Vom 26. Juni 2014 bis 25. Januar 2015
Naturkundemuseum zeigt Ausstellung über Tiere in der Bibel

Kassel (epd). Biblische Szenen, in denen Tiere eine Rolle spielen, sind ab dem 26. Juni in einer neuen Sonderausstellung des Kasseler Naturkundemuseums zu sehen. Die Schau «Sintflut und Sündenfall - Die Tierwelt in der Bibel» wolle auf die in der Bibel erwähnten rund 100 verschiedenen Tierarten hinweisen, sagte Museumsdirektor Kai Füldner bei einer Pressevorbesichtigung in Kassel. Zudem solle dem Besucher gezeigt werden, wie stark die heutige Denkweise von der Bibel beeinflusst sei.

Zu sehen ist in der Ausstellung unter anderem eine begehbare Arche Noah, der Paradiesgarten mit Schlange sowie eine Szene, die Daniel in der Löwengrube zeigt. Die Geschichten seien allgemein durch den Religionsunterricht oder Kindergottesdienst bekannt, sagte Füldner.
Geeignet sei die Ausstellung unter anderem für den Religionsunterricht.

Nicht nur die biblische Vergangenheit spiele eine wichtige Rolle, sagte Füldner. Während es in einem Raum grundlegende Informationen zur Entstehung der Bibel gebe, werde an anderer Stelle versucht, aktuelle Bezüge herzustellen. In einem Raum, in dem die ägyptischen Plagen geschildert werden, stehe ein Medientisch, auf dem Besucher moderne «Plagen» wie Überschwemmungen, Streiks, die NSA oder den Handywahnsinn für weitere Informationen anwählen können.

Schließlich werde die Bedeutung des Haustieres in biblischer und heutiger Zeit gegenübergestellt, sagte Füldner. Während in biblischer Zeit Tiere wie Ziegen, Hühner und Schafe für die Menschen überlebensnotwendig waren, würden heute klassische Haustiere wie Hunde und Katzen übertrieben gepflegt und hochgezüchtet. Andere Tiere würden dagegen in Massentierhaltung gequält.

Dies sei auch eine Folge des biblischen Auftrags an den Menschen, sich die Erde untertan zu machen, sagte Füldner. Allerdings gebe es schon im Alten Testament Anweisungen für einen konkreten Tierschutz. Der Sabbat solle auch für Tiere gelten, diese sollten auch sonst nicht über Gebühr belastet werden. (26.06.2014)

Linktipp:

Das Naturkundemuseum Kassel finden Sie im Internet unter:

naturkundemuseum-kassel.de

Vom 30. Oktober bis 17. November
Deutsches Requiem im Zentrum der Kasseler Musiktage

Kassel (epd). Die Aufführung des «Deutschen Requiems» von Johannes Brahms durch Mitglieder des Kasseler Staatsorchesters und der Kantorei Sankt Martin steht im Mittelpunkt der Kasseler Musiktage (30. Oktober bis 17. November). Die Aufführung werde durch Vorträge und einen Festgottesdienst am 9. November begleitet, teilte die Pressestelle des Musikfestivals am Dienstag in Kassel mit. Neben großen Orchesterkonzerten stünden unter anderem Abende mit Kammermusik auf dem Programm, besonders in der Besetzung mit Klavier und Violine.

Programmatisch geprägt seien die Konzerte vom Motto des Musikfestes «Immer Ende - Immer Anfang!», das auf die Dramaturgie von Alt und Neu, von Abschied und Aufbruch abziele. Zudem sei erneut ein Kreativwettbewerb für Schüler der nordhessischen und südniedersächsischen Region ausgeschrieben worden, der unter dem Motto « über Gott und die Welt!» stehe. «Wir möchten die Jugendlichen dazu auffordern, zu artikulieren, was bedeutend ist, was jeden persönlich betrifft und was ihm oder ihr am Herzen liegt, und das alles im Spannungsfeld von Welt und Gott», sagte Dieter Rexroth, künstlerischer Leiter der Musiktage und Vorsitzender der Jury.

Als internationales Festival für ernste und zeitgenössische Musik präsentieren die Kasseler Musiktage ihren Besuchern seit mehr als 80 Jahren unter jährlich wechselnden Themenstellungen Konzerte mit bekannten Interpreten, Chören und Orchestern, aber auch Neuentdeckungen der jungen Musikszene. Darüber hinaus finden regelmäßig Begleitveranstaltungen in Form von Vorträgen, Ausstellungen und Symposien statt, die einen tieferen Einblick in die jeweilige Thematik des Festivals vermitteln sollen. Zu den Förderern des Festivals zählt auch die evangelische Kirche. (03.07.2014)

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Weitere Informationen und das komplette Programm finden Sie unter:

kasseler-musiktage.de

Vom 08. Juni bis 03. Oktober 2014
«Tanner Musiksommer» lädt zu Konzerten, Orgelmartineen und Gottesdiensten

Tann/Rhön (medio). Am Pfingstsonntag (08.06.) startet der «Tanner Musiksommer» 2014. Die Konzertreihe steht in diesem Jahr unter dem Motto «Unsere Kirche – unser Glauben» und widmet sich dem 125. Geburtstag der Tanner Stadtkirche, teilte der Vorsitzende des kirchenmusikalischen Ausschusses der Tanner Kirchengemeinde, Thomas Nüdling, mit. Das Jubiläum sei Anlass dazu, während des Musiksommers in die Musikgeschichte der Rhönstadt und der Region zu blicken. Das 1889 eingeweiht Gotteshaus präge bis heute das Tanner Stadtbild, so Nüdling weiter.

Startschuss für die Veranstaltungsreihe ist ein gemeinsames Konzert des Tanner Kirchenchors und des Rathgeberensembles Fulda am Pfingstsonntag (08.06.) um 20 Uhr in der Stadtkirche. Unter dem Titel «Musik aus Tann» wollen die Musiker aus dem «lokalen und regionalen Fundus schöpfen», sagte Nüdling. Auf dem Programm stehen unter anderem Lieder aus dem «Thannischen Gesangbuch» von 1676 oder Andreas Hagers «Von-der-Tann-Marsch». Der Tanner Kirchenchor und das Rathgeberensemble Fulda werden ebenfalls am Pfingstmontag (09.06.) den Festgottesdienst um 10 Uhr begleiten.

Bis zum 03. Oktober erwarten die Besucherinnen und Besucher viele weitere Konzerte an wechselnden Orten in und um Tann (s. Programmflyer rechts). Außerdem wird vom 27. Juli bis 24. August jeweils im Anschluss an Sonntagsgottesdienst zu den «Tanner Orgelmatineen» in die Stadtkirche eingeladen. Info-Kontakt: Pfarramt Tann, Annastraße 6, 36142 Tann/Rhön, Tel.: (06682) 266. Kartenvorverkaufsstellen: Geschäftsstellen der VR-Bank NordRhön eG; Tann: OchsenbäckerHaus (Marktstraße 9), Schreibwaren Krenzer (Steinweg 1) und Tourist-Info (Marktplatz 9). (03.06.2014)

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Den Tanner Musiksommer finden Sie im Internet unter:

tannermusiksommer.de

Neues Halbjahresprogramm
Evangelische Akademie Hofgeismar widmet sich Inklusion, Familie und Datensicherheit

Hofgeismar (epd). Inklusion, Familie und Datensicherheit sind drei Schwerpunkte, mit denen sich die 30 Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Hofgeismar im neuen Semester ab Juli befassen. Bei einer Tagung zum Wandel der Familie (04. bis 06. Juli) werde Bezug auf das heftig diskutierte EKD-Familienpapier genommen, teilte die Akademie mit. Das Thema der Inklusion werde in einer Tagung am 06. Oktober anhand von konkreten Praxisbeispielen aus Kindertagesstätten erörtert.

Dem Phänomen des «Whistleblowings» (vertrauliche Hinweise auf einen Skandal geben) widmet sich eine Tagung vom 05. bis 07. Dezember.
Dabei soll der Umgang mit Whistleblowern wie dem ehemaligen US-amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden unter ethischen, kulturellen und rechtlichen Aspekten betrachtet werden. Auch für Kinder und Jugendliche bietet die Evangelische Akademie mehrere Veranstaltungen an. Kinder könnten zu Erfindern werden (31.
Oktober bis 02. November) und Jugendliche in einer Projektwerkstatt Europa gestalten (07. bis 08. November).

Trotz des derzeitigen Umbaus auf dem Akademiegelände könnten viele Veranstaltungen nach wie vor in Hofgeismar stattfinden, hieß es. Zu einigen Veranstaltungen werde aber in die Region ausgewichen. Die Umbauarbeiten sollen voraussichtlich Anfang 2016 abgeschlossen werden. (17.06.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

Vom 26. April bis 5. Oktober:
Landesgartenschau in Gießen mit ökumenischem Kirchenprogramm in der «LichtKirche»

Gießen (medio/epd). Während der Landesgartenschau vom 26. April bis 5. Oktober in Gießen gestalten die evangelische und katholische Kirche erstmals ein gemeinsames Programm. Besucherinnen und Besucher sind zu täglichen Andachten, zum Reisesegen, zum stillen Innehalten und Ausruhen oder auch zum Gespräch eingeladen, heißt es auf der Internetseite zum Kirchenprogramm.

Den Auftakt bildet ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto «Übers Leben» am 27. April auf der Hauptbühne der Gartenschau mit den leitenden Geistlichen der Veranstalterkirchen, Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck), Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) und Karl Kardinal Lehmann (Bistum Mainz).

Bei jedem Wetter wird sonntags um 12 Uhr in der «LichtKirche» Gottesdienst gefeiert, einer mobilen kleinen Kirche, die aus durchscheinendem Kunststoff besteht und in verschiedenen Farben illuminiert werden kann. Außerdem erwartet das Publikum Lesungen und Konzerte, u.a. stellt der bekannte Liedermacher Clemens Bittlinger am 8. Juli das neue hessische Liederbuch «Atem des Lebens» vor.

Pfarrerin aus Kurhessen-Waldeck im Team der «LichtKirche»

Zum Team der «LichtKirche» gehört auch die Marburger Pfarrerin Svenja Neumann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zusammen mit Pfarrerin Jutta Becher (EKHN), Pfarrer Klaus Weißgerber (EKHN), Gemeindereferent Markus Horn vom Bistum Mainz und der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Gießen erarbeitet sie das Kirchenprogramm für die 163 Tage der Landesgartenschau, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg.

«Ich finde es nötig und reizvoll, als Kirche dahin zu gehen, wo Menschen sind», erklärt Neumann ihre Motivation, in der Lichtkirche mitzuarbeiten. Sie freut sich auf die Veranstaltungen und die vielfältigen Angebote, die geplant und vorbereitet werden, so Balzer.

Aber Neumann gehe ganz bewusst auch als Seelsorgerin in die Lichtkirche hinein. Sie will dort als Seelsorgerin zur Verfügung stehen und als Gesprächspartnerin sinnstiftend, helfend und weiterführend vom Glauben erzählen. Darin sieht sie die Aufgabe und die Chance der Kirche bei solchen Großveranstaltungen, so der Medienbeauftragte.

Hundert ehrenamtliche «Gästebegleiter» betreuen Besucher

Rund hundert Ehrenamtliche werden die Besucher der «LichtKirche» betreuen. Das Team setze sich hauptsächlich aus Frauen zusammen, was für die Kirche nicht neu sei, so Pfarrer Klaus Weißgerber von der evangelischen Stadtkirchenarbeit Gießen. Überrascht habe ihn aber die hohe Anzahl an jüngeren, berufstätigen Frauen, die sich für mindestens sechs Tage unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die sogenannten «Gästebegleiter» werden in mehreren Workshops auf ihre Tätigkeit vorbereitet, so der Pfarrer. (10.01.2014)

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Weitere Informationen zum Kirchenprogramm auf der Landesgartenschau in Gießen finden Sie unter:

lichtkirche.de