Aktuelle Nachrichten aus dem Kirchenkreis

Landleben 2030 zwischen Dorfromantik und echten Chancen - Diakonieforum 2019

Zum Diakonieforum 2019 laden der Kirchenkreis Hofgeismar und der Kirchenkreis Wolfhagen am 13. September 2019 von 19.00 bis 22.00 Uhr ins Evangelische Gemeindehaus, Große Pfarrgasse 1a in Hofgeismar ein. „Die Sehnsucht nach einem Leben auf dem Lande ist so groß wie nie. Zeitschriften und Magazine machen Lust auf Landleben. Viele würden gerne auf dem Land wohnen. Doch der Ansturm auf die Dörfer bleibt aus. Die Speckgürtel der Städte sind beliebt,“ hebt Dekan Wolfgang Heinicke hervor. Dort, wo die Vorteile von Stadt und Land aufeinander treffen. Viele junge Menschen und Familien wandern aus den Dörfern aus. Nahe am Arbeitsplatz, eine gute Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Internet, Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Freizeit- und Kulturangebote. In den ländlichen Gebieten fehlen Arbeitsplätze, schließen Handwerksbetriebe, Geschäfte, Gaststätten, Arztpraxen und Banken. Die verbleibenden Betriebe und Jugendlichen klagen über schlechtes Internet, Funklöcher und schlechte Verkehrsanbindung. Dekan Dr. Gernot Gerlach unterstreicht: „Doch gegen diesen Trend zieht es so manche Städter aufs Land. Günstiger Wohnraum, gesundes Leben, weniger Kriminalität, weniger Hektik, mehr Ruhe und eine schöne Landschaft, in der die Seele zur Ruhe kommt. Wie wird das Leben auf dem Lande 2030 aussehen? Darauf wollen wir beim Diakonieform Antworten erarbeiten.“ Wird es der Politik gelingen, gleichwertige Lebensverhältnisse in städtischen und ländlichen Räumen herzustellen? Welche Chancen bietet ein Leben auf dem Lande? Was sind die Aufgaben von Politik, Kirche und Bevölkerung, attraktive Lebensverhältnisse für Jung und Alt im ländlichen Raum zu schaffen? Diesen Fragestellungen wollen wir mit unserem Diakonieforum nachgehen, Akteure im ländlichen Raum miteinander ins Gespräch bringen und Impulse geben für das Landleben 2030.

Nach der Begrüßung  durch Sabine Leutiger-Vogel, Vorsitzende des Kreisdiakonieausschusses Hofgeismar, werden Andreas Siebert, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel, und Dekan Dr. Gernot Gerlach,  das „Landleben 2030“ unter Moderation von Pfarrer Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Region Kassel in den Blick nehmen.

Das Gespräch wird in Arbeitsgruppen vertieft.

 

 

A „Wohnformen im Alter“

Mit Martin Bleckmann  (Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen, Hofgeismar), angefragt: Christoph Beutekamp (Geschäftsführer der GEWOBAG Hofgeismar eG), Ellen Fricke (Vorsitzende der Häuslichen Krankenpflege Wahlsburg e.V.).

Moderation: Sabine Leutiger-Vogel (Vorsitzende des Kreisdiakonieausschusses Hofgeismar)

Die Kinder sind aus beruflichen Gründen weggezogen. Seniorinnen und Senioren sind allein zurückgeblieben. Nahe Angehörige fehlen, die im Alter sich um sie kümmern können. Für sie stellt sich die Frage: Wie kann ich möglichst lange und selbstbestimmt in meinem Wohnort oder meiner Heimatregion wohnen bleiben? Hier bieten sich alternative Wohnformen an, die mit einem sicheren Betreuungshintergrund solch ein Leben in Selbstbestimmung und relativer Selbständigkeit ermöglichen.

 

B     „Unterwegs im ländlichen Raum - Mobilität und Verkehr, Entwicklung und Perspektiven“

Mit Steffen Müller (Prokurist und zukünftiger Geschäftsführer des NVV) und Stefan Denn (Bürgermeister der Stadt Zierenberg).

Moderation: Pfarrer Winfried Schiel (Diakoniepfarrer im Landkreis Kassel und im Diakonischen Werk)

Mobilität ist ein gewichtiger Faktor, um gleichwertige Lebensverhältnisse in städtischen und ländlichen Räumen zu gewährleisten. Ein gut ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr entscheidet darüber wie Jugendliche weiterführende Schulen erreichen, wie Menschen zu ihrem Arbeitsplatz kommen, zu Kliniken und Fachärzten oder Kultur- und Freizeitangebote wahrnehmen können. Je enger die Verkehrsanbindungen auf dem Land getaktet sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen im ländlichen Raum wohnen bleiben. Auf dem Hintergrund des Klimawandels scheint der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur geboten zu sein. Wir wird sich die Mobilität in Zukunft entwickeln?

 

C   „Gründe im Dorf zu leben“

Mit Mitgliedern der Initiative „Dorfschatz“ (Gottsbüren), dem Ehepaar Redlefsen (Oedelsheim) und weiteren Akteuren aus dem ländlichen Raum.

Moderation: Pfarrer Jonathan Bergau (Pfarrer im Gesamtverband Oberweser und Mitglied des Kreisdiakonieausschusses Hofgeismar)

Manche Menschen lockt die Dorfromantik aufs Land. Andere haben für sich gute Gründe gefunden, das Landleben zu bevorzugen. Für sie überwiegen die Chancen. Initiativen haben sich gebildet, die Menschen für ein Leben im Dorf begeistern wollen. Sie überzeugen mit berechtigten Gründen, aber auch mit verlockenden Angeboten, wie z.B. die Initiative „Dorfschatz“. Einheimische möchten die Vereine und das Eingebettetsein in eine intakte Dorfgemeinschaft nicht missen.

 

D   „Marksteine der Entwicklung im ländlichen Raum

Mit Patricia Ruffini (DemografieAgentur des Landkreises Kassel) und Martin Schenker (Bereichsleiter Wohnen und Abhängigkeit im Diakonischen Werk).

Moderation: Wolfgang Heinicke (Dekan des Kirchenkreises Hofgeismar)

Eine gute Infrastruktur lässt den ländlichen Raum als attraktiv erscheinen. Für das Bleiben junger Menschen ist dies entscheidend. Neben guten Verkehrsanbindungen braucht das Land auch den Breitbandausbau, keine Funklöcher, Kultur- und Freizeitangebote, Jugendräume, Schwimmbäder, die Förderung des Ehrenamtes und des Vereinswesens, Erhalt der nahen medizinischen Versorgung und der Einkaufsmöglichkeiten. Gibt es bei allen guten Initiativen Entwicklungsmöglichkeiten und neue Ideen?

 

Anmeldung

Diakonische Werk Region Kassel

Diakoniezentrum Wolfhagen

Schützeberger Straße 12

34466 Wolfhagen

Tel.: (05692) 99 74 63 00 oder
Fax: (05692) 99 74 64 00 oder

E-Mail: diakoniezentrum.wolfhagen@dw-region-kassel.de an.

 

Bitte geben Sie mit Ihrer Anmeldung die Arbeitsgruppe an, in die Sie sich einwählen möchten.

 

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