Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

Feier zum 25-Jährigen des DWSEK

Aus diesem Anlass fand am Donnerstag, 23. August 2018 eine Feier im Kulturbahnhof Wabern statt. Der Vorstandsvorsitzende Dekan Christan Wachter und die geschäftsführende Pfarrerin Margret Artzt konnten 150 Personen aus Kirche, Diakonie, Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege begrüßen.

 

Christian Wachter beschrieb die Entwicklung der Arbeit: „Nach den Anfängen mit Angeboten, die vorwiegend der Beratung und Hilfe für Menschen in Krisen und Nöten galten, hat sich das Diakonische Werk in den letzten 10 Jahren  zu einer Einrichtung weiterentwickelt, die Menschen an den Rändern der Gesellschaft Teilhabe ermöglicht“. Als weitere Aufgaben nannte er „Freiräume zu schaffen, in denen Menschen sich über die sozialen Grenzen hinaus wahrnehmen und begegnen können.“

 

Dort im Waberner Kulturbahnhof mit seinen vor dem Festraum haltenden und anfahrenden Zügen wurde das Jubiläum immer wieder mit dem Thema „Bahnhof“ verknüpft und gedeutet. So stellte Dezernentin für Diakonie und Ökumene Claudia Brinkmann-Weiß (Kassel) ihren Beitrag unter das Motto „Unser Kursbuch – die Bibel“. Sie fragte „Welchen Kurs gibt uns die Bibel vor?“ und formulierte als theologischen Impuls: „Wenn man das dicke Kursbuch aufschlägt, dann findet man ganz leicht den Fahrplan für’s Leben. Der Kurs ist: Nächstenliebe, Hilfe für die Schwachen – der Kurs ist Diakonie.“

 

Pfarrerin Tamara Morgenroth übernahm in Vertretung des Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Hessen Horst Rühl (Frankfurt/Main) die Würdigung des „Zugpersonals“, also der Haupt- und Ehrenamtlichen im Diakonischen Werk. Besondere Ehrungen gab es für einen Mitarbeiter und zwei Mitarbeiterinnen, die seit 25 Jahren im Diakonischen Werk tätig sind. Das Goldene Kronenkreuz erhielten Matthias Pohl, Diplompädagoge in der kirchlichen allgemeinen Sozial- und Lebensberatung seit 01.11.1992, Silvia Scheffer, Ethnologin und Sozialtherapeutin in der Asyl- und Flüchtlingsberatung seit 15.04.1993 und Irene Albayrak, Verwaltung und Hauswirtschaft im Tagesaufenthalt und in der Beratungsstelle Wohnungsnotfallhilfe, seit 01.12.1993.

Landrat Winfried Becker würdigte in seinem Grußwort die Arbeit des Diakonischen Werkes, indem er beschrieb, dass sie Menschen mobilisiere und Teilhabe ermögliche: „Sie bewegen Menschen zum Einsteigen, Sie geben Menschen wieder eine Perspektive, Sie setzen Menschen wieder ein Ziel, Licht am Horizont!“ rief den Mitarbeitenden zu und dankte ihnen im Namen der Bevölkerung im Schwalm-Eder-Kreis. Er betonte: „Menschen Hilfe zu geben, heißt den sozialen Frieden in unserem Land erhalten.“ Vizelandrat Jürgen Kaufmann überreichte im Namen des Landkreises einen Scheck über 5000,-- € zur Unterstützung der Beratung für Familiengesundheit/Müttergenesung in der Region und wünschte „Alles Gute für die segensreiche Arbeit der Diakonie.“

 

Der Kasseler Musiker Welf Kerner unterhielt die Feiernden in den Pausen mit Instrumentalstücken auf dem Akkordeon und spielte von Oldie-Medleys bis Kaffeehausmusik auch Stücke auf Wunsch. Pfarrerin Margret Artzt verabschiedete die Gäste mit dem Versprechen:  „Der diakonische Auftrag unserer Kirche ist unsere Grundlage und bedeutet, Barmherzigkeit zu üben und für Gerechtigkeit zu streiten.“ Mit einem herzlichen „Thank you for travelling with Diakonisches Werk“ schloss sie den Abend humorvoll ab.

 

Weitere Informationen:

Diakonisches Werk im Schwalm-Eder-Kreis, Geschäftsführung Pfarrerin Margret Artzt

Pfarrstr. 13, 34576 Homberg (Efze), Tel.: 0 56 81 / 99 20 16 oder 99 20 0, Fax: 0 56 81 / 99 20 20
artzt.dwsek@ekkw.de
www.dwsek.de

 

Hintergrundinformationen

Gründungs- und Aufbauphase

Im Jahr 1991 erfolgt die Gründung des "Zweckverbandes Diakonisches Werk im Schwalm-Eder-Kreis" und die Einstellung eines Diakoniepfarrers, der die inhaltliche Entwicklung der Beratungsstellen vorantreibt. Zukünftig wird durch die Kirchenkreise Fritzlar, Homberg, Melsungen und Ziegenhain professionelle Hilfen für Menschen in besonderen Lebenslagen auf der Grundlage der christlich-diakonischen Identität angeboten.

 

Beginn und Ausbau der Beratungstätigkeit

Ende 1992 wird mit der fachlichen Arbeit im Bereich "Kirchliche allgemeine Sozial-und Lebensberatung (KASL)" begonnen.

Es folgen im Jahr 1993 "Flüchtlings- und Asylberatung" sowie "Wohnungslosenberatung mit Tagesaufenthalt" in Fritzlar.

Im Jahr 1999 erweitert der Zweckverband den Arbeitsbereich "Wohnungslosenberatung"  um das Angebot "Betreutes Wohnen".

Ab Dezember 2000 können wir "Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung" anbieten.

 

Tafelarbeit

Im Jahr 2005 werden an den Standorten Fritzlar, Homberg, Melsungen und Ziegenhain Tafelläden eröffnet.

 

Teilhabeprojekt

Am 1. Juni 2010 beginnt das Projekt "Teilhabe ermöglichen - gegen Armut und Ausgrenzung im ländlichen Raum".

 

Ausweitung der Beratungstätigkeit und der Teilhabeangebote

Am 1. Juni 2016 startet das Projekt „Flüchtlinge werden Ehrenamtliche“.

Am 1. Januar 2017 übernimmt das Diakonische Werk die Beratung in Fragen von „Familiengesundheit/ Müttergenesung“, die bis dahin durch die Kirchenkreise angeboten wurde.

 

Die Tätigkeitsfelder des Diakonischen Werkes

- Grundversorgung (z.B. Tagesaufenthalt Fritzlar, Tafeln, Kleiderladen, Möbelladen)

- Beratung (für Menschen in Krisen, persönlichen Notlagen und sozialen Schwierigkeiten)

- Lobbyarbeit (Unterstützung in Einzelfällen und Mitarbeit in Gremien)

- Teilhabe (Mitarbeit, Mitgestaltung, z.B. Kleiderläden, Möbelladen und Treff im EinLaden am Obertor, Homberg)

 

 

Das Diakonische Werk in Zahlen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
13 Hauptamtliche
3 Nebenamtliche
ca. 300 Ehrenamtliche

Anzahl der Personen, die in den verschiedenen Bereichen beraten wurden in 2017:
ca. 1.530

Tafelkunden in allen vier Tafeln zusammen:
ca. 2.100

 

()