Grundfragen des Menschenbildes in Theologie, Recht und Medizin
8. Evangelisches Juristenforum widmet sich dem Thema «Hirntod und Organspende»

Wann ist ein Mensch tot und wie lange empfindet ein Organismus Schmerzen? Die seit einigen Jahren übliche Diagnose «Hirntod» ist umstritten, vor allem im Zusammenhang mit der Organspende. Auf dem Evangelischen Juristenforum am 19. April um 18 Uhr im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts in Kassel werden sich der Mediziner und Psychologe Andreas Ferbert, der Theologe Dietrich Korsch, der Jurist Reinhard Merkel sowie die Theologin Margot Papenheim dem Thema nähern.

Zu den Impulsvorträgen und einem Gespräch zwischen Interessierten, Betroffenen und Fachleuten laden die Schirmherren Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts, und Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, ein. Moderiert wird der Abend von Alois Theisen, Fernsehchefredakteur des Hessischen Rundfunks.

Stichwort «Evangelisches Juristenforum»

Seit dem Jahr 2012 bietet das Evangelische Juristenforum des Bundessozialgerichts und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine bundesweite Plattform für Diskussionen im Schnittfeld von Recht und Theologie. Veranstaltungsort ist der Elisabeth-Selbert-Saal des Bundesozialgerichts, Wilhelmshöher Allee. Die Veranstaltung ist öffentlich.Um eine Voranmeldung wird bis zum 15. April per Fax an 0561/3107-474 oder per E-Mail an Pressestelle@bsg.bund.de gebeten. (30.03.2016)

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Lesung und Musik zur Hiob-Geschichte
Multimedialer Abend in der Stadtkirche Bad Hersfeld für Sprecher und Orgel

Bad Hersfeld (medio). Nirgendwo in der Bibel wird das Ringen mit Gott so dramatisch geschildert und so tief existenziell wie im Buch Hiob, werden die Fragen an Gott so schonungslos gestellt wie bei dem Manne aus Uz. Einen Abend der besonderen Art wird es in der Stadtkirche in Bad Hersfeld am 13. März ab 19 Uhr geben. Die Komposition "Hiob" von Petr Eben, einem der führenden zeitgenössischen Komponisten der Tschechoslowakei, trifft auf eine Lesung des gleichnamigen Buches in der Bibel, teilten die Veranstalter mit.

Untermalt wird der Abend mit Sequenzen aus dem Film: «Nanga Parbat, Grab der Träume» von Thorsten Eichhorst und Tim Meier. Die geradezu übermenschliche Besteigung des Berges könne metaphorisch für das Ringen Hiobs mit seinem Schicksal stehen, so die Veranstalter. Wort, Musik und Film werden von dem Schauspieler und Hersfeldpreisträger Christian Schmidt und Ulrich Pakusch an der Orgel miteinander kombiniert, Figuren und Situationen entstünden dabei vor dem inneren Auge des Zuhörers. Petr Eben schuf mit dem Orgelstück "Hiob" eines seiner bedeutendsten Orgelwerke, heißt es in der Ankündigung.

Präsentiert wird der Abend in der Stadtkirche in Bad Hersfeld.Vorverkauf ist in der Kartenzentrale, Am Markt 1 in Bad Hersfeld, sowie ab 18 Uhr an der Abendkasse. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. (07.03.2016)

Jahresprogramm des Zentrums Ökumene
Flüchtlingsthematik ist ein Schwerpunkt im Jahr 2016

Frankfurt (medio). Was sind die Ursachen für Flucht, wie gehen Menschen und Institutionen mit der Flüchtlingssituation um und wie unterscheiden sich die Geschlechterrollen verschiedener Kulturen und Religionen? Ein Schwerpunkt im Jahresprogramm des Zentrums für Ökumene liegt 2016 auf dem Flüchtlingsthema in Europa und deren Ursachen und Auswirkungen.

Von Fortbildungen, Symposien, Studienreisen bis hin zu Ausstellungen bietet das gemeinsame Zentrum der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt vielfältige Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

So findet unter dem Titel «Welcome to Europe !? Internationales Engagement für Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen» am 19.2. ein Studientag statt. Die Arbeit der Organisation «w2eu» mit minderjährigen Flüchtlingen an der EU-Außengrenze, sowie das Konzept des Christian Peacemaker Teams werden bei der Veranstaltung vorgestellt.

Bei einer Studienreise nach Griechenland vom 23.4. bis 2.5. wiederum können die Teilnehmer vor Ort einen Einblick in die Arbeit mit Bootsflüchtlingen gewinnen, über die politische und wirtschaftliche Situation in Griechenland mehr erfahren und ökumenische Vernetzung erleben.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Ausstellung «Bloß weg von hier». Sie zeigt die Lebenswirklichkeit von Menschen, die durch Krieg, Verfolgung oder Verlust der Lebensgrundlagen flüchten müssen. Als Wanderausstellung konzipiert, kann diese ab Juni 2016 ausliehen werden. (04.02.2016)

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Linktipp:

Das Zentrum Oekumene finden Sie im Internet unter:

zentrum-oekumene.de

Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch»
Sepulkralmuseum zeigt humoristische Seite von Sterben und Tod

Kassel (medio/epd). Die humoristische Seite des Todes thematisiert die Karikaturen-Ausstellung «Einer geht noch» im Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Ab dem 5. Februar werde mit der 180 Exponate umfassenden Schau zugleich an die Anfänge des Museums im Jahr 1992 erinnert. Damals sei eine außerordentlich erfolgreiche Karikaturenausstellung präsentiert worden, sagte der stellvertretende Museumsleiter Gerold Eppler am Mittwoch in Kassel. Zu den damals bearbeiteten Themen seien einige neue wie Sterbehilfe, das digitale Totengedenken oder Selbstmordattentate hinzugekommen.

Die teils bitterbösen Karikaturen von 33 bekannten Karikaturisten widmen sich in unterschiedlichen Themenräumen dem Alter, dem Amoklauf bis hin zur Planung von Selbstmordanschlägen und den berühmten 72 Jungfrauen. Dabei reiche das Spektrum «von der Leichtigkeit des Nonsens bis hin zur bitteren Realität des schwarzen Humors», charakterisierte Kurator Martin Sonntag von der Kasseler Caricatura die Schau. Die Realität sei oftmals aber noch schlimmer als das, was auf den Karikaturen zu sehen sei.

Gezeigt werden neben zeitgenössischen Karikaturen auch Werke der Vertreter der Neuen Frankfurter Schule, die bereits 1992 zu sehen waren. Mit dabei ist auch das Gemälde «Jesus zeigt Lenin seine Wundmale» von Ernst Kahl. Eine besondere Attraktion ist ein noch unvollendetes Gemälde von Rudi Hurzlmeier mit dem Titel «Nocturne - Satan öffnet den Erlöser», das der Künstler nach Angaben des Museums noch während der Ausstellung vollenden werde.

Möglicherweise werde die Ausstellung noch während der Laufzeit erweitert, ergänzte Sonntag. Dies wäre dann der Fall, wenn ein prominenter Zeitgenosse sterbe und der Karikaturist Harm Bengen ihm einen «Nachruf» widme. Einige zeichnerische Nachrufe des Künstlers wie etwa auf den Kabarettisten Dieter Hildebrandt oder den Literaturkritiker Hellmuth Karasek sind bereits in der Ausstellung zu sehen.

Sie ist zugleich die erste Sonderschau des Museums unter der neuen Leitung von Werner Tschacher. Der bisherige Kurator des Aachener Stadtmuseums hat zum 1. Januar den langjährigen Direktor des Sepulkralmuseums, Reiner Sörries, abgelöst, der eine Professur an der Universität Erlangen übernahm. «Da die Karikaturenausstellung 1992 eine der erfolgreichsten des Museums war, wollten wir Herrn Tschacher einen ähnlich guten Start ermöglichen», sagte Eppler.

Die Ausstellung «Einer geht noch. Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod», ist vom 5. Februar bis zum 5. Juni im Kasseler Museum für Sepulkralkultur zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. (03.02.2015)

Linktipp:

Das Museum für Sepulkralkultur finden Sie im Internet unter:

sepulkralmuseum.de

«Arabischer Frühling» und Askese
Evangelische Akademie Hofgeismar stellt Programm für das erste Halbjahr 2016 vor

Hofgeismar (epd). Vom «Arabischen Frühling» über die Herausforderungen durch die zahlreichen Flüchtlinge bis hin zum Verhältnis zwischen Mensch und Tier reicht das Angebot der Evangelischen Akademie Hofgeismar im ersten Halbjahr 2016. Wie aus dem jetzt erschienenen Programm der Akademie hervorgeht, wird in diesem Jahr auch das 40-jährige Bestehen der Kinderakademie gefeiert. Vom 6. bis 8. Mai soll es in der Tagungsstätte in Hofgeismar an drei Tagen ein buntes Fest mit vielen Angeboten geben.

Weitere Themen sind unter anderem Herkunft und Aktualität der Askese (15. bis 17. Januar), Umwelt- und klimapolitische Aufbrüche im Islam (29. bis 31. Januar), eine neue Reihe «Biblische Tage», die sich mit der Passionsgeschichte befasst (22. bis 24. März), sowie eine Polizeitagung (11. bis 13. Mai). Auch eine Wanderung von Hofgeismar nach Hannoversch-Münden steht wieder auf dem Programm.

Im Frühjahr 2016 sollen laut Akademiedirektor Karl Waldeck die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände der Akademie abgeschlossen sein. Dann seien wieder alle Räume einschließlich des renovierten Gästehauses und des Schlösschens nutzbar. Während der Umbauphase mussten einige Akademieveranstaltungen an Orten außerhalb Hofgeismars stattfinden. (08.12.2015)