Für viele Ehringer gehört die Feier des Gottesdienstes zum Mittelpunkt des Gemeindelebens. Die aus dem Mittelalter stammende Kirche ist neben dem außerhalb des Dorfes gelegenen Freistuhl ein Wahrzeichen des Ortes. Aus der vorreformatorischen Zeit sind noch das Tabernakel im Altarraum und ein Taufstein im Turm vorhanden. Ebenso drei Wandbilder aus der Passionsgeschichte. Auf den beiden Schlusssteine der Kreuzrippengewölbe des Kirchenschiffes sind Christus als das Lamm Gottes zu sehen und ein sechszackiger Stern. Zu den Schätzen der Kirchengemeinde gehört ein vergoldeter Abendmahlskelch aus dem Jahr 1696, der heute noch in Gebrauch ist.
Die Gemeinde unterstützt und begleitet die Arbeit des Missionarsehepaares Schultheiß, das in der Evang. Mekane Jesus Kirche in Äthiopien mitarbeitet. Ausgesandt wurden sie durch die Hermannsburger Mission in Niedersachsen.
Am 19. Juli jeden Jahres feiert die Kirchengemeinde das "Wasserfest" mit zwei gut besuchten Gottesdiensten und einer Nachmittagsveranstaltung in Erinnerung an eine katastrophale Überflutung am 19. Juli 1852. An diesem Tag kamen vier Menschen um und der größte Teil Ehringens wurde zerstört.
In Viesebeck (310 Gemeindeglieder) gehört die Kirche für viele Menschen noch zum Dorf. Zu dörflichen Anlässen, wie dem traditionellen Schützenfest zu Pfingsten, werden gut besuchte Gottesdienste gefeiert. Familiengottesdienste sind immer ein besonderer Höhepunkt innerhalb des gottesdienstlichen Lebens.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind häufig auch an anderen Stelle des dörflichen Lebens engagiert. Einen Schwerpunkt der Gemeindearbeit - neben dem gottesdienstlichen Leben - bildet die Arbeit mit Senioren. Im Winterhalbjahr laden Mitarbeiterinnen der Kirchengemeinde die Senioren des Ortes zu Seniorennachmittagen ein.




