Themenschwerpunkte: Angehende Pfarrerinnen und Pfarrer forsten auf

Melsungen/Hofgeismar. Auf den ersten Blick erscheint es ungewohnt, dass Pfarrerinnen und Pfarrer in hessischen Wäldern Bäume hegen und pflegen. Sind sie doch vorrangig für die Anliegen der Menschen in ihren Kirchengemeinden da. Doch zur Ausbildung der Vikarinnen und Vikare, die sich nach dem Theologiestudium auf ihre zukünftige kirchliche Praxis vorbereiten, gehört es auch, andere Arbeitsfelder und Berufe zu erkunden. Das ermöglicht das Modell «elementar&flexibel» des Evangelischen Studienseminar Hofgeismar. Und so ging es für den aktuellen Vikariatskurs ganz praktisch in den Wald zu HessenForst nach Melsungen.

Der Leiterin des dortigen Forstamtes, Petra Westphal, und vier ihrer Mitarbeitenden führten die Vikarinnen und Vikare zunächst in die Aufgaben von HessenForst ein und erläuterten die Herausforderungen in den hessischen Wäldern. Besonders aufmerksam machten sie auf das Spannungsfeld zwischen Klimawandel, Forstwirtschaft und der Funktion des Waldes als Erholungsraum für alle Menschen, berichtete Pfarrerin Nicole Beckmann. Ihr Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Bildungsdezernat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck unterstützt das Studienseminar bei Erkundungen dieser Art.

2023-10-20 38645

Exkursion im Rahmen «7 Jahre – 700.000 Bäume»
Angehende Pfarrerinnen und Pfarrer forsten auf

Angehende Pfarrerinnen und Pfarrer forsten auf
Einblick in Berufe nehmen, die tagtäglich mit der Bewahrung der Schöpfung zu tun haben: Unser Foto zeigt eine Vikarin auf einer Aufforstungsfläche bei Melsungen. (Foto: Beckmann)

Melsungen/Hofgeismar. Auf den ersten Blick erscheint es ungewohnt, dass Pfarrerinnen und Pfarrer in hessischen Wäldern Bäume hegen und pflegen. Sind sie doch vorrangig für die Anliegen der Menschen in ihren Kirchengemeinden da. Doch zur Ausbildung der Vikarinnen und Vikare, die sich nach dem Theologiestudium auf ihre zukünftige kirchliche Praxis vorbereiten, gehört es auch, andere Arbeitsfelder und Berufe zu erkunden. Das ermöglicht das Modell «elementar&flexibel» des Evangelischen Studienseminar Hofgeismar. Und so ging es für den aktuellen Vikariatskurs ganz praktisch in den Wald zu HessenForst nach Melsungen.

Der Leiterin des dortigen Forstamtes, Petra Westphal, und vier ihrer Mitarbeitenden führten die Vikarinnen und Vikare zunächst in die Aufgaben von HessenForst ein und erläuterten die Herausforderungen in den hessischen Wäldern. Besonders aufmerksam machten sie auf das Spannungsfeld zwischen Klimawandel, Forstwirtschaft und der Funktion des Waldes als Erholungsraum für alle Menschen, berichtete Pfarrerin Nicole Beckmann. Ihr Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Bildungsdezernat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck unterstützt das Studienseminar bei Erkundungen dieser Art.

Nach der Theorie ging es dann für die Teilnehmenden in der Praxis auf zwei Aufforstungsflächen: Ausgestattet mit robuster Kleidung, Gerät und Material trugen sie dort zur Waldpflege bei. Dabei erklärten Forstwirte die Bedeutung von Gatterbau und Einzelschutz für junge Bäume. Und es wurde deutlich, wie wichtig der Schutz gegen Verbiss durch Rehe und Rotwild ist, um ein gesundes Wachstum der Setzlinge zu ermöglichen. Auch die körperlichen Erfahrungen waren für die Vikarinnen und Vikare beeindruckend: Sie erlebten die Kraftanstrengung, die es braucht, um einige Hundert Meter Gatter zu kontrollieren oder instand zu setzen und «wie gut danach Butterbrot und Kaffee schmecken», so Beckmann.

Zum Abschluss der Exkursion seien sich alle einig gewesen: «Wir haben einen Einblick in Berufe bekommen, die tagtäglich mit der Bewahrung der Schöpfung zu tun haben». Vielleicht werde der eine oder die andere des Kurses im kommenden Jahr als neue Pfarrperson Gemeindeaktionen planen, die das Bewusstsein der Menschen für den Wald stärken, zeigte sich Beckmann zuversichtlich. Hintergrund für die Wahl des Exkursionsziels sei die Aktion «7 Jahre – 700.000 Bäume» gewesen, mit der die Landeskirche einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Auch die kirchlichen Mitarbeitenden sollen dabei besonders in den Blick genommen werden. 

Stichwort: Vikarinnen und Vikare

Die Teilnehmenden lernen nach dem Studium der Theologie in einem zweijährigen Vikariat die kirchliche Praxis in verschiedenen Kirchengemeinden der Landeskirche vor Ort kennen. Dazu gehören auch Kurse im Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar unter anderem zu den Themen Predigt und Gottesdienst, Seelsorge, Gemeindeleitung und kirchliche Sozialarbeit.

Mit der Ordination werden die Vikarinnen und Vikare dann zu Pfarrerinnen und Pfarrern und sind öffentlich dazu berufen, zu predigen, zu taufen und das Abendmahl auszuteilen. Zudem ist damit die Übernahme der Verantwortung für die Seelsorge und Bildung in einer Kirchengemeinde verbunden. Die Ordination erfolgt in einem besonderen Gottesdienst, der in der Landeskirche an wechselnden Orten gefeiert wird. (20.10.2023)


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Informationen zum Vikariat beim Evangelischen Studienseminar Hofgeismar unter:

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Das Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales unter:

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7 Jahre – 700.000 Bäume

Die Landeskirche will mit der Aktion dazu beitragen, dass bis zum Jahr 2030 rund 700.000 neue Bäume wachsen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. ... mehr