Aktuell: Zwei Projekte aus der Region wurden für Publikumspreis nominiert

Kassel (medio). Zwei Projekte aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sind dieses Jahr für den Publikumspreis des Sozialpreises «innovatio» nominiert. Auf der Internetseite kann unter 20 Finalisten abgestimmt werden. Das Projekt, das zum Ende der Wahl die meisten Stimmen auf sich vereint, erhält eine Förderung in Höhe von 3.000 Euro, heißt es auf der Internetseite.
 
Aus der Landeskirche haben es das Projekt «Haus Händewerk – Gemeinsam Wohnen, Leben und Arbeiten» von der «Milden Stiftung« des Evangelischen Kirchenkreises Melsungen und das Projekt «Interkulturelle Männerarbeit mit muslimischen Männern mit Familienverantwortung» vom Referat Erwachsenenbildung und der Männerarbeit der EKKW unter die letzten 20 geschafft. Bis zum 29. März kann für die beiden und 18 weitere soziale Projekte online abgestimmt werden.

«Haus Händewerk – Gemeinsam Wohnen, Leben und Arbeiten»

Das soziale Netzwerk in Spangenberg stellt sich gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen: Leerstand im strukturschwachen Raum, demografischer Wandel, Geschäftssterben in der Innenstadt, die Integration von Flüchtlingen und eine sinnvolle Arbeit für Langzeitarbeitslose. Mit der Hilfe von Flüchtlingen und einheimischen Hartz IV Empfängern (AGH-Maßnahme) entstehen in einem alten Fachwerkgebäude zwei Sozialwohnungen. In einem angegliederten Hausteil entsteht ein genossenschaftlicher Laden, in dem kunsthandwerklich begabte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ihre Produkte verkaufen können. Durch die Mitarbeit der Einheimischen und den Flüchtlingen werden unterschiedliche soziale und ethische Bevölkerungsschichten miteinander verbunden.

«Interkulturelle Männerarbeit mit muslimischen Männern mit Familienverantwortung»

Das Referat für Erwachsenen Bildung und die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) haben Männergruppen etabliert, die in einem geschützten Rahmen stabile, wertschätzende Beziehung zwischen muslimischen Männern und Männern aus der aufnehmenden Gesellschaft aufbauen soll. Im dialogischen Austausch werden Fragen thematisiert, die die personale Identität und Integrität der Gruppenmitglieder betreffen. In der Gruppe bekommen die geflüchteten Männer die Möglichkeit über ihr «altes» Leben im Herkunftsland und über ihre Fluchterfahrungen zu sprechen, genauso wie über neue Alltagserfahrungen, Unsicherheiten oder ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder.

Stichwort Sozialpreis «innovatio»

«innovatio» ist ein Sozialpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird. Gestiftet wird er von den Versicherern im Raum der Kirche, Bruderhilfe – Pax – Familienfürsorge und wird gefördert durch chrismon: Das evangelische Magazin. Schirmherren sind die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschlands.

Seit 1998 fördert der Preis konkrete Antworten der Kirche und der kirchlichen Wohlfahrt auf aktuelle soziale Fragen. Für die Jurymitglieder aus Diakonie, Chrismon und Caritas spielt die Größe des Projekts oder Träger keine Rolle. Was zählt ist die Idee: Was ist neu? Was hilft wirklich weiter? Was weist in die Zukunft? (13.03.2019)

2019-03-13 26942

Sozialpreis «innovatio»
Zwei Projekte aus der Region wurden für Publikumspreis nominiert

Kassel (medio). Zwei Projekte aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sind dieses Jahr für den Publikumspreis des Sozialpreises «innovatio» nominiert. Auf der Internetseite kann unter 20 Finalisten abgestimmt werden. Das Projekt, das zum Ende der Wahl die meisten Stimmen auf sich vereint, erhält eine Förderung in Höhe von 3.000 Euro, heißt es auf der Internetseite.
 
Aus der Landeskirche haben es das Projekt «Haus Händewerk – Gemeinsam Wohnen, Leben und Arbeiten» von der «Milden Stiftung« des Evangelischen Kirchenkreises Melsungen und das Projekt «Interkulturelle Männerarbeit mit muslimischen Männern mit Familienverantwortung» vom Referat Erwachsenenbildung und der Männerarbeit der EKKW unter die letzten 20 geschafft. Bis zum 29. März kann für die beiden und 18 weitere soziale Projekte online abgestimmt werden.

«Haus Händewerk – Gemeinsam Wohnen, Leben und Arbeiten»

Das soziale Netzwerk in Spangenberg stellt sich gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen: Leerstand im strukturschwachen Raum, demografischer Wandel, Geschäftssterben in der Innenstadt, die Integration von Flüchtlingen und eine sinnvolle Arbeit für Langzeitarbeitslose. Mit der Hilfe von Flüchtlingen und einheimischen Hartz IV Empfängern (AGH-Maßnahme) entstehen in einem alten Fachwerkgebäude zwei Sozialwohnungen. In einem angegliederten Hausteil entsteht ein genossenschaftlicher Laden, in dem kunsthandwerklich begabte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ihre Produkte verkaufen können. Durch die Mitarbeit der Einheimischen und den Flüchtlingen werden unterschiedliche soziale und ethische Bevölkerungsschichten miteinander verbunden.

«Interkulturelle Männerarbeit mit muslimischen Männern mit Familienverantwortung»

Das Referat für Erwachsenen Bildung und die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) haben Männergruppen etabliert, die in einem geschützten Rahmen stabile, wertschätzende Beziehung zwischen muslimischen Männern und Männern aus der aufnehmenden Gesellschaft aufbauen soll. Im dialogischen Austausch werden Fragen thematisiert, die die personale Identität und Integrität der Gruppenmitglieder betreffen. In der Gruppe bekommen die geflüchteten Männer die Möglichkeit über ihr «altes» Leben im Herkunftsland und über ihre Fluchterfahrungen zu sprechen, genauso wie über neue Alltagserfahrungen, Unsicherheiten oder ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder.

Stichwort Sozialpreis «innovatio»

«innovatio» ist ein Sozialpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird. Gestiftet wird er von den Versicherern im Raum der Kirche, Bruderhilfe – Pax – Familienfürsorge und wird gefördert durch chrismon: Das evangelische Magazin. Schirmherren sind die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschlands.

Seit 1998 fördert der Preis konkrete Antworten der Kirche und der kirchlichen Wohlfahrt auf aktuelle soziale Fragen. Für die Jurymitglieder aus Diakonie, Chrismon und Caritas spielt die Größe des Projekts oder Träger keine Rolle. Was zählt ist die Idee: Was ist neu? Was hilft wirklich weiter? Was weist in die Zukunft? (13.03.2019)


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