Aktuell: Gemeinden suchen Kandidatinnen und Kandidaten für den Kirchenvorstand

Kassel (medio). Am 22. September 2019 ist Kirchenvorstandswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Rund 750.000 Wahlberechtigte aus den 730 Kirchengemeinden der Landeskirche sind aufgerufen, die Stimme für ihren Kirchenvorstand abzugeben. Mit der Kampagne «Gerade jetzt» will die Landeskirche Kirchenmitglieder dazu ermutigen, sich als Kandidat oder Kandidatin für das wichtige Amt der Kirchenvorsteherin oder des Kirchenvorstehers aufstellen zulassen. Gewählt werden können Mitglieder der Kirchengemeinden ab 18 Jahren ohne Altersbeschränkung. Stichtag für das Alter ist der Wahltag. Wählen können alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren.

Heiße Phase der Kandidatenfindung läuft - Wahlvorschläge bis 16. Juni

Laut EKKW-Wahlservice werden rund 8.000 Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Dazu läuft jetzt die heiße Phase der Kandidatenfindung in den Gemeinden an. An den beiden kommenden Sonntagen (26. Mai und 2. Juni) werden die Gemeindemitglieder in den Gottesdiensten dazu aufgefordert, bis zum 16. Juni Wahlvorschläge einzureichen. Diese nehmen in der Regel die zuständigen Pfarrämter an.

Die gesetzlichen Regelungen in der Grundordnung der Landeskirche und im Kirchengesetz über die Wahl und Berufung zum Kirchenvorstand sehen vor, dass in Kirchenvorständen mit bis zu zehn zu wählenden Mitgliedern die Stimmlisten mindestens zwei Kandidaten mehr als zu wählende Mitglieder enthalten müssen. In Kirchenvorständen mit mehr als zehn zu wählenden Mitgliedern müssen es mindestens vier Kandidaten mehr als zu wählende Mitglieder sein. Die benötigte Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten sei im Vergleich zu früheren Wahlen erheblich verringert worden, heißt es in den Hinweisen zur Wahl (s. Download). Darum gebe es keine Möglichkeit, die Zahl der über die zu wählenden Mitglieder des Kirchenvorstands hinaus benötigten Kandidatinnen und Kandidaten zu reduzieren.

Dem zukünftigen  Kirchenvorstand gehören mindestens vier und in der Regel höchstens 15 gewählte Mitglieder an. Dabei beträgt die Zahl der zu wählenden nicht theologischen Mitglieder mindestens das Doppelte der Zahl der stimmberechtigten theologischen Mitglieder des Kirchenvorstands. Nach der Wahl entscheiden die Pfarrerinnen und Pfarrer und die gewählten Mitglieder des neuen Kirchenvorstandes, ob sie weitere Mitglieder (bis zu drei) berufen.

Korrekter Eintrag in der Wählerliste Voraussetzung für Teilnahme an der Wahl

Außerdem haben die Wählerinnen und Wähler die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, dass sie in die Wählerliste eingetragen sind. Denn ohne diese Eintragung ist die Ausübung des Wahlrechts nicht möglich. Dafür ist der Zeitraum vom 23. bis 28. Juni vorgesehen. Die Einsicht in die Liste ist in der Regel in den Pfarrämtern der Kirchengemeinden möglich. 

Die Kampagne «Gerade jetzt»

Die Kampagne «Gerade jetzt» sei eine Standortbestimmung, schreibt Pfarrerin Ulrike Joachimi, Beauftragte für die Kirchenvorstandswahl im Wahlbegleiter zur KV-Wahl. Vor allem im ländlichen Raum, aber auch im städtischen geprägten Umfeld gehörten die Kirchengemeinden mit ihren vielfältigen Angeboten selbstverständlich dazu. «Sie leisten auf der Grundlage des Evangeliums wichtige Arbeit und bieten Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen Anlaufpunkt und ein Stück geistliche Heimat. Das ist ein großer Schatz», so die Beauftragte.

Für die Gemeinden wurden vielfältige Materialien entwickelt, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahl vor Ort unterstützen sollen. Dazu gehören u.a. ein umfangreicher Wahl-Begleiter mit allen wichtigen Terminen und Hinweisen, die Internetseite zur Kampagne www.gerade-jetzt.de, Plakate, Broschüren, Stifte, Anstecknadeln, Blöcke, Aufkleber u.v.m. .

Stichwort: «Der Kirchenvorstand»

Der Kirchenvorstand leitet gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer die Gemeinde, so steht es in der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Artikel 35). Verantwortung wird geteilt. Der christliche Glauben ist die Basis. Bei der Arbeit geht es um viele Fragen und Aufgaben: Gebäude, Finanzen, Personal. Welche Schwerpunkte werden im Gottesdienst gesetzt? Wie wichtig ist der Gemeinde die Arbeit mit Kindern? Welcher Raum wird Jugendlichen gegeben? Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Kandidieren kann, wer volljährig ist und der Kirchengemeinde angehört. Außerdem sollten Bewerberinnen und Bewerber Einsicht und Erfahrung in kirchlichen Dingen besitzen und in gutem Ruf stehen. Eine Wahlperiode umfasst sechs Jahre. Ein Rücktritt aus persönlichen Gründen ist immer möglich. (21.05.2019)

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«Gerade jetzt» - Kirchenvorstandswahl 2019
Gemeinden suchen Kandidatinnen und Kandidaten für den Kirchenvorstand

Kassel (medio). Am 22. September 2019 ist Kirchenvorstandswahl in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Rund 750.000 Wahlberechtigte aus den 730 Kirchengemeinden der Landeskirche sind aufgerufen, die Stimme für ihren Kirchenvorstand abzugeben. Mit der Kampagne «Gerade jetzt» will die Landeskirche Kirchenmitglieder dazu ermutigen, sich als Kandidat oder Kandidatin für das wichtige Amt der Kirchenvorsteherin oder des Kirchenvorstehers aufstellen zulassen. Gewählt werden können Mitglieder der Kirchengemeinden ab 18 Jahren ohne Altersbeschränkung. Stichtag für das Alter ist der Wahltag. Wählen können alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren.

Heiße Phase der Kandidatenfindung läuft - Wahlvorschläge bis 16. Juni

Laut EKKW-Wahlservice werden rund 8.000 Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Dazu läuft jetzt die heiße Phase der Kandidatenfindung in den Gemeinden an. An den beiden kommenden Sonntagen (26. Mai und 2. Juni) werden die Gemeindemitglieder in den Gottesdiensten dazu aufgefordert, bis zum 16. Juni Wahlvorschläge einzureichen. Diese nehmen in der Regel die zuständigen Pfarrämter an.

Die gesetzlichen Regelungen in der Grundordnung der Landeskirche und im Kirchengesetz über die Wahl und Berufung zum Kirchenvorstand sehen vor, dass in Kirchenvorständen mit bis zu zehn zu wählenden Mitgliedern die Stimmlisten mindestens zwei Kandidaten mehr als zu wählende Mitglieder enthalten müssen. In Kirchenvorständen mit mehr als zehn zu wählenden Mitgliedern müssen es mindestens vier Kandidaten mehr als zu wählende Mitglieder sein. Die benötigte Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten sei im Vergleich zu früheren Wahlen erheblich verringert worden, heißt es in den Hinweisen zur Wahl (s. Download). Darum gebe es keine Möglichkeit, die Zahl der über die zu wählenden Mitglieder des Kirchenvorstands hinaus benötigten Kandidatinnen und Kandidaten zu reduzieren.

Dem zukünftigen  Kirchenvorstand gehören mindestens vier und in der Regel höchstens 15 gewählte Mitglieder an. Dabei beträgt die Zahl der zu wählenden nicht theologischen Mitglieder mindestens das Doppelte der Zahl der stimmberechtigten theologischen Mitglieder des Kirchenvorstands. Nach der Wahl entscheiden die Pfarrerinnen und Pfarrer und die gewählten Mitglieder des neuen Kirchenvorstandes, ob sie weitere Mitglieder (bis zu drei) berufen.

Korrekter Eintrag in der Wählerliste Voraussetzung für Teilnahme an der Wahl

Außerdem haben die Wählerinnen und Wähler die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, dass sie in die Wählerliste eingetragen sind. Denn ohne diese Eintragung ist die Ausübung des Wahlrechts nicht möglich. Dafür ist der Zeitraum vom 23. bis 28. Juni vorgesehen. Die Einsicht in die Liste ist in der Regel in den Pfarrämtern der Kirchengemeinden möglich. 

Die Kampagne «Gerade jetzt»

Die Kampagne «Gerade jetzt» sei eine Standortbestimmung, schreibt Pfarrerin Ulrike Joachimi, Beauftragte für die Kirchenvorstandswahl im Wahlbegleiter zur KV-Wahl. Vor allem im ländlichen Raum, aber auch im städtischen geprägten Umfeld gehörten die Kirchengemeinden mit ihren vielfältigen Angeboten selbstverständlich dazu. «Sie leisten auf der Grundlage des Evangeliums wichtige Arbeit und bieten Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen Anlaufpunkt und ein Stück geistliche Heimat. Das ist ein großer Schatz», so die Beauftragte.

Für die Gemeinden wurden vielfältige Materialien entwickelt, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahl vor Ort unterstützen sollen. Dazu gehören u.a. ein umfangreicher Wahl-Begleiter mit allen wichtigen Terminen und Hinweisen, die Internetseite zur Kampagne www.gerade-jetzt.de, Plakate, Broschüren, Stifte, Anstecknadeln, Blöcke, Aufkleber u.v.m. .

Stichwort: «Der Kirchenvorstand»

Der Kirchenvorstand leitet gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer die Gemeinde, so steht es in der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Artikel 35). Verantwortung wird geteilt. Der christliche Glauben ist die Basis. Bei der Arbeit geht es um viele Fragen und Aufgaben: Gebäude, Finanzen, Personal. Welche Schwerpunkte werden im Gottesdienst gesetzt? Wie wichtig ist der Gemeinde die Arbeit mit Kindern? Welcher Raum wird Jugendlichen gegeben? Die Tätigkeit ist ehrenamtlich. Kandidieren kann, wer volljährig ist und der Kirchengemeinde angehört. Außerdem sollten Bewerberinnen und Bewerber Einsicht und Erfahrung in kirchlichen Dingen besitzen und in gutem Ruf stehen. Eine Wahlperiode umfasst sechs Jahre. Ein Rücktritt aus persönlichen Gründen ist immer möglich. (21.05.2019)

Drei Fragen an...

Drei Fragen an Pfarrerin Ulrike Joachimi, Beauftragte für die Kirchenvorstandswahl in der Landeskirche am 22. September 2019. Die Fragen stellte Christian Küster, Onlineredakteur im Medienhaus der EKKW.

1
Am 22. September ist Kirchenvorstandswahl in der Landeskirche. Was läuft dazu zurzeit in den Kirchengemeinden?

Aktuell befinden die Gemeinden sich mitten in der heißen Phase der Kandidatensuche. Bis 16. Juni muss definitiv feststehen, wer sich im September zur Wahl stellt. Natürlich beschäftigt die KV-Wahl die Gemeinden schon wesentlich länger: Wer macht weiter - wer hört auf - und wen können wir für die Arbeit neu gewinnen? Ideal ist es, wenn der Kirchenvorstand die Vielfalt einer Gemeinde abbildet bzw. vertritt.

Die Kirchengemeinden lassen sich schon viel einfallen, um Menschen für eine Kandidatur zu begeistern. Und wenn man meint, «das könnte ja etwas für mich sein» oder sogar persönlich auf eine Kandidatur angesprochen wird, sollte man nicht zu lange zögern. Im KV mitzuarbeiten, ist eine kreative und schöne Aufgabe und ein kirchliches Ehrenamt, in das man hineinwächst.

2
Wie groß muss ein KV sein und wie viele Kandidaten braucht es in einer Gemeinde für die Wahl?

Es braucht nach unserer Grundordnung mindestens vier und höchstens 15 gewählte Mitglieder. Dazu kann jeder Kirchenvorstand noch bis zu drei Mitglieder berufen. Die Zahl der zu wählenden Mitglieder legt der amtierende KV fest, die Berufungen spricht der neu gewählte KV aus. Mindestens zwei (bei bis zu 10 gewählte Mitglieder) bzw. vier Kandidierende (ab 11 zu wählende Mitglieder) mehr müssen auf der Stimmliste stehen.

Die Arbeit muss gemeinsam zu bewältigen sein und entsprechend Menschen wollen auch gefunden werden, das ist ein Maßstab für die Festlegung der Größe. Wenn sich viele geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl stellen, ist das natürlich wunderbar.

3
In rund vier Monaten ist die Wahl. Was passiert jetzt als Nächstes?

Wenn die Stimmliste mit den Kandidierenden fest steht, werden alle Informationen verarbeitet. Wählerlisten müssen aktualisiert, Wahlbenachrichtigungen erstellt werden. Das ist ganz viel Arbeit im Verborgenen, die aber unerlässlich ist, damit die Wahl «läuft». Gleichzeitig arbeitet die Kampagne zur Kirchenvorstandswahl in den Gemeinden. «Gerade jetzt», unser Motto zur KV-Wahl 2019, will zur Standortbestimmung, zur Schatzsuche, zur kreativen Auseinandersetzung anregen. Wir bieten auf unserer Website zur Wahl gerade-jetzt.de manche Idee an wie unseren Videowettbewerb. Es gibt ansprechendes Werbematerial und die Gemeinden gehen kreativ damit um. Das ist ein Prozess, der von innen aus den Gemeinden nach außen wirkt: Kirche zeigt sich. Wir sind sehr gespannt, wie die Gemeinden den Impuls der Kampagne aufnehmen.

Ende August werden die Wahlbenachrichtigungskarten per Post an alle wahlberechtigten Gemeindeglieder (ab 14 Jahre) versandt. Zeitgleich kann Briefwahl beantragt oder online gewählt werden. Bequem von zuhause aus mit dem Tablet oder in der Online-Wahlkabine den KV wählen zu können, das ist schon was Besonderes und das gibt es auch nur in unserer Landeskirche. Damit mobilisieren wir gerade die jüngere Wählergeneration. Außerdem reduziert diese Möglichkeit die Zahl der Briefwähler erheblich und senkt so Arbeit und Kosten in den Pfarrämtern.

Am 22.9. ist dann Wahltag und abends die öffentliche Auszählung. Spätestens jetzt hat sich jede Kirchengemeinde die Wahlparty verdient nach einem langen und intensiven Weg hin zur Kirchenvorstandswahl 2019.

Das KV-Wahl-Service-Team
Das KV-Wahl-Service-Team
Ansprechbar zu allen Fragen rund um die KV-Wahl: Pfarrerin Ulrike Joachimi und Diakon Matthias Reinhold (Foto: medio.tv/Schlitt)
Name
  • Pfarrerin Ulrike Joachimi und Diakon Matthias Reinhold
  • Ihr Wahlservice-Team
  • (0561) 9378-465 oder (0561) 9378-267
  • wahlservice@ekkw.de
  • Internetseite
  • Wilhelmshöher Allee 330
    34131 Kassel

radio Internetradio:

Warum im Kirchenvorstand engagieren? Radio-Reporter Torsten Scheuermann vom Medienhaus der Landeskirche hat mit Menschen gesprochen, die für die Kirchenvorstandswahl im September kandidieren wollen:

arrow_forward Linktipp:

Der ekkw.de-Servcebereich rund um die Wahl 2019 mit Tipps, Materialien und Hintergründen:


Diese Broschüre enthält wichtige Termine, rechtliche Erläuterungen zur Wahl, Infos zur Wahlkampagne, Tipps zur Kandidatengewinnung, Wissenswertes zur Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr (PDF) ... mehr


Die aktuelle Mitarbeiterzeitschrift «blick in die kirche» hat den Titel «Freude am Ehrenamt». Darin geht es um einen Kirchenvorsteher aus Korbach, wie in Bad Sooden-Allendorf Wahlkampf gemacht wird und Wahlbeauftragte Joachimi klärt Details zur KV-Wahl. ... mehr

radio Song zur Wahl:

Zur KV-Wahl 2019 hat der Kasseler Pfarrer und Musiker Stefan Nadolny einen eigenen Song geschrieben. Der Titel des Stücks, zu dem Nadolny Text und Melodie geschrieben hat, lautet wie die KV-Wahl-Kampagne «Gerade jetzt!». Gespielt wird er von Musikerinnen und Musikern der Bands «morgen&friends» und «Kassel Hope». Außerdem ist in dem Stück der Chor «Zwischentöne» zu hören. Text und Noten können per E-Mail beim EKKW-Wahl-Service angefordert werden (wahlservice@ekkw.de):