Aktuell: DorfMOOC der Evangelischen Erwachsenenbildung gewinnt hessischen Demografiepreis

Wiesbaden/Kassel (medio). «Wo Ideen Freiraum haben! Leben auf dem Land» – so lautet der Titel des Hessischen Demografie-Preises, der in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben wird. Ausgezeichnet werden innovative Projekte und Initiativen, die mit Phantasie und Mut die demografischen Herausforderungen der Zeit annehmen und nachhaltig im ländlichen Raum wirken – Projekte wie der DorfMOOC, ein Angebot der Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Fachbereich Erwachsenenbildung und Familienbildung im Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. In einer feierlichen Preisverleihung am Donnerstag (6.9.) bezeichnete Ministerpräsident Volker Bouffier das DorfMOOC als besonders innovativ, da es die Belange und Bedarfe im ländlichen Raum unter Verwendung digitaler Medien nachhaltig aufgreife und überreichte die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 7.000 EUR den Organisatoren.

«Ein MOOC ist ein Massive Open Online Course, also ein Kurs, an dem viele Menschen unabhängig von Ort und Zeit per Smartphone, Tablet oder PC teilnehmen können» erklärt Gunter Böhmer, Initiator und einer der beiden Projektleitungen. Die Begeisterung des Pädagogen für das gewählte Format ist sichtbar, bietet es doch die Möglichkeit, individuell an die Bedürfnisse der Zielgruppen und des Themas angepasst zu werden. Eine Flexibilität, die in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, zumal viele junge Familien den ländlichen Raum verlassen und die Menschen bei sinkender Infrastruktur immer älter aber  auch aktiver werden.

«Inhaltlich wollten wir mit diesem Angebot zwei Dinge miteinander verbinden» ergänzt Projektleiterin Annegret Zander von der Fachstelle Zweite Lebenshälfte: «...dass Menschen sich über die Werte und Wünsche Gedanken machen, die ihr eigenes Leben und Älterwerden im Dorf betreffen. Und dass sie mit Hilfe der Videos, Aufgaben und Texte im DorfMOOC und durch den Austausch mit anderen Teilnehmenden Ideen entwickeln, wie sie das für sich und im Dorf umsetzen können.»

Dass Gunter Böhmer und Annegret Zander ihre Ziele erreicht haben, zeigt sich nicht nur durch die 300 Anmeldungen für den ersten Durchlauf des Projektes, sondern vor allem durch die einzelnen Rückmeldungen der Teilnehmenden. «Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war, ab und zu mein Dorf mit neuen Augen sehen, mir bewusst machen was ist, warum es so ist und was wir zum Wohle aller ändern können» meldet Frauke Dietz zurück, die seit 14 Jahren Ortsvorsteherin in Hünstetten-Bechtheim ist. «Es wird die Zeit kommen, da die Älteren keine Angehörigen mehr haben, die sie zum Arzt oder Einkaufen mitnehmen werden. Daher steht das Thema «Nachbarschaftshilfe» ganz oben auf meiner Agenda.» Aber auch in anderen Ortschaften fühlten sich die Teilnehmenden durch den DorfMooc inspiriert, sich mit der eigenen Lebenssituation vor Ort auseinanderzusetzen und gemeinsam Veränderungen im Sinne des nachbarschaftlichen Miteinanders herbeizuführen, sei es durch die Einrichtung mobiler kommunikativer Treffpunkte der Generationen, einer Pflanzentauschbörse vor der Garage oder durch die Etablierung eines Marmeladentauschtreffs zum Kennenlernen der Nachbarn. Der DorfMOOc ist jederzeit zugänglich. Am 2.-24.11. werden die Foren erneut für den direkten Austausch der Teilnehmenden geöffnet. (06.09.2018)

2018-09-06 25727

Ausgezeichnet! Veränderungen im Sinne der Dorfgemeinschaft
DorfMOOC der Evangelischen Erwachsenenbildung gewinnt hessischen Demografiepreis

Ministerpräsident Volker Bouffier (6.v.r.), der Chef der Staatskanzlei und Demografiebeauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer (3.v.l.) mit den Machern des DorfMOOC (Foto: Hessische Staatskanzlei)

Wiesbaden/Kassel (medio). «Wo Ideen Freiraum haben! Leben auf dem Land» – so lautet der Titel des Hessischen Demografie-Preises, der in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben wird. Ausgezeichnet werden innovative Projekte und Initiativen, die mit Phantasie und Mut die demografischen Herausforderungen der Zeit annehmen und nachhaltig im ländlichen Raum wirken – Projekte wie der DorfMOOC, ein Angebot der Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Fachbereich Erwachsenenbildung und Familienbildung im Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. In einer feierlichen Preisverleihung am Donnerstag (6.9.) bezeichnete Ministerpräsident Volker Bouffier das DorfMOOC als besonders innovativ, da es die Belange und Bedarfe im ländlichen Raum unter Verwendung digitaler Medien nachhaltig aufgreife und überreichte die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 7.000 EUR den Organisatoren.

«Ein MOOC ist ein Massive Open Online Course, also ein Kurs, an dem viele Menschen unabhängig von Ort und Zeit per Smartphone, Tablet oder PC teilnehmen können» erklärt Gunter Böhmer, Initiator und einer der beiden Projektleitungen. Die Begeisterung des Pädagogen für das gewählte Format ist sichtbar, bietet es doch die Möglichkeit, individuell an die Bedürfnisse der Zielgruppen und des Themas angepasst zu werden. Eine Flexibilität, die in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, zumal viele junge Familien den ländlichen Raum verlassen und die Menschen bei sinkender Infrastruktur immer älter aber  auch aktiver werden.

«Inhaltlich wollten wir mit diesem Angebot zwei Dinge miteinander verbinden» ergänzt Projektleiterin Annegret Zander von der Fachstelle Zweite Lebenshälfte: «...dass Menschen sich über die Werte und Wünsche Gedanken machen, die ihr eigenes Leben und Älterwerden im Dorf betreffen. Und dass sie mit Hilfe der Videos, Aufgaben und Texte im DorfMOOC und durch den Austausch mit anderen Teilnehmenden Ideen entwickeln, wie sie das für sich und im Dorf umsetzen können.»

Dass Gunter Böhmer und Annegret Zander ihre Ziele erreicht haben, zeigt sich nicht nur durch die 300 Anmeldungen für den ersten Durchlauf des Projektes, sondern vor allem durch die einzelnen Rückmeldungen der Teilnehmenden. «Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war, ab und zu mein Dorf mit neuen Augen sehen, mir bewusst machen was ist, warum es so ist und was wir zum Wohle aller ändern können» meldet Frauke Dietz zurück, die seit 14 Jahren Ortsvorsteherin in Hünstetten-Bechtheim ist. «Es wird die Zeit kommen, da die Älteren keine Angehörigen mehr haben, die sie zum Arzt oder Einkaufen mitnehmen werden. Daher steht das Thema «Nachbarschaftshilfe» ganz oben auf meiner Agenda.» Aber auch in anderen Ortschaften fühlten sich die Teilnehmenden durch den DorfMooc inspiriert, sich mit der eigenen Lebenssituation vor Ort auseinanderzusetzen und gemeinsam Veränderungen im Sinne des nachbarschaftlichen Miteinanders herbeizuführen, sei es durch die Einrichtung mobiler kommunikativer Treffpunkte der Generationen, einer Pflanzentauschbörse vor der Garage oder durch die Etablierung eines Marmeladentauschtreffs zum Kennenlernen der Nachbarn. Der DorfMOOc ist jederzeit zugänglich. Am 2.-24.11. werden die Foren erneut für den direkten Austausch der Teilnehmenden geöffnet. (06.09.2018)


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