Themenschwerpunkte: Bischöfin Beate Hofmann: Zum Martinstag Wärme verschenken

Kassel. «Wärme schenken»: An den Kern der Geschichte von Sankt Martin, der seinen Mantel für einen Bettler teilt, erinnert die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, zum Martinsfest. «Während am 11. November traditionell Lichterumzüge stattfinden und von Licht in der Dunkelheit erzählen, könnte der Martinstag in diesem Jahr auch eine gute Gelegenheit sein, Wärme zu verschenken – wie Martin», ermutigt sie vor dem Hintergrund der Energiekrise und deren Folgen in der vergangenen Woche.

Suppe, Stube, Sorgenetze

In vielen Gemeinden der EKKW sind zum Martinstag und darüber hinaus entsprechende Aktionen geplant: So gab beispielsweise die Stadt- und Johanneskirchengemeinde Bad Hersfeld am 11. November mittags Kürbissuppe in der Innenstadt aus, an der Immanuelkirche im Kasseler Stadtteil Forstfeld wurde eine solche von geflüchteten ukrainischen Frauen gekocht, in Bruchköbel waren zu Gottesdienst, Laternenumzug und Imbiss geflüchtete Familien eingeladen.

Der Kirchenkreis Hanau hat schon am Reformationstag eine Suppenküche ins Leben gerufen. Zunächst bis zum Jahresende lädt er gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und mithilfe regionaler Netzwerke zweimal wöchentlich zum Eintopfessen an der Johanneskirche ein – jeder zahlt dafür, was er kann oder möchte. Der «Hafen Lutherkirche» in Fulda ist mit seinem regelmäßigen Mittagstisch und weiteren Angeboten ein Wärme-Ort; in Marburg ist ab Dezember ebenfalls ein wärmendes Angebot unter dem Stichwort «Gute Stube» geplant.

«Wir wollen Sorgenetze knüpfen, die den Zusammenhalt stärken und helfen, die Herausforderungen dieses Winters miteinander zu meistern», macht Bischöfin Hofmann deutlich und ergänzt: «Damit es warm bleibt – ums Herz, im Miteinander und an den Füßen.»

2022-11-14 36566

Spendenkonto «Kirche wärmt» – Aktionen in Gemeinden
Bischöfin Beate Hofmann: Zum Martinstag Wärme verschenken

Bischöfin Beate Hofmann: Zum Martinstag Wärme verschenken
Über das Spendenkonto «Kirche wärmt» will die Landeskirche dabei helfen, Menschen zu unterstützen, die von der Energiepreiskrise und steigenden Lebenshaltungskosten besonders betroffen sind. (Foto: Unsplash/Drew Taylor, Montage: medio.tv/Küster)

Kassel. «Wärme schenken»: An den Kern der Geschichte von Sankt Martin, der seinen Mantel für einen Bettler teilt, erinnert die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Dr. Beate Hofmann, zum Martinsfest. «Während am 11. November traditionell Lichterumzüge stattfinden und von Licht in der Dunkelheit erzählen, könnte der Martinstag in diesem Jahr auch eine gute Gelegenheit sein, Wärme zu verschenken – wie Martin», ermutigt sie vor dem Hintergrund der Energiekrise und deren Folgen in der vergangenen Woche.

Suppe, Stube, Sorgenetze

In vielen Gemeinden der EKKW sind zum Martinstag und darüber hinaus entsprechende Aktionen geplant: So gab beispielsweise die Stadt- und Johanneskirchengemeinde Bad Hersfeld am 11. November mittags Kürbissuppe in der Innenstadt aus, an der Immanuelkirche im Kasseler Stadtteil Forstfeld wurde eine solche von geflüchteten ukrainischen Frauen gekocht, in Bruchköbel waren zu Gottesdienst, Laternenumzug und Imbiss geflüchtete Familien eingeladen.

Der Kirchenkreis Hanau hat schon am Reformationstag eine Suppenküche ins Leben gerufen. Zunächst bis zum Jahresende lädt er gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und mithilfe regionaler Netzwerke zweimal wöchentlich zum Eintopfessen an der Johanneskirche ein – jeder zahlt dafür, was er kann oder möchte. Der «Hafen Lutherkirche» in Fulda ist mit seinem regelmäßigen Mittagstisch und weiteren Angeboten ein Wärme-Ort; in Marburg ist ab Dezember ebenfalls ein wärmendes Angebot unter dem Stichwort «Gute Stube» geplant.

«Wir wollen Sorgenetze knüpfen, die den Zusammenhalt stärken und helfen, die Herausforderungen dieses Winters miteinander zu meistern», macht Bischöfin Hofmann deutlich und ergänzt: «Damit es warm bleibt – ums Herz, im Miteinander und an den Füßen.»

EKKW richtet Spendenkonto ein

Spendenkonto: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, 
IBAN: DE 33 5206 0410 0000 0030 00, Verwendungszweck «Kirche wärmt».

Darüber hinaus sammelt die EKKW Spenden, um Menschen zu unterstützen, die von der Energiepreiskrise und steigenden Lebenshaltungskosten besonders betroffen sind. Wie bei den ungeplanten Kirchensteuermehreinnahmen durch die Energiepreispauschale, die die Landeskirche ihren Diakonischen Werken zur Verfügung stellt, sollen auch diese Spenden an die regionalen Hilfswerke fließen. Mit dem Geld können soziale Projekte und Initiativen wie die Tafelarbeit unterstützt und Beratungsangebote ausgebaut, aber auch Bedürftige direkt unterstützt werden.

(Gestaltung: Referat Spendenwesen/Schlitt)
Dekan Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg (Marburg) zur Bedeutung von St. Martin und wie die Kirche Menschen in der kommenden kalten Jahreszeit wärmen kann.

Hintergrund Aktion #wärmewinter

Mit ihren Aktionen unter dem Motto «Wärme schenken» schließt sich die EKKW der Aktion #wärmewinter an: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie Deutschland haben angesichts der hohen Belastung vieler Menschen durch die gestiegenen Energiepreise vor einigen Wochen die Aktion #wärmewinter ins Leben gerufen. Diakonie und Kirche öffnen in diesem Herbst und Winter ihre Türen, um wärmende Orte zu schaffen, wo Betroffene Hilfe erhalten, sich aber auch über ihre Rechte informieren können. Außerdem soll die Aktion auf die vielen bereits bestehenden Angebote von Diakonie und Kirche hinweisen, darunter zum Beispiel die Allgemeine Sozialberatung oder die Schuldnerberatung. Mit der gemeinsamen Kampagne wollen Diakonie und Kirche ein Zeichen gegen soziale Kälte und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Weitere Informationen und Materialen gibt es unter www.waermewinter.de

(09.11.2022, Pressestelle/red, aktualisiert am 14.11.2022)


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Hintergründe und Informationen, wie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit der Energiekrise umgeht, gibt es im Themenschwerpunkt: