Aktuell: Landessynode beschließt neues Konzept für die hauptamtliche kirchenmusikalische Arbeit

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch ein neues Konzept für die hauptamtliche kirchenmusikalische Arbeit beschlossen. Damit werden die bereits im Jahr 2015 gefassten Vorgaben umgesetzt. Um Personalgewinnung zu erleichtern und volle Stellenkontingente zu gewährleisten, wechselt die Anstellungsträgerschaft auf die Landeskirche. Neue Schwerpunkte sollen in den Bereichen Popularmusik und kirchenmusikalische Kinder- und Jugendarbeit gesetzt werden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.
 
Die neue Konzeption sieht eine strukturelle Neuordnung vor: Künftig wird es 35 Regionalkantorate geben. Dazu gehören Bezirkskantorate, die mit einem Stellenanteil einer Gemeinde und einem Kirchenkreis zugeordnet sind (22) sowie Bezirkskantorate, die mit einem speziellen Aufgabenprofil versehen sind: Posaunenarbeit (3), Popularmusik (5), Musizieren mit Kindern und Jugendlichen (5). In Kassel, Marburg und Hanau wird es Stadtkantorate geben. Für die Leitung der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte und den Landeskirchenmusikdirektor ist jeweils eine Stelle vorgesehen.

Prälat Böttner: hohe Qualität bewahren und zeitgemäße Verkündigung stärken

In seiner Einbringung betonte Prälat Bernd Böttner, Ziele der Neukonzeption seien die Bewahrung der hohen Qualität der landeskirchlichen Kirchenmusik und die Stärkung zeitgemäßer Verkündigungsformate. Bewährtes und Neues müsse mit weniger finanziellen Mitteln inhaltlich neu aufgestellt werden.
 
Eine ausführliche Vorstellung der Neukonzeption erfolgte durch den zuständigen Referatsleiter, Pfarrer Lars Hillebold. In seiner Stellungnahme beschrieb Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum die Kirchenmusik als «klangvolle Marke von Kirche – einladend, werbend, hörbar und sichtbar». Sie sei eine «intensive Kontaktfläche» und sorge bei Hörenden und Machern für eine eigene «kirchliche Erlebniswelt». Es folgte ein intensiver Beratungsprozess der Landessynode in Arbeitsgruppen und im Plenum. Im Anschluss daran beschlossen die Landessynodalen die vorgestellte Neukonzeption. (27.11.2019)

2019-11-28 29703

Wie soll Kirche künftig klingen?
Landessynode beschließt neues Konzept für die hauptamtliche kirchenmusikalische Arbeit

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch ein neues Konzept für die hauptamtliche kirchenmusikalische Arbeit beschlossen. Damit werden die bereits im Jahr 2015 gefassten Vorgaben umgesetzt. Um Personalgewinnung zu erleichtern und volle Stellenkontingente zu gewährleisten, wechselt die Anstellungsträgerschaft auf die Landeskirche. Neue Schwerpunkte sollen in den Bereichen Popularmusik und kirchenmusikalische Kinder- und Jugendarbeit gesetzt werden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.
 
Die neue Konzeption sieht eine strukturelle Neuordnung vor: Künftig wird es 35 Regionalkantorate geben. Dazu gehören Bezirkskantorate, die mit einem Stellenanteil einer Gemeinde und einem Kirchenkreis zugeordnet sind (22) sowie Bezirkskantorate, die mit einem speziellen Aufgabenprofil versehen sind: Posaunenarbeit (3), Popularmusik (5), Musizieren mit Kindern und Jugendlichen (5). In Kassel, Marburg und Hanau wird es Stadtkantorate geben. Für die Leitung der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte und den Landeskirchenmusikdirektor ist jeweils eine Stelle vorgesehen.

Prälat Böttner: hohe Qualität bewahren und zeitgemäße Verkündigung stärken

In seiner Einbringung betonte Prälat Bernd Böttner, Ziele der Neukonzeption seien die Bewahrung der hohen Qualität der landeskirchlichen Kirchenmusik und die Stärkung zeitgemäßer Verkündigungsformate. Bewährtes und Neues müsse mit weniger finanziellen Mitteln inhaltlich neu aufgestellt werden.
 
Eine ausführliche Vorstellung der Neukonzeption erfolgte durch den zuständigen Referatsleiter, Pfarrer Lars Hillebold. In seiner Stellungnahme beschrieb Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum die Kirchenmusik als «klangvolle Marke von Kirche – einladend, werbend, hörbar und sichtbar». Sie sei eine «intensive Kontaktfläche» und sorge bei Hörenden und Machern für eine eigene «kirchliche Erlebniswelt». Es folgte ein intensiver Beratungsprozess der Landessynode in Arbeitsgruppen und im Plenum. Im Anschluss daran beschlossen die Landessynodalen die vorgestellte Neukonzeption. (27.11.2019)


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Informationen zur Kirchenmusik in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie unter: