Aktuell: Vertreter der Evangelisch-reformierten Kirche diskutierten mit Bischof Martin Hein über Reformen in den Kirchen

Kassel (medio). Um die aktuellen Reformbemühungen der Kirchen ging es in einem Gespräch zwischen den Präsides der Synodalverbände der Evangelisch-reformierten Kirche und dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Die Vorsitzenden der regionalen Synoden und Bischof Hein trafen sich bei der regulären Frühjahrstagung der Präsides, die in diesem Jahr am 5. und 6. März in Kassel im Haus der Kirche stattfand, teilte Ulf Preuß, Pressesprecher der Evangelisch-reformierten Kirche mit.

Martin Hein, der seit 2000 Bischof in Kassel ist, hob in dem Gespräch hervor, dass er die aktuellen Bemühungen um Reformen in der Kirche nicht als Reformation verstehe. Es seien vielmehr strukturelle Anpassungen der Kirche an die zeitbedingten Rahmenbedingungen. Diese seien nicht mit einer grundlegenden Erneuerung der Kirche zu vergleichen, wie sie die Reformation vor 500 Jahren war, aus denen die evangelische Kirche hervorging. Hein betonte: «Es kann nicht alles theologisch durchdacht werden, was sich ändern muss.» Dennoch helfe die Theologie dabei zu entscheiden, was wie getan werden müsse. Als Beispiel nannte er Bemühungen, die Verkündigung aktuellen Ansprüchen anzupassen. Hein sagte: «Die Bibel wird erst im Gebrauch der Kirche zur Heiligen Schrift, wenn wir sie auslegen.»

Der Bischof und die evangelisch-reformierten Präsides waren sich einig, das im Zusammenhang mit den Reformbemühungen es den Kirchen gut stehe, wieder stärker den Blick auf die Theologie zu richten. Im Zuge der notwendigen Veränderungen bestehe die Gefahr, diese etwas aus dem Blick zu verlieren, waren sich

Die regelmäßigen, zweitägigen Beratungen der neun Präsides mit Kirchenpräsident Martin Heimbucher dienen vor allem dem Austausch zwischen Synodalverbänden und der Gesamtkirche über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen. Sie seien die Schnittstelle zwischen den Anliegen der Gemeinden und der Landeskirche, so der Kirchenpräsident. Das nächste Treffen ist für den Oktober in Hannover geplant, dann wird es unter anderem auch um Öffentlichkeitsarbeit der Kirche gehen. (13.03.2019)

2019-03-13 26944

Reformieren und renovieren
Vertreter der Evangelisch-reformierten Kirche diskutierten mit Bischof Martin Hein über Reformen in den Kirchen

Die evangelisch-reformierten Präsides im Haus der Kirche in Kassel. (Foto: Evangelisch-reformierte Kirche)

Kassel (medio). Um die aktuellen Reformbemühungen der Kirchen ging es in einem Gespräch zwischen den Präsides der Synodalverbände der Evangelisch-reformierten Kirche und dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Die Vorsitzenden der regionalen Synoden und Bischof Hein trafen sich bei der regulären Frühjahrstagung der Präsides, die in diesem Jahr am 5. und 6. März in Kassel im Haus der Kirche stattfand, teilte Ulf Preuß, Pressesprecher der Evangelisch-reformierten Kirche mit.

Martin Hein, der seit 2000 Bischof in Kassel ist, hob in dem Gespräch hervor, dass er die aktuellen Bemühungen um Reformen in der Kirche nicht als Reformation verstehe. Es seien vielmehr strukturelle Anpassungen der Kirche an die zeitbedingten Rahmenbedingungen. Diese seien nicht mit einer grundlegenden Erneuerung der Kirche zu vergleichen, wie sie die Reformation vor 500 Jahren war, aus denen die evangelische Kirche hervorging. Hein betonte: «Es kann nicht alles theologisch durchdacht werden, was sich ändern muss.» Dennoch helfe die Theologie dabei zu entscheiden, was wie getan werden müsse. Als Beispiel nannte er Bemühungen, die Verkündigung aktuellen Ansprüchen anzupassen. Hein sagte: «Die Bibel wird erst im Gebrauch der Kirche zur Heiligen Schrift, wenn wir sie auslegen.»

Der Bischof und die evangelisch-reformierten Präsides waren sich einig, das im Zusammenhang mit den Reformbemühungen es den Kirchen gut stehe, wieder stärker den Blick auf die Theologie zu richten. Im Zuge der notwendigen Veränderungen bestehe die Gefahr, diese etwas aus dem Blick zu verlieren, waren sich

Die regelmäßigen, zweitägigen Beratungen der neun Präsides mit Kirchenpräsident Martin Heimbucher dienen vor allem dem Austausch zwischen Synodalverbänden und der Gesamtkirche über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen. Sie seien die Schnittstelle zwischen den Anliegen der Gemeinden und der Landeskirche, so der Kirchenpräsident. Das nächste Treffen ist für den Oktober in Hannover geplant, dann wird es unter anderem auch um Öffentlichkeitsarbeit der Kirche gehen. (13.03.2019)


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