Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain

Gemeindeportrait

Willkommen im Kirchspiel Röllshausen-Nausis-Wincherode.

Röllshausen

Der heutige Hauptort Röllshausen wird zuerst 1223 urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1722-1724 erbaut.

Das alte Pfarrhaus (1709 erbaut) neben der Kirche wurde verkauft, nachdem im Jahre 1963 das jetzige Pfarrhaus, Am Schönberg 8, errichtet errichtet war.

Einen Gemeinderaum konnte man im Jahr 1981 an das Pfarrhaus anbauen.

Nausis


(Foto: Kirchenkreis)

Die Kirche in Nausis wurde von 1899 bis 1905 erbaut. Ein wichtiger finanzieller Beitrag hierbei kam durch die preußisch-königliche Regierung in Kassel in Form eines ?Gnadengeschenkes? von 10.800 Mark (1/3 der Baukosten), eine Hälfte zahlte die politische Gemeinde. Vor der Einweihung der heutigen Kirche wurde in der alten Kirche aus dem 17. Jahrhundert Gottesdienst gefeiert. Diese stand im Gegensatz zur neuen mitten im Dorf. Sie wurde 1905 entweiht und ist heute zum Wohnhaus umgebaut in privatem Besitz, (Schorbacher Weg 1). Zur Einweihung der heutigen Kirche schenkte Kaiserin Auguste Victoria der Kirchengemeinde eine Altarbibel mit persönlicher Widmung, die noch heute in der Kirche in Nausis in einer Vitrine ausgestellt ist.

In der Bauweise auffällig ist der separate und doch verbundene Bau von Kirchturm (mit Sakristei im unteren Bereich) und dem Chor­raum der Kirche. Im Kirchturm befinden sich drei Glocken, zwei aus Stahl von 1919 und eine aus Bronze von 1954. Die ursprünglichen Glocken waren in den Weltkriegen zu Kriegsmaterial umgeschmolzen worden. Die Orgel der Kirche in Nausis ist gut 100 Jahre älter als die Kirche selbst. Zuvor befand sie sich in der Kirche in Röllshausen, für die um die Jahrhundertwende eine neue Orgel angeschafft werden sollte.

Organisatorisch gehörte Nausis bis 2013 zu Neukirchen (bis 2011 mit Schorbach und Asterode). Seitdem bildet Nausis (mit Winchrode) ein Kirchspiel mit Röllshausen (mit Salmshausen, Schönberg, Trockenbach und Hof Röllhausen).

Kapelle Schönberg

Die Kapelle auf dem Schönberg, die ein Kleinod der Schwalm ist, schaut auf eine längere Geschichte zurück. Sie wird bereits 1030 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ist wahrscheinlich aber älter. Vermutlich existierte vor der Christianisierung eine chattische Kultstätte auf dem Bergkegel. Die heutige kleine Kirche, eine malerisch auf einem Bergkegel gelegene ehemalige Wehranlage, war ursprünglich Mutterkirche des Gerichtes Röllshausen. Sie ist ein romanischer Bau des 12. Jahrhunderts. Umgeben ist die Kapelle von historischen Grabanlagen sowohl auf dem Plateau als auch auf den ursprünglich ringförmig  angelegten Terrassen des Bergkegels.

Dem Förderverein "Kapelle Schönberg", (Satzung 1994) ist es zu verdanken, dass die Kapelle mit ihrer historischen Bausubstanz vor dem Verfall bewahrt werden konnte.

Heute finden in der Kapelle wieder regelmäßig Gottesdienste, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen, sowie Amtshandlungen (Trauungen, Ehejubiläen, Taufen, Geburtstagsandachten?) statt. Ein Höhepunkt des Jahres ist der Himmelfahrtsgottesdienst, der von den umliegenden Gemeinden besucht wird.

Am Tag des Offenen Denkmals (2. Sonntag im September)  findet regelmäßig Gottesdienst statt, anschließend Führungen und besondere Veranstaltungen (Konzerte).

Außerdem regelmäßig:

Von Februar bis Oktober ?Einkehr? am 1. Sonntag im Monat (seit 2008) ;

Heiligabendgottesdienst (seit 2001) am 24. Dezember;

Osternacht (seit 2002) , anschließend gemeinsames Osterfrühstück im Pfarrhaussaal, Am Schönberg 8.

Kirche in Salmshausen


(Foto: Kirchenkreis)

Das Dorf Salmshausen ist von allen Dörfern in der Schwalm am frühesten erwähnt - und zwar im Jahr 782. Es gab dort spätestens seit dem 13. Jahrhundert  eine Kirche, die bereits 1279 bei einem Gütergeschäft genannt wird. Im Jahr 1634 (Dreißigjähriger Krieg) wurde die Kirche zerstört. Die Glocke der Kirche wurde, um sie vor den Feinden zu retten, in einen Brunnen geworfen.

1738 wurde aus den Brocken der alten Glocke eine Neue gegossen. Diese Glocke war in einem Holzturm bzw. an einem Gasthaus aufgehängt.

 Im Jahr 1904 wurde sie geborgen und auf einem Hausboden gelagert.

Jedenfalls entging sie so dem Schicksal vieler Artgenossinnen, die in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts abtransportiert und für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden.

In den 1950-er Jahren erbauten die Salmshäuser mit erheblichen Eigenmitteln eine neue Kirche, in deren Turm die vorhandene Glocke endlich ihren Platz fand.

Am 11. Sept. 1955 wurde die Kirche in Salmshausen eingeweiht, so dass das 50-jähr. Jubiläum am 11. Sept. 2005 mit Gottesdienst und Gemeindefest begangen werden konnte.