Aktuell: Glockengeläut zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs

Genf/Wolfhagen (epd/medio). Mit Glockengeläut haben Kirchen in Europa an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert. Am 11. November erklangen in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland viele Glocken, teilte der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf mit. Die Repräsentanten der Kirchen riefen mit Blick auf einen der brutalsten Konflikte der Geschichte zu Versöhnung und Verständigung auf.

Bischof Hein: Diese Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Hein erinnerte  bereits am 1. September in einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Bedeutung des Erinnerns. «Die Folgen beider Weltkriege, die von Deutschland ihren Ausgang nahmen, lasten weiterhin auf uns und lassen sich auch nicht mit dem Gerede abtun, es müsse endlich Schluss sein mit der so genannten Vergangenheitsbewältigung.» Diese Vergangenheit lasse sich nicht abschütteln. Wer einen Schlussstrich ziehen möchte, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern handele höchst fahrlässig. «Die aktuellen Ereignisse in Teilen von Sachsen zeigen uns das deutlich. Da ist höchste Wachsamkeit gefordert!», so der Bischof laut Predigtmanuskript.

«Wir danken Gott, dass er uns diese lange Zeit des Friedens gewährt hat. Aber wir wissen auch, wie sehr er im Inneren unseres Landes und in vielen Teilen der Welt gefährdet ist», so Bischof Hein weiter. Christinnen und Christen könnten dazu nicht einfach schweigen, sondern seien dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Denn eines ist uns allen bewusst: Der Frieden ist nicht selbstverständlich. Er muss immer wieder hart erarbeitet und bewährt werden», so Bischof Hein.

Der Gottesdienst war Teil eines Friedensprojekts im Wolfhager Land, mit dem der Evangelische Kirchenkreis Wolfhagen zusammen mit Kooperationspartnern vom 25. August bis zum 23. September mit zahlreichen Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 erinnerte.

Stichwort: Ende des Ersten Weltkriegs

Am 11. November 1918 unterzeichneten deutsche und alliierte Offiziere in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne bei Paris einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Die verheerende Bilanz der Katastrophe waren mehr als acht Millionen tote Soldaten und über 21 Millionen Verwundete. Hauptkriegsparteien waren Deutschland und Österreich-Ungarn aufseiten der Mittelmächte sowie Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA im Lager der Alliierten. (12.11.2018)

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Kirchen in Deutschland und Europa
Glockengeläut zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs

Unser Foto zeigt die Glocken der Evangelischen Kirchengemeinde Hebel. Eine der Glocken trägt die Aufschrift «Frieden auf Erden». (Foto: medio.tv/Koch)

Genf/Wolfhagen (epd/medio). Mit Glockengeläut haben Kirchen in Europa an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert. Am 11. November erklangen in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland viele Glocken, teilte der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf mit. Die Repräsentanten der Kirchen riefen mit Blick auf einen der brutalsten Konflikte der Geschichte zu Versöhnung und Verständigung auf.

Bischof Hein: Diese Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat Christinnen und Christen dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Hein erinnerte  bereits am 1. September in einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Wolfhagen an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Bedeutung des Erinnerns. «Die Folgen beider Weltkriege, die von Deutschland ihren Ausgang nahmen, lasten weiterhin auf uns und lassen sich auch nicht mit dem Gerede abtun, es müsse endlich Schluss sein mit der so genannten Vergangenheitsbewältigung.» Diese Vergangenheit lasse sich nicht abschütteln. Wer einen Schlussstrich ziehen möchte, sei nicht nur geschichtsvergessen, sondern handele höchst fahrlässig. «Die aktuellen Ereignisse in Teilen von Sachsen zeigen uns das deutlich. Da ist höchste Wachsamkeit gefordert!», so der Bischof laut Predigtmanuskript.

«Wir danken Gott, dass er uns diese lange Zeit des Friedens gewährt hat. Aber wir wissen auch, wie sehr er im Inneren unseres Landes und in vielen Teilen der Welt gefährdet ist», so Bischof Hein weiter. Christinnen und Christen könnten dazu nicht einfach schweigen, sondern seien dazu aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. «Denn eines ist uns allen bewusst: Der Frieden ist nicht selbstverständlich. Er muss immer wieder hart erarbeitet und bewährt werden», so Bischof Hein.

Der Gottesdienst war Teil eines Friedensprojekts im Wolfhager Land, mit dem der Evangelische Kirchenkreis Wolfhagen zusammen mit Kooperationspartnern vom 25. August bis zum 23. September mit zahlreichen Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 erinnerte.

Stichwort: Ende des Ersten Weltkriegs

Am 11. November 1918 unterzeichneten deutsche und alliierte Offiziere in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne bei Paris einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Die verheerende Bilanz der Katastrophe waren mehr als acht Millionen tote Soldaten und über 21 Millionen Verwundete. Hauptkriegsparteien waren Deutschland und Österreich-Ungarn aufseiten der Mittelmächte sowie Großbritannien, Frankreich, Russland und die USA im Lager der Alliierten. (12.11.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Friedensgottesdienst am 1. September in der Ev. Stadtkirche Wolfhagen: