Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain

Gemeindeportrait

Willkommen im Kirchspiel Oberaula-Breitenbach.

Zum evangelisch-reformierten Kirchspiel Breitenbach gehören fünf Dörfer: Breitenbach mit den drei eingepfarrten Gemeinden Gehau, Machtlos und Oberjossa sowie die selbstständige Kirchengemeinde Hatterode.

Breitenbach ist Patronatsgemeinde der Familie von Dörnberg und der derzeitige Patron ist Freiherr Jürgen von Dörnberg. Bis auf Oberjossa haben alle Dörfer eine eigene Kirche. In Breitenbach steht die größte und jüngste Kirche unseres Kirchspiels (ca. 600 Plätze, erbaut 1856-1858). In ihrem Inneren findet sich ein Sonnenkreuz aus Stein. Technikinteressierte werden sich über die mechanische Turmuhr begeistern.


Kirche Machtlos

Hatterode (Fotos: Kirchenkreis)

Die Machtloser Kirche wurde 1772-80 erbaut. Bei der jüngst abgeschlossenen Renovierung wurde ein Segnungskreuz entdeckt und freigelegt. Zum Gottesdienst wird noch per Hand geläutet. Die kleine, 1712 errichtete Kapelle in Gehau wird nicht regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Ohne Heizung ist sie lediglich als Sommerkirche geeignet. Zuweilen findet in der Kapelle eine Trauung oder Taufe statt. Die einzige Glocke wird manuell geläutet.


Kirche in Breitenbach

Kirche in Gehau (Fotos: Kirchenkreis)

Die Kirche in Hatterode ist die älteste Kirche im Jossatal (erbaut Anfang 16. Jahrhundert). Sie diente zunächst als Totenkirche und wurde später erweitert. Das einzige Gemeindehaus im Kirchspiel steht in Breitenbach, Lindenbergstraße 10 und heißt ?Michaelsburg?. In Oberjossa befindet sich das Herzberghaus, eine Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke, die dem Diakoniezentrum Hephata angegliedert ist.

Im Verlauf des Jahres finden einige besondere Gottesdienste im Kirchspiel statt: Familiengottesdienste, Waldgottesdienst, Gottesdienst an Himmelfahrt mit den Nachbarkirchspielen auf der Burg Herzberg, Gottesdienst am Jossastübchen, Weltgebetstag, musikalischer Adventsgottesdienst mit allen Chören vor Ort, u.a. Das Kirchspiel Breitenbach pflegt eine langjährige Partnerschaft mit den thüringischen Kirchengemeinden Bachra und Ostramondra.

Oberaula

Am Ostrand des Kirchenkreises Ziegenhain liegt die Evangelische Kirchengemeinde Oberaula mit den fünf Dörfern: Oberaula, Friedigerode, Wahlshausen, Hausen und Ibra.

In der Ortschaft Oberaula befinden sich das Pfarrhaus und die beiden Gemeindehäuser, die Pfarrscheune und das Schwesternhaus. Im Schwesternhaus ist eine Kindertagesstätte eingerichtet, deren Träger die Kirchengemeinde Oberaula ist.

Jedes Dorf hat eine eigene Kirche, die mit vielen interessanten Besonderheiten aufwartet, allem voran aber zum Gottesdienst einlädt.

Markantes Wahrzeichen von Oberaula ist der über vierzig Meter hohe Kirchturm mit seinem äußerst spitzen spätgotischen Turmhelm und den vier Ecktürmen.

An den Turm lehnt sich seit 1717 ein neues Kirchenschiff: ein barocker Saalbau. Er wird von einem großen Dachstuhl, einer bautechnischen Meisterleistung dieser Zeit, frei überspannt.

Im Kircheninneren wird das Auge auf die in Grautönen gemalten Pflanzenranken an den Wänden um die Fenster gelenkt und auf die prächtige Barockorgel, deren Prospekt und Werk restauriert sind.


(Foto: Kirchenkreis)

In den sechziger Jahren des 20.Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Kirche in Friedigerode um einen Chorraum mit neuem Altar und neuer Kanzel erweitert. 

Seit einigen Jahren ist auch die Taufschale auf einem von Kirchenvorstandsmitgliedern gefertigten Holzständer im Chorraum aufgestellt. 

Er symbolisiert in seiner Form und mit Tonmedaillons die Dreifaltigkeit Gottes. Im Dachreiter hängen zwei mit Gebetsbitten verzierte Glocken aus den Jahren 1511 und 1512.

Auf anderthalb Meter verdicken sind die Mauern im Ostteil der Kirche in Wahlshausen.

Die Kirche ist vermutlich aus einer Schutzanlage hervorgegangen. Aus der 1.Hälfte des 18.Jahrhundert sind schön gestaltete Emporensäulen, die Emporen-brüstung und eine mit Schriftbändern geschmückte Glocke erhalten geblieben.

An die Kirche mit ihrem achteckigen Dachreiter grenzt direkt das alte Wahlshäuser Schulhaus an.


(Foto: Kirchenkreis)

Von der Romanik bis zur Neugotik haben fast alle abendländische Baustile in der Kirche in Hausen ihre sichtbaren Spuren hinterlassen:

Beginnend mit dem romanischen Chorbogen, über das gotische Kreuzrippengewölbe, den Renaissance-Epitaph und die barocke Kanzel bis zur neugotischen Fiale am Westgiebel der um das Jahr 1900 in diese Himmelsrichtung erweiterten Kirche.

Farbenfrohe Wappen in den Feldern der Emporenbrüstung, eine Loge auf der Südempore und steinerne Epitaphe im Kirchenraum verweisen auf das Patronat der Reichsfreiherrn von Dörnberg.

Die Kirche in Ibra hat einen hohen Kirchturm, der nur vom Kirchenboden aus durch eine enge, verriegelbare Öffnung zugänglich ist.

In unsicheren Zeiten fand die Bevölkerung hier Schutz. Im Inneren der Kirche sind die mit Einlegearbeiten verzierte Kanzelbrüstung und das alte funktionstüchtige Turmuhrenwerk sehenswert.