Archiv: Nach Amokfahrt in Berlin: Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Bad Arolsen

Bad Arolsen (medio). Drei Wochen nach der Amokfahrt von Berlin wurde am Donnerstagabend (30.6.) in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in Bad Arolsen der Opfer gedacht. Beteiligt waren an dem Gottesdienst in der katholischen Kirche die Pfarrer der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, die Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg, Eva Brinke-Kriebel, Kultusminister Alexander Lorz, die stellvertretende Schulleiterin der Kaulbachsschule, Sandra Riebeling, sowie Bürgermeister Marko Lambion. Der Gottesdienst sollte neben der gemeinsamen Trauer auch ein Zeichen setzen für Zusammenhalt, Zuversicht und Hoffnung. 

«Ihr dürft schreien, schimpfen, weinen, aber irgendwann auch wieder lachen»

Nach einer Erfahrung, wie sie die Schülerinnen und Schüler gemacht haben, sei alles erlaubt, sagte Dekanin Eva Brinke-Kriebel in dem Gottesdienst: «Ihr dürft schreien, schimpfen, weinen, aber irgendwann auch wieder lachen und euch über euren Abschluss freuen.» Die Dekanin wünschte den jungen Menschen, dass sie zurück in ihr Leben finden.

Bereits am Vormittag um 11 Uhr wurde an den hessischen Schulen eine Gedenkminute für die Opfer abgehalten. Aufgerufen hatte die hessische Landesregierung, die für den Tag hessenweite Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet hatte.

Am 8. Juni war ein Mann in der Nähe der Berliner Gedächtniskirche in eine Menschengruppe gefahren. (Wir berichteten hier über das Ereignis.) Dabei wurde eine Lehrerin der Kaulbachsschule getötet, die mit ihren Schülern auf Abschlussfahrt in der Bundeshauptstadt war. Ein weiterer Lehrer sowie mehrere Schülerinnen und Schüler wurden zum Teil schwer verletzt. (01.07.2022)

2022-07-01 35691

Trauerbeflaggung und Schweigeminute
Nach Amokfahrt in Berlin: Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Bad Arolsen

Nach Amokfahrt in Berlin: Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Bad Arolsen
Gestalteten den Gedenkgottesdienst (v.l.): Dekanin Eva Brinke-Kriebel vom Evangelischen Kirchenkreis Twiste-Eisenberg, Pfarrer Peter Heuel (Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Bad Arolsen) und Pfarrer Jörg Hebrank (Evangelische Martin Luther Gemeinde Bad Arolsen). Beteiligt waren außerdem Hessens Kultusminister Alexander Lorz, die stellvertretende Schulleiterin der Kaulbachsschule, Sandra Riebeling, sowie Bürgermeister Marko Lambion. (Foto: Elmar Schulten/Waldeckische Landeszeitung)

Bad Arolsen (medio). Drei Wochen nach der Amokfahrt von Berlin wurde am Donnerstagabend (30.6.) in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in Bad Arolsen der Opfer gedacht. Beteiligt waren an dem Gottesdienst in der katholischen Kirche die Pfarrer der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, die Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Twiste-Eisenberg, Eva Brinke-Kriebel, Kultusminister Alexander Lorz, die stellvertretende Schulleiterin der Kaulbachsschule, Sandra Riebeling, sowie Bürgermeister Marko Lambion. Der Gottesdienst sollte neben der gemeinsamen Trauer auch ein Zeichen setzen für Zusammenhalt, Zuversicht und Hoffnung. 

«Ihr dürft schreien, schimpfen, weinen, aber irgendwann auch wieder lachen»

Nach einer Erfahrung, wie sie die Schülerinnen und Schüler gemacht haben, sei alles erlaubt, sagte Dekanin Eva Brinke-Kriebel in dem Gottesdienst: «Ihr dürft schreien, schimpfen, weinen, aber irgendwann auch wieder lachen und euch über euren Abschluss freuen.» Die Dekanin wünschte den jungen Menschen, dass sie zurück in ihr Leben finden.

Bereits am Vormittag um 11 Uhr wurde an den hessischen Schulen eine Gedenkminute für die Opfer abgehalten. Aufgerufen hatte die hessische Landesregierung, die für den Tag hessenweite Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet hatte.

Am 8. Juni war ein Mann in der Nähe der Berliner Gedächtniskirche in eine Menschengruppe gefahren. (Wir berichteten hier über das Ereignis.) Dabei wurde eine Lehrerin der Kaulbachsschule getötet, die mit ihren Schülern auf Abschlussfahrt in der Bundeshauptstadt war. Ein weiterer Lehrer sowie mehrere Schülerinnen und Schüler wurden zum Teil schwer verletzt. (01.07.2022)


arrow_forward Video-Tipp:

Einen Video-Bericht der Hessenschau zum Gedenken in Bad Arolsen finden Sie unter: