Aktuell: Christen feiern das «Fest des Heiligen Geistes»

Kassel (medio). Am Wochenende (9./10. Mai) feierten die Christen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck das «Fest des Heiligen Geistes». Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte Hauptfest des christlichen Kirchenjahres. In Erinnerung an die in der Apostelgeschichte geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche und Beginn der weltweiten Mission verstanden.

Die Bibel schildert nach Jesu Tod am Kreuz, der Auferstehung Christi und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: «Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen», heißt es in der Apostelgeschichte. Bei dem Treffen der Jünger «sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder», heißt es. Petrus rief die Menschen in seiner Pfingstpredigt dazu auf, Buße zu tun und sich auf den Namen Jesu Christi taufen zu lassen. Seiner Aufforderung folgten laut Pfingsterzählung an dem Tag rund 3.000 Menschen.

Großes Pfingstfest zum Hessentag in Bad Hersfeld

Während am Pfingstsonntag um 12 Uhr in der Bad Hersfelder Stadtkirche, die zum Hessentag in eine Feuerkirche umgestaltet wurde, ein Gottesdienst unter dem Motto «Feel Pfingsten – voll begeistert» mit Dekan Dr. Frank Hofmann (Kirchenkreis Hersfeld) stattfand, wurde am Pfingstmontag in der Stiftsruine ein großes Pfingstfest gefeiert. Das Fest des Heiligen Geistes begann um 10 Uhr mit einem Vorprogramm; um 10:30 Uhr schloss sich ein großer ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Bischof Dr. Michael Gerber (Bistum Fulda) an. Ein großer Hessentagschor mit mehreren hundert Sängerinnen und Sängern, der Landesgospelchor, Posaunenchöre und eine Band begleitete  den Gottesdienst musikalisch. Zum Abschluss des Pfingstfestes präsentierte der Landesgospelchor Get Up! flammende Gospelsongs.

2019-06-11 28736

Pfingsten als drittes Hauptfest des Kirchenjahres
Christen feiern das «Fest des Heiligen Geistes»

Das Bild der Taube für den Heiligen Geist geht in der Bibel auf das Matthäus-Evangelium zurück: «Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.» (Mt 3,16; Abb.: Jona Gemeindefesival)

Kassel (medio). Am Wochenende (9./10. Mai) feierten die Christen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck das «Fest des Heiligen Geistes». Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte Hauptfest des christlichen Kirchenjahres. In Erinnerung an die in der Apostelgeschichte geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche und Beginn der weltweiten Mission verstanden.

Die Bibel schildert nach Jesu Tod am Kreuz, der Auferstehung Christi und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: «Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen», heißt es in der Apostelgeschichte. Bei dem Treffen der Jünger «sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder», heißt es. Petrus rief die Menschen in seiner Pfingstpredigt dazu auf, Buße zu tun und sich auf den Namen Jesu Christi taufen zu lassen. Seiner Aufforderung folgten laut Pfingsterzählung an dem Tag rund 3.000 Menschen.

Großes Pfingstfest zum Hessentag in Bad Hersfeld

Während am Pfingstsonntag um 12 Uhr in der Bad Hersfelder Stadtkirche, die zum Hessentag in eine Feuerkirche umgestaltet wurde, ein Gottesdienst unter dem Motto «Feel Pfingsten – voll begeistert» mit Dekan Dr. Frank Hofmann (Kirchenkreis Hersfeld) stattfand, wurde am Pfingstmontag in der Stiftsruine ein großes Pfingstfest gefeiert. Das Fest des Heiligen Geistes begann um 10 Uhr mit einem Vorprogramm; um 10:30 Uhr schloss sich ein großer ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Bischof Dr. Michael Gerber (Bistum Fulda) an. Ein großer Hessentagschor mit mehreren hundert Sängerinnen und Sängern, der Landesgospelchor, Posaunenchöre und eine Band begleitete  den Gottesdienst musikalisch. Zum Abschluss des Pfingstfestes präsentierte der Landesgospelchor Get Up! flammende Gospelsongs.

Unser Foto zeigt das Pfingst-Motiv des Altars in der Evangelischen Kirche in Netze im Kirchenkreis der Eder. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Aus der Bibel: «Das Pfingstwunder»

(nach der Apostelgeschichte des Lukas, Kapitel 2, 1 bis 12)

«Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner  eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?»

(Lutherbibel, revidiert 2017, © 2017 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, Bibelstelle aufrufen)


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Bischof Martin Hein zur Herkunft des Pfingstfestes und dessen Bedeutung heute:

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Was ist der Heilige Geist? Dazu medio-Reporter Siegfried Krückeberg im Hörbeitrag: