Aktuell: Hein: Polizeibedienstete können sich auf ihren Weg durch Christus gehalten wissen

Kassel (epd/medio). Am 6. Dezember hat die Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum einunddreißigsten Mal zum Adventsgottesdienst ein. Polizistinnen und Polizisten bekamen die Möglichkeit zum Anhalten und Besinnen, teilte der Landespolizeipfarrer Kurt Grützner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Grützner betonte, die Notwenidgkeit der Bessinnung: «Sie erleben, dass nicht alle Familien Weihnachten friedlich feiern. Häusliche Gewalt gibt es auch am Fest der Liebe. Ebenso Gewalt auf der Straße. Und Unfälle geschehen auch an Weihnachten. Sie sind für uns da.»

2018-12-06 26453

20. Adventsgottesdienst der Polizeiseelsorge
Hein: Polizeibedienstete können sich auf ihren Weg durch Christus gehalten wissen

Der beim Adventsgottesdienst der Polizeiseelsorge eingesegnete Polizeiseelsorgebeirat der Landeskirche mit Landespolizeipfarrer Kurt Grützner (l.) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein (1.R.6.v.l.)

Kassel (epd/medio). Am 6. Dezember hat die Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum einunddreißigsten Mal zum Adventsgottesdienst ein. Polizistinnen und Polizisten bekamen die Möglichkeit zum Anhalten und Besinnen, teilte der Landespolizeipfarrer Kurt Grützner der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Grützner betonte, die Notwenidgkeit der Bessinnung: «Sie erleben, dass nicht alle Familien Weihnachten friedlich feiern. Häusliche Gewalt gibt es auch am Fest der Liebe. Ebenso Gewalt auf der Straße. Und Unfälle geschehen auch an Weihnachten. Sie sind für uns da.»

In seiner Predigt in der  Matthäuskirche in Kassel beklagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Martin Hein, die zunehmende Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Polizei und Rettungskräften. Dies mache ihn schlichtweg fassungslos, sagte er. Wenn nach Gewaltausbrüchen etwa bei Fußballspielen später in Politik und Medien von einem «Versagen der Polizei» gesprochen werde, könnten Polizeibeamte schon darüber ins Grübeln kommen, ob ihre Entscheidung für den Polizeiberuf richtig gewesen sei, sagte Hein.

Motivationskrisen habe es allerdings auch schon im Kreis der Jünger Jesu gegeben, fuhr Hein unter Verweis auf den Predigttext aus dem Johannesevangelium, Kapitel 6, Verse 66-69, fort. Hier werde berichtet, dass viele Jünger sich von Jesus abwandten. Die Verbliebenen habe Jesus dann mit der Frage konfrontiert, ob sie auch gehen wollten. Dies habe Petrus stellvertretend für alle verneint, da es nur bei Jesus sinnvolles, geheiltes Leben aus der Nähe Gottes gebe. So seien aus Mitläufern selbstbewusste Nachfolger geworden.

Es sei nicht hilfreich, Selbstzweifel einfach beiseite zu wischen, interpretierte Hein. Solchen Fragen müsse man sich ganz bewusst stellen, so dass man zu Selbstgewissheit und Klarheit komme. Entscheidend sei vor allem, dass jeder Polizeibedienstete sich auf seinem Weg durch Christus gehalten wissen könne. Zudem hätten die Polizeiseelsorger für alle Fragen und für allen Ärger der Beamten ein offenes Ohr.

In dem Gottesdienst, der zum 20. Mal stattfand, wurden auch 24 Mitglieder des Polizeiseelsorgebeirats neu in ihr Amt eingeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst, zu dem alle Beamten und Mitarbeiter der Polizeidienststellen in Bereich der EKKW eingeladen waren, fand ein Jahresempfang statt. (06.12.2018)


file_download Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut: