Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain Überschrift: Kirchenkreis Ziegenhain

Gemeindeportrait

Willkommen im Kirchspiel Schrecksbach.

Das Kirchspiel Schrecksbach liegt im Herzen der Schwalm und gehört mit seinen beiden Kirchengemeinden Schrecksbach und Holzburg zur heutigen Großgemeinde Schrecksbach.

Schrecksbach

Eine Urkunde, die wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert stammt, weist die Existenz des Ortes Schrecksbach als "Screggisbaha" für die Zeit um 1050 nach.

Die heutige Kirche, die bereits zwei Vorgänger hatte, stammt aus dem Jahr 1754 und wurde im Barockstil erbaut. Sie erhebt sich inmitten des alten teilweise mit Mauern umgebenen Friedhofes.

Um den Altar herum befinden sich noch die Stände der adligen Familien, der Kirchenältesten und des Pfarrers, im Volksmund "Ställchen" genannt. Die Kanzel mit Schalldeckel weist schöne handwerkliche Kunst der Barockzeit auf.

Das alte Pfarrhaus in Schrecksbach existiert nicht mehr. Stattdessen wurde in den Jahren 1974/75 am Mühlenweg unweit der Kirche ein neuer repräsentativer Gebäudekomplex mit Pfarrhaus und kirchlichem Gemeindehaus errichtet. Hier wohnt der Pfarrer mit seiner Familie, hier treffen sich die gemeindlichen Gruppen und finden die kirchlichen Veranstaltungen statt.

Auch die Jugend hat mit der "Teestube Schrecksbach" hier ihren Treffpunkt, der von den Jugendlichen gut angenommen und gern besucht wird.


(Foto: Kirchenkreis)

Etliche Bräuche und Traditionen aus dem kirchlichen Leben früherer Zeiten haben sich in Schrecksbach noch gehalten, z.B. der Kirchgang der Burschenschaft am Kirmessonntag oder die "Christenlehre" (Gottesdienst-Nachgespräch für die konfirmierte Jugend).

Ein besonderes Ereignis ist in jedem Jahr das "Schwälmer Erntedankfest", zu dem die Konfirmanden in Schwälmer Tracht mit Erntegaben in die Kirche einziehen und den Gottesdienst mitgestalten.

Holzburg

Zum ersten Mal wird Holzburg als "Hahelsburg" in einer Urkunde des Klosters Hersfeld aus dem Jahre 1232 erwähnt. Die Urkunde deutet darauf hin, dass Holzburg zu dieser Zeit ritterlicher Wohnsitz gewesen ist. Die Holzburger Kirche stammt aus dem Jahre 1789. Sie befindet sich in einem vollständig von Wehrmauern umgebenen Kirchhof und bietet inmitten der alten Mauern, die teilweise noch mit Schießscharten versehen sind, einen altertümlichen Anblick.

Im Jahr 1973 hat die Holzburger Kirche einen modernen Gemeindehaus-Anbau bekommen, der äußerlich zwar nicht besonders gut zum alt-ehrwürdigen Kirchengebäude passt, für die Gemeindearbeit aber unersetzlich ist. Die Holzburger Kirchengemeinde nennt sich "evangelisch-lutherisch".

Dies hängt damit zusammen, dass Holzburg früher zum lutherischen Hessen-Darmstadt gehörte und erst durch einen Gebietstausch im Jahre 1708 zu Hessen-Kassel kam.

So gibt es in Holzburg noch eine Besonderheit, nämlich das "Vortragekreuz", das bei Beerdigungen von einem Konfirmanden der Trauergemeinde vorangetragen wird. Dies ist im reformierten Niederhessen sonst kaum noch zu finden.

Lohnend ist in jedem Fall ein Besuch des Schwälmer Dorfmuseums in der alten Holzburger Pfarrscheune. Hier hat Pfarrer Metz, der letzte Holzburger Pfarrer, alles zusammengetragen, was er zur Schwälmer Tracht und zum Brauchtum auftreiben konnte. Für Freunde des Schwälmer Brauchtums ein echter Geheimtipp!

Fischbach

Etwa seit dem Jahr 1630 ist Fischbach kirchlich mit Holzburg verbunden. Daran änderte auch der Gebietstausch von 1708 nichts, als Holzburg zu Hessen-Kassel kam, Fischbach aber politisch bei Hessen-Darmstadt und dem Amt Alsfeld verblieb.

Seit Mitte der Siebziger Jahre gibt es in Fischbach ein Dorfgemeinschaftshaus, dessen Saal für kirchliche Veranstaltungen zur Verfügung steht. Hier finden auch die monatlichen Gottesdienste statt.