Ausstellung zeigt ländliches Leben aus Sicht von Jugendlichen

Das Plakat zur Ausstellung «Voll das Leben!» (Quelle: Pressestelle)
Das Plakat zur Ausstellung «Voll das Leben!» (Quelle: Pressestelle)

Kassel (epd). Eine Ausstellung über das Leben auf dem Land aus der Sicht von Jugendlichen ist im Haus der Kirche in Kassel zu sehen. Die Schau mit dem Titel «Voll das Leben - ein Fotografieprojekt von Jugendlichen, die wissen, dass Kühe nicht lila sind» zeigt Bilder und Texte von sieben Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Das im vergangenen Jahr entstandene Projekt sei von der Aktion Mensch mit 2.800 Euro gefördert worden, sagte die Bildungsreferentin für Kinder- und Jugendarbeit der kurhessischen Kirche, Elke Hartmann. Das Thema sei in Kurhessen-Waldeck von besonderer Bedeutung, weil die evangelische Kirche sehr ländlich geprägt sei.

Die Ausstellung war bereits im Januar in Schwalmstadt zu sehen. Man wolle mit der Ausstellung zeigen, dass es sich noch lohne, auf dem Land zu leben, ergänzte Daniel Helwig von der Evangelisch-kommunalen Jugend Schrecksbach, die gemeinsam mit der Evangelischen Jugend Treysa das Projekt initiierte. «Ländliches Leben muss nicht nur einfältig sein», sagte er.

Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag während der Öffnungszeiten des Hauses der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, besichtigt werden. (17.03.2010)

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Kasseler Karlskirche feiert 300-jähriges Bestehen

Kassel (epd). Mit einem Festgottesdienst, Vorträgen und einem französischen Markt feiert die Kasseler Karlskirche im Sommer dieses Jahres ihr 300-jähriges Bestehen. Zeitgleich werde der 47. Deutsche Hugenottentag vom 11. bis 13. Juni in Kassel tagen, teilte der Evangelische Stadtkirchenkreis am Donnerstag in Kassel mit. Die Hugenotten (französische Protestanten) waren Ende des 17. Jahrhunderts aus Frankreich vertrieben worden, einige fanden in Kassel eine neue Heimat. Die 1710 erbaute Karlskirche ist ein Zeugnis aus dieser Zeit.

Die Feierlichkeiten, zu denen bis zu 500 Gäste erwartet werden, stehen unter dem Motto «Angekommen - wie aus Fremden Freunde werden». Die Schirmherrschaft über die Tagung hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) übernommen. Die Festpredigt am Sonntag, 13. Juni, wird der kurhessische Bischof Martin Hein halten. Die Karlskirche, so Hein in einem Grußwort des Veranstaltungsprogramms, sei ein Beispiel dafür, dass Integration gelingen und eine Bereicherung sein könne.

Die Kasseler Karlskirche war für französische Protestanten, die in der Kasseler Oberneustadt eine neue Heimat gefunden hatten, Kristallisationspunkt des geistlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Nach Angaben des Stadtkirchenkreises war die im Hugenottenbarock errichtete Kasseler Oberneustadt mit ihren 2.000 Neubürgerinnen und Neubürgern die bedeutendste Hugenottengemeinde Deutschlands nach Berlin. Bis zum Jahr 1867 sei in der Karlskirche der Gottesdienst in französischer Sprache gefeiert worden. (08.02.2010)

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