu sehen, teilte das Diakonische Werk am Freitag in Kassel mit. Die Ausstellung kann bis zum 25. April während der Öffnungszeiten des Rathauses in der Karl-Branner-Halle besichtigt werden.

«KunstGeFährten» sei ein Zusammenschluss von 13 Kunstprojekten aus diakonischen Einrichtungen in Hessen, so das Diakonische Werk. Ein Ziel dieses Zusammenschlusses sei es, die Kunst von Menschen mit Behinderung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ausstellungen mit jeweils unterschiedlichen Kunstwerken fanden in den vergangenen Jahren bereits an mehreren Orten in Hessen statt. (15.04.2014)

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Die Diakonie in Hessen finden Sie im Internet unter:

diakonie-hessen.de

Jubiläumsprogramm mit 100 Veranstaltungen
Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel wird 150 Jahre alt

Kassel (epd). Mit 100 größeren und kleineren Veranstaltungen feiert das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel im kommenden Jahr seinen 150. Geburtstag. Zu einem Auftaktfest am 26. April seien dazu besonders diejenigen eingeladen, die in den vergangenen Jahrzehnten in diesem Krankenhaus geboren worden seien, sagte Projektkoordinator Reiner Degenhardt in Kassel bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms.

Für das Auftaktfest mit dem Motto «Mitten im Leben - Gott sei Dank» in dem unmittelbar an das Krankenhaus grenzenden Park Goetheanlage rechne er mit bis zu 8.000 Gästen, fügte Degenhardt hinzu. Auf dem Programm stünden neben Musik und historischen Rückblicken auch einige Überraschungsgäste, etwa der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD). Zudem gebe es an dem Tag eine Verlosung, an der alle teilnehmen, die eine Patenschaft in Höhe von 50 Euro für einen beliebigen Tag des Jahres 2014 übernommen hätten.

Weitere Höhepunkte des Jubiläumsjahres seien das traditionelle Jahresfest der Diakonissen am 29. Juni sowie ein Festgottesdienst mit Bischof Martin Hein am 18. Oktober, dem eigentlichen Geburtstag des Hauses. Darüber hinaus gebe es zahlreiche weitere Gottesdienste, Vorträge und musikalische Veranstaltungen, so unter anderem auch ein Konzert mit dem bekannten Flötisten Hans-Jürgen Hufeisen und Anselm Grün am 11. Juni in der Kasseler Friedenskirche.

Das Kurhessische Diakonissenhaus war 1864 in Treysa in einer stillgelegten Papiermühle gegründet worden. 1883 erfolgte der Umzug in das neue Krankenhaus samt Mutterhaus am jetzigen Standort in Kassel. Im Mutterhaus, den Altenhilfeeinrichtungen sowie in ihren Heimatstädten leben heute 37 Diakonissen, traditionell unverheiratet und in einer Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft. (30.12.2013)

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Das gesamte Jubiläumsprogramm finden Sie auf der Sonderseite:

mitten-im-leben-live.de

Vom 08. März bis 04. Mai 2014
Sepulkralmuseum präsentiert Interviews mit Schriftstellern auf Friedhöfen

Kassel (epd). 28 Interviews mit bekannten Schriftstellern auf Friedhöfen rund um die Welt präsentiert das Kasseler Museum für Sepulkralkultur ab Samstag, 08. März. Die bei einem audiovisuellen Rundgang zu hörenden, jeweils zwischen drei und sechs Minuten dauernden Beiträge über Fragen von Tod und Leben regten den Besucher zum eigenen Nachdenken an, sagte Museumsdirektor Rainer Sörries am Donnerstag. Die Hör-Ausstellung «Solange ich lebe, kriegt der Tod mich nicht» ist bis zum 04. Mai zu besichtigen.

Insgesamt führte der Hörfunkjournalist Tobias Wenzel in vier Jahren weltweit 72 Interviews. Sechs der Beiträge seien exklusiv für die Ausstellung produziert worden. Die Idee sei eher zufällig in Berlin entstanden, als er in einem Cafe einen Schriftsteller interviewen wollte, dies jedoch aufgrund einer lärmenden Espressomaschine nicht möglich gewesen sei, berichtete Wenzel. Kurzerhand habe er deshalb einen nahe gelegenen Friedhof aufgesucht und sei begeistert über die anregende Atmosphäre gewesen, die dieser Ort für das Interview gehabt habe.

Allerdings habe er bei seinen Interviewwünschen auch öfters Absagen hinnehmen müssen, räumte Wenzel ein. So habe die südafrikanische Schriftstellerin Nadine Gordimer ein solches Interview mit der Begründung, Friedhöfe seien «widerliche Orte», abgelehnt. Martin Walser habe ihm geschrieben, dass er vor zehn Jahren noch ja gesagt hätte, jetzt aber das Anliegen verneine.

Die Interviews seien sehr unterschiedlich ausgefallen, erzählte Wenzel. Für die Schriftstellerin Cornelia Funke, die fest an die Wiedergeburt glaube, sei der Tod eine Art Urlaub zwischen zwei Leben. Die Amerikanerin Annie Proulx habe ihm erklärt, keine Menschenfriedhöfe zu mögen. Daher sei das Gespräch auf einem Dinosaurierfriedhof in den USA geführt worden.

Der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann machte in dem Interview deutlich, dass er es dem Tod seines Bruders zu verdanken habe, überhaupt zum Schriftsteller geworden zu sein. Humor habe unter anderem der Schriftsteller T.C. Boyle gezeigt: «Hier liegen die Topimmobilien: Meerblick für die Toten», habe er über den nahe bei seinem Haus liegenden Friedhof in Kalifornien gesagt. (06.03.2014)

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Das Museum für Sepulkralkultur finden Sie im Internet unter:

sepulkralmuseum.de

Neues Halbjahresprogramm
Evangelische Akademie Hofgeismar setzt auf Thema Nachhaltigkeit

Hofgeismar (epd). Das Thema Nachhaltigkeit ist Schwerpunkt des neuen Halbjahresprogramms der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Behandelt werden dabei Themen aus dem Bereich Politik, Landwirtschaft, Bildung und Theologie, teilte die Akademie am Montag in Hofgeismar mit. Insgesamt stehen 29 Veranstaltungen von Januar bis Juni auf dem Plan.

Unter anderem widmet sich die diesjährige Islamtagung vom 31. Januar bis 2. Februar der muslimischen Sicht auf Krankheit, Sterben und Tod. Die Tagung «Eros im Dienst der Theologie» (21. bis 23. Februar) stellt die besondere Wirkung des biblischen Buchs «Hohelied» auf Judentum und Christentum heraus und will zeigen, welche Einflüsse es auf Musik, Kunst und Literatur hatte. Zur Tagung «Kommunale Energie- und Klimapolitik» vom 4. bis 5. April sind Kommunalpolitiker und interessierte Bürger, Juristen und Umweltwissenschaftler eingeladen, um die Chancen und Grenzen einer kommunalen Energieversorgung zu diskutieren.

Eine ungewöhnliche vorbeugende Maßnahme gegen «Burn-out» soll eine Studienreise nach Ischia vom 17. bis 24. Mai sein. Sie richtet sich in erster Linie an Menschen, die in sozialer Verantwortung stehen. Das Thema der diesjährigen Kinderakademie lautet «Von der Dunkelheit ins Licht» (17. bis 20. April) und lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, Ostern auf besondere Weise zu erfahren und zu feiern.

Da auf dem Gelände Gesundbrunnen rund um die Akademie ab April für eineinhalb Jahre gebaut und saniert wird, findet die Kinderakademie zu Ostern im landeskirchlichen Freizeitheim in Brotterode (zwischen Eisenach und Schmalkalden) statt. Die meisten der anderen Tagungen werden weiterhin in Hofgeismar angeboten. (17.01.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

Jahresprogramm erschienen
Kloster Germerode bietet Fasten, Pilgern und Gregorianische Gesänge

Eschwege (epd). Von einer Fastenwoche über eine Studienreise nach Istanbul bis hin zum Pilgern reicht das Jahresprogramm der Evangelischen Bildungsstätte Kloster Germerode bei Eschwege im kommenden Jahr. In den mehr als 20 Veranstaltungen solle es darum gehen, die Nähe Gottes zu suchen, teilte der Leiter der Bildungsstätte, Manfred Gerland, am Sonntag in Germerode mit.

An insgesamt vier Tagen werde wie schon in der Vorjahren zum sogenannten Samstagspilgern eingeladen, sagte Gerland. Die Anreise organisierten die Teilnehmer selbst. Die Pilgerreise selbst sei durch Andacht, geistlichen Impuls, Schweigezeit und andere Elemente strukturiert. Wer länger unterwegs sein wolle, könne vom 26. Juli bis zum 3. August am Ökumenischen Pilgerweg vom Kloster Volkenroda bei Mühlhausen zum Hülfensberg im Eichsfeld (Thüringen) teilnehmen.

Für Jungen ab 13 Jahren und ihre Väter steht vom 26. bis 28. September eine «Nacht des Feuers» auf dem Programm, in der «mit kraftvollen Ritualen» in freier Natur der Übergang vom Jugendlichen zum Mann begangen werden soll. Weitere Angebote des Zentrums sind unter anderem ein Ikonenmalkurs, Gregorianische Gesänge und Einkehrtage. (17.01.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

kloster-germerode.de

Vom 26. April bis 5. Oktober:
Landesgartenschau in Gießen mit ökumenischem Kirchenprogramm in der «LichtKirche»

Gießen (medio/epd). Während der Landesgartenschau vom 26. April bis 5. Oktober in Gießen gestalten die evangelische und katholische Kirche erstmals ein gemeinsames Programm. Besucherinnen und Besucher sind zu täglichen Andachten, zum Reisesegen, zum stillen Innehalten und Ausruhen oder auch zum Gespräch eingeladen, heißt es auf der Internetseite zum Kirchenprogramm.

Den Auftakt bildet ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto «Übers Leben» am 27. April auf der Hauptbühne der Gartenschau mit den leitenden Geistlichen der Veranstalterkirchen, Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck), Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) und Karl Kardinal Lehmann (Bistum Mainz).

Bei jedem Wetter wird sonntags um 12 Uhr in der «LichtKirche» Gottesdienst gefeiert, einer mobilen kleinen Kirche, die aus durchscheinendem Kunststoff besteht und in verschiedenen Farben illuminiert werden kann. Außerdem erwartet das Publikum Lesungen und Konzerte, u.a. stellt der bekannte Liedermacher Clemens Bittlinger am 8. Juli das neue hessische Liederbuch «Atem des Lebens» vor.

Pfarrerin aus Kurhessen-Waldeck im Team der «LichtKirche»

Zum Team der «LichtKirche» gehört auch die Marburger Pfarrerin Svenja Neumann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zusammen mit Pfarrerin Jutta Becher (EKHN), Pfarrer Klaus Weißgerber (EKHN), Gemeindereferent Markus Horn vom Bistum Mainz und der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Gießen erarbeitet sie das Kirchenprogramm für die 163 Tage der Landesgartenschau, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg.

«Ich finde es nötig und reizvoll, als Kirche dahin zu gehen, wo Menschen sind», erklärt Neumann ihre Motivation, in der Lichtkirche mitzuarbeiten. Sie freut sich auf die Veranstaltungen und die vielfältigen Angebote, die geplant und vorbereitet werden, so Balzer.

Aber Neumann gehe ganz bewusst auch als Seelsorgerin in die Lichtkirche hinein. Sie will dort als Seelsorgerin zur Verfügung stehen und als Gesprächspartnerin sinnstiftend, helfend und weiterführend vom Glauben erzählen. Darin sieht sie die Aufgabe und die Chance der Kirche bei solchen Großveranstaltungen, so der Medienbeauftragte.

Hundert ehrenamtliche «Gästebegleiter» betreuen Besucher

Rund hundert Ehrenamtliche werden die Besucher der «LichtKirche» betreuen. Das Team setze sich hauptsächlich aus Frauen zusammen, was für die Kirche nicht neu sei, so Pfarrer Klaus Weißgerber von der evangelischen Stadtkirchenarbeit Gießen. Überrascht habe ihn aber die hohe Anzahl an jüngeren, berufstätigen Frauen, die sich für mindestens sechs Tage unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die sogenannten «Gästebegleiter» werden in mehreren Workshops auf ihre Tätigkeit vorbereitet, so der Pfarrer. (10.01.2014)

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Weitere Informationen zum Kirchenprogramm auf der Landesgartenschau in Gießen finden Sie unter:

lichtkirche.de

Konzerte, Kabarett und leise Töne
Evangelisches Kirchenprogramm zum Hessentag 2014 in Bensheim vorgestellt

Bensheim/Darmstadt (epd). Die beiden evangelischen Kirchen in Hessen und ihr Diakonisches Werk präsentieren sich auf dem Hessentag 2014 in Bensheim in einem runden Kuppelzelt mit illuminiertem Dach. In dem «Sternendom» am Berliner Ring mit seinen rund 600 Plätzen seien vom 6. bis 15. Juni eine Reihe von Stars und Sternchen zu Gast, darunter die Sängerinnen Annett Louisan und Anna Depenbusch, teilten die beiden Kirchen in Darmstadt und Kassel mit. Der 54. Hessentag steht unter dem Motto «Herrlich hessisch».

Die Liedermacherin Depenbusch lädt am 07. Juni die Zuhörer mit ihrem Programm «Solo am Klavier» zu einem intimen Konzertabend ein, während dem sie pfeift, spottet, bebt und manchmal auch zu leisen Tönen flüstert. Louisan stellt am 13. Juni um 20 Uhr im Sternendom ihr neues Album «Zu viel Information» vor.

Die Sopranistin Eva Lind und der Musiker und Kabarettist Michael Sens stehen am 10. Juni gemeinsam auf der Bühne. Das Duo verspricht «eine Begegnung von faszinierender Musikalität und geistreicher Satire». Begleitet wird es von einem Kammerorchester. Der Kartenverkauf für die Auftritte von Louisan, Depenbusch und dem Duo Lind/Sens hat schon begonnen (siehe Linktipp rechts).

Die evangelischen Kirchen bieten im Sternendom jeden Tag etwas Neues - zur Besinnung, zum Gebet, zum Mitsingen oder zum Abschalten. Erwartet werden zum Beispiel der Saxofonist Helle Baum, die Harfenistin Anne Kox-Schindelin und die Erzählerin Kirsten Stein. Es gibt Talkrunden und Literarisches, manchmal auch mit einem Augenzwinkern, etwa bei der Lesung «Der liebe Gott kommt nicht voran» von Wolfgang H. Weinrich.

Sternendom soll besonderer Raum für Begegnungen sein

Der Sternendom soll nach den Vorstellungen von Weinrich, dem Hessentagsbeauftragten der hessen-nassauischen Kirche, ein besonderer Raum für Begegnungen sein. «Die Gäste sollen durch das Kulturprogramm inspiriert werden, sich mit dem Leben und den Botschaften des christlichen Glaubens zu beschäftigen. Und sie dürfen mit den Stars im Sternendom einfach einen lauen Sommerabend genießen».

Alles dreht sich um Sterne. Die Besucher können bei einem Sternenlauf der Diakonie Bensheim mitmachen oder sich bei einer Sternfahrt mit Motorradfahrern den Wind ins Gesicht blasen lassen. Auch ein Religionswissenschaftler, ein Physiker und ein Astrologe versuchen Antworten auf die Frage zu finden, ob Gott durch die Sterne spricht.

Den Auftritt der evangelischen Kirchen auf dem Hessentag 2014 beschließt am 15. Juni ein Festgottesdienst mit dem hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung und dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein. (17.12.2013)

Linktipp:

Informationen zum Kirchenprogramm und Tickets finden Sie unter:

sternendom.de