Aktuell: Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen gehen in Erprobung für Zusammenschluss im Jahr 2020

Hessisch Lichtenau (medio). «Nochthessisch konstruktiv», also «nicht geschimpft ist genug gelobt!» - so fasste Dekanin Ulrike Laakmann die angeregte Gesprächsatmosphäre beim Fusionskongress der Evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen zusammen. Über 80 Interessierte, darunter viele Haupt- und Ehrenamtliche aus den beiden Kirchenkreisen, waren am 15. September 2018 nach Hessisch Lichtenau gekommen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Aus den beiden Kirchenkreisen wird im Januar 2020 der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner.

Bereits nach der Eröffnungsandacht durch die Dekane Dr. Martin Arnold (Eschwege), Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und die Eschweger Bezirkskantorin Susanne Voss und einer Begrüßung durch die Präsides der Kreissynoden Ute Bachmann (Witzenhausen) und Ludger Arnold (Eschwege) konnten die Teilnehmenden in der Kirche verschiedene Präsentationen wahrnehmen, teilte Dekanin Laakmann mit. Dazu gehörten Kirchenmusik, Diakonie und Partnerschaftsarbeit, Evangelische Familienbildungsstätte und Forum Werra Meißner, die Pfarrkonferenzen und die Mitarbeitervertretung. In einem zweiten Ausstellungsbereich im Evangelischen Gemeindehaus wurden die Überlegungen zu Gebäuden und Finanzen und Pläne zu Leitungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Kindertagesstätten und Notfallseelsorge präsentiert. Mit pfiffigen Ideen habe sich die Jugendarbeit bereits als Team beider Kirchenkreise vorgestellt. Und die Besucher des Kongresses hätten mit Lego bereits handfest am gemeinsamen Kirchenkreis bauen können, heißt es in der Mitteilung.

In unterschiedlichen Runden konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu den Präsentationen, die «Chancen» und «Stolpersteine» enthielten, weiter diskutieren. Bei viel grundsätzlicher Zustimmung für die geplante Umsetzung der notwendigen Fusion hätten sich die kritischen Nachfragen auf den hohen Kommunikationsbedarf z.B. zwischen Gemeinden, neuen Kooperationsräumen und Kirchenkreis und eine deutliche Aufgabenverdichtung für Haupt- und Ehrenamtliche in dem großflächigen künftigen Kirchenkreis konzentriert, so die Dekanin.

«Es wird wichtig sein, zwischen Herleshausen und Hebenshausen gut weiterhin präsent zu sein, aber es ist nicht überall und immer möglich», stellte Landrat Stefan Reuß fest. Der Landrat nahm mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel), Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck), Bürgermeister Michael Heußner (Hessisch Lichtenau) und Hans-Heinz Staude (Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner) als Beobachter des Kongresses teil und wurde von den Tagesmoderatoren Alexander Janka und Anja Beckert-Hoss interviewt. Janka und  Beckert-Hoss vom südhessischen Beratungsinstitut IPOS moderierten den Kongress-Tag und hatten bereits die Steuerungsgruppe zur Fusion in ihrem bisherigen Prozess begleitet.

«Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht», sagte Vizepräsident Dr. Knöppel in seinem Resümee anerkennend. «Der Prozess ist noch nicht zu Ende – wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen», fasste Präses Ludger Arnold das Ergebnis und die nächsten Schritte für die Veranstalter des Tages zusammen.

Bei allem Nachdenken über Strukturen und Reformen war man sich aber auch darin einig, dass die Überlegungen nicht zu binnenkirchlich bleiben dürfen – so wie es Dekan Dr. Arnold schon in der Andacht gesagt hatte: «Wir brauchen gute Strukturen, um die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein.» (12.10.2018)

2018-10-12 25924

Fusionskongress für zukünftigen Kirchenkreis Werra-Meißner
Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen gehen in Erprobung für Zusammenschluss im Jahr 2020

Präsentation und Diskussion: Rund 80 Interessierte waren zum Fusionskongress nach Hessisch Lichtenau gekommen. (Foto: medio.tv/Arnold)

Hessisch Lichtenau (medio). «Nochthessisch konstruktiv», also «nicht geschimpft ist genug gelobt!» - so fasste Dekanin Ulrike Laakmann die angeregte Gesprächsatmosphäre beim Fusionskongress der Evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen zusammen. Über 80 Interessierte, darunter viele Haupt- und Ehrenamtliche aus den beiden Kirchenkreisen, waren am 15. September 2018 nach Hessisch Lichtenau gekommen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Aus den beiden Kirchenkreisen wird im Januar 2020 der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner.

Bereits nach der Eröffnungsandacht durch die Dekane Dr. Martin Arnold (Eschwege), Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und die Eschweger Bezirkskantorin Susanne Voss und einer Begrüßung durch die Präsides der Kreissynoden Ute Bachmann (Witzenhausen) und Ludger Arnold (Eschwege) konnten die Teilnehmenden in der Kirche verschiedene Präsentationen wahrnehmen, teilte Dekanin Laakmann mit. Dazu gehörten Kirchenmusik, Diakonie und Partnerschaftsarbeit, Evangelische Familienbildungsstätte und Forum Werra Meißner, die Pfarrkonferenzen und die Mitarbeitervertretung. In einem zweiten Ausstellungsbereich im Evangelischen Gemeindehaus wurden die Überlegungen zu Gebäuden und Finanzen und Pläne zu Leitungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Kindertagesstätten und Notfallseelsorge präsentiert. Mit pfiffigen Ideen habe sich die Jugendarbeit bereits als Team beider Kirchenkreise vorgestellt. Und die Besucher des Kongresses hätten mit Lego bereits handfest am gemeinsamen Kirchenkreis bauen können, heißt es in der Mitteilung.

In unterschiedlichen Runden konnten die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu den Präsentationen, die «Chancen» und «Stolpersteine» enthielten, weiter diskutieren. Bei viel grundsätzlicher Zustimmung für die geplante Umsetzung der notwendigen Fusion hätten sich die kritischen Nachfragen auf den hohen Kommunikationsbedarf z.B. zwischen Gemeinden, neuen Kooperationsräumen und Kirchenkreis und eine deutliche Aufgabenverdichtung für Haupt- und Ehrenamtliche in dem großflächigen künftigen Kirchenkreis konzentriert, so die Dekanin.

«Es wird wichtig sein, zwischen Herleshausen und Hebenshausen gut weiterhin präsent zu sein, aber es ist nicht überall und immer möglich», stellte Landrat Stefan Reuß fest. Der Landrat nahm mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel), Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck), Bürgermeister Michael Heußner (Hessisch Lichtenau) und Hans-Heinz Staude (Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner) als Beobachter des Kongresses teil und wurde von den Tagesmoderatoren Alexander Janka und Anja Beckert-Hoss interviewt. Janka und  Beckert-Hoss vom südhessischen Beratungsinstitut IPOS moderierten den Kongress-Tag und hatten bereits die Steuerungsgruppe zur Fusion in ihrem bisherigen Prozess begleitet.

«Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht», sagte Vizepräsident Dr. Knöppel in seinem Resümee anerkennend. «Der Prozess ist noch nicht zu Ende – wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen», fasste Präses Ludger Arnold das Ergebnis und die nächsten Schritte für die Veranstalter des Tages zusammen.

Bei allem Nachdenken über Strukturen und Reformen war man sich aber auch darin einig, dass die Überlegungen nicht zu binnenkirchlich bleiben dürfen – so wie es Dekan Dr. Arnold schon in der Andacht gesagt hatte: «Wir brauchen gute Strukturen, um die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein.» (12.10.2018)


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