Aktuell: Oikocredit fördert seit 40 Jahren Projekte in Entwicklungsländern

Frankfurt a.M. (epd). Der Oikocredit-Förderkreis Hessen-Pfalz feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltungsreihe, die am Freitag (20.9.) in Kassel Station machte. Bei der Jubiläumsveranstaltung stellten nach den Worten von Geschäftsführerin Silvia Winkler Vorstandsmitglieder und Ehrenamtliche Projekte in Entwicklungsländern vor, die von Oikocredit finanziert werden.

Insgesamt 2.000 Mitglieder stellten der Entwicklungsgenossenschaft 32 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Winkler im Vorfeld der Reihe. Oikocredit vergibt als Sozialinvestor Darlehen und Kapitalbeteiligungen an Unternehmen und Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern. Dabei verbindet die Genossenschaft die Kredite mit Schulungen und nimmt den Kreditnehmern die Währungsrisiken für die Rückzahlung der Darlehen ab.

Gründungsimpuls für Oikocredit kam aus Nordhessen

Den Gründungsimpuls für Oikocredit Hessen-Pfalz setzten vor 40 Jahren Pfarrer Reiner Degenhardt und Pfarrerin Sibylle Martiny, die damals im der Gemeinde Baunatal tätig waren. Beide berichteten bei der Jubiläumsfeier am 20. September 2019 im Evangelischen Forum Kassel über die Ursprünge.

Mit dem Motto «Gleiche Chance durch Faire Kredite» wollte die Veranstaltung an das Thema der Fairen Wochen anknüpfen, die in diesem Jahr für mehr Geschlechtergerechtigkeit durch Fairen Handel werben. Mit einer Ausstellung, Kurz-Vorträgen und kulinarischen Genüssen wurden an dem Abend Partnerprojekte aus aller Welt vorgestellt, so Winkler. Das Grußwort zum Jubiläum sprach die Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Katrin Wienold-Hocke. Die Landeskirche ist Mitglied im Oikocredit-Förderkreis, langjähriger Vorsitzender im Vorstand war Pfarrer Stefan Weiß.

Stichworte: Oikocredit und Förderkreis Hessen-Pfalz

Dem Förderkreis Hessen-Pfalz gehören nach Winklers Angaben 235, zumeist evangelische Kirchengemeinden an, 29 Dekanate und Kirchenkreise, die drei evangelischen Landeskirchen und vier katholischen Bistümer in Hessen und der Pfalz sowie die Evangelisch-methodistische Kirche. 90 Prozent der Anteile würden inzwischen aber von Einzelpersonen gehalten, die meist jeweils zwischen 5.000 und 30.000 Euro anlegten, in Einzelfällen sogar sechsstellige Beträge.

In Deutschland halten 27.000 Anleger Anteile, weltweit 57.000. Oikocredit wachse jedes Jahr, sagte Winkler. Die Bilanzsumme stieg 2018 um sechs Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Das Darlehenskapital stieg in ähnlicher Weise auf über 1,2 Milliarden Euro. Oikocredit wurde 1975 vom Ökumenischen Rat der Kirchen als «Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft (EDCS)» gegründet. (23.09.2019)

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Gründungsimpuls kam aus Nordhessen
Oikocredit fördert seit 40 Jahren Projekte in Entwicklungsländern

In Indien, dem größten Partnerland von Oikocredit, profitieren z.B. Frauen, die über eine sozial orientierte Mikrofinanzorganisation Schulungen erhalten und mit kleinen Krediten eine Schneiderei oder einen kleinen Laden eröffnen. (Foto: Oikocredit)

Frankfurt a.M. (epd). Der Oikocredit-Förderkreis Hessen-Pfalz feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltungsreihe, die am Freitag (20.9.) in Kassel Station machte. Bei der Jubiläumsveranstaltung stellten nach den Worten von Geschäftsführerin Silvia Winkler Vorstandsmitglieder und Ehrenamtliche Projekte in Entwicklungsländern vor, die von Oikocredit finanziert werden.

Insgesamt 2.000 Mitglieder stellten der Entwicklungsgenossenschaft 32 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Winkler im Vorfeld der Reihe. Oikocredit vergibt als Sozialinvestor Darlehen und Kapitalbeteiligungen an Unternehmen und Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern. Dabei verbindet die Genossenschaft die Kredite mit Schulungen und nimmt den Kreditnehmern die Währungsrisiken für die Rückzahlung der Darlehen ab.

Gründungsimpuls für Oikocredit kam aus Nordhessen

Den Gründungsimpuls für Oikocredit Hessen-Pfalz setzten vor 40 Jahren Pfarrer Reiner Degenhardt und Pfarrerin Sibylle Martiny, die damals im der Gemeinde Baunatal tätig waren. Beide berichteten bei der Jubiläumsfeier am 20. September 2019 im Evangelischen Forum Kassel über die Ursprünge.

Mit dem Motto «Gleiche Chance durch Faire Kredite» wollte die Veranstaltung an das Thema der Fairen Wochen anknüpfen, die in diesem Jahr für mehr Geschlechtergerechtigkeit durch Fairen Handel werben. Mit einer Ausstellung, Kurz-Vorträgen und kulinarischen Genüssen wurden an dem Abend Partnerprojekte aus aller Welt vorgestellt, so Winkler. Das Grußwort zum Jubiläum sprach die Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Katrin Wienold-Hocke. Die Landeskirche ist Mitglied im Oikocredit-Förderkreis, langjähriger Vorsitzender im Vorstand war Pfarrer Stefan Weiß.

Stichworte: Oikocredit und Förderkreis Hessen-Pfalz

Dem Förderkreis Hessen-Pfalz gehören nach Winklers Angaben 235, zumeist evangelische Kirchengemeinden an, 29 Dekanate und Kirchenkreise, die drei evangelischen Landeskirchen und vier katholischen Bistümer in Hessen und der Pfalz sowie die Evangelisch-methodistische Kirche. 90 Prozent der Anteile würden inzwischen aber von Einzelpersonen gehalten, die meist jeweils zwischen 5.000 und 30.000 Euro anlegten, in Einzelfällen sogar sechsstellige Beträge.

In Deutschland halten 27.000 Anleger Anteile, weltweit 57.000. Oikocredit wachse jedes Jahr, sagte Winkler. Die Bilanzsumme stieg 2018 um sechs Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Das Darlehenskapital stieg in ähnlicher Weise auf über 1,2 Milliarden Euro. Oikocredit wurde 1975 vom Ökumenischen Rat der Kirchen als «Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft (EDCS)» gegründet. (23.09.2019)


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Hier finden Sie Informationen des Evangelischen Forums zur Veranstaltung:

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Den Oikocredit Förderkreis Hessen-Pfalz e.V. finden Sie im Internet unter: