Aktuell: Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation

Kassel (medio/epd). Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen feierten evangelische Christen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in aller Welt am Donnerstag (31.10.) den Reformationstag. Vor 502 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte.

Der Reformationstag biete nach Worten der Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, Gelegenheit, über die Frage nachzudenken, was der Mensch sei und wo er vor Gott und in der Welt stehe. Während es bei Halloween, das ebenfalls am 31. Oktober begangen wird, für viele Menschen ein Spaß sei, sich zu verkleiden und andere zu erschrecken, stehe beim Reformationstag die Frage, wer hinter der Maske und der Verkleidung stecke, im Zentrum, sagte Hofmann. «Der Reformationstag bietet Gelegenheit, darüber nachzudenken und sich an Gottes große Zusage zu erinnern: Du bist geliebt und angenommen, du kannst dich gern verkleiden, aber du brauchst dich nicht zu verstecken - nicht vor Gott und nicht vor dir selbst», erklärte Hofmann.

Stichwort «Reformationstag»

Am Vorabend des Allerheiligentages veröffentlichte der Augustinermönch Luther seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert.

Der Reformationstag am 31. Oktober ist im Jahr 2018 in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag in diesem Jahr zu einem neuen, zusätzlichen gesetzlichen Feiertag erklärt. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der 31. Oktober seit Jahren arbeitsfrei. (04.11.2019)

2019-11-05 29536

Luthers Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517
Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation

(Foto: Andreas Breitling/Pixabay)

Kassel (medio/epd). Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen feierten evangelische Christen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in aller Welt am Donnerstag (31.10.) den Reformationstag. Vor 502 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte.

Der Reformationstag biete nach Worten der Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, Gelegenheit, über die Frage nachzudenken, was der Mensch sei und wo er vor Gott und in der Welt stehe. Während es bei Halloween, das ebenfalls am 31. Oktober begangen wird, für viele Menschen ein Spaß sei, sich zu verkleiden und andere zu erschrecken, stehe beim Reformationstag die Frage, wer hinter der Maske und der Verkleidung stecke, im Zentrum, sagte Hofmann. «Der Reformationstag bietet Gelegenheit, darüber nachzudenken und sich an Gottes große Zusage zu erinnern: Du bist geliebt und angenommen, du kannst dich gern verkleiden, aber du brauchst dich nicht zu verstecken - nicht vor Gott und nicht vor dir selbst», erklärte Hofmann.

Stichwort «Reformationstag»

Am Vorabend des Allerheiligentages veröffentlichte der Augustinermönch Luther seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert.

Der Reformationstag am 31. Oktober ist im Jahr 2018 in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag in diesem Jahr zu einem neuen, zusätzlichen gesetzlichen Feiertag erklärt. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der 31. Oktober seit Jahren arbeitsfrei. (04.11.2019)


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Lesen Sie hier die Predigt von Bischöfin Dr. Beate Hofmann im Kooperationsraum-Gottesdienst in Lispenhausen im Wortlaut: