Aktuelle Tagung: Landessynode verabschiedet Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Donnerstag (25.11.)  den Doppelhaushalt für die Jahre 2022/2023 verabschiedet. Er sei defizitär und könne nur durch Rückgriff auf die Kirchensteuer-Schwankungsreserve ausgeglichen werden, hatte Vizepräsident Dr. Volker Knöppel bei der Einbringung erläutert. In Zahlen ausgedrückt: 2022 sind für den Haushaltsausgleich rund 5,3 Mio., für 2023 sogar rund 8,8 Mio. Euro vonnöten, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. «Mit der Folge, dass die Reserve dann nahezu aufgezehrt sein wird», so Knöppel.

Ein Grund für diese Entwicklung sei, dass im Doppelhaushalt 2022/2023 Mehrbedarfe im Umfang von rund 8 Millionen veranschlagt wurden, die Ausfluss aus dem Beschlusspaket der Herbstsynode 2015 seien. Als Beispiele nannte Knöppel unter anderem die Umsetzung der Neukonzeption der Kirchenmusik mit rund 3,5 Millionen Euro. Zudem seien für den Doppelhaushalt 2022/2023 Rückgänge im Kirchensteueraufkommen zu erwarten. «Wir haben dies mit einem Minus von jeweils zwei Prozent in den Doppelhaushalt eingepreist», so der Vizepräsident.

Die bisherige Trennung zwischen dem landeskirchlichen und gemeindlichen Teil ist mit dem neuen Doppelhaushalt aufgehoben. «Dies führt zu einer deutlich gestiegenen Transparenz», betonte Knöppel. Für das Jahr 2022 seien Kirchensteuermittel in Höhe von 187,8 Mio. Euro, für 2023 insgesamt 184,1 Mio. eingeplant. Das Gesamtvolumen des Doppelhaushalts betrage für das Jahr 2023 rund 273,9 Mio. Euro und für das Jahr 2023 rund 273,95 Mio. Euro.

Für das Jahr 2022 seien Investitionen von rund 4,5 Mio. Euro vorgesehen. Die größte Position im Investitions- und Finanzierungshaushalt stellt die Erweiterung der Katharina-von-Bora-Schule Oberissigheim im Main-Kinzig-Kreis dar.

«Jetzt bläst uns die frische Luft um die Ohren»

«Es hinterlässt an vielen Stellen Spuren, dass wir uns mitten in einem großen Veränderungsprozess befinden. 2015 hatte die Synode die Tür dafür geöffnet, jetzt bläst uns die frische Luft um die Ohren», resümierte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Frieder Brack. Das schlage sich auch im Doppelhaushalt wieder. «Wir leben finanziell gesehen auf zu großem Fuß.» Bis 2023 müssten die Bereiche kirchlicher Arbeit identifiziert sein, die die erforderlichen größeren Einsparungen erbringen werden, forderte Brack. (25.11.2021)

2021-11-25 34256

Ausgleich nur durch Rückgriff auf Reserven möglich
Landessynode verabschiedet Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023

Landessynode verabschiedet Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023
Pfarrer Frieder Brack, Vorsitzender des Finanzausschusses der Synode, während Erläuterungen zur Finanzplanung. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Donnerstag (25.11.)  den Doppelhaushalt für die Jahre 2022/2023 verabschiedet. Er sei defizitär und könne nur durch Rückgriff auf die Kirchensteuer-Schwankungsreserve ausgeglichen werden, hatte Vizepräsident Dr. Volker Knöppel bei der Einbringung erläutert. In Zahlen ausgedrückt: 2022 sind für den Haushaltsausgleich rund 5,3 Mio., für 2023 sogar rund 8,8 Mio. Euro vonnöten, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. «Mit der Folge, dass die Reserve dann nahezu aufgezehrt sein wird», so Knöppel.

Ein Grund für diese Entwicklung sei, dass im Doppelhaushalt 2022/2023 Mehrbedarfe im Umfang von rund 8 Millionen veranschlagt wurden, die Ausfluss aus dem Beschlusspaket der Herbstsynode 2015 seien. Als Beispiele nannte Knöppel unter anderem die Umsetzung der Neukonzeption der Kirchenmusik mit rund 3,5 Millionen Euro. Zudem seien für den Doppelhaushalt 2022/2023 Rückgänge im Kirchensteueraufkommen zu erwarten. «Wir haben dies mit einem Minus von jeweils zwei Prozent in den Doppelhaushalt eingepreist», so der Vizepräsident.

Die bisherige Trennung zwischen dem landeskirchlichen und gemeindlichen Teil ist mit dem neuen Doppelhaushalt aufgehoben. «Dies führt zu einer deutlich gestiegenen Transparenz», betonte Knöppel. Für das Jahr 2022 seien Kirchensteuermittel in Höhe von 187,8 Mio. Euro, für 2023 insgesamt 184,1 Mio. eingeplant. Das Gesamtvolumen des Doppelhaushalts betrage für das Jahr 2023 rund 273,9 Mio. Euro und für das Jahr 2023 rund 273,95 Mio. Euro.

Für das Jahr 2022 seien Investitionen von rund 4,5 Mio. Euro vorgesehen. Die größte Position im Investitions- und Finanzierungshaushalt stellt die Erweiterung der Katharina-von-Bora-Schule Oberissigheim im Main-Kinzig-Kreis dar.

«Jetzt bläst uns die frische Luft um die Ohren»

«Es hinterlässt an vielen Stellen Spuren, dass wir uns mitten in einem großen Veränderungsprozess befinden. 2015 hatte die Synode die Tür dafür geöffnet, jetzt bläst uns die frische Luft um die Ohren», resümierte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Frieder Brack. Das schlage sich auch im Doppelhaushalt wieder. «Wir leben finanziell gesehen auf zu großem Fuß.» Bis 2023 müssten die Bereiche kirchlicher Arbeit identifiziert sein, die die erforderlichen größeren Einsparungen erbringen werden, forderte Brack. (25.11.2021)


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