Evangelische Akademie Hofgeismar legt Halbjahresprogramm vor

Hofgeismar (epd). Rund 40 Veranstaltungen umfasst das Programm der Evangelischen Akademie Hofgeismar für das zweite Halbjahr 2016. Aufgegriffen werden sowohl aktuelle Themen wie Fragen der Migration und des Rechtspopulismus als auch philosophische und theologische Themen, teilte die Akademie am Dienstag mit. Auch das Gastland der Frankfurter Buchmesse, die Niederlande, findet im Programm seinen Niederschlag. Eine Studienreise sowie ein Festival für Alte Musik runden das Angebot ab.

Die Tagung «Migration als Motor» beschäftigt sich am 10. September mit der Frage, welche Chancen die Migration für die Entwicklung des ländlichen und städtischen Raums in Deutschland bringen kann. In eine ähnliche Richtung geht die Tagung «Schaffen wir das?» vom 9. bis 11. Dezember, die sich mit der Frage befasst, wie die Integration der Zuwanderer gelingen kann.

Die Tagung «Gott ist tot, es lebe Gott» vom 2. bis 4. Dezember will aufzeigen, dass sich Gott auch anders denken und erfahren lässt als gewohnt. Ein Rückgriff auf die Auseinandersetzung der abendländische Theologie mit Mythos und Mystik sowie Natur und Denken soll hierzu Anstöße liefern. Die Kinderakademie vom 14. bis 16. Oktober geht den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft nach, die in verschiedensten Varianten erkundet und praktisch entdeckt werden sollen.

Nach Mittelamerika und der dort zunehmenden Gewalt führt die Tagung «Gewalt überwinden - aber wie?» vom 18. bis 21. November. Eine literarische Studienreise auf den Spuren von Nikos Kazantzakis führt schließlich vom 24. September bis zum 1. Oktober auf die Insel Kreta. Schon ausgebucht sind die Wanderexerzitien im Engadin, die bereits im Juli stattfinden. (19.05.2016)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

«Musik aus aller Welt»
Tanner Musiksommer startet am Pfingstsonntag

Tann (epd). Unter dem Motto «Musik aus aller Welt» steht der diesjährige Musiksommer der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Tann in der Rhön. Er werde am Pfingstsonntag, 15. Mai, um 20 Uhr in der Stadtkirche mit Beiträgen aus England eröffnet, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Am Sonntag, 19. Juni, werde Gustavo Imusa in der Dorfkirche Theobaldshof Folklore aus Patagonien zu Gehör bringen, anschließend würden kulinarische Spezialitäten aus der Region serviert, die zu Chile und Argentinien gehört.

In der «Nacht der Nationen» am 9. Juli werden sich ab 20 Uhr in der Tanner Stadtkirche in stündlich wechselnder Besetzung Nationen und Kulturen aus Afrika, USA sowie aus Israel musikalisch vorstellen.
Am 17. und 28. August können Gottesdienstbesucher im Anschluss an die Gottesdienste in der Stadtkirche Orgelmusik aus verschiedenen Jahrhunderten hören. Der Norden Europas wartet am 13. August um 20 Uhr in der Niklaskirche in Tann mit einer Mischung aus traditioneller und moderner Musik aus nordeuropäischen Ländern auf.

Kinder kommen am 28. August um 11 Uhr in der Stadtkirche Tann auf ihre Kosten, wenn es eine musikalische Reise durch das Tierreich gibt. Nach einem Vivaldi-Konzert am 4. September in der Alten Pfarrkirche Tann-Lahrbach findet der Musiksommer am 8. Oktober in der Stadtkirche seinen Abschluss mit russischer Musik, dargebracht von den Don Kosaken. (11.05.2016)

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Weitere Informationen zum Programm des Tanner Musiksommers unter:

tannermusiksommer.de/

Jahresprogramm des Zentrums Ökumene
Flüchtlingsthematik ist ein Schwerpunkt im Jahr 2016

Frankfurt (medio). Was sind die Ursachen für Flucht, wie gehen Menschen und Institutionen mit der Flüchtlingssituation um und wie unterscheiden sich die Geschlechterrollen verschiedener Kulturen und Religionen? Ein Schwerpunkt im Jahresprogramm des Zentrums für Ökumene liegt 2016 auf dem Flüchtlingsthema in Europa und deren Ursachen und Auswirkungen.

Von Fortbildungen, Symposien, Studienreisen bis hin zu Ausstellungen bietet das gemeinsame Zentrum der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

So findet unter dem Titel «Welcome to Europe !? Internationales Engagement für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen» am 19.2. ein Studientag statt. Die Arbeit der Organisation «w2eu» mit minderjährigen Flüchtlingen an der EU-Außengrenze, sowie das Konzept des Christian Peacemaker Teams werden bei der Veranstaltung vorgestellt.

Bei einer Studienreise nach Griechenland vom 23.4. bis 2.5. wiederum können die Teilnehmer vor Ort einen Einblick in die Arbeit mit Bootsflüchtlingen gewinnen, über die politische und wirtschaftliche Situation in Griechenland mehr erfahren und ökumenische Vernetzung erleben.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Ausstellung «Bloß weg von hier». Sie zeigt die Lebenswirklichkeit von Menschen, die durch Krieg, Verfolgung oder Verlust der Lebensgrundlagen flüchten müssen. Als Wanderausstellung konzipiert, kann diese ab Juni 2016 ausliehen werden. (04.02.2016)

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Das Zentrum Oekumene finden Sie im Internet unter:

zentrum-oekumene.de

Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch»
Sepulkralmuseum zeigt humoristische Seite von Sterben und Tod

Kassel (medio/epd). Die humoristische Seite des Todes thematisiert die Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch» im Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Ab dem 5. Februar werde mit der 180 Exponate umfassenden Schau zugleich an die Anfänge des Museums im Jahr 1992 erinnert. Damals sei eine außerordentlich erfolgreiche Karikaturenausstellung präsentiert worden, sagte der stellvertretende Museumsleiter Gerold Eppler am Mittwoch in Kassel. Zu den damals bearbeiteten Themen seien einige neue wie Sterbehilfe, das digitale Totengedenken oder Selbstmordattentate hinzugekommen.

Die teils bitterbösen Karikaturen von 33 bekannten Karikaturisten widmen sich in unterschiedlichen Themenräumen dem Alter, dem Amoklauf bis hin zur Planung von Selbstmordanschlägen und den berühmten 72 Jungfrauen. Dabei reiche das Spektrum «von der Leichtigkeit des Nonsens bis hin zur bitteren Realität des schwarzen Humors», charakterisierte Kurator Martin Sonntag von der Kasseler Caricatura die Schau. Die Realität sei oftmals aber noch schlimmer als das, was auf den Karikaturen zu sehen sei.

Gezeigt werden neben zeitgenössischen Karikaturen auch Werke der Vertreter der Neuen Frankfurter Schule, die bereits 1992 zu sehen waren. Mit dabei ist auch das Gemälde «Jesus zeigt Lenin seine Wundmale» von Ernst Kahl. Eine besondere Attraktion ist ein noch unvollendetes Gemälde von Rudi Hurzlmeier mit dem Titel «Nocturne - Satan öffnet den Erlöser», das der Künstler nach Angaben des Museums noch während der Ausstellung vollenden werde.

Möglicherweise werde die Ausstellung noch während der Laufzeit erweitert, ergänzte Sonntag. Dies wäre dann der Fall, wenn ein prominenter Zeitgenosse sterbe und der Karikaturist Harm Bengen ihm einen «Nachruf» widme. Einige zeichnerische Nachrufe des Künstlers wie etwa auf den Kabarettisten Dieter Hildebrandt oder den Literaturkritiker Hellmuth Karasek sind bereits in der Ausstellung zu sehen.

Sie ist zugleich die erste Sonderschau des Museums unter der neuen Leitung von Werner Tschacher. Der bisherige Kurator des Aachener Stadtmuseums hat zum 1. Januar den langjährigen Direktor des Sepulkralmuseums, Reiner Sörries, abgelöst, der eine Professur an der Universität Erlangen übernahm. «Da die Karikaturenausstellung 1992 eine der erfolgreichsten des Museums war, wollten wir Herrn Tschacher einen ähnlich guten Start ermöglichen», sagte Eppler.

Die Ausstellung «Einer geht noch. Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod», ist vom 5. Februar bis zum 5. Juni im Kasseler Museum für Sepulkralkultur zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. (03.02.2015)

Linktipp:

Das Museum für Sepulkralkultur finden Sie im Internet unter:

sepulkralmuseum.de