Aktuell: medio-Sommerinterview 2019 mit Bischof Hein

Die Ermordung vom Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Lübcke, Hass, Rechtsextremismus und die Forderung nach einem Antisemitismusbeauftragten in der EKD. In einem Interview mit dem Medienhaus der Landeskirche hat Bischof Prof. Dr. Martin Hein zu diesen und weiteren aktuellen Themen Stellung genommen. In dem Video-Interview geht Hein auch auf die Studie zur Mitgliederentwicklung der Kirchen bis zum Jahr 2060 ein und blickt kurz vor seinem Ruhestand zurück auf seine Amtszeit als Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
 
Bischof Hein stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, am 25.06.2019 in Kassel.

2019-08-09 28946

In der Kasseler Martinskirche
medio-Sommerinterview 2019 mit Bischof Hein

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (l.) im Interview mit Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Die Ermordung vom Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Lübcke, Hass, Rechtsextremismus und die Forderung nach einem Antisemitismusbeauftragten in der EKD. In einem Interview mit dem Medienhaus der Landeskirche hat Bischof Prof. Dr. Martin Hein zu diesen und weiteren aktuellen Themen Stellung genommen. In dem Video-Interview geht Hein auch auf die Studie zur Mitgliederentwicklung der Kirchen bis zum Jahr 2060 ein und blickt kurz vor seinem Ruhestand zurück auf seine Amtszeit als Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
 
Bischof Hein stellte sich den Fragen von Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, am 25.06.2019 in Kassel.

Fischer: Wir stehen hier auf der Empore der Martinskirche in Kassel. Es ist Sommer, draußen ist es richtig heiß und das Altstadtfest wird gerade abgebaut, deshalb sind wir heute für unser Sommerinterview in die Kirche gegangen. Ganz herzlich begrüße ich unseren Bischof, Prof. Dr. Martin Hein.

Bischof Hein: Einen schönen guten Tag, Bruder Fischer.

Fischer: Herr Bischof, wir sind hier in der Martinskirche. Vor ganz wenigen Tagen haben in dieser Kirche über 1.300 Menschen Abschied genommen von Regierungspräsident Lübcke. Wie haben Sie von seinem plötzlichen Tod erfahren?

Bischof Hein: Das war an dem Sonntag, an dem auch sein Tod festgestellt worden ist. Zunächst erhielt ich die Meldung, der Regierungspräsident sei gestorben. Die Hintergründe kannte ich damals noch nicht, und wir rechneten mit einem natürlichen Tod, möglicherweise einem Herzinfarkt. Aber im Laufe des Nachmittags kam dann die Nachricht, dass er erschossen worden sei, und dann meldete sich auch das Regierungspräsidium mit der Anfrage, ob ich den Trauergottesdienst zehn Tage später durchführen könne, da ich mit der Familie Lübcke recht gut bekannt bin.

Fischer: Viele Menschen sind schockiert, dass ein solcher Mord in Nordhessen geschehen kann, wahrscheinlich von Rechtsradikalen verübt. Was kann man aus christlicher Sicht dazu sagen?

Bischof Hein: Zunächst einmal muss man deutlich sagen: Keine Ideologie rechtfertigt es, ein Menschenleben zu töten. Diese Tat ist durch nichts, aber auch durch gar nichts, zu entschuldigen. Das ist die eine Seite. Und das Zweite ist das Bitterere, dass Walter Lübcke, der als evangelischer Christ sehr deutlich für seine Positionen eingetreten ist - gerade in der Flüchtlingswelle 2015 für christliche Nächstenliebe -, schon damals eine ganze Flut von Hass erleben musste. Trotzdem hat er seine Menschennähe, auch zur Bevölkerung hier in Nordhessen, beibehalten und musste für diesen offenen Umgang letzten Endes durch einen feigen Mord mit dem Leben bezahlen. Das ist für uns alle, auch bald dreieinhalb Wochen später, kaum nachzuvollziehen. Mitten unter uns.

Fischer: Nun gab es gerade im Internet unglaubliche Hasskommentare und Schmähungen auch nach seinem Tod. Was muss sich im Internet ändern aus Ihrer Sicht?

Bischof Hein: Es muss sich nicht nur im Netz etwas ändern, es muss sich in unserem Umgang miteinander sehr viel ändern. Ich glaube, dass inzwischen unsere Sprache ausgesprochen enthemmt ist – nicht nur seitens rechtsradikaler Tendenzen, sondern insgesamt. Auf alles wird mit einer völlig übersteigerten Empörung reagiert, und auch die Wortwahl wird immer aggressiver. Das heißt also, nicht das Netz muss sich ändern, sondern die Menschen, die das Netz nutzen. Das sind wir! Wir müssen zurückfinden zu einer Sprache, die Humanität wahrt und die Menschenwürde nicht verletzt!

Fischer: Es gibt auch zunehmend antisemitische Tendenzen. Was kann da die evangelische Kirche tun?

Bischof Hein: Der Bundesbeauftrage gegen Antisemitismus, Felix Klein, hat mit seinem Rat, dass Juden in der Öffentlichkeit möglichst keine Kippa tragen sollten, ein großes Echo erzeugt. Es ist offensichtlich, dass die Bedrohung von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Land nicht nur von Menschen ausgeht, die aus arabischen Ländern zu uns gekommen sind. Eine große Anzahl der Übergriffe passieren von rechtsradikaler Seite aus. Wir haben das Thema Antisemitismus viel zu lange beiläufig behandelt – oft auch angesichts der komplexen politischen Beziehungen zu Israel. Was könnte die evangelische Kirche tun? Zum einen muss sie sich eindeutig positionieren gegen jede Form des Antisemitismus. Aber mein Vorschlag geht weiter: Auf der politischen Ebene sollte der Rat der EKD eine Beauftragung für Fragen des Antisemitismus vornehmen. Es muss – und zwar möglichst bald! – einen oder eine Beauftragte der EKD gegen Antisemitismus geben!

Fischer: Also, ein klares Signal an die EKD...

Bischof Hein: Das ist eine Forderung, von der ich meine, dass sie aktuell wirklich dran ist.

Fischer: Werfen wir einen Blick auf ein ganz anderes Thema. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat vor kurzem eine Studie vorgestellt, die eine Prognose wagt bis in das Jahr 2060. Kurz gesagt wird dort die Halbierung der Mitgliederzahl der Evangelischen Kirche vorausgesagt. Was halten Sie generell von solchen Studien, Bischof Hein?

Bischof Hein: Man muss schon sagen, dass solche Studien heute sehr valide durchgeführt werden. Das sind nicht nur irgendwelche Projektionen, sondern es gibt entsprechendes Datenmaterial. Daher bin ich auch nicht der Meinung, dass man diese Studie schlecht reden sollte. Wir haben sie ja selbst zusammen mit der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben, weil wir verlässliche belastbare Zahlen wissen wollen. Andererseits weiß natürlich niemand, was im Jahr 2060 wirklich sein wird. Wer uns vor 35 Jahren gesagt hätte, dass die DDR sich einmal auflöst und die Berliner Mauer fällt, wäre damals auch eher als Spinner betrachtet worden. Nichtsdesto¬trotz – bei aller Unsicherheit, was den Zeitraum der Projektion angeht – werden wir uns mit dem Faktum auseinandersetzen müssen, dass 2060 in Deutschland nur noch die Hälfte aller Christen da ist. Das sind aber, wenn man es genau nimmt, immer noch 30 Millionen! Und es kommt jetzt darauf an zu beurteilen: Kann man diesem Trend gegensteuern? Auf der anderen Seite ist es notwendig zu sehen, dass 30 Millionen Christen auch 2060 eine nicht zu unterschätzende Zahl sind, die wir animieren können, ihr Christsein nach außen darzustellen. Dieser bittere Trend macht mich also keineswegs hoffnungslos.

Fischer: Brechen wir es mal runter auf unsere Landeskirche. Was bedeutet diese Studie mit ihren Ergebnissen für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck?

Bischof Hein: Realität ist, dass die Landeskirche zwischen den Jahren 2000, als ich Bischof wurde, und dem Jahr 2019, in dem ich als Bischof aufhöre, insgesamt 20 Prozent ihrer Mitglieder verloren hat  - dies allerdings nicht nur durch Austritt, sondern auch durch Abwanderung und demographische Faktoren. Wir sind als kurhessische Kirche keine wachsende Kirche. Leider. Zwar gibt es eine gewisse Anzahl an Menschen, die wieder in die Kirche eintreten, aber das hebt die Schere nicht auf, mit der wir es zu tun haben. Und aller Voraussicht nach wäre es auch falsch, sich gegen diesen Trend stemmen zu wollen. Es geht eher darum, die Menschen, die unsere Mitglieder sind, bei uns zu halten und ihnen gute Gründe zu geben, warum es Sinn macht, der Kirche anzugehören. Es geht darum, zu zeigen, welche Kraft das Evangelium in unserer Kirche, aber auch in unserer Gesellschaft hat.

Fischer: Wie kann das gelingen? Haben Sie eine Idee?

Bischof Hein: Ich bin ja mit meiner Idee, dass man für die Mitgliedschaft auch einen gewissen «Benefit» bekommt, also Vorteile hat, auf sehr unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Zum einen gibt es diejenigen, die sagen: Ja, es muss sich auch lohnen, Mitglied der Kirche zu sein. Dann kann man beispielsweise bei einem schönen Konzert auch mal 20 Prozent Nachlass beim Eintrittspreis geben, was viele andere Vereine und Organisationen ja auch machen. Es gibt wieder andere, die sagen, wir sind als Kirche kein Verein, wir sind keine Organisation im herkömmlichen Sinn, und unsere Botschaft gilt allen. Das bestreite ich überhaupt nicht, aber wir müssen uns bewusst machen, dass unsere Kirche zum überwiegenden Teilen durch ihre Mitglieder finanziert wird. Und wenn wir auf die Mitgliederwerbung oder auf die Mitgliederpflege keinen Wert mehr legen, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass die finanziellen Voraussetzungen geringer werden und unser Angebot damit schrumpft.

Fischer: Die Studie bezieht sich auf das Jahr 2060, also eine wirklich langfristige Projektion. Unmittelbar bevor stehen ganz andere Veränderungen in unserer Landeskirche. Da ist zunächst der Wechsel im Bischofsamt im September. Für uns ein Grund heute auch zurück zu blicken. Sie sind jetzt fast 20 Jahre Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Mit welchem Gefühl blicken Sie auf diese Zeit?

Bischof Hein: Ich war gern Bischof. Und ich fand die Zeit ausgesprochen anregend und spannend. Ich glaube, dass wir als Landeskirche insgesamt wegweisende Entscheidungen getroffen haben – nicht nur was die Strukturfragen angeht, die manche Gemeinde wirklich belasten und bei denen es auch ein großes Unverständnis gibt. Ich denke an das wunderbare Reformationsjahr 2017. Ich denke an das Jahr, in dem wir uns an die Heilige Elisabeth erinnert haben. Ich denke an das Jahr des Landgrafen Philipp, dessen Grabmal wir hier in der Martinskirche sehen. Da haben wir uns gefragt: Warum sind wir eigentlich evangelisch? Es waren nicht nur Strukturfragen, die das Bischofsamt tatsächlich auch belasten. Es waren nicht nur die vielen Sitzungen, es waren wunderbare Gottesdienste – bald 900 Festgottesdienste an der Zahl –, die ich in diesen 19 Jahren gehalten habe und in denen ich meistens sehr willkommen war.

Fischer: Können Sie sich noch an Ihren ersten Termin erinnern?

Bischof Hein: Ja, mein erster Termin war das Jubiläum der Telefonseelsorge in Fulda, damals noch mit dem Weihbischof Ludwig Schick. Ein ökumenischer Gottesdienst. Ludwig Schick ist inzwischen Erzbischof im Erzbistum Bamberg geworden. Die Telefonseelsorge ist ökumenisch, deswegen dieser gemeinsame Gottesdienst. Das war ein guter Auftakt, denn Ökumene ist mir eine Herzensangelegenheit geblieben.

Fischer: Das war im Jahr 2000. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie sich denn als Person in dieser Zeit beschreiben?

Bischof Hein: Da muss ich überlegen. Ich glaube, ich war sehr interessiert an unterschiedlichen Lebenszusammenhängen, habe ja auch häufig Besuche in Unternehmen gemacht. Ich habe versucht, die Landeskirche über ihre Grenzen hinaus bekannt zu machen. Manchmal hatte ich ein relativ scharfes Urteil, und das kollidierte dann mit der Notwendigkeit, Kompromisse zu finden. Aber insgesamt gesehen bin ich gerne Bischof gewesen und habe die große Abwechslung, die mit diesem Amt verbunden ist, sehr geschätzt.

Fischer: Was haben Sie denn ganz besonders gerne getan, Bischof Hein?

Bischof Hein: Die Möglichkeit, als Bischof  auch in der Öffentlichkeit Position beziehen zu können, war mir wichtig. Ich habe mich sehr stark in der Ökumene engagiert und 13 Jahre im Weltkirchenrat mitgearbeitet. Ich bin jetzt noch Mitglied im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und leite den Ökumenischen Arbeitskreis Evangelischer und Katholischer Theologen. Ich war in der Zeit, als ich im Weltkirchenrat war, auch in der Kommission, die sich mit der Beziehung zu den orthodoxen Kirchen beschäftigt. Diese Weite des Christentums, diese eine, weltweite, für alle Menschen offene Kirche – das hat mich ungemein fasziniert. Das war das sicher am stärksten Prägende. Das andere will ich auch erwähnen: Das war der Versuch, Kirchenleitung und Theologie zusammen zu bringen und in der Öffentlichkeit argumentativ aufzutreten. Ich glaube, dieser Haltung hatte ich auch die Tatsache zu verdanken, dass ich vier Jahre Mitglied im Deutschen Ethikrat sein durfte. Das war eine Zeit, die ich niemals missen möchte und die mir noch einmal in der argumentativen Auseinandersetzung mit anderen Positionen einen großen Weitblick und manchmal auch eine Revision meiner eigenen Positionen gebracht hat.

Fischer: Und wo würden Sie rückblickend sagen, es gehörte zwar zum Amt dazu, aber so richtig daran gewöhnen konnte ich mich nie?

Bischof Hein: Das hat es eigentlich nicht so häufig gegeben. Manchmal hatte ich den Eindruck, du kommst mit deinen Argumenten nicht durch. Das muss man auch als Bischof akzeptieren. Das evangelische Bischofsamt ist ein synodales Bischofsamt. Da gibt es leitende Gremien, die ihre eigenen Meinungen und Positionen bilden, und da wird man als Bischof das eine oder andere Mal auch überstimmt. Das fällt einem dann nicht leicht, aber es gehört zu einem demokratischen Verfahren hinzu. Zum Glück ist das nicht zu häufig gewesen. Aber von mancher Vorstellung, die ich gerne umgesetzt hätte, musste ich mich dann verabschieden.

Fischer: Herr Bischof Hein, rückblickend, was würden Sie anders machen?

Bischof Hein: Wahrscheinlich würde ich darauf drängen, dass wir bei dem so genannten «Reformprozess», der viele Gemüter bewegt hat, noch deutlicher darstellen, warum wir das alles tun. Ich bekomme bis heute Schreiben, manchmal mit dem sehr bitteren Inhalt, ich wolle die Gemeinden zerstören. Ich hätte während dieser Zeit meines Bischofsamtes liebend gerne Gemeinden gegründet, ich hätte gerne eine wachsende Kirche geleitet Das ist aber alles nicht geschehen. Ich hätte mir mehr Einsicht in die notwendigen Schritte gewünscht, die wir zum Glück eingeleitet haben, so dass uns heute die Veränderung nicht überrollt. Wir können sie gestalten!

Fischer: Nun haben Sie auch neue Formen der Zusammenarbeit mit anderen Landeskirchen angeregt und initiiert. Wie stehen Sie dazu heute?

Bischof Hein: Wir waren damals glücklich, beim Kirchentag in Frankfurt im Jahr 2001 als kurhessische Kirche mitbeteiligt zu sein. Danach drängte sich für mich die Folgerung auf, wir müssten enger mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zusammenrücken. Das ist uns in einem langen Fusionsprozess für bestimmte Bereiche und in einem engen Kooperationsprozess für andere Bereiche so gut gelungen, dass die früher bestehenden Animositäten vollkommen beseitigt sind. Dafür bin ich allen, auch in der Kirchenleitung in Hessen und Nassau, vor allem dem verstorbenen Kirchenpräsidenten Steinacker und dem jetzigen Kirchenpräsidenten Jung, von Herzen und mit großer Begeisterung dankbar. Da hat sich vieles, vieles normalisiert bis hin zu der Tatsache, dass wir inzwischen eine gemeinsame Diakonie in Hessen haben, den größten Dachverband der freien Wohlfahrtspflege in unserem Bundesland.

Fischer: Jetzt im September werden Sie verabschiedet und Frau Dr. Hofmann in das Bischofsamt eingeführt. Was wünschen Sie Ihrer Nachfolgerin im Bischofsamt?

Bischof Hein: Zum einen wünsche ich ihr ein fröhliches Gottvertrauen. Das andere ist die Neugier auf eine Kirche, die ihr in vielen Teilen noch unbekannt ist. Ich wünsche ihr Mut machende Begegnungen mit Menschen, die sie als Bischöfin mögen, ja vielleicht sogar lieben, und Aufmerksamkeit für die Geschicke, die sich in der Welt tun. Wir leben nicht abseits unserer Gesellschaft, sondern sind mittendrin.

Fischer: Herr Bischof, der Ruhestand ist jetzt schon fast in greifbarer Nähe. Haben Sie schon Pläne, Ideen?

Bischof Hein: Ich kann es mir immer noch nicht so richtig vorstellen. Ich habe auch nicht zu viele Pläne, weil ich meinen Kalender nicht von vorneherein wieder füllen möchte. Es sind noch ein paar Anfragen an mich gekommen jenseits des Bischofsamtes, zu bestimmten theologischen Fragestellungen Referate oder Vorträge zu übernehmen. Ich bin zum Vorsitzenden der Kasseler Musiktage gewählt worden, werde mich also stärker im kulturellen Bereich betätigen. Ganz deutlich will ich betonen, dass ich das Feld frei mache, damit Frau Dr. Hofmann ihre eigenen Spuren setzen kann und ihre Interessen deutlich macht. Man wird also zum weiteren Gang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck keinen Kommentar von mir aus dem «off» hören.

Fischer: Herr Bischof Hein, dann wünschen wir Ihnen für die kommenden Monate und auch für die Zeit im Ruhestand alles Gute und Gottes Segen. Vielen Dank für dieses Gespräch und für die vielen Gespräche in den letzten Jahren.

Bischof Hein: Ja, herzlichen Dank, Bruder Fischer. Auch Ihnen und dem Team im Medienhaus von Herzen alles Gute.

Fischer: Vielen Dank!

(02.07.2019)