„Es ist beeindruckend, was konkret das Handwerk in Qualität, Ausbildung und Regionalför-derung leistet!“ Dieses Ergebnis fasste Dekan Dr. Gernot Gerlach zum Schluss der gemein-samen Pfarrkonferenz mit der Kreishandwerkerschaft Kassel zusammen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises Wolfhagen waren am 23. Juni zu Gast im Handwerksbetrieb der Zimmerei Holzbau Schwarz in Oelshausen. Im Gespräch mit der Kreishandwerkerschaft Kassel mit dem Kreishandwerksmeister Bernd-Peter Doose, seinen Stellvertretern Johannes Schwarz und Friedrich Brauner, dem Geschäfts-führer Erich Horbrügger, Obermeister Marc Stiefel (Stukkateur-Innung)und Bezirksstellenlei-ter Herbert Tripp (Bezirksstelle Wolfhagen des Verbandes Baugewerblicher Unternehmer) aus Oelshausen ging es darum, Einblicke in die Arbeit des Handwerks und der Kreishandwer-kerschaft in unserer Region Kassel zu bekommen.
Die Frage nach den Perspektiven des Handwerks in einer sich rasant verändernden Gesell-schaft, war ein weiterer wichtiger Themenbereich. Moderiert wurde die Pfarrkonferenz durch den Fachreferenten Handwerk im Landeskirchenamt, Diplompädagoge Dieter Lomb.
Begonnen wurde mit einer Andacht. Danach stand eine Betriebsführung durch Johannes Schwarz auf dem Programm. Nach einem zünftigen Frühstück wurde zunächst die Arbeit der Kreishandwerkerschaft vorgestellt.
Bei diesem Zusammentreffen wurde eines deutlich: Das Handwerk hat einen herausragende Stellenwert und eine große Bedeutung für unsere Region. Dies machen einige Zahlen deutlich. Im Landkreis und in der Stadt Kassel gibt es mehr als 4.000 Handwerksbetriebe in denen mehr als 2.000 junge Menschen sind in Ausbildung stehen. Und das Handwerk bietet mehr als 23.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Trotz eines immer härter werdenden Wettbewerbs über-nehmen die Handwerksbetriebe eine wichtige Aufgabe innerhalb unserer Gesellschaft.
Eine große Problematik besteht allerdings darin, dass dies von den Menschen kaum wahrge-nommen wird. Vieles ist über das Handwerk nicht bekannt oder wird unangemessen darge-stellt. Dies zu ändern, ist das Ziel der Imagekampagne des Deutschen Handwerks. Mit diese Offensive will das Handwerk die Gesellschaft für das Handwerk sensibilisieren.
„Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht“, so lautet einer der Werbeslogans, mit dem das Handwerk auf sich aufmerksam machen will.
Ein spektakulärer Film wurde in Auftrag gegeben und der Pfarrkonferenz präsentiert.
Verschiedenen Werbeaktionen sollen in der nächsten Zeit über die Aktualität des Handwerks informieren. Die Zeichen der Zeit sind erkannt und müssen jetzt auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt werden.
Dekan Dr. Gernot Gerlach bedankte sich am Schluss für die Gastfreundschaft, für die Vorbe-reitung und für die gute Zusammenarbeit, die die Kirche mit der Handwerkerschaft fortsetzen wird.
Dr. Gernot Gerlach, 07.07.2010


