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HOCH HINAUS! Ein Fest der Kirchenmusik
Landeskirchenmusiktage in Marburg vom 8. bis 10. September 2017

Kassel (medio). Über 1.000 Musizierende werden zu den Landeskirchenmusiktagen in Marburg vom 8. bis 10. September 2017 erwartet. Im 500. Jahr der Reformation lädt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck zum gemeinsamen Singen, Flöten, Blasen oder Zuhören ein nach Marburg ein, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

«Viele unserer Chöre und Ensembles werden die Marburger Straßen und Plätzen mit Musik beleben», freut sich Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. «Bei den Konzerten und Auftritten in Marburg lässt die Kirchenmusik hören, wie quicklebendig sie ist. Und jedermann kann kommen und oft auch mitsingen.» Ab sofort können sich Musikbegeisterte anmelden unter www.landeskirchenmusiktage.de.

Für Zuhörende und Aktive werde ein vielfältiges Programm geboten: ein Wandel-Gottesdienst wandert am Freitagabend (8.9.) durch die Stadt, in Workshops erproben die Musiker neue Lieder, mitten in der Stadt treten Chöre auf und animieren anschließend zum gemeinsamen Marburger Singen auf dem Marktplatz, zwei Konzerte laden Samstagabend (9.9.) zu Hörerlebnissen ein, der feierliche Gottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein nutzt die große Bühne des Marburger Marktplatzes für ein Fest der Stimmen und Klänge.

Reformation ist der Beginn einer großen Sing- und Musizierbewegung

2017-05-10
«Die Reformation war eine Singbewegung, der wir bis heute viel verdanken. Kirchenmusik und Gemeindegesang sind Geschenke der Reformation, ohne die unser heutiges Gemeindeleben undenkbar ist», erklärt Bischof Hein.

Luthers reformatorischer «Anschlag» auf verhärtete kirchliche Strukturen war der Beginn einer großen Sing- und Musizierbewegung, heißt es in der Mitteilung weiter, denn der Reformator sei davon überzeugt gewesen, dass Singen und Beten in der eigenen Sprache ein ganz persönliches Glaubensbekenntnis und eine Botschaft an alle sein könne. Als begabter Dichter und Komponist von bis heute beliebten Kirchenliedern trat er für den musikalisch gestalteten Gottesdienst ein, der die ganze Gemeinde zum Singen einlade.

Heute sorgen in der kurhessischen Landeskirche über 800 Chöre verschiedener musikalischer Stile und Instrumente für die gute musikalische Grundlage evangelischer Verkündigung. Fast 17.500 Mitglieder singen und musizieren in den Gruppen - ehrenamtlich, freiwillig und mit hohem Engagement. Ein Einsatz, der bei über 800 Konzerten und fast 3.000 weiteren Veranstaltungen allein im Jahr 2016 zu hören war.

Beiheft «EGplus» zum Evangelischen Gesangbuch

Neu erscheint im Reformationsjahr ein Beiheft «EGplus» zum Evangelischen Gesangbuch, das in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau neue und populäre Lieder einführt. Am 14. Mai, dem Sonntag «Kantate», ertönt in vielen Gottesdiensten erstmals Gesang nach der neuen Auswahl. Wer ein Teilnahme-Paket für die Landeskirchenmusiktage bucht, erhält ein EGplus in besonderer Gestaltung. Bischof Hein freut sich, «dass im Reformationsjahr mit dem EGplus ein Begleitheft zum Gesangbuch entstanden ist, das die Vielfalt und belebende Kraft der neuen geistlichen Lieder in unsere Gemeinden trägt.» (10.05.2017)

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Anmeldung und Programm zu den Landeskirchenmusiktagen:

landeskirchenmusiktage.de/

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Landeskirchenmusiktage
Politiker und Wissenschaftler predigen über ihren Lieblingschoral

Marburg (medio). Unter dem Motto «Singen und Sagen» werden in den nächsten Monaten der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Prof. Dr. Eckart Conze und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies in den drei großen Marburger Kirchen eine Liedpredigt halten. Damit bereitet sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) auf das Landeskirchenmusikfest im September vor, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg.

Die erste Liedpredigt hält am 21. Mai Finanzminister Schäfer um 10 Uhr in der Elisabethkirche über das moderne Gebetslied «Wir strecken uns nach dir» (EG 625). Am 25. Juni folgt Prof. Conze, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Philippsuniversität. Er predigt über zwei Lieder, die auf die gleiche Melodie gesungen werden und die in ihrer Zeit für eine Aufbruchstimmung standen. Das reformatorische «Lobt Gott getrost mit Singen» (EG 243) von 1544 wird in Bezug gesetzt zu «Vertraut den neuen Wegen» (EG 395) von 1989. In diesem Gottesdienst wird es zudem einen künstlerischen Beitrag von Valeska Schulz geben. Oberbürgermeister Spies wird am 3. September um 10.00 Uhr über EG 412 «So jemand spricht: Ich liebe Gott» predigen, ein Choral, der bereits 1757 das Thema der sozialen Gerechtigkeit eindrücklich formulierte.

Die Gottesdienstreihe, die von Propst Helmut Wöllenstein organisiert wurde, soll bereits auf die Landeskirchenmusiktage vom 8. bis 10. September in Marburg einstimmen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten:   Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum, Lutherischer Kirchhof 3, 35037 Marburg. Tel: 0163 1489808. (18.05.2017)

2017-06-02

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Anmeldung und Programm zu den Landeskirchenmusiktagen:

landeskirchenmusiktage.de/

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Ausstellung zur Musik im Reformationszeitalter

Marburg (epd). Das Hessische Staatsarchiv Marburg präsentiert in einer Ausstellung die «Musik des Reformationszeitalters in Hessen». Damit greife man ein Thema auf, das bisher wenig Beachtung gefunden und dennoch große Bedeutung für den Erfolg der protestantischen Bewegung habe, teilte das Staatsarchiv mit.

Die Ausstellung zeige die Bedeutung der in Hessen zwischen 1525 und 1625 entstandenen Musik, deren Anfänge in Klöstern und Städten lagen. Unter Landgraf Moritz dem Gelehrten (1572-1632) habe die reformatorische Musik in Hessen eine Blüte erlebt. Eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten des Reformationszeitalters sei der «gesangkmaister» des Landgrafen Philipp, Johann Heugel, gewesen. Seine Psalter-Vertonung gehöre zu den frühesten Beispielen reformatorischer Musik. Die Ausstellung wird am 9. Juni im Staatsarchiv eröffnet und ist bis zum 30. September zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag und Freitag 8.30 bis 16.30 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 8.30 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. (02.06.2017)

2017-06-02

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

staatsarchiv-marburg.hessen.de