Aktuell: Zweiter Band der «Theologie in der Gesellschaft» von Martin Hein erschienen

Kassel (medio). Der Bericht des Bischofs eröffnet traditionell die Herbsttagungen der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Eine jetzt vorgestellte Sammlung der Berichte von Bischof Martin Hein aus den Jahren 2000 bis 2018 dokumentiert nun ein wichtiges Instrument kirchenleitenden Handelns. Mit dem zweiten Band unter dem Titel «Theologie in der Gesellschaft» werde deutlich, dass die Texte nicht allein als Rechenschaftsbericht für das vorangegangene Jahr zu lesen seien, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Landeskirche. Vielmehr gehe es darum, sowohl kircheninterne als auch öffentliche Themen aufzunehmen, zu setzen oder aufzuspüren.

Die beiden Herausgeber, Eva Hillebold und Roland Kupski, schreiben im Vorwort: «Der Bischofsbericht ist ein Debattenbeitrag oder eine Debatteneröffnung und dadurch ‚Theologie in der Gesellschaft‘.» Die Herausgabe der Berichte sei nicht nur «historisch» begründet, wie beide betonen. Vielmehr gehe es darum, «zu prüfen und zu erwägen, welche Themen Bestand hatten, welche Themen in ihrer Valenz unterschätzt oder überschätzt wurden und welche Themen vielleicht zu ihrer Zeit noch nicht in ihrer Relevanz erkannt wurden.» Angesichts der sich immer stärker abzeichnenden Auswirkungen des demografischen Wandels lese sich beispielsweise der Bericht mit dem Titel «Silberne Kirche» aus dem Jahr 2003 heute ganz anders. Laut Herausgeber sind die vorliegenden Bischofsberichte Ausdruck des Versuchs, auf moderne und zeitgemäße Weise die im Neuen Testament definierte Aufgabe des Bischofsamtes, die Bewahrung der Lehre, zu leisten, «und das heißt: nicht autoritär, aber mit Autorität».

Stichwort: Die Sammelbände «Theologie in der Gesellschaft»

Im Jahr 2014 erschien der erste Band der Sammlung «Theologie in der Gesellschaft», in dem ausgewählte Aufsätze von Bischof Hein aus den Jahren 1998 bis 2013 veröffentlicht wurden. Entscheidendes Kriterium für die damalige Auswahl der Aufsätze sei deren Relevanz für den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs gewesen. Ein Schwerpunkt dieser Publikation waren Beiträge des Bischofs zur medizinethischen Debatte, so z.B. zum Umgang mit embryonalen Stammzellen oder zu Fragen zum assistierten Suizid. Hein wertete die Aufsatzsammlung damals als eine «Zwischensumme» seiner 14-jährigen Amtszeit als Bischof. Beide Bände sind in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen.

Bibliografische Angaben: Martin Hein: Theologie in der Gesellschaft Bd. 2: Bischofsberichte 2000 bis 2018, hrsg. von Eva Hillebold und Roland Kupski, Leipzig 2019; ISBN 978-3-374-05826-6; 34,00 Euro (22.05.2019)

2019-05-22 28643

Bischofsberichte als Beiträge zur öffentlichen Debattenkultur
Zweiter Band der «Theologie in der Gesellschaft» von Martin Hein erschienen

Dokumentiert die Berichte von Bischof Martin Hein vor der Landessynode aus den Jahren 2000 bis 2018. (Coverbild: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig)

Kassel (medio). Der Bericht des Bischofs eröffnet traditionell die Herbsttagungen der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Eine jetzt vorgestellte Sammlung der Berichte von Bischof Martin Hein aus den Jahren 2000 bis 2018 dokumentiert nun ein wichtiges Instrument kirchenleitenden Handelns. Mit dem zweiten Band unter dem Titel «Theologie in der Gesellschaft» werde deutlich, dass die Texte nicht allein als Rechenschaftsbericht für das vorangegangene Jahr zu lesen seien, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Landeskirche. Vielmehr gehe es darum, sowohl kircheninterne als auch öffentliche Themen aufzunehmen, zu setzen oder aufzuspüren.

Die beiden Herausgeber, Eva Hillebold und Roland Kupski, schreiben im Vorwort: «Der Bischofsbericht ist ein Debattenbeitrag oder eine Debatteneröffnung und dadurch ‚Theologie in der Gesellschaft‘.» Die Herausgabe der Berichte sei nicht nur «historisch» begründet, wie beide betonen. Vielmehr gehe es darum, «zu prüfen und zu erwägen, welche Themen Bestand hatten, welche Themen in ihrer Valenz unterschätzt oder überschätzt wurden und welche Themen vielleicht zu ihrer Zeit noch nicht in ihrer Relevanz erkannt wurden.» Angesichts der sich immer stärker abzeichnenden Auswirkungen des demografischen Wandels lese sich beispielsweise der Bericht mit dem Titel «Silberne Kirche» aus dem Jahr 2003 heute ganz anders. Laut Herausgeber sind die vorliegenden Bischofsberichte Ausdruck des Versuchs, auf moderne und zeitgemäße Weise die im Neuen Testament definierte Aufgabe des Bischofsamtes, die Bewahrung der Lehre, zu leisten, «und das heißt: nicht autoritär, aber mit Autorität».

Stichwort: Die Sammelbände «Theologie in der Gesellschaft»

Im Jahr 2014 erschien der erste Band der Sammlung «Theologie in der Gesellschaft», in dem ausgewählte Aufsätze von Bischof Hein aus den Jahren 1998 bis 2013 veröffentlicht wurden. Entscheidendes Kriterium für die damalige Auswahl der Aufsätze sei deren Relevanz für den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs gewesen. Ein Schwerpunkt dieser Publikation waren Beiträge des Bischofs zur medizinethischen Debatte, so z.B. zum Umgang mit embryonalen Stammzellen oder zu Fragen zum assistierten Suizid. Hein wertete die Aufsatzsammlung damals als eine «Zwischensumme» seiner 14-jährigen Amtszeit als Bischof. Beide Bände sind in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen.

Bibliografische Angaben: Martin Hein: Theologie in der Gesellschaft Bd. 2: Bischofsberichte 2000 bis 2018, hrsg. von Eva Hillebold und Roland Kupski, Leipzig 2019; ISBN 978-3-374-05826-6; 34,00 Euro (22.05.2019)


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Weitere Informationen und Bezugsmöglichkeiten finden Sie im Internet bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig: