Nachrichten-Archiv: Oktober - Dezember 2018

Archiv: 40.000 Euro Soforthilfe für Betroffenen des Tsunami zwischen Sumatra und Java

Kassel / Darmstadt (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau unterstützen das Soforthilfe-Programm der Diakonie Katastrophenhilfe für Indonesien mit 40.000 Euro. Gleichzeitig bitten die Kirchen um weitere Spenden aus der Bevölkerung. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt damit zunächst vor allem Nahrungsmittel und Notunterkünfte zur Verfügung.

Die beiden evangelischen Kirchen haben seit vielen Jahren partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Indonesien, auch auf der Insel Sumatra. «Die Menschen dort haben jetzt nach Weihnachten um unsere Anteilnahme im Gebet und um finanzielle Solidarität gebeten», berichtet Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Ökumene der beiden Kirchen. «Diesem Hilferuf kommen wir gerne nach und unterstützen die Menschen vor Ort. «Ein kleines Zeichen der Solidarität unserer beiden Kirchen», bekräftigt Claudia Brinkmann-Weiß, Oberlandeskirchenrätin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck.

Knoche und Brinkmann-Weiß zeigten sich tief erschüttert von den Nachrichten aus dem Katastrophengebiet, wo der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in der Meerenge der Sundastraße zwischen Sumatra und Java am vergangenen Samstag einen Tsunami auslöste. Bis heute ist die Sorge um einen weiteren Ausbruch des Vulkans groß und die Warnstufe erneut erhöht worden. Die bisher bekannten Informationen lassen das Ausmaß der Zerstörung nur erahnen. An der für Urlauber beliebten Küste riss die Flutwelle Häuser, Strandhütten, Bäume und Autos mit und begrub sie unter Schlamm. Hunderte von Gebäuden wurden zerstört, Tausende Menschen sind Obdachlos und die Zahl der Toten ist mittlerweile auf mindestens 430 gestiegen. (28.12.2018)

Spendenkonto

Diakonie Katastrophenhilfe
Stichwort: Tsunami Indonesien
Evangelische Bank, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, BIC: GENODEF1EK1

2018-12-28 26554

Evangelische Kirchen bitten um weitere Spenden
40.000 Euro Soforthilfe für Betroffenen des Tsunami zwischen Sumatra und Java

40.000 Euro Soforthilfe für Betroffenen des Tsunami zwischen Sumatra und Java

Kassel / Darmstadt (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau unterstützen das Soforthilfe-Programm der Diakonie Katastrophenhilfe für Indonesien mit 40.000 Euro. Gleichzeitig bitten die Kirchen um weitere Spenden aus der Bevölkerung. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt damit zunächst vor allem Nahrungsmittel und Notunterkünfte zur Verfügung.

Die beiden evangelischen Kirchen haben seit vielen Jahren partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen in Indonesien, auch auf der Insel Sumatra. «Die Menschen dort haben jetzt nach Weihnachten um unsere Anteilnahme im Gebet und um finanzielle Solidarität gebeten», berichtet Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Ökumene der beiden Kirchen. «Diesem Hilferuf kommen wir gerne nach und unterstützen die Menschen vor Ort. «Ein kleines Zeichen der Solidarität unserer beiden Kirchen», bekräftigt Claudia Brinkmann-Weiß, Oberlandeskirchenrätin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck.

Knoche und Brinkmann-Weiß zeigten sich tief erschüttert von den Nachrichten aus dem Katastrophengebiet, wo der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in der Meerenge der Sundastraße zwischen Sumatra und Java am vergangenen Samstag einen Tsunami auslöste. Bis heute ist die Sorge um einen weiteren Ausbruch des Vulkans groß und die Warnstufe erneut erhöht worden. Die bisher bekannten Informationen lassen das Ausmaß der Zerstörung nur erahnen. An der für Urlauber beliebten Küste riss die Flutwelle Häuser, Strandhütten, Bäume und Autos mit und begrub sie unter Schlamm. Hunderte von Gebäuden wurden zerstört, Tausende Menschen sind Obdachlos und die Zahl der Toten ist mittlerweile auf mindestens 430 gestiegen. (28.12.2018)

Spendenkonto

Diakonie Katastrophenhilfe
Stichwort: Tsunami Indonesien
Evangelische Bank, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, BIC: GENODEF1EK1


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Weitere Informationen und die Möglichkeit, online zu spenden, finden Sie unter:

Archiv: Marienbasilika Fuldatal-Wilhelmshausen ist «Denkmal des Monats»

Fuldatal/Wiesbaden (epd). Die Marienbasilika im Fuldataler Stadtteil Wilhelmshausen ist als «Denkmal des Monats» ausgezeichnet worden. Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) habe dem Förderverein der Basilika ein Preisgeld von 1.000 Euro überreicht, teilte das Ministerium mit. Die Mitglieder des Fördervereins setzten sich für die Sanierung und den Erhalt der Kirche ein.

Der im Jahr 2002 gegründete Förderverein Marienbasilika Wilhelmshausen hatte für die Sanierung der Kapelle rund 180.000 Euro Spenden eingeworben. Die Sanierung konnte 2007 abgeschlossen werden. Seitdem finden in der Kapelle Veranstaltungen wie Konzerte statt.

Die Marienbasilika ist Überbleibsel eines Zisterzienser-Klosters. Sie wurde zwischen 1143 und 1152 in romanischen Formen und ohne Kirchturm errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach in Teilen zerstört und wiederaufgebaut. In den 1890er Jahren kamen Seitenschiffe und ein Kirchturm hinzu. (27.12.2018)

2018-12-27 26550


Marienbasilika Fuldatal-Wilhelmshausen ist «Denkmal des Monats»

Marienbasilika Fuldatal-Wilhelmshausen ist «Denkmal des Monats»
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (2.v.l.) übergibt die Auszeichnung an die Mitglieder des Fördervereins. (Foto: kunst.hessen.de)

Fuldatal/Wiesbaden (epd). Die Marienbasilika im Fuldataler Stadtteil Wilhelmshausen ist als «Denkmal des Monats» ausgezeichnet worden. Der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (CDU) habe dem Förderverein der Basilika ein Preisgeld von 1.000 Euro überreicht, teilte das Ministerium mit. Die Mitglieder des Fördervereins setzten sich für die Sanierung und den Erhalt der Kirche ein.

Der im Jahr 2002 gegründete Förderverein Marienbasilika Wilhelmshausen hatte für die Sanierung der Kapelle rund 180.000 Euro Spenden eingeworben. Die Sanierung konnte 2007 abgeschlossen werden. Seitdem finden in der Kapelle Veranstaltungen wie Konzerte statt.

Die Marienbasilika ist Überbleibsel eines Zisterzienser-Klosters. Sie wurde zwischen 1143 und 1152 in romanischen Formen und ohne Kirchturm errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach in Teilen zerstört und wiederaufgebaut. In den 1890er Jahren kamen Seitenschiffe und ein Kirchturm hinzu. (27.12.2018)


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Weitere Eindrücke von der Marienbasilika finden Sie im Internet unter:

Archiv: Zum Jahreswechsel ruft Brot für die Welt zu Spenden auf

Berlin (medio). Unter dem Motto «Brot statt Böller» ruft das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt» zum Jahreswechsel zu Spenden auf. «Wir laden dazu ein, das neue Jahr mit einem Geschenk an Menschen in Not zu beginnen. Der Spaß, den ein Feuerwerk macht, ist nur kurz. Die Freude, die durch Teilen entsteht, ist von Dauer», sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Allein in Deutschland werden zu Silvester mehr als 137 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben.

Füllkrug-Weitzel schlägt vor: «Eine Silvester-Festtafel kann mit fairen Produkten gedeckt werden und ein Teil des Silvester-Etats kann gespendet werden, wenn einfach ein paar Böller weniger im Einkaufskorb landen.» Mit einem Teil des gesparten Geldes könnte man an Brot für die Welt spenden und Projekte zum Kampf gegen Hunger unterstützen. «Obwohl heute rund um den Globus genügend Lebensmittel erzeugt werden, hungert jeder achte Mensch», so die Präsigdentin von Brot für die Welt weiter.

Stichwort «Brot statt Böller»

Die Aktion gibt es seit 1981. Damals sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) erstmals unter diesem Motto Spenden zugunsten von Brot für die Welt. Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Selbsthilfe- und Lobbyprojekte in mehr als 90 Ländern weltweit. Im Zentrum stehen die Überwindung von Hunger und Mangelernährung, von Armut und Ungerechtigkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte. (27.12.2018)

2018-12-27 26548

«Brot statt Böller»
Zum Jahreswechsel ruft Brot für die Welt zu Spenden auf

 
(Motiv: Brot für die Welt)

Berlin (medio). Unter dem Motto «Brot statt Böller» ruft das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt» zum Jahreswechsel zu Spenden auf. «Wir laden dazu ein, das neue Jahr mit einem Geschenk an Menschen in Not zu beginnen. Der Spaß, den ein Feuerwerk macht, ist nur kurz. Die Freude, die durch Teilen entsteht, ist von Dauer», sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Allein in Deutschland werden zu Silvester mehr als 137 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben.

Füllkrug-Weitzel schlägt vor: «Eine Silvester-Festtafel kann mit fairen Produkten gedeckt werden und ein Teil des Silvester-Etats kann gespendet werden, wenn einfach ein paar Böller weniger im Einkaufskorb landen.» Mit einem Teil des gesparten Geldes könnte man an Brot für die Welt spenden und Projekte zum Kampf gegen Hunger unterstützen. «Obwohl heute rund um den Globus genügend Lebensmittel erzeugt werden, hungert jeder achte Mensch», so die Präsigdentin von Brot für die Welt weiter.

Stichwort «Brot statt Böller»

Die Aktion gibt es seit 1981. Damals sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) erstmals unter diesem Motto Spenden zugunsten von Brot für die Welt. Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Selbsthilfe- und Lobbyprojekte in mehr als 90 Ländern weltweit. Im Zentrum stehen die Überwindung von Hunger und Mangelernährung, von Armut und Ungerechtigkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte. (27.12.2018)


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Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE10100610060500500500, BIC: GENODED1KDB, Stichwort: «Brot statt Böller» oder online spenden unter:

Archiv: Die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas

Lesen Sie hier die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2,1 - 20):

«Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.»

(Lutherbibel, revidiert 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

2018-12-29 26494

Aus der Bibel:
Die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas

Die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas
Darstellung der Geburt Jesu als Teil eines Gewölbefreskos in Brixen (Südtirol). (Foto: medio.tv/Aumann)

Lesen Sie hier die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2,1 - 20):

«Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.»

(Lutherbibel, revidiert 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)


file_download Weihnachtspredigt:

Lesen Sie hier die Weihachtspredigt von Bischof Martin Hein in der Christvesper an Heiligabend in der Kasseler Martinskirche im Wortlaut:

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Im Veranstaltungskalender finden Sie ausgewählte Gottesdienste von Heiligabend bis zum Neuen Jahr:

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Im ekkw.de-Thema «Weihnachten» finden Sie viel Wissenwertes rund um das Fest der Geburt Jesu:

Archiv: Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Lesen Sie hier die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2,1 - 20):

«Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.»

(Lutherbibel, revidiert 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

2018-12-20 26495


Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!
Szene eines Krippenspiels in der evangelischen Kirche in Bergfreiheit bei Bad Wildungen. (Archivfoto: medio.tv/Schauderna)

Lesen Sie hier die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2,1 - 20):

«Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.»

(Lutherbibel, revidiert 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)


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Lesen Sie hier die Weihachtspredigt von Bischof Martin Hein in der Christvesper an Heiligabend in der Kasseler Martinskirche im Wortlaut:

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Im Veranstaltungskalender finden Sie ausgewählte Gottesdienste von Heiligabend bis zum Neuen Jahr:

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Im ekkw.de-Thema «Weihnachten» finden Sie viel Wissenwertes rund um das Fest der Geburt Jesu:

Archiv: Bischof Hein: Die Geburt Jesu ist die Botschaft vom Frieden in der Welt

Kassel (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirch von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat die Menschen zum Weihnachtsfest dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Ich vertraue weiterhin darauf, dass Gott unsere Welt liebt und dass dieser Glaube uns Menschen zum Guten verändert», schreibt Hein in seiner Botschaft zum Weihnachtsfest 2018. Frieden sei möglich - im Kleinen und im Großen. «Wir müssen ihn wollen und uns nach Kräften für ihn einsetzen», so der Bischof.

2018-12-20 26492

Zum Weihnachtsfest:
Bischof Hein: Die Geburt Jesu ist die Botschaft vom Frieden in der Welt

Bischof Hein: Die Geburt Jesu ist die Botschaft vom Frieden in der Welt
Weihnachtsstern in der evangelischen Stadtkirche in Fritzlar. (Foto: medio.tv/Dellit)

Kassel (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirch von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat die Menschen zum Weihnachtsfest dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Ich vertraue weiterhin darauf, dass Gott unsere Welt liebt und dass dieser Glaube uns Menschen zum Guten verändert», schreibt Hein in seiner Botschaft zum Weihnachtsfest 2018. Frieden sei möglich - im Kleinen und im Großen. «Wir müssen ihn wollen und uns nach Kräften für ihn einsetzen», so der Bischof.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Foto: medio.tv/Schauderna)

Lesen Sie hier die Weihnachtsbotschaft im Wortlaut:

«Nach Frieden auf Erden sehnen wir uns in diesen Weihnachtstagen. Und doch wissen wir ganz genau, wie zerbrechlich dieser weihnachtliche Frieden ist. Wie leicht gerät er schon aus den Fugen, wenn wir in unseren Familien zusammenkommen. Manchmal fällt es schwer, die enttäuschten Erwartungen beiseite zu legen und aufeinander zuzugehen. Umso wichtiger ist es, dass es uns gelingt, den ersten Schritt zu tun.

Nach Frieden auf Erden sieht es nicht aus angesichts der zahlreichen Krisengebiete dieser Welt. Hundert Jahre nach dem Ende des ersten der beiden fürchterlichen Weltkriege fragen wir uns: Haben wir eigentlich nichts daraus gelernt? Und wir fragen uns: Schweigen die Waffen wenigstens in der Heiligen Nacht? Schweigen Hass und Verachtung? Oder bekommt die Angst vor Attentaten und Übergriffen so sehr Überhand, dass sie uns lähmt?

Das Jahr 2018 war aufs Ganze gesehen kein friedvolles Jahr. Aber ich vertraue weiterhin darauf, dass Gott unsere Welt liebt und dass dieser Glaube uns Menschen zum Guten verändert. Hier und jetzt. Gegen allen Augenschein und gerade da, wo wir nichts erhoffen und erwarten.

Frieden ist möglich – im Kleinen und im Großen, in unseren Familien und in den globalen Beziehungen. Denn Gott will ihn. Darum wird er in Jesus Christus ganz und gar Mensch. Und darum verkünden die Engel: „Friede auf Erden.“ Und wir? Auch wir müssen ihn wollen und uns nach Kräften für ihn einsetzen, ob wir nun an Gott glauben oder nicht. Die Botschaft von der Geburt Jesu ist die Botschaft vom Frieden in der Welt!»

Prof. Dr. Martin Hein
Bischof der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

(24.12.2018)


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Lesen Sie hier die Weihachtspredigt von Bischof Martin Hein in der Christvesper an Heiligabend in der Kasseler Martinskirche im Wortlaut:

radio Internetradio:

Hören Sie hier die Weihnachts-Radio-Botschaft von Bischof Martin Hein, die am zweiten Weihnachtstag bei Hit Radio FFH ausgestrahlt wird:

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Im ekkw.de-Thema «Weihnachten» finden Sie viel Wissenwertes rund um das Fest der Geburt Jesu:

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Im Veranstaltungskalender finden Sie ausgewählte Gottesdienste von Heiligabend bis zum Neuen Jahr:

Archiv: Traditionelle Konsultationen der hessischen evangelischen Landeskirchen

Lauterbach (medio). Zu ihrer regelmäßigen Konsultation haben sich am Montag (17.12.) Spitzenvertreter udn -vertreterinnen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Diakonie Hessen in Lauterbach getroffen. In dem konstruktiven und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Dialog sei es um wichtige Vorhaben im Jahr 2019 und die Vorbereitungen zum Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt im Jahr 2021 gegangen, teilte die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Dekanate Alsfeld und Vogelsberg der EKHN mit.

Traditionell treffen sich die Delegationen unter der Leitung von EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und Bischof Prof. Dr. Martin Hein zweimal im Jahr. Veranstaltungsorte für die Konsultationen sind Marburg und Lauterbach. Besonderheit bei der Tagung in Lauterbach war die letzmalige Teilnahme von Bischof Hein an dem Treffen. Hein tritt im nächsten Jahr seinen Ruhestand an und wird somit dieser Gruppe nicht mehr angehören. (19.12.2018)

2018-12-19 26520

Bischof Hein letztmals zu Treffen in Lauterbach
Traditionelle Konsultationen der hessischen evangelischen Landeskirchen

Traditionelle Konsultationen der hessischen evangelischen Landeskirchen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konsultation im Hotel Schubert in Lauterbach. (Foto: EKHN)

Lauterbach (medio). Zu ihrer regelmäßigen Konsultation haben sich am Montag (17.12.) Spitzenvertreter udn -vertreterinnen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Diakonie Hessen in Lauterbach getroffen. In dem konstruktiven und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Dialog sei es um wichtige Vorhaben im Jahr 2019 und die Vorbereitungen zum Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt im Jahr 2021 gegangen, teilte die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Dekanate Alsfeld und Vogelsberg der EKHN mit.

Traditionell treffen sich die Delegationen unter der Leitung von EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und Bischof Prof. Dr. Martin Hein zweimal im Jahr. Veranstaltungsorte für die Konsultationen sind Marburg und Lauterbach. Besonderheit bei der Tagung in Lauterbach war die letzmalige Teilnahme von Bischof Hein an dem Treffen. Hein tritt im nächsten Jahr seinen Ruhestand an und wird somit dieser Gruppe nicht mehr angehören. (19.12.2018)


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Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Diakonie Hessen finden Sie im Internet unter:

Archiv: Landeskirche übernimmt Versicherungsschutz für «Offene Kirchen»

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck übernimmt ab 2019 die Kosten für den Versicherungsschutz für verlässlich geöffnete Kirchen in den Kirchengemeinden der Landeskirche. Kirchenvorstände, die die Öffnung ihrer Kirche außerhalb von kirchlichen Veranstaltungen beschließen, waren bisher für mögliche Schäden selbst verantwortlich, teilte die zuständige Fachreferentin für Offene Kirchen in der Landeskirche, Nina Wetekam, mit. Sofern die Gemeinden keinen Versicherungsschutz abgeschlossen hätten, seien die ehrenamtlich tätigen Vorsteherinnen und Vorsteher im Schadensfall sogar persönlich haftbar, so Wetekam.

Mit dem Beschluss, die Versicherungsprämie ab 2019 aus gesamtkirchlichen Mitteln zu übernehmen, will die Landeskirche zum einen Verantwortung für das ehrenamtliche Engagement von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern übernehmen und diese in der Ausübung ihres Dienstes stärken. Zum anderen soll die Öffnung von Kirchen auch den Kirchengemeinden ermöglicht werden, die die Versicherungskosten von ca. 180 Euro pro Jahr nicht aufbringen könnten, heißt es in der Mitteilung.

Nicht jede Kirche werde von den Menschen als «Offene Kirche» wahrgenommen oder biete sich als solche an. Umso wichtiger sei  es, dass Kirchen, die an den Wegen der Menschen liegen, offengehalten werden können, so Fachreferentin Wetekam. Die Kirchen erfüllten damit stellvertretend eine gesamtkirchliche Aufgabe.

Die Übernahme der Versicherungskosten durch die Landeskirche sei an die Erfüllung der Leitlinien für die «Verlässlich geöffnete Kirche» gebunden. Diesen zufolge muss die Kirche in der Regel von April bis Oktober regelmäßig an mindestens fünf Tagen pro Woche je vier Stunden geöffnet sein. In der Kirche müssen Informationen über die Kirche und das Leben der Gemeinde ausliegen. Zudem soll die Kirche in einem einladend geordneten Zustand gehalten und gastfreundlich gestaltet sein. Sofern sich die Gemeinde mit einer Erklärung dazu verpflichtet, die Leitlinien zu erfüllen, wird die Versicherungsprämie übernommen und an der Kirche darf das bundesweit einheitliche Signet «Verlässlich geöffnete Kirche» angebracht werden.

Stichwort: Offene Kirchen

In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck öffnen immer mehr Kirchen wochentags ihre Türen, um den Wünschen und Bedürfnissen vieler Menschen nach Ruhe, Andacht und Gebet entgegenzukommen. Menschen, die heute eine Kirche betreten, suchten oft nicht nur den kunstgeschichtlichen Genuss, sondern bewusst auch die Stille, weiß Nina Wetekam zu berichten. Kirchen seien Orte der Sinnsuche, der Orientierung und Vergewisserung – sowohl für kirchennahe wie auch kirchenferne Menschen. «Hinter einer geöffneten Kirchentür steht eine einladende Gemeinde, die die Kirchenöffnung möglich macht und ein Zeichen der Gastfreundschaft hiermit setzt», so Wetekam.

Auf der Internetseite www.ekkw.de/offenekirchen sind derzeit 232 Kirchen registriert, davon tragen etwa 160 das Signet der verlässlich geöffneten Kirche. Neben dem Signet der «Verlässlich geöffneten Kirche» führen 26 Kirchen das Signet der Radwegekirche und sieben Kirchen das Signet der Pilgerkirche, so die Fachreferentin, die interessierte Kirchengemeinden gerne berät. Info-Kontakt: Nina Wetekam, E-Mail: nina.wetekam@ekkw.de; Tel.: (0561) 9378-309 (18.12.2018)

2018-12-18 26513

Immer mehr Kirchen öffnen auch wochentags ihre Türen
Landeskirche übernimmt Versicherungsschutz für «Offene Kirchen»

Landeskirche übernimmt Versicherungsschutz für «Offene Kirchen»
Unser Foto zeigt die Evangelische Kirche in Niesteal-Heiligenrode, eine von über 230 geöffneten Kirchen in der Landeskirche. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck übernimmt ab 2019 die Kosten für den Versicherungsschutz für verlässlich geöffnete Kirchen in den Kirchengemeinden der Landeskirche. Kirchenvorstände, die die Öffnung ihrer Kirche außerhalb von kirchlichen Veranstaltungen beschließen, waren bisher für mögliche Schäden selbst verantwortlich, teilte die zuständige Fachreferentin für Offene Kirchen in der Landeskirche, Nina Wetekam, mit. Sofern die Gemeinden keinen Versicherungsschutz abgeschlossen hätten, seien die ehrenamtlich tätigen Vorsteherinnen und Vorsteher im Schadensfall sogar persönlich haftbar, so Wetekam.

Mit dem Beschluss, die Versicherungsprämie ab 2019 aus gesamtkirchlichen Mitteln zu übernehmen, will die Landeskirche zum einen Verantwortung für das ehrenamtliche Engagement von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern übernehmen und diese in der Ausübung ihres Dienstes stärken. Zum anderen soll die Öffnung von Kirchen auch den Kirchengemeinden ermöglicht werden, die die Versicherungskosten von ca. 180 Euro pro Jahr nicht aufbringen könnten, heißt es in der Mitteilung.

Nicht jede Kirche werde von den Menschen als «Offene Kirche» wahrgenommen oder biete sich als solche an. Umso wichtiger sei  es, dass Kirchen, die an den Wegen der Menschen liegen, offengehalten werden können, so Fachreferentin Wetekam. Die Kirchen erfüllten damit stellvertretend eine gesamtkirchliche Aufgabe.

Die Übernahme der Versicherungskosten durch die Landeskirche sei an die Erfüllung der Leitlinien für die «Verlässlich geöffnete Kirche» gebunden. Diesen zufolge muss die Kirche in der Regel von April bis Oktober regelmäßig an mindestens fünf Tagen pro Woche je vier Stunden geöffnet sein. In der Kirche müssen Informationen über die Kirche und das Leben der Gemeinde ausliegen. Zudem soll die Kirche in einem einladend geordneten Zustand gehalten und gastfreundlich gestaltet sein. Sofern sich die Gemeinde mit einer Erklärung dazu verpflichtet, die Leitlinien zu erfüllen, wird die Versicherungsprämie übernommen und an der Kirche darf das bundesweit einheitliche Signet «Verlässlich geöffnete Kirche» angebracht werden.

Stichwort: Offene Kirchen

In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck öffnen immer mehr Kirchen wochentags ihre Türen, um den Wünschen und Bedürfnissen vieler Menschen nach Ruhe, Andacht und Gebet entgegenzukommen. Menschen, die heute eine Kirche betreten, suchten oft nicht nur den kunstgeschichtlichen Genuss, sondern bewusst auch die Stille, weiß Nina Wetekam zu berichten. Kirchen seien Orte der Sinnsuche, der Orientierung und Vergewisserung – sowohl für kirchennahe wie auch kirchenferne Menschen. «Hinter einer geöffneten Kirchentür steht eine einladende Gemeinde, die die Kirchenöffnung möglich macht und ein Zeichen der Gastfreundschaft hiermit setzt», so Wetekam.

Auf der Internetseite www.ekkw.de/offenekirchen sind derzeit 232 Kirchen registriert, davon tragen etwa 160 das Signet der verlässlich geöffneten Kirche. Neben dem Signet der «Verlässlich geöffneten Kirche» führen 26 Kirchen das Signet der Radwegekirche und sieben Kirchen das Signet der Pilgerkirche, so die Fachreferentin, die interessierte Kirchengemeinden gerne berät. Info-Kontakt: Nina Wetekam, E-Mail: nina.wetekam@ekkw.de; Tel.: (0561) 9378-309 (18.12.2018)


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Eine Übersicht von Offenen Kirchen in der Landeskirche finden Sie hier:

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Weitere Informationen zu den Angeboten der Fachreferentin für Offene Kirchen finden Sie im ekkw.de-Servicebereich:

Archiv: Landeskirche stellt Katastrophenmittel in Höhe von 10.000 € bereit

Kassel (medio). Im Kongo greift die Ebola-Krise immer weiter um sich. Um die Ausbreitung des tödlichen Virus einzudämmen, sollen präventive Maßnahmen ergriffen werden, die der Verbesserung der hygienischen Bedingungen dienen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck stellt aus Mitteln der landeskirchlichen Erntedankkollekte 10.000 Euro zur Verfügung, mit deren Hilfe mobile Wasserfilter angeschafft werden sollen. Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene, erläutert, dass die Landeskirche damit einem Spendenaufruf der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) folge: «Die schwierige Lage der Menschen im Kongo angesichts der Ebola-Krise berührt uns als Mitgliedskirche der VEM sehr. Wir freuen uns daher, mit den uns anvertrauten Kollekten aus den Gemeinden einen kleinen Beitrag zur Hilfe, in diesem Fall für sauberes Trinkwasser, zu leisten.» Mit dem gespendeten Betrag können ca. acht Wasserfilteranlagen finanziert werden, die in den Gesundheitszentren der kongolesischen Baptistenkirche zum Einsatz kommen sollen. 
 
Laut Bericht der VEM seien diese Gesundheitsstationen der Kirchen in den entlegenen Regionen des riesigen Landes oft die einzig erreichbaren Anlaufstellen für kranke Menschen. Die hygienischen Bedingungen erfüllten nur selten die Mindeststandards. Viele Stationen hätten nicht einmal ausreichend sauberes Trinkwasser. So fänden Seuchen wie das tödliche Ebola-Virus ideale Voraussetzungen zur Ausbreitung. Daher habe sich die VEM zum Ziel gesetzt, diese kirchlichen Gesundheitszentren besser auszustatten, u. a. mit mobilen Wasserfiltern, kurz PAUL genannt. (PAUL = Portable Aqua Unit for Lifesaving). Dieser als Rucksack tragbare Filter sei einfach zu bedienen und komme ganz ohne Fachpersonal und ohne den Einsatz von Energie und Chemikalien aus. Mit einem Wasserfilter könnten täglich 1.200 Liter Wasser gefiltert werden, das reiche zur Trinkwasserversorgung von ca. 400 Menschen aus. (18.12.18)

2018-12-18 26516

Mobile Wasserfilter im Kampf gegen die Ebola-Krise im Kongo
Landeskirche stellt Katastrophenmittel in Höhe von 10.000 € bereit

Kassel (medio). Im Kongo greift die Ebola-Krise immer weiter um sich. Um die Ausbreitung des tödlichen Virus einzudämmen, sollen präventive Maßnahmen ergriffen werden, die der Verbesserung der hygienischen Bedingungen dienen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck stellt aus Mitteln der landeskirchlichen Erntedankkollekte 10.000 Euro zur Verfügung, mit deren Hilfe mobile Wasserfilter angeschafft werden sollen. Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene, erläutert, dass die Landeskirche damit einem Spendenaufruf der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) folge: «Die schwierige Lage der Menschen im Kongo angesichts der Ebola-Krise berührt uns als Mitgliedskirche der VEM sehr. Wir freuen uns daher, mit den uns anvertrauten Kollekten aus den Gemeinden einen kleinen Beitrag zur Hilfe, in diesem Fall für sauberes Trinkwasser, zu leisten.» Mit dem gespendeten Betrag können ca. acht Wasserfilteranlagen finanziert werden, die in den Gesundheitszentren der kongolesischen Baptistenkirche zum Einsatz kommen sollen. 
 
Laut Bericht der VEM seien diese Gesundheitsstationen der Kirchen in den entlegenen Regionen des riesigen Landes oft die einzig erreichbaren Anlaufstellen für kranke Menschen. Die hygienischen Bedingungen erfüllten nur selten die Mindeststandards. Viele Stationen hätten nicht einmal ausreichend sauberes Trinkwasser. So fänden Seuchen wie das tödliche Ebola-Virus ideale Voraussetzungen zur Ausbreitung. Daher habe sich die VEM zum Ziel gesetzt, diese kirchlichen Gesundheitszentren besser auszustatten, u. a. mit mobilen Wasserfiltern, kurz PAUL genannt. (PAUL = Portable Aqua Unit for Lifesaving). Dieser als Rucksack tragbare Filter sei einfach zu bedienen und komme ganz ohne Fachpersonal und ohne den Einsatz von Energie und Chemikalien aus. Mit einem Wasserfilter könnten täglich 1.200 Liter Wasser gefiltert werden, das reiche zur Trinkwasserversorgung von ca. 400 Menschen aus. (18.12.18)


Archiv: Michael Glöckner wird Dekan im Stadtkirchenkreis Kassel

Kassel/Fambach (medio). Pfarrer Michael Glöckner wird Dekan des Stadtkirchenkreises Kassel. Der Rat der Landeskirche berief den 43jährigen Pfarrer der Kirchengemeinde Fambach (Kirchenkreis Schmalkalden) in seiner Sitzung am 14. Dezember in Kassel zum Amtsnachfolger von Dekan Jürgen Renner, der am 31. Dezember 2018 in den Ruhestand treten wird. Damit wird Glöckner neben Dekanin Barbara Heinrich als zweiter Dekan den Stadtkirchenkreis leiten, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Dienstbeginn wird der 1. Mai 2019 sein.

2018-12-18 26508

Rat der Landeskirche beruft 43jährigen Pfarrer aus Fambach
Michael Glöckner wird Dekan im Stadtkirchenkreis Kassel

Kassel/Fambach (medio). Pfarrer Michael Glöckner wird Dekan des Stadtkirchenkreises Kassel. Der Rat der Landeskirche berief den 43jährigen Pfarrer der Kirchengemeinde Fambach (Kirchenkreis Schmalkalden) in seiner Sitzung am 14. Dezember in Kassel zum Amtsnachfolger von Dekan Jürgen Renner, der am 31. Dezember 2018 in den Ruhestand treten wird. Damit wird Glöckner neben Dekanin Barbara Heinrich als zweiter Dekan den Stadtkirchenkreis leiten, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Dienstbeginn wird der 1. Mai 2019 sein.

Tritt am 1. Mai 2019 das Dekansamt im Stadtkirchenkreis Kassel an: Pfarrer Michael Glöckner (Foto: privat)

Michael Glöckner wurde 1975 in Meinigen geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1994 und anschließendem Zivildienst bei der Kreisstelle der Diakonie in Meiningen studierte er evangelische Theologie in Berlin, Tübingen und Jena. Das Erste Theologische Examen absolvierte Glöckner vor dem Prüfungsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Anschließend war er Vikar an der Johanneskirche in Saalfeld/ Saale. Nach dem Zweiten Theologischen Examen versah er vorübergehend eine Kreispfarrstelle in Saalfeld, wechselte dann die Landeskirche und wurde am 30. Oktober 2005 durch Bischof Prof. Dr. Hein in Bad Hersfeld ordiniert. Seit dem 1. November 2005 ist Glöckner Pfarrer in der Kirchengemeinde Fambach.

Von 2011 an hat Pfarrer Glöckner als stellvertretender Dekan des Kirchenkreises Schmalkalden Erfahrungen in diesem Leitungsamt der Mittleren Ebene gesammelt. Darüber hinaus trägt er als nebenamtlicher katechetischer Studienleiter Mitverantwortung für den Religionsunterricht auf dem Gebiet des Kirchenkreises Schmalkalden und ist stellvertretendes Mitglied der 12. Synode der EKD.

Glöckner: Freue mich auf eine Vielfalt, mit der das Evangelium in die Stadt getragen wird

„Citykirchenarbeit, Kindertagesstätten, sozialdiakonische Angebote, traditionelle und moderne Musik und vieles mehr in zahlreichen engagierten Gemeinden... Ich freue mich auf eine Vielfalt, mit der das Evangelium in die Stadt getragen wird und auf die Zusammenarbeit mit den Menschen, die tagtäglich dafür viel Herzblut und Energie aufbringen“, teilte Glöckner im Anschluss an seine Berufung mit. 

Pfarrer Michael Glöckner ist mit der Kirchenmusikerin Ina Glöckner verheiratet; das Ehepaar hat vier Kinder. (18.12.2018)


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Die Evangelische Kirche in Kassel finden Sie im Internet unter:

Archiv: Rüdiger Gebhardt als Rektor der CVJM-Hochschule wiedergewählt

Kassel (epd). Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt (50) bleibt für sechs weitere Jahre Rektor der Hochschule des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Kassel. Gebhardt sei auf der Senatssitzung am 4. Dezember erneut in dieses Amt gewählt worden, teilte der CVJM in Kassel mit. Die Wahl sei durch die Aufsichtsgremien des deutschlandweiten Dachverbands des CVJM, der als Träger der Hochschule fungiert, bestätigt worden. Gebhardt, der seit 2014 Rektors ist, startet somit in seine zweite Amtsperiode, die bis Ende 2024 dauern wird.

Die staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule ist mit den Schwerpunkten Theologie und Soziale Arbeit seit ihrer Gründung 2009 kontinuierlich gewachsen. Zurzeit studieren 477 Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen, in der Kolleg-Ausbildung oder absolvieren eine dreijährige theologische Weiterbildung an der CVJM-Hochschule. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Teilnehmer in den Weiterbildungsprogrammen.

Zur Person:

Rüdiger Gebhardt wurde 1968 in Hofgeismar geboren, wuchs in Kassel auf und absolvierte in Marburg und Tübingen sein Theologiestudium. Nach seinem Vikariat promovierte er in Heidelberg in Systematischer Theologie und absolvierte daneben ein Zweitstudium der Psychologie. Im Anschluss war er für neun Jahre Gemeindepfarrer in Fuldabrück-Bergshausen bei Kassel und arbeitete dort Hand in Hand mit dem örtlichen CVJM. Daneben lehrte Gebhardt Systematische Theologie an der Universität Kassel. Von 2010 bis 2014 bildete er als Studienleiter am Theologischen Studienseminar der VELKD (Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands) in Pullach Pfarrerinnen und Pfarrer sowie kirchliches Leitungspersonal fort. (14.12.2018)

2018-12-14 26486

Zweite Amtsperiode bis Ende 2024
Rüdiger Gebhardt als Rektor der CVJM-Hochschule wiedergewählt

Rüdiger Gebhardt als Rektor der CVJM-Hochschule wiedergewählt
Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt (Mitte) mit Studierenden der CVJM-Hochschule. (Foto: CVJM)

Kassel (epd). Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt (50) bleibt für sechs weitere Jahre Rektor der Hochschule des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Kassel. Gebhardt sei auf der Senatssitzung am 4. Dezember erneut in dieses Amt gewählt worden, teilte der CVJM in Kassel mit. Die Wahl sei durch die Aufsichtsgremien des deutschlandweiten Dachverbands des CVJM, der als Träger der Hochschule fungiert, bestätigt worden. Gebhardt, der seit 2014 Rektors ist, startet somit in seine zweite Amtsperiode, die bis Ende 2024 dauern wird.

Die staatlich und kirchlich anerkannte CVJM-Hochschule ist mit den Schwerpunkten Theologie und Soziale Arbeit seit ihrer Gründung 2009 kontinuierlich gewachsen. Zurzeit studieren 477 Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen, in der Kolleg-Ausbildung oder absolvieren eine dreijährige theologische Weiterbildung an der CVJM-Hochschule. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Teilnehmer in den Weiterbildungsprogrammen.

Zur Person:

Rüdiger Gebhardt wurde 1968 in Hofgeismar geboren, wuchs in Kassel auf und absolvierte in Marburg und Tübingen sein Theologiestudium. Nach seinem Vikariat promovierte er in Heidelberg in Systematischer Theologie und absolvierte daneben ein Zweitstudium der Psychologie. Im Anschluss war er für neun Jahre Gemeindepfarrer in Fuldabrück-Bergshausen bei Kassel und arbeitete dort Hand in Hand mit dem örtlichen CVJM. Daneben lehrte Gebhardt Systematische Theologie an der Universität Kassel. Von 2010 bis 2014 bildete er als Studienleiter am Theologischen Studienseminar der VELKD (Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands) in Pullach Pfarrerinnen und Pfarrer sowie kirchliches Leitungspersonal fort. (14.12.2018)

Für weitere sechs Jahre Rektor der Hochschule des Christlichen Vereins Junger Menschen: Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt (Foto: CVJM)

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Weitere Informationen unter:

Archiv: Pfadfinder verbreiten Friedenslicht in Hessen

Kassel (medio). Unter dem Motto «Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft» steht die Friedenslichtaktion 2018. Diese soll dazu ermutigen, sich auf allen Ebenen für den Frieden einzusetzen. Um ein friedliches Miteinander zu erreichen, brauche es Toleranz, Offenheit und die Bereitschaft, aufeinander zu zugehen, teilte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) mit. Die ökumenische Aussendungsfeier fand in diesem Jahr am Sonntag, den 16. Dezember 2018 in der Christuskirche in Fulda statt. Gestaltet wurde der Gottesdienst von der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und dem Verband Christlicher Pfadfinder (VCP), geleitet wurde er von Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl und von Pfarrer Sebastian Bieber, dem DPSG-Diözesankuraten.

2018-12-18 26482

«Frieden braucht Vielfalt»
Pfadfinder verbreiten Friedenslicht in Hessen

Pfadfinder verbreiten Friedenslicht in Hessen
Pfadfinderinnen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) reichten sich als Zeichen des Friedens die Hände. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Unter dem Motto «Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft» steht die Friedenslichtaktion 2018. Diese soll dazu ermutigen, sich auf allen Ebenen für den Frieden einzusetzen. Um ein friedliches Miteinander zu erreichen, brauche es Toleranz, Offenheit und die Bereitschaft, aufeinander zu zugehen, teilte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) mit. Die ökumenische Aussendungsfeier fand in diesem Jahr am Sonntag, den 16. Dezember 2018 in der Christuskirche in Fulda statt. Gestaltet wurde der Gottesdienst von der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und dem Verband Christlicher Pfadfinder (VCP), geleitet wurde er von Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl und von Pfarrer Sebastian Bieber, dem DPSG-Diözesankuraten.

Von der Aussendungsfeier in Fulda aus wurde das Friedenslicht per Zug ins ganze Bistum Fulda und in die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gebracht. An den Bahnhöfen wurde das Licht weitergeben. Auch gab es am gleichen Abend zahlreiche Andachten und Aktionen. Weitergegeben wird das Licht auch bei Besuchen von karitativen Einrichtungen, an jüdische und muslimische Gemeinden und an alle Menschen, deren Türen vielleicht noch verschlossen sind, damit es am Heiligen Abend in den Kirchen und den Häusern für unsere Hoffnung auf Frieden brennt.

In vielen evangelischen und katholischen Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck bzw. des Bistums Fulda wird das Friedenslicht aus Betlehem weiter verteilt, so dass es an Heiligabend so viele Menschen wie möglich mit der Weihnachtsbotschaft vom Frieden unter den Menschen erreicht hat.

Das Friedenslicht wird jedes Jahr von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet und von dort aus entsendet. Seit 25 Jahren verteilen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedener Verbände das Friedenslicht in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht ab dem 3. Advent an über 500 Orten in Deutschland weitergegeben. (17.12.2018)


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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Archiv: Weihbischof im Bistum Freiburg wird neuer Bischof von Fulda

Fulda/Kassel (epd/medio). Michael Gerber (48) wird neuer Bischof des Bistums Fulda. Papst Franziskus habe Gerber nach seiner Wahl durch das Fuldaer Domkapitel zum Nachfolger von Heinz Josef Algermissen ernannt, der im Sommer altersbedingt in den Ruhestand getreten war, teilte das Bistum am Donnerstag mit. Gerber wirkte zuvor in der Erzdiözese Freiburg als Weihbischof. Ein Termin für die Amtseinführung steht noch nicht fest, das Bistum wird zunächst noch weiter von Diözesanadministrator Weihbischof Karlheinz Diez geleitet.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein gratulierte Gerber zu seinem Amt und wünschte ihm Gottes Segen und Geleit: «Das Bistum Fulda hat einen neuen Bischof. Mit den Gläubigen freue ich mich über diese gute Nachricht in der Adventszeit.» Das Bistum Fulda und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck verbinde eine tief verankerte und vielfältig gelebte Ökumene, so Hein in seinem Gratulationswort. Diese Tradition gelte es mit dem Bischof Dr. Gerber weiterzuführen. «Darauf freue ich mich sehr und spreche eine herzliche Einladung dazu aus», so Bischof Hein.

Zur Person:

Michael Gerber wurde am 15. Januar 1970 in Oberkirch geboren. Nach Studien in Freiburg im Breisgau und in Rom wurde er 1997 zum Priester für die Erzdiözese Freiburg geweiht. Danach war er zwei Jahre als Vikar in Malsch bei Ettlingen und weitere zwei Jahre als priesterlicher Mitarbeiter an der Katholischen Hochschulgemeinde Littenweiler tätig.

Von 2001 bis 2011 war Gerber stellvertretender Leiter im Collegium Borromaeum in Freiburg. Im Jahr 2007 promovierte er im Fach Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Von 2011 an war er Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars in Freiburg. Von 2006 bis 2013 war er auch Mitglied des Leitungsteams des Schönstatt-Instituts. Am 12. Juni 2013 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof in der Erzdiözese Freiburg im Breisgau.

Michael Gerber ist der 18. Bischof von Fulda seit der Bistumsgründung im Jahr 1752. Er übernimmt eine Diözese mit rund 390.000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von rund 1,7 Millionen Menschen. Das Bistum Fulda erstreckt sich vom nordhessischen Bad Karlshafen bis in den Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und von der Universitätsstadt Marburg in Oberhessen bis nach Geisa im Thüringer Land. (13.12.2018)

2018-12-13 26484

Bischof Hein gratuliert Michael Gerber
Weihbischof im Bistum Freiburg wird neuer Bischof von Fulda

Weihbischof im Bistum Freiburg wird neuer Bischof von Fulda
Dr. Michael Gerber, Weihbischof im Bistum Freiburg, wird Bischof von Fulda. (Foto: Bistum Fulda)

Fulda/Kassel (epd/medio). Michael Gerber (48) wird neuer Bischof des Bistums Fulda. Papst Franziskus habe Gerber nach seiner Wahl durch das Fuldaer Domkapitel zum Nachfolger von Heinz Josef Algermissen ernannt, der im Sommer altersbedingt in den Ruhestand getreten war, teilte das Bistum am Donnerstag mit. Gerber wirkte zuvor in der Erzdiözese Freiburg als Weihbischof. Ein Termin für die Amtseinführung steht noch nicht fest, das Bistum wird zunächst noch weiter von Diözesanadministrator Weihbischof Karlheinz Diez geleitet.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein gratulierte Gerber zu seinem Amt und wünschte ihm Gottes Segen und Geleit: «Das Bistum Fulda hat einen neuen Bischof. Mit den Gläubigen freue ich mich über diese gute Nachricht in der Adventszeit.» Das Bistum Fulda und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck verbinde eine tief verankerte und vielfältig gelebte Ökumene, so Hein in seinem Gratulationswort. Diese Tradition gelte es mit dem Bischof Dr. Gerber weiterzuführen. «Darauf freue ich mich sehr und spreche eine herzliche Einladung dazu aus», so Bischof Hein.

Zur Person:

Michael Gerber wurde am 15. Januar 1970 in Oberkirch geboren. Nach Studien in Freiburg im Breisgau und in Rom wurde er 1997 zum Priester für die Erzdiözese Freiburg geweiht. Danach war er zwei Jahre als Vikar in Malsch bei Ettlingen und weitere zwei Jahre als priesterlicher Mitarbeiter an der Katholischen Hochschulgemeinde Littenweiler tätig.

Von 2001 bis 2011 war Gerber stellvertretender Leiter im Collegium Borromaeum in Freiburg. Im Jahr 2007 promovierte er im Fach Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Von 2011 an war er Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars in Freiburg. Von 2006 bis 2013 war er auch Mitglied des Leitungsteams des Schönstatt-Instituts. Am 12. Juni 2013 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof in der Erzdiözese Freiburg im Breisgau.

Michael Gerber ist der 18. Bischof von Fulda seit der Bistumsgründung im Jahr 1752. Er übernimmt eine Diözese mit rund 390.000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von rund 1,7 Millionen Menschen. Das Bistum Fulda erstreckt sich vom nordhessischen Bad Karlshafen bis in den Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und von der Universitätsstadt Marburg in Oberhessen bis nach Geisa im Thüringer Land. (13.12.2018)


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Archiv: Vorbereitungen zum 3. Ökumenischer Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main laufen an

Frankfurt a.M./Kassel (medio/epd). Die Vorbereitungen zum 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main nehmen an Fahrt auf. Am vergangenen Freitagabend (7.12.) traten in der Evangelischen Akademie Frankfurt die Mitglieder des Gemeinsamen Präsidiums zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatten im November die Einladung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Bistums Limburg nach Frankfurt angenommen.

Das Gemeinsame Präsidium ist das höchste, für die Vorbereitung und Durchführung des ÖKT verantwortliche Gremium. Es setzt sich aus 43 Frauen und Männern zusammen, die von den Veranstaltern, den gastgebenden Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) entsandt werden. Seitens der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die mit zu dem Großereignis einlädt, gehört Prälat Bernd Böttner dem Gremium an. 

Evangelische Präsidentin Limperg: Die Welt wartet auf Antworten zu vielen Gerechtigkeitsfragen

Der Ökumenische Kirchentag müsse ein Zeichen der Hoffnung in die Welt senden, sagte die evangelische Präsidentin Bettina Limperg. «Die Welt wartet nicht auf den Ökumenischen Kirchentag. Aber die Welt wartet auf Antworten zu vielen Gerechtigkeitsfragen», sagte sie. Kirchen- und Katholikentage seien «Orte der Hoffnung, des Arbeitens und Suchens nach Wegen in eine friedvollere und gerechtere Ordnung unter den Menschen», sagte Limperg. Der Ökumenischen Kirchentag solle zum einen den Blick auf die innerchristliche Ökumene richten. So müsse das Christentreffen die Fragen stellen, warum ein gemeinsames Abendmahl nicht gelingen solle und wie Frauen gleichberechtigte Teilhabe bekommen. Zum anderen müsse die Suche mit anderen Religionen nach Gemeinsamkeiten Thema sein.

2018-12-12 26474

Präsidium hat sich konstituiert. Landeskirche beteiligt sich mit 1 Million Euro an Großereignis
Vorbereitungen zum 3. Ökumenischer Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main laufen an

Vorbereitungen zum 3. Ökumenischer Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main laufen an
Konstituierung des Gemeinsamen Präsidiums des 3. Ökumenischen Kirchentages am 7.Dezember 2018 in der Evangelischen Akademie Frankfurt. (Foto: Heike Lyding)

Frankfurt a.M./Kassel (medio/epd). Die Vorbereitungen zum 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main nehmen an Fahrt auf. Am vergangenen Freitagabend (7.12.) traten in der Evangelischen Akademie Frankfurt die Mitglieder des Gemeinsamen Präsidiums zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatten im November die Einladung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Bistums Limburg nach Frankfurt angenommen.

Das Gemeinsame Präsidium ist das höchste, für die Vorbereitung und Durchführung des ÖKT verantwortliche Gremium. Es setzt sich aus 43 Frauen und Männern zusammen, die von den Veranstaltern, den gastgebenden Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) entsandt werden. Seitens der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die mit zu dem Großereignis einlädt, gehört Prälat Bernd Böttner dem Gremium an. 

Evangelische Präsidentin Limperg: Die Welt wartet auf Antworten zu vielen Gerechtigkeitsfragen

Der Ökumenische Kirchentag müsse ein Zeichen der Hoffnung in die Welt senden, sagte die evangelische Präsidentin Bettina Limperg. «Die Welt wartet nicht auf den Ökumenischen Kirchentag. Aber die Welt wartet auf Antworten zu vielen Gerechtigkeitsfragen», sagte sie. Kirchen- und Katholikentage seien «Orte der Hoffnung, des Arbeitens und Suchens nach Wegen in eine friedvollere und gerechtere Ordnung unter den Menschen», sagte Limperg. Der Ökumenischen Kirchentag solle zum einen den Blick auf die innerchristliche Ökumene richten. So müsse das Christentreffen die Fragen stellen, warum ein gemeinsames Abendmahl nicht gelingen solle und wie Frauen gleichberechtigte Teilhabe bekommen. Zum anderen müsse die Suche mit anderen Religionen nach Gemeinsamkeiten Thema sein.

Die evangelische Präsidentin Bettina Limperg und der katholische Präsident Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Foto: Heike Lyding)

Katholischer Präsident Sternberg: Klares Zeichen setzen gegen jede Form von Antisemitismus

Der katholische Präsident Thomas Sternberg sagte, dass er an erster Stelle im angestrebten Dialog der Religionen die Jüdische Gemeinde sähe. Der freundschaftliche Austausch solle «ein klares Zeichen setzen gegen jede Form von Antisemitismus». Auch der Dialog mit den Muslimen müsse einen bedeutenden Platz bekommen.

Der Ökumenische Kirchentag müsse jedoch auch Beiträge zu politischen und gesellschaftlichen Fragen wie dem Rechtspopulismus bieten so die beiden Präsidenten. Der Einsatz für die Demokratie und gegen Populismus, für die unveräußerliche Würde des Menschen, für soziale Gerechtigkeit in Deutschland und weltweit, für Integration und Fluchtursachenbekämpfung, für den Erhalt der Umwelt und den Klimaschutz, für Bildung und kulturelle Vielfallt zu konkretisieren, sollen das Programm des ÖKT prägen. Der 3. Ökumenische Kirchentag nach 2003 in Berlin und 2010 in München werde das wohl größte kirchliche Ereignis der kommenden Jahre in Deutschland sein.

Prälat Böttner: Wir setzen auf unsere Ehrenamtlichen, auf die Jugend, auf die Ökumene!

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die neben den Veranstaltern und gastgebenden Kirchen zu dem Großereignis einlädt, beteiligt sich finanziell und personell. So werde der ÖKT mit einer Million Euro bezuschusst und dem Kirchentagsbüro in Fulda sowie dem ÖKT für drei Jahre eine Pfarrerin zur Verfügung gestellt, erklärte Prälat Böttner.

Der Prälat erhofft sich von der Beteiligung, dass vom ÖKT ein vielfaches positives Signal ausgeht: «Wir investieren als Landeskirche in das größte kirchliche Treffen der nächsten Jahre und setzen dabei auf unsere Ehrenamtlichen, auf die Jugend, auf die Ökumene!» Lesen Sie weiter im Kurzinterview mit Prälat Böttner unter dem Foto.

Bernd Böttner ist Mitglied des Großen Präsidiums, das den ÖKT vorbereitet und durchführt. (Archivfoto: medio.tv/Schauderna)

Drei Fragen an...

Wir haben Prälat Böttner zum Engagement der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beim 3. ÖKT befragt. Die Fragen stellte Christian Küster, Onlineredakteur im Medienhaus der EKKW:

Herr Prälat Böttner, in welcher Form beteiligt sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck an diesem Ereignis?

Prälat Böttner: Neben den beiden gastgebenden Kirchen für den 3. ÖKT, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Bistum Limburg, laden auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Bistümer Mainz und Fulda nach Frankfurt ein, ebenso die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligt sich mit einem Zuschuss von 1 Million Euro an dem Großereignis. Außerdem stellen wir dem Kirchentagsbüro in Fulda sowie dem ÖKT für drei Jahre eine Pfarrerin zur Verfügung. Sie wird auch für die Vernetzung zwischen ÖKT und Landeskirche zuständig sein. Der Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim gehört zu unserer Landeskirche, mit der Hanauer Region sind wir unmittelbar im Rhein-Main-Gebiet vertreten. Ich gehe davon aus, dass auf dem Gebiet von Kurhessen-Waldeck zahlreiche Veranstaltungen des ÖKT stattfinden und viele Kirchentagsbesucher untergebracht sein werden.

Was erhoffen Sie sich von diesem Engagement für unsere Landeskirche?

Prälat Böttner: Schon ein normaler Kirchentag hat eine große öffentliche Wirkung, und auch eine große Bedeutung für das Leben vor allem von jungen Menschen. Ich selbst habe an über 20 Kirchentagen mit Jugendgruppen teilgenommen. Die beiden ökumenischen Kirchentage 2003 in Berlin und 2010 in München habe ich mit ökumenischen Gruppen besucht und weiß um deren positive Wirkung für die Ökumene vor Ort. Ich hoffe, dass von der Beteiligung an dem ÖKT in Frankfurt ein vielfaches positives Signal ausgeht: Wir investieren als Landeskirche in das größte kirchliche Treffen der nächsten Jahre und setzen dabei auf unsere Ehrenamtlichen, auf die Jugend, auf die Ökumene!

Was bedeutet der 3. Ökumenische Kirchentag für Sie ganz persönlich?

Prälat Böttner: Für mich bedeutet der 3.ÖKT in Frankfurt sehr viel! Er ist die richtige Antwort auf das 500. Jubiläumsjahr der Reformation, vor allem auf die ökumenischen Aufbrüche, die wir erlebt haben. Er ist das richtige Signal für ein gemeinsames Zeugnis der Kirchen in Deutschland: Gemeinsam werden wir als Kirchen in der Gesellschaft ganz anders wahrgenommen als allein. Dass dieser Kirchentag 2021 am geplanten Ende meiner Dienstzeit stattfindet, noch dazu vor den Toren des Kirchenkreises Hanau und wir als Kurhessen dabei sind, erfüllt mich mit großer Freude.

 (11.12.2018)


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Weitere Informationen zum 3. Ökumenischen Kirchentag finden Sie im Internet unter:

Archiv: Heidelberger Gerontologe Kruse: Alte wollen für andere sorgen

Kassel (epd/medio). Alte Menschen haben nach Worten des Gerontologen Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Dipl. Psych. Andreas Kruse ein großes Verlangen danach, etwas für die nachfolgenden Generationen zu tun. Dieses Bedürfnis einer «symbolischen Unsterblichkeit» finde sich bei allen Menschen wieder, sagte Kruse, der Direktor des Gerontologischen Institutes an der Universität Heidelberg ist, am Freitagabend (7.12.) auf dem Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel. Dies hätten Untersuchungen des Institutes ergeben.

Es sei daher von großer Bedeutung, nicht nur die körperlichen Phänomene des Alterns zu erforschen, sondern auch die geistigen, sagte Kruse, der zum Thema «Altern und Alter: Zuwachs an Wissen und Erkenntnis. Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft, Kirche und Demokratie» sprach. Die menschliche Psyche vollziehe im Altersprozess bemerkenswerte Schritte. Das Spirituelle erfahre eine starke Akzentuierung. Dies müsse ernst genommen werden.

Alte Menschen könnten jungen Menschen wertvolle Anregungen geben, da sie nicht mehr zeigen müssten, dass sie besser seien, erläuterte Kruse. Man könne ein solches Wirken als ein «hinter die Welt lotsen» bezeichnen. Selbst die Art und Weise, wie ein alter Mensch mit Krankheit und Verlust umgehe, könne lehrreich für andere sein. Es komme künftig darauf an, den Alten die Möglichkeit zu geben zu zeigen, dass sie sich für andere sorgen wollen. Dann könnten die hohen Potenziale des Alters verwirklicht werden. Auch der Kirche könne dies neue Anstöße geben. «Wir müssen zu einer tiefen Spiritualität finden», sagte Kruse.

2018-12-07 26444

Adventsempfang der Landeskirche in Kassel
Heidelberger Gerontologe Kruse: Alte wollen für andere sorgen

Heidelberger Gerontologe Kruse: Alte wollen für andere sorgen
Adventlich gestimmt im Kasseler Haus der Kirche (v.r.): Bischof Prof. Dr. Hein mit Gastredner Prof. Dr. Dr. Kruse, Präses KR Dr. Dittmann, Pfarrerin Schwermann (Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit) und Vizepräsident Dr. Knöppel. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (epd/medio). Alte Menschen haben nach Worten des Gerontologen Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Dipl. Psych. Andreas Kruse ein großes Verlangen danach, etwas für die nachfolgenden Generationen zu tun. Dieses Bedürfnis einer «symbolischen Unsterblichkeit» finde sich bei allen Menschen wieder, sagte Kruse, der Direktor des Gerontologischen Institutes an der Universität Heidelberg ist, am Freitagabend (7.12.) auf dem Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel. Dies hätten Untersuchungen des Institutes ergeben.

Es sei daher von großer Bedeutung, nicht nur die körperlichen Phänomene des Alterns zu erforschen, sondern auch die geistigen, sagte Kruse, der zum Thema «Altern und Alter: Zuwachs an Wissen und Erkenntnis. Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft, Kirche und Demokratie» sprach. Die menschliche Psyche vollziehe im Altersprozess bemerkenswerte Schritte. Das Spirituelle erfahre eine starke Akzentuierung. Dies müsse ernst genommen werden.

Alte Menschen könnten jungen Menschen wertvolle Anregungen geben, da sie nicht mehr zeigen müssten, dass sie besser seien, erläuterte Kruse. Man könne ein solches Wirken als ein «hinter die Welt lotsen» bezeichnen. Selbst die Art und Weise, wie ein alter Mensch mit Krankheit und Verlust umgehe, könne lehrreich für andere sein. Es komme künftig darauf an, den Alten die Möglichkeit zu geben zu zeigen, dass sie sich für andere sorgen wollen. Dann könnten die hohen Potenziale des Alters verwirklicht werden. Auch der Kirche könne dies neue Anstöße geben. «Wir müssen zu einer tiefen Spiritualität finden», sagte Kruse.

Bischof Hein: 60 bis 80jährige heute erheblich vitaler als zuvor

Zuvor hatte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, darauf hingewiesen, dass sich in der Gesellschaft nicht nur die Alterspyramide verändere, sondern auch das Alter selbst. So seien etwa 60 bis 80jährige heute erheblich vitaler als noch vor zwei oder drei Generationen. Allerdings gebe es dafür weniger junge Menschen mit kirchlicher Bindung. «Wir müssen die Chancen und das Potenzial der Veränderung erfassen», sagte Hein.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im großen Saal im Haus der Kirche in Bad-Wilhelmshöhe reichlich Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und sich in der vorweihnachtlichen Hektik eine kurze Auszeit zu nehmen. (07.12.2018)


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Archiv: Hein: Polizeibedienstete können sich auf ihrem Weg durch Christus gehalten wissen

Kassel (epd/medio). Am 6. Dezember hat die Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum einunddreißigsten Mal zum Adventsgottesdienst ein. Polizistinnen und Polizisten bekamen die Möglichkeit zum Anhalten und Besinnen, teilte der Landespolizeipfarrer Kurt Grützner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Grützner betonte, die Notwenidgkeit der Bessinnung: «Sie erleben, dass nicht alle Familien Weihnachten friedlich feiern. Häusliche Gewalt gibt es auch am Fest der Liebe. Ebenso Gewalt auf der Straße. Und Unfälle geschehen auch an Weihnachten. Sie sind für uns da.»

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20. Adventsgottesdienst der Polizeiseelsorge
Hein: Polizeibedienstete können sich auf ihrem Weg durch Christus gehalten wissen

Hein: Polizeibedienstete können sich auf ihrem Weg durch Christus gehalten wissen
Der beim Adventsgottesdienst der Polizeiseelsorge eingesegnete Polizeiseelsorgebeirat der Landeskirche mit Landespolizeipfarrer Kurt Grützner (l.) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein (1.R.6.v.l.)

Kassel (epd/medio). Am 6. Dezember hat die Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum einunddreißigsten Mal zum Adventsgottesdienst ein. Polizistinnen und Polizisten bekamen die Möglichkeit zum Anhalten und Besinnen, teilte der Landespolizeipfarrer Kurt Grützner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Grützner betonte, die Notwenidgkeit der Bessinnung: «Sie erleben, dass nicht alle Familien Weihnachten friedlich feiern. Häusliche Gewalt gibt es auch am Fest der Liebe. Ebenso Gewalt auf der Straße. Und Unfälle geschehen auch an Weihnachten. Sie sind für uns da.»

In seiner Predigt in der  Matthäuskirche in Kassel beklagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Martin Hein, die zunehmende Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Polizei und Rettungskräften. Dies mache ihn schlichtweg fassungslos, sagte er. Wenn nach Gewaltausbrüchen etwa bei Fußballspielen später in Politik und Medien von einem «Versagen der Polizei» gesprochen werde, könnten Polizeibeamte schon darüber ins Grübeln kommen, ob ihre Entscheidung für den Polizeiberuf richtig gewesen sei, sagte Hein.

Motivationskrisen habe es allerdings auch schon im Kreis der Jünger Jesu gegeben, fuhr Hein unter Verweis auf den Predigttext aus dem Johannesevangelium, Kapitel 6, Verse 66-69, fort. Hier werde berichtet, dass viele Jünger sich von Jesus abwandten. Die Verbliebenen habe Jesus dann mit der Frage konfrontiert, ob sie auch gehen wollten. Dies habe Petrus stellvertretend für alle verneint, da es nur bei Jesus sinnvolles, geheiltes Leben aus der Nähe Gottes gebe. So seien aus Mitläufern selbstbewusste Nachfolger geworden.

Es sei nicht hilfreich, Selbstzweifel einfach beiseite zu wischen, interpretierte Hein. Solchen Fragen müsse man sich ganz bewusst stellen, so dass man zu Selbstgewissheit und Klarheit komme. Entscheidend sei vor allem, dass jeder Polizeibedienstete sich auf seinem Weg durch Christus gehalten wissen könne. Zudem hätten die Polizeiseelsorger für alle Fragen und für allen Ärger der Beamten ein offenes Ohr.

In dem Gottesdienst, der zum 20. Mal stattfand, wurden auch 24 Mitglieder des Polizeiseelsorgebeirats neu in ihr Amt eingeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst, zu dem alle Beamten und Mitarbeiter der Polizeidienststellen in Bereich der EKKW eingeladen waren, fand ein Jahresempfang statt. (06.12.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

Archiv: Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt

Erfurt (epd/medio). Am Mittwochabend (5.12.) kamen Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik zum Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt zusammen. Eingeladen hatten die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, und Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, deren Kirchenkreis Schmalkalden in Thüringen liegt. Gäste waren u.a. die stellvertretende Ministerpräsidentin Thüringens, Heike Taubert, die Vizepräsidentin des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, und der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofes, Dr. h.c. Stefan Kaufmann.

Bischöfin Junkermann: «Brauchen dynamisches Heimatverständnis»

Landesbischöfin Ilse Junkermann kritisiert in ihrer Ansprache den Missbrauch des «Heimat»-Begriffes durch Populisten und Extremisten. Insbesondere seit der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 gewännen diese mit dem Begriff viele Menschen, sagte Junkermann laut Redemanuskript im Erfurter Augustinerkloster.

Es erstaune sie nicht wirklich, welchen Stellenwert das Thema «Heimat» bei den Menschen laut des jüngsten Thüringen Monitors habe. Damit werde Vertrautes aktiviert. Bei «Heimat» denke man: «Da bin ich zu Hause, da komme ich her, da fühle ich mich wohl, da ist man mir wohlgesonnen.» Weil aber auch dem Einfältigsten auffalle, dass es diese heile Welt gar nicht gebe, müssten vermeintliche Störungen abgewehrt werden. «Deshalb wird ein Schutzraum versprochen, nur für die Einheimischen», sagte Junkermann. Das sei unweigerlich verbunden mit massiver Ausgrenzung und Abwehr dessen und derer, die vermeintlich nicht hinzugehörten.

Die Bischöfin sprach sich für ein «dynamisches» Heimatverständnis aus, das sich am einzelnen Menschen orientiere. Es müsse die Probleme, Beschwernisse und Bedürfnisse von Menschen im 21. Jahrhundert beim Namen benennen. Dabei sei «Heimat» vor allem als Beziehungsgeflecht zu verstehen; als einen Ort, der Emotionen binde. Dabei zeige sich dieser Heimatbegriff geschichtsbewusst und zugleich an der Zukunft orientiert. Damit ist er nach Auffassung Junkermanns nicht zuletzt «offen für Fremdes, Neues, Anderes.»

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Bischöfin Junkermann zum Heimatverständnis - Andacht von Bischof Hein
Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt

Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt
Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen im Erfurter Augustinerkloster. Unser Foto zeigt Landesbischöfin Ilse Junkermann bei ihrer Ansprache. (Foto: EKM)

Erfurt (epd/medio). Am Mittwochabend (5.12.) kamen Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik zum Adventsempfang der Evangelischen Kirchen in Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt zusammen. Eingeladen hatten die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, und Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, deren Kirchenkreis Schmalkalden in Thüringen liegt. Gäste waren u.a. die stellvertretende Ministerpräsidentin Thüringens, Heike Taubert, die Vizepräsidentin des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, und der Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofes, Dr. h.c. Stefan Kaufmann.

Bischöfin Junkermann: «Brauchen dynamisches Heimatverständnis»

Landesbischöfin Ilse Junkermann kritisiert in ihrer Ansprache den Missbrauch des «Heimat»-Begriffes durch Populisten und Extremisten. Insbesondere seit der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 gewännen diese mit dem Begriff viele Menschen, sagte Junkermann laut Redemanuskript im Erfurter Augustinerkloster.

Es erstaune sie nicht wirklich, welchen Stellenwert das Thema «Heimat» bei den Menschen laut des jüngsten Thüringen Monitors habe. Damit werde Vertrautes aktiviert. Bei «Heimat» denke man: «Da bin ich zu Hause, da komme ich her, da fühle ich mich wohl, da ist man mir wohlgesonnen.» Weil aber auch dem Einfältigsten auffalle, dass es diese heile Welt gar nicht gebe, müssten vermeintliche Störungen abgewehrt werden. «Deshalb wird ein Schutzraum versprochen, nur für die Einheimischen», sagte Junkermann. Das sei unweigerlich verbunden mit massiver Ausgrenzung und Abwehr dessen und derer, die vermeintlich nicht hinzugehörten.

Die Bischöfin sprach sich für ein «dynamisches» Heimatverständnis aus, das sich am einzelnen Menschen orientiere. Es müsse die Probleme, Beschwernisse und Bedürfnisse von Menschen im 21. Jahrhundert beim Namen benennen. Dabei sei «Heimat» vor allem als Beziehungsgeflecht zu verstehen; als einen Ort, der Emotionen binde. Dabei zeige sich dieser Heimatbegriff geschichtsbewusst und zugleich an der Zukunft orientiert. Damit ist er nach Auffassung Junkermanns nicht zuletzt «offen für Fremdes, Neues, Anderes.»

Andacht von Bischof Hein in der Augustinerkirche zu Erfurt

In seiner Andacht anlässlich des Adventempfangs stellte Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Begegnung von Maria und Elisabeth, die im Lukas-Evangelium geschildert wird (Lukas 1,39-47), in den Mittelpunkt. Der Evangelist beschreibt in der Geschichte die beiden Frauen, die auf höchst unerwartete und unverhoffte Weise schwanger wurden: «Elisabeth die eine, längst über das Alter hinaus, in dem man Kinder bekommen kann, hochbetagt, unter der Schmach ihrer Kinderlosigkeit leidend – Maria die andere, jung, die Heirat und die Liebe und das Leben noch vor sich, unbekümmert im wahrsten Sinn des Wortes», so Hein.

Für den Bischof erschließt sich in dem biblischen Text, dass sich nicht nur zwei Frauen mit gemeinsamer Erfahrung, sondern dass sich zwei Zeiten berühren: «Elisabeth 'verkörpert' die Zeit der Verheißung, Maria die der Erfüllung», sagte Bischof Hein. Im Augenblick des Grußes der Frauen würden sich sich beide Zeiten unauflöslich verbinden. «Die Weisheit der einen wird zur Kraft der anderen!»

Auch wenn es zwei Zeiten sind, gehören diese für den Bischof zusammen, weil es Gott ist, der in beiden handelt. «Deshalb stehen am Ende der Zeit der Verheißung und am Beginn der Zeit der Erfüllung diese zwei Frauen – verbunden in dem Wunder, dass Gott das Leben schenkt», so Bischof Hein. (06.12.2018)


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Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland finden Sie im Internet unter:

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Den Evangelischen Kirchenreis Schmalkalden, der in Thüringen liegt, finden Sie im Internet hier:

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Die Andacht von Bischof Martin Hein anlässlich des Adventsempfangs können Sie hier lesen:

Archiv: Bischof Hein bedankt sich bei Ehrenamtlichen zum Tag des Ehrenamtes

Kassel (medio). Mehr als 40.000 Ehrenamtliche engagieren sich in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zum Tag des Ehrenamtes bedankt sich Bischof Prof. Dr. Martin Hein in einem Videointerview bei den vielen Ehrenamtlichen in der Landeskirche.  «Da können wir nur dankbar sein. Ohne die Ehrenamtlichen gäbe es unsere Kirche nicht», sagt Hein und bewundert die vielen Menschen, die ihre Zeit, manchmal auch Nerven und viel Kraft in die Ehrenamtsarbeit der Kirche mit einbringen.
 
Präses Dr. Thomas Dittmann erzählt in dem Interview von seinen Anfängen als Ehrenamtlicher in seiner Kirchengemeinde. Aus Liebe zur Gemeinde hat er zum Beispiel bei Veranstaltungen mitgeholfen, den Lektorendienst sowie nach und nach mehr Verantwortung übernommen.
 
«Kirche bietet vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung, da findet sich für alle etwas». Das sei das Geheimnis des kirchlichen Ehrenamts, so Bischof Hein. Ehrenamtliche übernehmen zum Beispiel den Küsterdienst oder Verantwortung im Kirchenvorstand, spielen die Orgel oder übernehmen den Lektorendienst im Gottesdienst am Sonntag, planen Freizeiten und betreuen Kinder- und Jugendgruppen oder besuchen ältere Kirchenmitglieder, die nicht mehr regelmäßig in die Kirche kommen.
 
Viele dieser Tätigkeiten übernehmen auch die Synodalen der Landeskirche. In dem zweiten Videointerview erzählen sie von ihren Engagement und darüber, was sie antreibt. (05.12.2018)

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«Ohne die Ehrenamtlichen gäbe es unsere Kirche nicht»
Bischof Hein bedankt sich bei Ehrenamtlichen zum Tag des Ehrenamtes

Bischof Hein bedankt sich bei Ehrenamtlichen zum Tag des Ehrenamtes

Kassel (medio). Mehr als 40.000 Ehrenamtliche engagieren sich in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zum Tag des Ehrenamtes bedankt sich Bischof Prof. Dr. Martin Hein in einem Videointerview bei den vielen Ehrenamtlichen in der Landeskirche.  «Da können wir nur dankbar sein. Ohne die Ehrenamtlichen gäbe es unsere Kirche nicht», sagt Hein und bewundert die vielen Menschen, die ihre Zeit, manchmal auch Nerven und viel Kraft in die Ehrenamtsarbeit der Kirche mit einbringen.
 
Präses Dr. Thomas Dittmann erzählt in dem Interview von seinen Anfängen als Ehrenamtlicher in seiner Kirchengemeinde. Aus Liebe zur Gemeinde hat er zum Beispiel bei Veranstaltungen mitgeholfen, den Lektorendienst sowie nach und nach mehr Verantwortung übernommen.
 
«Kirche bietet vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung, da findet sich für alle etwas». Das sei das Geheimnis des kirchlichen Ehrenamts, so Bischof Hein. Ehrenamtliche übernehmen zum Beispiel den Küsterdienst oder Verantwortung im Kirchenvorstand, spielen die Orgel oder übernehmen den Lektorendienst im Gottesdienst am Sonntag, planen Freizeiten und betreuen Kinder- und Jugendgruppen oder besuchen ältere Kirchenmitglieder, die nicht mehr regelmäßig in die Kirche kommen.
 
Viele dieser Tätigkeiten übernehmen auch die Synodalen der Landeskirche. In dem zweiten Videointerview erzählen sie von ihren Engagement und darüber, was sie antreibt. (05.12.2018)


Archiv: Ein Streifzug durch das schöne Kurhessen-Waldeck mit seinen spirituellen Orten

Kassel (medio). Es gibt Orte, die haben eine besondere Aura. Eine Erfahrung, die vermutlich jeder schon einmal gemacht hat: In dieser Kirche, auf jenem Berg, unter dem Baum fühle ich mich anders als sonst. Der Raum, die Umgebung lässt mich nicht gleichgültig. Die Atmosphäre macht etwas mit mir. Menschen, die einen für sie besonderen Ort aufsuchen, stellen manchmal sogar fest: Es ist ein inspirierendes religiöses Erlebnis, wenn ich die Umgebung auf mich wirken lasse. Ich werde angeregt, über mein Leben nachzudenken, über die Schöpfung, über Gott. Gedanken und Gefühle, Lieder und Gebete kommen an solchen spirituellen Orten hoch. 

Solche Orte haben die Autorinnen und Autoren von der blick in die kirche Redaktion in einem Heft festgehalten. Einen ersten Einblick können Sie hier erhalten:

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blick in die kirche
Ein Streifzug durch das schöne Kurhessen-Waldeck mit seinen spirituellen Orten

Ein Streifzug durch das schöne Kurhessen-Waldeck mit seinen spirituellen Orten
Umschlag des Beiheftes «Spirituelle Orte» zur Zeitschrift blick in die kirche 1/2019

Kassel (medio). Es gibt Orte, die haben eine besondere Aura. Eine Erfahrung, die vermutlich jeder schon einmal gemacht hat: In dieser Kirche, auf jenem Berg, unter dem Baum fühle ich mich anders als sonst. Der Raum, die Umgebung lässt mich nicht gleichgültig. Die Atmosphäre macht etwas mit mir. Menschen, die einen für sie besonderen Ort aufsuchen, stellen manchmal sogar fest: Es ist ein inspirierendes religiöses Erlebnis, wenn ich die Umgebung auf mich wirken lasse. Ich werde angeregt, über mein Leben nachzudenken, über die Schöpfung, über Gott. Gedanken und Gefühle, Lieder und Gebete kommen an solchen spirituellen Orten hoch. 

Solche Orte haben die Autorinnen und Autoren von der blick in die kirche Redaktion in einem Heft festgehalten. Einen ersten Einblick können Sie hier erhalten:

Das Heft «Spirituelle Orte» ist erschienen als Beilage zur Zeitschrift blick in die kirche 1/2019. Sie können das Heft unter redaktion@blick-in-die-kirche.de oder (0561) 9307 - 152 beziehen. (05.12.2018)


Archiv: Kirchenleitungen der Landeskirche und der Diözese Fulda trafen sich

Fulda/Kassel (medio). Am Montag (3.12.) trafen sich die Kirchenleitungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Diözese Fulda zu ihrer turnusmäßigen Jahreskonferenz im Bischöflichen Priesterseminar zu Fulda. Die Tagung, an der neben Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Bischof Prof. Dr. Martin Hein 18 führende Persönlichkeiten beider Kirchen teilnahmen, bot Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch sowie zum Gespräch über Kooperationen in der Krankenhaus- und Altersheimseelsorge, den Kindertagesstätten und Schule und dem konfessionellen Religionsunterricht. Schwerpunktthema des Jahrestreffens war «Der Umgang mit sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt in unseren Kirchen». (04.12.2018)

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Informations- und Meinungsaustausch
Kirchenleitungen der Landeskirche und der Diözese Fulda trafen sich

Kirchenleitungen der Landeskirche und der Diözese Fulda trafen sich
Die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitungen Fulda vor dem Refektorium des Bischöflichen Priesterseminars zu Fulda. (Foto: Bistum Fulda)

Fulda/Kassel (medio). Am Montag (3.12.) trafen sich die Kirchenleitungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Diözese Fulda zu ihrer turnusmäßigen Jahreskonferenz im Bischöflichen Priesterseminar zu Fulda. Die Tagung, an der neben Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Bischof Prof. Dr. Martin Hein 18 führende Persönlichkeiten beider Kirchen teilnahmen, bot Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch sowie zum Gespräch über Kooperationen in der Krankenhaus- und Altersheimseelsorge, den Kindertagesstätten und Schule und dem konfessionellen Religionsunterricht. Schwerpunktthema des Jahrestreffens war «Der Umgang mit sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt in unseren Kirchen». (04.12.2018)


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Das Bistum Fulda finden Sie im Internet unter:

Archiv: Kurhessischer Medienpreis verliehen


Kassel (epd/medio). Die Jugendgruppe «Cross-Kids» der evangelischen Kirchengemeinde Roßdorf (Bruchköbel) ist Gewinner des diesjährigen kurhessischen Medienpreises 2018. Die Jugendlichen erhielten die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Videoclip «Klein, aber fein… - die Michaeliskirche Roßdorf» am Freitagabend bei der Preisverleihung in Kassel überreicht. In dem generationenübergreifenden Wettbewerb unter dem Motto «Ich zeig´ dir meine Kirche» waren Kirchengemeinden aufgerufen, ihre Gemeinde in einem dreiminütigen Videoclip zu präsentieren.

Der schön bebilderte Film sei weit von einem Lehrfilm entfernt und erreiche die Zuschauer auch emotional, würdigte Ruth Annette Schriefers von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien in ihrer Laudatio das Gewinnervideo. Die Kamera nehme den Zuschauer mit und zeige sowohl das große Ganze als auch kleine Details.

1. Preis

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«Ich zeig´ dir meine Kirche»
Kurhessischer Medienpreis verliehen

Kurhessischer Medienpreis verliehen
Gewannen den ersten Preis beim Kurhessischen Medienpreis 2018: «Cross-Kids» der ev. Kirchengemeinde Roßdorf mit Dekan Jürgen Renner (l., Vorsitz epv), Laudatorin Annette Schriefers (2.v.r.,LPR Hessen) und Regina Ibanek (Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)


Kassel (epd/medio). Die Jugendgruppe «Cross-Kids» der evangelischen Kirchengemeinde Roßdorf (Bruchköbel) ist Gewinner des diesjährigen kurhessischen Medienpreises 2018. Die Jugendlichen erhielten die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Videoclip «Klein, aber fein… - die Michaeliskirche Roßdorf» am Freitagabend bei der Preisverleihung in Kassel überreicht. In dem generationenübergreifenden Wettbewerb unter dem Motto «Ich zeig´ dir meine Kirche» waren Kirchengemeinden aufgerufen, ihre Gemeinde in einem dreiminütigen Videoclip zu präsentieren.

Der schön bebilderte Film sei weit von einem Lehrfilm entfernt und erreiche die Zuschauer auch emotional, würdigte Ruth Annette Schriefers von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien in ihrer Laudatio das Gewinnervideo. Die Kamera nehme den Zuschauer mit und zeige sowohl das große Ganze als auch kleine Details.

1. Preis

‚Klein, aber fein ...’ – Die Michaeliskirche Roßdorf


Den zweiten Preis in Höhe von je 1.000 Euro teilten sich die Evangelische Kirchengemeinde Marburg-Marbach und die Evangelische Jugend Melsungen. Während die Marbacher mit einem Musikvideo ihre Kirche vorstellen, führt die evangelische Jugend Melsung auf unterhaltsame Weise durch ihre Kirche.

2. Preis

‚Komm, ich zeig Dir meine Kirche’ – Ev. Markuskirche Marbach
‚Abenteuer Kirche – Viel mehr als nur ein Gebäude’ – Die Stadtkirche in Melsungen, ein Multitalent


Ein Sonderpreis in Höhe von 300 Euro für ein innovatives Social Media Filmprojekt ging an die Evangelische Kirchengemeinde Bergshausen bei Kassel. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 31 Jahren haben hier zusammen an Ihrer Kirchenvorstellung gearbeitet.

Sonderpreis

‚Vlog my Church – Kirche Bergshausen – Vlog 1‘


Insgesamt waren nach Angaben der Veranstalter, dem Evangelischen Presseverband Kurhessen-Waldeck und dem Netzwerk Kirchenpädagogik, 24 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen.
Die Spanne der eingereichten Beiträge über die Gotteshäuser reichte von einem Video-Blog (Vlog) über ein selbstkomponiertes Lied, einem Comic-Film, einer Zeitraffer-Animation, dramaturgisch inszenierten Geschichten bis hin zu Kirchendarstellungen mit historischen Fakten. «Die Filme sollen Lust auf den Besuch von Kirchen machen. Zudem sollen sie anregen, die eigene Kirche vor Ort mit neuen Augen zu entdecken», sagte Regina Ibanek vom Netzwerk Kirchenpädagogik. (1.12.2018)


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Alle eingereichten Filme können auf der Internetseite des Netzwerks Kirchenpädagogik sehen:

Archiv: Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar

Hofgeismar (epd/medio). Mit der Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes in Höhe von rund 13,5 Millionen Euro im Ergebnishaushalt und 1,1 Millionen Euro im Investitionshaushalt ist am Mittwoch (28.11.) die Herbstsynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar zu Ende gegangen. Zuvor verabschiedeten die Synodalen einen Brief an die Bundesregierung sowie an den Botschafter Kameruns, in dem sie zu einer friedlichen Lösung des gewalttätigen Konfliktes zwischen der Regierung und dem englischsprachigen Teil des Landes aufriefen.

Bischofsbericht: «Theologische Orientierung», sexualisierte Gewalt und und Juniorberater in den Kirchenvorständen

Zum Auftakt der Synode hatte Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Montag in seinem mit «Theologische Orientierung» betitelten Bericht die Theologie als eine Orientierungswissenschaft bezeichnet, die eine entscheidende Funktion für Kirche, Staat und Gesellschaft habe. Sie könne angesichts zunehmender Wahlmöglichkeiten in einer pluralistischen Gesellschaft Orientierung aus dem biblischen Glauben heraus anbieten, sagte Hein. Es war der letzte Bericht, den Hein vor seinem Ausscheiden aus dem Bischofsamt im September 2019 vor der Synode hielt.

Ein weiterer Punkt von Heins Bericht war das Thema sexualisierte Gewalt. Dieses Problem betreffe nicht nur die katholische, sondern auch die evangelische Kirche, sagte er. Die Landeskirche strebe die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen, ein Konzept zur Prävention sowie eine Koordinationsstelle an, sagte Hein. Opfern müsse Recht verschafft, Strukturen, die Gewalt begünstigten, verändert werden.

Zum Thema Jugend und Kirche regte Hein die Einrichtung eines Ehrenamtes von «Juniorberatern» an. Diese könnten analog dem Amt der «Kirchenältesten» den Kirchengemeinden beratend zur Seite stehen. Die größte statistische Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aus der Kirche austräten, liege zwischen dem 14. und 26. Lebensjahr, erläuterte Hein die Notwendigkeit, mehr auf die Jugend zu hören.

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Vom 26. bis 28. November 2018
Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar

Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar
Tagte in Hofgeismar: Die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (epd/medio). Mit der Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes in Höhe von rund 13,5 Millionen Euro im Ergebnishaushalt und 1,1 Millionen Euro im Investitionshaushalt ist am Mittwoch (28.11.) die Herbstsynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Hofgeismar zu Ende gegangen. Zuvor verabschiedeten die Synodalen einen Brief an die Bundesregierung sowie an den Botschafter Kameruns, in dem sie zu einer friedlichen Lösung des gewalttätigen Konfliktes zwischen der Regierung und dem englischsprachigen Teil des Landes aufriefen.

Bischofsbericht: «Theologische Orientierung», sexualisierte Gewalt und und Juniorberater in den Kirchenvorständen

Zum Auftakt der Synode hatte Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Montag in seinem mit «Theologische Orientierung» betitelten Bericht die Theologie als eine Orientierungswissenschaft bezeichnet, die eine entscheidende Funktion für Kirche, Staat und Gesellschaft habe. Sie könne angesichts zunehmender Wahlmöglichkeiten in einer pluralistischen Gesellschaft Orientierung aus dem biblischen Glauben heraus anbieten, sagte Hein. Es war der letzte Bericht, den Hein vor seinem Ausscheiden aus dem Bischofsamt im September 2019 vor der Synode hielt.

Ein weiterer Punkt von Heins Bericht war das Thema sexualisierte Gewalt. Dieses Problem betreffe nicht nur die katholische, sondern auch die evangelische Kirche, sagte er. Die Landeskirche strebe die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen, ein Konzept zur Prävention sowie eine Koordinationsstelle an, sagte Hein. Opfern müsse Recht verschafft, Strukturen, die Gewalt begünstigten, verändert werden.

Zum Thema Jugend und Kirche regte Hein die Einrichtung eines Ehrenamtes von «Juniorberatern» an. Diese könnten analog dem Amt der «Kirchenältesten» den Kirchengemeinden beratend zur Seite stehen. Die größte statistische Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aus der Kirche austräten, liege zwischen dem 14. und 26. Lebensjahr, erläuterte Hein die Notwendigkeit, mehr auf die Jugend zu hören.

Finanzbericht: Kirchensteuereinnahmen, Freiwilliges Kirchgeld und Austrittsverhalten

Erfreuliches in Bezug auf die Finanzen wusste am Dienstag Vizepräsident Dr. Volker Knöppel den Synodalen zu berichten. Dank guter Konjunktur sei für 2018 mit steigenden Kirchensteuereinnahmen in Höhe von rund fünf Prozent zu rechnen, sagte er in seinem Finanzbericht. Auch das vor zwölf Jahren im Kirchenkreis Wolfhagen eingeführte Projekt «Freiwilliges Kirchgeld» habe sich gut entwickelt, die Spenden summierten sich mittlerweile auf über eine Million Euro. Diese Form der Finanzierung in den Gemeinden sei inzwischen in zehn Kirchenkreisen eingeführt, in den restlichen zehn solle es bis 2020 auf den Weg gebracht werden.

Knöppel wies in seinem Bericht auf Untersuchungen hin, die gezeigt hätten, dass Männer und Frauen um das Alter 26 Jahre und um 48 Jahre besonders häufig aus der Kirche austräten. Die Gründe hierfür seien zum einen die Familiengründung und später dann der Wegfall von Kindergeld und Kinderfreibeträgen, erklärte Knöppel. Eine Arbeitsgruppe versuche momentan, Vorschläge zu erarbeiten, diese Tendenzen zu mildern. Es gelte besser zu vermitteln, welche «Benefits» die Menschen von den Angeboten der Kirche hätten.

Kirchengesetze und Nachtragshaushalt

Auf der Tagesordnung standen weiterhin u.a. die Verabschiedung eines Kirchengesetzes über Regelungen zur Leitung in den Kirchenkreisen und die Verabschiedung des Nachtragshaushaltsplanes 2018. Erstmalig stellte auch das Amt für Revision auf einer Tagung der Landessynode einen Tätigkeitsbericht vor.

Vortrag:  «Welchen Beitrag kann die Kirche in einer digitalen Welt leisten?»

Zum Leitspruch der 13. Landessynode «Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen» hielt der Leiter des Referats Sozial- und Gesellschaftspolitische Fragen im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, Oberkirchenrat Dr. Ralph Charbonnier, am Dienstagabend einen Vortrag zum Thema: «Welchen Beitrag kann die Kirche in einer digitalen Welt leisten?».

Gottesdienst und Eröffnung

Den Auftakt der Tagung bildete am 26. November um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Brunnenkirche, der vom Synodalpräsidium gestaltet wurde. Beginn der öffentlichen Beratungen war um 11:30 Uhr im Synodalsaal der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar. (29.11.2018)


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Laden Sie hier die Tagesordnung der Herbsttagung herunter:

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Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Interview zum Schwerpunkt seines letzten Bischofberichts «Theologische Orientierung», zur Jugend und der Kirche und zum Thema «sexualisierte Gewalt» in der evangelischen Kirche:

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Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im Interview zur Finanzentwicklung in Kurhessen-Waldeck, zur EKD-Studie über die zukünftige Entwicklung des Steueraufkommens und das darin beobachtbare Austrittsverhalten von Gemeindemitgliedern:

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Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann im Interview zu den Schwerpunktthemen der Herbsttagung, zur Bewerberlage für die Bischofswahl im kommenden Jahr und was die geistliche Begleitung einer Synodaltagung besonders auszeichnet:

Archiv: Adventskalender
Mit einem Adventskalender auf ekkw.de versüßen wir Ihnen dieses Jahr die Adventszeit. In unserem Kalender erfahren Sie von A wie Advent bis X wie Xmas erstaunliches, unterhaltsames und besinnliches rund um Advent und Weihnachten.
Woher kommt das Christkind? Was hat es mit den Heiligen Drei Königen auf sich? Oder wie wird in anderen Ländern Weihnachten gefeiert?

Sind Sie neugierig geworden?

Dann kommen Sie bei uns vorbei und öffnen Sie täglich ein Türchen bis Weihnachten.
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Adventskalender

Adventskalender
(Foto: medio.tv/Schauderna)
Mit einem Adventskalender auf ekkw.de versüßen wir Ihnen dieses Jahr die Adventszeit. In unserem Kalender erfahren Sie von A wie Advent bis X wie Xmas erstaunliches, unterhaltsames und besinnliches rund um Advent und Weihnachten.
Woher kommt das Christkind? Was hat es mit den Heiligen Drei Königen auf sich? Oder wie wird in anderen Ländern Weihnachten gefeiert?

Sind Sie neugierig geworden?

Dann kommen Sie bei uns vorbei und öffnen Sie täglich ein Türchen bis Weihnachten.

«Adventskalender»

24 Türchen bis zum Heiligen Abend mit unserem Advents-ABC.

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«Thema»

Wissenswertes rund um die Adventszeit.

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Archiv: Evangelische Kirchen eröffnen gemeinsam 60. Aktion von «Brot für die Welt»

Kassel/Darmstadt (medio). Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag in Ahnatal-Weimar die diesjährige Spendenaktion für «Brot für die Welt» in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eröffnet worden, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

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«Hunger nach Gerechtigkeit»
Evangelische Kirchen eröffnen gemeinsam 60. Aktion von «Brot für die Welt»

Evangelische Kirchen eröffnen gemeinsam 60. Aktion von «Brot für die Welt»
(Alle Fotos: medio.tv/Socher)

Kassel/Darmstadt (medio). Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag in Ahnatal-Weimar die diesjährige Spendenaktion für «Brot für die Welt» in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eröffnet worden, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

In ihrer Predigt über Jeremia 23 ging Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Frage nach, wie und durch wen Gerechtigkeit entstehen könne. Jeremia spreche davon, dass der verheißene König Gerechtigkeit schaffen werde. Der Prophet äußere konkret, was diese Gerechtigkeit umfassen solle: Rechtmäßigkeit und Sicherheit, Schutz für Arme und Fremde, Gewaltfreiheit und gerechte Löhne. Jeremia sei sich sicher, dass Friede und Gerechtigkeit bald kommen würden: «Es kommt die Zeit.» Damit passe, so Brinkmann-Weiß, dieser von Erwartung und Hoffnung geprägte Predigttext gut in die Zeit des Advents. Für Christinnen und Christen stelle sich aber auch die Frage: «Was kann ich tun, was ist mein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit auf der Welt?» Gott habe in Jesus Christus den Menschen einen Weg aufgezeigt, den sie im Glauben gehen könnten. Brinkmann-Weiß räumte ein, dass sich dadurch die Welt nicht gleich zum Besseren wende. Aber zusammen mit dem jüdischen Volk wolle man hoffen und warten auf den Tag, an dem Gottes Frieden für alle sichtbar werde: «Bis dahin wollen wir geduldig und mit kleinen Schritten, mit Mut und Vertrauen das unsere dazu tun, Gott den Weg zu bereiten.» 

Ein gutes Beispiel für diese kleinen Schritte sei die Brotbackaktion der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Mit den eingenommenen Spenden würden z. B. Ausbildungsprojekte in El Salvador und Indien unterstützt. Zu den Jugendlichen gewandt, zeigte sich die Ökumene- und Diakoniedezernentin überzeugt: «Diesen guten Projekten helft ihr mit eurer Brotbackaktion ganz konkret. Da entsteht schon jetzt ein Stück Gerechtigkeit.» Aber auch alle anderen, die für «Brot für die Welt» spendeten, würden dazu beitragen, dass die Welt gerechter werde. Und alle, die von Menschen in Not erzählten, sei es von Menschen in Tijuana, sei es von Menschen in den Partnerkirchen der Landeskirche in Afrika, in Indien, in Syrien, in Kirgistan und in Estland, oder von Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchten, öffneten damit Herzen und trügen dazu bei, das schon jetzt Gerechtigkeit entstehe. Die Oberlandeskirchenrätin betonte: «Achten wir unsere kleinen Schritte, unsere kleine Kraft nicht gering.» Denn es komme die Zeit, da Gerechtigkeit sein werde. «Und wir sind bereit für Aufbruch und Veränderung, voller Hoffnung.», so Brinkmann-Weiß. 

An dem Gottesdienst wirkten weiterhin mit: Oberkirchenrat Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Oekumene, Ute und Thomas Dilger sowie Gundula Goldbach, Pfarrerinnen und Pfarrer aus Ahnatal, sowie viele Konfirmandinnen und Konfirmanden. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst durch den Gospelchor Open Arms aus Niedervellmar unter der Leitung von Thorsten Seifert und Bezirkskantorin Dorothea Harris an der Orgel.

Hintergrund: 60. Aktion von «Brot für die Welt»

Unter dem Motto «Hunger nach Gerechtigkeit» will in diesem Jahr «Brot für die Welt» darauf aufmerksam machen, dass eine Welt ohne Hunger und Armut möglich ist, dass jeder Mensch das Recht auf Teilhabe im gesellschaftlichen Leben hat, und dass der Schutz von Menschenrechten die Voraussetzung für eine gerechte Welt ist. (03.12.2018)


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Mehr zur 60. Aktion im Internet unter:

Archiv: Ein neuer Blick in die Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach

Kassel (medio). Passend zum ersten Advent und damit zum Beginn des neuen Kirchenjahres erscheint der Gemeindebrief in den Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach in neuem Format. «blick» lautet das neue Logo auf der Titelseite. Entstanden ist dieser neue «blick» in Kooperation zwischen der Landeskirche und den beiden Kirchengemeinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Landeskirche. Es ist ein Pilotprojekt, bei dem das «blick in die kirche»-Magazin Informationen zu aktuellen kirchlichen Themen liefert und als Beilage in jedem Gemeindebrief liegt. Der neue Gemeindebrief ist bunt, großformatig und gut lesbar. Auch Bewährtes ist erhalten geblieben, wie die Termine der nächsten Monate, Veranstaltungshinweise, Monatssprüche, das geistliche Vorwort des Pfarrers sowie Informationen über Amtshandlungen und Geburtstagskinder ab 70 / 75 Jahre. Viele neue Nachrichten aus den Gemeinden, der Kindertagesstätte und der Grundschule kommen hinzu. Wie gewohnt wird der Gemeindebrief in die Briefkästen verteilt und liegt an öffentlichen Orten aus.
 

2018-11-30 26389

Pilotprojekt gestartet
Ein neuer Blick in die Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach

Ein neuer Blick in die Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach
(v.l.): Doris Büchner (Mitglied des Redaktionsteams), Pfarrerin Petra Schwermann (Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit), Ursula Lückert (Mitglied des Redaktionsteams), Olaf Dellit (Redakteur blick), Pfarrer Dr. Christian Schäfer (Hundelshausen)

Kassel (medio). Passend zum ersten Advent und damit zum Beginn des neuen Kirchenjahres erscheint der Gemeindebrief in den Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach in neuem Format. «blick» lautet das neue Logo auf der Titelseite. Entstanden ist dieser neue «blick» in Kooperation zwischen der Landeskirche und den beiden Kirchengemeinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Landeskirche. Es ist ein Pilotprojekt, bei dem das «blick in die kirche»-Magazin Informationen zu aktuellen kirchlichen Themen liefert und als Beilage in jedem Gemeindebrief liegt. Der neue Gemeindebrief ist bunt, großformatig und gut lesbar. Auch Bewährtes ist erhalten geblieben, wie die Termine der nächsten Monate, Veranstaltungshinweise, Monatssprüche, das geistliche Vorwort des Pfarrers sowie Informationen über Amtshandlungen und Geburtstagskinder ab 70 / 75 Jahre. Viele neue Nachrichten aus den Gemeinden, der Kindertagesstätte und der Grundschule kommen hinzu. Wie gewohnt wird der Gemeindebrief in die Briefkästen verteilt und liegt an öffentlichen Orten aus.
 

Werden zukünftig gemeinsam verteilt: Der Gemeindebrief Hundelshausen und Dohrenbach mit dem Magazin «blick in die kirche». (Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

«Ich freue mich sehr, dass wir die Kirchengemeinden Hundelshausen und Dohrenbach für dieses Pilotprojekt gewinnen konnten. Den Gemeinden wünsche ich viel Freude an diesem bunten und informativen Magazin», sagte Petra Schwermann, Herausgeberin von «blick in die kirche»-Magazin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Landeskirche. Sie hoffe, dass die Nachricht über dieses Pilotprojekt weite Kreise ziehe, und viele Gemeinden sich inspiriert fühlten, sich diesem Modell in den kommenden Jahren anzuschließen. Es verbinde aktuelle Nachrichten aus der Gemeinde und dem vielfältigen Leben vor Ort mit Berichten zu weiteren Fragen der Zeit und des kirchlichen Lebens – und dies alles in einem ansprechenden, modernen Format. (30.11.2018)


Archiv: Neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder tritt am 1. Advent in Kraft


Kassel (medio). Mit dem 1. Advent am kommenden Sonntag (2.12.) beginnt nicht nur das neue Kirchenjahr - es tritt auch eine neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder für die Gottesdienste in den Kirchengemeinden in Kraft. Die sogenannte Perikopenordnung löst die bisherige Ordnung aus dem Jahr 1978 ab, teilte Pfarrer Lars Hillebold mit, der im Landeskirchenamt für Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia zuständig ist. Die Ordnung, die für die gesamte Evangelischen Kirche in Deutschland gilt, enthält eine Sammlung von Bibelabschnitten zu jedem Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres und regelt, wann welche Textstelle gelesen und zu welcher gepredigt wird. Außerdem enthält die Ordnung Angaben zu den Liedern, die mit bestimmten Sonntagen bzw. Festtagen verbunden sind.

Neue Texte, mehr Bezug zu heutigen Lebensfragen und mehr neue Lieder als bisher

Die Änderungen in der neuen Perikopenordnung seien moderat und vieles aus dem bisherigen System bleibe erhalten, heißt es in dem Begleittext zur Ordnung. Allerdings habe sich der Anteil der Texte aus dem Alten Testament gegenüber der Vorgängerfassung erhöht, was besonders auf den vertieften christlich-jüdischen Dialog der vergangenen Jahren zurückzuführen sei.

«Es sind nun einige Geschichten vertreten, die durch Kindergottesdienst oder Religionsunterricht durchaus bekannt sind, aber bislang noch nicht in der Perikopenordnung waren», erläuterte die Verfasserin Doris Joachim vom Zentrum für Verkündigung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau. Als Beispiele nannte sie die Geschichte der Verleugnung des Petrus, Jesus im Garten Gethsemane oder die Erzählung von Hagar und Ismael im 1. Buch Mose.

In der neuen Ordnung gibt es aber auch noch weitere Änderungen: mehr Texte, in denen Frauen vorkommen; mehr Texte mit Bezug zu heutigen Lebensfragen; mehr Texte mit Resonanzen in Kunst und Kultur. Und jeder Sonn- oder Festtag hat jetzt zwei Lieder der Woche bzw. des Tages, darunter sehr viel mehr neue Lieder als bisher. Und unter die «Weiteren Feste und Gedenktage» sind einige Tage neu aufgenommen worden, z.B. der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) und der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November), aber auch der Martinstag (11. November) und der Nikolaustag (6. Dezember).

Stichwort: «Perikopenordnung»

Das Wort Perikope leitet sich vom griechischen Wort «perikopein» ab, was «ringsum abschneiden» bedeutet. Die aktuelle Revision der Perikopenordnung ist bereits die dritte nach 1958 und 1978, steht aber in einer Tradition, die weit vor die Reformationszeit in das frühe Mittelalter zurückreicht.

Das Evangelium gibt das Leitmotiv vor, das dem Sonn- oder Festtag sein Gepräge gibt. Danach richtet sich grundsätzlich auch die Epistel, eine Lesung aus den Briefen des Neuen Testaments, und die alttestamentliche Schriftlesung. Zu diesen drei Lesungstexten treten jeweils drei weitere Predigttexte. Während die Lesungen an ihrem jeweiligen Sonn- oder Festtag Jahr für Jahr dran sind, verteilen sich die insgesamt sechs Predigttexte auf sechs Jahrgänge, so dass an einem bestimmten Sonntag erst im siebenten Jahre wieder über denselben Text gepredigt wird.

Die neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder besteht aus drei Büchern: das Lektionar, aus dem die Schriftlesungen im Gottesdienst vorgelesen werden; das Perikopenbuch, das der Gottesdienstvorbereitung – auch für Lektorinnen und Lektoren – dient; und ein Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch (EG), das die 32 neuen Lieder enthält, die nicht im Stammteil des EG stehen, dazu alle benötigten Gebetspsalmen. (29.11.2018)

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2018-11-29 26364

Revision der Perikopenordnung
Neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder tritt am 1. Advent in Kraft

Neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder tritt am 1. Advent in Kraft
Die neuen Perikopenordnung gibt vor, zu welchem Bibeltext gerpredigt wird. Zum Start der neuen Ordnung steht der Predigtext Matthäus 21, 1-11 auf dem Programm. (Archivfoto: medio.tv/Schauderna)


Kassel (medio). Mit dem 1. Advent am kommenden Sonntag (2.12.) beginnt nicht nur das neue Kirchenjahr - es tritt auch eine neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder für die Gottesdienste in den Kirchengemeinden in Kraft. Die sogenannte Perikopenordnung löst die bisherige Ordnung aus dem Jahr 1978 ab, teilte Pfarrer Lars Hillebold mit, der im Landeskirchenamt für Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia zuständig ist. Die Ordnung, die für die gesamte Evangelischen Kirche in Deutschland gilt, enthält eine Sammlung von Bibelabschnitten zu jedem Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres und regelt, wann welche Textstelle gelesen und zu welcher gepredigt wird. Außerdem enthält die Ordnung Angaben zu den Liedern, die mit bestimmten Sonntagen bzw. Festtagen verbunden sind.

Neue Texte, mehr Bezug zu heutigen Lebensfragen und mehr neue Lieder als bisher

Die Änderungen in der neuen Perikopenordnung seien moderat und vieles aus dem bisherigen System bleibe erhalten, heißt es in dem Begleittext zur Ordnung. Allerdings habe sich der Anteil der Texte aus dem Alten Testament gegenüber der Vorgängerfassung erhöht, was besonders auf den vertieften christlich-jüdischen Dialog der vergangenen Jahren zurückzuführen sei.

«Es sind nun einige Geschichten vertreten, die durch Kindergottesdienst oder Religionsunterricht durchaus bekannt sind, aber bislang noch nicht in der Perikopenordnung waren», erläuterte die Verfasserin Doris Joachim vom Zentrum für Verkündigung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau. Als Beispiele nannte sie die Geschichte der Verleugnung des Petrus, Jesus im Garten Gethsemane oder die Erzählung von Hagar und Ismael im 1. Buch Mose.

In der neuen Ordnung gibt es aber auch noch weitere Änderungen: mehr Texte, in denen Frauen vorkommen; mehr Texte mit Bezug zu heutigen Lebensfragen; mehr Texte mit Resonanzen in Kunst und Kultur. Und jeder Sonn- oder Festtag hat jetzt zwei Lieder der Woche bzw. des Tages, darunter sehr viel mehr neue Lieder als bisher. Und unter die «Weiteren Feste und Gedenktage» sind einige Tage neu aufgenommen worden, z.B. der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) und der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November), aber auch der Martinstag (11. November) und der Nikolaustag (6. Dezember).

Stichwort: «Perikopenordnung»

Das Wort Perikope leitet sich vom griechischen Wort «perikopein» ab, was «ringsum abschneiden» bedeutet. Die aktuelle Revision der Perikopenordnung ist bereits die dritte nach 1958 und 1978, steht aber in einer Tradition, die weit vor die Reformationszeit in das frühe Mittelalter zurückreicht.

Das Evangelium gibt das Leitmotiv vor, das dem Sonn- oder Festtag sein Gepräge gibt. Danach richtet sich grundsätzlich auch die Epistel, eine Lesung aus den Briefen des Neuen Testaments, und die alttestamentliche Schriftlesung. Zu diesen drei Lesungstexten treten jeweils drei weitere Predigttexte. Während die Lesungen an ihrem jeweiligen Sonn- oder Festtag Jahr für Jahr dran sind, verteilen sich die insgesamt sechs Predigttexte auf sechs Jahrgänge, so dass an einem bestimmten Sonntag erst im siebenten Jahre wieder über denselben Text gepredigt wird.

Die neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder besteht aus drei Büchern: das Lektionar, aus dem die Schriftlesungen im Gottesdienst vorgelesen werden; das Perikopenbuch, das der Gottesdienstvorbereitung – auch für Lektorinnen und Lektoren – dient; und ein Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch (EG), das die 32 neuen Lieder enthält, die nicht im Stammteil des EG stehen, dazu alle benötigten Gebetspsalmen. (29.11.2018)

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Name
  • Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia
  • Pfarrer Lars Hillebold
  • Leitung
  • Tel.: (0561) 9378 233, Sekretariat: (0561) 9378 203
  • (0561) 9378 493
  • referat.theologische-generalia@ekkw.de
  • Büro im Haus der Kirche
    2. OG, Raum 245

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Die neue Ordnung finden Sie bei der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland unter:

arrow_forward Kalender zum Kirchenjahr:

Einen multimedialen Kalender zum Kirchenjahr mit vielen Texten, Erläuterungen und den Wochenliedern zum Anhören finden Sie hier:

Archiv: Landesfrauenkonferenz für Streichung von § 219a

Großkrotzenburg (epd/medio). Die Landesfrauenkonferenz der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat sich für eine Streichung des Paragrafen 219a aus dem Strafgesetzbuch ausgesprochen. Der Beschluss sei nach intensiver Beratung auf der Herbstsitzung der Konferenz erfolgt, teilte die Vorsitzende Monika Ilona Pfeifer in Großkrotzenburg mit. Ärzte, die in ihrem Leistungskatalog auch Schwangerschaftsabbrüche im gesetzlich vorgesehenen Rahmen erwähnten, dürften nicht länger kriminalisiert werden.

In seiner gegenwärtigen Gestalt biete der Paragraf 219a darüber hinaus rechten Gruppierungen eine gesetzliche Grundlage für frauenfeindliche und diskriminierende Kampagnen, heißt es in der Stellungnahme. Der Paragraf trage dazu bei, dass die Verantwortung für Schwangerschaft und Kindererziehung ausschließlich den Frauen zugeschoben werde. Der Paragraf 219a verbietet Werbung für Abtreibungen aus finanziellem Eigeninteresse oder «in grob anstößiger Weise».

Die Landesfrauenkonferenz würdigte darüber hinaus die Entscheidung einiger Landkreise, Frauen, die eine Berechtigung auf Sozialhilfe haben, Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ziel sollte es sein, dass die Kosten für Verhütung grundsätzlich von den Krankenkassen übernommen werden. So könnten Konflikte mit einer Schwangerschaft im Vorfeld verhindert werden.

Hintergrund

Im November 2017 wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel mit der Begründung, sie habe durch den Hinweis auf ihrer Internetseite Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen gegen das Werbeverbot gemäß § 219a verstoßen, zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Dieses Urteil habe den Blick der evangelischen Frauen bundesweit auf den Paragraphen 219a gelenkt, erläuterte Pfeifer gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio».

Im zu Ende gehenden Kalenderjahr hätten daher innerhalb der kirchlichen Frauenarbeit intensive Auseinandersetzung mit diesem Paragraphen stattgefunden, so auch innerhalb der Landesfrauenkonferenz der Evangelischen Kirche von Kurhessen–Waldeck. Die Landesfrauenkonferenz habe sich sowohl im Rahmen ihrer Frühjahrskonferenz im Mai als auch erneut und intensiver auf ihrer Herbsttagung mit dem Thema auseinandergesetzt und sah sich am Ende ihrer Beratungen zu der Stellungnahme veranlasst, so die Vorsitzende. (23.11.2018)

2018-11-29 26368

Stellungnahme
Landesfrauenkonferenz für Streichung von § 219a

Landesfrauenkonferenz für Streichung von § 219a
(Foto: medio.tv/Küster)

Großkrotzenburg (epd/medio). Die Landesfrauenkonferenz der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat sich für eine Streichung des Paragrafen 219a aus dem Strafgesetzbuch ausgesprochen. Der Beschluss sei nach intensiver Beratung auf der Herbstsitzung der Konferenz erfolgt, teilte die Vorsitzende Monika Ilona Pfeifer in Großkrotzenburg mit. Ärzte, die in ihrem Leistungskatalog auch Schwangerschaftsabbrüche im gesetzlich vorgesehenen Rahmen erwähnten, dürften nicht länger kriminalisiert werden.

In seiner gegenwärtigen Gestalt biete der Paragraf 219a darüber hinaus rechten Gruppierungen eine gesetzliche Grundlage für frauenfeindliche und diskriminierende Kampagnen, heißt es in der Stellungnahme. Der Paragraf trage dazu bei, dass die Verantwortung für Schwangerschaft und Kindererziehung ausschließlich den Frauen zugeschoben werde. Der Paragraf 219a verbietet Werbung für Abtreibungen aus finanziellem Eigeninteresse oder «in grob anstößiger Weise».

Die Landesfrauenkonferenz würdigte darüber hinaus die Entscheidung einiger Landkreise, Frauen, die eine Berechtigung auf Sozialhilfe haben, Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ziel sollte es sein, dass die Kosten für Verhütung grundsätzlich von den Krankenkassen übernommen werden. So könnten Konflikte mit einer Schwangerschaft im Vorfeld verhindert werden.

Hintergrund

Im November 2017 wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel mit der Begründung, sie habe durch den Hinweis auf ihrer Internetseite Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen gegen das Werbeverbot gemäß § 219a verstoßen, zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Dieses Urteil habe den Blick der evangelischen Frauen bundesweit auf den Paragraphen 219a gelenkt, erläuterte Pfeifer gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio».

Im zu Ende gehenden Kalenderjahr hätten daher innerhalb der kirchlichen Frauenarbeit intensive Auseinandersetzung mit diesem Paragraphen stattgefunden, so auch innerhalb der Landesfrauenkonferenz der Evangelischen Kirche von Kurhessen–Waldeck. Die Landesfrauenkonferenz habe sich sowohl im Rahmen ihrer Frühjahrskonferenz im Mai als auch erneut und intensiver auf ihrer Herbsttagung mit dem Thema auseinandergesetzt und sah sich am Ende ihrer Beratungen zu der Stellungnahme veranlasst, so die Vorsitzende. (23.11.2018)


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Lesen Sie hier die Stellungnahme der Landesfrauenkonferenz im Wortlaut:

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Informationen zur Landesfrauenkonferenz finden Sie unter:

Archiv: Bischof Hein: Theologische Kompetenz hat Bedeutung für Pfarrerschaft und Gemeinde

Hofgeismar (medio). In seinem letzten Bericht vor der Landessynode betonte Bischof Prof. Dr. Martin Hein, wie wichtig eine akademische, an der Universität betriebene Theologie sei. Die Theologie habe die Aufgabe, den Glauben denkend zu erfassen. In der Geschichte der Kirche habe sie oftmals Impulse für die Bewahrung, Entwicklung und Erkennbarkeit der Kirche gegeben und sei somit eine treibende Kraft für Neuaufbruch und Veränderung gewesen. 

Gerade den Kirchen der Reformation sei es ein Anliegen gewesen, ihre Geistlichen umfassend akademisch auszubilden, sagte Hein am Montagvormittag in Hofgeismar. Heute spreche man von «Theologischer Kompetenz», als der Fähigkeit, das Evangelium verständlich und zeitgemäß auszulegen und in das öffentliche Gespräch einzubringen. Diese «Theologische Kompetenz» sei aber nicht auf das Pfarramt beschränkt, wie der Bischof erläuterte. Vielmehr gebe es auch eine «Theologische Kompetenz der Gemeinde», die sich darum bemühe, das Verständnis des Wortes Gottes immer weiter zu vertiefen und daraus gemeinsam die Kirche zu gestalten.

Hein: Es lohnt sich, in theologische Arbeit zu investieren

Somit gebe es viele gute Gründe, als Landeskirche in die theologische Arbeit zu investieren: Das Engagement reiche vom Studium bis zur berufsbegleitenden Fortbildung und eigenen Orten theologischen Denkens. Heins Ansicht nach profitierten von einer kompetenten Theologie nicht nur die Kirchen, sondern auch der Staat und die Gesellschaft. Das akademische Studium an einer staatlich lizensierten Universität sei daher unverzichtbar, auch wenn über die Art und Weise, wie heute Theologie studiert werde, nachgedacht werden müsse. Hein zeigte sich davon überzeugt, dass die Theologie in einer Zeit wachsender Verunsicherung zur Vergewisserung beitrage «in der Öffentlichkeit einer Gesellschaft, die sich sehr rasch verändert, und in der Öffentlichkeit einer Kirche, die sich ebenfalls im Wandel befindet.» Darum schloss der Bischof in Abwandlung eines Zitats von Willy Brandt mit dem Appell: «Mehr Theologie wagen!» (26.11.2018)

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Bericht vor der Landessynode
Bischof Hein: Theologische Kompetenz hat Bedeutung für Pfarrerschaft und Gemeinde

Bischof Hein: Theologische Kompetenz hat Bedeutung für Pfarrerschaft und Gemeinde
Bischof Prof. Dr. Martin Hein bei seinem Bericht vor der Landessynode. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). In seinem letzten Bericht vor der Landessynode betonte Bischof Prof. Dr. Martin Hein, wie wichtig eine akademische, an der Universität betriebene Theologie sei. Die Theologie habe die Aufgabe, den Glauben denkend zu erfassen. In der Geschichte der Kirche habe sie oftmals Impulse für die Bewahrung, Entwicklung und Erkennbarkeit der Kirche gegeben und sei somit eine treibende Kraft für Neuaufbruch und Veränderung gewesen. 

Gerade den Kirchen der Reformation sei es ein Anliegen gewesen, ihre Geistlichen umfassend akademisch auszubilden, sagte Hein am Montagvormittag in Hofgeismar. Heute spreche man von «Theologischer Kompetenz», als der Fähigkeit, das Evangelium verständlich und zeitgemäß auszulegen und in das öffentliche Gespräch einzubringen. Diese «Theologische Kompetenz» sei aber nicht auf das Pfarramt beschränkt, wie der Bischof erläuterte. Vielmehr gebe es auch eine «Theologische Kompetenz der Gemeinde», die sich darum bemühe, das Verständnis des Wortes Gottes immer weiter zu vertiefen und daraus gemeinsam die Kirche zu gestalten.

Hein: Es lohnt sich, in theologische Arbeit zu investieren

Somit gebe es viele gute Gründe, als Landeskirche in die theologische Arbeit zu investieren: Das Engagement reiche vom Studium bis zur berufsbegleitenden Fortbildung und eigenen Orten theologischen Denkens. Heins Ansicht nach profitierten von einer kompetenten Theologie nicht nur die Kirchen, sondern auch der Staat und die Gesellschaft. Das akademische Studium an einer staatlich lizensierten Universität sei daher unverzichtbar, auch wenn über die Art und Weise, wie heute Theologie studiert werde, nachgedacht werden müsse. Hein zeigte sich davon überzeugt, dass die Theologie in einer Zeit wachsender Verunsicherung zur Vergewisserung beitrage «in der Öffentlichkeit einer Gesellschaft, die sich sehr rasch verändert, und in der Öffentlichkeit einer Kirche, die sich ebenfalls im Wandel befindet.» Darum schloss der Bischof in Abwandlung eines Zitats von Willy Brandt mit dem Appell: «Mehr Theologie wagen!» (26.11.2018)


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Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Interview zum Schwerpunkt seines letzten Bischofberichts «Theologische Orientierung», zur Jugend und der Kirche und zum Thema «sexualisierte Gewalt» in der evangelischen Kirche:

Archiv: Jugend und Kirche - Bischof Hein wirbt für Amt des «Kirchenjüngsten»

Hofgeismar (medio). Wie können die Interessen Jugendlicher in der Kirche und in den Gemeinden besser zur Geltung kommen? Auf welche Weise können junge Menschen auf das Gemeindeleben Einfluss nehmen? Solche und weitere Fragen ergaben sich für Bischof Hein nach dem Hearing «Jugend und Kirche», zu dem die Landeskirche 50 kirchlich engagierte Jugendliche im Februar 2018 nach Kassel eingeladen hatte. Hein berichtete vor der Landessynode, dass sich die Jugendlichen «erfrischend ernst» eingebracht und auch «nicht mit offenen Worten gespart» hätten.

Zentraler Kritikpunkt der Jugendlichen sei die Gestaltung der Gottesdienste gewesen, so der Bischof. Diese würden «als langweilig, altmodisch und nicht zeitgemäß» wahrgenommen. Die Predigten hätten keinerlei Relevanz für das Leben der Jugendlichen und seien deswegen nicht interessant. Als bemerkenswert habe er die auf wenige Bereiche des kirchlichen Lebens beschränkte und konservativ anmutende Vorstellung von Kirche bei den meisten Jugendlichen empfunden. Kirche werde von ihnen vor allem über den Gottesdienst definiert. Jugendarbeit werde nur bedingt als Tätigkeit der Kirche wahrgenommen, Diakonie fast gar nicht. 

Besonders getroffen habe Hein die «harsche Kritik», die die Jugendlichen an den Pfarrerinnen und Pfarrern geäußert hätten. Sie fühlten sich durch diese nicht verstanden und nicht ernstgenommen in ihrem Interesse, sich einzubringen. Es sei offensichtlich, dass hier unterschiedliche Erwartungen aufeinanderprallten.

2018-11-26 26300

«Juniorberater» in den Kirchenvorständen
Jugend und Kirche - Bischof Hein wirbt für Amt des «Kirchenjüngsten»

Jugend und Kirche - Bischof Hein wirbt für Amt des «Kirchenjüngsten»
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). Wie können die Interessen Jugendlicher in der Kirche und in den Gemeinden besser zur Geltung kommen? Auf welche Weise können junge Menschen auf das Gemeindeleben Einfluss nehmen? Solche und weitere Fragen ergaben sich für Bischof Hein nach dem Hearing «Jugend und Kirche», zu dem die Landeskirche 50 kirchlich engagierte Jugendliche im Februar 2018 nach Kassel eingeladen hatte. Hein berichtete vor der Landessynode, dass sich die Jugendlichen «erfrischend ernst» eingebracht und auch «nicht mit offenen Worten gespart» hätten.

Zentraler Kritikpunkt der Jugendlichen sei die Gestaltung der Gottesdienste gewesen, so der Bischof. Diese würden «als langweilig, altmodisch und nicht zeitgemäß» wahrgenommen. Die Predigten hätten keinerlei Relevanz für das Leben der Jugendlichen und seien deswegen nicht interessant. Als bemerkenswert habe er die auf wenige Bereiche des kirchlichen Lebens beschränkte und konservativ anmutende Vorstellung von Kirche bei den meisten Jugendlichen empfunden. Kirche werde von ihnen vor allem über den Gottesdienst definiert. Jugendarbeit werde nur bedingt als Tätigkeit der Kirche wahrgenommen, Diakonie fast gar nicht. 

Besonders getroffen habe Hein die «harsche Kritik», die die Jugendlichen an den Pfarrerinnen und Pfarrern geäußert hätten. Sie fühlten sich durch diese nicht verstanden und nicht ernstgenommen in ihrem Interesse, sich einzubringen. Es sei offensichtlich, dass hier unterschiedliche Erwartungen aufeinanderprallten.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Foto: medio.tv/Schauderna)

Mit Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen erläuterte der Bischof, dass die größte statistische Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aus der Kirche austreten, in der Altersspanne zwischen dem 14. und 26. Lebensjahr liege. In diesem Zeitraum orientierten sich junge Menschen für ihr Leben und gewichteten ihre Interessen. Daraus zog Hein die Schlussfolgerung: «Offensichtlich besitzen in dieser Altersgruppe die Kirche bzw. der christliche Glaube in traditioneller Gestalt keine überzeugende Relevanz. Hier müssen wir in den kommenden Jahren innovativer werden, um den Sinn einer Mitgliedschaft in der Kirche zu vermitteln.»

Hein plädierte für die Entwicklung von niedrigschwelligen, aber auch strukturierten Formen der Mitarbeit von Jugendlichen. Daher stellte er folgende Idee zur Diskussion: «Wie wäre es, wenn wir analog zum Amt des Kirchenältesten das Amt der  «Kirchenjüngsten» im Sinne von «Juniorberaterinnen» bzw. «-beratern» einführten?» Damit könnten junge Christinnen und Christen für einen bestimmten Zeitraum mit beratender Stimme im Kirchenvorstand mitwirken. Sie würden dort in geregelter Weise gehört und gesehen, brächten ihre Impulse ein, müssten aber nicht die volle Last der Leitungsverantwortung tragen. Hein warb abschließend für diese Idee mit den Worten: «Mit den 'Kirchenjüngsten' können wir an die starke reformatorische Tradition unserer Kirche anknüpfen und zugleich einen Raum für Innovation schaffen», so der Bischof in seinem Bericht. (26.11.2018)


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Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Interview zum Schwerpunkt seines letzten Bischofberichts «Theologische Orientierung», zur Jugend und der Kirche und zum Thema «sexualisierte Gewalt» in der evangelischen Kirche:

Archiv: Opfern Recht verschaffen und Prävention verstärken

Hofgeismar (medio). «Als drängendstes Problem, dessen Aufarbeitung uns auch 2019 weiter beschäftigen wird», bezeichnete Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Montag auf der Synodaltagung in Hofgeismar die Fälle sexualisierter Gewalt im Raum der Kirchen. Die hohe Zahl der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche habe auch die evangelischen Landeskirchen für dieses Thema sensibilisiert. Hein räumte ein, dass sich die evangelischen Kirchen zu lange in Sicherheit gewogen hätten. Man sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass man durch die liberalere Sexualmoral des modernen Protestantismus gegen sexuellen Missbrauch gefeit sei. Nun werde man das Geschehene aufarbeiten, die Opfer ernstnehmen und Maßnahmen zur Prävention ergreifen.

Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention

Hein erläuterte in seinem Bischofsbericht, welche Maßnahmen bereits angedacht seien. So strebe man die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen, die Entwicklung eines Präventionskonzepts sowie die Errichtung einer Koordinationsstelle an. Es müsse aber noch entschieden werden, welche der Maßnahmen auf der Ebene der Landeskirche und welche im Verbund mit den anderen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ergriffen werden müssten. 

Als obersten Grundsatz für den Umgang mit sexualisierter Gewalt formulierte der Bischof: «Es muss uns darum gehen, den Opfern Recht zu verschaffen, Schuld auch Schuld zu nennen, für einen angemessenen Umgang miteinander einzutreten und ihn einzuüben, damit wir ein Raum der Freiheit und des Vertrauens sei können und – wo das verloren gegangen ist – wieder werden können.» Dazu müssten Strukturen freigelegt und verändert werden, die sexualisierte Gewalt begünstigten. Es bedeute aber auch, dem Thema  «Distanz und Nähe» in der Ausbildung zu kirchlichen und diakonischen Berufen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Hein sicherte den Synodalen zu: «Über alle Schritte werden wir die inner- und außerkirchliche Öffentlichkeit transparent unterrichten!» (26.11.2018)

2018-11-28 26303

Bischof Hein zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche
Opfern Recht verschaffen und Prävention verstärken

Opfern Recht verschaffen und Prävention verstärken
Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). «Als drängendstes Problem, dessen Aufarbeitung uns auch 2019 weiter beschäftigen wird», bezeichnete Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Montag auf der Synodaltagung in Hofgeismar die Fälle sexualisierter Gewalt im Raum der Kirchen. Die hohe Zahl der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche habe auch die evangelischen Landeskirchen für dieses Thema sensibilisiert. Hein räumte ein, dass sich die evangelischen Kirchen zu lange in Sicherheit gewogen hätten. Man sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass man durch die liberalere Sexualmoral des modernen Protestantismus gegen sexuellen Missbrauch gefeit sei. Nun werde man das Geschehene aufarbeiten, die Opfer ernstnehmen und Maßnahmen zur Prävention ergreifen.

Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention

Hein erläuterte in seinem Bischofsbericht, welche Maßnahmen bereits angedacht seien. So strebe man die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen, die Entwicklung eines Präventionskonzepts sowie die Errichtung einer Koordinationsstelle an. Es müsse aber noch entschieden werden, welche der Maßnahmen auf der Ebene der Landeskirche und welche im Verbund mit den anderen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ergriffen werden müssten. 

Als obersten Grundsatz für den Umgang mit sexualisierter Gewalt formulierte der Bischof: «Es muss uns darum gehen, den Opfern Recht zu verschaffen, Schuld auch Schuld zu nennen, für einen angemessenen Umgang miteinander einzutreten und ihn einzuüben, damit wir ein Raum der Freiheit und des Vertrauens sei können und – wo das verloren gegangen ist – wieder werden können.» Dazu müssten Strukturen freigelegt und verändert werden, die sexualisierte Gewalt begünstigten. Es bedeute aber auch, dem Thema  «Distanz und Nähe» in der Ausbildung zu kirchlichen und diakonischen Berufen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Hein sicherte den Synodalen zu: «Über alle Schritte werden wir die inner- und außerkirchliche Öffentlichkeit transparent unterrichten!» (26.11.2018)

Bischof Hein (r.) zum Thema sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche im Interview mit Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer.

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Ansprechparterinnen und Ansprechparter sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie im ekkw.de-Ratgeber:

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Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Interview zum Schwerpunkt seines letzten Bischofberichts «Theologische Orientierung», zur Jugend und der Kirche und zum Thema «sexualisierte Gewalt» in der evangelischen Kirche:

Archiv: Vizepräsident Dr. Knöppel: Kirchensteuer ist ein Solidarbeitrag

Hofgeismar (medio). In seinem Bericht vor der Synode zur finanziellen Situation der Landeskirche ging Vizepräsident Dr. Volker Knöppel am Dienstag auf die Entwicklung der Kirchensteuern ein und stellte erste Erkenntnisse aus einer Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Kirchenmitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen vor. Weiterhin berichtete er über den aktuellen Stand der flächendeckenden Einführung des Freiwilligen Kirchgeldes sowie über die Vermögensanlagepolitik der Landeskirche.

Positive Entwicklung der Kirchensteuern

Der Vizepräsident erläuterte, dass sich die Kirchensteuereinnahmen im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr verbessert hätten. So habe die Landeskirche von Januar bis September 2018 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 137,6 Mio. Euro verbuchen können. Gegenüber den Einnahmen im Vorjahr in Höhe von 130,8 Mio. Euro bedeute dies einen Zuwachs von 5,19 Prozent. Dieses positive Ergebnis sei auf Zuwächse von 5,07 Prozent bei der Kirchenlohnsteuer und von 7,66 Prozent bei der Kircheneinkommenssteuer zurückzuführen. Ursächlich für diesen Anstieg sei die anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung, die mit einer Zunahme von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und mit Lohnsteigerungen verbunden sei.

Wer zahlt Kirchensteuer?

Immense Bedeutung für die zukünftige Finanzplanung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat nach Einschätzung von Dr. Knöppel die EKD-Studie  «Langfristige Projektion der Kirchenmitglieder und des Kirchensteueraufkommens», deren erste Erkenntnisse er der Landessynode präsentierte. Die Studie gebe nicht nur Aufschluss über Struktur und Wirkungsweise von Einkommen- und Kirchensteuer für den Untersuchungszeitraum (2001 bis 2013), sondern ermögliche auch eine Projektion für die nächsten vier Jahrzehnte. Darin sei zu erkennen, dass sich die  «Leistungsträger» für die Kirchensteuer in einem Alter von 45 bis 60 Jahren befänden und damit im letzten Drittel ihres beruflichen Lebens. Um das Jahr 2024 begännen diese geburtenstarken Jahrgänge, in den Ruhestand zu treten. Dies werde sich erheblich auf die Einnahmesituation der Landeskirche auswirken. Weiterhin sei festzustellen, dass im Bezugsjahr 2013 nur 10 Prozent der Gemeindemitglieder (92.002 Personen), mit einem zu versteuernden Einkommen ab 30.000 Euro, einen Anteil von 67 Prozent des Steueraufkommens geleistet hätten. Damit sei die Einnahmeseite schmal aufgestellt. Hervorzuheben sei aber auch, dass diese kirchensteuerzahlenden Gemeindeglieder einen solidarischen Beitrag für die gesamte Landeskirche leisteten.

Wann treten Kirchenmitglieder aus?

Auch ein Austrittsprofil der Kirchenmitglieder lasse sich mit Hilfe der Studie darstellen. In einem Zeitraum von 15 Jahren habe die Landeskirche 16 Prozent ihrer Mitglieder verloren.  «Der Verlust eines jeden Menschen ist gleichzusetzen mit einem Verlust an Kreativität, Engagement und christlichen Wirkens», bedauerte der Vizepräsident. Anhand der Studie seien zwei Spitzenwerte der Austritte zu ermitteln. Die erste Spitze liege bei 26 Jahren und betreffe vorwiegend Männer. Dieser sei mit dem Einstieg ins Berufsleben, der ersten Gehaltsabrechnung und einer Familiengründung verbunden. Die zweite Spitze liege bei einem Alter von 48 Jahren und betreffe vorwiegend die Frauen. Dies sei sicherlich die Zeit, in der Kinder das Haus verlassen und Frauen wieder in den Beruf einträten. Dr. Knöppel prognostizierte, dass in den kommenden Jahren durch die nachgelagerte Besteuerung der Alterseinkünfte ein dritter Peak bei einem Alter von 65 Jahren hinzukommen werde. Der Vizepräsident kündigte die Vorstellung der Endfassung der Studie für den Sommer 2019 an, und damit rechtzeitig, um deren Erkenntnisse in die Beratungen des nächsten Doppelhaushaltes und der mittelfristigen Finanzplanung einfließen zu lassen.

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Bericht über die Finanzen
Vizepräsident Dr. Knöppel: Kirchensteuer ist ein Solidarbeitrag

Vizepräsident Dr. Knöppel: Kirchensteuer ist ein Solidarbeitrag
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). In seinem Bericht vor der Synode zur finanziellen Situation der Landeskirche ging Vizepräsident Dr. Volker Knöppel am Dienstag auf die Entwicklung der Kirchensteuern ein und stellte erste Erkenntnisse aus einer Studie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Kirchenmitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen vor. Weiterhin berichtete er über den aktuellen Stand der flächendeckenden Einführung des Freiwilligen Kirchgeldes sowie über die Vermögensanlagepolitik der Landeskirche.

Positive Entwicklung der Kirchensteuern

Der Vizepräsident erläuterte, dass sich die Kirchensteuereinnahmen im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr verbessert hätten. So habe die Landeskirche von Januar bis September 2018 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 137,6 Mio. Euro verbuchen können. Gegenüber den Einnahmen im Vorjahr in Höhe von 130,8 Mio. Euro bedeute dies einen Zuwachs von 5,19 Prozent. Dieses positive Ergebnis sei auf Zuwächse von 5,07 Prozent bei der Kirchenlohnsteuer und von 7,66 Prozent bei der Kircheneinkommenssteuer zurückzuführen. Ursächlich für diesen Anstieg sei die anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung, die mit einer Zunahme von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und mit Lohnsteigerungen verbunden sei.

Wer zahlt Kirchensteuer?

Immense Bedeutung für die zukünftige Finanzplanung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat nach Einschätzung von Dr. Knöppel die EKD-Studie  «Langfristige Projektion der Kirchenmitglieder und des Kirchensteueraufkommens», deren erste Erkenntnisse er der Landessynode präsentierte. Die Studie gebe nicht nur Aufschluss über Struktur und Wirkungsweise von Einkommen- und Kirchensteuer für den Untersuchungszeitraum (2001 bis 2013), sondern ermögliche auch eine Projektion für die nächsten vier Jahrzehnte. Darin sei zu erkennen, dass sich die  «Leistungsträger» für die Kirchensteuer in einem Alter von 45 bis 60 Jahren befänden und damit im letzten Drittel ihres beruflichen Lebens. Um das Jahr 2024 begännen diese geburtenstarken Jahrgänge, in den Ruhestand zu treten. Dies werde sich erheblich auf die Einnahmesituation der Landeskirche auswirken. Weiterhin sei festzustellen, dass im Bezugsjahr 2013 nur 10 Prozent der Gemeindemitglieder (92.002 Personen), mit einem zu versteuernden Einkommen ab 30.000 Euro, einen Anteil von 67 Prozent des Steueraufkommens geleistet hätten. Damit sei die Einnahmeseite schmal aufgestellt. Hervorzuheben sei aber auch, dass diese kirchensteuerzahlenden Gemeindeglieder einen solidarischen Beitrag für die gesamte Landeskirche leisteten.

Wann treten Kirchenmitglieder aus?

Auch ein Austrittsprofil der Kirchenmitglieder lasse sich mit Hilfe der Studie darstellen. In einem Zeitraum von 15 Jahren habe die Landeskirche 16 Prozent ihrer Mitglieder verloren.  «Der Verlust eines jeden Menschen ist gleichzusetzen mit einem Verlust an Kreativität, Engagement und christlichen Wirkens», bedauerte der Vizepräsident. Anhand der Studie seien zwei Spitzenwerte der Austritte zu ermitteln. Die erste Spitze liege bei 26 Jahren und betreffe vorwiegend Männer. Dieser sei mit dem Einstieg ins Berufsleben, der ersten Gehaltsabrechnung und einer Familiengründung verbunden. Die zweite Spitze liege bei einem Alter von 48 Jahren und betreffe vorwiegend die Frauen. Dies sei sicherlich die Zeit, in der Kinder das Haus verlassen und Frauen wieder in den Beruf einträten. Dr. Knöppel prognostizierte, dass in den kommenden Jahren durch die nachgelagerte Besteuerung der Alterseinkünfte ein dritter Peak bei einem Alter von 65 Jahren hinzukommen werde. Der Vizepräsident kündigte die Vorstellung der Endfassung der Studie für den Sommer 2019 an, und damit rechtzeitig, um deren Erkenntnisse in die Beratungen des nächsten Doppelhaushaltes und der mittelfristigen Finanzplanung einfließen zu lassen.

Wie legt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihr Geld an? - Dieser Frage ging Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer bei der Herbstsynode 2018 im Interview mit Kirchenverwaltungsoberrat Mario Wagner (l.) nach.

Freiwilliges Kirchgeld ist bislang in zehn Kirchenkreisen eingeführt

 «Das Freiwillige Kirchgeld ist ein Erfolgsprojekt.» Davon zeigte sich der Vizepräsident überzeugt. Zwölf Jahre nach Einführung in den ersten Kirchenkreisen habe sich gezeigt, dass Kirchengemeinden durch eine zielgerichtete Spendenbitte ein wichtiger finanzieller Spielraum eröffnet werde. Erfolgreich könne aber das Freiwillige Kirchgeld nur dann sein, wenn es bei der Spendenbitte nicht primär ums Geld gehe, sondern um die Verwirklichung von Gemeindeleben. Beschrieben würden Visionen und daraus abgeleitete Ziele. Dr. Knöppel konstatierte:  «Die Nähe von Gemeinde, Projekt und erfolgreicher Umsetzung zu den Spenderinnen und Spendern ist die große Stärke des Freiwilligen Kirchgeldes.» Bislang sei das Freiwillige Kirchgeld in zehn Kirchenkreisen eingeführt: Wolfhagen, Hofgeismar, Melsungen, Fritzlar-Homberg, Ziegenhain, Hersfeld, Rotenburg, Schmalkalden, Eder und Kassel. Die flächendeckende Einführung werde bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Daher sei derzeit eine flächendeckende Statistik noch nicht erhebbar. Es zeichne sich aber deutlich ab, dass  «die anvisierten durchschnittlichen vier Euro Spendeneinnahmen pro Gemeindeglied pro Jahr ein sehr realistisches Ziel sind», so der Vizepräsident.

Finanzanlagen sollen sicher und nachhaltig sein

Nach Schilderung von Dr. Knöppel bilden die Finanzanlagen mit fast 90 Prozent den Schwerpunkt auf der Aktivseite der landeskirchlichen Bilanz und dienen der nachhaltigen Finanzierung der kirchlichen Handlungsfelder. Der Finanzdezernent erläuterte, dass man sich bei der Vermögensanlagepolitik von den Kriterien Sicherheit, Liquidität, Rendite, Diversifizierung und Nachhaltigkeit leiten lasse und in unterschiedliche Finanzanlagen wie Wertpapiere, gemischte Fonds, Immobilienfonds, Festgeldanlagen und Genussrechte investiere. Angesichts der anhaltenden Kapitalmarktkrise würden derzeit die Sparguthaben der Landeskirche nach und nach in höherverzinsliche Wertpapiere und Fondsanteile umgewandelt. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck wende ausnahmslos den EKD-Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen in der evangelischen Kirche an. Demnach bedeute ein verantwortlicher Umgang mit dem anvertrauten Geld nicht nur, Geldanlagen nach wirtschaftlichen Grundsätzen auszuwählen. Vielmehr sollten Geldanlagen unter Berücksichtigung christlicher Werte auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht sein:  «Das impliziert eine Auseinandersetzung mit den Wirkungen der Geldanlage auf Umwelt, Mitwelt und Nachwelt.» (27.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im Wortlaut:

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Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im Interview zur Finanzentwicklung in Kurhessen-Waldeck, zur EKD-Studie über die zukünftige Entwicklung des Steueraufkommens und das darin beobachtbare Austrittsverhalten von Gemeindemitgliedern:

Archiv: Landessynode setzt sich für gewaltfreie Konfliktlösung in Kamerun ein

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck richtet an die Republik Kamerun den Appell, den gewaltsamen Konflikt im anglophonen Teil des Landes zu beenden. Damit unterstützen die Synodalen das Engagement des Kirchenkreises Witzenhausen, den eine langjährige Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Meme North im anglophonen Teil Kameruns verbindet. Die Kreissynode berichtet, dass man seit April 2018 «alarmierende Nachrichten» aus der Kameruner Partnerregion höre: Dörfer seien niedergebrannt und Zivilisten getötet worden; viele Menschen hätten die Region verlassen und suchten seit Monaten in den Wäldern Schutz; die Versorgungslage sei katastrophal.
 
Daher richtet die Landessynode in einem Schreiben an die Botschaft der Republik Kamerun die eindringliche Bitte:  «Wir bitten Sie, auf eine gewaltfreie Lösung des Konflikts und die Wahrung der Menschenrechte hinzuwirken und zu gewährleisten, dass die Betroffenen Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen.»
 
In einem zweiten Schreiben an die Bundesregierung hat die Landessynode die Bitte geäußert, «auch weiterhin im Dialog mit Kamerun und auf europäischer Ebene auf die Rückkehr zu einer friedlichen Lösung und die Achtung der Menschenrechte zu drängen und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Kamerun zu ermöglichen». (28.11.2018)

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Schreiben an Botschaft der Republik Kamerun und an Bundesregierung
Landessynode setzt sich für gewaltfreie Konfliktlösung in Kamerun ein

Landessynode setzt sich für gewaltfreie Konfliktlösung in Kamerun ein
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck richtet an die Republik Kamerun den Appell, den gewaltsamen Konflikt im anglophonen Teil des Landes zu beenden. Damit unterstützen die Synodalen das Engagement des Kirchenkreises Witzenhausen, den eine langjährige Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Meme North im anglophonen Teil Kameruns verbindet. Die Kreissynode berichtet, dass man seit April 2018 «alarmierende Nachrichten» aus der Kameruner Partnerregion höre: Dörfer seien niedergebrannt und Zivilisten getötet worden; viele Menschen hätten die Region verlassen und suchten seit Monaten in den Wäldern Schutz; die Versorgungslage sei katastrophal.
 
Daher richtet die Landessynode in einem Schreiben an die Botschaft der Republik Kamerun die eindringliche Bitte:  «Wir bitten Sie, auf eine gewaltfreie Lösung des Konflikts und die Wahrung der Menschenrechte hinzuwirken und zu gewährleisten, dass die Betroffenen Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen.»
 
In einem zweiten Schreiben an die Bundesregierung hat die Landessynode die Bitte geäußert, «auch weiterhin im Dialog mit Kamerun und auf europäischer Ebene auf die Rückkehr zu einer friedlichen Lösung und die Achtung der Menschenrechte zu drängen und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Kamerun zu ermöglichen». (28.11.2018)


Archiv: Digitale Gerechtigkeit als Herausforderung für die Kirche

Hofgeismar (medio). Was hat der digitale Wandel mit der Kirche zu tun? Welchen Beitrag kann die Kirche in einer digitalen Welt leisten? Diesen Fragen ging Oberkirchenrat Dr. Ralph Charbonnier vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstagabend (27.11.) in seinem Vortrag vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nach. Die Synode hatte sich für die laufende Amtsperiode das biblische Motto «Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen» gegeben. Charbonnier zeigte in seinem Vortrag auf, dass «Gerechtigkeit» in all ihren Formen als Orientierung für die Gestaltung einer digitalen Welt dienen könnte.

Leben braucht soziale Sicherung, auch in der digitalen Welt – Verteilungsgerechtigkeit

Digitale Technologie könne dazu beitragen, die Grundbedürfnisse von Menschen zu erhalten und zu verbessern (Stichwort: Sharing Economy), wie Charbonnier zu Beginn seines Vortrags erläuterte. Andererseits würden durch die Digitalisierung der Arbeitswelt auch Armutsrisiken steigen, z. B. durch eine Plattformökonomie, in der Menschen Dienstleistungen unterhalb des Mindestlohns anböten. Kirche und Diakonie seien gefragt, auf diese Prozesse zu reagieren: Bei Armut, Krankheit und Exklusion könnten Hilfestellungen mit Mitteln digitaler Technologie angeboten werden wie zum Beispiel ein digitales Fair-Kaufhaus, digitale Nachbarschaftshilfe, digitale Organisation von Pflegediensten und Krankenhäusern, digitale Beratung und Seelsorge sowie digitale Gemeinschaftsangebote. Diese Initiativen müssten aber immer in dem Bewusstsein ergriffen werden, dass die digitalen Formen die analogen Formen nicht ablösten, sondern ergänzten. Mit Blick auf die Schattenseiten, die sich in der Arbeitswelt zeigten, plädierte der Referent dafür, dass Kirche und Diakonie öffentlich für eine Gestaltung der Digitalisierung einträten, die an den Grundsätzen der Verteilungsgerechtigkeit und Befähigung zur Teilhabe orientiert sei. Dazu müsse das Gespräch mit der Wirtschaft über die ethischen Kriterien der Digitalisierung gesucht werden.

Leben heißt, beteiligt zu sein, auch am digitalen Leben – Beteiligungsgerechtigkeit

Erst seit kurzem werde digitale Technologie als Teil der öffentlichen Infrastruktur erkannt. Dadurch würden Maßnahmen wie der Breitbandausbau und G5-Mobilfunkstandard zu Fragen der Beteiligungsgerechtigkeit: Menschen im ländlichen Raum sollten dieselben Möglichkeiten der Teilhabe an der Gesellschaft haben wie im städtischen Raum. Nach Charbonniers Einschätzung würden vermeintlich nur technische Forderungen angesichts ihrer Bedeutung für das tägliche Leben zu diakonischen Forderungen. Als gelungenes Beispiel, wie Kirche am Aufbau einer solchen Infrastruktur mithelfen könne, nannte er das Projekt «unser-dorf-mooc.de». Hier sei eine Kommunikationsinfrastruktur etabliert worden, um das Leben im ländlichen Raum zu verbessern.

Leben heißt, fähig zu sein, teilzunehmen – Befähigungsgerechtigkeit

Charbonnier führte aus, dass der Begriff der Befähigung mehr umfasse als die Fähigkeit, technische Geräte oder Programme sachgemäß anwenden zu können. Vielmehr gehe es auch darum, diese Fertigkeiten ethisch verantwortlich einzusetzen. So müssten zum Beispiel die Grenzen von Öffentlichkeit erkannt und die Privat- bzw. Intimsphäre beachtet werden. Für die evangelische Kirche als Akteur im Bildungsbereich bedeute dies, Menschen zu befähigen, selbstbewusst und verantwortungsvoll mit den digitalen Medien umzugehen. Digital Ungeübte seien oftmals skeptisch und kritisierten die digital Geübten wegen deren vermeintlicher Unbedachtheit. Digital Geübte hingegen ließen sich von den technischen Möglichkeiten verführen und werteten ethische Kritiker als Bremser. Charbonnier machte deutlich, dass es beide Perspektiven brauche: „«Ethische Bedenken ohne digitale Fertigkeit sind leer, digitale Fertigkeit ohne Ethik ist blind!»

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Vortrag von OKR Dr. Ralph Charbonnier vor der Synode in Hofgeismar
Digitale Gerechtigkeit als Herausforderung für die Kirche

Digitale Gerechtigkeit als Herausforderung für die Kirche
OKR Dr. theol. Ralph Charbonnier (Mitte, Kirchenamt der EKD) wurde von Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann (r.) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein (l.) in Hofgeismar empfangen, hier im Gespräch am Medienhausstand der EKKW. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). Was hat der digitale Wandel mit der Kirche zu tun? Welchen Beitrag kann die Kirche in einer digitalen Welt leisten? Diesen Fragen ging Oberkirchenrat Dr. Ralph Charbonnier vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstagabend (27.11.) in seinem Vortrag vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nach. Die Synode hatte sich für die laufende Amtsperiode das biblische Motto «Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen» gegeben. Charbonnier zeigte in seinem Vortrag auf, dass «Gerechtigkeit» in all ihren Formen als Orientierung für die Gestaltung einer digitalen Welt dienen könnte.

Leben braucht soziale Sicherung, auch in der digitalen Welt – Verteilungsgerechtigkeit

Digitale Technologie könne dazu beitragen, die Grundbedürfnisse von Menschen zu erhalten und zu verbessern (Stichwort: Sharing Economy), wie Charbonnier zu Beginn seines Vortrags erläuterte. Andererseits würden durch die Digitalisierung der Arbeitswelt auch Armutsrisiken steigen, z. B. durch eine Plattformökonomie, in der Menschen Dienstleistungen unterhalb des Mindestlohns anböten. Kirche und Diakonie seien gefragt, auf diese Prozesse zu reagieren: Bei Armut, Krankheit und Exklusion könnten Hilfestellungen mit Mitteln digitaler Technologie angeboten werden wie zum Beispiel ein digitales Fair-Kaufhaus, digitale Nachbarschaftshilfe, digitale Organisation von Pflegediensten und Krankenhäusern, digitale Beratung und Seelsorge sowie digitale Gemeinschaftsangebote. Diese Initiativen müssten aber immer in dem Bewusstsein ergriffen werden, dass die digitalen Formen die analogen Formen nicht ablösten, sondern ergänzten. Mit Blick auf die Schattenseiten, die sich in der Arbeitswelt zeigten, plädierte der Referent dafür, dass Kirche und Diakonie öffentlich für eine Gestaltung der Digitalisierung einträten, die an den Grundsätzen der Verteilungsgerechtigkeit und Befähigung zur Teilhabe orientiert sei. Dazu müsse das Gespräch mit der Wirtschaft über die ethischen Kriterien der Digitalisierung gesucht werden.

Leben heißt, beteiligt zu sein, auch am digitalen Leben – Beteiligungsgerechtigkeit

Erst seit kurzem werde digitale Technologie als Teil der öffentlichen Infrastruktur erkannt. Dadurch würden Maßnahmen wie der Breitbandausbau und G5-Mobilfunkstandard zu Fragen der Beteiligungsgerechtigkeit: Menschen im ländlichen Raum sollten dieselben Möglichkeiten der Teilhabe an der Gesellschaft haben wie im städtischen Raum. Nach Charbonniers Einschätzung würden vermeintlich nur technische Forderungen angesichts ihrer Bedeutung für das tägliche Leben zu diakonischen Forderungen. Als gelungenes Beispiel, wie Kirche am Aufbau einer solchen Infrastruktur mithelfen könne, nannte er das Projekt «unser-dorf-mooc.de». Hier sei eine Kommunikationsinfrastruktur etabliert worden, um das Leben im ländlichen Raum zu verbessern.

Leben heißt, fähig zu sein, teilzunehmen – Befähigungsgerechtigkeit

Charbonnier führte aus, dass der Begriff der Befähigung mehr umfasse als die Fähigkeit, technische Geräte oder Programme sachgemäß anwenden zu können. Vielmehr gehe es auch darum, diese Fertigkeiten ethisch verantwortlich einzusetzen. So müssten zum Beispiel die Grenzen von Öffentlichkeit erkannt und die Privat- bzw. Intimsphäre beachtet werden. Für die evangelische Kirche als Akteur im Bildungsbereich bedeute dies, Menschen zu befähigen, selbstbewusst und verantwortungsvoll mit den digitalen Medien umzugehen. Digital Ungeübte seien oftmals skeptisch und kritisierten die digital Geübten wegen deren vermeintlicher Unbedachtheit. Digital Geübte hingegen ließen sich von den technischen Möglichkeiten verführen und werteten ethische Kritiker als Bremser. Charbonnier machte deutlich, dass es beide Perspektiven brauche: „«Ethische Bedenken ohne digitale Fertigkeit sind leer, digitale Fertigkeit ohne Ethik ist blind!»

Leben heißt, achtungsvoll miteinander umzugehen – Kommunikationsgerechtigkeit

Durch die Digitalisierung werde die Kommunikation fundamental verändert. Laut Charbonnier sei es Aufgabe der Kirche, sich für eine Ethik der Kommunikation einzusetzen und Menschen zu einem ethischen, verantwortlichen Umgang mit der digitalen Kommunikation zu befähigen. Denn: «Als Kirche verstehen wir viel von Kommunikation.» Kirche sei gut darin, die Bedeutung von Kommunikation für das Leben des Einzelnen wie der Gemeinschaft zu erkennen. Angesichts von Hassmails und polarisierenden Twitter-Nachrichten könne man zwar die Größe der Aufgabe erkennen, doch Kirche bringe viel Know-how mit, das von der Schriftauslegung bis hin zu seelsorgerlicher Kompetenz reiche sowie viel Erfahrung in der Moderation von Gruppenprozessen umfasse.

Leben heißt, das Evangelium auch in der digitalen Welt zu erfahren - Gottesgerechtigkeit

Abschließend widmete sich der Referent der Frage, was die Welt von Facebook, Twitter, Skype, Alexa und Siri, Big Data und Künstlicher Intelligenz mit Gottes Wort zu tun habe, das den Menschen gerecht spreche. Zum einen gelte es, Digitalisierung dort zu enttarnen, wo die Datenwelt als Gott, Dataismus als Religion und Digitalisierung als Erlösungsprozess erscheine. Charbonnier warb dafür, solchen Thesen mit Sachanalyse und Theologie entgegenzutreten. Des Weiteren würden dort, wo Maschinen als Menschen beschrieben würden, d. h. mit Intelligenz, mit der Fähigkeit zu lernen, mit Autonomie und Entscheidungsfähigkeit, «Maschinen zu groß und Menschen zu klein gedacht». Charbonnier zog daraus die Schlussfolgerung: «Wir müssen – um Gottes und der Menschen Willen – die Sprache der digitalen Welt kritisieren. Sonst machen wir uns zu Maschinen und die Maschinen werden darüber zu neuen Menschen.»

Das Evangelium in einer digitalen Welt kommunizieren

Ungeachtet dessen gehe es aber auch «ganz konventionell und praktisch»“ um die Frage, wie die Kommunikation des Evangeliums in den kirchlichen Handlungsfeldern auch digital erfolgen könne, wie zum Beispiel Gebetsanliegen digital in den Gottesdienst einzutragen seien, eine datensichere Chatseelsorge zu gewährleisten sei oder analoge und digitale Beratungen und Angebote miteinander verknüpft werden könnten. Charbonnier zeigte sich davon überzeugt: «Gottes Gerechtigkeit sucht sich viele Wege. Warum nicht auch digitale?» (28.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Den Vortrag von Oberkirchenrat Dr. Ralph Charbonnier können Sie hier im Wortlaut lesen:

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Mehr zum Thema Kirche und Digitalisierung finden Sie bei der Evangelischen Kirche in Deutschland im Internet unter:

Archiv: Präses Dittmann: Schlichten Parolen ein klares «Nein!» entgegensetzen

Hofgeismar (medio). In seiner Eröffnung der Herbsttagung der Landessynode erinnerte Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann an die Gedenktage zum Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren und zur Reichspogromnacht vor 80 Jahren. Er zeigte sich erschrocken darüber, dass auch heute die Demokratie nicht so gefestigt sei, wie man es sich wünschen würde. Menschen seien heute in der Sorge um ihr eigenes Wohlergehen wieder bereit, schlichten Parolen zu folgen. Wieder sei es nötig, jüdischen Einrichtungen in Deutschland besonderen Polizeischutz zu bieten. 

Dittmann forderte unter großer Zustimmung der Synode: «Diesen Fehlentwicklungen gilt es entschieden entgegenzutreten! Wehret den Anfängen!» Neben dem klaren «Nein!» in der Sache gelte es, die Menschen wieder zurückzugewinnen. Redeverbote, Ausgrenzungen und Unvereinbarkeitsbeschlüsse seien dabei der falsche Weg. Vielmehr müsse man besorgte Menschen ernstnehmen und sich ihnen in der aktiven Debatte entgegenstellen. 

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Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar eröffnet
Präses Dittmann: Schlichten Parolen ein klares «Nein!» entgegensetzen

Präses Dittmann: Schlichten Parolen ein klares «Nein!» entgegensetzen
Eröffnung der Tagung in der Evangelischen Tagungsstätte in Hofgeismar (medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). In seiner Eröffnung der Herbsttagung der Landessynode erinnerte Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann an die Gedenktage zum Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren und zur Reichspogromnacht vor 80 Jahren. Er zeigte sich erschrocken darüber, dass auch heute die Demokratie nicht so gefestigt sei, wie man es sich wünschen würde. Menschen seien heute in der Sorge um ihr eigenes Wohlergehen wieder bereit, schlichten Parolen zu folgen. Wieder sei es nötig, jüdischen Einrichtungen in Deutschland besonderen Polizeischutz zu bieten. 

Dittmann forderte unter großer Zustimmung der Synode: «Diesen Fehlentwicklungen gilt es entschieden entgegenzutreten! Wehret den Anfängen!» Neben dem klaren «Nein!» in der Sache gelte es, die Menschen wieder zurückzugewinnen. Redeverbote, Ausgrenzungen und Unvereinbarkeitsbeschlüsse seien dabei der falsche Weg. Vielmehr müsse man besorgte Menschen ernstnehmen und sich ihnen in der aktiven Debatte entgegenstellen. 

Gottesdienst zum Auftakt in der Brunnenkirche

Im Gottesdienst zum Auftakt der Tagung in der Brunnenkirche sagte der stellvertretenden Präses der Landessynode, Pfarrer Dr. Volker Mantey, in seiner Predigt über  Jesaja 4: «Wir werden nicht gerne weniger, in einer Gemeinschaft wie der Kirche, die von Anfang an darauf ausgerichtet ist, zahlreicher zu werden.» Es gehe nun darum, mit welcher Haltung die Synodalen der kleiner werdenden Volkskirche begegneten, und wie sie diesen Weg selbst aktiv gestalteten. 

Ein Blick auf Jesaja zeige, dass auch eine Verheißung damit verbunden sei, wenn  «das Äußerliche, die Fassaden, die ganzen Zutaten» schwänden und  «das Aufhübschen ein Ende habe». Gerade in gesellschaftlichen «Zeiten der Selbstbespiegelung, der Selbstoptimierung, der permanenten Zur-Schau-Stellung» sei es wichtig, zwischen Darstellung und Kern zu unterscheiden und dabei darauf zu vertrauen, dass bei allen Verlusten doch Gott bleibe. Und Gott brauche nicht viel, um seine Verheißung zu vollenden. Und er lasse laut Jesaja sprießen, wachsen und gedeihen. Daraus folgerte Mantey: «Übrig zu bleiben lohnt sich. Um Gott zu erfahren.» Er ermutigte die Synodalen, sich in diese Wahrheit Gottes hineinfallen zu lassen. Und er wünschte ihnen für die anstehende Synodaltagung: «Gott erneuere dazu unseren Sinn. Amen.» (26.11.2018)

Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann (Foto: medio.tv/Schauderna)

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Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann im Interview zu den Schwerpunktthemen der Herbsttagung, zur Bewerberlage für die Bischofswahl im kommenden Jahr und was die geistliche Begleitung einer Synodaltagung besonders auszeichnet:

Archiv: Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Bischof Martin Hein

Bischof Hein stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, am 23.11.2018 in Kassel.

Fischer: Herr Bischof, das Schwerpunktthema ihres Berichts vor der Synode lautet in diesem Jahr: «Theologische Orientierung». Warum dieses Thema?

Bischof Hein: Es geht mir darum deutlich zu machen, dass die Kirche nie ausschließlich nach Maßstäben von Effektivität und Effizienz arbeiteten darf, sondern dass sie ganz bewusst den Glauben, den sie verkündet, reflektieren muss. Dieses Nachdenken über den Glauben hat Konsequenzen für das Handeln der Kirche. Theologie geschieht eben nicht nur in wissenschaftlichen Zusammenhängen, sondern Theologie hat unmittelbare Bedeutung für das kirchliche Leben, wenn es uns gelingt, Abstand zu gewinnen und in der Rückfrage nach dem Wort Gottes zu schauen, was wichtig ist im Blick auf die Zukunft der Verkündigung des Evangeliums. Zugleich steht Theologie aber als Wissenschaft im Kreuzfeuer moderner Entwicklungen. Mein Anliegen ist es, gegenüber der akademischen Welt zum Ausdruck zu bringen, dass wir uns als Kirche nicht von der akademischen Theologie verabschieden, sondern großen Wert darauf legen, dass innerhalb des universitären Zusammenhangs die Theologie mit ihren Fragen Gehör findet und dass sie in eine kritische Beziehung zur Kirche treten kann.

Fischer: Was heißt das konkret für die Ausbildung zum Beispiel von Pfarrerinnen und Pfarrern?

Bischof Hein: Mein Plädoyer geht ganz klar dahin, dass Pfarrerinnen und Pfarrer im Sinne von «öffentlichen Intellektuellen» ein akademisches Studium durchlaufen müssen. Inzwischen gibt es angesichts der Frage, ob wir auf Dauer den Bedarf an Pfarrerinnen und Pfarrern decken können, Überlegungen, auch aus anderen Bereichen künftige Pfarrerinnen und Pfarrer zu gewinnen und auszubilden. Wir haben uns als Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck als erste für einen berufsbegleitenden Master-Studiengang Theologie eingesetzt. Aber dieser Studiengang ersetzt nicht den Regelfall des grundständigen akademischen Studiums. Weiterhin gilt: Wenn es darum geht, den Glauben in unserer Welt sprachfähig zu machen, benötigen wir akademisch geschulte Pfarrerin und Pfarrer.

Fischer: Herr Bischof, Sie streifen in ihrem Bericht auch das Thema Jugend. Was muss sich da ändern von Seiten der Kirche?

Bischof Hein: Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil es ja ganz offensichtlich ist, dass Jugendliche spätestens nach ihrer Konfirmation in Distanz zur Kirche treten. Das hat mich veranlasst einmal nach dem Zufallsprinzip Jugendliche nach Kassel zu einem Hearing einzuladen, um von ihnen zu hören, was sie von der Kirche erwarten – und was nicht. Und der Eindruck, den ich dort gewonnen habe – verbunden mit einer Onlinebefragung, auf die über 400 Jugendliche antworteten – ist folgender: Jugendliche identifizieren Kirche überwiegend mit dem Gottesdienst. Der Gottesdienst ist das, was Kinder und Jugendliche prägt, und wenn es da nicht zu einer Begeisterung gekommen ist, dann erfahren Jugendliche den Gottesdienst in seiner traditionellen Form als ausgesprochen langweilig. Das kann ich nachvollziehen.

Fischer: Was muss die Kirche tun, um solchen Erfahrungen gegenzusteuern?

Bischof Hein: Erst einmal muss man sagen, Kirche ist mehr als Gottesdienst. Mich hat gewundert, mit welcher Beharrlichkeit alle Jugendlichen ständig vom Gottesdienst gesprochen haben, wo es doch auch eine ganze Fülle sonstiger Beziehungen auch geben kann, etwa im Religionsunterricht. Nein, der Gottesdienst ist für sie das Schlüsselerlebnis. Und dadurch, dass in der Konfirmandenzeit oft der Gottesdienst Besuch als eine Pflichtveranstaltung erlebt wird, sind dann viele ganz froh, dass sie da später nicht mehr hingehen müssen. Was könnte man machen? Eine stärkere Integration der Jugendlichen in den Ablauf des Gottesdienstes legt sich nahe. Wäre ich noch einmal junger Pfarrer, würde ich das Modell der Messdiener aus der katholischen Kirche ziemlich bruchlos übernehmen und Jugendlichen Mitverantwortung für die Gestaltung des Gottesdienstes geben. Sodann müssen wir auch das Liedgut ausweiten. Es sind nicht nur Jugendliche, die gerne einmal andere Lieder singen, es sind auch Erwachsene und ältere Menschen. Wir trauen denen oft gar nicht zu, dass sie sich auf Jugendliche einstellen können. Und dann muss man wahrnehmen, dass es andere Formen der Kommunikation gibt, die nicht mehr auf die bisher übliche analoge Weise sich vollziehen, sondern digital.

Fischer: Da haben Sie ja auch persönlich Erfahrungen gesammelt, zum Beispiel mit ihrem Chatprogramm im Internet. Wie hat sich das für Sie angefühlt?

Bischof Hein: Das habe ich nun 18 Jahre lang gemacht, zwei Mal im Jahr. Inzwischen habe ich den Eindruck: Es kommt da eine gewisse Routine auf. Viele steigen ein, die auf anonyme Weise mit dem Bischof Themen erörtern wollen. Inzwischen gibt neue Formen der digitalen Kommunikation – etwa auf Twitter, Facebook oder Instagram. Jugendliche sind an dieser Stelle ungemein fix und wir müssen überlegen, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen und sie nutzen. Ich bin der Letzte, der da die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen hat, sondern ich wünsche uns, dass uns engagierte junge Menschen sagen: «Passt mal auf,  hier müsst ihr noch mehr drauf achten!» Und dann muss die Bereitschaft bei uns Älteren da sein, das auch umzusetzen.

Fischer: Herr Bischof, die EKD hat auf ihrer Synode das Thema «sexualisierte Gewalt» zum Thema gemacht. Auch die Landeskirchen sind involviert. Wie sieht die Situation in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck aus?

Bischof Hein: Dieses Thema begleitet uns leider nicht erst seit der EKD-Synode. Als vor etlichen Jahren die Missbrauchsfälle in Berlin im Canisius-Kolleg bekannt geworden sind, haben wir mit umfangreichen Präventionsmaßnahmen reagiert, so dass man uns keine Untätigkeit vorwerfen wird. Aber aufgrund der Veröffentlichung der Zahlen des Missbrauchs durch katholische Priester öffnen sich auch bei uns inzwischen die Schleusen und Menschen berichten in geradezu erschütternder Weise, was ihnen als Kindern, Jugendlichen, aber auch als Frauen im Erwachsenenalter angetan worden ist. Zunächst ist es ganz wichtig, diesen Menschen zuzuhören, sie ernst zu nehmen und alles zu tun, dass diejenigen, die das getan haben, auch strafrechtlich und disziplinarisch belangt werden. Nun aber kommen viele Fälle auf den Tisch, die strafrechtlich gesehen verjährt sind. Trotzdem werden wir hier disziplinarisch vorgehen müssen. Wir können nicht akzeptieren, dass Menschen über Jahrzehnte hin das Trauma eines Missbrauchs in sich tragen und wir uns dann zurückziehen und sagen, das hat mit der Kirche insgesamt nichts zu tun – auch wenn die Verantwortlichkeit für solche Übergriffe bei der jeweiligen Person liegt. Wir müssen uns als Kirche fragen, ob es Strukturen gab, die das gefördert haben. Und dann müssen wir die unbedingt abstellen. Und wir müssen uns auch den Anfragen der Öffentlichkeit in aller Deutlichkeit stellen. Hier gibt es nichts zu vertuschen, hier gilt es auch nicht irgendeinen Makel zu verhindern, sondern hier sind Transparenz  und Ehrlichkeit gefordert.

Fischer: Ganz konkret, Welche Strukturen müssen Sie ändern, damit zum Beispiel Betroffene ihr Anliegen artikulieren können? 

Bischof Hein: Es gibt eine zentrale Anlaufstelle bei der EKD, die eingehende Hinweise weiterleitet. Und unser Anliegen ist es, unabhängige Personen zu beauftragen, die sich sowohl juristisch als auch seelsorglich oder auch psychologisch darum kümmern. Es müssen Personen sein, die nicht in einem unmittelbaren Dienstverhältnis zur Kirche stehen, um von vorneherein den Anschein zu vermeiden, wir hätten irgendetwas zu verbergen. Deswegen haben wir in der Kirchenleitung bei allen bisherigen Überlegungen, die in den nächsten Wochen in konkrete Schritte umgesetzt werden, auf den Aspekt der Unabhängigkeit und der Klarheit innerhalb des Verfahrens wert gelegt.

Fischer: Also, unabhängige Anlaufstellen für Menschen, die betroffen sind. Wie steht es um die Prävention? 

Bischof Hein: Wir haben seit einigen Jahren bereits einen Krisenplan, wie wir mit beobachteten Übergriffen umgehen. Der wird jetzt erneut überarbeitet und unmittelbar den Dienststellenleitungen zugestellt. Das Problem besteht darin, dass wir trotz aller Präventionsmaßnahmen sexualisierte Gewalt nicht für immer ausschließen können. Aber wir müssen alles dafür tun, dass wir bewusst entsprechende Schritte einleiten, wenn wir von Vorfällen Kenntnis erhalten. Das bedeutet konkret: Im nächsten Jahr wird es in sämtlichen Dekanaten und Dienststellenleitungen Präventionsschulungen geben – verbunden mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass jeder mit harten Konsequenzen rechnen muss, sofern ein Fall von sexuellem Missbrauch vorliegt. 

Fischer: Herr Bischof, vielen Dank!

(26.11.2018)

2019-07-02 26312

Nachgefragt...
Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Bischof Martin Hein

Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Bischof Martin Hein

Bischof Hein stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, am 23.11.2018 in Kassel.

Fischer: Herr Bischof, das Schwerpunktthema ihres Berichts vor der Synode lautet in diesem Jahr: «Theologische Orientierung». Warum dieses Thema?

Bischof Hein: Es geht mir darum deutlich zu machen, dass die Kirche nie ausschließlich nach Maßstäben von Effektivität und Effizienz arbeiteten darf, sondern dass sie ganz bewusst den Glauben, den sie verkündet, reflektieren muss. Dieses Nachdenken über den Glauben hat Konsequenzen für das Handeln der Kirche. Theologie geschieht eben nicht nur in wissenschaftlichen Zusammenhängen, sondern Theologie hat unmittelbare Bedeutung für das kirchliche Leben, wenn es uns gelingt, Abstand zu gewinnen und in der Rückfrage nach dem Wort Gottes zu schauen, was wichtig ist im Blick auf die Zukunft der Verkündigung des Evangeliums. Zugleich steht Theologie aber als Wissenschaft im Kreuzfeuer moderner Entwicklungen. Mein Anliegen ist es, gegenüber der akademischen Welt zum Ausdruck zu bringen, dass wir uns als Kirche nicht von der akademischen Theologie verabschieden, sondern großen Wert darauf legen, dass innerhalb des universitären Zusammenhangs die Theologie mit ihren Fragen Gehör findet und dass sie in eine kritische Beziehung zur Kirche treten kann.

Fischer: Was heißt das konkret für die Ausbildung zum Beispiel von Pfarrerinnen und Pfarrern?

Bischof Hein: Mein Plädoyer geht ganz klar dahin, dass Pfarrerinnen und Pfarrer im Sinne von «öffentlichen Intellektuellen» ein akademisches Studium durchlaufen müssen. Inzwischen gibt es angesichts der Frage, ob wir auf Dauer den Bedarf an Pfarrerinnen und Pfarrern decken können, Überlegungen, auch aus anderen Bereichen künftige Pfarrerinnen und Pfarrer zu gewinnen und auszubilden. Wir haben uns als Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck als erste für einen berufsbegleitenden Master-Studiengang Theologie eingesetzt. Aber dieser Studiengang ersetzt nicht den Regelfall des grundständigen akademischen Studiums. Weiterhin gilt: Wenn es darum geht, den Glauben in unserer Welt sprachfähig zu machen, benötigen wir akademisch geschulte Pfarrerin und Pfarrer.

Fischer: Herr Bischof, Sie streifen in ihrem Bericht auch das Thema Jugend. Was muss sich da ändern von Seiten der Kirche?

Bischof Hein: Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil es ja ganz offensichtlich ist, dass Jugendliche spätestens nach ihrer Konfirmation in Distanz zur Kirche treten. Das hat mich veranlasst einmal nach dem Zufallsprinzip Jugendliche nach Kassel zu einem Hearing einzuladen, um von ihnen zu hören, was sie von der Kirche erwarten – und was nicht. Und der Eindruck, den ich dort gewonnen habe – verbunden mit einer Onlinebefragung, auf die über 400 Jugendliche antworteten – ist folgender: Jugendliche identifizieren Kirche überwiegend mit dem Gottesdienst. Der Gottesdienst ist das, was Kinder und Jugendliche prägt, und wenn es da nicht zu einer Begeisterung gekommen ist, dann erfahren Jugendliche den Gottesdienst in seiner traditionellen Form als ausgesprochen langweilig. Das kann ich nachvollziehen.

Fischer: Was muss die Kirche tun, um solchen Erfahrungen gegenzusteuern?

Bischof Hein: Erst einmal muss man sagen, Kirche ist mehr als Gottesdienst. Mich hat gewundert, mit welcher Beharrlichkeit alle Jugendlichen ständig vom Gottesdienst gesprochen haben, wo es doch auch eine ganze Fülle sonstiger Beziehungen auch geben kann, etwa im Religionsunterricht. Nein, der Gottesdienst ist für sie das Schlüsselerlebnis. Und dadurch, dass in der Konfirmandenzeit oft der Gottesdienst Besuch als eine Pflichtveranstaltung erlebt wird, sind dann viele ganz froh, dass sie da später nicht mehr hingehen müssen. Was könnte man machen? Eine stärkere Integration der Jugendlichen in den Ablauf des Gottesdienstes legt sich nahe. Wäre ich noch einmal junger Pfarrer, würde ich das Modell der Messdiener aus der katholischen Kirche ziemlich bruchlos übernehmen und Jugendlichen Mitverantwortung für die Gestaltung des Gottesdienstes geben. Sodann müssen wir auch das Liedgut ausweiten. Es sind nicht nur Jugendliche, die gerne einmal andere Lieder singen, es sind auch Erwachsene und ältere Menschen. Wir trauen denen oft gar nicht zu, dass sie sich auf Jugendliche einstellen können. Und dann muss man wahrnehmen, dass es andere Formen der Kommunikation gibt, die nicht mehr auf die bisher übliche analoge Weise sich vollziehen, sondern digital.

Fischer: Da haben Sie ja auch persönlich Erfahrungen gesammelt, zum Beispiel mit ihrem Chatprogramm im Internet. Wie hat sich das für Sie angefühlt?

Bischof Hein: Das habe ich nun 18 Jahre lang gemacht, zwei Mal im Jahr. Inzwischen habe ich den Eindruck: Es kommt da eine gewisse Routine auf. Viele steigen ein, die auf anonyme Weise mit dem Bischof Themen erörtern wollen. Inzwischen gibt neue Formen der digitalen Kommunikation – etwa auf Twitter, Facebook oder Instagram. Jugendliche sind an dieser Stelle ungemein fix und wir müssen überlegen, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen und sie nutzen. Ich bin der Letzte, der da die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen hat, sondern ich wünsche uns, dass uns engagierte junge Menschen sagen: «Passt mal auf,  hier müsst ihr noch mehr drauf achten!» Und dann muss die Bereitschaft bei uns Älteren da sein, das auch umzusetzen.

Fischer: Herr Bischof, die EKD hat auf ihrer Synode das Thema «sexualisierte Gewalt» zum Thema gemacht. Auch die Landeskirchen sind involviert. Wie sieht die Situation in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck aus?

Bischof Hein: Dieses Thema begleitet uns leider nicht erst seit der EKD-Synode. Als vor etlichen Jahren die Missbrauchsfälle in Berlin im Canisius-Kolleg bekannt geworden sind, haben wir mit umfangreichen Präventionsmaßnahmen reagiert, so dass man uns keine Untätigkeit vorwerfen wird. Aber aufgrund der Veröffentlichung der Zahlen des Missbrauchs durch katholische Priester öffnen sich auch bei uns inzwischen die Schleusen und Menschen berichten in geradezu erschütternder Weise, was ihnen als Kindern, Jugendlichen, aber auch als Frauen im Erwachsenenalter angetan worden ist. Zunächst ist es ganz wichtig, diesen Menschen zuzuhören, sie ernst zu nehmen und alles zu tun, dass diejenigen, die das getan haben, auch strafrechtlich und disziplinarisch belangt werden. Nun aber kommen viele Fälle auf den Tisch, die strafrechtlich gesehen verjährt sind. Trotzdem werden wir hier disziplinarisch vorgehen müssen. Wir können nicht akzeptieren, dass Menschen über Jahrzehnte hin das Trauma eines Missbrauchs in sich tragen und wir uns dann zurückziehen und sagen, das hat mit der Kirche insgesamt nichts zu tun – auch wenn die Verantwortlichkeit für solche Übergriffe bei der jeweiligen Person liegt. Wir müssen uns als Kirche fragen, ob es Strukturen gab, die das gefördert haben. Und dann müssen wir die unbedingt abstellen. Und wir müssen uns auch den Anfragen der Öffentlichkeit in aller Deutlichkeit stellen. Hier gibt es nichts zu vertuschen, hier gilt es auch nicht irgendeinen Makel zu verhindern, sondern hier sind Transparenz  und Ehrlichkeit gefordert.

Fischer: Ganz konkret, Welche Strukturen müssen Sie ändern, damit zum Beispiel Betroffene ihr Anliegen artikulieren können? 

Bischof Hein: Es gibt eine zentrale Anlaufstelle bei der EKD, die eingehende Hinweise weiterleitet. Und unser Anliegen ist es, unabhängige Personen zu beauftragen, die sich sowohl juristisch als auch seelsorglich oder auch psychologisch darum kümmern. Es müssen Personen sein, die nicht in einem unmittelbaren Dienstverhältnis zur Kirche stehen, um von vorneherein den Anschein zu vermeiden, wir hätten irgendetwas zu verbergen. Deswegen haben wir in der Kirchenleitung bei allen bisherigen Überlegungen, die in den nächsten Wochen in konkrete Schritte umgesetzt werden, auf den Aspekt der Unabhängigkeit und der Klarheit innerhalb des Verfahrens wert gelegt.

Fischer: Also, unabhängige Anlaufstellen für Menschen, die betroffen sind. Wie steht es um die Prävention? 

Bischof Hein: Wir haben seit einigen Jahren bereits einen Krisenplan, wie wir mit beobachteten Übergriffen umgehen. Der wird jetzt erneut überarbeitet und unmittelbar den Dienststellenleitungen zugestellt. Das Problem besteht darin, dass wir trotz aller Präventionsmaßnahmen sexualisierte Gewalt nicht für immer ausschließen können. Aber wir müssen alles dafür tun, dass wir bewusst entsprechende Schritte einleiten, wenn wir von Vorfällen Kenntnis erhalten. Das bedeutet konkret: Im nächsten Jahr wird es in sämtlichen Dekanaten und Dienststellenleitungen Präventionsschulungen geben – verbunden mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass jeder mit harten Konsequenzen rechnen muss, sofern ein Fall von sexuellem Missbrauch vorliegt. 

Fischer: Herr Bischof, vielen Dank!

(26.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Archiv: Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Vizepräsident Volker Knöppel

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel stellte sich den Fragen von medio-Radioredakteur Torsten Scheuermann am 23.11.2018 in Kassel.

Scheuermann: 2018 wurde das Wirtschaftswachstum zwar etwas nach unten korrigiert, trotzdem herrscht noch ein Aufschwung in Deutschland und damit ein steigendes Steueraufkommen. Wie ist die Entwicklung in Kurhessen-Waldeck?

Vizepräsident Dr. Knöppel: Wir profitieren im Moment tatsächlich von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik. Davon, dass der Export boomt, davon, dass viele Menschen in Lohn und Brot stehen und wir eine geringe Arbeitslosenquote haben und viele von denen, die in Beschäftigungsverhältnissen sind, auch so gut verdienen, dass dann auch Kirchensteuer erhoben wird.
Wir haben einschließlich des Monats Oktober 2018 jetzt ein Plus von etwa 5 Prozent gegenüber den Kirchensteuereinnahmen des gleichen Vorjahreszeitraums. Das ist eine recht erfreuliche Entwicklung.

Scheuermann: Sie haben ganz aktuell erste Ergebnisse einer EKD-Studie über die zukünftige Entwicklung des Steueraufkommens erhalten. Welche wichtigen Erkenntnisse ziehen Sie da für die EKKW?

Knöppel: Diese Studie zeigt uns, dass die Kirchensteuereinnahmen, die wir haben, nicht nur auf der guten wirtschaftlichen Lage beruhen, sondern vor allem auch darauf, dass viele Menschen, die zu den Babyboomer Jahrgängen gehören, gut verdienen und in einem hohen Grade kirchlich gebunden sind und einen hohen Anteil des Kirchensteueraufkommens ausmachen. Wir wissen deshalb aber auch, dass diese Menschen in zehn bis spätestens 15 Jahren aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und das wird gravierende Folgen für die Einnahmesituation unserer Landeskirche haben.

Scheuermann: Welche besonderen Ergebnisse nehmen Sie noch aus der Studie?

Knöppel: Zwei Ergebnisse sind bemerkenswert. Einmal können wir aufgrund der Studie feststellen, dass 10% unserer Gemeindeglieder ein zu versteuerndes Einkommen von 30.000 Euro und mehr haben. Und dieser Personenkreis bringt etwa zwei Drittel des Kirchensteueraufkommens unserer gesamten Landeskirche auf. Das ist eine bemerkenswerte Feststellung, deshalb auch ein ganz großer Dank an diese Menschen, dass sie das tun und Mitglied der Kirche sind. Und eine zweite Beobachtung ist etwas bedauerlicher, das betrifft nämlich das Austrittsverhalten unserer Gemeindeglieder. Wir sehen, es gibt neben dem Durchschnitt bei langjähriger Betrachtung doch zwei Lebensalter, in denen man gehäuft austritt. Das sind einmal die 26-Jährigen und einmal die 48-Jährigen. Und das können wir auch nochmal genauer analysieren, bei den 26-Jährigen sind es vornehmlich die jungen Männer und bei den 48-Jährigen überwiegt das Austrittsverhalten der Frauen.

Scheuermann: Und welche Gründe gibt es für dieses Austrittsverhalten?

Knöppel: Das ist ja erst mal nur die statistische Betrachtung. Wenn man es aber interpretiert, sieht man: Bei den jungen Männern hat es wohl etwas mit der Familiengründungsphase und mit dem Einstieg in das berufliche Leben zu tun. Bei dem Austrittsverhalten der etwa 48-jährigen Frauen könnte es damit zu tun haben, dass die Kinder aus dem Haushalt gehen, das Kindergeld entfällt, der Kinderfreibetrag entfällt und beim Eintritt in das Erwerbsleben oder bei der Erhöhung des Stundenumfangs einer Tätigkeit dann natürlich die Steuerklasse 5 ganz entscheidend zugreift.

Scheuermann: Und wie wollen Sie diesem Phänomen begegnen?

Knöppel: Zunächst einmal war das ein Zwischenbericht, wir müssen den Abschlussbericht im Frühsommer des nächsten Jahres abwarten. Ich glaube aber, an dieser Erkenntnis wird sich nichts mehr ändern, sondern sich eher bestätigen. Wir sind jetzt genauer in der Lage zu analysieren, welcher Personenkreis ist das, der uns verlässt. Wir müssen davon ausgehen, wer die Kirche verlässt, hat auch einen längeren Entfremdungsprozess schon hinter sich gebracht. Ich denke, es ist ganz wichtig zu schauen, in welcher Lebenssituation befinden sich diese Menschen. Denen müssen wir uns in der Zukunft in einer besonderen Weise zuwenden. Und wir müssen uns vielleicht auch mit der Frage beschäftigen, was haben eigentlich unsere Gemeindeglieder davon, dass sie in der Kirche sind. Also, welchen Benefit haben sie, das ist eine neue, andere Betrachtungsweise. Wir müssen auf die Menschen zugehen und sie in ihrer Lebenssituation abholen und ansprechen.

Scheuermann: Vielen Dank für das Gespräch!

(29.11.2018)

2019-07-02 26358

Nachgefragt...
Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Vizepräsident Volker Knöppel

Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Vizepräsident Volker Knöppel
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel stellte sich den Fragen von medio-Radioredakteur Torsten Scheuermann am 23.11.2018 in Kassel.

Scheuermann: 2018 wurde das Wirtschaftswachstum zwar etwas nach unten korrigiert, trotzdem herrscht noch ein Aufschwung in Deutschland und damit ein steigendes Steueraufkommen. Wie ist die Entwicklung in Kurhessen-Waldeck?

Vizepräsident Dr. Knöppel: Wir profitieren im Moment tatsächlich von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik. Davon, dass der Export boomt, davon, dass viele Menschen in Lohn und Brot stehen und wir eine geringe Arbeitslosenquote haben und viele von denen, die in Beschäftigungsverhältnissen sind, auch so gut verdienen, dass dann auch Kirchensteuer erhoben wird.
Wir haben einschließlich des Monats Oktober 2018 jetzt ein Plus von etwa 5 Prozent gegenüber den Kirchensteuereinnahmen des gleichen Vorjahreszeitraums. Das ist eine recht erfreuliche Entwicklung.

Scheuermann: Sie haben ganz aktuell erste Ergebnisse einer EKD-Studie über die zukünftige Entwicklung des Steueraufkommens erhalten. Welche wichtigen Erkenntnisse ziehen Sie da für die EKKW?

Knöppel: Diese Studie zeigt uns, dass die Kirchensteuereinnahmen, die wir haben, nicht nur auf der guten wirtschaftlichen Lage beruhen, sondern vor allem auch darauf, dass viele Menschen, die zu den Babyboomer Jahrgängen gehören, gut verdienen und in einem hohen Grade kirchlich gebunden sind und einen hohen Anteil des Kirchensteueraufkommens ausmachen. Wir wissen deshalb aber auch, dass diese Menschen in zehn bis spätestens 15 Jahren aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und das wird gravierende Folgen für die Einnahmesituation unserer Landeskirche haben.

Scheuermann: Welche besonderen Ergebnisse nehmen Sie noch aus der Studie?

Knöppel: Zwei Ergebnisse sind bemerkenswert. Einmal können wir aufgrund der Studie feststellen, dass 10% unserer Gemeindeglieder ein zu versteuerndes Einkommen von 30.000 Euro und mehr haben. Und dieser Personenkreis bringt etwa zwei Drittel des Kirchensteueraufkommens unserer gesamten Landeskirche auf. Das ist eine bemerkenswerte Feststellung, deshalb auch ein ganz großer Dank an diese Menschen, dass sie das tun und Mitglied der Kirche sind. Und eine zweite Beobachtung ist etwas bedauerlicher, das betrifft nämlich das Austrittsverhalten unserer Gemeindeglieder. Wir sehen, es gibt neben dem Durchschnitt bei langjähriger Betrachtung doch zwei Lebensalter, in denen man gehäuft austritt. Das sind einmal die 26-Jährigen und einmal die 48-Jährigen. Und das können wir auch nochmal genauer analysieren, bei den 26-Jährigen sind es vornehmlich die jungen Männer und bei den 48-Jährigen überwiegt das Austrittsverhalten der Frauen.

Scheuermann: Und welche Gründe gibt es für dieses Austrittsverhalten?

Knöppel: Das ist ja erst mal nur die statistische Betrachtung. Wenn man es aber interpretiert, sieht man: Bei den jungen Männern hat es wohl etwas mit der Familiengründungsphase und mit dem Einstieg in das berufliche Leben zu tun. Bei dem Austrittsverhalten der etwa 48-jährigen Frauen könnte es damit zu tun haben, dass die Kinder aus dem Haushalt gehen, das Kindergeld entfällt, der Kinderfreibetrag entfällt und beim Eintritt in das Erwerbsleben oder bei der Erhöhung des Stundenumfangs einer Tätigkeit dann natürlich die Steuerklasse 5 ganz entscheidend zugreift.

Scheuermann: Und wie wollen Sie diesem Phänomen begegnen?

Knöppel: Zunächst einmal war das ein Zwischenbericht, wir müssen den Abschlussbericht im Frühsommer des nächsten Jahres abwarten. Ich glaube aber, an dieser Erkenntnis wird sich nichts mehr ändern, sondern sich eher bestätigen. Wir sind jetzt genauer in der Lage zu analysieren, welcher Personenkreis ist das, der uns verlässt. Wir müssen davon ausgehen, wer die Kirche verlässt, hat auch einen längeren Entfremdungsprozess schon hinter sich gebracht. Ich denke, es ist ganz wichtig zu schauen, in welcher Lebenssituation befinden sich diese Menschen. Denen müssen wir uns in der Zukunft in einer besonderen Weise zuwenden. Und wir müssen uns vielleicht auch mit der Frage beschäftigen, was haben eigentlich unsere Gemeindeglieder davon, dass sie in der Kirche sind. Also, welchen Benefit haben sie, das ist eine neue, andere Betrachtungsweise. Wir müssen auf die Menschen zugehen und sie in ihrer Lebenssituation abholen und ansprechen.

Scheuermann: Vielen Dank für das Gespräch!

(29.11.2018)


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Archiv: Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Präses Thomas Dittmann

Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann stellte sich den Fragen von medio-Onlineredakteur Christian Küster am 23.11.2018 in Kassel.

Küster: Herr Präses Dr. Dittmann, die Landessynode tritt zu ihrer Herbsttagung zusammen. Welche Schwerpunkte wird die Tagung haben?

Präses Dittmann: In dieser Herbstsynode werden wir vor allem einen Anzahl von Berichten hören. An erster Stelle steht der Bericht des Bischofs. Es ist ja der letzte regelhafte Bericht, den Bischof Hein vor der Landessynode halten wird und deswegen sind wir besonders gespannt, was er uns für die Zukunft mit auf den Weg geben wird. 

Weiterhin hören wir einen Bericht des Kooperationsrates, der von unserer Landeskirche und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gebildet wird. Im Bericht geht es im Wesentlichen um die Kooperationsfelder Ökumene und Religionspädagogik. Im Zentrum Ökumene in Frankfurt am Main und dem Religionspädagogischen Institut in Marburg gibt es seit einigen Jahren eine intensive Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Landeskirchen. Diese Arbeit soll natürlich auch nach der Zusammenführung der Arbeitsfelder von den jeweiligen Landessynoden begleitet werden. Ich nehme wahr, dass beide Arbeitsgebiete auf einem guten Weg sind und sich Synergieeffekte zugunsten unserer beiden Landeskirchen entwickeln. 

In einem weiteren Bericht wird es um den Sachstand des Zukunftsprozesses 2026 gehen. Unsere Vorgängersynode hat nicht weniger als 180 Beschlüsse gefasst, mit denen unsere Landeskirche zukunftsfähig gemacht werden soll. Und diese 180 Grundsatzbeschlüsse müssen nun in kleine Münze umgesetzt werden. Das ist ein Prozess, der sich über einige Jahre hinzieht. Die gegenwärtige Landessynode hat das Interesse, diesen Prozess weiter voran zu treiben und sich zu informieren, dass alle Dinge, die beschlossen sind, auch im entsprechenden Zeitrahmen umgesetzt werden. 
Dann werden wir weiterhin einen Bericht von der EKD-Synode hören, die zu Beginn dieses Monats in Würzburg stattgefunden hat. Außerdem wird die Synode über die Arbeit des Dezernats für Dienstrecht des Landeskirchenamtes informiert. 

Und schließlich wird der Vizepräsident unserer Landeskirche seinen regelhaften Finanzbericht geben. Zum wichtigen Schwerpunkt Finanzen wird die Landessynode den Jahresabschluss 2017 erörtern und beraten und auch den Tätigkeitsbericht des Amtes für Revision hören und diskutieren und darüber hinaus natürlich auch den Nachtragshaushalt für das Jahr 2018 beraten. 

Besonders zum Jahresabschlussbericht 2017, aber auch zu den übrigen Finanzfragen, bieten wir einen Workshop an, in dem die Synodalen vertiefte Kenntnisse über unser Finanzsystem und über die Art und Weise der Aufstellung des Jahresabschlusses erwerben können. 

Küster: Sie haben es schon angesprochen: Bischof Hein wird seinen letzten Bischofsbericht vor der Landessynode halten. Zurzeit läuft die Suche nach den Kandidaten für die  Nachfolge im Bischofsamt. Was können Sie zur Bewerberlage sagen und wie ist der weitere Ablauf des Verfahrens?

Präses Dittmann: Ende August hatten wir ja einen Aufruf gestartet, wonach jedes Gemeindeglied Vorschläge unterbreiten konnte, wer für das Bischofsamt geeignet sein könnte. Dieser Aufruf hat ein großes Echo gehabt. Es sind nicht weniger als 142 Briefe bei mir eingegangen, die zum Teil von einer größeren Zahl von Personen unterzeichnet worden sind. Also etwa von einem gesamten Kirchenvorstand oder auch einmal von den Mitgliedern eines Singkreises. Aus den Briefen sind nahezu 60 Vorschläge hervorgegangen und der Nominierungsausschuss hat jetzt die Aufgabe, sorgfältig zu prüfen, welche von den genannten Namen in Frage kommen. Der Nominierungsausschuss wird dann der Landessynode zwei bis drei Kandidaten vorschlagen, die schließlich zur Wahl stehen werden.

Küster: Wann wird mit der Verkündung der entsprechenden Kandidaten zu rechnen sein?

Präses Dittmann: Da gibt es eine klare Vorgabe durch das Bischofswahlgesetz: Einige Wochen vor der projektierten Wahl am 9. Mai 2019 müssen die Namen im Kirchlichen Amtsblatt erscheinen. Der maßgebliche Zeitpunkt dafür ist der 31. März 2019. Ich habe vor,  die Namen einige Tage vor diesem Termin etwa im Rahmen einer Pressekonferenz oder auf einem ähnlichen Weg bekannt zu geben.

Küster: Sie haben für den Vortrag zum Leitwort der Landessynode Herrn Dr. Charbonnier vom Kirchenamt der EKD eingeladen, der zum Thema „Digitalisierung“ sprechen wird. Wo nehmen Sie denn für die Landessynode Auswirkungen der Digitalisierung besonders wahr?

Präses Dittmann: Die Informationstechnologie, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung eine große Rolle spielt, führt natürlich dazu, dass Informationsflüsse ganz anders als bisher gewohnt, zur Verfügung stehen. Daten, die man früher nur in großer Detailarbeit und in langwierigen Prozessen gewinnen konnte, werden in ganz neuer Weise zusammengeführt. Das hat letztlich zur Folge, dass sich die Art und Weise, wie man eine Fragestellung bearbeiten kann, stark ändert. Welche Auswirkungen das im Detail letztlich haben wird, ist mir noch nicht deutlich. Ich denke, dass man hier erst noch seine Erfahrungen sammeln muss. 

Küster: Es gibt vermehrt Bestrebungen, über die digitalen Technologien auch die Mitbestimmung breiter zu streuen. Sehen Sie hier zukünftig Formate, die die Meinungsbildung einer Landessynode beeinflussen könnten?

Präses Dittmann: An der Stelle fehlt mir noch etwas die Fantasie. Ich bin da aber durchaus aufgeschlossen für Experimente. Generell muss ich sagen, dass die Landessynode in sich eine ausgesprochen analoge Veranstaltung ist. Ein wesentliches Merkmal der Landessynode besteht eben darin, dass die Dinge im persönlichen Kontakt und im persönlichen Gespräch miteinander erörtert werden, z.B. in Seitengespräche in den Pausen zwischen den eigentlichen Beratungen. Das führt letztlich dazu, dass breitere Konsense erreicht werden können, als sie nach meinen bisherigen, wenigen Erfahrungen auf digitalem Wege erreicht werden könnten.

Küster: Während der Tagung  werden neben den Beratungen auch Gottesdienste und Andachten gefeiert. Was zeichnet denn die geistliche Begleitung einer Synodaltagung besonders aus?

Präses Dittmann: Unsere Synodaltagungen sind ganz wesentlich durch die Gottesdienste und Andachten geprägt. Es spielt eine große Rolle, dass wir nicht nur mit den Sachthemen konfrontiert sind, sondern dass wir die Beratungen in einen größeren Zusammenhang stellen - eben in den Zusammenhang der Gemeinde Jesu Christi und der Nachfolge. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Synoden immer mit einem Gottesdienst eröffnen und in der Regel haben wir am zweiten Synodentag dann eine Bibelarbeit, in der ein biblischer Text vertieft untersucht wird. Den letzten Synodentag eröffnen wir normalerweise mit einem Abendmahlsgottesdienst und die Tage an sich sind durch ein kurzes Mittagsgebet und eine Abendandacht strukturiert. Damit sind wir während der gesamten Tagung intensiv mit einem gottesdienstlichen Geschehen konfrontiert und erfahren Wegweisung und Leitung.

Küster: Vielen Dank für das Gespräch!

(28.11.2018)

2019-07-02 26352

Nachgefragt...
Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Präses Thomas Dittmann

Interview zur Herbsttagung 2018 der Landessynode mit Präses Thomas Dittmann
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Präses Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann stellte sich den Fragen von medio-Onlineredakteur Christian Küster am 23.11.2018 in Kassel.

Küster: Herr Präses Dr. Dittmann, die Landessynode tritt zu ihrer Herbsttagung zusammen. Welche Schwerpunkte wird die Tagung haben?

Präses Dittmann: In dieser Herbstsynode werden wir vor allem einen Anzahl von Berichten hören. An erster Stelle steht der Bericht des Bischofs. Es ist ja der letzte regelhafte Bericht, den Bischof Hein vor der Landessynode halten wird und deswegen sind wir besonders gespannt, was er uns für die Zukunft mit auf den Weg geben wird. 

Weiterhin hören wir einen Bericht des Kooperationsrates, der von unserer Landeskirche und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gebildet wird. Im Bericht geht es im Wesentlichen um die Kooperationsfelder Ökumene und Religionspädagogik. Im Zentrum Ökumene in Frankfurt am Main und dem Religionspädagogischen Institut in Marburg gibt es seit einigen Jahren eine intensive Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Landeskirchen. Diese Arbeit soll natürlich auch nach der Zusammenführung der Arbeitsfelder von den jeweiligen Landessynoden begleitet werden. Ich nehme wahr, dass beide Arbeitsgebiete auf einem guten Weg sind und sich Synergieeffekte zugunsten unserer beiden Landeskirchen entwickeln. 

In einem weiteren Bericht wird es um den Sachstand des Zukunftsprozesses 2026 gehen. Unsere Vorgängersynode hat nicht weniger als 180 Beschlüsse gefasst, mit denen unsere Landeskirche zukunftsfähig gemacht werden soll. Und diese 180 Grundsatzbeschlüsse müssen nun in kleine Münze umgesetzt werden. Das ist ein Prozess, der sich über einige Jahre hinzieht. Die gegenwärtige Landessynode hat das Interesse, diesen Prozess weiter voran zu treiben und sich zu informieren, dass alle Dinge, die beschlossen sind, auch im entsprechenden Zeitrahmen umgesetzt werden. 
Dann werden wir weiterhin einen Bericht von der EKD-Synode hören, die zu Beginn dieses Monats in Würzburg stattgefunden hat. Außerdem wird die Synode über die Arbeit des Dezernats für Dienstrecht des Landeskirchenamtes informiert. 

Und schließlich wird der Vizepräsident unserer Landeskirche seinen regelhaften Finanzbericht geben. Zum wichtigen Schwerpunkt Finanzen wird die Landessynode den Jahresabschluss 2017 erörtern und beraten und auch den Tätigkeitsbericht des Amtes für Revision hören und diskutieren und darüber hinaus natürlich auch den Nachtragshaushalt für das Jahr 2018 beraten. 

Besonders zum Jahresabschlussbericht 2017, aber auch zu den übrigen Finanzfragen, bieten wir einen Workshop an, in dem die Synodalen vertiefte Kenntnisse über unser Finanzsystem und über die Art und Weise der Aufstellung des Jahresabschlusses erwerben können. 

Küster: Sie haben es schon angesprochen: Bischof Hein wird seinen letzten Bischofsbericht vor der Landessynode halten. Zurzeit läuft die Suche nach den Kandidaten für die  Nachfolge im Bischofsamt. Was können Sie zur Bewerberlage sagen und wie ist der weitere Ablauf des Verfahrens?

Präses Dittmann: Ende August hatten wir ja einen Aufruf gestartet, wonach jedes Gemeindeglied Vorschläge unterbreiten konnte, wer für das Bischofsamt geeignet sein könnte. Dieser Aufruf hat ein großes Echo gehabt. Es sind nicht weniger als 142 Briefe bei mir eingegangen, die zum Teil von einer größeren Zahl von Personen unterzeichnet worden sind. Also etwa von einem gesamten Kirchenvorstand oder auch einmal von den Mitgliedern eines Singkreises. Aus den Briefen sind nahezu 60 Vorschläge hervorgegangen und der Nominierungsausschuss hat jetzt die Aufgabe, sorgfältig zu prüfen, welche von den genannten Namen in Frage kommen. Der Nominierungsausschuss wird dann der Landessynode zwei bis drei Kandidaten vorschlagen, die schließlich zur Wahl stehen werden.

Küster: Wann wird mit der Verkündung der entsprechenden Kandidaten zu rechnen sein?

Präses Dittmann: Da gibt es eine klare Vorgabe durch das Bischofswahlgesetz: Einige Wochen vor der projektierten Wahl am 9. Mai 2019 müssen die Namen im Kirchlichen Amtsblatt erscheinen. Der maßgebliche Zeitpunkt dafür ist der 31. März 2019. Ich habe vor,  die Namen einige Tage vor diesem Termin etwa im Rahmen einer Pressekonferenz oder auf einem ähnlichen Weg bekannt zu geben.

Küster: Sie haben für den Vortrag zum Leitwort der Landessynode Herrn Dr. Charbonnier vom Kirchenamt der EKD eingeladen, der zum Thema „Digitalisierung“ sprechen wird. Wo nehmen Sie denn für die Landessynode Auswirkungen der Digitalisierung besonders wahr?

Präses Dittmann: Die Informationstechnologie, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung eine große Rolle spielt, führt natürlich dazu, dass Informationsflüsse ganz anders als bisher gewohnt, zur Verfügung stehen. Daten, die man früher nur in großer Detailarbeit und in langwierigen Prozessen gewinnen konnte, werden in ganz neuer Weise zusammengeführt. Das hat letztlich zur Folge, dass sich die Art und Weise, wie man eine Fragestellung bearbeiten kann, stark ändert. Welche Auswirkungen das im Detail letztlich haben wird, ist mir noch nicht deutlich. Ich denke, dass man hier erst noch seine Erfahrungen sammeln muss. 

Küster: Es gibt vermehrt Bestrebungen, über die digitalen Technologien auch die Mitbestimmung breiter zu streuen. Sehen Sie hier zukünftig Formate, die die Meinungsbildung einer Landessynode beeinflussen könnten?

Präses Dittmann: An der Stelle fehlt mir noch etwas die Fantasie. Ich bin da aber durchaus aufgeschlossen für Experimente. Generell muss ich sagen, dass die Landessynode in sich eine ausgesprochen analoge Veranstaltung ist. Ein wesentliches Merkmal der Landessynode besteht eben darin, dass die Dinge im persönlichen Kontakt und im persönlichen Gespräch miteinander erörtert werden, z.B. in Seitengespräche in den Pausen zwischen den eigentlichen Beratungen. Das führt letztlich dazu, dass breitere Konsense erreicht werden können, als sie nach meinen bisherigen, wenigen Erfahrungen auf digitalem Wege erreicht werden könnten.

Küster: Während der Tagung  werden neben den Beratungen auch Gottesdienste und Andachten gefeiert. Was zeichnet denn die geistliche Begleitung einer Synodaltagung besonders aus?

Präses Dittmann: Unsere Synodaltagungen sind ganz wesentlich durch die Gottesdienste und Andachten geprägt. Es spielt eine große Rolle, dass wir nicht nur mit den Sachthemen konfrontiert sind, sondern dass wir die Beratungen in einen größeren Zusammenhang stellen - eben in den Zusammenhang der Gemeinde Jesu Christi und der Nachfolge. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Synoden immer mit einem Gottesdienst eröffnen und in der Regel haben wir am zweiten Synodentag dann eine Bibelarbeit, in der ein biblischer Text vertieft untersucht wird. Den letzten Synodentag eröffnen wir normalerweise mit einem Abendmahlsgottesdienst und die Tage an sich sind durch ein kurzes Mittagsgebet und eine Abendandacht strukturiert. Damit sind wir während der gesamten Tagung intensiv mit einem gottesdienstlichen Geschehen konfrontiert und erfahren Wegweisung und Leitung.

Küster: Vielen Dank für das Gespräch!

(28.11.2018)


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Archiv: Ökumenisches Internetportal gibt Predigtanregungen zum Schwerpunkt «Teilhabe»

Kassel (medio). «Teilhabe» ist das diesjährige Schwerpunktthema des ökumenischen Projektes «nachhaltig predigen». Die neue Ausgabe für das Kirchenjahr 2018/19 ist ab sofort auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de verfügbar. Das teilt die Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, mit.

Das Thema «Teilhabe» betreffe sowohl die Armut in armen und reichen Ländern, wie die Teilhabe an wirtschaftlicher Unterdrückung und an Verantwortung, erklärte Brinkmann-Weiß. Die Theologinnen und Theologen machten bei «nachhaltig predigen» auf die Zusammenhänge zwischen der Botschaft der Bibel und einem nachhaltigen Lebensstil aufmerksam. «Angesprochen sind dabei nicht nur der Einzelne, sondern auch wirtschaftliche und politische Institutionen», so die Dezernentin. Aufgabe der Predigt sei es, die christliche Botschaft und damit die christliche Ethik in die Gegenwart zu holen und aktuell zu interpretieren. So könnten Fragen zur Verfehlung der Klimaziele, zur Migration aus existenzieller Not oder zur Armut in reichen Ländern mit der christlichen Ethik beantwortet werden.

Die Predigten auf der Plattform stammen von Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Kirchen, zu denen im Kirchenjahr 2018/19  aus der EKKW Pfarrerin Claudia Barth (Kaufungen), Ökumenereferent Pfarrer Bernd Müller (Kassel) sowie Umweltpfarrer Uwe Hesse (Frankenberg) gehören. Die Predigtimpulse orientieren sich an der Lese- bzw. Perikopenordnung für die Sonn- und Feiertage.

Stichwort: «nachhaltig predigen»

Das ökumenische Projekt «nachhaltig predigen» wurde im Jahr 2005 gestartet und wird von «Brot für die Welt» gefördert. Mittlerweile beteiligen sich 25 Landeskirchen und Bistümer daran. Jedes  Kirchenjahr wird das Projekt unter ein Schwerpunktthema gestellt. Zuletzt war es das Thema «Bedrohte Freiheit». (26.11.2018)
 

2018-11-26 26277

«nachhaltig-predigen.de» für das neue Kirchenjahr
Ökumenisches Internetportal gibt Predigtanregungen zum Schwerpunkt «Teilhabe»

Ökumenisches Internetportal gibt Predigtanregungen zum Schwerpunkt «Teilhabe»
Die neue Webseite von nachhaltig-predigen.de (Foto: Bildschirmfoto)

Kassel (medio). «Teilhabe» ist das diesjährige Schwerpunktthema des ökumenischen Projektes «nachhaltig predigen». Die neue Ausgabe für das Kirchenjahr 2018/19 ist ab sofort auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de verfügbar. Das teilt die Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, mit.

Das Thema «Teilhabe» betreffe sowohl die Armut in armen und reichen Ländern, wie die Teilhabe an wirtschaftlicher Unterdrückung und an Verantwortung, erklärte Brinkmann-Weiß. Die Theologinnen und Theologen machten bei «nachhaltig predigen» auf die Zusammenhänge zwischen der Botschaft der Bibel und einem nachhaltigen Lebensstil aufmerksam. «Angesprochen sind dabei nicht nur der Einzelne, sondern auch wirtschaftliche und politische Institutionen», so die Dezernentin. Aufgabe der Predigt sei es, die christliche Botschaft und damit die christliche Ethik in die Gegenwart zu holen und aktuell zu interpretieren. So könnten Fragen zur Verfehlung der Klimaziele, zur Migration aus existenzieller Not oder zur Armut in reichen Ländern mit der christlichen Ethik beantwortet werden.

Die Predigten auf der Plattform stammen von Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Kirchen, zu denen im Kirchenjahr 2018/19  aus der EKKW Pfarrerin Claudia Barth (Kaufungen), Ökumenereferent Pfarrer Bernd Müller (Kassel) sowie Umweltpfarrer Uwe Hesse (Frankenberg) gehören. Die Predigtimpulse orientieren sich an der Lese- bzw. Perikopenordnung für die Sonn- und Feiertage.

Stichwort: «nachhaltig predigen»

Das ökumenische Projekt «nachhaltig predigen» wurde im Jahr 2005 gestartet und wird von «Brot für die Welt» gefördert. Mittlerweile beteiligen sich 25 Landeskirchen und Bistümer daran. Jedes  Kirchenjahr wird das Projekt unter ein Schwerpunktthema gestellt. Zuletzt war es das Thema «Bedrohte Freiheit». (26.11.2018)
 


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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

info_outline Buchtipp

Ergänzend ist in diesem Jahr ein gedruckter Band mit ausgewählten Predigtanregungen mit dem Titel «Reden wir über Nachhaltigkeit» erschienen (ISBN: 978-3-460-26779-4)

Archiv: Evangelische Melanchthon-Schule jetzt offen für alle Religionen

Willingshausen (epd). Die evangelische Melanchthon-Schule in Willingshausen-Steinatal ist jetzt für Schülerinnen und Schüler aller Religionen und Konfessionen offen. Wie Michael Dorhs, Referatsleiter für Schule und Unterricht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), am Montag bekanntgab, habe es im Kollegium des in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Gymnasiums Einmütigkeit für diese Öffnung gegeben. Die EKKW unterstütze die Entscheidung ebenfalls. Um in die Schule aufgenommen zu werden, musste bisher ein Schüler oder mindestens ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen angehört.

Ab dem neuen Schuljahr 2019/20 könnten somit alle Schüler, die die schulartspezifischen Aufnahmebedingungen erfüllen, ohne Rücksicht auf Herkunft, Nationalität, Geschlecht und Religionszugehörigkeit aufgenommen werden, sagte Dorhs. Allerdings müssten sie und ihre Eltern sich verpflichten, das besondere evangelische Profil und das Konzept der Schule zu achten und an dessen Umsetzung mitzuwirken. «Die Teilnahme am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht war und bleibt für alle Schüler verpflichtend», sagte Dorhs. Mit der neuen Regelung gälten für die Melanchthon-Schule nun dieselben Aufnahmebedingungen wie für die beiden Grundschulen in kirchlicher Trägerschaft und die evangelischen Kindertagestätten.

Derzeit besuchten 645 Schüler die Schule, ergänzte Dorhs, die Tendenz sei steigend. Nach Angaben von Direktorin Anke Holl würden für das kommende Schuljahr zusätzliche Angebote vorbereitet, die die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Schüler in den Blick nähmen. «Wir bemühen uns, jeden Menschen an dieser Schule mit den Augen Gottes anzusehen - und das heißt: möglichst zuerst seine Stärken wahrzunehmen und ihm bei seinen Schwächen dann auch helfen», sagte Holl. (26.11.2018)

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Ab dem neuen Schuljahr 2019/20
Evangelische Melanchthon-Schule jetzt offen für alle Religionen

Evangelische Melanchthon-Schule jetzt offen für alle Religionen
Die evangelische Melanchthon-Schule in Willingshausen-Steinatal ist jetzt für Schülerinnen und Schüler aller Religionen und Konfessionen offen. (Archivfoto: medio.tv/Schauderna)

Willingshausen (epd). Die evangelische Melanchthon-Schule in Willingshausen-Steinatal ist jetzt für Schülerinnen und Schüler aller Religionen und Konfessionen offen. Wie Michael Dorhs, Referatsleiter für Schule und Unterricht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), am Montag bekanntgab, habe es im Kollegium des in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Gymnasiums Einmütigkeit für diese Öffnung gegeben. Die EKKW unterstütze die Entscheidung ebenfalls. Um in die Schule aufgenommen zu werden, musste bisher ein Schüler oder mindestens ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen angehört.

Ab dem neuen Schuljahr 2019/20 könnten somit alle Schüler, die die schulartspezifischen Aufnahmebedingungen erfüllen, ohne Rücksicht auf Herkunft, Nationalität, Geschlecht und Religionszugehörigkeit aufgenommen werden, sagte Dorhs. Allerdings müssten sie und ihre Eltern sich verpflichten, das besondere evangelische Profil und das Konzept der Schule zu achten und an dessen Umsetzung mitzuwirken. «Die Teilnahme am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht war und bleibt für alle Schüler verpflichtend», sagte Dorhs. Mit der neuen Regelung gälten für die Melanchthon-Schule nun dieselben Aufnahmebedingungen wie für die beiden Grundschulen in kirchlicher Trägerschaft und die evangelischen Kindertagestätten.

Derzeit besuchten 645 Schüler die Schule, ergänzte Dorhs, die Tendenz sei steigend. Nach Angaben von Direktorin Anke Holl würden für das kommende Schuljahr zusätzliche Angebote vorbereitet, die die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Schüler in den Blick nähmen. «Wir bemühen uns, jeden Menschen an dieser Schule mit den Augen Gottes anzusehen - und das heißt: möglichst zuerst seine Stärken wahrzunehmen und ihm bei seinen Schwächen dann auch helfen», sagte Holl. (26.11.2018)


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Weitere Informationen zur Melanchthon-Schule finden Sie auf der Schul-Homepage:

Archiv: Bischof Hein: Wir müssen den Frieden «sexy» machen!

Kassel (medio). «Endlich hat die Bundesregierung es verstanden, dass es mit den Rüstungsexporten so nicht weitergehen kann. Denn bei Kriegen gibt es meistens nur Verlierer!», sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein im einstündigen «Bischofschat» mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Mittwochabend (21.11.) auf www.busstag.de. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) chattete zum Thema «Heute einen Krieg beenden.» als Teil einer Themenkampagne der Landeskirche zum Buß- und Bettag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit dem Bischof darüber, wie sich bewaffnete Kriege beenden lassen. Aber auch persönliche Erfahrungen über erlittene Kleinkriege hatten im Chat ihren Raum.

Ganz direkt fragte Bischof Hein die Teilnehmenden, wo sie gerne in ihrem Leben einen Krieg beenden würden. «poldi» erklärte: «Ich würde gerne den Krieg unter meinen Geschwistern beenden. Es herrscht ein fieser Erbschaftskrieg :( ». «maria» wiederum offenbarte: «Ich würde gerne meinen inneren Kampf beenden, ich versuche alles zu perfekt zu machen und stehe mir dabei selbst im Weg.» «Mir geht es ähnlich wie Maria», sagte «Lonestar». Auch der Bischof gestand: «Ich kenne diese Ansprüche an mich selbst auch ... und wie!» Diskutiert wurde im Chat auch die Frage, woher die hohen Ansprüche an sich selbst kommen. Während viele Chatter den Druck der Gesellschaft anführten, mutmaßte «kai_sel»: «...weil wir am Ende auch über uns urteilen müssen. Wir müssen mit unseren eigenen Taten leben. Mit Erfolgen sowie mit Tiefschlägen. Deshalb haben viele, denke ich, einen hohen Anspruch an sich selbst.»

Während des Chats tauschten sich die Teilnehmenden auch darüber aus, was Sie für das beste Rezept zur Beendigung eines Krieges halten: «Lukas» war der Meinung, dass Bildung, eine offene Gesellschaft und Handel das beste Rezept seien. «Das Projekt EU ist deswegen ja auch so erfolgreich.» Im Verlauf des Chats ging es somit auch immer wieder um die aktuelle politische Lage, Waffenhandel und die Gefahr, die von machtdurstigen Staatsoberhäuptern ausgeht. Bischof Hein erzählte am Ende des Chats auch von ganz persönlich erlittenen «Kriegen» - zum Beispiel von der Konkurrenz unter Assistenten an der Uni. Damals hätte der Stress, der gesundheitliche Folgen hatte, ihn zur Vernunft gebracht. Seine Erkenntnis daraus lautete: «Der Krieg tut am allerersten mir selbst weh.»

Auf die Frage, was die Bibel zu Krieg und Friede sage, antwortete Bischof Hein, dass da zwar viel von Krieg und Gewalt die Rede sei, aber eben auch vom Gott des Friedens und von der Bergpredigt Jesu. Hein ermutigte die Chatter dazu, schon heute damit zu beginnen, einen Krieg zu beenden und es jeden Tag von Neuem zu versuchen. «Für viele ist der Frieden langweiliger. Wir müssen den Frieden 'sexy' machen!» forderte Hein.

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Chat zum Buß-und Bettag
Bischof Hein: Wir müssen den Frieden «sexy» machen!

Bischof Hein: Wir müssen den Frieden «sexy» machen!
Bischof Martin Hein beim Chat in der ekkw.de-Onlineredaktion im Medienhaus der Landeskirche in Kassel. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). «Endlich hat die Bundesregierung es verstanden, dass es mit den Rüstungsexporten so nicht weitergehen kann. Denn bei Kriegen gibt es meistens nur Verlierer!», sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein im einstündigen «Bischofschat» mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Mittwochabend (21.11.) auf www.busstag.de. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) chattete zum Thema «Heute einen Krieg beenden.» als Teil einer Themenkampagne der Landeskirche zum Buß- und Bettag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit dem Bischof darüber, wie sich bewaffnete Kriege beenden lassen. Aber auch persönliche Erfahrungen über erlittene Kleinkriege hatten im Chat ihren Raum.

Ganz direkt fragte Bischof Hein die Teilnehmenden, wo sie gerne in ihrem Leben einen Krieg beenden würden. «poldi» erklärte: «Ich würde gerne den Krieg unter meinen Geschwistern beenden. Es herrscht ein fieser Erbschaftskrieg :( ». «maria» wiederum offenbarte: «Ich würde gerne meinen inneren Kampf beenden, ich versuche alles zu perfekt zu machen und stehe mir dabei selbst im Weg.» «Mir geht es ähnlich wie Maria», sagte «Lonestar». Auch der Bischof gestand: «Ich kenne diese Ansprüche an mich selbst auch ... und wie!» Diskutiert wurde im Chat auch die Frage, woher die hohen Ansprüche an sich selbst kommen. Während viele Chatter den Druck der Gesellschaft anführten, mutmaßte «kai_sel»: «...weil wir am Ende auch über uns urteilen müssen. Wir müssen mit unseren eigenen Taten leben. Mit Erfolgen sowie mit Tiefschlägen. Deshalb haben viele, denke ich, einen hohen Anspruch an sich selbst.»

Während des Chats tauschten sich die Teilnehmenden auch darüber aus, was Sie für das beste Rezept zur Beendigung eines Krieges halten: «Lukas» war der Meinung, dass Bildung, eine offene Gesellschaft und Handel das beste Rezept seien. «Das Projekt EU ist deswegen ja auch so erfolgreich.» Im Verlauf des Chats ging es somit auch immer wieder um die aktuelle politische Lage, Waffenhandel und die Gefahr, die von machtdurstigen Staatsoberhäuptern ausgeht. Bischof Hein erzählte am Ende des Chats auch von ganz persönlich erlittenen «Kriegen» - zum Beispiel von der Konkurrenz unter Assistenten an der Uni. Damals hätte der Stress, der gesundheitliche Folgen hatte, ihn zur Vernunft gebracht. Seine Erkenntnis daraus lautete: «Der Krieg tut am allerersten mir selbst weh.»

Auf die Frage, was die Bibel zu Krieg und Friede sage, antwortete Bischof Hein, dass da zwar viel von Krieg und Gewalt die Rede sei, aber eben auch vom Gott des Friedens und von der Bergpredigt Jesu. Hein ermutigte die Chatter dazu, schon heute damit zu beginnen, einen Krieg zu beenden und es jeden Tag von Neuem zu versuchen. «Für viele ist der Frieden langweiliger. Wir müssen den Frieden 'sexy' machen!» forderte Hein.

(Foto: Ruth Hein)

Bischof Hein mit dem Team der Onlineredaktion (v.l.): Christian Schauderna (Fotograf), Ramona Kopec (Leitende Redakteurin Online), Jens Breitbarth-Horn (Webentwickler & Chat-Admin), Christian Küster (Onlineredakteur & Chat-Admin), Pfarrer Christian Fischer (Medienhausleiter & Chat-Moderator) und Julian Lorenbeck (Volontär).

Große Resonanz und Einladung zum nächsten Chat im Frühjahr 2019

Der Moderator des Chats und Leiter des Medienhauses der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer, war begeistert über die große Resonanz auf das Gesprächsangebot und die Qualität der Diskussion: «Das Motto 'Heute einen Krieg beenden' hat viele Menschen zutiefst angesprochen. Die Sehnsucht nach Frieden in der Welt, aber auch in unseren Herzen ist groß. Das hat sich beim Gespräch gezeigt. So eine konzentrierte Stimmung beim Chat habe ich selten erlebt», sagte er nach dem Chat in Kassel.  Der Chat habe die Chance geboten, ganz ehrlich mit dem Bischof zu reden, ohne große Hürden, betonte Fischer. Er lud die Internetnutzer zum nächsten «Bischofschat» im Frühjahr 2019 ein. Das Thema und das genaue Datum sind dann auf www.ekkw.de zu erfahren.

Gottesdienste, busstag.de und SocialMedia

Der Chat war Teil der Themenkampagne zum Buß- und Bettag mit dem Motto «Heute einen Krieg beenden». Auf der Internetseite www.busstag.de konnten die User Wünsche und Klagen aufschreiben und Gebete anderer teilen.
1.100 Gottesdienste zum Buß- und Bettag, die am 21. November 2018 überall in Deutschland angeboten wurden, waren auf der Website eingetragen worden. Die Seite zählte fast 9.000 Besucher, die sich online über die Kampagne informierten. Auf www.facebook.com/busstag wurden seit Beginn der Kampagne Mitte Oktober rund 200.000 Menschen erreicht. Interessierte konnten außerdem auf www.instagram.de (@busstag) und www.twitter.com/busstag das Thema diskutieren und mitgestalten. (21.11.2018)


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Den Internetauftritt zur Themenkampagne finden Sie unter:

Archiv: Buß- und Bettag 2018 - «HEUTE EINEN KRIEG BEENDEN.»

Kassel (medio). Mit einer Themenkampagne unter dem Motto «HEUTE EINEN KRIEG BEENDEN.» rückten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau in diesem Jahr den Buß- und Bettag (21. November) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit Plakaten, Internetauftritten und weiteren Materialien gaben die Landeskirchen Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und machten auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam.

Bischof Hein: Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Friedensbotschaft

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, erinnerte zum Buß- und Bettag daran, dass alle Christen berufen sind, Phantasie, Kraft und Energie für den Frieden aufzuwenden. «Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Friedensbotschaft. Weil Gott durch ihn mit uns Frieden schließt, sind auch wir zum Frieden aufgerufen», schreibt Hein in seiner Abkündigung zum evangelischen Feiertag, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wurde.

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Bischof Hein: Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Friedensbotschaft
Buß- und Bettag 2018 - «HEUTE EINEN KRIEG BEENDEN.»

Buß- und Bettag 2018 - «HEUTE EINEN KRIEG BEENDEN.»
Motiv der Kampagne 2018 (Gestaltung: Orange Cube)

Kassel (medio). Mit einer Themenkampagne unter dem Motto «HEUTE EINEN KRIEG BEENDEN.» rückten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau in diesem Jahr den Buß- und Bettag (21. November) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit Plakaten, Internetauftritten und weiteren Materialien gaben die Landeskirchen Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und machten auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam.

Bischof Hein: Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Friedensbotschaft

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, erinnerte zum Buß- und Bettag daran, dass alle Christen berufen sind, Phantasie, Kraft und Energie für den Frieden aufzuwenden. «Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Friedensbotschaft. Weil Gott durch ihn mit uns Frieden schließt, sind auch wir zum Frieden aufgerufen», schreibt Hein in seiner Abkündigung zum evangelischen Feiertag, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wurde.

Der Frieden müsse erarbeitet werden und sei nicht selbstverständlich, so Hein. Die Kraft, die man dazu braucht, sei in Jesu Zusage zu finden: «Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.» (Johannes, 14,27) Hinsichtlich des Mottos zum Buß- und Bettag schreibt der Bischof: «Der Krieg ist kein Schicksal! Er ist eine Tat von Menschen. Wir fangen Kriege an, wir können sie auch beenden.» Noch besser sei aber, sie gar nicht erst zu beginnen. Die Menschen müssten andere Wege finden als die Gewalt. Jesu Aufforderung lautet: «Hört einfach auf damit!» Das sei ein Ruf zur Umkehr und zum Neuanfang und der Ruf in die Versöhnung.

Gottesdienste, busstag.de und SocialMedia

Der Buß- und Bettag lädt dazu ein, Gott ehrlich zu begegnen. In jeder Kirche dieser Welt. Und auch auf der Internetseite www.busstag.de: Hier kann man Wünsche und Klagen aufschreiben und Gebete anderer teilen. Und man kann sich selbst der Frage stellen: «Welchen Krieg würdest Du heute beenden?». Das Angebot enthält zudem viele Hinweise auf die Buß- und Bettagsgottesdienste, die am 21. November 2018 überall in Deutschland angeboten wurden. Außerdem konnten Interessierte in den Social Media-Kanälen facebook.com/busstag, instagram.de (@busstag) und twitter.com (@busstag) das Thema diskutieren und mitgestalten.

Bei der Buß- und Bettagskampagne kann in den Sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert werden. Unser Foto zeigt einen Post im Instagram-Kanal.

Stichwort: Kampagnen zum Buß- und Bettag

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bewirbt mit ungewöhnlichen Ideen bereits seit 1996 den Buß- und Bettag. Sie will mit den Kampagnen auch Menschen ansprechen, die sich sonst keine Gedanken zum Buß- und Bettag machen. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau an den Aktionen. (21.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Kanzelabkündigung von Bischof Martin Hein, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wurde:

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Alles über den Buß- und Bettag 2018 unter:

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Gottesdienste am Buß- und Bettag finden Sie im ekkw.de-Veranstaltungskalender:

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Beteiligen Sie sich selbst unter:

Archiv: Langjähriger Dezernent für Kirchliches Bauwesen und Schulrecht gestorben

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trauert um ihren Dezernenten für Kirchliches Bauwesen und Schulrecht, Oberlandeskirchenrat i. R. Günter Nebe. Nebe starb am 12. November im Alter von 87 Jahren in Kassel, teilte die Presestelle der Landeskirche mit. Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Volker Knöppel, würdigte Günter Nebe als engagierten und zuverlässigen Mitarbeiter. Durch seine 30-jährige Tätigkeit im Landeskirchenamt habe es in den Bereichen Bauwesen und Schulrecht eine hohe Kontinuität gegeben und er habe seine Bereiche nachhaltig geprägt. Die Entwicklung der Melanchthonschule Steinatal sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen. Dr. Knöppel sagte wörtlich: «Die Landeskirche hat Oberlandeskirchenrat Günter Nebe viel zu verdanken.» Als Mensch sei der Verstorbene für sein freundliches Wesen, seinen feinen Humor sowie seine Art der Formulierung von Rechtstexten und Beschlüssen geschätzt worden.

Zur Person:

Günter Nebe wurde am 24. Februar 1931 in Egstedt bei Erfurt geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1949 machte er zunächst ein Volontariat beim Evangelischen Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg. Danach wechselte er in die Bundesrepublik und studierte Jura in Göttingen. Nach der Großen Staatsprüfung und kurzer anwaltlicher Tätigkeit wurde er 1959 als Assessor in den Justizdienst des Landes Niedersachsen übernommen und war in den Oberlandesgerichtsbezirken Braunschweig und Celle tätig. 1964 wechselte Nebe in den kirchlichen Dienst, zunächst ins Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, ab 1964 in das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1994 war Oberlandeskirchenrat Günter Nebe als juristischer Dezernent für das Kirchliche Bauwesen und das Schulrecht zuständig. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit engagierte sich Nebe ehrenamtlich u. a. als Vorstandsvorsitzender von «Lichtenau», Orthopädische Klinik der Diakonie in Hessisch Lichtenau, als Justiziar des Gustav-Adolf-Werkes der EKD und verschiedenen weiteren EKD-Gremien. (16.11.2018)

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Landeskirche trauert um Oberlandeskirchenrat Günter Nebe
Langjähriger Dezernent für Kirchliches Bauwesen und Schulrecht gestorben

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trauert um ihren Dezernenten für Kirchliches Bauwesen und Schulrecht, Oberlandeskirchenrat i. R. Günter Nebe. Nebe starb am 12. November im Alter von 87 Jahren in Kassel, teilte die Presestelle der Landeskirche mit. Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Volker Knöppel, würdigte Günter Nebe als engagierten und zuverlässigen Mitarbeiter. Durch seine 30-jährige Tätigkeit im Landeskirchenamt habe es in den Bereichen Bauwesen und Schulrecht eine hohe Kontinuität gegeben und er habe seine Bereiche nachhaltig geprägt. Die Entwicklung der Melanchthonschule Steinatal sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen. Dr. Knöppel sagte wörtlich: «Die Landeskirche hat Oberlandeskirchenrat Günter Nebe viel zu verdanken.» Als Mensch sei der Verstorbene für sein freundliches Wesen, seinen feinen Humor sowie seine Art der Formulierung von Rechtstexten und Beschlüssen geschätzt worden.

Zur Person:

Günter Nebe wurde am 24. Februar 1931 in Egstedt bei Erfurt geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1949 machte er zunächst ein Volontariat beim Evangelischen Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg. Danach wechselte er in die Bundesrepublik und studierte Jura in Göttingen. Nach der Großen Staatsprüfung und kurzer anwaltlicher Tätigkeit wurde er 1959 als Assessor in den Justizdienst des Landes Niedersachsen übernommen und war in den Oberlandesgerichtsbezirken Braunschweig und Celle tätig. 1964 wechselte Nebe in den kirchlichen Dienst, zunächst ins Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, ab 1964 in das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1994 war Oberlandeskirchenrat Günter Nebe als juristischer Dezernent für das Kirchliche Bauwesen und das Schulrecht zuständig. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit engagierte sich Nebe ehrenamtlich u. a. als Vorstandsvorsitzender von «Lichtenau», Orthopädische Klinik der Diakonie in Hessisch Lichtenau, als Justiziar des Gustav-Adolf-Werkes der EKD und verschiedenen weiteren EKD-Gremien. (16.11.2018)


Archiv: Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein stellen das Buch «Digital Mensch bleiben» vor

Kassel (medio). In seinem Buch «Digital Mensch bleiben» fordert Kirchenpräsident Dr. Dr. hc Volker Jung einen emanzipierten Umgang mit neuen Technologien. Jung, der neben seinem Amt als Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland für Medienthemen zuständig ist, ist überzeugt, dass Menschlichkeit auch im digitalen Zeitalter zählt. Am Freitag (16.11.) liest er in der Buchhandlung Vietor in Kassel aus dem Buch vor und diskutiert mit  Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, über das Thema Digitalisierung.

Bischof Martin Hein, der das Gespräch mit Jung führte, machte deutlich wie sehr die Digitalisierung schon seit Jahren in das alltägliche Leben Einzug hält. So fragte er das Publikum, wer von ihnen denn kein Smartphone sein Eigen nennen würde. Die Abstimmung zeigte, das fast jeder ein Smartphone besitze.

Zum Buch:

Jung vermisst politisches Engagement, um Digitalisierung zu gestalten. Die politischen Aufgaben im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel seien immens, schreibt er in seinem neuen Buch. Doch bezweifle er, dass sich die Politik angesichts der vielen macht- und tagespolitischen Querelen mit den richtigen Fragen befasse.

Für Jung ist vor allem der Grundgedanke leitend, dass Menschen Gaben und Fähigkeiten bekommen hätten, um mit Gott gemeinsam die Welt zu erhalten und zu gestalten. In diesem Zusammenhang falle auch die Technik, die verantwortlich eingesetzt werden müsse, sagte Jung in einem EKHN-Interview. «Dazu gehört auch, die Folgen zu bedenken und abzuschätzen. Lebensdienlichkeit heißt hier für mich: Die Technik muss mithelfen, dass die Welt friedlicher und gerechter für alle wird.» Es gehe jetzt darum, die neuen Möglichkeiten richtig einzusetzen, sie gut weiterzuentwickeln und damit die Welt zu gestalten.

Pfarrerin Inge Böhle und Buchhändler Lothar Röse haben während der Veranstaltung Spenden für die Renovierung der Karlskirche gesammelt. (19.11.2018)

2018-11-21 26179

Buch über Digitalisierung
Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein stellen das Buch «Digital Mensch bleiben» vor

Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein stellen das Buch «Digital Mensch bleiben» vor
(V.l.:) Lothar Röse (Inhaber der Hofbuchhandlung Vietor), Kirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). In seinem Buch «Digital Mensch bleiben» fordert Kirchenpräsident Dr. Dr. hc Volker Jung einen emanzipierten Umgang mit neuen Technologien. Jung, der neben seinem Amt als Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland für Medienthemen zuständig ist, ist überzeugt, dass Menschlichkeit auch im digitalen Zeitalter zählt. Am Freitag (16.11.) liest er in der Buchhandlung Vietor in Kassel aus dem Buch vor und diskutiert mit  Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, über das Thema Digitalisierung.

Bischof Martin Hein, der das Gespräch mit Jung führte, machte deutlich wie sehr die Digitalisierung schon seit Jahren in das alltägliche Leben Einzug hält. So fragte er das Publikum, wer von ihnen denn kein Smartphone sein Eigen nennen würde. Die Abstimmung zeigte, das fast jeder ein Smartphone besitze.

Zum Buch:

Jung vermisst politisches Engagement, um Digitalisierung zu gestalten. Die politischen Aufgaben im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel seien immens, schreibt er in seinem neuen Buch. Doch bezweifle er, dass sich die Politik angesichts der vielen macht- und tagespolitischen Querelen mit den richtigen Fragen befasse.

Für Jung ist vor allem der Grundgedanke leitend, dass Menschen Gaben und Fähigkeiten bekommen hätten, um mit Gott gemeinsam die Welt zu erhalten und zu gestalten. In diesem Zusammenhang falle auch die Technik, die verantwortlich eingesetzt werden müsse, sagte Jung in einem EKHN-Interview. «Dazu gehört auch, die Folgen zu bedenken und abzuschätzen. Lebensdienlichkeit heißt hier für mich: Die Technik muss mithelfen, dass die Welt friedlicher und gerechter für alle wird.» Es gehe jetzt darum, die neuen Möglichkeiten richtig einzusetzen, sie gut weiterzuentwickeln und damit die Welt zu gestalten.

Pfarrerin Inge Böhle und Buchhändler Lothar Röse haben während der Veranstaltung Spenden für die Renovierung der Karlskirche gesammelt. (19.11.2018)


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Lesen Sie ein ausführliches Interview zum Thema Digitalisierung mit Bischof Volker Jung auf der Webseite der EKHN:

info_outline Buchtipp:

Volker Jung: Digital Mensch bleiben. Claudius Verlag, München 2018, 14 Euro (ISBN-13: 978-3-532-62826-3)

Archiv: Zukunft von Führung und Zusammenarbeit in sozialen Organisationen im Focus des «Social Talk 2018»

Kassel/Darmstadt (medio). Die Zukunft der Arbeit wird vielerorts verbunden mit Schlagworten wie Smart Work, Crowdworking, Clickworking oder Coworking. Doch was verbirgt sich dahinter? Sind es nur Worthülsen oder geht es um neue Formate und Qualitäten? Und welche Rolle spielen dabei globale Trends wie Digitalisierung, demografische Entwicklungen, Migration oder kultureller Wandel? Diesen Fragen gingen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim «Social Talk 2018» des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Darmstadt am 13. November nach. Unter dem Titel «Management in der Expressgesellschaft – Führen und Leiten in agilen Strukturen und Arbeitswelten» konnten sich die Interessierten mit den Auswirkungen auf die Arbeit in der Sozialwirtschaft auseinandersetzen. 

Auf dem Programm standen ein experimentelles Wechselspiel zwischen Praktikern, Wissenschaftlern und einem humanoiden Roboter, teilte Pfarrer Joachim Pothmann, Leiter des Referats Spendenwesen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit. Besonders erfreulich sei gewesen, dass die Veranstalter Jos de Blok, Gründer der niederländischen Firma «Buurtzorg» gewinnen konnten. Er berichtete über seinen simplen und doch umwälzenden Ansatz modernen Pflegemanagements. Nachmittags stand der Austausch mit Wissenschaftlern und Praktikern im Fokus, bevor zum Abschluss des Tages Pioniere der Sozialwirtschaft neuartige Geschäftsideen präsentierten und zum Andersdenken anregten.

Auch wenn in der Sozialwirtschaft Fundraising momentan noch keine zentrale Rolle für die Finanzierung der Aufgaben einnimmt, so könne diese Form der Mittelbeschaffung zukünftig eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen einer sich verändernden Arbeitswelt auch im kirchlich-diakonischen Bereich spielen und eine unterstützende Funktion einnehmen, so Pfarrer Pothmann. Der Social Talk ist neben dem Fundraising Forum Frankfurt die zweite regelmäßige Veranstaltung, in der sich die hessischen Landeskirchen zusammen mit dem gemeinsamen Diakonischen Werk engagieren und ihre Energien bündeln.

Der Social Talk wird veranstaltet vom Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Darmstadt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie dem Diakonischen Werk. (16.11.2018)

2018-11-16 26105

Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft
Zukunft von Führung und Zusammenarbeit in sozialen Organisationen im Focus des «Social Talk 2018»

Zukunft von Führung und Zusammenarbeit in sozialen Organisationen im Focus des «Social Talk 2018»
Der Social Talk brachte Praktiker und Wissenschaftler ins Gespräch. Unser Foto zeigt der Arena der Sozialpioniere am Nachmittag des Veranstaltungstages in Darmstadt. (Foto: medio.tv/Schlitt)

Kassel/Darmstadt (medio). Die Zukunft der Arbeit wird vielerorts verbunden mit Schlagworten wie Smart Work, Crowdworking, Clickworking oder Coworking. Doch was verbirgt sich dahinter? Sind es nur Worthülsen oder geht es um neue Formate und Qualitäten? Und welche Rolle spielen dabei globale Trends wie Digitalisierung, demografische Entwicklungen, Migration oder kultureller Wandel? Diesen Fragen gingen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim «Social Talk 2018» des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Darmstadt am 13. November nach. Unter dem Titel «Management in der Expressgesellschaft – Führen und Leiten in agilen Strukturen und Arbeitswelten» konnten sich die Interessierten mit den Auswirkungen auf die Arbeit in der Sozialwirtschaft auseinandersetzen. 

Auf dem Programm standen ein experimentelles Wechselspiel zwischen Praktikern, Wissenschaftlern und einem humanoiden Roboter, teilte Pfarrer Joachim Pothmann, Leiter des Referats Spendenwesen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit. Besonders erfreulich sei gewesen, dass die Veranstalter Jos de Blok, Gründer der niederländischen Firma «Buurtzorg» gewinnen konnten. Er berichtete über seinen simplen und doch umwälzenden Ansatz modernen Pflegemanagements. Nachmittags stand der Austausch mit Wissenschaftlern und Praktikern im Fokus, bevor zum Abschluss des Tages Pioniere der Sozialwirtschaft neuartige Geschäftsideen präsentierten und zum Andersdenken anregten.

Auch wenn in der Sozialwirtschaft Fundraising momentan noch keine zentrale Rolle für die Finanzierung der Aufgaben einnimmt, so könne diese Form der Mittelbeschaffung zukünftig eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen einer sich verändernden Arbeitswelt auch im kirchlich-diakonischen Bereich spielen und eine unterstützende Funktion einnehmen, so Pfarrer Pothmann. Der Social Talk ist neben dem Fundraising Forum Frankfurt die zweite regelmäßige Veranstaltung, in der sich die hessischen Landeskirchen zusammen mit dem gemeinsamen Diakonischen Werk engagieren und ihre Energien bündeln.

Der Social Talk wird veranstaltet vom Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Darmstadt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie dem Diakonischen Werk. (16.11.2018)


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Eine Rückschau auf die Tagung mit weiteren Fotos finden Sie unter:

Archiv: Bischof Martin Hein: Laut und deutlich «Nein!» sagen zu Rassismus und Antisemitismus

Schmalkalden/Kassel/Hanau/Bad Hersfeld (medio). «Wir brauchen die Orte der Erinnerung». Davon zeigte sich Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht überzeugt. Bei einer Gedenkveranstaltung am Ort der zerstörten Synagoge im thüringischen Schmalkalden machte Hein deutlich, dass es kein Schweigen über die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger geben dürfe.

Gerade jetzt werde die lang gehegte Hoffnung, man habe die Lehren der Geschichte verstanden, widerlegt, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche. Hein gestand: «Das schockiert mich.» Noch mehr schockiere ihn, dass der um sich greifende Hass quer durch die Gesellschaft gehe, «dass es eben nicht nur Abgehängte, Desintegrierte, Zurückgelassene sind, die brutal grölen oder subtil hetzen, sondern dass er aus der so genannten Mitte kommt, aus den Reihen derer, die sich für anständig halten». Dies sei kein neuer Rassismus, kein neuer Antisemitismus, vielmehr sei es der alte. Daher dürfe man nicht verstummen, sondern müsse deutlich widersprechen: «Nein! Laut und deutlich: Nein! Wer auch nur zögert, weil es doch um besorgte Bürger gehe, wer auch nur zögert, weil es doch um Wähler gehe, wer auch nur zögert, weil es ja doch vielleicht so schlimm nicht gewesen sein wird – der soll ein Nein! hören, nichts als ein Nein!», so Bischof Hein.

Und wer dann nach Gründen frage, dem zeige man die Orte der Mahnung und Erinnerung wie Auschwitz, Buchenwald, das Holocaust-Denkmal in Berlin, aber auch die lokalen Erinnerungsorte wie den Ort der zerstörten Synagoge in Schmalkalden oder die zahlreichen Stolpersteine in den deutschen Städten. Diese Orte der Erinnerung seien «der Stachel im Fleisch für die einen, der Ort der Trauer und des Erschreckens für die anderen».

Nach Heins Überzeugung sollten die Orte des Erinnerns immer auch Orte der Versöhnung sein, die aber nicht verharmlose, sondern nach Wegen suche, dass es nie wieder geschehe, hier nicht und auch nicht im Rest der Welt. So bleibe der Kampf gegen den alten Hass eine niemals ruhende Aufgabe. Hein schloss mit den Worten: «Und es ist schlimm, dass ich das sagen muss. Und es ist gut, dass ich es sagen darf: hier und heute, aber auch überall und immer, wann immer es gesagt werden muss!»

Hein sprach im Rahmen einer Gedenkveranstaltung, an der auch der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow und 15 Nachfahren von Schmalkalder Juden teilnahmen, teilte Dekan Ralf Gebauer vom Evangelischen Kirchenkreis Schmalkalden mit. Im Anschluß gab es eine Gesprächsrunde in der Stadtkirche in Schmalkalden, bei der die Situation der Juden in Israel Thema war und eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft geschlagen wurde, so Gebauer weiter.

2018-11-09 26115

80. Jahrestag der Reichspogromnacht
Bischof Martin Hein: Laut und deutlich «Nein!» sagen zu Rassismus und Antisemitismus

Bischof Martin Hein: Laut und deutlich «Nein!» sagen zu Rassismus und Antisemitismus
In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten Einrichtungen und Eigentum jüdischer Bürger. Unser Foto zeigt die zerstörte Synagoge in Eschwege. (Foto: Stadtarchiv Eschwege, Foto: Fotoateliers Tellgmann)

Schmalkalden/Kassel/Hanau/Bad Hersfeld (medio). «Wir brauchen die Orte der Erinnerung». Davon zeigte sich Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht überzeugt. Bei einer Gedenkveranstaltung am Ort der zerstörten Synagoge im thüringischen Schmalkalden machte Hein deutlich, dass es kein Schweigen über die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger geben dürfe.

Gerade jetzt werde die lang gehegte Hoffnung, man habe die Lehren der Geschichte verstanden, widerlegt, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche. Hein gestand: «Das schockiert mich.» Noch mehr schockiere ihn, dass der um sich greifende Hass quer durch die Gesellschaft gehe, «dass es eben nicht nur Abgehängte, Desintegrierte, Zurückgelassene sind, die brutal grölen oder subtil hetzen, sondern dass er aus der so genannten Mitte kommt, aus den Reihen derer, die sich für anständig halten». Dies sei kein neuer Rassismus, kein neuer Antisemitismus, vielmehr sei es der alte. Daher dürfe man nicht verstummen, sondern müsse deutlich widersprechen: «Nein! Laut und deutlich: Nein! Wer auch nur zögert, weil es doch um besorgte Bürger gehe, wer auch nur zögert, weil es doch um Wähler gehe, wer auch nur zögert, weil es ja doch vielleicht so schlimm nicht gewesen sein wird – der soll ein Nein! hören, nichts als ein Nein!», so Bischof Hein.

Und wer dann nach Gründen frage, dem zeige man die Orte der Mahnung und Erinnerung wie Auschwitz, Buchenwald, das Holocaust-Denkmal in Berlin, aber auch die lokalen Erinnerungsorte wie den Ort der zerstörten Synagoge in Schmalkalden oder die zahlreichen Stolpersteine in den deutschen Städten. Diese Orte der Erinnerung seien «der Stachel im Fleisch für die einen, der Ort der Trauer und des Erschreckens für die anderen».

Nach Heins Überzeugung sollten die Orte des Erinnerns immer auch Orte der Versöhnung sein, die aber nicht verharmlose, sondern nach Wegen suche, dass es nie wieder geschehe, hier nicht und auch nicht im Rest der Welt. So bleibe der Kampf gegen den alten Hass eine niemals ruhende Aufgabe. Hein schloss mit den Worten: «Und es ist schlimm, dass ich das sagen muss. Und es ist gut, dass ich es sagen darf: hier und heute, aber auch überall und immer, wann immer es gesagt werden muss!»

Hein sprach im Rahmen einer Gedenkveranstaltung, an der auch der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow und 15 Nachfahren von Schmalkalder Juden teilnahmen, teilte Dekan Ralf Gebauer vom Evangelischen Kirchenkreis Schmalkalden mit. Im Anschluß gab es eine Gesprächsrunde in der Stadtkirche in Schmalkalden, bei der die Situation der Juden in Israel Thema war und eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft geschlagen wurde, so Gebauer weiter.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein bei einer früheren Veranstaltung in Schmalkalden. (Archiv-Foto: Media.tv/Schauderna)

Zahlreiche Gedenkveranstaltungen in der Landeskirche

Zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 fanden in der Landeskirche zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Die Stadt Kassel, die jüdische Gemeinde und die evangelische und katholische Kirche hatten auf dem alten jüdischen Friedhof bereits am Mittwoch (7.11.) einen Kranz am Denkmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus niedergelegt, teilte die Stadt mit. In Kassel fanden die Ausschreitungen bereits zwei Tage vor der eigentlichen Nacht am 9. November statt.

Ebenfalls am Mittwochabend luden die Gemeinde Guxhagen, die evangelische Kirchengemeinde und die Gedenkstätte Breitenau zu einer gemeinsamen Gedenkfeier in die ehemalige Synagoge vor Ort ein. Unter anderem sprach Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau, über das Geschehen während der Reichspogromnacht in Guxhagen. Zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Nacht fand ab 22 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet in der Martinskirche in Kassel statt.

Eine über mehrere Tage verteilte Veranstaltungsreihe zum Thema bot die Stadt Hanau an. Start war Mittwoch, der 7. November, mit einem Vortrag von Ival Agidan in der Alten Johanniskirche mit dem Titel «Mod Helmy - Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete». In den folgenden Tagen gab es weitere Vorträge sowie eine Tafelausstellung im Rathaus. Am Freitag (9.11.) gab es zudem eine Gedenkveranstaltung in der Synagoge Klein-Krotzenburg. Den Abschluss bilden am Sonntag mehrere Gedenkgottesdienste in verschiedenen Hanauer Kirchen.

Auch in Bad Hersfeld und Umgebung finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Am Donnerstag (8.11.) wurde ab 17 Uhr zu einer ökumenischen Gedenkandacht in die Lullus-Sturmius-Kirche eingeladen, anschließend wurde um 18 Uhr an der Gedenkstätte am Schillerplatz der Ereignisse gedacht. Bereits am Dienstag (6.11.) zeigte das Kinocenter Bad Hersfeld ab 18 Uhr eine digitalisierte Neufassung des Anfang der 1980er Jahre entstanden Filmes «Jetzt - nach so vielen Jahren». Der Film setzt sich mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung des 15 Kilometer von Bad Hersfeld entfernten Dorfes Rhina auseinander, das bis 1923 mehrheitlich eine jüdische Bevölkerung hatte. Die beiden Filmemacher Pavel Schnabel und Harald Lüders waren anwesend.

Pogromnacht 1938 in Kassel: Ein Zeitzeuge erzählt

Hintergrund: «Reichspogromnacht»

Vorwand für die schrecklichen Taten in der «Reichspogromnacht» war ein Attentat auf einen deutschen Botschaftsmitarbeiter in Paris am 7. November durch den 17-jährigen Juden Herschel Grynszpan - doch waren die Pogrome schon von langer Hand in der Nazi-Hierarchie geplant. In einer Rede am 9. November 1938 hatte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels das Signal gegeben, gegen die Juden vorzugehen. In Kassel und anderen Orten in den Regionen Nordhessen und Magdeburg-Anhalt (heute Sachsen-Anhalt) hatte die Gewalt sogar schon am 7. November begonnen. (08.11.2018)


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Im Thema haben wir Ihnen Artikel und Materialien zur Vorbereitung von Gottesdiensten und Veranstaltungen zusammengestellt

Archiv: Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen

Kassel (medio). Dieses Jahr bietet der Verein «AUSBILDUNGSHILFE - Christian Education Fund e.V.» wieder einen eigenen Adventskalender an. Das berichtet der Geschäftsführer der Ausbildungshilfe, Pfarrer Bernd Kappes. In diesem Jahr steht der Kalender unter dem Leitmotiv: «Und es waren Hirten auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde...» (Lukas 2,8). Das Leitmotiv findet sich auch auf dem Kalender selber wieder. Er zeigt die Schatten eines Hirten mit seinen Schafen auf einem Feld in der untergehenden, rot leuchtenden Sonne. Hinter den 24 Türchen des Kalenders finden sich Texte und Worte aus Evangelien, Psalmen und dem Gesangbuch. Die Bilder zu den Texten kommen aus den Partnerländern der Ausbildungshilfe.

Mit den Spendeneinnahmen durch den Verkauf des Kalenders unterstützt die Ausbildungshilfe Menschen aus armen Verhältnissen in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schulbildung, im Beruf und Studium. Auch hier findet sich das Leitmotiv des Hirten wieder. So werden mit den Spenden unter anderem junge Frauen aus Indien unterstützt, damit sie eine Ausbildung machen können. Diese Frauen waren vorher verarmt als Hirtinnen unterwegs und zogen mit ihren Herden bei über 40 Grad durch das Land.

Die Stipendien werden ausschließlich durch freiwillige Spenden und Kollekten, durch Benefizaktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finanziert. Der Kalender ist erhältlich für 4 Euro pro Stück (bei mehr als 10 Stück 3,50 Euro). Telefonische Bestellung bei Jutta Finis, Tel.: (0561) 9378-385 oder per E-Mail an jutta.finis@ekkw.de. (14.11.2018)

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24 Türchen für den guten Zweck
Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen

Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen
Der diesjährige Adventskalender der Ausbildungshilfe zeigt einen Hirten mit seinen Schafen im Sonnenuntergang (Grafik: Ausbildungshilfe)

Kassel (medio). Dieses Jahr bietet der Verein «AUSBILDUNGSHILFE - Christian Education Fund e.V.» wieder einen eigenen Adventskalender an. Das berichtet der Geschäftsführer der Ausbildungshilfe, Pfarrer Bernd Kappes. In diesem Jahr steht der Kalender unter dem Leitmotiv: «Und es waren Hirten auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde...» (Lukas 2,8). Das Leitmotiv findet sich auch auf dem Kalender selber wieder. Er zeigt die Schatten eines Hirten mit seinen Schafen auf einem Feld in der untergehenden, rot leuchtenden Sonne. Hinter den 24 Türchen des Kalenders finden sich Texte und Worte aus Evangelien, Psalmen und dem Gesangbuch. Die Bilder zu den Texten kommen aus den Partnerländern der Ausbildungshilfe.

Mit den Spendeneinnahmen durch den Verkauf des Kalenders unterstützt die Ausbildungshilfe Menschen aus armen Verhältnissen in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schulbildung, im Beruf und Studium. Auch hier findet sich das Leitmotiv des Hirten wieder. So werden mit den Spenden unter anderem junge Frauen aus Indien unterstützt, damit sie eine Ausbildung machen können. Diese Frauen waren vorher verarmt als Hirtinnen unterwegs und zogen mit ihren Herden bei über 40 Grad durch das Land.

Die Stipendien werden ausschließlich durch freiwillige Spenden und Kollekten, durch Benefizaktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finanziert. Der Kalender ist erhältlich für 4 Euro pro Stück (bei mehr als 10 Stück 3,50 Euro). Telefonische Bestellung bei Jutta Finis, Tel.: (0561) 9378-385 oder per E-Mail an jutta.finis@ekkw.de. (14.11.2018)

Der Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen.

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Weitere Informationen zur Arbeit der Ausbildungshilfe finden Sie unter:

Archiv: Glockengeläut zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs

Genf/Wolfhagen (epd/medio). Mit Glockengeläut haben Kirchen in Europa an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert. Am 11. November erklangen in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland viele Glocken, teilte der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf mit. Die Repräsentanten der Kirchen riefen mit Blick auf einen der brutalsten Konflikte der Geschichte zu Versöhnung und Verständigung auf.

Bischof Hein: Diese Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Hein erinnerte  bereits am 1. September in einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Bedeutung des Erinnerns. «Die Folgen beider Weltkriege, die von Deutschland ihren Ausgang nahmen, lasten weiterhin auf uns und lassen sich auch nicht mit dem Gerede abtun, es müsse endlich Schluss sein mit der so genannten Vergangenheitsbewältigung.» Diese Vergangenheit lasse sich nicht abschütteln. Wer einen Schlussstrich ziehen möchte, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern handele höchst fahrlässig. «Die aktuellen Ereignisse in Teilen von Sachsen zeigen uns das deutlich. Da ist höchste Wachsamkeit gefordert!», so der Bischof laut Predigtmanuskript.

«Wir danken Gott, dass er uns diese lange Zeit des Friedens gewährt hat. Aber wir wissen auch, wie sehr er im Inneren unseres Landes und in vielen Teilen der Welt gefährdet ist», so Bischof Hein weiter. Christinnen und Christen könnten dazu nicht einfach schweigen, sondern seien dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Denn eines ist uns allen bewusst: Der Frieden ist nicht selbstverständlich. Er muss immer wieder hart erarbeitet und bewährt werden», so Bischof Hein.

Der Gottesdienst war Teil eines Friedensprojekts im Wolfhager Land, mit dem der Evangelische Kirchenkreis Wolfhagen zusammen mit Kooperationspartnern vom 25. August bis zum 23. September mit zahlreichen Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 erinnerte.

Stichwort: Ende des Ersten Weltkriegs

Am 11. November 1918 unterzeichneten deutsche und alliierte Offiziere in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne bei Paris einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Die verheerende Bilanz der Katastrophe waren mehr als acht Millionen tote Soldaten und über 21 Millionen Verwundete. Hauptkriegsparteien waren Deutschland und Österreich-Ungarn aufseiten der Mittelmächte sowie Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA im Lager der Alliierten. (12.11.2018)

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Kirchen in Deutschland und Europa
Glockengeläut zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs

Glockengeläut zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs
Unser Foto zeigt die Glocken der Evangelischen Kirchengemeinde Hebel. Eine der Glocken trägt die Aufschrift «Frieden auf Erden». (Foto: medio.tv/Koch)

Genf/Wolfhagen (epd/medio). Mit Glockengeläut haben Kirchen in Europa an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert. Am 11. November erklangen in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland viele Glocken, teilte der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf mit. Die Repräsentanten der Kirchen riefen mit Blick auf einen der brutalsten Konflikte der Geschichte zu Versöhnung und Verständigung auf.

Bischof Hein: Diese Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Hein erinnerte  bereits am 1. September in einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Bedeutung des Erinnerns. «Die Folgen beider Weltkriege, die von Deutschland ihren Ausgang nahmen, lasten weiterhin auf uns und lassen sich auch nicht mit dem Gerede abtun, es müsse endlich Schluss sein mit der so genannten Vergangenheitsbewältigung.» Diese Vergangenheit lasse sich nicht abschütteln. Wer einen Schlussstrich ziehen möchte, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern handele höchst fahrlässig. «Die aktuellen Ereignisse in Teilen von Sachsen zeigen uns das deutlich. Da ist höchste Wachsamkeit gefordert!», so der Bischof laut Predigtmanuskript.

«Wir danken Gott, dass er uns diese lange Zeit des Friedens gewährt hat. Aber wir wissen auch, wie sehr er im Inneren unseres Landes und in vielen Teilen der Welt gefährdet ist», so Bischof Hein weiter. Christinnen und Christen könnten dazu nicht einfach schweigen, sondern seien dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Denn eines ist uns allen bewusst: Der Frieden ist nicht selbstverständlich. Er muss immer wieder hart erarbeitet und bewährt werden», so Bischof Hein.

Der Gottesdienst war Teil eines Friedensprojekts im Wolfhager Land, mit dem der Evangelische Kirchenkreis Wolfhagen zusammen mit Kooperationspartnern vom 25. August bis zum 23. September mit zahlreichen Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 erinnerte.

Stichwort: Ende des Ersten Weltkriegs

Am 11. November 1918 unterzeichneten deutsche und alliierte Offiziere in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne bei Paris einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Die verheerende Bilanz der Katastrophe waren mehr als acht Millionen tote Soldaten und über 21 Millionen Verwundete. Hauptkriegsparteien waren Deutschland und Österreich-Ungarn aufseiten der Mittelmächte sowie Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA im Lager der Alliierten. (12.11.2018)


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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Friedensgottesdienst am 1. September in der Ev. Stadtkirche Wolfhagen:

Archiv: Evangelische Frauenarbeit würdigt 100 Jahre Frauenwahlrecht

Kassel (medio). Vor 100 Jahren veröffentlichte in Deutschland der Rat der Volksbeauftragten am 12. November 1918 einen Aufruf an das deutsche Volk, in dem die im Zuge der Novemberrevolution an die Macht gekommene Reichsregierung mit Gesetzeskraft das allgemeine Wahlrecht für Männer und Frauen verkündete. Dieses erteilte Recht gilt bis heute in Deutschland als Grundlage für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Aus diesem Anlass ludt das Referat Erwachsenenbildung im Dezernat Bildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Jubiläumsabend (12.11) zu einem Vortragsabend ein. Referentinnen waren die Rechtsanwältin und Bundesministerin der Justiz a.D., Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, und die Redakteurin und Moderatorin Carmen Thomas. Sie sprachen in Referaten zur Bedeutung das Frauenwahlrechts und über den gemeinsamen Kampf von Frauen für dieses Recht.

An dem Abend wurde auch in die Gegenwart geblickt und gefragt, was sich seit dem erkämpften Wahlrecht verändert hat, wo weiterhin gegen starre Chancenungleichheiten gekämpft werden muss und wo das Errungene zu entgleiten droht. Moderiert wurde der Abend von der Journalisitn und Fotografin Sharon Adler.

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Netzwerk für Frauen
Evangelische Frauenarbeit würdigt 100 Jahre Frauenwahlrecht

Evangelische Frauenarbeit würdigt 100 Jahre Frauenwahlrecht
(V.l.n.r.:) Debora Gillessen (Referat Erwachenenbildung im Landeskirchenamt), Carmen Thomas (Redakteurin und Moderatorin), Moderatorin Sharon Adler (Journalistin und Fotografin), Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Bundesministerin der Justiz a.D.)

Kassel (medio). Vor 100 Jahren veröffentlichte in Deutschland der Rat der Volksbeauftragten am 12. November 1918 einen Aufruf an das deutsche Volk, in dem die im Zuge der Novemberrevolution an die Macht gekommene Reichsregierung mit Gesetzeskraft das allgemeine Wahlrecht für Männer und Frauen verkündete. Dieses erteilte Recht gilt bis heute in Deutschland als Grundlage für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Aus diesem Anlass ludt das Referat Erwachsenenbildung im Dezernat Bildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Jubiläumsabend (12.11) zu einem Vortragsabend ein. Referentinnen waren die Rechtsanwältin und Bundesministerin der Justiz a.D., Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, und die Redakteurin und Moderatorin Carmen Thomas. Sie sprachen in Referaten zur Bedeutung das Frauenwahlrechts und über den gemeinsamen Kampf von Frauen für dieses Recht.

An dem Abend wurde auch in die Gegenwart geblickt und gefragt, was sich seit dem erkämpften Wahlrecht verändert hat, wo weiterhin gegen starre Chancenungleichheiten gekämpft werden muss und wo das Errungene zu entgleiten droht. Moderiert wurde der Abend von der Journalisitn und Fotografin Sharon Adler.


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Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier:

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Laden Sie hier den Flyer zur Veranstaltung herunter:

Archiv: Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte bildet Kirchensängerinnen und -sänger aus

Schlüchtern (medio). Die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte in Schlüchtern bietet ab 2019 die weltweit erste Ausbildung zur Kirchensängerin bzw. zum Kirchensänger an. In der Regel wir der Gesang in Gottesdiensten von der Orgel oder auch anderen Instrumente begleitet, die Ausbildung zur ehrenamtliche Kirchensänger*in soll dazu befähigen auch ohne Instrument Lieder anzustimmen und vorzusingen, heißt es auf der Internetseite im Ausbildungsprogramm der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte.

In zwei Kurspaketen in Schlüchtern und im Gemeindezentrum in Gensungen lernen die Teilnehmenden den Umgang mit der eigenen Singstimme, üben das Anleiten und Anstimmen von Liedern und erlernen grundlegende Kenntnisse über den Gottesdienst, die notwendig sind, um in der eigenen Gemeinde tätig zu werden. Nach der Ausbildung wird außerdem ein Zertifikat verliehen. Die Teilnehmenden können anschließend den Gottesdienst gemeinsam mit den Instrumentalisten, alleine oder in der kleinen Gruppe musikalisch gestalten. Die Ausbildung an beiden Standorten übernehmen erfahrene Kirchenmusiker.

Die Anmeldefrist für die Ausbildung in Schlüchtern ist der 25. Januar 2019. Wer sich in Gensungen ausbilden lassen möchte, hat bis 31.12.2018 die Gelegenheit, sich anzumelden. Für Mitglieder der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist der Kurs kostenfrei. (08.11.2018)

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Weltweit erste Ausbildung
Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte bildet Kirchensängerinnen und -sänger aus

Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte bildet Kirchensängerinnen und -sänger aus
(Archivfoto: medio.tv/Socher)

Schlüchtern (medio). Die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte in Schlüchtern bietet ab 2019 die weltweit erste Ausbildung zur Kirchensängerin bzw. zum Kirchensänger an. In der Regel wir der Gesang in Gottesdiensten von der Orgel oder auch anderen Instrumente begleitet, die Ausbildung zur ehrenamtliche Kirchensänger*in soll dazu befähigen auch ohne Instrument Lieder anzustimmen und vorzusingen, heißt es auf der Internetseite im Ausbildungsprogramm der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte.

In zwei Kurspaketen in Schlüchtern und im Gemeindezentrum in Gensungen lernen die Teilnehmenden den Umgang mit der eigenen Singstimme, üben das Anleiten und Anstimmen von Liedern und erlernen grundlegende Kenntnisse über den Gottesdienst, die notwendig sind, um in der eigenen Gemeinde tätig zu werden. Nach der Ausbildung wird außerdem ein Zertifikat verliehen. Die Teilnehmenden können anschließend den Gottesdienst gemeinsam mit den Instrumentalisten, alleine oder in der kleinen Gruppe musikalisch gestalten. Die Ausbildung an beiden Standorten übernehmen erfahrene Kirchenmusiker.

Die Anmeldefrist für die Ausbildung in Schlüchtern ist der 25. Januar 2019. Wer sich in Gensungen ausbilden lassen möchte, hat bis 31.12.2018 die Gelegenheit, sich anzumelden. Für Mitglieder der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist der Kurs kostenfrei. (08.11.2018)


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Weitere Information zur Kirchenmusik in der Landeskirche erhalten Sie unter:

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Hier können Sie die Programm-Flyer für Gensungen und Schlüchtern herunterladen:

Archiv: GAW-Präsidentin Wulz: «Von Kirchen in der Diaspora kann man lernen»

Kassel (medio). Der Vortrag von Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Präsidentin des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) Deutschland, stand am 5. November im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des GAW Kurhessen-Waldeck e.V. im Haus der Kirche in Kassel. Wulz stellte in ihrem Vortrag zum Thema «Wo der Glaube lebt - Lernen aus der Diaspora» heraus, dass man auch mit wenigen Menschen und Ressourcen glücklich sein kann. Diese Aussage sieht die Präsidentin bei ihren vielen Begegnungsreisen in Diasporakirchen bestätigt, teilte Ulrike Kany, Öffentlichkeitsbeauftragte des GAW, mit.

Als Beispiel nannte Wulz eine Reise in die nordgriechische Diaspora zu Gemeinden der Griechischen Evangelischen Kirche und deren Moderator Melitis Melitiadis. Der Einsatz für Flüchtlinge sei für die kleine Kirche eine Chance, sich nicht abzukapseln. Außerdem berichtete Wulz von einem Gottesdienst in einer Diasporagemeinde am Neusiedler See in Österreich und zeigte sich beeindruckt davon, wie die Menschen im Aushalten, Durchhalten und Dranbleiben ihren Glauben weitergeben: «Da kommt schnell die Frage auf, hätte ich die Kraft, den Glauben so zu leben?», fragte Wulz sich selbst und die Anwesenden. Zuletzt nannte Wulz den  Besuch im vergangenen Jahr zum Reformationsjubiläum in Kairo in Ägypten. Dort begeisterte sie das Engagement der Koptisch Evangelischen Kirche, die sich auch in der Kinder- und Gesundheitsfürsorge engagiert und eine Mädchenschule unterhält.

«Von Kirchen in der Diaspora kann man lernen», zeigte sich Wulz überzeugt. Diese Kirchen böten eine große Chance, zum Frieden beizutragen. Minderheitskirchen hätten oft eine Vermittlerrolle und könnten dadurch zum Segen in ihrer Umgebung werden. Allerdings dürfe man auch nicht dem Fehler verfallen, die Kirchen der Diaspora zu idealisieren. Diasporakirchen seien nicht per se die besseren Kirchen, auch nicht die besseren Gemeinden oder Christen, so Wulz. Und DIE Diaspora gäbe es nicht. Vielmehr sei Diaspora als Chance und Auftrag im Sinne des «evangelisch-Seins» in Orientierung am Evangelium Jesu Christi zu begreifen. Es gehe um versöhnte Gemeinschaft der Verschiedenen, die ökumenisch ausgerichtet ist. «Evangelische Kirchen sind im eigentlichen Wortsinn ökumenisch», betonte Wulz. Kirche lebe dabei nicht von ihrer öffentlichen Bekanntheit und einer zahlenmäßigen Größe, sondern aus ihrer Wirksamkeit heraus. «Das GAW mit seiner weltweit ausgerichteten Arbeit verhilft dazu, von Christus Zeugnis zu geben, in Wort und Tat», sagte Präsidentin Wulz.

45.500 Euro für Projekte beschlossen

Auf der Mitgliederversammlung wurde beschlossen, 45.500 Euro für Projekte an das GAW-Diasporawerk der Evangelischen Kirche Deutschlands e.V. nach Leipzig zu überweisen. Mit diesem Beitrag sollen Projekte des GAW vor allem in Griechenland, in Slowenien, in Venezuela und Brasilien unterstützt werden. (09.11.2018)

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Mitgliederversammlung des Gustav-Adolf-Werks Kurhessen-Waldeck e.V.
GAW-Präsidentin Wulz: «Von Kirchen in der Diaspora kann man lernen»

GAW-Präsidentin Wulz: «Von Kirchen in der Diaspora kann man lernen»
Hauprednerin Prälatin Gabriele Wulz (3.v.r) mit dem Vorstand des GAW (v.r.): Pfarrerin Doris Krause (Vorsitzende GAW-Kurhessen-Waldeck), Pfarrerin Melanie Keller-Stenzel, Thorsten Gerhold, Inge Rühl, Pfarrer Thomas Dilger und Konrektorin a.D. Ulrike Kany.

Kassel (medio). Der Vortrag von Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Präsidentin des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) Deutschland, stand am 5. November im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des GAW Kurhessen-Waldeck e.V. im Haus der Kirche in Kassel. Wulz stellte in ihrem Vortrag zum Thema «Wo der Glaube lebt - Lernen aus der Diaspora» heraus, dass man auch mit wenigen Menschen und Ressourcen glücklich sein kann. Diese Aussage sieht die Präsidentin bei ihren vielen Begegnungsreisen in Diasporakirchen bestätigt, teilte Ulrike Kany, Öffentlichkeitsbeauftragte des GAW, mit.

Als Beispiel nannte Wulz eine Reise in die nordgriechische Diaspora zu Gemeinden der Griechischen Evangelischen Kirche und deren Moderator Melitis Melitiadis. Der Einsatz für Flüchtlinge sei für die kleine Kirche eine Chance, sich nicht abzukapseln. Außerdem berichtete Wulz von einem Gottesdienst in einer Diasporagemeinde am Neusiedler See in Österreich und zeigte sich beeindruckt davon, wie die Menschen im Aushalten, Durchhalten und Dranbleiben ihren Glauben weitergeben: «Da kommt schnell die Frage auf, hätte ich die Kraft, den Glauben so zu leben?», fragte Wulz sich selbst und die Anwesenden. Zuletzt nannte Wulz den  Besuch im vergangenen Jahr zum Reformationsjubiläum in Kairo in Ägypten. Dort begeisterte sie das Engagement der Koptisch Evangelischen Kirche, die sich auch in der Kinder- und Gesundheitsfürsorge engagiert und eine Mädchenschule unterhält.

«Von Kirchen in der Diaspora kann man lernen», zeigte sich Wulz überzeugt. Diese Kirchen böten eine große Chance, zum Frieden beizutragen. Minderheitskirchen hätten oft eine Vermittlerrolle und könnten dadurch zum Segen in ihrer Umgebung werden. Allerdings dürfe man auch nicht dem Fehler verfallen, die Kirchen der Diaspora zu idealisieren. Diasporakirchen seien nicht per se die besseren Kirchen, auch nicht die besseren Gemeinden oder Christen, so Wulz. Und DIE Diaspora gäbe es nicht. Vielmehr sei Diaspora als Chance und Auftrag im Sinne des «evangelisch-Seins» in Orientierung am Evangelium Jesu Christi zu begreifen. Es gehe um versöhnte Gemeinschaft der Verschiedenen, die ökumenisch ausgerichtet ist. «Evangelische Kirchen sind im eigentlichen Wortsinn ökumenisch», betonte Wulz. Kirche lebe dabei nicht von ihrer öffentlichen Bekanntheit und einer zahlenmäßigen Größe, sondern aus ihrer Wirksamkeit heraus. «Das GAW mit seiner weltweit ausgerichteten Arbeit verhilft dazu, von Christus Zeugnis zu geben, in Wort und Tat», sagte Präsidentin Wulz.

45.500 Euro für Projekte beschlossen

Auf der Mitgliederversammlung wurde beschlossen, 45.500 Euro für Projekte an das GAW-Diasporawerk der Evangelischen Kirche Deutschlands e.V. nach Leipzig zu überweisen. Mit diesem Beitrag sollen Projekte des GAW vor allem in Griechenland, in Slowenien, in Venezuela und Brasilien unterstützt werden. (09.11.2018)


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Das Gustav-Adolf-Werk Kurhessen-Waldeck e.V. finden Sie im Internet unter:

Archiv: Neues Internetportal aus Kurhessen-Waldeck zu Religion und Schule

Kassel (medio). Ihr breites Angebot der Religionspädagogik stellt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) auf einem neuen Portal im Internet vor. Unter www.ekkw-macht-schule.de werden viele Fragen zum Thema Schule und Unterricht beantwortet und Kontaktdaten genannt. Eltern, die sich für eine der evangelischen Schulen im Raum der Landeskirche interessieren oder mehr über die rechtlichen Grundlagen des Religionsunterrichts wissen wollen, werden hier ebenso fündig wie Lehrkräfte, die Evangelische Religion unterrichten und ihren Schülern auch außerhalb der Schule Angebote unterbreiten möchten.

Auf den neuen Seiten des Schulreferats der Landeskirche werden nicht nur die drei Schulen in Oberissigheim, Schmalkalden und Steinatal vorgestellt, sondern auch das umfangreiche Fortbildungsprogramm des gemeinsamen Religionspädagogischen Instituts (rpi) der beiden evangelischen Kirchen in Hessen. Im Schulreferat, das mit einem eigenen Bereich im Internetportal vertreten ist, laufen viele Fäden des kirchlichen Engagements in der Schule zusammen.

«In der Schule beginnt die religiöse Bildung für viele Jugendliche. Für sie  ist das dann auch der erste Ort, an dem sie mit Religion und Kirche in Kontakt kommen», so Bildungsdezernentin Prof. Dr. Gudrun Neebe. Egal, ob es sich um Angebote für die Arbeit mit Schülern und Theologiestudierenden in Kassel und Marburg handelt oder um die Tätigkeit von über 60 Schulpfarrerinnen und -pfarrern – das neue Angebot unterstreicht die hohe Bedeutung, die die EKKW dem Arbeitsfeld Schule und Unterricht als einer zentralen volkskirchlichen Schnittstelle auch zukünftig zumisst. «Dieses Portal ist so etwas wie unsere Visitenkarte im Netz, durch die wir deutlich machen wollen: Wir haben etwas zu bieten, wenn es um eine diskursfähige religiöse Bildung geht», sagt Dr. Michael Dorhs, Referatsleiter für Schule und Unterricht in der Landeskirche.

So stehen auf dieser Seite zum Beispiel Informationen für Bewerber zum Herunterladen bereit, die Evangelische Religion studiert haben und nun eine «Kirchliche Bevollmächtigung» (Vocatio) für den Unterricht benötigen. Lehramtsstudierende finden interessante Veranstaltungstermine und können sich auf eine Studierendenliste eintragen, um von der Landeskirche in vielen Fragen unterstützt zu werden. Beiträge zum Religionsunterricht für Konfessionslose oder zu konfessioneller Kooperation laden ein zur Diskussion, und Religionslehrerinnen und Schulseelsorger können sich über das vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebot der Landeskirche informieren. (09.11.2018)

2018-11-09 26146

www.ekkw-macht-schule.de
Neues Internetportal aus Kurhessen-Waldeck zu Religion und Schule

Neues Internetportal aus Kurhessen-Waldeck zu Religion und Schule
Auf den neuen Seiten werden nicht nur die drei Schulen in Oberissigheim, Schmalkalden und Steinatal vorgestellt, sondern auch das umfangreiche Fortbildungsprogramm im religionspädagogischen Bereich. (Bildschirmfoto)

Kassel (medio). Ihr breites Angebot der Religionspädagogik stellt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) auf einem neuen Portal im Internet vor. Unter www.ekkw-macht-schule.de werden viele Fragen zum Thema Schule und Unterricht beantwortet und Kontaktdaten genannt. Eltern, die sich für eine der evangelischen Schulen im Raum der Landeskirche interessieren oder mehr über die rechtlichen Grundlagen des Religionsunterrichts wissen wollen, werden hier ebenso fündig wie Lehrkräfte, die Evangelische Religion unterrichten und ihren Schülern auch außerhalb der Schule Angebote unterbreiten möchten.

Auf den neuen Seiten des Schulreferats der Landeskirche werden nicht nur die drei Schulen in Oberissigheim, Schmalkalden und Steinatal vorgestellt, sondern auch das umfangreiche Fortbildungsprogramm des gemeinsamen Religionspädagogischen Instituts (rpi) der beiden evangelischen Kirchen in Hessen. Im Schulreferat, das mit einem eigenen Bereich im Internetportal vertreten ist, laufen viele Fäden des kirchlichen Engagements in der Schule zusammen.

«In der Schule beginnt die religiöse Bildung für viele Jugendliche. Für sie  ist das dann auch der erste Ort, an dem sie mit Religion und Kirche in Kontakt kommen», so Bildungsdezernentin Prof. Dr. Gudrun Neebe. Egal, ob es sich um Angebote für die Arbeit mit Schülern und Theologiestudierenden in Kassel und Marburg handelt oder um die Tätigkeit von über 60 Schulpfarrerinnen und -pfarrern – das neue Angebot unterstreicht die hohe Bedeutung, die die EKKW dem Arbeitsfeld Schule und Unterricht als einer zentralen volkskirchlichen Schnittstelle auch zukünftig zumisst. «Dieses Portal ist so etwas wie unsere Visitenkarte im Netz, durch die wir deutlich machen wollen: Wir haben etwas zu bieten, wenn es um eine diskursfähige religiöse Bildung geht», sagt Dr. Michael Dorhs, Referatsleiter für Schule und Unterricht in der Landeskirche.

So stehen auf dieser Seite zum Beispiel Informationen für Bewerber zum Herunterladen bereit, die Evangelische Religion studiert haben und nun eine «Kirchliche Bevollmächtigung» (Vocatio) für den Unterricht benötigen. Lehramtsstudierende finden interessante Veranstaltungstermine und können sich auf eine Studierendenliste eintragen, um von der Landeskirche in vielen Fragen unterstützt zu werden. Beiträge zum Religionsunterricht für Konfessionslose oder zu konfessioneller Kooperation laden ein zur Diskussion, und Religionslehrerinnen und Schulseelsorger können sich über das vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebot der Landeskirche informieren. (09.11.2018)


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Das neue Internetangebot finden Sie unter:

Archiv: Kirche im HR mit neuer ökumenischer Webseite online

Kassel (medio). Die neue Webseite des kirchlichen Angebots im Hessischen Rundfunk (HR) geht ab dem 2. Dezember offiziell an den Start. Auf der Homepage www.kirche-im-hr.de kann aber bereits jetzt alle evangelischen und katholischen Sendungen finden, die im HR ausgestrahlt werden. Das teilte Claudia Rudolff, die Rundfunkpfarrerin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit. Auch die Menschen hinter den Radiostimmen kann man auf «Kirche im hr» kennenlernen: Sie sind mit Fotos vertreten und geben in kurzen Steckbriefen Auskunft darüber, welche Orte und Menschen sie geprägt haben oder warum sie gerne im Radio predigen.

Die neue Internetseite bietet außerdem eine verbesserte und komfortable Suchfunktion. Mit ihr können Nutzer die Beiträge finden, die zu ihren Interessen passen: Worte, die trösten, schmunzeln lassen und zum Nachdenken anregen. Auf «Kirche im hr» lässt sich so ein eigenes geistliches Lese- oder Hörbuch zusammenstellen. Neu ist zudem die Rubrik «Aktuelles»: Hier finden die Nutzer jede Woche ein frisches Themenpaket – gepackt mit den Sendungen zu dem, was gerade besonders bewegt.

«Kirche im hr» ist ein ökumenisches Angebot der evangelischen und katholischen Kirche in Hessen. Zwei Landeskirchen und drei Bistümer haben sich für die neue Webseite zusammengetan: die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie die katholischen Bistümer Fulda, Limburg und Mainz. Bislang gab es eine eigene evangelische und katholische Homepage für die kirchlichen Sendungen beim HR. Nun ist das Angebot auf einer ökumenischen Seite nutzerfreundlich gebündelt.

Mit über 1.200 Sendungen jährlich sind die Kirchen in Hessen in den Radioprogrammen des Hessischen Rundfunks vertreten. Die evangelischen und katholischen Beiträge werden in hr1, hr2-kultur, hr3, hr4 und YOU FM ausgestrahlt. Rund 120 Pfarrer und Pfarrerinnen, Pastoralreferentinnen, Diakone, Religionslehrer und Gemeindereferenten stehen als Autorinnen und Autoren hinter den Beiträgen. Redaktionell verantwortlich für die Sendungen wie für die neue Webseite sind die Rundfunk- und Senderbeauftragten der Landeskirchen und Bistümer. (14.11.2018)

2018-11-14 26144

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Kirche im HR mit neuer ökumenischer Webseite online

Kirche im HR mit neuer ökumenischer Webseite online
Die neue Webseite der kirchlichen Sendungen zeigt alle Inhalte auf einen Blick. (Foto: Screenshot)

Kassel (medio). Die neue Webseite des kirchlichen Angebots im Hessischen Rundfunk (HR) geht ab dem 2. Dezember offiziell an den Start. Auf der Homepage www.kirche-im-hr.de kann aber bereits jetzt alle evangelischen und katholischen Sendungen finden, die im HR ausgestrahlt werden. Das teilte Claudia Rudolff, die Rundfunkpfarrerin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit. Auch die Menschen hinter den Radiostimmen kann man auf «Kirche im hr» kennenlernen: Sie sind mit Fotos vertreten und geben in kurzen Steckbriefen Auskunft darüber, welche Orte und Menschen sie geprägt haben oder warum sie gerne im Radio predigen.

Die neue Internetseite bietet außerdem eine verbesserte und komfortable Suchfunktion. Mit ihr können Nutzer die Beiträge finden, die zu ihren Interessen passen: Worte, die trösten, schmunzeln lassen und zum Nachdenken anregen. Auf «Kirche im hr» lässt sich so ein eigenes geistliches Lese- oder Hörbuch zusammenstellen. Neu ist zudem die Rubrik «Aktuelles»: Hier finden die Nutzer jede Woche ein frisches Themenpaket – gepackt mit den Sendungen zu dem, was gerade besonders bewegt.

«Kirche im hr» ist ein ökumenisches Angebot der evangelischen und katholischen Kirche in Hessen. Zwei Landeskirchen und drei Bistümer haben sich für die neue Webseite zusammengetan: die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie die katholischen Bistümer Fulda, Limburg und Mainz. Bislang gab es eine eigene evangelische und katholische Homepage für die kirchlichen Sendungen beim HR. Nun ist das Angebot auf einer ökumenischen Seite nutzerfreundlich gebündelt.

Mit über 1.200 Sendungen jährlich sind die Kirchen in Hessen in den Radioprogrammen des Hessischen Rundfunks vertreten. Die evangelischen und katholischen Beiträge werden in hr1, hr2-kultur, hr3, hr4 und YOU FM ausgestrahlt. Rund 120 Pfarrer und Pfarrerinnen, Pastoralreferentinnen, Diakone, Religionslehrer und Gemeindereferenten stehen als Autorinnen und Autoren hinter den Beiträgen. Redaktionell verantwortlich für die Sendungen wie für die neue Webseite sind die Rundfunk- und Senderbeauftragten der Landeskirchen und Bistümer. (14.11.2018)


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Schauen Sie auf die neue Webseite des kirchlichen Angebotes im HR:

Archiv: Kirchenkreis Eschwege vergibt mit Innovationspreis 3.500 Euro an Gemeindeprojekte

Germerode (medio). Der Evangelische Kirchenkreis Eschwege hat seinen Innovationspreis 2018 für zukunftsweisende Gemeindeprojekte verliehen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 3.500 Euro ausgeschüttet, die Verleihung erfolgte am Reformationstag (31.10.) in der Klosterkirche Germerode durch den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer, teilte der Kirchenkreis mit.

Der mit 1.500 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Kirchenspiele Frankenhausen und Germerode für ihr Projekt «7 Wochen - 7 Orte - 7 Kirchen - Passionsandachten in den Kirchenspielen Germerode und Frankershausen». Den Preis nahmen Pfarrerin Dorlies Schulze und Anneke Kalbreyer entgegen, die zur Communität Koinonia im Kloster Germerode gehört. Seit zwei Jahren initiieren die beiden die Passionsandachten, zu denen regelmäßig bis zu 60 Besucherinnen und Besucher kommen, heißt es in der Mitteilung. Unterstützt werden die Initiatorinnen bei dem Vorhaben durch Lektorinnen und Lektoren, Prädikantinnen und Prädikanten sowie Pfarrerinnen und Pfarrer.

Mit 500 Euro Preisgeld wurde das Kirchspiel Bischhausen für einen Image-Film ausgezeichnet, in dem die Kirchengemeinden den Schatz der Gaben ihrer Gemeindemitglieder vorstellen und so zu neuem Selbstbewusstsein gefunden haben. Weitere 500 Euro gingen an das Projekt «Legostadt» - eine Idee der Evangelischen Jungendarbeit im Kirchenkreis, bei der mit mehr als einer Million Legobausteinen, Aktionen zu biblischen Geschichten an wechselnden Orten gestaltet werden sollen.

Große Freude gab es auch bei Pfarrerin Katrin Klöpfel und Darius Wiegand vom Kirchspiel Herleshausen, die 1.000 Euro Preisgeld für einen ökumenischen Kindertag entgegennehmen konnten. Dieser Tag für Kinder im Alter von sechs bis zwölf soll in Kooperation mit anderen christlichen Kirchengemeinden in Herleshausen gestaltet und durchgeführt werden. «Da seit einigen Jahren kein Kindergottesdienst mehr stattfindet, ist dies eine gute Alternative», sagte Pfarrerin Klöpfel.

Stichwort: «Innovationspreis»

Der Innovationspreis wird jährlich vom Kirchenkreis Eschwege ausgelobt. Er soll Einzelpersonen, Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen dazu bewegen, Ideen zu entwickeln und Erneuerung zu wagen. In diesem Jahr konnte die Jury 3.500 Euro Preisgeld für beispielhafte und zukunftsweisende Projekte innerhalb des Kirchenkreises vergeben. Über das Preisgeld dürfen die Verantwortlichen frei entscheiden. Einzige Bedingung: Das Geld soll für Zwecke ausgegeben werden, die zur Erneuerung der Kirche in der heutigen Zeit beitragen. (09.11.2018)

2018-11-09 26136

Passionsandachten, Lego-Bibelgeschichten, Imagefilm und ökumenischer Kindertag
Kirchenkreis Eschwege vergibt mit Innovationspreis 3.500 Euro an Gemeindeprojekte

Kirchenkreis Eschwege vergibt mit Innovationspreis 3.500 Euro an Gemeindeprojekte
Das Foto zeigt von rechts: Darius Wiegand, Pfarrerin Katrin Klöpfel, Pfarrerin Dorlies Schulze, Anneke Kalbreyer, Willi Eckhardt und den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer. (Foto: Dekanat des Kirchenkreises Eschwege)

Germerode (medio). Der Evangelische Kirchenkreis Eschwege hat seinen Innovationspreis 2018 für zukunftsweisende Gemeindeprojekte verliehen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 3.500 Euro ausgeschüttet, die Verleihung erfolgte am Reformationstag (31.10.) in der Klosterkirche Germerode durch den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer, teilte der Kirchenkreis mit.

Der mit 1.500 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Kirchenspiele Frankenhausen und Germerode für ihr Projekt «7 Wochen - 7 Orte - 7 Kirchen - Passionsandachten in den Kirchenspielen Germerode und Frankershausen». Den Preis nahmen Pfarrerin Dorlies Schulze und Anneke Kalbreyer entgegen, die zur Communität Koinonia im Kloster Germerode gehört. Seit zwei Jahren initiieren die beiden die Passionsandachten, zu denen regelmäßig bis zu 60 Besucherinnen und Besucher kommen, heißt es in der Mitteilung. Unterstützt werden die Initiatorinnen bei dem Vorhaben durch Lektorinnen und Lektoren, Prädikantinnen und Prädikanten sowie Pfarrerinnen und Pfarrer.

Mit 500 Euro Preisgeld wurde das Kirchspiel Bischhausen für einen Image-Film ausgezeichnet, in dem die Kirchengemeinden den Schatz der Gaben ihrer Gemeindemitglieder vorstellen und so zu neuem Selbstbewusstsein gefunden haben. Weitere 500 Euro gingen an das Projekt «Legostadt» - eine Idee der Evangelischen Jungendarbeit im Kirchenkreis, bei der mit mehr als einer Million Legobausteinen, Aktionen zu biblischen Geschichten an wechselnden Orten gestaltet werden sollen.

Große Freude gab es auch bei Pfarrerin Katrin Klöpfel und Darius Wiegand vom Kirchspiel Herleshausen, die 1.000 Euro Preisgeld für einen ökumenischen Kindertag entgegennehmen konnten. Dieser Tag für Kinder im Alter von sechs bis zwölf soll in Kooperation mit anderen christlichen Kirchengemeinden in Herleshausen gestaltet und durchgeführt werden. «Da seit einigen Jahren kein Kindergottesdienst mehr stattfindet, ist dies eine gute Alternative», sagte Pfarrerin Klöpfel.

Stichwort: «Innovationspreis»

Der Innovationspreis wird jährlich vom Kirchenkreis Eschwege ausgelobt. Er soll Einzelpersonen, Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen dazu bewegen, Ideen zu entwickeln und Erneuerung zu wagen. In diesem Jahr konnte die Jury 3.500 Euro Preisgeld für beispielhafte und zukunftsweisende Projekte innerhalb des Kirchenkreises vergeben. Über das Preisgeld dürfen die Verantwortlichen frei entscheiden. Einzige Bedingung: Das Geld soll für Zwecke ausgegeben werden, die zur Erneuerung der Kirche in der heutigen Zeit beitragen. (09.11.2018)


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Den Evangelischen Kirchenkreis Eschwege finden Sie im Internet unter:

Archiv: Erster Schüleraktionstag im Kirchenkreis Witzenhausen war «ein voller Erfolg»

Witzenhausen (medio). Die Schülerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelische Kirchenkreis Witzenhausen haben am Reformationstag (31.10.) erstmalig in Witzenhausen rund um die Liebfrauenkirche einen Schüleraktionstag veranstaltet. 170 Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen im Kirchenkreis nahmen an 16 verschiedenen Workshops teil. Für die Jugendlichen standen dabei unter dem Motto «HOMEZONE – Was ist deine Heimat?» der Begriff der Heimat und die damit verbundenen Gefühlen im Mittelpunkt, teilte Tobias Heymann, Pfarrer für Schülerarbeit in der Landeskirche mit.

«Der erste Schüleraktionstag in Witzenhausen war ein voller Erfolg», zeigte sich Heymann erfreut. Für die Schülerinnen und Schüler sei der Tag eine besondere Abwechslung gewesen und der Jubel und Applaus zum Abschluss in der Kirche hätten die Begeisterung über den ersten Schüleraktionstag gezeigt, so der Pfarrer. Das vielfältige Angebot reichte vom Workshop im Feuerspucken über «Jugger», einem Teamsport mit gepolsterten Schlagstöcken, bis hin zu Diskussionsrunden über Fragen der Migration. Die Workshops wurden von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Studierenden und Ehrenamtlichen aus der Region angeboten und durchgeführt, so Heymann weiter, der zusammen mit Pfarrerin Kerstin Ortmann aus Witzenhausen den Tag moderierte. Musikalisch wurde der Tag von der «TenSing-Gruppe» aus Eschwege begleitet. (08.11.2018)

2018-11-09 26128

Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Heimat
Erster Schüleraktionstag im Kirchenkreis Witzenhausen war «ein voller Erfolg»

Erster Schüleraktionstag im Kirchenkreis Witzenhausen war «ein voller Erfolg»

Witzenhausen (medio). Die Schülerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelische Kirchenkreis Witzenhausen haben am Reformationstag (31.10.) erstmalig in Witzenhausen rund um die Liebfrauenkirche einen Schüleraktionstag veranstaltet. 170 Schülerinnen und Schüler von fünf weiterführenden Schulen im Kirchenkreis nahmen an 16 verschiedenen Workshops teil. Für die Jugendlichen standen dabei unter dem Motto «HOMEZONE – Was ist deine Heimat?» der Begriff der Heimat und die damit verbundenen Gefühlen im Mittelpunkt, teilte Tobias Heymann, Pfarrer für Schülerarbeit in der Landeskirche mit.

«Der erste Schüleraktionstag in Witzenhausen war ein voller Erfolg», zeigte sich Heymann erfreut. Für die Schülerinnen und Schüler sei der Tag eine besondere Abwechslung gewesen und der Jubel und Applaus zum Abschluss in der Kirche hätten die Begeisterung über den ersten Schüleraktionstag gezeigt, so der Pfarrer. Das vielfältige Angebot reichte vom Workshop im Feuerspucken über «Jugger», einem Teamsport mit gepolsterten Schlagstöcken, bis hin zu Diskussionsrunden über Fragen der Migration. Die Workshops wurden von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Studierenden und Ehrenamtlichen aus der Region angeboten und durchgeführt, so Heymann weiter, der zusammen mit Pfarrerin Kerstin Ortmann aus Witzenhausen den Tag moderierte. Musikalisch wurde der Tag von der «TenSing-Gruppe» aus Eschwege begleitet. (08.11.2018)


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Weiter Informationen zum Schüleraktionstag finden Sie hier:

Archiv: Bischof Hein ruft zu Diskussionskultur der Besonnenheit auf

Brüssel (epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat zu einer Diskussionskultur der Besonnenheit aufgerufen. Es führe zu nichts, über das in der Öffentlichkeit verbreitete Geschrei ebenfalls ein Geschrei zu erheben, sagte der evangelische Theologe am Montagabend in Brüssel. Denn Geschrei als «Produkt des schnellen Denkens» bilde für die liberale Gesellschaft «eine massive Bedrohung mit enormer destabilisierender Energie, egal, ob in Chemnitz auf der Straße, im Feuilleton einer etablierten Zeitung oder in einer Talkshow».

Wer schreie, müsse nicht Unrecht haben, sagte der Bischof. Doch verstärke das Geschrei sich selbst und verhindere den Kontakt, so dass es sein eigenes Problem verstärke, argumentierte Hein bei einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel «Europa im Gespräch».

Dem Geschrei setzte Bischof Hein eine aus christlicher Perspektive entwickelte praktische Ethik gegenüber, die er zunächst am Apostel Paulus festmachte. Dieser habe den Begriff der Demut entgegen der herrschenden Deutung nicht als Unterordnung verstanden, sondern als «freiwillige Zuordnung von Menschen untereinander, die einander die gottgegebene Würde zugestehen». Mit der Demut korrespondiere die Bescheidenheit als Einsicht in die das Verstehen übersteigende Größe der Welt und die Besonnenheit als die passende Verhaltensweise, erklärte Hein.

Konkreten Ausdruck findet die Besonnenheit dem Theologen zufolge unter anderem in einer Langsamkeit, die sich dem intuitiven Reagieren verweigere, jedoch nicht Verstummen meine, sondern Hören und Reden ermögliche. Menschen könnten dazu das Gebet suchen, gerade wenn «sie von Ereignissen heimgesucht werden, die geeignet sind, im Geschrei zu enden». Dieses erscheine geradezu als eine natürliche Reaktion, die die Kirche ernst nehmen solle, sagte Hein.

Die Rolle der Religion und der Kirchen im Umgang mit öffentlichem Geschrei beschrieb der Bischof differenziert. Man könne nicht unmittelbar aus der Bibel Regeln für jede einzelne Situation ableiten. Die Kirche solle auch nicht als «siebte oder achte Partei» auftreten, sagte er in der Diskussion mit dem Publikum: «Kirchen machen nicht die bessere Politik.» Wohl aber könnten sie Raum für Reflexion ermöglichen, zur Langsamkeit ermutigen und so zur Versachlichung politischer Fragen beitragen.

Mit Blick auf die Diskussionen in der Europäischen Union warb der kurhessische Bischof in der EU-Hauptstadt um ein zurückhaltendes Auftreten gegenüber östlichen Mitgliedsländern. Man solle Verständnis für Länder aufbringen, die noch keine jahrzehntelange Demokratie hinter sich hätten. Er halte etwas mehr Bescheidenheit und die Beachtung der Traditionen, aus denen diese Staaten herausgekommen seien, für notwendig. So finde er zwar die ungarische Abschottungspolitik in der Migrationsfrage problematisch, sagte Hein. Die Politik lasse sich aber durch einen Blick in die Geschichte des Landes besser verstehen. (06.11.2018)

2018-11-07 26110

Veranstaltungsreihe «Europa im Gespräch» in Brüssel
Bischof Hein ruft zu Diskussionskultur der Besonnenheit auf

Bischof Hein ruft zu Diskussionskultur der Besonnenheit auf
Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Archiv-Foto: medio.tv/Schauderna)

Brüssel (epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat zu einer Diskussionskultur der Besonnenheit aufgerufen. Es führe zu nichts, über das in der Öffentlichkeit verbreitete Geschrei ebenfalls ein Geschrei zu erheben, sagte der evangelische Theologe am Montagabend in Brüssel. Denn Geschrei als «Produkt des schnellen Denkens» bilde für die liberale Gesellschaft «eine massive Bedrohung mit enormer destabilisierender Energie, egal, ob in Chemnitz auf der Straße, im Feuilleton einer etablierten Zeitung oder in einer Talkshow».

Wer schreie, müsse nicht Unrecht haben, sagte der Bischof. Doch verstärke das Geschrei sich selbst und verhindere den Kontakt, so dass es sein eigenes Problem verstärke, argumentierte Hein bei einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel «Europa im Gespräch».

Dem Geschrei setzte Bischof Hein eine aus christlicher Perspektive entwickelte praktische Ethik gegenüber, die er zunächst am Apostel Paulus festmachte. Dieser habe den Begriff der Demut entgegen der herrschenden Deutung nicht als Unterordnung verstanden, sondern als «freiwillige Zuordnung von Menschen untereinander, die einander die gottgegebene Würde zugestehen». Mit der Demut korrespondiere die Bescheidenheit als Einsicht in die das Verstehen übersteigende Größe der Welt und die Besonnenheit als die passende Verhaltensweise, erklärte Hein.

Konkreten Ausdruck findet die Besonnenheit dem Theologen zufolge unter anderem in einer Langsamkeit, die sich dem intuitiven Reagieren verweigere, jedoch nicht Verstummen meine, sondern Hören und Reden ermögliche. Menschen könnten dazu das Gebet suchen, gerade wenn «sie von Ereignissen heimgesucht werden, die geeignet sind, im Geschrei zu enden». Dieses erscheine geradezu als eine natürliche Reaktion, die die Kirche ernst nehmen solle, sagte Hein.

Die Rolle der Religion und der Kirchen im Umgang mit öffentlichem Geschrei beschrieb der Bischof differenziert. Man könne nicht unmittelbar aus der Bibel Regeln für jede einzelne Situation ableiten. Die Kirche solle auch nicht als «siebte oder achte Partei» auftreten, sagte er in der Diskussion mit dem Publikum: «Kirchen machen nicht die bessere Politik.» Wohl aber könnten sie Raum für Reflexion ermöglichen, zur Langsamkeit ermutigen und so zur Versachlichung politischer Fragen beitragen.

Mit Blick auf die Diskussionen in der Europäischen Union warb der kurhessische Bischof in der EU-Hauptstadt um ein zurückhaltendes Auftreten gegenüber östlichen Mitgliedsländern. Man solle Verständnis für Länder aufbringen, die noch keine jahrzehntelange Demokratie hinter sich hätten. Er halte etwas mehr Bescheidenheit und die Beachtung der Traditionen, aus denen diese Staaten herausgekommen seien, für notwendig. So finde er zwar die ungarische Abschottungspolitik in der Migrationsfrage problematisch, sagte Hein. Die Politik lasse sich aber durch einen Blick in die Geschichte des Landes besser verstehen. (06.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Den Vortrag von Bischof Martin Hein zum Thema «Besonnenheit in Zeiten des Geschreis» können Sie hier im Wortlaut lesen:

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Die Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union finden Sie im Internet unter:

Archiv: Neue Diakone: Fünf Frauen und ein Mann in Hephata eingesegnet

Schwalmstadt (medio). Es ist ein traditioneller Höhepunkt im Hephata-Jahreskalender: Die Einsegnung neuer Diakoninnen und Diakone. Am vergangenen Sonntag (4.11.) war es wieder soweit – insgesamt fünf Frauen und Männer wurden im Rahmen eines Festgottesdienstes von Bernd Böttner, Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und theologischer Stellvertreter des Bischofs, eingesegnet. Ihm zur Seite standen Hephata-Vorstandssprecher Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt, der gleichzeitig Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata ist, und Diakonin Kathrin Rühl, Referentin der Diakonischen Gemeinschaft.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang statt, bei dem die Eingesegneten durch Vertreter der Landeskirche, der Evangelischen Hochschule Darmstadt, der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, des Vorgängerjahrgangs und eines Dienstgebers gewürdigt wurden, teilte das Hessisches Diakoniezentrum mit.

Die Befähigung für ihr kirchliches Amt haben die neuen Diakoninnen und Diakone auf unterschiedliche Weise erworben: Ein Diakon absolvierte eine Ausbildung an der Hephata-Akademie für soziale Berufe, die übrigen qualifizierten sich im Rahmen eines Studiums der Sozialen Arbeit mit gemeindepädagogischer-diakonischer Qualifikation an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, die auch einen Studienstandort auf dem Campus der Hephata-Akademie in Treysa hat.

In beiden Ausbildungsgängen beschäftigen sich die neuen Diakoninnen und Diakone mit Themen rund um Kirche und Diakonie, ebenso mit Fragen, wie Menschen in existenziellen Lebenssituationen unterstützt werden können und wie das Sozialwesen gestaltet werden kann.

Der Einsegnungsgottesdienst war eingebettet in den Gesamtkonvent der Diakonischen Gemeinschaft Hephata vom 1. bis 4. November, der in diesem Jahr unter dem Motto «Demokratie first! Unsere Herausforderungen und Antworten» stand.

Die neuen Diakoninnen und Diakone:

Katharina Brückmann, Borken
Matthias Dorner, Oberammergau
Sarah Gramann, Langenselbold
Teresa Klingelhöfer, Gießen
Andrea Rössler, Tübingen

Infos zur Ausbildung und den Berufsmöglichkeiten hat Diakonin Kathrin Rühl, Diakonische Gemeinschaft Hephata, Elisabeth-Seitz-Straße 16, 34613 Schwalmstadt, Tel.: 06691 18-1401, 18-1402, E-Mail: kathrin.ruehl@hephata.de  (05.11.2018)

2018-11-05 26095

Einsegnungsgottesdienst und Gesamtkonvent
Neue Diakone: Fünf Frauen und ein Mann in Hephata eingesegnet

Neue Diakone: Fünf Frauen und ein Mann in Hephata eingesegnet
v.l.: Prälat Bernd Böttner, Diakonin Kathrin Rühl, Diakonin Katharina Brückmann, Diakon Teresa Klingelhöfer, Diakon Matthias Dorner, Diakonin Andrea Rössler, Diakonin Sarah Gramann und Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt. (Foto: Hephata)

Schwalmstadt (medio). Es ist ein traditioneller Höhepunkt im Hephata-Jahreskalender: Die Einsegnung neuer Diakoninnen und Diakone. Am vergangenen Sonntag (4.11.) war es wieder soweit – insgesamt fünf Frauen und Männer wurden im Rahmen eines Festgottesdienstes von Bernd Böttner, Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und theologischer Stellvertreter des Bischofs, eingesegnet. Ihm zur Seite standen Hephata-Vorstandssprecher Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt, der gleichzeitig Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata ist, und Diakonin Kathrin Rühl, Referentin der Diakonischen Gemeinschaft.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang statt, bei dem die Eingesegneten durch Vertreter der Landeskirche, der Evangelischen Hochschule Darmstadt, der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, des Vorgängerjahrgangs und eines Dienstgebers gewürdigt wurden, teilte das Hessisches Diakoniezentrum mit.

Die Befähigung für ihr kirchliches Amt haben die neuen Diakoninnen und Diakone auf unterschiedliche Weise erworben: Ein Diakon absolvierte eine Ausbildung an der Hephata-Akademie für soziale Berufe, die übrigen qualifizierten sich im Rahmen eines Studiums der Sozialen Arbeit mit gemeindepädagogischer-diakonischer Qualifikation an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, die auch einen Studienstandort auf dem Campus der Hephata-Akademie in Treysa hat.

In beiden Ausbildungsgängen beschäftigen sich die neuen Diakoninnen und Diakone mit Themen rund um Kirche und Diakonie, ebenso mit Fragen, wie Menschen in existenziellen Lebenssituationen unterstützt werden können und wie das Sozialwesen gestaltet werden kann.

Der Einsegnungsgottesdienst war eingebettet in den Gesamtkonvent der Diakonischen Gemeinschaft Hephata vom 1. bis 4. November, der in diesem Jahr unter dem Motto «Demokratie first! Unsere Herausforderungen und Antworten» stand.

Die neuen Diakoninnen und Diakone:

Katharina Brückmann, Borken
Matthias Dorner, Oberammergau
Sarah Gramann, Langenselbold
Teresa Klingelhöfer, Gießen
Andrea Rössler, Tübingen

Infos zur Ausbildung und den Berufsmöglichkeiten hat Diakonin Kathrin Rühl, Diakonische Gemeinschaft Hephata, Elisabeth-Seitz-Straße 16, 34613 Schwalmstadt, Tel.: 06691 18-1401, 18-1402, E-Mail: kathrin.ruehl@hephata.de  (05.11.2018)


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Wie Sie Diakon oder Diakonin werden können, erfahren Sie auf den Seiten des Hessischen Diakoniezentrums e.V. unter:

Archiv: Kassels berühmter Organist und Glockenspieler Wilhelm Ritter ist gestorben

Kassel/Marburg (medio). Der Organist, Pädagoge und Glockenspieler Wilhelm Ritter ist tot. Der bekannte  «Carillonneur» starb vor einer Woche am 29. Oktober, fünf Tage vor seinem 68. Geburtstag. «Mit Wilhelm Ritter verliert Kassel und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck einen engagierten und beeindruckenden Menschen, der als Fachmann und Musiker die klingende Kirchturmlandschaft prägte», sagte Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. Für die Landeskirche sei Ritter eine wichtige und prägende Persönlichkeit gewesen und in Kassel musizierte er als «kirchenmusikalisches Urgestein». «Für sein kirchenmusikalisches Wirken sind wir ihm sehr dankbar», so Maibaum.

Seit dem 12. Lebensjahr spielte Wilhelm Ritter die Orgel, sein 50-jähriges Organisten-Jubiläum feierte er 2017 in der Martinskirche in Kassel, wo er auch den dortigen Kantor vertrat. Als Lehrer für Deutsch, Musik und Kunst wirkte Ritter in Hessisch Lichtenau und später in Kassel. Generationen von Schülern verband er mit der Musik.

In Kurhessen-Waldeck war Wilhelm Ritter einer der vier Glockensachverständigen, war zuständig für die Glocken und Glockenstühle in den Kirchenkreisen Fulda und Schlüchtern. Für sein kirchenmusikalisches Wirken verlieh ihm die Landeskirche die Philipp-Nicolai-Medaille.
 
Seine große Leidenschaft galt dem Carillon. Mit 21 Jahren erlernte Ritter das Spiel mit den Glocken. Später studierte er an der königlichen Glockenspielschule im belgischen Mechelen und beendete dieses Studium mit dem Diplom für Glockenspieler. Sein Zuhause war der Glockenturm der Karlskirche in Kassel. Sein Können zeigte Ritter auch bei vielen Glockenspielerfestivals, in denen er als Musiker unzählige europäische Glockentürme zum Klingen brachte.

Am 8. Dezember 2018 wird es in der Kasseler Martinskirche ein Konzert zum Gedenken an Wilhelm Ritter geben, teilte Heike Schaaf vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel mit. Die Uhrzeit steht noch nicht fest.

Stichwort: «Carillon»

Ein Carillon ist ein spielbares, großes Glockenspiel, das sich z. B. in einem Turm oder einem eigens errichteten Bauwerk befindet. Es besteht aus gestimmten Kirchenglocken, die mittels einer Klaviatur durch einen Spieler oder mechanisch gespielt werden können. (06.11.2018)

2018-11-06 26114

Prägende Persönlichkeit für Kassel und die Landeskirche
Kassels berühmter Organist und Glockenspieler Wilhelm Ritter ist gestorben

Kassels berühmter Organist und Glockenspieler Wilhelm Ritter ist gestorben
Als Glockenspieler war Ritter eine Institution in Kassel und erlangte über die Grenzen Deutschlands hinaus große Bekanntheit. Unser Foto zeigt ihn auf dem Turm der Karlskirche bei der Nacht der Kirchen im Jahr 2015. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel/Marburg (medio). Der Organist, Pädagoge und Glockenspieler Wilhelm Ritter ist tot. Der bekannte  «Carillonneur» starb vor einer Woche am 29. Oktober, fünf Tage vor seinem 68. Geburtstag. «Mit Wilhelm Ritter verliert Kassel und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck einen engagierten und beeindruckenden Menschen, der als Fachmann und Musiker die klingende Kirchturmlandschaft prägte», sagte Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. Für die Landeskirche sei Ritter eine wichtige und prägende Persönlichkeit gewesen und in Kassel musizierte er als «kirchenmusikalisches Urgestein». «Für sein kirchenmusikalisches Wirken sind wir ihm sehr dankbar», so Maibaum.

Seit dem 12. Lebensjahr spielte Wilhelm Ritter die Orgel, sein 50-jähriges Organisten-Jubiläum feierte er 2017 in der Martinskirche in Kassel, wo er auch den dortigen Kantor vertrat. Als Lehrer für Deutsch, Musik und Kunst wirkte Ritter in Hessisch Lichtenau und später in Kassel. Generationen von Schülern verband er mit der Musik.

In Kurhessen-Waldeck war Wilhelm Ritter einer der vier Glockensachverständigen, war zuständig für die Glocken und Glockenstühle in den Kirchenkreisen Fulda und Schlüchtern. Für sein kirchenmusikalisches Wirken verlieh ihm die Landeskirche die Philipp-Nicolai-Medaille.
 
Seine große Leidenschaft galt dem Carillon. Mit 21 Jahren erlernte Ritter das Spiel mit den Glocken. Später studierte er an der königlichen Glockenspielschule im belgischen Mechelen und beendete dieses Studium mit dem Diplom für Glockenspieler. Sein Zuhause war der Glockenturm der Karlskirche in Kassel. Sein Können zeigte Ritter auch bei vielen Glockenspielerfestivals, in denen er als Musiker unzählige europäische Glockentürme zum Klingen brachte.

Am 8. Dezember 2018 wird es in der Kasseler Martinskirche ein Konzert zum Gedenken an Wilhelm Ritter geben, teilte Heike Schaaf vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel mit. Die Uhrzeit steht noch nicht fest.

Stichwort: «Carillon»

Ein Carillon ist ein spielbares, großes Glockenspiel, das sich z. B. in einem Turm oder einem eigens errichteten Bauwerk befindet. Es besteht aus gestimmten Kirchenglocken, die mittels einer Klaviatur durch einen Spieler oder mechanisch gespielt werden können. (06.11.2018)


Archiv: Dr. Jochen Gerlach wird Leitender Pfarrer der Evangelischen Altenhilfe

Hofgeismar (epd). Dr. Jochen Gerlach (55) wird neuer Leitender Pfarrer der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar. Gerlach sei am Freitag (2.11.) von der Mitgliederversammlung als Nachfolger von Barbara Heller, die dem Unternehmen 16 Jahre lang vorstand, gewählt worden, teilte die Altenhilfe am Montag mit. Gerlach, der derzeit noch das Referat Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck leitet, werde sein Amt zum 1. April 2019 antreten.

Zusammen mit Ralf Pfannkuche als Kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführer der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen wird Gerlach für 23 Altenpflegeeinrichtungen, mehrere ambulante Dienste, Tagespflegen und Wohnangebote in Nordhessen und Thüringen, für das Hospiz in Kassel und ebenfalls für das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen in Hofgeismar verantwortlich sein. Die Evangelische Altenhilfe, die 2018 ihr 125-jähriges Bestehen feierte, ist nach eigenen Angaben der größte Anbieter diakonischer Altenarbeit in der Region. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 2.290 Menschen an
19 Standorten. (05.11.2018)

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Wechsel in Hofgeismar
Dr. Jochen Gerlach wird Leitender Pfarrer der Evangelischen Altenhilfe

Dr. Jochen Gerlach wird Leitender Pfarrer der Evangelischen Altenhilfe
Ralf Pfannkuche (v.l.), Leitender Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen mit der amtierenden Leitenden Pfarrerin und Geschäftsführerin Barbara Heller sowie ihrem Nachfolger Dr. Jochen Gerlach. (Foto: Altenhilfe)

Hofgeismar (epd). Dr. Jochen Gerlach (55) wird neuer Leitender Pfarrer der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar. Gerlach sei am Freitag (2.11.) von der Mitgliederversammlung als Nachfolger von Barbara Heller, die dem Unternehmen 16 Jahre lang vorstand, gewählt worden, teilte die Altenhilfe am Montag mit. Gerlach, der derzeit noch das Referat Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck leitet, werde sein Amt zum 1. April 2019 antreten.

Zusammen mit Ralf Pfannkuche als Kaufmännischer Vorstand und Geschäftsführer der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen wird Gerlach für 23 Altenpflegeeinrichtungen, mehrere ambulante Dienste, Tagespflegen und Wohnangebote in Nordhessen und Thüringen, für das Hospiz in Kassel und ebenfalls für das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen in Hofgeismar verantwortlich sein. Die Evangelische Altenhilfe, die 2018 ihr 125-jähriges Bestehen feierte, ist nach eigenen Angaben der größte Anbieter diakonischer Altenarbeit in der Region. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 2.290 Menschen an
19 Standorten. (05.11.2018)


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Die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar finden Sie im Internet unter:

Archiv: Bischof Hein: Ethikrat ist «Labor für gesellschaftliche Diskussionen»

Kassel (epd). Der turnusgemäß aus dem Deutschen Ethikrat ausgeschiedene Bischof Martin Hein hat die große gesellschaftliche Bedeutung des Gremiums gewürdigt. «Gäbe es den Ethikrat nicht, müsste man ihn erfinden», sagte er am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). In den Beratungen des 26köpfigen Gremiums spiegelten sich die gesellschaftlichen Debatten wider. Der Ethikrat sei eine Art «Labor für gesellschaftliche Diskussionen»,sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Besonders bewegt hätten ihn im Ethikrat, dem er seit 2014 angehörte, die Diskussionen zum Thema Hirntod sowie vor kurzem das Thema Zulässigkeit von Zwangsmaßnahmen. Zu diesem Thema ist am Donnerstag in Berlin ein einstimmig verabschiedetes, 250 Seiten starkes Papier des Ethikrates veröffentlicht worden. Hein war bei den Beratungen Mitglied der Untergruppe Altenpflege. Das Papier sieht in Zwangstherapien und Freiheitseinschränkungen nur ein allerletztes Mittel, wenn hilfsbedürftige Menschen vor sich selbst geschützt werden müssen.

Generell sei der Ethikrat trotz seiner sehr unterschiedlichen Zusammensetzung immer um Konsens bemüht, so Hein weiter. Meistens gelinge dies auch, es würden aber auch unterschiedliche Positionen zugelassen. Als Bischof habe er gegenüber den anderen Mitglied keinen Vertrauensvorschuss genossen, sagte er. «Im Ethikrat kann man sich nur auf der Ebene des vernünftigen Arguments einbringen», zog er Bilanz. Rein theologische Begründungen überzeugten nicht. Die Argumente für eine bestimmte Position müssten allgemeinverständlich
sein.

Als eines der Themen, mit denen sich der Ethikrat künftig befassen müsse, sieht Hein das Thema künstliche Intelligenz. Momentan seien aber auch genetische Eingriffe beim Menschen sowie die Digitalisierung und der damit zusammenhängende Datenschutz wichtige Themen. (01.11.2018)

2018-11-01 26093


Bischof Hein: Ethikrat ist «Labor für gesellschaftliche Diskussionen»

Bischof Hein: Ethikrat ist «Labor für gesellschaftliche Diskussionen»
Bischof Martin Hein (2.v.l.) im Gespräch mit den Redakteuren Torsten Scheuermann (1.v.l.) und Christian Prüfer (4.v.l.) sowie dem stellv. Sprecher der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer (3.v.l.). (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (epd). Der turnusgemäß aus dem Deutschen Ethikrat ausgeschiedene Bischof Martin Hein hat die große gesellschaftliche Bedeutung des Gremiums gewürdigt. «Gäbe es den Ethikrat nicht, müsste man ihn erfinden», sagte er am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). In den Beratungen des 26köpfigen Gremiums spiegelten sich die gesellschaftlichen Debatten wider. Der Ethikrat sei eine Art «Labor für gesellschaftliche Diskussionen»,sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Besonders bewegt hätten ihn im Ethikrat, dem er seit 2014 angehörte, die Diskussionen zum Thema Hirntod sowie vor kurzem das Thema Zulässigkeit von Zwangsmaßnahmen. Zu diesem Thema ist am Donnerstag in Berlin ein einstimmig verabschiedetes, 250 Seiten starkes Papier des Ethikrates veröffentlicht worden. Hein war bei den Beratungen Mitglied der Untergruppe Altenpflege. Das Papier sieht in Zwangstherapien und Freiheitseinschränkungen nur ein allerletztes Mittel, wenn hilfsbedürftige Menschen vor sich selbst geschützt werden müssen.

Generell sei der Ethikrat trotz seiner sehr unterschiedlichen Zusammensetzung immer um Konsens bemüht, so Hein weiter. Meistens gelinge dies auch, es würden aber auch unterschiedliche Positionen zugelassen. Als Bischof habe er gegenüber den anderen Mitglied keinen Vertrauensvorschuss genossen, sagte er. «Im Ethikrat kann man sich nur auf der Ebene des vernünftigen Arguments einbringen», zog er Bilanz. Rein theologische Begründungen überzeugten nicht. Die Argumente für eine bestimmte Position müssten allgemeinverständlich
sein.

Als eines der Themen, mit denen sich der Ethikrat künftig befassen müsse, sieht Hein das Thema künstliche Intelligenz. Momentan seien aber auch genetische Eingriffe beim Menschen sowie die Digitalisierung und der damit zusammenhängende Datenschutz wichtige Themen. (01.11.2018)


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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

Archiv: Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation

Kassel (medio/epd). Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen feiern evangelische Christen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in aller Welt am Mittwoch (31.10.) den Reformationstag. Vor 501 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte.

Stichwort «Reformationstag»

Am Vorabend des Allerheiligentages veröffentlichte der Augustinermönch Luther seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert.

Der Reformationstag am 31. Oktober ist im Jahr 2018 in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag in diesem Jahr zu einem neuen, zusätzlichen gesetzlichen Feiertag erklärt. Im vergangenen Jahr war der 31. Oktober anlässlich des Reformationsjubiläums einmalig ein bundesweiter Feiertag. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der 31. Oktober seit Jahren arbeitsfrei. (30.10.2018)

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Luthers Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517
Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation

Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation
Luther-Denkmal auf dem Marktplatz von Lutherstadt Wittenberg (Foto: medio.tv/Dellit)

Kassel (medio/epd). Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen feiern evangelische Christen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in aller Welt am Mittwoch (31.10.) den Reformationstag. Vor 501 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte.

Stichwort «Reformationstag»

Am Vorabend des Allerheiligentages veröffentlichte der Augustinermönch Luther seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert.

Der Reformationstag am 31. Oktober ist im Jahr 2018 in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag in diesem Jahr zu einem neuen, zusätzlichen gesetzlichen Feiertag erklärt. Im vergangenen Jahr war der 31. Oktober anlässlich des Reformationsjubiläums einmalig ein bundesweiter Feiertag. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der 31. Oktober seit Jahren arbeitsfrei. (30.10.2018)


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Weitere Informationen zum Reformationstag und zu Martin Luther und seinen 95 Thesen finden Sie hier:

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Der ARD-Fernsehgottesdienst am 31. Oktober, 10 Uhr, wird aus der Speyerer Dreifaltigkeitskirche übertragen und steht unter dem Motto «Mutig voran»:

Archiv: Bischof Hein ordiniert 13 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt

Marburg/Kassel (medio/epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag (28.10.) in Marburg 13 Frauen und Männer in den Verkündigungsdienst der Landeskirche berufen. Bei der Ordination in der Elisabethkirche assistierten dem Bischof Anne Wollenteit (stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende), Pfarrer Paul Shindhe (Ökumenischer Gast, Church of South India) und Pfarrer Prof. Dr. Lutz Friedrichs, Direktor des Evangelischen Studienseminars in Hofgeismar.

Pfarramt wird in der Öffentlichkeit als ein zentrales Amt wahrgenommen

In seiner Predigt über Epheser 4, 7-15 erläuterte Bischof Hein, dass Christus durch seinen Geist und durch Frauen und Männer wirksam bleibe, die er berufe, um an seiner Statt «die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk» zu wirken. Im Besonderen gelte dies für die dafür ausgebildeten und berufenen Menschen. Alle Christinnen und Christen gehörten zu dem einen Leib Christi an und brächten ihre jeweils eigenen Gaben und Aufgaben ein. Der Epheserbrief zeige, dass «nicht alle alles machen». Vielmehr werde der Versuch unternommen, die verschiedenen Gaben und Dienste einander zuzuordnen. Hein unterstrich, dass dies auch heute unter veränderten Lebensbedingungen gelte. Die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer ständen mit dem Verkündigungsauftrag in der Landeskirche nicht allein da, wie der Dienst von Prädikantinnen und Prädikanten, Diakoninnen und Diakonen, Lektorinnen und Lektoren, aber auch der Dienst von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kindergottesdienst und der Religionslehrerinnen und Religionslehrern zeige. «Aber das nimmt nichts von der Besonderheit des Pfarramts, das weiterhin in unseren Gemeinden wie in der Öffentlichkeit als ein zentrales Amt wahrgenommen wird», so Hein. Im Miteinander wie im Gegenüber zu den anderen Diensten und Aufgabengebieten, die es in der Kirche gebe, würden die Ordinandinnen und Ordinanden ihren Dienst tun. Die gemeinsame Zielrichtung bestehe – mit den Worten des Epheserbriefs – in der «Zurüstung der Heiligen» und der «Auferbauung des Leibes Christi».

2018-10-29 26043

Gottesdienst in der Marburger Elisabethkirche
Bischof Hein ordiniert 13 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt

Bischof Hein ordiniert 13 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt
Die ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer mit Bischof Prof. Dr. Hein (Mitte) und v.r.: Studienleiterin Dr. Erichsen-Wendt, Propst Wöllenstein, Studienseminardirektor Prof. Dr. Friedrichs, Anne Wollenteit (Kirchenvorstand) und Pfarrer Shindhe (l.).

Marburg/Kassel (medio/epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag (28.10.) in Marburg 13 Frauen und Männer in den Verkündigungsdienst der Landeskirche berufen. Bei der Ordination in der Elisabethkirche assistierten dem Bischof Anne Wollenteit (stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende), Pfarrer Paul Shindhe (Ökumenischer Gast, Church of South India) und Pfarrer Prof. Dr. Lutz Friedrichs, Direktor des Evangelischen Studienseminars in Hofgeismar.

Pfarramt wird in der Öffentlichkeit als ein zentrales Amt wahrgenommen

In seiner Predigt über Epheser 4, 7-15 erläuterte Bischof Hein, dass Christus durch seinen Geist und durch Frauen und Männer wirksam bleibe, die er berufe, um an seiner Statt «die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk» zu wirken. Im Besonderen gelte dies für die dafür ausgebildeten und berufenen Menschen. Alle Christinnen und Christen gehörten zu dem einen Leib Christi an und brächten ihre jeweils eigenen Gaben und Aufgaben ein. Der Epheserbrief zeige, dass «nicht alle alles machen». Vielmehr werde der Versuch unternommen, die verschiedenen Gaben und Dienste einander zuzuordnen. Hein unterstrich, dass dies auch heute unter veränderten Lebensbedingungen gelte. Die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer ständen mit dem Verkündigungsauftrag in der Landeskirche nicht allein da, wie der Dienst von Prädikantinnen und Prädikanten, Diakoninnen und Diakonen, Lektorinnen und Lektoren, aber auch der Dienst von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kindergottesdienst und der Religionslehrerinnen und Religionslehrern zeige. «Aber das nimmt nichts von der Besonderheit des Pfarramts, das weiterhin in unseren Gemeinden wie in der Öffentlichkeit als ein zentrales Amt wahrgenommen wird», so Hein. Im Miteinander wie im Gegenüber zu den anderen Diensten und Aufgabengebieten, die es in der Kirche gebe, würden die Ordinandinnen und Ordinanden ihren Dienst tun. Die gemeinsame Zielrichtung bestehe – mit den Worten des Epheserbriefs – in der «Zurüstung der Heiligen» und der «Auferbauung des Leibes Christi».

Kommunikation des Evangeliums trägt zur Wahrhaftigkeit bei

Mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage führte Hein weiter aus, dass es Aufgabe der Kirche sei, mit der Kommunikation des Evangeliums dazu beizutragen, Menschen aus ihrer selbstgewählten Unmündigkeit zu befreien. so dass sie sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln, die zu ihrer Meinung und ihrem Glauben stehen könnten. Hein beklagte, dass heutzutage viele auf die Parolen der Vereinfacher hereinfielen und «hate speeches» Konjunktur hätten. Umso wichtiger sei es, Klarheit zu gewinnen, zur Wahrheit zu stehen und dies auch in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Theologie trage zur Wahrheitsfindung bei. An die künftigen Pfarrerinnen und Pfarrer gerichtet sagte der Bischof: «Dafür haben Sie, liebe Ordinandinnen und Ordinanden, Theologie studiert. Sie trägt zur Wahrhaftigkeit bei. Und genau darauf werden Sie in den Gemeinden wie in den anderen Aufgabengebieten angesprochen. Dafür braucht Sie unsere Kirche. Und wir sind dankbar, dass Sie sich in diesen besonderen und anspruchsvollen Dienst haben berufen lassen und nun ordiniert werden.»

Einsatzorte der Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst zum 1. November 2018

Fabian Böhme
1. Pfarrstelle Wächtersbach, Kirchenkreis Gelnhausen

Ute Maria Helene Borchert
2. Pfarrstelle Steinbach-Hallenberg mit dem Vikariat Oberschönau-Unterschönau, Kirchenkreis Schmalkalden

Anna Debes
1. Pfarrstelle Dörnhagen-Fuldabrück, Kirchenkreis Kaufungen

Anna Imhof
Besonderer Dienst beim Hans-von-Soden-Institut in Marburg

Wita Klön
Pfarrerin im Ehrenamt, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

Nina Marie Nadolny
pfarramtlicher Dienst im Kirchenkreis Hofgeismar

Dr. Klaus Heinrich Neuhoff
2. Pfarrstelle Kassel-Waldau, Stadtkirchenkreis Kassel

Christopher Noll
Rauschenberg und Ernsthausen, Kirchenkreis Kirchhain

Andreas Reichwein
Viermünden, Ederbringhausen, Oberorke, Kirchenkreis Eder

Elisa Schneider
Auslandsjahr über die EKD (Neapel, Italien)

Katharina Scholl
Besonderer Dienst als Repetentin an der Hessischen Stipendiatenanstalt in Marburg

Maximilian Weber-Weigelt
Bieberstein und Dipperz, Kirchenkreis Fulda

Michael Wischnewski
pfarramtlicher Dienst an der Pfarrkirche in Marburg, Kirchenkreis Marburg

Stichwort: «Ordination»

Die Theologen hatten nach dem Theologiestudium ihre Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden und am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar abgeschlossen, teilte die Landeskirche am Sonntag mit. Die Berufung ins Pfarramt erfolgt mit der Ordination und gilt auf Lebenszeit.

Mit der Ordination werden die Vikarinnen und Vikare öffentlich dazu berufen, zu predigen, zu taufen und das Abendmahl auszuteilen. Zudem ist damit die Übernahme der Verantwortung für die Seelsorge und Bildung in einer Kirchengemeinde verbunden. Die Frauen und Männer haben nach dem Studium in einem zweijährigen Vikariat die kirchliche Praxis in verschiedenen Gemeinden der Landeskirche kennengelernt. Zum Vikariat gehörten auch Kurse im Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar unter anderem zu den Themen Predigt und Gottesdienst, Seelsorge, Gemeindeleitung und kirchliche Sozialarbeit.

Nach der Ordination treten sie unmittelbar Ihren Dienst als Pfarrerin bzw. Pfarrer im Probedienst in den Gemeinden an. Die Ordinationsgottesdienste werden jeweils in wechselnden Orten der Landeskirche gefeiert. (29.10.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Ordinationsgottesdienst am 28.10.2018 (22. Sonntag nach Trinitatis: Tag der Apostel Simon und Judas Thaddäus) in der Elisabethkirche zu Marburg. Predigttext: Epheser 4,7-15:

Archiv: Kasseler Haus der Kirche öffnete Türen zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert»

Kassel (medio). Das Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee 330 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe hat am Freitag (26.10.) wieder seine Türen zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert» geöffnet. Eröffnet wurde das Stadtteilfest um 18.30 Uhr von Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck), Schirmherrin Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (Hessische Ministerin der Justiz), Siegfried Putz (1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe e.V.) sowie den Organisatoren des Festes Petra Nagel und Tobias Mand vor dem Haus der Kirche. Für die musikalische Begleitung der Eröffnung sorgte die Band «Brass for Fun», heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche.

Am Abend konnten Interessierte an Kunstführungen durch das Haus der Kirche teilnehmen und die Band «Absolut Unplugged» bot ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Zum Ausklang der Veranstaltung hatte Pfarrer Jan-Daniel Setzer um 22:30 Uhr zu den «Nachtgedanken» eingeladen - musikalisch begleitet von Dr. Peter Gries an der Bratsche und Manuel Gehrke am Klavier.

Wiederaufführung des Schöpfungshörspiels vom Hessentag 2018

In der Kapelle des Hauses konnten die Besucherinnen und Besucher den gesamten Abend «Die Schöpfung», ein Hörspiel der Klangkirche, erleben. Die Klangkirche war eine Inszenierung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für den diesjährigen 58. Hessentag in der Hansestadt Korbach. Zusätzlich war eine Fotoshow mit Impressionen von der Klangkirche auf dem Hessentag und vom Fest anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Hanauer Union im September des Jahres zu sehen.

Außerdem war vor dem Haus der Kirche das «begehbare Kirchenfenster» aufgebaut, eine begehbare Kirche mit vielen bunten Scheiben, die die Besucher mit Kerzen stimmungsvoll ins Licht setzen konnten. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Küchenteam der Firma Gegenbauer im Betriebsrestaurant mit kulinarischen Köstlichkeiten. (29.10.2018)

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Eröffnung und Schöpfungshörspiel
Kasseler Haus der Kirche öffnete Türen zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert»

Kasseler Haus der Kirche öffnete Türen zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert»
Zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert» werden viele Hausfassaden eindrucksvoll beleuchtet. Das Haus der Kirche zeigt ein riesiges Kreuz. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Das Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee 330 in Kassel-Bad Wilhelmshöhe hat am Freitag (26.10.) wieder seine Türen zum Lichterfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert» geöffnet. Eröffnet wurde das Stadtteilfest um 18.30 Uhr von Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck), Schirmherrin Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann (Hessische Ministerin der Justiz), Siegfried Putz (1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe e.V.) sowie den Organisatoren des Festes Petra Nagel und Tobias Mand vor dem Haus der Kirche. Für die musikalische Begleitung der Eröffnung sorgte die Band «Brass for Fun», heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche.

Am Abend konnten Interessierte an Kunstführungen durch das Haus der Kirche teilnehmen und die Band «Absolut Unplugged» bot ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Zum Ausklang der Veranstaltung hatte Pfarrer Jan-Daniel Setzer um 22:30 Uhr zu den «Nachtgedanken» eingeladen - musikalisch begleitet von Dr. Peter Gries an der Bratsche und Manuel Gehrke am Klavier.

Wiederaufführung des Schöpfungshörspiels vom Hessentag 2018

In der Kapelle des Hauses konnten die Besucherinnen und Besucher den gesamten Abend «Die Schöpfung», ein Hörspiel der Klangkirche, erleben. Die Klangkirche war eine Inszenierung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für den diesjährigen 58. Hessentag in der Hansestadt Korbach. Zusätzlich war eine Fotoshow mit Impressionen von der Klangkirche auf dem Hessentag und vom Fest anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Hanauer Union im September des Jahres zu sehen.

Außerdem war vor dem Haus der Kirche das «begehbare Kirchenfenster» aufgebaut, eine begehbare Kirche mit vielen bunten Scheiben, die die Besucher mit Kerzen stimmungsvoll ins Licht setzen konnten. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Küchenteam der Firma Gegenbauer im Betriebsrestaurant mit kulinarischen Köstlichkeiten. (29.10.2018)


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Weitere Informationen zum Stadtteilfest finden Sie im Internet unter:

Archiv: Bischof Hein: Wahlergebnis in Hessen Weckruf und Ansporn zugleich

Kassel (medio). Als Weckruf und Ansporn zugleich hat der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck,  Prof. Dr. Martin Hein die Ergebnisse der Landtagswahl in Hessen vom Sonntag, den 28.10. bezeichnet. Die Wahlbeteiligung von 67,5 Prozent sei ein positives Signal, so Hein in einer Stellungnahme am Montag.

Bischof Martin Hein im Wortlaut:

«Die Ergebnisse der Landtagswahl sind Weckruf und Ansporn zugleich. Deutlich ist, wie sehr die bundespolitische Debatte die Wähler in Hessen betroffen und beeinflusst hat. Dass sich trotz dieser Irritationen 67,5 % der Wahlberechtigten an der Wahl beteiligt haben, ist ein positives Signal. Auch junge Menschen interessieren sich wieder für Politik. Der Wunsch nach einer vertrauenswürdigen, stabilen Regierung, die die Anliegen der Menschen hört und sich für sie einsetzt, ist deutlich zu spüren. Er sollte ein Ansporn sein. Erschreckend ist es für mich, wenn sich dieser Wunsch mit einer Tendenz zur Ausgrenzung und Diskriminierung verbindet. Den Parteien, die sich nun in Koalitionsverhandlungen begeben, wünsche ich, dass sie einen guten gemeinsamen Weg finden, der nicht die persönlichen Positionen in den Vordergrund stellt, sondern dem Wohl des Landes Hessen und seiner vielfältigen Bevölkerung dient. Aus der Berliner Debatte lernen wir, dass es sehr wohl wahrgenommen wird, in welchem Stil die Verantwortungsträger der Parteien mit einander umgehen. Daher ist es dringend notwendig, den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen zu vermitteln, dass künftige Regierung und Opposition im hessischen Landtag zu einem angemessenen Diskurs und einem fruchtbaren Miteinander finden können.»

2018-10-29 26064

Landtagswahl Hessen
Bischof Hein: Wahlergebnis in Hessen Weckruf und Ansporn zugleich

Bischof Hein: Wahlergebnis in Hessen Weckruf und Ansporn zugleich
Leerer Plenarsaal des Hessischen Landtags (Foto: Martin Kraft)

Kassel (medio). Als Weckruf und Ansporn zugleich hat der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck,  Prof. Dr. Martin Hein die Ergebnisse der Landtagswahl in Hessen vom Sonntag, den 28.10. bezeichnet. Die Wahlbeteiligung von 67,5 Prozent sei ein positives Signal, so Hein in einer Stellungnahme am Montag.

Bischof Martin Hein im Wortlaut:

«Die Ergebnisse der Landtagswahl sind Weckruf und Ansporn zugleich. Deutlich ist, wie sehr die bundespolitische Debatte die Wähler in Hessen betroffen und beeinflusst hat. Dass sich trotz dieser Irritationen 67,5 % der Wahlberechtigten an der Wahl beteiligt haben, ist ein positives Signal. Auch junge Menschen interessieren sich wieder für Politik. Der Wunsch nach einer vertrauenswürdigen, stabilen Regierung, die die Anliegen der Menschen hört und sich für sie einsetzt, ist deutlich zu spüren. Er sollte ein Ansporn sein. Erschreckend ist es für mich, wenn sich dieser Wunsch mit einer Tendenz zur Ausgrenzung und Diskriminierung verbindet. Den Parteien, die sich nun in Koalitionsverhandlungen begeben, wünsche ich, dass sie einen guten gemeinsamen Weg finden, der nicht die persönlichen Positionen in den Vordergrund stellt, sondern dem Wohl des Landes Hessen und seiner vielfältigen Bevölkerung dient. Aus der Berliner Debatte lernen wir, dass es sehr wohl wahrgenommen wird, in welchem Stil die Verantwortungsträger der Parteien mit einander umgehen. Daher ist es dringend notwendig, den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen zu vermitteln, dass künftige Regierung und Opposition im hessischen Landtag zu einem angemessenen Diskurs und einem fruchtbaren Miteinander finden können.»

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Foto: medio.tv/Schauderna)

Archiv: Preisgekrönter Onlinekurs geht mit regionalen Lerngruppen in die zweite Runde

Kassel (medio). «In unserem Ort sieht man ja niemand mehr, keiner da zum Schwätzen.» «Ich müsste mir mal Gedanken machen, wie ich wohnen will, wenn ich älter werde.» «Hier bei uns fehlt... ein Treffpunkt, ein Laden, der Anschluss an andere Orte.» Der Online-Kurs 'Unser Dorf: Wir bleiben hier!' beschäftigt sich mit den Herausforderungen, vor denen Menschen in kleinen Orten und Dörfern stehen, erklärt Annegret Zander, Theologische Referentin in der Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

«Lernen Sie durch kleine Filme, motivierende Aufgaben und weiterführendes Material Ihren Ort mit neuen Augen sehen. Gewinnen Sie inspirierende Einblicke, wie wir Teilhabe für alle Generationen ermöglichen können. Und lernen Sie viele Varianten des Wohnens (im Alter) kennen», lädt Zander zu dem Kurs ein, der am 2.11. online startet.

Aktiv mitmachen - Ideen teilen

Bis zum 24. November können Interessierte an wöchentlichen Video-Chats teilnehmen, mit dem DorfMOOC-Team Fragen zum Wochenthema diskutieren, direkt mit anderen Teilnehmenden in einen Austausch kommen und voneinander lernen. Der Kurs ist jederzeit zugänglich.

Selbst eine Lerngruppe gründen

Zander rät außerdem, den Kurs gemeinsam mit anderen Menschen aus dem eigenem Ort zu machen: «Sie können auch selbst ein paar Leute im Ort zusammentrommeln, die Filme gemeinsam ansehen und diskutieren, die Aufgaben zusammen lösen und Ideen austauschen. Auch ein gemeinsamer Spaziergang durch den Ort kann neue Erkenntnissebringen.» Dazu hat das MOOC-Team Material zusammengestellt. Es können sogar Einladungspostkarten und Werbeplakate bestellt werden. (25.10.2018)

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«Unser Dorf: Wir bleiben hier!»
Preisgekrönter Onlinekurs geht mit regionalen Lerngruppen in die zweite Runde

Preisgekrönter Onlinekurs geht mit regionalen Lerngruppen in die zweite Runde

Kassel (medio). «In unserem Ort sieht man ja niemand mehr, keiner da zum Schwätzen.» «Ich müsste mir mal Gedanken machen, wie ich wohnen will, wenn ich älter werde.» «Hier bei uns fehlt... ein Treffpunkt, ein Laden, der Anschluss an andere Orte.» Der Online-Kurs 'Unser Dorf: Wir bleiben hier!' beschäftigt sich mit den Herausforderungen, vor denen Menschen in kleinen Orten und Dörfern stehen, erklärt Annegret Zander, Theologische Referentin in der Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

«Lernen Sie durch kleine Filme, motivierende Aufgaben und weiterführendes Material Ihren Ort mit neuen Augen sehen. Gewinnen Sie inspirierende Einblicke, wie wir Teilhabe für alle Generationen ermöglichen können. Und lernen Sie viele Varianten des Wohnens (im Alter) kennen», lädt Zander zu dem Kurs ein, der am 2.11. online startet.

Aktiv mitmachen - Ideen teilen

Bis zum 24. November können Interessierte an wöchentlichen Video-Chats teilnehmen, mit dem DorfMOOC-Team Fragen zum Wochenthema diskutieren, direkt mit anderen Teilnehmenden in einen Austausch kommen und voneinander lernen. Der Kurs ist jederzeit zugänglich.

Selbst eine Lerngruppe gründen

Zander rät außerdem, den Kurs gemeinsam mit anderen Menschen aus dem eigenem Ort zu machen: «Sie können auch selbst ein paar Leute im Ort zusammentrommeln, die Filme gemeinsam ansehen und diskutieren, die Aufgaben zusammen lösen und Ideen austauschen. Auch ein gemeinsamer Spaziergang durch den Ort kann neue Erkenntnissebringen.» Dazu hat das MOOC-Team Material zusammengestellt. Es können sogar Einladungspostkarten und Werbeplakate bestellt werden. (25.10.2018)


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Alle Infos und Materialien zum Online-Kurs 'Unser Dorf: Wir bleiben hier!' finden Sie unter:

Archiv: «Chancen und Grenzen eines partizipativen Führungskonzeptes»

Kassel (medio). Unter dem Motto «Das Ende der Hierarchie!» waren fast 80 Unternehmer*innen und Führungskräfte am 23. Oktober 2018 zum Wilhelmshöher Impuls ins Haus der Kirche gekommen, berichtete Ute Göpel, Fachreferentin im Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Bernd Böttner, Prälat der Landeskirche, fragte bei seiner Begrüßung augenzwinkernd, ob das Motto vielleicht als Appell zu verstehen sei, dass ausgerechnet die Kirche das Ende aller Hierarchien verkünden solle. Er fügt hinzu, dass er froh sei über den Untertitel «Chancen und Grenzen eines partizipativen Führungskonzeptes». «Das entspricht dem Anliegen der Wilhelmshöher Impulse: Anregungen und Diskurs zu modernen, werteorientierten Unternehmenskulturen zu geben», sagte Böttner.

Den Impulsvortrag zum Thema hielt Dr. Mathias Behrens, der Philosophie und katholische Theologie studiert und 20 Jahre praktische Erfahrungen als Geschäftsführer multinationaler, mittelständischer Unternehmen hat. Bei seinem wirtschaftlichen Handeln versucht Behrens, gemäß dem Anspruch der Sozialprinzipien zu handeln: Solidarität, Subsidiarität und Gerechtigkeit. In seinem Vortrag bewegte er sich fließend zwischen philosophisch-ethischen Grundlegungen, konkreten Schilderungen der Etablierung «sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit» und dem Erzählen von «Geschichten des Gelingens», berichtete Göpel weiter.

Behrens äußerte sich überzeugt, dass eine neue Stufe der Unternehmensführung anstehe. Neben den großen weltweiten ökologischen und wirtschaftlichen Krisen sei es insbesondere das zunehmende Erleben von Sinnleere, was Menschen umtreibe und krank mache. Daher erfordere die Komplexität der Herausforderungen ein massives Umdenken, weg von hierarchisch organisierten Organisationen hin zu einem – langsam wachsenden – System der Selbstführung.

Behrens bezog sich dabei im Wesentlichen auf Frederic Laloux, einen belgischen Unternehmensberater, der umfangreiche Feldstudien über Unternehmen erstellt hat, die Hierarchie und Maschinendenken hinter sich lassen und Organisationen als lebendiges Wesen verstehen: Sogenannte Reinventing Organizations, so Göpel weiter. Die anschließende Diskussion beinhaltete viele konstruktiv-kritische Nachfragen und wurde im Anschluss an Stehtischen noch lebhaft fortgesetzt. (25.10.2018)

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Gesprächsreihe des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales
«Chancen und Grenzen eines partizipativen Führungskonzeptes»

«Chancen und Grenzen eines partizipativen Führungskonzeptes»

Kassel (medio). Unter dem Motto «Das Ende der Hierarchie!» waren fast 80 Unternehmer*innen und Führungskräfte am 23. Oktober 2018 zum Wilhelmshöher Impuls ins Haus der Kirche gekommen, berichtete Ute Göpel, Fachreferentin im Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Bernd Böttner, Prälat der Landeskirche, fragte bei seiner Begrüßung augenzwinkernd, ob das Motto vielleicht als Appell zu verstehen sei, dass ausgerechnet die Kirche das Ende aller Hierarchien verkünden solle. Er fügt hinzu, dass er froh sei über den Untertitel «Chancen und Grenzen eines partizipativen Führungskonzeptes». «Das entspricht dem Anliegen der Wilhelmshöher Impulse: Anregungen und Diskurs zu modernen, werteorientierten Unternehmenskulturen zu geben», sagte Böttner.

Den Impulsvortrag zum Thema hielt Dr. Mathias Behrens, der Philosophie und katholische Theologie studiert und 20 Jahre praktische Erfahrungen als Geschäftsführer multinationaler, mittelständischer Unternehmen hat. Bei seinem wirtschaftlichen Handeln versucht Behrens, gemäß dem Anspruch der Sozialprinzipien zu handeln: Solidarität, Subsidiarität und Gerechtigkeit. In seinem Vortrag bewegte er sich fließend zwischen philosophisch-ethischen Grundlegungen, konkreten Schilderungen der Etablierung «sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit» und dem Erzählen von «Geschichten des Gelingens», berichtete Göpel weiter.

Behrens äußerte sich überzeugt, dass eine neue Stufe der Unternehmensführung anstehe. Neben den großen weltweiten ökologischen und wirtschaftlichen Krisen sei es insbesondere das zunehmende Erleben von Sinnleere, was Menschen umtreibe und krank mache. Daher erfordere die Komplexität der Herausforderungen ein massives Umdenken, weg von hierarchisch organisierten Organisationen hin zu einem – langsam wachsenden – System der Selbstführung.

Behrens bezog sich dabei im Wesentlichen auf Frederic Laloux, einen belgischen Unternehmensberater, der umfangreiche Feldstudien über Unternehmen erstellt hat, die Hierarchie und Maschinendenken hinter sich lassen und Organisationen als lebendiges Wesen verstehen: Sogenannte Reinventing Organizations, so Göpel weiter. Die anschließende Diskussion beinhaltete viele konstruktiv-kritische Nachfragen und wurde im Anschluss an Stehtischen noch lebhaft fortgesetzt. (25.10.2018)


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Weitere Informationen zum Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales unter:

Archiv: Arbeitskreis Kirchlicher Investoren setzt sich seit 10 Jahren für ethisch-nachhaltige Geldanlagen ein

Kassel/Darmstadt (medio). Der Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) blickte am Mittwoch (24.10.) in Kassel auf sein zehnjähriges Engagement im Bereich ethisch-nachhaltiger Investments zurück. Bei der Festveranstaltung im Kasseler Haus der Kirche sprach auch der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Sein Thema: «Evangelische Wirtschaftsethik an den Finanzmärkten».

Bedford-Strohm: ethische Orientierung wichtig

«Wir wollen als Christenmenschen zeigen, dass es möglich ist, in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens aus dem Geist Gottes zu handeln», erklärte Heinrich Bedford-Strohm. Der Ratsvorsitzende hob die Entwicklung eines Leitfadens des AKI für nachhaltige Geldanlagen hervor. Dieser habe sich zu einem Bestseller entwickelt, an dem sich inzwischen sogar institutionelle Anleger wie Städte orientierten, heißt es in einer Mitteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Intensiv habe der Arbeitskreis sich mit der Verantwortung von Anlegern auseinandergesetzt und sich beispielsweise mit den sozialen Standards in den Lieferketten deutscher Textilunternehmen auseinandergesetzt. Bedford-Strohm sprach sich in seinem Beitrag dafür aus, dass auch im Finanzbereich ethische Orientierung wichtig bleibe, wie sie der christliche Glaube biete. Sie müsse etwa auch das Schicksal des «von der Armut geplagten Nächsten» im Blick behalten.

AKI-Vorsitzender Striegler: fachliche Kompetenz zeigen

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heinz Thomas Striegler verwies darauf, dass der Arbeitskreis mehr sei, als der hochgelobte Leitfaden für nachhaltiges Investment. Der AKI verstehe sich als «Netzwerk von Experten, das sich als aktive Aktionäre an Unternehmen wenden, die gesellschaftliche Trends aufgreifen und sie in den Kontext der verantwortungsvollen Geldanlage stellen». Dies alles geschähe «in einer von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre, in der die fachliche Kompetenz entscheidend ist und nicht das Anlagevolumen», so Striegler.

Im Sinne des Vortragsthemas setze sich der AKI dafür ein, dass sich kirchliches und diakonisches Handeln in Bezug auf Geldanlagen nicht im Widerspruch, sondern im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag befindet, erläuterte Striegler im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltung. Das bedeute, dass mit Geldanlagen neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt werden. Geld soll unter Berücksichtigung christlicher Werte sicher und rentabel, aber auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht angelegt werden.

Stichwort: Arbeitskreis Kirchlicher Investoren

Ein Anstoß zur Gründung des AKI sei seinerzeit eine Dokumentation des Evangelischen Pressedienstes (epd) zum Thema «Stand und Perspektiven ethischen Investments in der evangelischen Kirche», gewesen, die am 2. September 2008 veröffentlicht wurde. Zwei Wochen später löste die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers eine weltweite Finanzkrise aus.

In der Folge beschloss die EKD, einen Arbeitskreis einzuberufen, dem die größten Anleger im evangelischen Raum angehören und der einen Leitfaden zur Finanzanlage formulieren sollte. Eingeladen dazu wurden institutionelle Investoren der evangelischen Kirchen und Diakonie. Bereits im Januar 2009 brachte der damals 15-köpfige Kreis einen «Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche» heraus. Mittlerweile sei eine vierte Auflage des Leitfadens auf Deutsch und Englisch in Vorbereitung, hieß es.

Der AKI umfasst nach eigenen Angaben derzeit 43 Mitglieder- und vier Partnerorganisationen. Ihre Vertreter seien immer mehr mit koordiniertem aktivem Aktionärstum (Shareholder-Engagement) kirchlicher Anleger befasst. Dabei gehen institutionelle Anleger auf Unternehmen zu, um diese zu einem verantwortlichen, ökologischen und sozialen Umgang mit dem anvertrauten Kapital zu ermutigen. In diesem Jahr seien mit 33 Unternehmen solche Gespräche geführt worden. Dafür arbeiteten die Mitglieder des AKI eng mit kirchlichen Nachhaltigkeitsexperten zusammen, auch mit Kollegen aus Kirchen und kirchennahen Einrichtungen in Großbritannien und Norwegen. (25.10.2018)

2018-10-25 25989

Jubiläum im Kasseler Haus der Kirche
Arbeitskreis Kirchlicher Investoren setzt sich seit 10 Jahren für ethisch-nachhaltige Geldanlagen ein

Arbeitskreis Kirchlicher Investoren setzt sich seit 10 Jahren für ethisch-nachhaltige Geldanlagen ein

Kassel/Darmstadt (medio). Der Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) blickte am Mittwoch (24.10.) in Kassel auf sein zehnjähriges Engagement im Bereich ethisch-nachhaltiger Investments zurück. Bei der Festveranstaltung im Kasseler Haus der Kirche sprach auch der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Sein Thema: «Evangelische Wirtschaftsethik an den Finanzmärkten».

Bedford-Strohm: ethische Orientierung wichtig

«Wir wollen als Christenmenschen zeigen, dass es möglich ist, in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens aus dem Geist Gottes zu handeln», erklärte Heinrich Bedford-Strohm. Der Ratsvorsitzende hob die Entwicklung eines Leitfadens des AKI für nachhaltige Geldanlagen hervor. Dieser habe sich zu einem Bestseller entwickelt, an dem sich inzwischen sogar institutionelle Anleger wie Städte orientierten, heißt es in einer Mitteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Intensiv habe der Arbeitskreis sich mit der Verantwortung von Anlegern auseinandergesetzt und sich beispielsweise mit den sozialen Standards in den Lieferketten deutscher Textilunternehmen auseinandergesetzt. Bedford-Strohm sprach sich in seinem Beitrag dafür aus, dass auch im Finanzbereich ethische Orientierung wichtig bleibe, wie sie der christliche Glaube biete. Sie müsse etwa auch das Schicksal des «von der Armut geplagten Nächsten» im Blick behalten.

AKI-Vorsitzender Striegler: fachliche Kompetenz zeigen

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Heinz Thomas Striegler verwies darauf, dass der Arbeitskreis mehr sei, als der hochgelobte Leitfaden für nachhaltiges Investment. Der AKI verstehe sich als «Netzwerk von Experten, das sich als aktive Aktionäre an Unternehmen wenden, die gesellschaftliche Trends aufgreifen und sie in den Kontext der verantwortungsvollen Geldanlage stellen». Dies alles geschähe «in einer von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre, in der die fachliche Kompetenz entscheidend ist und nicht das Anlagevolumen», so Striegler.

Im Sinne des Vortragsthemas setze sich der AKI dafür ein, dass sich kirchliches und diakonisches Handeln in Bezug auf Geldanlagen nicht im Widerspruch, sondern im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag befindet, erläuterte Striegler im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltung. Das bedeute, dass mit Geldanlagen neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt werden. Geld soll unter Berücksichtigung christlicher Werte sicher und rentabel, aber auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht angelegt werden.

Stichwort: Arbeitskreis Kirchlicher Investoren

Ein Anstoß zur Gründung des AKI sei seinerzeit eine Dokumentation des Evangelischen Pressedienstes (epd) zum Thema «Stand und Perspektiven ethischen Investments in der evangelischen Kirche», gewesen, die am 2. September 2008 veröffentlicht wurde. Zwei Wochen später löste die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers eine weltweite Finanzkrise aus.

In der Folge beschloss die EKD, einen Arbeitskreis einzuberufen, dem die größten Anleger im evangelischen Raum angehören und der einen Leitfaden zur Finanzanlage formulieren sollte. Eingeladen dazu wurden institutionelle Investoren der evangelischen Kirchen und Diakonie. Bereits im Januar 2009 brachte der damals 15-köpfige Kreis einen «Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche» heraus. Mittlerweile sei eine vierte Auflage des Leitfadens auf Deutsch und Englisch in Vorbereitung, hieß es.

Der AKI umfasst nach eigenen Angaben derzeit 43 Mitglieder- und vier Partnerorganisationen. Ihre Vertreter seien immer mehr mit koordiniertem aktivem Aktionärstum (Shareholder-Engagement) kirchlicher Anleger befasst. Dabei gehen institutionelle Anleger auf Unternehmen zu, um diese zu einem verantwortlichen, ökologischen und sozialen Umgang mit dem anvertrauten Kapital zu ermutigen. In diesem Jahr seien mit 33 Unternehmen solche Gespräche geführt worden. Dafür arbeiteten die Mitglieder des AKI eng mit kirchlichen Nachhaltigkeitsexperten zusammen, auch mit Kollegen aus Kirchen und kirchennahen Einrichtungen in Großbritannien und Norwegen. (25.10.2018)


file_download Im Wortlaut:

Andacht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein aus Anlass des 10jährigen Bestehens des «Arbeitskreises Kirchlicher Investoren» am 24.10.2018 im Haus der Kirche, Kassel:

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Den Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren finden Sie hier:

Archiv: Kassel erinnert an Bombennacht vor 75 Jahren

Kassel (medio/epd). Mit einem Gottesdienst, einer Kranzniederlegung sowie einer Gedenkveranstaltung ist am Montag, 22. Oktober, in Kassel an den 75. Jahrestag der Bombardierung der Stadt erinnert worden. Eröffnet wurde das Gedenken um 14 Uhr mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung der Stadt und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Ehrenmal für die Bombenopfer auf dem Hauptfriedhof. Um 18 Uhr fand in der Martinskirche eine Gedenkveranstaltung unter dem Motto «Erinnern und Versöhnen» mit Filmen, Musik und Vorträgen statt. Danach folgte um 19.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, und dem katholischen Dechanten Harald Fischer (Kassel).

Bischof Hein: Beginn des zweiten Weltkrieges war ein planvoller Akt der Aggression

«Wir hatten die Ohren verschlossen, die Stimmen der wenigen Mahner überhört oder mundtot gemacht.» So eröffnete Bischof Hein seine Predigt anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Kassels. Umso bereitwilliger habe man die Ohren geöffnet für die Propaganda, mit der Joseph Goebbels ebenfalls vor 75 Jahren im Berliner Sportpalast vor 15.000 Deutschen den «totalen Krieg» heraufbeschwor. Der Bischof bekannte, dass abgesehen von Wenigen auch die Kirchen in dieser Zeit ihre Ohren verschlossen hatten und auch sie sich besinnen und in den Ruinen der restlos zerstörten Kirchengebäude neu beginnen mussten.

Hein erinnerte daran, dass bereits zehn Jahre zuvor eine systematische Ausgrenzung und schließlich millionenfache Ermordung von Menschen jüdischen Glaubens, die Verfolgung und Tötung politisch Andersdenkender und die Einschüchterung der schweigenden Mehrheit begonnen hatte. Er betonte, der Beginn des Zweiten Weltkriegs sei kein Schicksal, sondern ein planvoller Akt der Aggression gewesen.

2018-10-29 25937

Gedenken der Ereignisse vom 22. Oktober 1943
Kassel erinnert an Bombennacht vor 75 Jahren

Kassel erinnert an Bombennacht vor 75 Jahren
Blick über die zerstörte Altstadt mit Martinskirche und Druselturm in Richtung Bettenhausen. (Foto: Stadtarchiv Kassel)

Kassel (medio/epd). Mit einem Gottesdienst, einer Kranzniederlegung sowie einer Gedenkveranstaltung ist am Montag, 22. Oktober, in Kassel an den 75. Jahrestag der Bombardierung der Stadt erinnert worden. Eröffnet wurde das Gedenken um 14 Uhr mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung der Stadt und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Ehrenmal für die Bombenopfer auf dem Hauptfriedhof. Um 18 Uhr fand in der Martinskirche eine Gedenkveranstaltung unter dem Motto «Erinnern und Versöhnen» mit Filmen, Musik und Vorträgen statt. Danach folgte um 19.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, und dem katholischen Dechanten Harald Fischer (Kassel).

Bischof Hein: Beginn des zweiten Weltkrieges war ein planvoller Akt der Aggression

«Wir hatten die Ohren verschlossen, die Stimmen der wenigen Mahner überhört oder mundtot gemacht.» So eröffnete Bischof Hein seine Predigt anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Kassels. Umso bereitwilliger habe man die Ohren geöffnet für die Propaganda, mit der Joseph Goebbels ebenfalls vor 75 Jahren im Berliner Sportpalast vor 15.000 Deutschen den «totalen Krieg» heraufbeschwor. Der Bischof bekannte, dass abgesehen von Wenigen auch die Kirchen in dieser Zeit ihre Ohren verschlossen hatten und auch sie sich besinnen und in den Ruinen der restlos zerstörten Kirchengebäude neu beginnen mussten.

Hein erinnerte daran, dass bereits zehn Jahre zuvor eine systematische Ausgrenzung und schließlich millionenfache Ermordung von Menschen jüdischen Glaubens, die Verfolgung und Tötung politisch Andersdenkender und die Einschüchterung der schweigenden Mehrheit begonnen hatte. Er betonte, der Beginn des Zweiten Weltkriegs sei kein Schicksal, sondern ein planvoller Akt der Aggression gewesen.

Trotz des Aufschwungs in den vergangenen Jahrzehnten: «Kassel ist eine versehrte Stadt»

Doch der Krieg, den Deutsche in die Welt gebracht hatten, sei zurückgekommen und habe sich gegen die Verursacher gekehrt. Dies sei in Kassel deutlich damals sichtbar und spürbar, wo vor 75 Jahren innerhalb von 22 Minuten das mittelalterliche Stadtbild in Flammen aufging. Der Bischof erinnerte daran, dass schätzungsweise sieben- bis zehntausend Menschen in dieser Nacht ums Leben kamen und die alte Stadt unwiederbringlich unterging: «Die Narben sind bis heute zu sehen und zu spüren. Trotz allen Aufschwungs während der vergangenen Jahrzehnte: Kassel ist eine versehrte Stadt. Und niemand, der hierherkommt, kann der deutschen Unheilsgeschichte seit 1933 ausweichen.»

Weltfriedensordnung steht auch 75 Jahre später noch aus

Auch 75 Jahre nach der Bombennacht sei es nicht gelungen, die Ohren für Gottes Botschaft vom Frieden und der Gerechtigkeit für alle Menschen zu öffnen und zu einer Weltfriedensordnung zu gelangen. Politische, militärische und wirtschaftliche Interessenslagen hätten die Machthaber immer wieder mit dem Gedanken des Krieges spielen lassen und zu Tod und Zerstörung geführt: Korea, Vietnam, Kambodscha, Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Ukraine, Myanmar oder jetzt der Kamerun.

«Das Geschäft mit dem Krieg und den Waffen, die dafür erforderlich sind, blüht – auch hier in Kassel!»

Der Bischof stellte deutlich heraus, dass man insbesondere in Kassel nicht behaupten könne, es seien immer die Anderen, die dafür verantwortlich seien, und auf die man dann selbstgerecht mit dem Finger zeigen könne. Kriege seien auch ein Geschäft, «und das Geschäft mit dem Krieg und den Waffen, die dafür erforderlich sind, blüht – auch hier in Kassel!» so Hein wörtlich. 1943 sei Kassel aufgrund seiner erheblichen Rüstungsproduktion Ziel der britischen Angriffe gewesen, und in dieser Tradition stehe die Stadt bis heute: «Und es ist für mich eine Frage politischer Moral, dass wir uns das in aller Ehrlichkeit bewusstmachen.» Die Stadtgesellschaft müsse sich eingestehen, «dass wir auf die Frage nach der Rüstungsproduktion in Kassel keine gemeinsame und von allen getragene Antwort haben!»

Appell zur Abgrenzung von rechtspopulistischen und antisemitischen Tendenzen

Der Bischof appellierte an die Stadtgesellschaft, sich in aller Deutlichkeit von öffentlichen rechtspopulistischen oder antisemitischen Tendenzen abzugrenzen und klar dagegen Stellung zu beziehen. Gemeinsamer Auftrag der christlichen Kirchen sei es in Zeiten rechter Parolen, auf die Friedensbotschaft zu hören und sie gegen inzwischen wieder salonfähige «Hate Speeches» zu vertreten: «Jeder Gottesdienst, den wir feiern, ist darum ein Friedensgottesdienst! Denn jeder Gottesdienst steht unter der Ansage des Friedens Gottes, der «mit uns allen sei», und er endet mit der Segensbitte, dass Gott uns Frieden schenke. Die Besinnung auf das, was er uns sagt, ist unser allererster Beitrag zum Frieden. Daraus folgt ein mutiges, überzeugendes Reden und Handeln für den Frieden unter uns und in der Welt.»

Zeitzeugen berichten im Video von den Ereignissen in der Nacht des 22. Oktober 1943. (Video: HNA)

Stadtweites Glockengeläut ab 20.44 Uhr

Im Anschluss an den Gottesdienst läuteten die Osanna-Glocke der Martinskirche sowie weitere Glocken im Stadtgebiet ab 20.44 Uhr zehn Minuten lang. Zu diesem Zeitpunkt begann 1943 der Bombenangriff, bei dem über 400.000 Sprengkörper auf Kassel abgeworfen wurden. 10.000 Menschen fanden bei dem Angriff den Tod, große Teile der Stadt wurden weitgehend verwüstet. Bis heute werden immer noch Blindgänger im Stadtgebiet entdeckt, so zuletzt vor wenigen Wochen auf der Baustelle der Evangelischen Bank in der Innenstadt.

Geläut der Osanna-Glocke der Martinskirche. (Foto und Aufnahme: medio.tv/Schauderna)

Ereignis apokalyptischen Ausmaßes - Bombardierung Kassels entfachte Feuersturm

Es war ein Ereignis mit geradezu apokalyptischem Ausmaß, das Kassel im Zweiten Weltkrieg heimsuchte: das Flächenbombardement vom 22. Oktober 1943. Um 20.17 Uhr warnten die Sirenen die rund 225.000 Menschen in der Stadt, nur wenige Minuten später griffen die alliierten Fliegerverbände an, heißt es auf den Internetseiten des Stadtportals Kassel über die Zerstörung der Stadt. Binnen eineinhalb Stunden hatten etwa 500 Flugzeuge mehr als 400.000 Brandbomben abgeworfen - das sind in bestimmen Arealen der Altstadt zwei pro Quadratmeter gewesen. Und der riesige nächtliche Feuerschein war noch aus über 50 Kilometern Entfernung sichtbar.

Kassel war nach diesem Angriff nicht mehr dieselbe Stadt: 85 Prozent der Wohnungen und 65 Prozent der Industrieanlagen waren zerstört. Der in der mittelalterlichen Altstadt entfachte Feuersturm, vernichtete 97 Prozent der größtenteils aus Fachwerk bestehenden Häuser. Die Opferzahlen wurden mit bis zu 10.000 Toten angegeben, hinzu kamen unzählige Verletzte. Das Ausmaß des körperlichen und seelischen Leides in jener Bombennacht ist aus heutiger Sicht unvorstellbar. Fast jeder, der die Bombardierung überlebte, hatte Angehörige oder Freunde verloren. Die meisten der Einwohnerinnen und Einwohner hatten ihr Hab und Gut verloren. (23.10.2018)

Historische Aufnahme
Historische Aufnahme
Blick über die zerstörte Altstadt von Kassel. (Foto: Stadtarchiv Kassel)

file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gedenkgottesdienst am 22. Oktober 2018 im Wortlaut:

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Weitere Informationen zur Bombennacht in Kassel am 22. Oktober 1943 unter:

Archiv: Frauen feiern in der Elisabethkirche ein liturgisches Mahl

Marburg (medio). Es waren gleich zwei Jubiläen, die am Sonntag, den 21.10.18 in der Elisabethkirche gefeiert wurden: Vor 100 Jahren wurde in Deutschland Frauen das aktive und das passive Wahlrecht zugesprochen. Im gleichen Jahr wurde die evangelische Frauenarbeit in Deutschland gegründet. Dies war der Anlass für eine besondere Veranstaltung in der Marburger Elisabethkirche, zu der Pfarrerin Andrea Wöllenstein vom Referat Erwachsenenbildung der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eingeladen hatte. Wöllenstein ist dort zuständig für die Frauenarbeit im Sprengel Waldeck und Marburg. 150 Frauen aus der Region waren der Einladung zu einem liturgischen Frauenmahl gefolgt, teilte Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter für den Sprengel Waldeck und Marburg mit.

Ein Team von engagierten Frauen und mehr als 50 ehrenamtlichen Helferinnen hat eine gottesdienstliche Veranstaltung vorbereitet, in der sich leckeres Essen, anregende Tischreden und gute Gespräche mischten. Dazu gab es zahlreiche musikalische Beiträge, berichtet Balzer weiter. Mit afrikanischen Trommelklängen und dem tänzerischen Einzug der Veranstalterinnen wurde der Event eröffnet. Das Kimba Djembe Orchestra brachte mit seinen rhythmischen Klängen die Besucherinnen zum mitschwingen. Kurze Impulse erinnerten an die Erfahrungen von für Frauen verschlossenen Türen, an Verletzungen, an Gewalt, an Ausschlüsse von gesellschaftlicher Mitbestimmung. Und zugleich wurde die weltweite Solidarität mit Frauen und das Eintreten für eine freie und offene Gesellschaft angemahnt.

2018-10-24 25983

100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre evangelische Frauenarbeit
Frauen feiern in der Elisabethkirche ein liturgisches Mahl

Frauen feiern in der Elisabethkirche ein liturgisches Mahl
Blick in die festliche eingedeckte Elisabethkirche (Alle Fotos: medio.tv/Balzer)

Marburg (medio). Es waren gleich zwei Jubiläen, die am Sonntag, den 21.10.18 in der Elisabethkirche gefeiert wurden: Vor 100 Jahren wurde in Deutschland Frauen das aktive und das passive Wahlrecht zugesprochen. Im gleichen Jahr wurde die evangelische Frauenarbeit in Deutschland gegründet. Dies war der Anlass für eine besondere Veranstaltung in der Marburger Elisabethkirche, zu der Pfarrerin Andrea Wöllenstein vom Referat Erwachsenenbildung der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eingeladen hatte. Wöllenstein ist dort zuständig für die Frauenarbeit im Sprengel Waldeck und Marburg. 150 Frauen aus der Region waren der Einladung zu einem liturgischen Frauenmahl gefolgt, teilte Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter für den Sprengel Waldeck und Marburg mit.

Ein Team von engagierten Frauen und mehr als 50 ehrenamtlichen Helferinnen hat eine gottesdienstliche Veranstaltung vorbereitet, in der sich leckeres Essen, anregende Tischreden und gute Gespräche mischten. Dazu gab es zahlreiche musikalische Beiträge, berichtet Balzer weiter. Mit afrikanischen Trommelklängen und dem tänzerischen Einzug der Veranstalterinnen wurde der Event eröffnet. Das Kimba Djembe Orchestra brachte mit seinen rhythmischen Klängen die Besucherinnen zum mitschwingen. Kurze Impulse erinnerten an die Erfahrungen von für Frauen verschlossenen Türen, an Verletzungen, an Gewalt, an Ausschlüsse von gesellschaftlicher Mitbestimmung. Und zugleich wurde die weltweite Solidarität mit Frauen und das Eintreten für eine freie und offene Gesellschaft angemahnt.

«Es war ein langer Weg, bis Frauen gleichberechtigt ‚mit am Tisch‘ sitzen konnten. In der Politik und der Kirche», stellte Andrea Wöllenstein fest. «Frauen haben sich den Raum genommen. Und sie haben neue Räume eröffnet und gestaltet.» Und so wurde auch der Raum der Elisabethkirche für die Veranstaltung umgestaltet. In einer Performance, angeleitet von Gabi Erne, wurden Tische in der Kirche festlich eingedeckt. Farbige Tischdecken, Kerzen, Brot, Servietten, Löffel und Becher wurden hingestellt, Suppen wurde serviert, so Balzer weiter.

In reformatorischer Tradition gab es drei Tischreden, die weitere Impulse für die Gespräche in der Mahlgemeinschaft gaben. Die emeritierte Pfarrerin Ulrike Börsch erzählte aus der Geschichte der evangelischen Frauenarbeit, die über lange Zeit in einer männlich dominierten Kirche geschehen musste. Prof. Dr. Annette Henninger schaute zurück auf 100 Jahre Frauenwahlrecht und betrachtete kritisch die gegenwärtige Situation am Beispiel der Antigender-Bewegung. Lydia Koblosfsky vom Marburger Weltladen  ging auf die internationale Situation von Frauen ein und fragte, wie Solidarität geschehen kann.
 
Für den festlichen Rahmen sorgten auch die musikalischen Beiträge von Mira Wöllenstein, die unter anderem einen Tango auf der Geige spielte, und Kantorin Adelheid Böhme, die auch den Liedgesang begleitete. (22.10.2018) 


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Mehr Informationen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre evangelische Frauenarbeit erhalten Sie unter:

Archiv: Gudrun Neebe erhält Honorarprofessur der Evangelischen Hochschule Darmstadt

Darmstadt (medio). Oberlandeskirchenrätin Dr. Gudrun Neebe ist von der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur Honorarprofessorin ernannt worden. Die Evangelische Hochschule Darmstadt würdigt damit Neebes langjähriges Engagement für die Hochschule: «Frau Prof. Dr. Neebe hat in all diesen Jahren die von ihr entwickelten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden in besonders engagierter Weise in die Lehre an der EHD einfließen lassen.»

Die Bildungsdezernentin der Evangelschen Kirche von Kuhessen-Waldeck hat evangelische Theologie in Marburg studiert und ist dort mit einer Arbeit zu Luthers Kirchenverständnis promoviert worden. Zusätzlich absolvierte sie ein Studium der Erziehungswissenschaften, der Soziologie und der Psychologie mit den Schwerpunkten Entwicklungspsychologie, Erwachsenenbildung und Befreiungsbewegungen, das sie als Diplom-Pädagogin mit einer Arbeit zu Kohlbergs Theorie des Moral Development abgeschlossen hat.

Als Lehrbeauftragte der Evangelischen Hochschule Darmstadt ist Prof. Dr. Gudrun Neebe im Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Praxis seit 17 Jahren tätig und hat im Laufe dieser Zusammenarbeit eine Reihe von praxisbezogenen Publikationen zu religionspädagogischen Themen verfasst und herausgegeben (u.a. die beiden Fachzeitschriften «rpi Impulse» und «religion 5-10») und in ihrer Position als Leiterin des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und später als Direktorin des gemeinsamen Religionspädagogischen Instituts der beiden evangelischen Kirchen in Hessen angewendet.(19.10.2018)

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Ehrung für engagierte Lehrtätigkeit
Gudrun Neebe erhält Honorarprofessur der Evangelischen Hochschule Darmstadt

Gudrun Neebe erhält Honorarprofessur der Evangelischen Hochschule Darmstadt
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Darmstadt (medio). Oberlandeskirchenrätin Dr. Gudrun Neebe ist von der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur Honorarprofessorin ernannt worden. Die Evangelische Hochschule Darmstadt würdigt damit Neebes langjähriges Engagement für die Hochschule: «Frau Prof. Dr. Neebe hat in all diesen Jahren die von ihr entwickelten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden in besonders engagierter Weise in die Lehre an der EHD einfließen lassen.»

Die Bildungsdezernentin der Evangelschen Kirche von Kuhessen-Waldeck hat evangelische Theologie in Marburg studiert und ist dort mit einer Arbeit zu Luthers Kirchenverständnis promoviert worden. Zusätzlich absolvierte sie ein Studium der Erziehungswissenschaften, der Soziologie und der Psychologie mit den Schwerpunkten Entwicklungspsychologie, Erwachsenenbildung und Befreiungsbewegungen, das sie als Diplom-Pädagogin mit einer Arbeit zu Kohlbergs Theorie des Moral Development abgeschlossen hat.

Als Lehrbeauftragte der Evangelischen Hochschule Darmstadt ist Prof. Dr. Gudrun Neebe im Schnittfeld zwischen Wissenschaft und Praxis seit 17 Jahren tätig und hat im Laufe dieser Zusammenarbeit eine Reihe von praxisbezogenen Publikationen zu religionspädagogischen Themen verfasst und herausgegeben (u.a. die beiden Fachzeitschriften «rpi Impulse» und «religion 5-10») und in ihrer Position als Leiterin des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und später als Direktorin des gemeinsamen Religionspädagogischen Instituts der beiden evangelischen Kirchen in Hessen angewendet.(19.10.2018)


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Die Evangelische Hochschule Darmstadt finden Sie im Internet unter:

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Weitere Informationen zu Oberlandeskirchenrätin Prof. Dr. Gudrun Neebe als Dezernentin für Bildung in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie hier:

Archiv: Kreissynoden Gelnhausen und Schlüchtern beschließen Satzung für Kirchenkreisfusion

Gelnhausen/Schlüchtern (medio). Die Evangelischen Kirchenkreise Gelnhausen und Schlüchtern schließen sich im Jahr 2020 zum Evangelischen Kirchenkreis Kinzigtal zusammen. Für diese Fusion haben die Mitglieder der Kirchenkreissynoden auf ihren Tagungen Ende September in Gelnhausen und Schlüchtern-Breitenbach eine entsprechende Erprobungssatzung beschlossen.

Die Zusammenlegung der Kirchenkreise erfordere quantitative und räumliche Reduzierungen, sagte Dekan Wilhelm Hammann vom Kirchenkreis Schlüchtern. So soll die Zahl von jetzt rund 180 Kreissynodalen auf rund 100 geistliche und Laienmitglieder verringert werden, berichtet Pfarrer Fredy Henning, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Schlüchtern. Zu den Mitgliedern gehören dann der Dekan oder die Dekanin, die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis, die ein Gemeindepfarramt verwalten, ein Diakoniepfarrer, zwei Pfarrerinnen mit einer Kirchenkreis- oder landeskirchlichen Stelle (z.B. aus Schulpfarramt, Kurseelsorge-, Klinikpfarramt), die Laienmitglieder, die Mitglieder der Landessynode sowie sechs vom Kirchenkreisvorstand berufene Mitglieder. Gemeinden mit mehr als 4.000 Mitgliedern würden in der neuen Synode mit zwei Pfarrern vertreten sein, so der Dekan weiter. Dazu gehörten momentan die Gemeinde in Schlüchtern und die Christusgemeinde Sinntal. Der zukünftige Kirchenkreisvorstand soll sich aus sieben Mitgliedern zusammensetzen.

Für den zukünftigen Standort des Dekanats des Kirchenkreises Kinzigtal hätten sich die beiden Kirchenkreisvorstände auf das Gebäude im Kapellenweg 35 in Gelnhausen geeinigt, ergänzte Dekan Klaus Brill (Kirchenkreis Gelnhausen) laut der Gelnhäuser Neuen Zeitung auf der Tagung der Gelnhäuser Kreissynode. Brill geht zum 31. Januar 2019 in den Ruhestand. Die Satzung, die von den Gremien mehrheitlich beschlossen wurde, wird jetzt erprobt und tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft. (25.10.2018)

2018-10-25 26004

Weichenstellung für die Zukunft
Kreissynoden Gelnhausen und Schlüchtern beschließen Satzung für Kirchenkreisfusion

Kreissynoden Gelnhausen und Schlüchtern beschließen Satzung für Kirchenkreisfusion
Zustimmung zur Erprobungssatzung für den Kirchenkreis Kinzigtal. Unser Foto zeigt Synodale des Kirchenkreises Schlüchtern der Herbsttagung in Schlüchtern-Breitenbach. (Foto: medio.tv/Henning)

Gelnhausen/Schlüchtern (medio). Die Evangelischen Kirchenkreise Gelnhausen und Schlüchtern schließen sich im Jahr 2020 zum Evangelischen Kirchenkreis Kinzigtal zusammen. Für diese Fusion haben die Mitglieder der Kirchenkreissynoden auf ihren Tagungen Ende September in Gelnhausen und Schlüchtern-Breitenbach eine entsprechende Erprobungssatzung beschlossen.

Die Zusammenlegung der Kirchenkreise erfordere quantitative und räumliche Reduzierungen, sagte Dekan Wilhelm Hammann vom Kirchenkreis Schlüchtern. So soll die Zahl von jetzt rund 180 Kreissynodalen auf rund 100 geistliche und Laienmitglieder verringert werden, berichtet Pfarrer Fredy Henning, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Schlüchtern. Zu den Mitgliedern gehören dann der Dekan oder die Dekanin, die Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis, die ein Gemeindepfarramt verwalten, ein Diakoniepfarrer, zwei Pfarrerinnen mit einer Kirchenkreis- oder landeskirchlichen Stelle (z.B. aus Schulpfarramt, Kurseelsorge-, Klinikpfarramt), die Laienmitglieder, die Mitglieder der Landessynode sowie sechs vom Kirchenkreisvorstand berufene Mitglieder. Gemeinden mit mehr als 4.000 Mitgliedern würden in der neuen Synode mit zwei Pfarrern vertreten sein, so der Dekan weiter. Dazu gehörten momentan die Gemeinde in Schlüchtern und die Christusgemeinde Sinntal. Der zukünftige Kirchenkreisvorstand soll sich aus sieben Mitgliedern zusammensetzen.

Für den zukünftigen Standort des Dekanats des Kirchenkreises Kinzigtal hätten sich die beiden Kirchenkreisvorstände auf das Gebäude im Kapellenweg 35 in Gelnhausen geeinigt, ergänzte Dekan Klaus Brill (Kirchenkreis Gelnhausen) laut der Gelnhäuser Neuen Zeitung auf der Tagung der Gelnhäuser Kreissynode. Brill geht zum 31. Januar 2019 in den Ruhestand. Die Satzung, die von den Gremien mehrheitlich beschlossen wurde, wird jetzt erprobt und tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft. (25.10.2018)


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Die Evangelischen Kirchenkreise Gelnhausen und Schlüchtern finden Sie im Internet unter:

Archiv: Evangelisches Studienseminar in Hofgeismar begrüßt neue Vikarinnen und Vikare

Hofgeismar (medio). Elf junge Menschen haben im September ihren Vorbereitungsdienst als angehende Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar begonnen. Sie schließen damit an ihr Studium der Theologie den zweijährigen praxisorientierten Ausbildungsweg an. Studienleiterin in der Vikariatsausbildung am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar ist Dr. Friederike Erichsen-Wendt.

Stichwort: Vikariat

Das zweijährige Vikariat beruht auf einem dualen Ausbildungsprinzip: Die praktischen Erfahrungen in einer Gemeinde vor Ort werden in der Vikariatsgruppe am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar reflektiert. Im Studienseminar lernen die Vikarinnen und Vikare außerdem zu predigen, seelsorgerliche Gespräche zu führen oder Kinder und Jugendliche in Religion zu unterrichten. Außerdem setzen sie sich kritisch mit ihrer Berufsidentität und mit den Aufgaben der evangelischen Kirche in der Gesellschaft und in der Welt auseinander. Das Vikariat schließt mit dem Zweiten Theologischen Examen, nach dem sich die Examinierten bei der Kirche um eine Übernahme in den Dienst bewerben können. (18.10.2018)

2018-10-18 25942

Praktische Ausbildung zum Pfarrberuf
Evangelisches Studienseminar in Hofgeismar begrüßt neue Vikarinnen und Vikare

Evangelisches Studienseminar in Hofgeismar begrüßt neue Vikarinnen und Vikare
Foto: Temme)

Hofgeismar (medio). Elf junge Menschen haben im September ihren Vorbereitungsdienst als angehende Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar begonnen. Sie schließen damit an ihr Studium der Theologie den zweijährigen praxisorientierten Ausbildungsweg an. Studienleiterin in der Vikariatsausbildung am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar ist Dr. Friederike Erichsen-Wendt.

Stichwort: Vikariat

Das zweijährige Vikariat beruht auf einem dualen Ausbildungsprinzip: Die praktischen Erfahrungen in einer Gemeinde vor Ort werden in der Vikariatsgruppe am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar reflektiert. Im Studienseminar lernen die Vikarinnen und Vikare außerdem zu predigen, seelsorgerliche Gespräche zu führen oder Kinder und Jugendliche in Religion zu unterrichten. Außerdem setzen sie sich kritisch mit ihrer Berufsidentität und mit den Aufgaben der evangelischen Kirche in der Gesellschaft und in der Welt auseinander. Das Vikariat schließt mit dem Zweiten Theologischen Examen, nach dem sich die Examinierten bei der Kirche um eine Übernahme in den Dienst bewerben können. (18.10.2018)


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Mehr Informationen zum Vikariat finden Sie unter:

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Vikar Jonas Schindelmann beschreibt in einem satirischen Kommentar die verschiedenen Charaktere im Vikarskurs 2020.

Archiv: Heimat, Familie und Zugehörigkeit mit Mittelpunkt des ersten Schüleraktionstags in Witzenhausen

Witzenhausen (medio). Am 31. Oktober 2018 veranstalten die Schülerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelische Kirchenkreis Witzenhausen erstmalig einen Schüleraktionstag. Etwa 300 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen aus dem Gebiet des Kirchenkreises (Hessisch-Lichtenau, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen) sind eingeladen, daran teilzunehmen, teilte Tobias Heymann, Pfarrer für Schülerarbeit in der Landeskirche mit. An dem Tag könnten sich die Jugendlichen in verschiedenen Formen mit dem Thema «HOMEZONE – Was ist deine Heimat?» auseinandersetzen und ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten.

Zur Themenwahl erklärte Heymann: «Heimat ist ein Begriff, der in den Debatten in unserer Gesellschaft verstärkt aufkommt und zu einem neuen Kampfbegriff wird. Wir wollen beim 1. Schüleraktionstag Witzenhausen mit den Jugendlichen genau diesem Begriff auf die Spur kommen.» Leitfragen sollen dabei sein, was Schülerinnen und Schüler unter Heimat verstehen und wie sie ihre Heimat oder Zuhause gestalten wollen. Außerdem berühre das Thema auch Fragen zu Familie und Zugehörigkeit. «Das Zuhause ist ein Bereich, der Geborgenheit und Sicherheit für das Leben schenkt», so Heimann. Zugleich markiere die Homezone aber auch eine Grenze: Die da draußen gehören erstmal nicht dazu oder doch? Wo ist die Grenze von Heimat? Wo wird das gute Zuhause zu einem abgeschotteten Raum? Diese Fragen würden für das Zusammenleben in Dörfern und Städten und besonders an den Schulen immer wichtiger werden, so der Pfarrer. «Wir wollen mit den Schülerinnen und Schülern darüber in vielen spannenden Workshops ins Gespräch kommen.»

Der Schüleraktionstag beginnt um 8.15 Uhr in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen. Für den Vormittag können die Schüler*innen aus rund 20 verschiedenen Workshops auswählen. Dazu gehören u.a. Graffiti, Tanzen oder Kochen. Die interaktiven und kreativen Angebote werden von engagierten und meist ehrenamtlichen tätigen Menschen aus den Bereichen Pädagogik, Sport, Kultur, Diakonie und kirchlicher Jugendarbeit durchgeführt. Musikalisch wird das Rahmenprogramm von der Schulband der Freiherr-vom-Stein-Schule (Hessisch-Lichtenau) gestaltet. Schirmherr der Veranstaltung ist der Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Stefan Reuß.

Start der Onlineanmeldung durch Lehrerinnen und Lehrer ist der 17. Oktober 2018. Die Teilnahme am Tag ist kostenlos.

Informationen unter www.schueleraktionstag.de/witzenhausen und bei: Pfarrer Tobias Heymann, Tel.: (0561) 93 07 130, E-Mail: tobias.heymann@ekkw.de oder Dekanin Ulrike Laakmann (Evangelischer Kirchenkreises Witzenhausen), Tel.: (05542) 3347, E-Mail: dekanat.witzenhausen@ekkw.de (16.10.2018)

2018-10-16 25931

«HOMEZONE – Was ist deine Heimat?»
Heimat, Familie und Zugehörigkeit mit Mittelpunkt des ersten Schüleraktionstags in Witzenhausen

Heimat, Familie und Zugehörigkeit mit Mittelpunkt des ersten Schüleraktionstags in Witzenhausen
In spannenden Workshops können sich Schülerinnen und Schüler aus dem Gebiet des Ev. Kirchenkreises Witzenhausen mit dem Thema beschäftigen. (Grafik: Schülerarbeit der EKKW)

Witzenhausen (medio). Am 31. Oktober 2018 veranstalten die Schülerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelische Kirchenkreis Witzenhausen erstmalig einen Schüleraktionstag. Etwa 300 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen aus dem Gebiet des Kirchenkreises (Hessisch-Lichtenau, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen) sind eingeladen, daran teilzunehmen, teilte Tobias Heymann, Pfarrer für Schülerarbeit in der Landeskirche mit. An dem Tag könnten sich die Jugendlichen in verschiedenen Formen mit dem Thema «HOMEZONE – Was ist deine Heimat?» auseinandersetzen und ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten.

Zur Themenwahl erklärte Heymann: «Heimat ist ein Begriff, der in den Debatten in unserer Gesellschaft verstärkt aufkommt und zu einem neuen Kampfbegriff wird. Wir wollen beim 1. Schüleraktionstag Witzenhausen mit den Jugendlichen genau diesem Begriff auf die Spur kommen.» Leitfragen sollen dabei sein, was Schülerinnen und Schüler unter Heimat verstehen und wie sie ihre Heimat oder Zuhause gestalten wollen. Außerdem berühre das Thema auch Fragen zu Familie und Zugehörigkeit. «Das Zuhause ist ein Bereich, der Geborgenheit und Sicherheit für das Leben schenkt», so Heimann. Zugleich markiere die Homezone aber auch eine Grenze: Die da draußen gehören erstmal nicht dazu oder doch? Wo ist die Grenze von Heimat? Wo wird das gute Zuhause zu einem abgeschotteten Raum? Diese Fragen würden für das Zusammenleben in Dörfern und Städten und besonders an den Schulen immer wichtiger werden, so der Pfarrer. «Wir wollen mit den Schülerinnen und Schülern darüber in vielen spannenden Workshops ins Gespräch kommen.»

Der Schüleraktionstag beginnt um 8.15 Uhr in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen. Für den Vormittag können die Schüler*innen aus rund 20 verschiedenen Workshops auswählen. Dazu gehören u.a. Graffiti, Tanzen oder Kochen. Die interaktiven und kreativen Angebote werden von engagierten und meist ehrenamtlichen tätigen Menschen aus den Bereichen Pädagogik, Sport, Kultur, Diakonie und kirchlicher Jugendarbeit durchgeführt. Musikalisch wird das Rahmenprogramm von der Schulband der Freiherr-vom-Stein-Schule (Hessisch-Lichtenau) gestaltet. Schirmherr der Veranstaltung ist der Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Stefan Reuß.

Start der Onlineanmeldung durch Lehrerinnen und Lehrer ist der 17. Oktober 2018. Die Teilnahme am Tag ist kostenlos.

Informationen unter www.schueleraktionstag.de/witzenhausen und bei: Pfarrer Tobias Heymann, Tel.: (0561) 93 07 130, E-Mail: tobias.heymann@ekkw.de oder Dekanin Ulrike Laakmann (Evangelischer Kirchenkreises Witzenhausen), Tel.: (05542) 3347, E-Mail: dekanat.witzenhausen@ekkw.de (16.10.2018)


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Weitere Informationen und Anmeldung ab 17.10.2018 unter:

Archiv: Obelisk von Olu Oguibe bleibt in Kassel

Kassel (epd). Der Obelisk bleibt der Stadt Kassel erhalten. Das Kunstwerk, das der nigerianisch-amerikanische Künstler Olu Oguibe im vergangenen Jahr für die documenta 14 geschaffen hatte, werde auf dem neuen Standort Treppenstraße nahe dem Friedrichsplatz aufgebaut, teilte die Stad Kassel am Donnerstag mit. Darauf hätten sich Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) und Oguibe geeinigt.

Der Obelisk war im Frühjahr 2017 auf dem Königsplatz in der City errichtet und am 3. Oktober dieses Jahres abgebaut worden, weil sich Stadt und Künstler nicht über dessen künftige Nutzung einigen konnten. Die Stadt hatte ihr Angebot zum Ankauf des Obelisken aber aufrechterhalten. Geselle: «Ich habe immer betont, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben werden. Nun möchte ich Olu Oguibe für sein Zugeständnis danken, dass er dem Wunsch vieler Menschen in unserer Stadt, den Obelisken auf der Treppenstraße wieder aufzubauen, nachkommt.»

Dass der Obelisk nunmehr weithin sichtbar auf einer wichtigen Achse von documenta-Außenkunstwerken in der Innenstadt erhalten bleibt, setze ein erfreuliches und deutliches Zeichen, sagte Geselle. Das rund 16 Meter hohe Kunstwerk war von März bis Mai 2017 errichtet worden. Es trägt auf einer Seite als Aufschrift das Bibelzitat «Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt». Die anderen drei Seiten zitieren den Spruch auf Arabisch, Türkisch und Englisch. Der Obelisk soll an die weltweit 60 Millionen Flüchtlinge erinnern.

Der 53-jährige Oguibe blickt selbst auf eigene Fluchterfahrungen zurück. Er hat zwar nach eigenem Bekunden einen Prediger als Vater, ist aber selbst kein Christ. Mit dem Bibelzitat wolle er besonders diejenigen frommen Evangelikalen in den USA provozieren, die sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen wehrten, hatte er bei der Errichtung des Obelisken gesagt.

Der vom Künstler aufgerufene Kaufpreis betrug 600.000 Euro, die vor dem Hintergrund des Millionendefizits der documenta 14 aus Spenden finanziert werden sollten. Letztlich kamen aber lediglich 126.000 Euro zusammen. Oguibe akzeptierte diese Summe aber. Das Geld reiche für den Wiederaufbau am neuen Standort, sagte Geselle. (12.10.2018)

2018-10-12 25919

Überraschende Einigung
Obelisk von Olu Oguibe bleibt in Kassel

Obelisk von Olu Oguibe bleibt in Kassel
Das rund 16 Meter hohe Kunstwerk trägt auf einer Seite als Aufschrift das Bibelzitat «Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt». Die anderen drei Seiten zitieren den Spruch auf Arabisch, Türkisch und Englisch. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (epd). Der Obelisk bleibt der Stadt Kassel erhalten. Das Kunstwerk, das der nigerianisch-amerikanische Künstler Olu Oguibe im vergangenen Jahr für die documenta 14 geschaffen hatte, werde auf dem neuen Standort Treppenstraße nahe dem Friedrichsplatz aufgebaut, teilte die Stad Kassel am Donnerstag mit. Darauf hätten sich Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) und Oguibe geeinigt.

Der Obelisk war im Frühjahr 2017 auf dem Königsplatz in der City errichtet und am 3. Oktober dieses Jahres abgebaut worden, weil sich Stadt und Künstler nicht über dessen künftige Nutzung einigen konnten. Die Stadt hatte ihr Angebot zum Ankauf des Obelisken aber aufrechterhalten. Geselle: «Ich habe immer betont, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben werden. Nun möchte ich Olu Oguibe für sein Zugeständnis danken, dass er dem Wunsch vieler Menschen in unserer Stadt, den Obelisken auf der Treppenstraße wieder aufzubauen, nachkommt.»

Dass der Obelisk nunmehr weithin sichtbar auf einer wichtigen Achse von documenta-Außenkunstwerken in der Innenstadt erhalten bleibt, setze ein erfreuliches und deutliches Zeichen, sagte Geselle. Das rund 16 Meter hohe Kunstwerk war von März bis Mai 2017 errichtet worden. Es trägt auf einer Seite als Aufschrift das Bibelzitat «Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt». Die anderen drei Seiten zitieren den Spruch auf Arabisch, Türkisch und Englisch. Der Obelisk soll an die weltweit 60 Millionen Flüchtlinge erinnern.

Der 53-jährige Oguibe blickt selbst auf eigene Fluchterfahrungen zurück. Er hat zwar nach eigenem Bekunden einen Prediger als Vater, ist aber selbst kein Christ. Mit dem Bibelzitat wolle er besonders diejenigen frommen Evangelikalen in den USA provozieren, die sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlingen wehrten, hatte er bei der Errichtung des Obelisken gesagt.

Der vom Künstler aufgerufene Kaufpreis betrug 600.000 Euro, die vor dem Hintergrund des Millionendefizits der documenta 14 aus Spenden finanziert werden sollten. Letztlich kamen aber lediglich 126.000 Euro zusammen. Oguibe akzeptierte diese Summe aber. Das Geld reiche für den Wiederaufbau am neuen Standort, sagte Geselle. (12.10.2018)


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Weitere Informationen zum documenta-Kunstwerk «Fremdlinge und Flüchtlinge Monument» finden Sie hier:

Archiv: Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen gehen in Erprobung für Zusammenschluss im Jahr 2020

Hessisch Lichtenau (medio). «Nochthessisch konstruktiv», also «nicht geschimpft ist genug gelobt!» - so fasste Dekanin Ulrike Laakmann die angeregte Gesprächsatmosphäre beim Fusionskongress der Evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen zusammen. Über 80 Interessierte, darunter viele Haupt- und Ehrenamtliche aus den beiden Kirchenkreisen, waren am 15. September 2018 nach Hessisch Lichtenau gekommen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Aus den beiden Kirchenkreisen wird im Januar 2020 der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner.

Bereits nach der Eröffnungsandacht durch die Dekane Dr. Martin Arnold (Eschwege), Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und die Eschweger Bezirkskantorin Susanne Voss und einer Begrüßung durch die Präsides der Kreissynoden Ute Bachmann (Witzenhausen) und Ludger Arnold (Eschwege) konnten die Teilnehmenden in der Kirche verschiedene Präsentationen wahrnehmen, teilte Dekanin Laakmann mit. Dazu gehörten Kirchenmusik, Diakonie und Partnerschaftsarbeit, Evangelische Familienbildungsstätte und Forum Werra Meißner, die Pfarrkonferenzen und die Mitarbeitervertretung. In einem zweiten Ausstellungsbereich im Evangelischen Gemeindehaus wurden die Überlegungen zu Gebäuden und Finanzen und Pläne zu Leitungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Kindertagesstätten und Notfallseelsorge präsentiert. Mit pfiffigen Ideen habe sich die Jugendarbeit bereits als Team beider Kirchenkreise vorgestellt. Und die Besucher des Kongresses hätten mit Lego bereits handfest am gemeinsamen Kirchenkreis bauen können, heißt es in der Mitteilung.

In unterschiedlichen Runden konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu den Präsentationen, die «Chancen» und «Stolpersteine» enthielten, weiter diskutieren. Bei viel grundsätzlicher Zustimmung für die geplante Umsetzung der notwendigen Fusion hätten sich die kritischen Nachfragen auf den hohen Kommunikationsbedarf z.B. zwischen Gemeinden, neuen Kooperationsräumen und Kirchenkreis und eine deutliche Aufgabenverdichtung für Haupt- und Ehrenamtliche in dem großflächigen künftigen Kirchenkreis konzentriert, so die Dekanin.

«Es wird wichtig sein, zwischen Herleshausen und Hebenshausen gut weiterhin präsent zu sein, aber es ist nicht überall und immer möglich», stellte Landrat Stefan Reuß fest. Der Landrat nahm mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel), Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck), Bürgermeister Michael Heußner (Hessisch Lichtenau) und Hans-Heinz Staude (Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner) als Beobachter des Kongresses teil und wurde von den Tagesmoderatoren Alexander Janka und Anja Beckert-Hoss interviewt. Janka und  Beckert-Hoss vom südhessischen Beratungsinstitut IPOS moderierten den Kongress-Tag und hatten bereits die Steuerungsgruppe zur Fusion in ihrem bisherigen Prozess begleitet.

«Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht», sagte Vizepräsident Dr. Knöppel in seinem Resümee anerkennend. «Der Prozess ist noch nicht zu Ende – wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen», fasste Präses Ludger Arnold das Ergebnis und die nächsten Schritte für die Veranstalter des Tages zusammen.

Bei allem Nachdenken über Strukturen und Reformen war man sich aber auch darin einig, dass die Überlegungen nicht zu binnenkirchlich bleiben dürfen – so wie es Dekan Dr. Arnold schon in der Andacht gesagt hatte: «Wir brauchen gute Strukturen, um die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein.» (12.10.2018)

2018-10-12 25924

Fusionskongress für zukünftigen Kirchenkreis Werra-Meißner
Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen gehen in Erprobung für Zusammenschluss im Jahr 2020

Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen gehen in Erprobung für Zusammenschluss im Jahr 2020
Präsentation und Diskussion: Rund 80 Interessierte waren zum Fusionskongress nach Hessisch Lichtenau gekommen. (Foto: medio.tv/Arnold)

Hessisch Lichtenau (medio). «Nochthessisch konstruktiv», also «nicht geschimpft ist genug gelobt!» - so fasste Dekanin Ulrike Laakmann die angeregte Gesprächsatmosphäre beim Fusionskongress der Evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen zusammen. Über 80 Interessierte, darunter viele Haupt- und Ehrenamtliche aus den beiden Kirchenkreisen, waren am 15. September 2018 nach Hessisch Lichtenau gekommen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Aus den beiden Kirchenkreisen wird im Januar 2020 der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner.

Bereits nach der Eröffnungsandacht durch die Dekane Dr. Martin Arnold (Eschwege), Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und die Eschweger Bezirkskantorin Susanne Voss und einer Begrüßung durch die Präsides der Kreissynoden Ute Bachmann (Witzenhausen) und Ludger Arnold (Eschwege) konnten die Teilnehmenden in der Kirche verschiedene Präsentationen wahrnehmen, teilte Dekanin Laakmann mit. Dazu gehörten Kirchenmusik, Diakonie und Partnerschaftsarbeit, Evangelische Familienbildungsstätte und Forum Werra Meißner, die Pfarrkonferenzen und die Mitarbeitervertretung. In einem zweiten Ausstellungsbereich im Evangelischen Gemeindehaus wurden die Überlegungen zu Gebäuden und Finanzen und Pläne zu Leitungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Kindertagesstätten und Notfallseelsorge präsentiert. Mit pfiffigen Ideen habe sich die Jugendarbeit bereits als Team beider Kirchenkreise vorgestellt. Und die Besucher des Kongresses hätten mit Lego bereits handfest am gemeinsamen Kirchenkreis bauen können, heißt es in der Mitteilung.

In unterschiedlichen Runden konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu den Präsentationen, die «Chancen» und «Stolpersteine» enthielten, weiter diskutieren. Bei viel grundsätzlicher Zustimmung für die geplante Umsetzung der notwendigen Fusion hätten sich die kritischen Nachfragen auf den hohen Kommunikationsbedarf z.B. zwischen Gemeinden, neuen Kooperationsräumen und Kirchenkreis und eine deutliche Aufgabenverdichtung für Haupt- und Ehrenamtliche in dem großflächigen künftigen Kirchenkreis konzentriert, so die Dekanin.

«Es wird wichtig sein, zwischen Herleshausen und Hebenshausen gut weiterhin präsent zu sein, aber es ist nicht überall und immer möglich», stellte Landrat Stefan Reuß fest. Der Landrat nahm mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel), Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck), Bürgermeister Michael Heußner (Hessisch Lichtenau) und Hans-Heinz Staude (Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner) als Beobachter des Kongresses teil und wurde von den Tagesmoderatoren Alexander Janka und Anja Beckert-Hoss interviewt. Janka und  Beckert-Hoss vom südhessischen Beratungsinstitut IPOS moderierten den Kongress-Tag und hatten bereits die Steuerungsgruppe zur Fusion in ihrem bisherigen Prozess begleitet.

«Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht», sagte Vizepräsident Dr. Knöppel in seinem Resümee anerkennend. «Der Prozess ist noch nicht zu Ende – wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen», fasste Präses Ludger Arnold das Ergebnis und die nächsten Schritte für die Veranstalter des Tages zusammen.

Bei allem Nachdenken über Strukturen und Reformen war man sich aber auch darin einig, dass die Überlegungen nicht zu binnenkirchlich bleiben dürfen – so wie es Dekan Dr. Arnold schon in der Andacht gesagt hatte: «Wir brauchen gute Strukturen, um die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein.» (12.10.2018)


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Die Evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen finden Sie im Internet unter:

Archiv: Umweltpreis 2018 geht an Marburger Landschaftsgärtner Thomas Arndt

Marburg (medio). Der Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geht im Jahr 2018 an den Landschaftsgärtner Thomas Arndt aus Marburg. Die Umweltpreisjury der Landeskirche würdigt damit Arndts langjähriges Engagement als ehrenamtlicher Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Marburg, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. «Durch das hohe und langjährige Engagement von Thomas Arndt wurden in Marburg deutliche Akzente im Sinne des Natur-, Umwelt-, Arten- und Klimaschutzes gesetzt», so Jurymitglied und Umweltpfarrer Uwe G. Hesse.

In ihrer Begründung betont die Jury besonders Arndts Einsatz für ein «umfassendes ökofaires Einkaufsverhalten». Der von ihm erstellte «Ökofaire Einkaufsführer» für die Kirchengemeinden in der Region Marburg ist mittlerweile in mehrfacher Auflage erschienen und beinhaltet zahlreiche regionale Händler, die nachhaltige, biologische oder fair gehandelte Produkte anbieten. Arndts Engagement für die Kirchengemeinden beschränkt sich aber nicht  auf die umfangreiche Beratung in allen Bereichen des Umweltschutzes, wie die Jury erläutert. Auch die Gestaltung themenbezogener Gottesdienste, die in Zusammenarbeit mit  Kirchengemeinden und Umweltschutzverbänden entstehen, hat sich der ehrenamtliche Umweltbeauftragte zur Aufgabe gemacht. 

2018-10-09 25887

Preisverleihung in Marburg
Umweltpreis 2018 geht an Marburger Landschaftsgärtner Thomas Arndt

Umweltpreis 2018 geht an Marburger Landschaftsgärtner Thomas Arndt
In der der Marburger Universitätskirche: Preisträger Thomas Arndt (Mitte) mit Laudator Pfarrer Dietrich Hannes Eibach (r.) und Dr. Matti Schindehütte, stellv. Dekan des Kirchenkreises Marburg und Pfarrerin Katja Simon (r.). (Foto: Grischa Arndt)

Marburg (medio). Der Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geht im Jahr 2018 an den Landschaftsgärtner Thomas Arndt aus Marburg. Die Umweltpreisjury der Landeskirche würdigt damit Arndts langjähriges Engagement als ehrenamtlicher Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Marburg, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. «Durch das hohe und langjährige Engagement von Thomas Arndt wurden in Marburg deutliche Akzente im Sinne des Natur-, Umwelt-, Arten- und Klimaschutzes gesetzt», so Jurymitglied und Umweltpfarrer Uwe G. Hesse.

In ihrer Begründung betont die Jury besonders Arndts Einsatz für ein «umfassendes ökofaires Einkaufsverhalten». Der von ihm erstellte «Ökofaire Einkaufsführer» für die Kirchengemeinden in der Region Marburg ist mittlerweile in mehrfacher Auflage erschienen und beinhaltet zahlreiche regionale Händler, die nachhaltige, biologische oder fair gehandelte Produkte anbieten. Arndts Engagement für die Kirchengemeinden beschränkt sich aber nicht  auf die umfangreiche Beratung in allen Bereichen des Umweltschutzes, wie die Jury erläutert. Auch die Gestaltung themenbezogener Gottesdienste, die in Zusammenarbeit mit  Kirchengemeinden und Umweltschutzverbänden entstehen, hat sich der ehrenamtliche Umweltbeauftragte zur Aufgabe gemacht. 

Der Preisträger des Umweltpreises 2018: Thomas Arndt (Foto: Christiane Arndt)

Der Umweltpreis wurde am Sonntag (7.10.) im Gottesdienst in der Marburger Universitätskirche verliehen. Die Preisübergabe nahm der stellvertretenden Dekan des Kirchenkreises Marburg, Pfarrer Dr. Matti Schindehütte, vor. Die Laudatio hielt Pfarrer Dietrich Hannes Eibach, Studienleiter am Studienseminar in Hofgeismar. 

Stichwort: Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Seit 2004 wird ein Umweltpreis ausgelobt, um insbesondere ehrenamtliches Engagement im Bereich von Umweltbildung, Naturschutz oder Umweltmanagement zu honorieren. Er soll dar- über hinaus einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen, wie sich der Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und der Bewahrung der Schöpfung konkretisiert. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. (10.10.2018)


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Arndt hat u.a. einen «Ökofairen Einkaufsführer» für die Kirchengemeinden in der Region Marburg erstellt, der zahlreiche regionale Händler, die nachhaltige, biologische oder fair gehandelte Produkte anbieten, enthält:

Archiv: Über 30.000 besuchten die LichtKirche auf der Landesgartenschau

Bad Schwalbach/Darmstadt/Kassel/Limburg (medio). Die Veranstalter des kirchlichen Programms auf der am Sonntag (7.10.) zu Ende gegangenen 6. Hessischen Landesgartenschau in Bad Schwalbach haben ein positives Fazit ihres Auftritts gezogen. Seit April waren sie mit einem bunten Angebot aus Andachten, Gottesdiensten, aber auch Kunst, Musik und Seelsorgemöglichkeiten an der eigens errichteten LichtKirche aufgetreten. Bei dem von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam verantworteten, über 400 Veranstaltungen umfassenden Programm gab es an den 163 Öffnungstagen insgesamt 40 Bühnenauftritte, 26 Sonn- und Feiertagsgottesdienste, 162 Reisesegen sowie 137 Mittagsgedanken, die meist unter freiem Himmel an dem bei Dunkelheit bunt leuchtenden Gotteshaus stattfanden, sowie in der Blumenschau eine Dauerausstellung sakraler Glaskunst unter dem Titel «Was für ein Licht». Die LichtKirche habe sich sich im Verlauf des Sommers zu einer der Hauptattraktionen der Schau entwickelt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

«Ach was?» hieß es 23 Wochen lang

Täglich besuchten bis zu 250 Gäste die Andachten an dem mobilen Kirchengebäude. An den Sonntagsgottesdiensten nahmen meist zwischen 120 und 150 Besucherinnen und Besucher teil. Bei besonderen Veranstaltungen wie etwa einem Gospelgottesdienst oder dem Schöpfungstag seien sogar über 300 Gäste zur LichtKirche gekommen. Insgesamt gehen die Verantwortlichen damit von über 30.000 Besucherinnen und Besuchern aus, die während der Gartenschau alleine bei Veranstaltungen an der LichtKirche zu Gast waren. Sie wurden dabei von insgesamt über 130 Ehrenamtlichen betreut, die täglich den Dienst wechselten. Besonders erfreulich: Während der Landesgartenschau gab es auch fünf Kinder, die in der LichtKirche getauft wurden. Die 23 Wochen Programm standen unter dem Motto «Ach was?» und sollten den Glauben von seiner überraschenden Seite zeigen sowie zum Staunen über die Schöpfung und die Natur anregen. Gemeinsame Veranstalter waren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, das Bistum Limburg sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Gastfreundschaft und lebendige Ökumene

Das Programm der LichtKirche auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach ist aus Sicht der beteiligten Kirchen «sehr zufriedenstellend verlaufen», erklärten LichtKirchenpfarrerin Mareike Frahn-Langenau und Pfarrer Dieter Dersch für die evangelischen Kirchen sowie Michael Schöler, Beauftragter des Bistums Limburg für die Landesgartenschau. Viele Besucherinnen und Besucher hätten sich die LichtKirche innen und außen genau angeschaut oder seien bewusst zu persönlichen Gesprächen gekommen. Besonders berührt zeigten sich die Organisatoren vom «überwältigenden Engagement» des rund 130-köpfigen ehrenamtlichen Teams, das die LichtKirche bei nahezu jedem Wetter für Besucherinnen und Besucher zu einem einladenden, gastfreundlichen Ort gemacht habe. Dabei sei auch «lebendige Ökumene» praktiziert worden. Zitate aus dem Gästebuch untermauern den Eindruck des Teams. «Eine tolle Idee diese mobile Kirche auf Zeit!», lobt eine Besucherin und wünscht dem Projekt alles Gute für die Zukunft: «Bringen Sie weiterhin Freude und Gottes Wort zu den Menschen!» Ein anderer LichtKirchen-Gast freut sich über ein «völlig neues Kirchenerlebnis». «Schön, wie bunt Glaube und Kirche sein können! Hier spürt man die Frohe Botschaft des Evangeliums leuchten.» Begeistert waren die Gäste auch immer wieder vom Team vor Ort: «Danke für alle freundlichen Menschen, die hier ehrenamtlich dienen!»

Auftankmöglichkeit für die Seele

Zum Abschluss würdigte die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf die Lichtkirche als «Ort der Begegnung, Ruhepunkt im Trubel und Auftankmöglichkeit für die Seele». Scherf: «Wir können dankbar sein für all das, was in und um die Lichtkirche und die Landesgartenschau gelungen ist und möglich war. Weil sich viele Menschen engagiert haben und die Lichtkirche zu einem Anziehungspunkt auf der Landesgartenschau gemacht haben.» Sie hob das ökumenische Engagement hervor, bei dem gemeinsam Gespräche über Gott und die Welt geführt worden seien, und bei dem der Segen Gottes spürbar geworden sei. Generalvikar Wolfgang Rösch bezeichnete den gemeinsamen Auftritt als «Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene», die zwischen den Kirchen in der Region und weit darüber hinaus bestehe. Auch der Bad Schwalbacher Bürgermeister wies auf das hohe Engagement der Kirchen hin. Mit der transportablen LichtKirche sei die Kirche zu den Menschen gekommen. Es sei «ein traumhaftes Erlebnis, unter freiem Himmel, inmitten eines Parks mit tausend Blumen zu sitzen und zuzuhören», schwärmte er.

Hintergrund: LichtKirche

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. (09.10.2018)

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Kirchen ziehen positive Bilanz ihres Auftrittes in Bad Schwalbach
Über 30.000 besuchten die LichtKirche auf der Landesgartenschau

Über 30.000 besuchten die LichtKirche auf der Landesgartenschau
War eine der Attraktionen auf der Landesgartenschau: Die LichtKirche als Ort für viele Veranstaltungen der Kirche. (Foto: EKHN/Wiese)

Bad Schwalbach/Darmstadt/Kassel/Limburg (medio). Die Veranstalter des kirchlichen Programms auf der am Sonntag (7.10.) zu Ende gegangenen 6. Hessischen Landesgartenschau in Bad Schwalbach haben ein positives Fazit ihres Auftritts gezogen. Seit April waren sie mit einem bunten Angebot aus Andachten, Gottesdiensten, aber auch Kunst, Musik und Seelsorgemöglichkeiten an der eigens errichteten LichtKirche aufgetreten. Bei dem von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam verantworteten, über 400 Veranstaltungen umfassenden Programm gab es an den 163 Öffnungstagen insgesamt 40 Bühnenauftritte, 26 Sonn- und Feiertagsgottesdienste, 162 Reisesegen sowie 137 Mittagsgedanken, die meist unter freiem Himmel an dem bei Dunkelheit bunt leuchtenden Gotteshaus stattfanden, sowie in der Blumenschau eine Dauerausstellung sakraler Glaskunst unter dem Titel «Was für ein Licht». Die LichtKirche habe sich sich im Verlauf des Sommers zu einer der Hauptattraktionen der Schau entwickelt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

«Ach was?» hieß es 23 Wochen lang

Täglich besuchten bis zu 250 Gäste die Andachten an dem mobilen Kirchengebäude. An den Sonntagsgottesdiensten nahmen meist zwischen 120 und 150 Besucherinnen und Besucher teil. Bei besonderen Veranstaltungen wie etwa einem Gospelgottesdienst oder dem Schöpfungstag seien sogar über 300 Gäste zur LichtKirche gekommen. Insgesamt gehen die Verantwortlichen damit von über 30.000 Besucherinnen und Besuchern aus, die während der Gartenschau alleine bei Veranstaltungen an der LichtKirche zu Gast waren. Sie wurden dabei von insgesamt über 130 Ehrenamtlichen betreut, die täglich den Dienst wechselten. Besonders erfreulich: Während der Landesgartenschau gab es auch fünf Kinder, die in der LichtKirche getauft wurden. Die 23 Wochen Programm standen unter dem Motto «Ach was?» und sollten den Glauben von seiner überraschenden Seite zeigen sowie zum Staunen über die Schöpfung und die Natur anregen. Gemeinsame Veranstalter waren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, das Bistum Limburg sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Gastfreundschaft und lebendige Ökumene

Das Programm der LichtKirche auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach ist aus Sicht der beteiligten Kirchen «sehr zufriedenstellend verlaufen», erklärten LichtKirchenpfarrerin Mareike Frahn-Langenau und Pfarrer Dieter Dersch für die evangelischen Kirchen sowie Michael Schöler, Beauftragter des Bistums Limburg für die Landesgartenschau. Viele Besucherinnen und Besucher hätten sich die LichtKirche innen und außen genau angeschaut oder seien bewusst zu persönlichen Gesprächen gekommen. Besonders berührt zeigten sich die Organisatoren vom «überwältigenden Engagement» des rund 130-köpfigen ehrenamtlichen Teams, das die LichtKirche bei nahezu jedem Wetter für Besucherinnen und Besucher zu einem einladenden, gastfreundlichen Ort gemacht habe. Dabei sei auch «lebendige Ökumene» praktiziert worden. Zitate aus dem Gästebuch untermauern den Eindruck des Teams. «Eine tolle Idee diese mobile Kirche auf Zeit!», lobt eine Besucherin und wünscht dem Projekt alles Gute für die Zukunft: «Bringen Sie weiterhin Freude und Gottes Wort zu den Menschen!» Ein anderer LichtKirchen-Gast freut sich über ein «völlig neues Kirchenerlebnis». «Schön, wie bunt Glaube und Kirche sein können! Hier spürt man die Frohe Botschaft des Evangeliums leuchten.» Begeistert waren die Gäste auch immer wieder vom Team vor Ort: «Danke für alle freundlichen Menschen, die hier ehrenamtlich dienen!»

Auftankmöglichkeit für die Seele

Zum Abschluss würdigte die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf die Lichtkirche als «Ort der Begegnung, Ruhepunkt im Trubel und Auftankmöglichkeit für die Seele». Scherf: «Wir können dankbar sein für all das, was in und um die Lichtkirche und die Landesgartenschau gelungen ist und möglich war. Weil sich viele Menschen engagiert haben und die Lichtkirche zu einem Anziehungspunkt auf der Landesgartenschau gemacht haben.» Sie hob das ökumenische Engagement hervor, bei dem gemeinsam Gespräche über Gott und die Welt geführt worden seien, und bei dem der Segen Gottes spürbar geworden sei. Generalvikar Wolfgang Rösch bezeichnete den gemeinsamen Auftritt als «Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene», die zwischen den Kirchen in der Region und weit darüber hinaus bestehe. Auch der Bad Schwalbacher Bürgermeister wies auf das hohe Engagement der Kirchen hin. Mit der transportablen LichtKirche sei die Kirche zu den Menschen gekommen. Es sei «ein traumhaftes Erlebnis, unter freiem Himmel, inmitten eines Parks mit tausend Blumen zu sitzen und zuzuhören», schwärmte er.

Hintergrund: LichtKirche

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. (09.10.2018)


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Rückschau auf das Kirchenprogramm kann im Internet gehalten werden unter:

Archiv: Stipendium der Ausbildungshilfe ermöglicht vielen Kindern eine Ausbildung

Kassel (medio). Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene, und Bernd Kappes, Geschäftsführer der Ausbildungshilfe, besuchten im September die Partner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Ausbildungshilfe in Südafrika und Kenia. Im Mittelpunkt ihrer Reise stand das Thema Schulbildung, berichtet Brinkmann-Weiß. «Es ist schön zu sehen, welchen Unterschied die Unterstützung durch die Ausbildungshilfe macht», erklärt Bernd Kappes.

Solomon aus Kenia erzählte Brinkmann-Weiß und Kappes wie es vor dem Stipendium der Ausbildungshilfe um seine Bildung stand: «Ich ging zur Schule. Weil meine Eltern die Schulgebühren nicht bezahlen konnten, schickten mich die Lehrer nach ein paar Wochen wieder nach Hause. Als wir das Geld endlich zusammen hatten, konnte ich wieder am Unterricht teilnehmen – bis ich bald erneut weggeschickt wurde.»
 
Was Solomon berichtet, ist in Kenia kein Einzelfall, erklärt Brinkmann-Weiß. Für viele Kinder aus ärmeren Familien seien die Gebühren der weiterführenden Schulen ein beinahe unüberwindbares Hindernis. «Mit dem Stipendium der Ausbildungshilfe wurde alles anders», erzählte ihnen Solomon. «Seitdem kann ich regelmäßig zur Schule gehen und muss mir um das Schulgeld keine Sorgen mehr machen.»
 
«Auch für die Partnerschaftsbeziehungen ist die Ausbildungshilfe ein wichtiges Element. Sie trägt ebenso wie regelmäßige Delegationsreisen im Rahmen der Kirchenkreispartnerschaften zu lebendigen persönlichen Beziehungen bei. So wird das Bild vom einen Leib Christi und den vielen Gliedern weltumspannend lebendig», ergänzt Claudia Brinkmann-Weiß. (04.10.2018)

2018-10-04 25897

Keine Sorgen mehr um das Schulgeld
Stipendium der Ausbildungshilfe ermöglicht vielen Kindern eine Ausbildung

Stipendium der Ausbildungshilfe ermöglicht vielen Kindern eine Ausbildung
Auszubildende in der Schreinerwerkstatt Taung (Südafrika), die von der Ausbildungshilfe unterstützt wird. (Foto: Ökumenedezernat)

Kassel (medio). Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene, und Bernd Kappes, Geschäftsführer der Ausbildungshilfe, besuchten im September die Partner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Ausbildungshilfe in Südafrika und Kenia. Im Mittelpunkt ihrer Reise stand das Thema Schulbildung, berichtet Brinkmann-Weiß. «Es ist schön zu sehen, welchen Unterschied die Unterstützung durch die Ausbildungshilfe macht», erklärt Bernd Kappes.

Solomon aus Kenia erzählte Brinkmann-Weiß und Kappes wie es vor dem Stipendium der Ausbildungshilfe um seine Bildung stand: «Ich ging zur Schule. Weil meine Eltern die Schulgebühren nicht bezahlen konnten, schickten mich die Lehrer nach ein paar Wochen wieder nach Hause. Als wir das Geld endlich zusammen hatten, konnte ich wieder am Unterricht teilnehmen – bis ich bald erneut weggeschickt wurde.»
 
Was Solomon berichtet, ist in Kenia kein Einzelfall, erklärt Brinkmann-Weiß. Für viele Kinder aus ärmeren Familien seien die Gebühren der weiterführenden Schulen ein beinahe unüberwindbares Hindernis. «Mit dem Stipendium der Ausbildungshilfe wurde alles anders», erzählte ihnen Solomon. «Seitdem kann ich regelmäßig zur Schule gehen und muss mir um das Schulgeld keine Sorgen mehr machen.»
 
«Auch für die Partnerschaftsbeziehungen ist die Ausbildungshilfe ein wichtiges Element. Sie trägt ebenso wie regelmäßige Delegationsreisen im Rahmen der Kirchenkreispartnerschaften zu lebendigen persönlichen Beziehungen bei. So wird das Bild vom einen Leib Christi und den vielen Gliedern weltumspannend lebendig», ergänzt Claudia Brinkmann-Weiß. (04.10.2018)


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Weitere Informationen zur Ausbildungshilfe erhalten Sie unter:

Archiv: Internationale Kirchengemeinschaft der Vereinten Evangelischen Mission bekommt Zuwachs

Kassel (medio). Vom 22.-29. September fand die 9. Generalversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) unter dem Motto «Share the good news – Grace and faith in action» in Parapat auf Sumatra in Indonesien statt. Aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck waren die Delegierten Pfarrer Bernd Müller, Partnerschaftsreferent Zentrum Oekumene, Pfarrer Jan-Daniel Setzer von der Christuskirchengemeinde Kassel  sowie als «Steward» aus dem Bereich junger Erwachsener Rabea Jürging aus Hamburg vertreten, berichtete Bernd Müller.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist gemeinsam mit sechs anderen deutschen Landeskirchen Mitglied in der Gemeinschaft der Kirchen in drei Erdteilen. Insgesamt gehören 38 protestantische Kirchen aus Afrika, Asien und Deutschland sowie die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zur VEM Familie. In diese Gemeinschaft wurden während der Generalversammlung feierlich die Evangelische Kirche in  Kalimantan (Indonesien), die United Reformed Church in Southern Africa (URCSA) und die Rhenisch Church of Southern Africa aufgenommen. Die Konferenz mit insgesamt 66 Delegierten fand erstmals als papierlose Konferenz statt. 

Weitere Themen der General Versammlung, die sich zukünftig aus Gründen der Kostenersparnis und verbesserter digitaler Kommunikationsmöglichkeiten alle drei Jahre trifft, waren die Verlängerung der Legislaturperiode von 4 auf 6 Jahre, Beratungen über eine erwünschte Vernetzung mit Kirchen in Europa und die nachdrückliche Ermutigung zur Ordination von Theologinnen in der baptistischen Kirche in Ost-Kongo, so Müller weiter. Außerdem wurden über Initiativen und Programme für mehr Gendergerechtigkeit, die Stärkung der Jugend, neue zum Beispiel trilaterale Formen der Partnerschaften und der Umgang mit Extremismus und wachsender Intoleranz beraten.
 
Programme und Arbeitshilfen der VEM sind persönlich oder direkt über die VEM Homepage abrufbar: www.vemission.com. Im Jahr 2021 wird die Generalversammlung unter dem Motto «Ihr seid das Salz der Erde – gemeinsam gegen Gewalt und Extremismus» in der Evangelischen Kirche von Westfalen stattfinden. Zeitgleich wird auch das 25. Jubiläum der Internationalisierung der VEM gefeiert. (04.10.2018)

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9. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission
Internationale Kirchengemeinschaft der Vereinten Evangelischen Mission bekommt Zuwachs

Internationale Kirchengemeinschaft der Vereinten Evangelischen Mission bekommt Zuwachs
(Foto: Immanuel /VEM)

Kassel (medio). Vom 22.-29. September fand die 9. Generalversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) unter dem Motto «Share the good news – Grace and faith in action» in Parapat auf Sumatra in Indonesien statt. Aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck waren die Delegierten Pfarrer Bernd Müller, Partnerschaftsreferent Zentrum Oekumene, Pfarrer Jan-Daniel Setzer von der Christuskirchengemeinde Kassel  sowie als «Steward» aus dem Bereich junger Erwachsener Rabea Jürging aus Hamburg vertreten, berichtete Bernd Müller.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist gemeinsam mit sechs anderen deutschen Landeskirchen Mitglied in der Gemeinschaft der Kirchen in drei Erdteilen. Insgesamt gehören 38 protestantische Kirchen aus Afrika, Asien und Deutschland sowie die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zur VEM Familie. In diese Gemeinschaft wurden während der Generalversammlung feierlich die Evangelische Kirche in  Kalimantan (Indonesien), die United Reformed Church in Southern Africa (URCSA) und die Rhenisch Church of Southern Africa aufgenommen. Die Konferenz mit insgesamt 66 Delegierten fand erstmals als papierlose Konferenz statt.&nb