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Spieskappel-Frielendorf


Willkommen im Kirchspiel Spieskappel

 

Das Evangelische Kirchspiel Spieskappel umfasst zwei selbständige evangelische Kirchengemeinden: Spieskappel-Frielendorf und Linsingen, jeweils mit eigenen Kirchenvorständen. Mittelpunkt des Kirchspiels ist Spieskappel mit dem gemeinsamen Pfarramt und der markanten Johanneskirche, vormals Stiftskirche der Prämonstratenser Chorherren im Klosterpark Spieskappel.

Zur evangelischen Kirchengemeinde Spieskappel-Frielendorf zählen die Ortschaften Spieskappel, Frielendorf,  Ebersdorf sowie Todenhausen und Gebersdorf.

Die Johanneskirche in Spieskappel dient der Gemeinde und dem Kirchspiel als Pfarrkirche und ist dank ihrer bemerkenswerten Akustik regelmäßig Veranstaltungsort geistlicher und weltlicher Konzerte. Gemeinsam mit der politischen Gemeinde Frielendorf werden die Klosterkonzerte ausgerichtet. Die Gottesdienste werden in den Wintermonaten nach Epiphanias aus der großen Johanneskirche in den Gemeindesaal im Pfarrhaus Spieskappel verlegt. Im Klosterpark bietet der Musikpavillon die Möglichkeit für Freiluftveranstaltungen.

Die Kirchengemeinde verfügt mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Frielendorf, Hinter den Höfen 6, über ein vielseitig zu nutzendes Gemeindezentrum mit Gottesdienstraum, modernen Gruppenräumen und Küchen für das kirchliche und gesellschaftliche Leben des Kirchspiels Spieskappel und der Gemeinde Frielendorf.

Die Johanneskapelle in Todenhausen, ein Fachwerkbau auf Sandstein, wurde 1988 wieder für Gottesdienste und kleinere Veranstaltungen kultureller Art hergerichtet; die ursprüngliche Kapelle in Todenhausen wurde bereits 1383 geweiht.

Die Kirchengemeinde ist Träger des  evangelischen Kindergartens Frielendorf, Zum Kindergarten 6, des Spiel- und Lernkreises mit pädagogischer Beratungsstelle im Dietrich-Bonhoeffer-Haus sowie pädagogischen Spielangeboten und Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder im Dietrich-Bonhoeffer-Haus und in der alten Schule in Verna und verantwortet die Seelsorge im  Diakonie-Zentrum Frielendorf.

 

Die evangelische Kirchengemeinde Linsingen verfügt über eine eigene Kirche, 1933/34 erbaut, und bietet in der ehemaligen Schule Jugendräume und einen größeren Gruppenraum.









Johanneskirche in Spieskappel - Die Kirche eines Klosters

Die sog. Klosterkirche in Spieskappel zählt zu den markantesten romanischen Bauten in Hessen. Der Bau wurde um 1145 als Teil einer Klosteranlage begonnen und als kreuzförmige romanische Basilika erstellt und am 29. April 1255 durch den Bischof von Chur Johannes dem Täufer geweiht. Chor und Ostteile des Langhauses sowie das südliche Seitenschiff wurden im 16. Jahrhundert niedergelegt, so dass heute nur sechs Arkaden des Langhauses und das nördliche Seitenschiff stehen. Reiche verzierte romanische Kapitelle an den Säulen und ein schlanker Raumeindruck bestimmen das Kircheninnere.

Der einstige romanische Turm im Westen wurde 1500-1504 durch einen spätgotischen Turmbau ersetzt.

Vom ersten Turm ist die Ostwand erhalten mit dem Bogenfeld des romanischen Stufenportals im Inneren der heutigen Turmhalle, verziert mit Reliefbildern von Jesus, Maria und Johannes dem Täufer.

Im Obergeschoss des Turmes befindet sich an der romanischen Ostwand die Michaelskapelle mit einem reich verzierten Baldachinaltar.

Die Erhaltung der größtenteils aus Tuffstein erstellten Johanneskirche stellt wegen der extremen Steinzersetzung und Steinschwundes der Fassaden vor bislang ungelöste Aufgaben. Kirchenvorstand, Landeskirchenamt und der Landeskonservator Hessen haben verschiedene Forschungsinstitute und die Bundesstiftung Umwelt mit mehrjährigen Forschungsprojekten beteiligt. Die Johanneskirche ist Referenzobjekt für Tuffsteinsanierung.


 



 
     
       
     

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