20 Jahre Mauerfall

Die friedliche Revolution 1989

In seinem Buch berichtet Christian Führer, wie er die Zeit in der ehemalige DDR miterlebt hat. (Quelle: Evangelisches Forum Kassel)
In seinem Buch berichtet Christian Führer, wie er die Zeit in der ehemalige DDR miterlebt hat. (Quelle: Evangelisches Forum Kassel)

Kassel (medio). Der ehemalige Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig, Christian Führer, wird am kommenden Dienstag (16.03.) zu Gast im Evangelischen Forum Kassel sein. In seinem Vortrag wird er über seine Erfahrungen in der ehemaligen DDR berichten, die er während seiner fast 30 Jahre als Pfarrer dort machte. Die Nikolaikirche galt damals als «offen für alle» und setzte sich für die Andersdenkenden in der DDR ein, die wegen ihrer politischen Überzeugungen oder ihrer Kritik am System in Bedrängnis gerieten. Immer mehr Menschen kamen zu den wöchentlichen Friedensgebeten, die Führer initiierte. Schließlich versammelten sich am 9. Oktober 1989 über 70.000 DDR-Bürger vor der Nikolaikirche zur größten "Montagsdemonstration" - dem Beginn der friedlichen Revolution.

Beginn des Vortrags ist am 16.03. um 19.30 im Evangelischen Forum Kassel, der Eintritt kostet 3 Euro. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung erhalten Sie bei Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche vom Evangelischen Forum Kassel, Mauerstraße 15, 34117 Kassel, Tel.: 0561/2876021. (12.03.2010)

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Kasseler Karlskirche feiert 300-jähriges Bestehen

Kassel (epd). Mit einem Festgottesdienst, Vorträgen und einem französischen Markt feiert die Kasseler Karlskirche im Sommer dieses Jahres ihr 300-jähriges Bestehen. Zeitgleich werde der 47. Deutsche Hugenottentag vom 11. bis 13. Juni in Kassel tagen, teilte der Evangelische Stadtkirchenkreis am Donnerstag in Kassel mit. Die Hugenotten (französische Protestanten) waren Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich vertrieben worden, einige fanden in Kassel eine neue Heimat. Die 1710 erbaute Karlskirche ist ein Zeugnis aus dieser Zeit.

Die Feierlichkeiten, zu denen bis zu 500 Gäste erwartet werden, stehen unter dem Motto «Angekommen - wie aus Fremden Freunde werden». Die Schirmherrschaft über die Tagung hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) übernommen. Die Festpredigt am Sonntag, 13. Juni, wird der kurhessische Bischof Martin Hein halten. Die Karlskirche, so Hein in einem Grußwort des Veranstaltungsprogramms, sei ein Beispiel dafür, dass Integration gelingen und eine Bereicherung sein könne.

Die Kasseler Karlskirche war für französische Protestanten, die in der Kasseler Oberneustadt eine neue Heimat gefunden hatten, Kristallisationspunkt des geistlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Nach Angaben des Stadtkirchenkreises war die im Hugenottenbarock errichtete Kasseler Oberneustadt mit ihren 2.000 Neubürgerinnen und Neubürgern die bedeutendste Hugenottengemeinde Deutschlands nach Berlin. Bis zum Jahr 1867 sei in der Karlskirche der Gottesdienst in französischer Sprache gefeiert worden. (08.02.2010)

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