Aktuell: Mehr als 100.000 Menschen besuchten Kirchenprogramm zum Hessentag

Kassel/Darmstadt/Frankfurt a. M. (medio). Am Sonntag (16.6.) ging «Feuer und Flamme», das Programm der Evangelischen Kirche und ihrer Diakonie auf dem Hessentag in Bad Hersfeld, zu Ende. In der Stadtkirche zu Bad Hersfeld, die für den Hessentag zur Feuerkirchen umgestaltet wurde, war zum letzten Mal die sehenswerte Installation mit Performance des Frankfurter Regisseurs und Komponisten Parviz Mir-Ali zu sehen, der zwei spannende und ungewöhnliche biblische Geschichten inszenierte. Neben der Feuerkirche waren das Flammenzelt an der Stiftsruine sowie die Stiftsruine selbst öffentlichkeitswirksame Spielorte des kirchlichen Programms. Mehr als 100.000 Menschen konnten bei den Veranstaltungen auf dem zehn Tage dauernden Landesfest begrüßt werden, teile die Pressestelle der Landeskirche mit.

Abschlussgottesdienst schlug Brücke in den Alltag

Die Installationen für die spektakulären Feuershows und auch die musikalische Begleitung durch die Band SoulTrain beherrschten den Kirchenraum beim Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag in der gut besuchten Stadtkirche, der von von Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Pfarrer Robert Brandau gestaltet wurde. Die musikalische Leitung lag beim Kantor für Popularmusik der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Peter Hamburger.

2019-06-18 28803

Feuer und Flamme zum Hessenfest in Bad Hersfeld
Mehr als 100.000 Menschen besuchten Kirchenprogramm zum Hessentag

Eines der Hessentags-Highlights: Die zur Feuerkirche umgestaltete Stadtkirche. Besucher mussten wegen Überfüllung teils auf die nächste Vorstellung der multimedialen Feuershow vertröstet werden. So groß war das Interesse. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel/Darmstadt/Frankfurt a. M. (medio). Am Sonntag (16.6.) ging «Feuer und Flamme», das Programm der Evangelischen Kirche und ihrer Diakonie auf dem Hessentag in Bad Hersfeld, zu Ende. In der Stadtkirche zu Bad Hersfeld, die für den Hessentag zur Feuerkirchen umgestaltet wurde, war zum letzten Mal die sehenswerte Installation mit Performance des Frankfurter Regisseurs und Komponisten Parviz Mir-Ali zu sehen, der zwei spannende und ungewöhnliche biblische Geschichten inszenierte. Neben der Feuerkirche waren das Flammenzelt an der Stiftsruine sowie die Stiftsruine selbst öffentlichkeitswirksame Spielorte des kirchlichen Programms. Mehr als 100.000 Menschen konnten bei den Veranstaltungen auf dem zehn Tage dauernden Landesfest begrüßt werden, teile die Pressestelle der Landeskirche mit.

Abschlussgottesdienst schlug Brücke in den Alltag

Die Installationen für die spektakulären Feuershows und auch die musikalische Begleitung durch die Band SoulTrain beherrschten den Kirchenraum beim Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag in der gut besuchten Stadtkirche, der von von Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Pfarrer Robert Brandau gestaltet wurde. Die musikalische Leitung lag beim Kantor für Popularmusik der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Peter Hamburger.

Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Pfarrer Robert Brandau schlugen in ihrer Dialogpredigt eine Brücke in den Alltag. Im Mittelpunkt stand dabei das altbekannte Segenswort «Der Herr segne dich und behüte dich; Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.» (4.Mose 6,24ff), das am Ende des Gottesdienstes gesprochen wird.

Deutlich wurde, dass die Kirche und ihre Botschaft auch nach den Festtagen noch viel zu sagen haben. Als Ausgangsfrage machten die beiden aus, wie dieser alte Segen auch heute noch Kraft entfalten könne. Schmunzelnd verglich Kropf-Brandau die Veränderungsfähigkeit der Kirche mit der Verlegung eines Friedhofs. Beides sei ausgesprochen schwer, denn, so führte sie aus, «es mangelt an der Mitarbeit von unten.» Das Engagement auf dem Hessentag sei zwar ein tolles Gegenbeispiel, erwiderte Brandau, aber auch er stimmte zu, dass Kirche sich verändern müsse.

Nicht oberflächlich handeln, sondern aus der Stille und dem Gebet heraus

Kirche brauche eine Vision, führte Kropf-Brandau aus. Da böte der Segen Gottes ein tragendes Fundament, stellte sie fest und ergänzte: «unter seinem Schutz können wir doch ganz gelassen in all die Veränderungen aufbrechen». Der von Brandau daraufhin geäußerte Wunsch, dass Kirche auch mal noch deutlicher Stellung beziehen soll, wurde mit spontanem Applaus der Gottesdienstbesucher bedacht. Zwar werde es in Zukunft weniger Pfarrerinnen und Pfarrer geben und so manches Pfarrhaus werde leer bleiben, aber es komme eben auch darauf an, sich «schlicht über das zu freuen, was gelingt, und nicht nur sorgenvoll auf das zu blicken, was nicht mehr geht.» 

Programmverantwortliche ziehen ausgesprochen positive Bilanz

Pfarrer Dieter Dersch, Hessentagsbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, zog eine positive Bilanz der vergangenen zehn Tage und freute sich über die gute Zusammenarbeit vor Ort: «Wir sind dankbar, dass wir bei der Umsetzung unseres Programms so viel Unterstützung durch den Kirchenkreis erfahren haben. Und ohne das hohe Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen hätten wir das Programm auch nicht in dieser Weise stemmen können.»

«Wir freuen uns, dass es so gut gelungen ist, die Menschen auf dem Hessentag mit einem biblischen Thema zu berühren und zu begeistern. Der Funke ist definitiv übergesprungen!» resümierte Mareike Frahn-Langenau, Hessentagsbeauftragte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Sebastian Wenz, Projektbeauftragter der Diakonie Hessen, blickt ebenfalls positiv zurück: «Kirche ist Diakonie und Diakonie ist Kirche. Dieser Funke ist definitiv auf die Besucher des Hessentages und des Tages der Diakonie übergesprungen und unser Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen in Bad Hersfeld, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.»

Rückblick auf zehn Tage volles Programm

Um 18 Uhr schloss die Feuerkirche am Sonntag dann endgültig ihre Pforten. Neben der Feuerkirche waren das Flammenzelt an der Stiftsruine sowie die Stiftsruine selbst Spielorte des kirchlichen Programms.

Während am Flammenzelt Feuershows, kabarettistische Darbietungen, Talks und Musik unterschiedlicher Stilrichtungen die Menschen begeisterten, zog die Stadtkirche - als Feuerkirche inszeniert – die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann: Biblische Geschichten über Mose und den brennenden Dornbusch sowie über das Pfingstwunder wurden in einer multimedialen Show neu interpretiert und sinnlich erfahrbar gemacht. Höhepunkt des kirchlichen Programms war das ökumenische Pfingstfest, das rund 2.500 Gläubige in der Stiftsruine und am Flammenzelt gemeinsam feierten.

Besucherinnen und Besucher ließen sich begeistern und inspirieren

Die Resonanz der Besucherinnen und Besucher war überwältigend; viele Menschen hinterließen im Gästebuch Einträge, die der Begeisterung Ausdruck verliehen: die Show sei «faszinierend», «mitreißend», «Ausdruck einer modernen Kirche» und berühre «Herz und Seele». Sie spreche auch Menschen an, «die sonst einen großen Bogen um die Kirche machen». Ein Gast wünschte sich, dass «der Glaube auch so lebendig und feurig wäre wie die Feuershow.» Und bei einem anderen führte die Inszenierung zu einer tieferen Erkenntnis: «Jetzt habe ich Pfingsten verstanden.» (17.06.2019)


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Weitere Informationen und einen Rückblick auf das Programm sind im Internet abrufbar unter:

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