Aktuell: Tag der Schöpfung in Meerholz zeigte, wie jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann

Gelnhausen-Meerholz (GNZ/medio). «Lasst uns alle das Licht der Welt, das Salz der Erde sein», sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau vom Sprengel Hanau-Hesfeld beim Gottesdienst zum Tag der Schöpfung in Meerholz. Bischof Dr. Michael Gerber vom Bistum Fulda stärkte die Menschen, sich gegen alle Zweifler zu stellen und die Verantwortung für Gottes wundervolle Schöpfung zu übernehmen. Hunderte Besucher im unteren Schlosspark in Meerholz machten Mut und Hoffnung auf die Bewahrung der Natur.

«Vor neun Jahren wurde der zentrale Gottesdienst zum Tag der Schöpfung schon einmal in Meerholz bei den Ökotrends gefeiert», erinnerte Pfarrer Henning Porrmann an die Anfänge einer Veranstaltungsreihe, die seitdem christlichen Glauben und den Umweltschutz verbindet. «Die Ökotrends gibt es nicht mehr, aber wir haben den Faden aufgenommen und im vergangenen Jahr zum ersten Schöpfungsmarkt eingeladen», erklärte Rita Kunzmann für die katholische  Kirchengemeinde. Es freute die beiden großen Kirchengemeinden, aber auch die Freikirchliche Gemeinde und die beteiligten Natur- und Umweltschutzvereine sehr, dass der zentrale Gottesdienst zum Tag der Schöpfung und dem Auftakt der Schöpfungswochen im Meerholzer Schlosspark zu Gast war. «Salz der Erde» ist das Thema dieses Jahres. «Kleiner Beitrag, große Wirkung» ist der Zusatz, der am Sonntag im Mittelpunkt stand.

Bischof Dr. Michael Gerber griff im Gottesdienst, der von der Band «Einfach so» musikalisch gestaltet wurde, auf, wie das Volk Israel sich seiner großen Verantwortung stellte. «Wir müssen über unseren Tellerrand hinausblicken», sagte Gerber. Und dies müsse auch mit Mut und hohem Einsatz geschehen, damit sich der Trend, sich nur um die eigenen Dinge zu kümmern, nicht komplett durchsetzen könne. Gemeinsam könnten und müssten Christen alle Facetten die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung erkennen und bewahren.

Pröpstin Sabine Kropf-Brandau rief auf, das Licht der Welt und das Salz der Erde sein. Mit zwei kleinen Szenen über «Coffee to go» und der Suchmaschine Ecosia, die 80 Prozent der Werbeeinnahmen zum Pflanzen von Bäumen nutzt, zeigte sich etwas, was die evangelische Seelsorgerin gerne mit einem Spruch aus den 80er Jahren erweiterte. «Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann wird sich das Gesicht der Welt verändern.» Deshalb gelte das Argument nicht mehr, dass Einzelne nichts tun könnten. Jeder noch so kleine Schritt, millionenfach wiederholt, sei ein großer Fortschritt. Es gelte einfach, sich viel bewusster mit der Schöpfung, dem Glauben und der Natur zu beschäftigen, um am Ende dafür einzustehen, dass auch den Enkeln und Urenkeln noch eine schöne und lebenswerte Umgebung weitergegeben werden könne.

Wie viele kleine Schritte etwas erreichen, zeigte sich an dem Angebot, das Organisator Norbert Prager und die vielen Vereine zusammengestellt hatten. Mit nachhaltigem und fairen Essen sowie Getränken, die es alle zum gleichen Preis wie die «normalen» Produkte gab, tat man das, was im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gerade möglich ist. Greenpeace hatte einen großen Stand aufgebaut und informierte über den vielen Müll, der an diesem Tage durch die Umsicht der Veranstalter eben nicht produziert wurde. Wer wollte, konnte mit kleinen Gewichten eine Waage in Einklang bringen. Auf der einen Seite wurde die CO2-Bilanz der letzten Urlaubsreise, auf der anderen Seite die mögliche finanzielle Kompensation mit Spenden an Umweltprojekte dargestellt.

Kinder hatten bei einer großen Rallye durch den Schlosspark nicht nur viel Spaß, sondern lernten auch viele Details zur Umwelt. Ein Imker hatte Bienen in einem Schaukasten dabei. Zudem wurden mit Mikroskopen Libellenlarven beobachtet. Ein weiterer Aspekt des bewussten Lebens mit der Natur ist der Umgang mit Strom, Heizung und Mobilität, den der Energiestammtisch Freigericht aufgriff. Direkt daneben war die Meerholzer Kleiderbörse vertreten, die neben dem sozialen Aspekt durch Förderung von Bildung in Afrika und Indien durch die «Second Hand»-Nutzung von Bekleidung auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Am Ende zeigte die Veranstaltung, die von Bürgermeister Daniel Glöckner und der Vorsitzenden des Veranstalters Arbeitskreis Christlicher Kirchen, Brigitte Görges-Grether, eröffnet worden war, wie leicht es doch sein kann, viele kleine Schritte zu gehen. (Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung, 3.9.2019)

2019-09-18 29097

Salz der Erde - Kleiner Beitrag, große Wirkung
Tag der Schöpfung in Meerholz zeigte, wie jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann

(Motiv: schoepfungstag-online.de)

Gelnhausen-Meerholz (GNZ/medio). «Lasst uns alle das Licht der Welt, das Salz der Erde sein», sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau vom Sprengel Hanau-Hesfeld beim Gottesdienst zum Tag der Schöpfung in Meerholz. Bischof Dr. Michael Gerber vom Bistum Fulda stärkte die Menschen, sich gegen alle Zweifler zu stellen und die Verantwortung für Gottes wundervolle Schöpfung zu übernehmen. Hunderte Besucher im unteren Schlosspark in Meerholz machten Mut und Hoffnung auf die Bewahrung der Natur.

«Vor neun Jahren wurde der zentrale Gottesdienst zum Tag der Schöpfung schon einmal in Meerholz bei den Ökotrends gefeiert», erinnerte Pfarrer Henning Porrmann an die Anfänge einer Veranstaltungsreihe, die seitdem christlichen Glauben und den Umweltschutz verbindet. «Die Ökotrends gibt es nicht mehr, aber wir haben den Faden aufgenommen und im vergangenen Jahr zum ersten Schöpfungsmarkt eingeladen», erklärte Rita Kunzmann für die katholische  Kirchengemeinde. Es freute die beiden großen Kirchengemeinden, aber auch die Freikirchliche Gemeinde und die beteiligten Natur- und Umweltschutzvereine sehr, dass der zentrale Gottesdienst zum Tag der Schöpfung und dem Auftakt der Schöpfungswochen im Meerholzer Schlosspark zu Gast war. «Salz der Erde» ist das Thema dieses Jahres. «Kleiner Beitrag, große Wirkung» ist der Zusatz, der am Sonntag im Mittelpunkt stand.

Bischof Dr. Michael Gerber griff im Gottesdienst, der von der Band «Einfach so» musikalisch gestaltet wurde, auf, wie das Volk Israel sich seiner großen Verantwortung stellte. «Wir müssen über unseren Tellerrand hinausblicken», sagte Gerber. Und dies müsse auch mit Mut und hohem Einsatz geschehen, damit sich der Trend, sich nur um die eigenen Dinge zu kümmern, nicht komplett durchsetzen könne. Gemeinsam könnten und müssten Christen alle Facetten die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung erkennen und bewahren.

Pröpstin Sabine Kropf-Brandau rief auf, das Licht der Welt und das Salz der Erde sein. Mit zwei kleinen Szenen über «Coffee to go» und der Suchmaschine Ecosia, die 80 Prozent der Werbeeinnahmen zum Pflanzen von Bäumen nutzt, zeigte sich etwas, was die evangelische Seelsorgerin gerne mit einem Spruch aus den 80er Jahren erweiterte. «Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann wird sich das Gesicht der Welt verändern.» Deshalb gelte das Argument nicht mehr, dass Einzelne nichts tun könnten. Jeder noch so kleine Schritt, millionenfach wiederholt, sei ein großer Fortschritt. Es gelte einfach, sich viel bewusster mit der Schöpfung, dem Glauben und der Natur zu beschäftigen, um am Ende dafür einzustehen, dass auch den Enkeln und Urenkeln noch eine schöne und lebenswerte Umgebung weitergegeben werden könne.

Wie viele kleine Schritte etwas erreichen, zeigte sich an dem Angebot, das Organisator Norbert Prager und die vielen Vereine zusammengestellt hatten. Mit nachhaltigem und fairen Essen sowie Getränken, die es alle zum gleichen Preis wie die «normalen» Produkte gab, tat man das, was im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gerade möglich ist. Greenpeace hatte einen großen Stand aufgebaut und informierte über den vielen Müll, der an diesem Tage durch die Umsicht der Veranstalter eben nicht produziert wurde. Wer wollte, konnte mit kleinen Gewichten eine Waage in Einklang bringen. Auf der einen Seite wurde die CO2-Bilanz der letzten Urlaubsreise, auf der anderen Seite die mögliche finanzielle Kompensation mit Spenden an Umweltprojekte dargestellt.

Kinder hatten bei einer großen Rallye durch den Schlosspark nicht nur viel Spaß, sondern lernten auch viele Details zur Umwelt. Ein Imker hatte Bienen in einem Schaukasten dabei. Zudem wurden mit Mikroskopen Libellenlarven beobachtet. Ein weiterer Aspekt des bewussten Lebens mit der Natur ist der Umgang mit Strom, Heizung und Mobilität, den der Energiestammtisch Freigericht aufgriff. Direkt daneben war die Meerholzer Kleiderbörse vertreten, die neben dem sozialen Aspekt durch Förderung von Bildung in Afrika und Indien durch die «Second Hand»-Nutzung von Bekleidung auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Am Ende zeigte die Veranstaltung, die von Bürgermeister Daniel Glöckner und der Vorsitzenden des Veranstalters Arbeitskreis Christlicher Kirchen, Brigitte Görges-Grether, eröffnet worden war, wie leicht es doch sein kann, viele kleine Schritte zu gehen. (Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung, 3.9.2019)


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Weitere Informationen zum Programm am Schöpfungstag in Gelnhausen finden Sie unter: