Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain

Gemeindeportrait

Willkommen in der Evangelischen Stephanusgemeinde am Rimberg

 

Zu Beginn des Jahres 2016 haben sich die drei bis dahin eigenständigen Kirchengemeinden Ottrau (mit Kleinropperhausen), Immmichenhain und Görzhain vereinigt zur „Evangelischen Stephanusgemeinde am Rimberg“.

Der Name des Apostels wurde dabei gewählt als eine Art Leitmotiv für ein geschwisterliches Miteinander in der vereinigten Gemeinde.

Die Dörfer Ottrau, Immichenhain, Görzhain und Kleinropperhausen gehören alle politisch zur Großgemeinde Ottrau, mit Blick (von westlicher Richtung) auf den Rimberg.
In Ottrau, Immichenhain und Görzhain gibt es regelmäßig jeden Sonntag Gottes­dienste und in jedem der drei Orte gibt es auch einen Kindergottesdienst.

Das größte und älteste Dorf ist Ottrau. Es hat heute etwa 535 evangelische Einwohner. Zwei Besonderheiten im kirchlichen Leben in diesem Dorf sind heute der außergewöhnlich große und aktive Posaunenchor sowie der gut besuchte „Senioren-Treff“. Schon Anfang des 9. Jahrhunderts wurde Ottrau urkundlich erwähnt und schon damals stand eine Kirche an dem Ort, wo sich auch heute die Ottrauer Kirche befindet. Die heutige Kirche geht in ihren ältesten Teilen immerhin auch zurück bis auf das Hochmittelalter, als Ottrau als Sitz eines „Erzpriesters“ sogar eine besondere Bedeutung für die ganze Region hatte. Dass schon Bonifatius persönlich vor fast 1300 Jahren in Ottrau gepredigt haben soll, ist allerdings eine Legende, die erst in späterer Zeit entstanden ist.

Die Adlige Immicha von Wirberg stiftete 1173 ein Kloster für (vor allem adlige) Frauen. Vor den Klostermauern dieses Augustiner-Chorfrauenstifts entstand das Dorf Immichenhain. Das Kloster wurde in der Reformation aufgehoben und die Nonnen haben das Dorf verlassen. Das Klostergut ist heute in Landesbesitz und als landwirtschaftliche Domäne verpachtet, die ehemalige Klosterkirche ist bis heute die Gemeindekirche für Immichenhain. Heute wohnen etwa 460 Evangelische in Immichenhain. Eine Besonderheit im kirchlichen Leben ist zurzeit der sehr große Kindergottesdienst im Dorf. Auch einen eigenen Posaunenchor gibt es in Immichenhain und einen Frauentreff.

Görzhain ist mit nur etwa 270 Evangelischen deutlich kleiner als Ottrau und Immichenhain. Es liegt direkt am Fuß des Rimbergs. Die kleine Görzhainer Kirche ist in ihren ältesten Teilen auch schon 700 Jahre alt, so alt wie das Dorf. Wenn es darauf ankommt, engagieren sich die Görzhainer für ihre Kirche: mit Spenden oder auch mit ehrenamtlicher Mitarbeit (zuletzt z.B. bei der „Trockenlegung“ der Kirche).

Kleinropperhausen ist mit nur 55 Evangelischen ein sehr kleines Dorf, das sich im relativ engen Tal der Grenff über eine beträchtliche Länge erstreckt vom Forsthaus Görzhain bis zur Schneid-Mühle. Kirchlich gehörte das Dorf schon immer zu Ottrau. Es hat einen eigenen Friedhof, aber keine eigene Kirche. Einmal im Jahr feiert die ganze Kirchengemeinde hier zu Beginn der Sommerferien einen Open-Air-Gottesdienst auf dem Sportplatz direkt am Fernradweg, der auf der ehemaligen Bahntrasse durch das Dorf führt.
 

www.ev-stephanusgemeinde.de

Immichenhain

Die Klosterkirche

Der Bau der Klosterkirche Immichenhain geht zurück auf das 12. Jahrhundert. Bereits 1173 bis 1175 wird der Bau des Klosters Immichenhain genannt. Der Name Immichenhain bedeutet übersetzt "Wald oder Hain" der "Immecha", die als Begründerin  des Augustiner-Chorfrauen-Kloster gilt.

Ursprünglich der heiligen Jungfrau geweiht, daher früher St. Marien genannt, ist die Kirche ein kurzer Rechteckbau, in einfachen, klaren Formen.

Besonders sehenswert sind der aus dem 12. Jahrhundert stammende Taufstein mit rundbogigen Arkaden und Feldern mit ornamentaler und figürlicher Darstellung in Ritztechnik. Sowie Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Heute gehören die Klostergebäude zur Hessischen Staatsdomäne, die sich am Ortsausgang in Richtung Hattendorf befinden. Ein kunstgeschichtliches Faltblatt ist über das Pfarramt zu beziehen. Ebenso sind auch Führungen nach Absprache möglich (bitte im Pfarramt anmelden, weitere Ansprechpartner: Küsterehepaar Harald und Anneliese Rudolf, Tel.: (06639) 302).

Das Gemeindehaus

Das Evangelische Gemeindehaus ist 1987 gegenüber dem Friedhof erbaut worden, gleich neben dem Pfarrhaus. Es wird von Gemeindegruppen und für Veranstaltungen genutzt. Im Tiefparterre des Hauses gibt es einen Jugendraum, der regelmäßig für die Jugendlichen aus allen drei Gemeinden geöffnet ist. Seit 2010 wird auf dem Dach des Hauses Strom aus Sonnenenergie gewonnen.

Ottrau


(Foto: Kirchenkreis)

Schon Anfang des 9. Jahrhunderts gab es in Ottrau mit Sicherheit eine Kirche - einer mündlichen Überlieferung zufolge soll die Gründung auf Bonifatius zurükgehen. 1425 wird Ottrau urkundlich als Sitz eines erzpriesterlichen Sprengels genannt.
Die Geschichte der heutigen Kirche reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück, doch erst durch mehrmalige Umbauten fand das Gebäude zu seiner heutigen Form eines Langschiffs.
Bei Sanierungsarbeiten an der Fassade wurden noch Putzreste mit einem Alter von über 600 Jahren vorgefunden. Frühgotische Wandmalereien im Chor aus dem mittleren 13. Jahrhundert sind fragmentarisch zu erkennen.
Sonntags ist die Kirche ganztägig geöffnet, sonst sich Besichtigungen oder Führungen nach Absprache möglich (bitte im Pfarramt anmelden; ein Schlüssel kann auch im örtlichen Laden - ?Nahkauf Krey?, Bilz 9 - entliehen werden).

Das Gemeindehaus

Das Evangelische Gemeindehaus befindet sich am Ortsausgang Richtung Breitenbach. Es wird von Gemeindegruppen und für Veranstaltungen genutzt. Bis 2008 war das angebaute Pfarrhaus Dienstsitz des Ottrauer Pfarrers (Ottrau und Görzhain bildeten ein eigenes Kirchspiel, Immichenhain war mit Hattendorf verbunden). Inzwischen wird es für eine neue Nutzung umgebaut, dort soll ein diakonisches Angebot angesiedelt werden.

Görzhain

Die Kirche von Görzhain hat ihren Ursprung im 14. Jahrhundert. Sie wurde zuletzt 1821 zu einem rechteckigen Saalbau umgebaut. Kennzeichend  sind der Fachwerktrempel mit holzverkleidetem Giebel und der mittige Zeltdachreiter.

Besichtigung auf Anfrage.