Jahresprogramm des Zentrums Ökumene
Flüchtlingsthematik ist ein Schwerpunkt im Jahr 2016

Frankfurt (medio). Was sind die Ursachen für Flucht, wie gehen Menschen und Institutionen mit der Flüchtlingssituation um und wie unterscheiden sich die Geschlechterrollen verschiedener Kulturen und Religionen? Ein Schwerpunkt im Jahresprogramm des Zentrums für Ökumene liegt 2016 auf dem Flüchtlingsthema in Europa und deren Ursachen und Auswirkungen.

Von Fortbildungen, Symposien, Studienreisen bis hin zu Ausstellungen bietet das gemeinsame Zentrum der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

So findet unter dem Titel «Welcome to Europe !? Internationales Engagement für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen» am 19.2. ein Studientag statt. Die Arbeit der Organisation «w2eu» mit minderjährigen Flüchtlingen an der EU-Außengrenze, sowie das Konzept des Christian Peacemaker Teams werden bei der Veranstaltung vorgestellt.

Bei einer Studienreise nach Griechenland vom 23.4. bis 2.5. wiederum können die Teilnehmer vor Ort einen Einblick in die Arbeit mit Bootsflüchtlingen gewinnen, über die politische und wirtschaftliche Situation in Griechenland mehr erfahren und ökumenische Vernetzung erleben.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Ausstellung «Bloß weg von hier». Sie zeigt die Lebenswirklichkeit von Menschen, die durch Krieg, Verfolgung oder Verlust der Lebensgrundlagen flüchten müssen. Als Wanderausstellung konzipiert, kann diese ab Juni 2016 ausliehen werden. (04.02.2016)

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Das Zentrum Oekumene finden Sie im Internet unter:

zentrum-oekumene.de

Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch»
Sepulkralmuseum zeigt humoristische Seite von Sterben und Tod

Kassel (medio/epd). Die humoristische Seite des Todes thematisiert die Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch» im Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Ab dem 5. Februar werde mit der 180 Exponate umfassenden Schau zugleich an die Anfänge des Museums im Jahr 1992 erinnert. Damals sei eine außerordentlich erfolgreiche Karikaturenausstellung präsentiert worden, sagte der stellvertretende Museumsleiter Gerold Eppler am Mittwoch in Kassel. Zu den damals bearbeiteten Themen seien einige neue wie Sterbehilfe, das digitale Totengedenken oder Selbstmordattentate hinzugekommen.

Die teils bitterbösen Karikaturen von 33 bekannten Karikaturisten widmen sich in unterschiedlichen Themenräumen dem Alter, dem Amoklauf bis hin zur Planung von Selbstmordanschlägen und den berühmten 72 Jungfrauen. Dabei reiche das Spektrum «von der Leichtigkeit des Nonsens bis hin zur bitteren Realität des schwarzen Humors», charakterisierte Kurator Martin Sonntag von der Kasseler Caricatura die Schau. Die Realität sei oftmals aber noch schlimmer als das, was auf den Karikaturen zu sehen sei.

Gezeigt werden neben zeitgenössischen Karikaturen auch Werke der Vertreter der Neuen Frankfurter Schule, die bereits 1992 zu sehen waren. Mit dabei ist auch das Gemälde «Jesus zeigt Lenin seine Wundmale» von Ernst Kahl. Eine besondere Attraktion ist ein noch unvollendetes Gemälde von Rudi Hurzlmeier mit dem Titel «Nocturne - Satan öffnet den Erlöser», das der Künstler nach Angaben des Museums noch während der Ausstellung vollenden werde.

Möglicherweise werde die Ausstellung noch während der Laufzeit erweitert, ergänzte Sonntag. Dies wäre dann der Fall, wenn ein prominenter Zeitgenosse sterbe und der Karikaturist Harm Bengen ihm einen «Nachruf» widme. Einige zeichnerische Nachrufe des Künstlers wie etwa auf den Kabarettisten Dieter Hildebrandt oder den Literaturkritiker Hellmuth Karasek sind bereits in der Ausstellung zu sehen.

Sie ist zugleich die erste Sonderschau des Museums unter der neuen Leitung von Werner Tschacher. Der bisherige Kurator des Aachener Stadtmuseums hat zum 1. Januar den langjährigen Direktor des Sepulkralmuseums, Reiner Sörries, abgelöst, der eine Professur an der Universität Erlangen übernahm. «Da die Karikaturenausstellung 1992 eine der erfolgreichsten des Museums war, wollten wir Herrn Tschacher einen ähnlich guten Start ermöglichen», sagte Eppler.

Die Ausstellung «Einer geht noch. Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod», ist vom 5. Februar bis zum 5. Juni im Kasseler Museum für Sepulkralkultur zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. (03.02.2015)

Linktipp:

Das Museum für Sepulkralkultur finden Sie im Internet unter:

sepulkralmuseum.de

Gemeinsam gegen den Pflegenotstand
Tagung zu Wandel im ländlichen Raum

Altmorschen (medio). Wie lässt es sich gut alt werden im ländlichen Raum trotz schlechter Infrastruktur? Dieser Frage widmet sich eine Tagung unter der Überschrift  «Ko-Kreation von Gemeinwohl», die am 18. und 19. Februar im Kloster Haydau in Altmorschen stattfindet. Dabei sollen Missstände aber auch Chancen aufgezeigt werden.

Besonders Ansätze gegen Versorgungsprobleme im Bereich Gesundheit und Pflege sollen vorgestellt werden, in denen neue Wege der Kooperation gegangen werden. Kleine Unterstützungsnetzwerke, in denen pflegende Angehörige, Nachbarn, Ehrenamtliche und Profis zusammenarbeiten gehören ebenso dazu wie gemeinschaftliche Wohnformen und neu geschaffene multifunktionale Dorfzentren. Kirche und Diakonie könnten gerade im ländlichen Raum als Partner und Gestalter eine große Rolle spielen.

Die Tagung «Ko-Kreation von Gemeinwohl» am 18. und 19. Februar 2016 im Koster Haydau ist ein Beitrag zum Jahresthema 2015/2016 der Diakonie Deutschland
«Wir sind Nachbarn.Alle». (02.02.2016)

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«Altenarbeit anders»
Methodenseminar zu «Selbstbestimmtem Engagement im Gemeinwesen» in Schwalmstadt-Treysa

Schwalmstadt-Treysa (medio). Die Generation 55plus lebt heute anders als noch vor 10 oder 15 Jahren. Jetzt da die Babyboomer auf den Ruhestand zugehen, steht auch ein Wechsel in der Senioren- und Altenarbeit« an.

Ein Methodenseminar zu diesem Thema bieten die Fachstelle Zweite Lebenshälfte und das Evangelische Forum Schwalm-Eder am 10. März in Schwalmstadt-Treysa für Ehren- und Hauptamtliche in der kirchlichen Seniorenarbeit, Gemeindearbeit und Erwachsenenbildung an. Referentin Sonya Winterberg (Katholische Hochschule für Sozialwesen, Berlin), stellt praxisnah neue Methoden vor, wie z.B. Stadtgespräch/Litfaßsäule oder Erzählcafé.

Das Seminar findet am Donnerstag den 10. März 2016 von 10 bis 16 Uhr im Ev. Gemeindehaus Franz - von - Roques im Töpferweg 19 in Schwalmstadt-Treysa statt. Veranstalter ist die Fachstelle Zweite Lebenshälfte und das Evangelische Forum Schwalm-Eder. Für Kosten und Verpflegung werden 15 € / 10 € für Studierende erhoben. Anmeldung bei Angelika Sinsel unter: 06181-969120 oder zweite.lebenshaelfte@ekkw.de. (02.02.2016)

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Mehr Informationen zu Veranstaltungen der Fachstelle Zweite Lebenshälfte unter:

fachstelle-zweite-lebenshaelfte.de

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«Zwischen Ohnmacht und Mut»
Studientag zu Verantwortung in der globalisierten Welt

Steinatal (medio). Bloß nicht entmutigen lassen, trotz Klimawandels und Globalisierung, sondern beherzt für Veränderungen eintreten – dazu soll ein Studientag des Evangelischen Forums Schwalm-Eder ermutigen. Der Tag findet am Mittwoch, 3. Februar, in der Melanchthon-Schule in Willingshausen-Steinatal statt. «Zwischen Ohnmacht und Mut» lautet der Titel der Veranstaltung, die sich an Schulen und Gemeinden richtet.
 
In das Thema einführen wird die Soziologin Dana Giesecke von der Stiftung  Futurzwei. Diese will zeigen, dass in «Laboren der Zivilgesellschaft» bereits eine zukunftsfähige Kultur des Mitmachens und Lebens gelebt wird.
 
In den anschließenden Workshops soll es unter anderem um zukunftsfähiges Wirtschaften gehen. Daneben sollen auch pädagogische Fragen behandelt werden: Wo ist der Ort der Schule angesichts dieser Themen heute? Was können wir im pädagogischen Geschehen zur Ermutigung beitragen? Praxisnahe Ökologie-Didaktik und Anleitung zu geistiger und materieller «Entrümpelung» sowie kleine Übungen in «Hirni-Fragen» (schwierige Kinderfragen zur Zukunft) sollen zeigen, dass zu einer «enkeltauglichen Gesellschaft» auch Spaß und ein Gewinn an Lebensqualität gehören.
 
Die Veranstaltung «Zwischen Ohnmacht und Mut» am 3. Februar beginnt um 14 Uhr in der Melanchthon-Schule Steinatal. Der Eintritt ist frei. Diese Fortbildung ist eine Zusammenarbeit mit dem Religionspädagogisch-Theologischen Institut der Evangelischen Kirchen von Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck (RPI). (28.01.2016)

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Mehr Informationen und Kontakt unter:

forum-schwalm-eder.de/

«Arabischer Frühling» und Askese
Evangelische Akademie Hofgeismar stellt Programm für das erste Halbjahr 2016 vor

Hofgeismar (epd). Vom «Arabischen Frühling» über die Herausforderungen durch die zahlreichen Flüchtlinge bis hin zum Verhältnis zwischen Mensch und Tier reicht das Angebot der Evangelischen Akademie Hofgeismar im ersten Halbjahr 2016. Wie aus dem jetzt erschienenen Programm der Akademie hervorgeht, wird in diesem Jahr auch das 40-jährige Bestehen der Kinderakademie gefeiert. Vom 6. bis 8. Mai soll es in der Tagungsstätte in Hofgeismar an drei Tagen ein buntes Fest mit vielen Angeboten geben.

Weitere Themen sind unter anderem Herkunft und Aktualität der Askese (15. bis 17. Januar), Umwelt- und klimapolitische Aufbrüche im Islam (29. bis 31. Januar), eine neue Reihe «Biblische Tage», die sich mit der Passionsgeschichte befasst (22. bis 24. März), sowie eine Polizeitagung (11. bis 13. Mai). Auch eine Wanderung von Hofgeismar nach Hannoversch-Münden steht wieder auf dem Programm.

Im Frühjahr 2016 sollen laut Akademiedirektor Karl Waldeck die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände der Akademie abgeschlossen sein. Dann seien wieder alle Räume einschließlich des renovierten Gästehauses und des Schlösschens nutzbar. Während der Umbauphase mussten einige Akademieveranstaltungen an Orten außerhalb Hofgeismars stattfinden. (08.12.2015)

«Bibel in Eisen»
Ausstellung in Marburg zeigt Ofenplatten mit Bibel-Motiven

Marburg (medio). Im Rahmen des Reformationsdekade-Jahres «Reformation – Bibel und Bild» zeigt das Marburger Schlossmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Ausstellung gusseiserner Ofenplatten mit biblischen Motiven Alten und Neuen Testaments unter dem Titel «Bibel aus Eisen», teilte das Projekt- und Eventmanagement der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Die Ausstellung zeige nach einem eigenständigen kuratorischen Konzept Ofenplatten aus den Beständen des Marburger Schlossmuseums, der Wilhelmburg Schmalkalden und aus dem Fundus der Fa. Viessmann in Allendorf/Eder.

Es waren vor allem der Frankenberger Meister Philipp Soldan und seine Schüler, die bereits in den 1530er Jahren Holzmodel für Ofenplatten aus Eisen herstellten, die u.a. nach Vorlagen von Cranach, Aldegrever und anderen Künstlern gefertigt wurden. So entstanden vornehmlich in den Eisenhütten des Klosters Haina die eisernen Bibelöfen. Da zu dieser Zeit unter Philipp, dem Großmütigen die Reformation in Hessen eingeführt wurde, kann man die eisernen Bibelöfen auch als Botschafter reformatorischen Gedankengutes betrachten. So kommt besonders häufig die Gegenüberstellung von Gesetz und Gnade auf den Ofenplatten vor. Die biblischen Geschichten, die auf diese Weise in die Häuser der Menschen wanderten, waren auf ihre Weise ein Beitrag zur religiösen Bildung getreu dem Wort Martin Luthers von 1529: «... damit man Gottes werck und wort an allen enden und ymer vor augen hette».

Die Ausstellung wurde am 15. Oktober um 17.00 Uhr im Landgrafenschloss Marburg eröffnet. Unter anderen sprach Bischof Prof. Dr. Martin Hein ein Grußwort. Die Ausstellung ist bis zum 10. April 2016 in Marburg zu sehen und wandert danach nach Schmalkalden und im Jahr 2017 nach Kassel. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Aufsätzen und Abbildungen. Auskünfte erteilt Pfarrerin Eveline Valtink, Bereich Großprojekte und Sonderveranstaltungen des Landeskirchenamtes, Tel.: 0561 – 9378 483 oder eveline.valtink@ekkw.de (14.10.2015)

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Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie unter

uni-marburg.de/uni-museum