Aktuell: 10. Wilhelmshöher Impuls thematisiert Unternehmenskultur zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Kassel (medio). Beim 10. Wilhelmshöher Impuls ging es am Mittwoch (20.2.) unter dem Motto «Sinn zieht an!» um die Bedeutung von «Sinn» im Unternehmensalltag und der Unternehmenskultur. Bei der Veranstaltung mit rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kasseler Haus der Kirche standen die grundsätzliche Bedeutung des Sinn-Begriffs und die Frage, wie Sinnorientierung in Betrieben gestaltet werden kann, im Mittelpunkt.

«Der Sinn eines Unternehmens ist etwas, das über Einzelinteressen oder Zweck des Unternehmens hinausweist», sagte die Beraterin und Autorin Dr. phil. Anette Fintz im Hauptvortrag der Veranstaltung. Er sei eine Art Leitstern, der nicht verordnet und auch nie vollkommen erreicht werden könne. Dieser Leitstern übe aber auf alle Beteiligten eine starke Anziehungskraft aus, berichtete Ute Göpel, Fachreferentin für Führungskräftearbeit und Kirche im ländlichen Raum des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales.

Es gelte, den Sinnhorizont eines Unternehmens oder auch von Kirche zu beschreiben, so  Fintz, die Führungspersonen in klein- und mittelständischen Betrieben berät. Mit dem Sinnhorizont würden Identifikation mit dem Ganzen gestiftet, Energien freigesetzt und Entscheidungen begünstigt. Um Sinn zu stiften, brauche es tiefes und weites Denken, also den Verstand. Aber ebenso das Spüren tief im Herzen: das ist etwas, das anzieht und motiviert. «Herz und Verstand sind der Schlüssel zum Sinn», resümiert Fitz.

Im Anschluss kamen neben Fintz auf dem Podium Ulrike Jakob, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei VW in Kassel und Mitglied des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, Carsten Rahier, Geschäftsführender Gesellschafter der sera Group und Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall und der VhU in Nordhessen und Bernd Böttner, Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, ins Gespräch. Einig waren sich alle, dass die reale Wirklichkeit oft hinter den hohen Idealen zurückbleibt, Sinnerleben aber für gute, erfolgreiche Arbeit und persönliches Glück unabdingbar sind.

2019-02-22 26836

«Sinn zieht an!»
10. Wilhelmshöher Impuls thematisiert Unternehmenskultur zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Kassel (medio). Beim 10. Wilhelmshöher Impuls ging es am Mittwoch (20.2.) unter dem Motto «Sinn zieht an!» um die Bedeutung von «Sinn» im Unternehmensalltag und der Unternehmenskultur. Bei der Veranstaltung mit rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kasseler Haus der Kirche standen die grundsätzliche Bedeutung des Sinn-Begriffs und die Frage, wie Sinnorientierung in Betrieben gestaltet werden kann, im Mittelpunkt.

«Der Sinn eines Unternehmens ist etwas, das über Einzelinteressen oder Zweck des Unternehmens hinausweist», sagte die Beraterin und Autorin Dr. phil. Anette Fintz im Hauptvortrag der Veranstaltung. Er sei eine Art Leitstern, der nicht verordnet und auch nie vollkommen erreicht werden könne. Dieser Leitstern übe aber auf alle Beteiligten eine starke Anziehungskraft aus, berichtete Ute Göpel, Fachreferentin für Führungskräftearbeit und Kirche im ländlichen Raum des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales.

Es gelte, den Sinnhorizont eines Unternehmens oder auch von Kirche zu beschreiben, so  Fintz, die Führungspersonen in klein- und mittelständischen Betrieben berät. Mit dem Sinnhorizont würden Identifikation mit dem Ganzen gestiftet, Energien freigesetzt und Entscheidungen begünstigt. Um Sinn zu stiften, brauche es tiefes und weites Denken, also den Verstand. Aber ebenso das Spüren tief im Herzen: das ist etwas, das anzieht und motiviert. «Herz und Verstand sind der Schlüssel zum Sinn», resümiert Fitz.

Im Anschluss kamen neben Fintz auf dem Podium Ulrike Jakob, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei VW in Kassel und Mitglied des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, Carsten Rahier, Geschäftsführender Gesellschafter der sera Group und Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall und der VhU in Nordhessen und Bernd Böttner, Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, ins Gespräch. Einig waren sich alle, dass die reale Wirklichkeit oft hinter den hohen Idealen zurückbleibt, Sinnerleben aber für gute, erfolgreiche Arbeit und persönliches Glück unabdingbar sind.

Verabschiedung von Dr. Jochen Gerlach

Die Veranstaltung schloss mit der Verabschiedung des Leiters des Referates Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Jochen Gerlach, Gerlach tritt ab 1. April die Stelle des Leitenden Pfarrers der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen Hofgeismar an.

Nächster Wilhelmshöher Impuls zum Thema Nachhaltigkeit

Beim nächsten Wilhelmshöher Impuls am 4. September 2019 geht es um das Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto «Zukunftsfähig wirtschaften und leben» sprechen dann Dr. Ruth Gütter, Nachhaltigkeitsreferentin der EKD und Dr. Christof Brüssel, Vorstand des Senates der Wirtschaft Deutschland e.V. .

Stichwort: Wilhelmshöher Impuls

Das Veranstaltungsformat «Wilhelmshöher Impuls» ist ein Angebot der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und wird vom  Referat «Wirtschaft-Arbeit-Soziales» und der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen, Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge organisiert. Es richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte in Betrieben und Behörden. Dabei sollen Menschen, die Verantwortung tragen, ins Gespräch mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens kommen und Impulse für eine moderne und werteorientierte Unternehmenskultur erhalten. Neben aktuellen Themen und inspirierenden Impulsgebern gibt es Raum für Stille, Begegnung und Gespräch und damit die Erfahrung einer lebensnahen Spiritualität. (21.02.2019)


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