Evangelischer Kirchenkreis Schwalm Eder - Dekanat Ziegenhain

Katechismuspfad

Im Streit um die Kindertaufe wurde 1539 wurde in Ziegenhain die Konfirmation erfunden. Der Kompromiss stammt von dem Straßburger Theologen Martin Bucer. Evangelische Christen auf der ganzen Welt feiern seither die Konfirmation. In Erinnerung an die Erfindung der Konfirmation gibt es rund um Ziegenhain einen Katechismuspfad. Auf einem 21 km langen Pilgerweg findest Du fünf Kunstwerke an fünf Kirchen zu den fünf Hauptstücken des lutherischen Katechismus.

 

 




Das Gebet

Beten kann jeder Mensch auf der Suche nach Gott mit eigenen Worten. Daneben kennt die Kirche auch die Tradition der überlieferten Gebete. Das Vater Unser ist der Christenheit ältestes Gebet und wird heute in allen Sprachen der Welt gesprochen. Es geht auf Jesus selbst zurück. Jesu war Jude und seine Muttersprache war Aramäisch. Jesus betet:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Die Stele zum Gebet hat der Kasseler Künstler Matthias Hess im Rahmen des Bildhauersymposiums 2017 in Spieskappel gestaltet.

 

 


Tradition

Herr höre mein Gebet

Sommergäste

10 Gebote


Tine Fiand (2017)

Zehn Gebote um den Glauben zu leben. Moses gab sie dem Volk Israel von Gott. Für Martin Luther sind sie das Gesetz, duch das der Mensch Scheitern begreift und Gnade erfährt.

1. Ich bin dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.

3. Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen, um es anzubeten.

4. Du sollst den Feiertag heiligen.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst nicht lügen.

9. Du sollst nicht begehren, was Deinem Nächsten gehört.

Jesus fasst die Gebote in einem zusammen: Du sollst Gott über alle Dinge lieben und Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Drei Menschen aus drei Kontinenten und verschiedenen Alters zeigt das Kunstwerk der Bildhauerin Tine Fiand an der Trutzhainer Kirche. Bei Gott sind alle Menschen gleichermaßen angesehen. Jedem Menschen gelten die Gebote Gottes als Zuspruch seiner Würde und als Anspruch an sein Leben.


Glauben leben


Taufe


Daniela Schönemann 2017

Kinder taufen oder Erwachsene? Beides ist möglich. In der Kindertaufe wird deutlich, dass die Taufe ein Geschenk Gottes ist. In der Taufe erwachsener Menschen wird deutlich, dass wir die Taufe im Glauben annehmen als ein Geschenk Gottes. In ihrer Konfirmandenzeit erfahren Jugendliche, was es heißt als Christ in dieser Welt zu leben.

An der Kirche in Niedergrenzebach befindet sich ein Außentaufbecken in Form eines Kreuzes. Zwei Figuren der Künstlerin Daniela Schönemann stehen vor dem Weg zur Taufe. Ob die Gewissheit der Taufe den Menschen verändert? Was bedeutet es für mich, dass ich ein Christ bin?


Taufe ist

Aufnahme und

Zuspruch

Abendmahl


Regine Hawellek 2017

Jesus Christus, in der Nacht, als er verraten wurde, nachm er das Brot, dankte, brach's, gab es seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib.

Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund, mein Blut für Euch vergossen zur Vergebung der Sünden. Solches tut zu meinem Gedächtnis.

Während ein Christenmensch in der Taufe die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft erfährt, bedeutet das  Abendmahl, erfahrbar Teil dieser Gemeinschaft in Christus zu sein.

Im Abendmahl ist die
1. Erinnerung an Jesu letzte Tischgemeinschaft mit seinen Jüngern.

2. erlebte christliche Gemeinschaft in der Gemeinschaft der Getauften.

3. Verheißung der Gemeinschaft mit Christus in Brot und Wein.

4. Vergebung der Sünden, denn in erlebter Gemeinschaft ist alles Trennende überwunden.

5. Sehnsucht nach der himmlischen Tischgemeinschaft mit dem auferstandenen Christus und ein Leben nach dem Tod.

Regine Hawellek hat für die Kirche in Treysa einen Tisch gestaltet, der aus Puzzleteilen zu bestehen scheint, zu denen immer noch weitere Teile hinzu kommen können. Es ist die offene Einladung zur Gemeinschaft hinzuzukommen und so Sündenvergebung zu erfahren.


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Glaubensbekenntnis


Reimund Göbner 2017

Glauben heißt Vertrauen. Der christliche Glaube bekennt den einen Gott als Schöpfer des Himmels und der Erden, als den menschgewordenen Gott in Jesus Christus und als die Kraft des Heiligen Geistes in der die Gläubigen dazu befähigt werden, in der Nachfolge Jesu zu leben.

Neben der Schlosskirche steht ein aus Holz geschnitzter junger Mann, aus der Hand des Bildhauers Raimund Göbner. Voller Gottvertrauen wandert "der erste Konfirmand" in die Welt hinaus, den Kopf im Himmel und mit den Füßen erdverbunden. So soll es sein.

"Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, schenke Dir sine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, dass Du bewahrt wirst zum Ewigen Leben." (Konfirmationssegen)


Hinaus in die Welt

der Erde verbunden

dem Himmel vertraut