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Kassel/Fulda (medio). Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, und der Bischof des Bistums Fulda, Dr. Michael Gerber, gestalten zum 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) eine Dialogbibelarbeit. «In der Geschichte, mit der wir uns in dieser Bibelarbeit beschäftigen, geht es um Erfahrungen von Sehen und Gesehen-Werden oder Nicht-Sehen und Nicht-Gesehen-Werden», erklärte Bischöfin Dr. Hofmann im Vorfeld der Ausstrahlung. 

Hofmann und Gerber, die sich mit dem biblischen Text der Heilung eines Blingeborenen aus dem Johannes-Evangelium beschäftigen (Johannes 9, 1-12a), besuchten für die Bibelarbeit gemeinsam die ökumenische Bahnhofsmission am Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel. Dort trafen sie auf Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher, die von ihren Erfahrungen berichteten. Eine weitere Station für die Aufnahmen der vor dem ÖKT aufgezeichneten Bibelarbeit ist die Neue Brüderkirche in Kassel. Dort schildert eine junge Frau aus Syrien ihre Fluchterlebnisse. 

«Die Botschaft des ÖKT ‚schaut hin‘ heißt für mich: Seht nicht nur, was da ist, sondern nehmt es auch wahr, lasst euch berühren und überprüft auch immer, was ihr wahrnehmt», sagte Bischöfin Dr. Hofmann vor dem Kirchentag, der am Himmelfahrtstag beginnt. Hofmann wirbt, nicht auf die Schuldigen, sondern auf die Lösungen zu schauen. 

Der Videobeitrag zum Thema Heilung des Blinden: «Wie sind deine Augen geöffnet worden?» wird am kommenden Samstag (15.5.) ab 8 Uhr über die Internetseite des Kirchentags www.oekt.de und über die landeskirchliche Homepage unter www.ekkw.de abrufbar sein. (10.05.2021)

2021-05-12 32988

Bahnhofsmission, Stadtteilkirche und die Heilung des Blinden
Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber gestalten Dialogbibelarbeit zum ÖKT

In der Dialogbibelarbeit (abrufbar am Samstag ab 8 Uhr) geht es um den biblischen Text der Heilung eines Blingeborenen aus dem Johannes-Evangelium (Johannes 9, 1-12a). (Video: Medienhaus der EKKW)

Kassel/Fulda (medio). Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, und der Bischof des Bistums Fulda, Dr. Michael Gerber, gestalten zum 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) eine Dialogbibelarbeit. «In der Geschichte, mit der wir uns in dieser Bibelarbeit beschäftigen, geht es um Erfahrungen von Sehen und Gesehen-Werden oder Nicht-Sehen und Nicht-Gesehen-Werden», erklärte Bischöfin Dr. Hofmann im Vorfeld der Ausstrahlung. 

Hofmann und Gerber, die sich mit dem biblischen Text der Heilung eines Blingeborenen aus dem Johannes-Evangelium beschäftigen (Johannes 9, 1-12a), besuchten für die Bibelarbeit gemeinsam die ökumenische Bahnhofsmission am Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel. Dort trafen sie auf Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher, die von ihren Erfahrungen berichteten. Eine weitere Station für die Aufnahmen der vor dem ÖKT aufgezeichneten Bibelarbeit ist die Neue Brüderkirche in Kassel. Dort schildert eine junge Frau aus Syrien ihre Fluchterlebnisse. 

«Die Botschaft des ÖKT ‚schaut hin‘ heißt für mich: Seht nicht nur, was da ist, sondern nehmt es auch wahr, lasst euch berühren und überprüft auch immer, was ihr wahrnehmt», sagte Bischöfin Dr. Hofmann vor dem Kirchentag, der am Himmelfahrtstag beginnt. Hofmann wirbt, nicht auf die Schuldigen, sondern auf die Lösungen zu schauen. 

Der Videobeitrag zum Thema Heilung des Blinden: «Wie sind deine Augen geöffnet worden?» wird am kommenden Samstag (15.5.) ab 8 Uhr über die Internetseite des Kirchentags www.oekt.de und über die landeskirchliche Homepage unter www.ekkw.de abrufbar sein. (10.05.2021)

«Schakumaku» und «Tanz mit mir» - Die Lieder zur Bibelarbeit

Die Lieder «Schakumaku» und «Tanz mit mir» der Band PALAVER RHABABA aus Kassel, aufgenommen für den ÖKT 2021 in Frankfurt am Main. «Schakumaku» ist eine umgangssprachliche Form von «Wie geht's» aus dem Irakischen. Es meint aber mehr als das, es ist auch zum Beispiel eine Einladung zum Teilen, wortwörtlich übersetzt heißt es: «Was ist alles und nichts?».

Unter dem Namen PALAVER RHABABA treffen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, um zusammen zu musizieren – Flüchtlinge, Migranten, Einheimische. Rhababa ist eine Mischung aus Rhabarber (dem mitteleuropäischen Gemüse) und Rababa (ein Streichinstrument der Beduinen).

(Video: Medienhaus der EKKW)
(Video: Medienhaus der EKKW)

DIE HEILUNG EINES BLINDGEBORENEN

(Johannes 9, 1-12)

«Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh zu dem Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.

Die Nachbarn nun und die, die ihn zuvor als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sprachen: Er ist’s; andere: Nein, aber er ist ihm ähnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin’s. Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen aufgetan worden? Er antwortete: Der Mensch, der Jesus heißt, machte einen Brei und strich ihn auf meine Augen und sprach: Geh zum Teich Siloah und wasche dich! Ich ging hin und wusch mich und wurde sehend. Da fragten sie ihn: Wo ist er? Er sprach: Ich weiß es nicht.»

(Quelle: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)


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