Aktuell: 14 Ehrenamtliche schließen besondere Fortbildung zum Kirchenführer/zur Kirchenführerin ab

Kassel (medio). Am Sonntag (9.9.) schlossen Teilnehmende aus 14 verschiedenen Kirchengemeinden aus allen Teilen der Landeskirche ihre Ausbildung zur Kirchenführerin oder zum Kirchenführer ab. Feierlicher Schlusspunkt des Kurses war ein Gottesdienst mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel) in der Schlosskapelle in Kassel-Wilhelmshöhe, in dem die 14 Männer und Frauen für ihren zukünftigen Dienst eingesegnet wurden.

Pröpstin Wienold-Hocke: «Gottes Segen geht mit, wenn Sie Anderen das zeigen, was Sie selbst erfüllt.»

«Eine Kirchenführung ist eine ungeheure Chance, Menschen mit ihrem unverbindlichen Interesse zu begegnen, es zu wecken, ihnen die frohe Botschaft von der Liebe Gottes klar und unaufdringlich weiterzugeben», sagte Pröpstin Wienold-Hocke in ihrer Predigt. Die Führung öffne den Raum für eine Begegnung. Zu Kirchenführungen würden auch Menschen kommen, die lange nicht in einem Gottesdienst waren, so Wienold-Hocke. Und für Manche sei das ihre Form von Zugehörigkeit, dass sie Kirchen besuchen. Für Menschen, die ihre Kirche zeigten, sei das eine große Herausforderung, so die Pröpstin. In ihrer Predigt würdigte Wienold-Hocke das ehrenamtliche Engagement der zwischen 45 und 80 Jahren alten Teilnehmenden: «Sie haben sich mit einer anspruchsvollen Ausbildung darauf vorbereitet und viel Zeit investiert. Gottes Segen geht mit, wenn Sie Anderen das zeigen, was Sie selbst erfüllt.»

Die Teilnehmenden, die in dem Gottesdienst ein Zertifikat erhielten, hatten sich neben Berufstätigkeit oder Ruhestand von Februar 2017 bis September 2018 an sieben Wochenendseminaren und Studientagen mit Grundlagen der Kirchenpädagogik, Baustilen und weiteren Themen beschäftigt. Dazu gehörten neben pädagogischen Themen wie Gruppenleitung, Moderation und Didaktik und Öffentlichkeitsarbeit auch Themen wie Kirche und Kunst, Beton-Kirchen, Kirche im multireligiösen Umfeld, Besonderheiten des Klosterlebens oder Kirchen und Theologie im Wandel der Zeit.

Zu den 14 Probekirchenführungen reisten die Kursmitglieder durch die ganze Landeskirche und lernte so die Kirchen der Teilnehmenden kennen, die sich in Vellmar, Kassel, Eschwege, Datterode, Morschen, Niedergrenzebach, Treysa, Bad Emstal, Netze, Udenhain, Gelnhausen und Nidderau befinden. Den Abschluss des Kurses bildete eine Arbeit, in der die kirchenpädagogische Führung für die jeweils eigene Kirche entwickelt dokumentiert, durchgeführt und ausgewertet wurde.

2018-09-10 25743

«Kirchen öffnen – ihre Geschichten entdecken»
14 Ehrenamtliche schließen besondere Fortbildung zum Kirchenführer/zur Kirchenführerin ab

Es gibt viel zu entdecken: Die Kirchenführerinnen und -führer bringen den Besuchern ihre Kirchen mit besonderem Wissen und Können nahe. Unser Foto zeigt den Flügelaltar der Kirche in Netze im Kirchenkreis Eder. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Am Sonntag (9.9.) schlossen Teilnehmende aus 14 verschiedenen Kirchengemeinden aus allen Teilen der Landeskirche ihre Ausbildung zur Kirchenführerin oder zum Kirchenführer ab. Feierlicher Schlusspunkt des Kurses war ein Gottesdienst mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel) in der Schlosskapelle in Kassel-Wilhelmshöhe, in dem die 14 Männer und Frauen für ihren zukünftigen Dienst eingesegnet wurden.

Pröpstin Wienold-Hocke: «Gottes Segen geht mit, wenn Sie Anderen das zeigen, was Sie selbst erfüllt.»

«Eine Kirchenführung ist eine ungeheure Chance, Menschen mit ihrem unverbindlichen Interesse zu begegnen, es zu wecken, ihnen die frohe Botschaft von der Liebe Gottes klar und unaufdringlich weiterzugeben», sagte Pröpstin Wienold-Hocke in ihrer Predigt. Die Führung öffne den Raum für eine Begegnung. Zu Kirchenführungen würden auch Menschen kommen, die lange nicht in einem Gottesdienst waren, so Wienold-Hocke. Und für Manche sei das ihre Form von Zugehörigkeit, dass sie Kirchen besuchen. Für Menschen, die ihre Kirche zeigten, sei das eine große Herausforderung, so die Pröpstin. In ihrer Predigt würdigte Wienold-Hocke das ehrenamtliche Engagement der zwischen 45 und 80 Jahren alten Teilnehmenden: «Sie haben sich mit einer anspruchsvollen Ausbildung darauf vorbereitet und viel Zeit investiert. Gottes Segen geht mit, wenn Sie Anderen das zeigen, was Sie selbst erfüllt.»

Die Teilnehmenden, die in dem Gottesdienst ein Zertifikat erhielten, hatten sich neben Berufstätigkeit oder Ruhestand von Februar 2017 bis September 2018 an sieben Wochenendseminaren und Studientagen mit Grundlagen der Kirchenpädagogik, Baustilen und weiteren Themen beschäftigt. Dazu gehörten neben pädagogischen Themen wie Gruppenleitung, Moderation und Didaktik und Öffentlichkeitsarbeit auch Themen wie Kirche und Kunst, Beton-Kirchen, Kirche im multireligiösen Umfeld, Besonderheiten des Klosterlebens oder Kirchen und Theologie im Wandel der Zeit.

Zu den 14 Probekirchenführungen reisten die Kursmitglieder durch die ganze Landeskirche und lernte so die Kirchen der Teilnehmenden kennen, die sich in Vellmar, Kassel, Eschwege, Datterode, Morschen, Niedergrenzebach, Treysa, Bad Emstal, Netze, Udenhain, Gelnhausen und Nidderau befinden. Den Abschluss des Kurses bildete eine Arbeit, in der die kirchenpädagogische Führung für die jeweils eigene Kirche entwickelt dokumentiert, durchgeführt und ausgewertet wurde.

Die neuen Kirchenführerinnen und Kirchenführer mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (r.), Ausbilderinnen und Ausbildern und weiteren Beteiligten. (Foto: privat)

Neue Zugänge zu Kirchen entdecken und neue Zielgruppen ansprechen

Die Fortbildung «Kirchen öffnen – ihre Geschichten entdecken» hat zum Ziel, neue Zugänge zu Kirchen zu entdecken und neue Zielgruppen anzusprechen. Durch kirchenpädagogisches Arbeiten soll den Teilnehmenden ermöglicht werden, an eigenen Erfahrungen anzuknüpfen, eigene Einschätzungen zu formulieren und sich neu mit Kirche und Glauben auseinanderzusetzen. Im Internet werden unter www.kirchenpaedagogik.de die kirchenpädagogischen Angebote und Aktivitäten in Kurhessen-Waldeck dokumentiert und vernetzt. Die nächste Kirchenführer-Ausbildung in Kurhessen-Waldeck startet im September 2019 und ist aus Präsenzeinheiten und Online-Modulen aufgebaut, die zu Hause am PC bearbeitet werden können.

Die vom Bundesverband Kirchenpädagogik zertifizierte Fortbildung zum Kirchenführer/zur Kirchenführerin wurde zum zweiten Mal in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck durchgeführt. Zu den Kooperationspartnern gehört des Referat Erwachsenenbildung mit der Arbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung (AGEB) und des Religionspädagogische Institut (RPI). Geleitet wurde die Fortbildung von Regina Ibanek (Referat Erwachsenenbildung), Doris Wimmer-Hempfling (RPI) und Professor Dr. Freimut Schirrmacher (AGEB). (10.09.2018)

Bernd Stoklasa ist Kirchenführer im Kloster Haydau

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Weitere Informationen zur Kirchenführerausbildung in Kurhesse-Waldeck erhalten Sie hier:

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Weitere Informationen zur Kirchenführerausbildung in der EKD finden Sie hier: