Aktuell: Bischöfin Dr. Hofmann: «Weihnachten ist ein Fest voller Sehnsucht»

Kassel (medio). Bischöfin Dr. Beate Hofmann rückt in ihrer ersten Weihnachtsbotschaft die Sehnsucht der Menschen «nach Unterbrechung in den kleinen und großen Kriegen, da draußen in der Welt, aber auch in unseren Betrieben und Büros, in unseren Familien und in uns selbst» in den Mittelpunkt. «Weihnachten ist ein Fest voller Sehnsucht», so die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

2019-12-27 29837

Botschaft zum Weihnachtsfest
Bischöfin Dr. Hofmann: «Weihnachten ist ein Fest voller Sehnsucht»

Kassel (medio). Bischöfin Dr. Beate Hofmann rückt in ihrer ersten Weihnachtsbotschaft die Sehnsucht der Menschen «nach Unterbrechung in den kleinen und großen Kriegen, da draußen in der Welt, aber auch in unseren Betrieben und Büros, in unseren Familien und in uns selbst» in den Mittelpunkt. «Weihnachten ist ein Fest voller Sehnsucht», so die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Die Weihnachtsbotschaft im Wortlaut:

«Weihnachten ist ein Fest voller Sehnsucht. Sehnsucht nach Unterbrechung in den kleinen und großen Kriegen, da draußen in der Welt, aber auch in unseren Betrieben und Büros, in unseren Familien und in uns selbst. Einmal keine neuen Schreckensnachrichten, kein neuer Terror oder Hass, nichts, was Angst macht oder beunruhigt.

Weihnachten gibt der Sehnsucht nach Frieden eine Antwort und eine neue Richtung. Gottes Antwort auf unsere Sehnsucht steckt in dem Kind, dessen Geburt wir heute feiern. In ihm kommt uns Gott ganz nahe. In Jesus Christus geht Gott auf Augenhöhe mit uns, wird Mensch, teilt, was wir selbst als schwierig und mühevoll erleben.

Die Weihnachtsgeschichte sagt: «Schau hin, da ist ein Anfang, Gott kommt auf die Erde.» Da ist ein Anfang, da ist Immanuel, Gott mit uns. Da kommt einer, in dem Gott Frieden mit uns macht, und der zeigt, wie Frieden machen und Feindschaft überwinden unter uns geht. Da kommt einer, der uns deutlich macht: Gott ist da, seine Kraft wirkt mitten unter uns, stärkt Hoffnungsbilder, nährt Visionen von Frieden und Gerechtigkeit, ermutigt zu Schritten zum Frieden, weg von Hass und Gewalt.

Und darin begegnet uns Gott: Nicht in Tempeln und Palästen, sondern da, wo Menschen für einander sorgen, Fremde aufnehmen, Nackte kleiden, Hungrigen zu essen geben, Kranke besuchen. Da begegnet Gott. Und er begegnet, wo Menschen in seinem Namen Brot und Wein teilen und auf sein Wort hören. Gott wohnt nicht in den Gebäuden, sondern in den Beziehungen, in dem, wie wir uns untereinander begegnen.

Das ist nicht der große Paukenschlag, mit dem alles ganz anders und besser wird. Weihnachten ist das Fest der leisen Töne, mit Harfe, Flöte und Gesang. Es ist die Saat, die ausgesät ist und langsam wächst. Weihnachten ist ein Anfang, eine Erinnerung an die Sehnsucht, ein Innehalten und der Hoffnung Raum geben. Weihnachten ist eine Gelegenheit, wieder auf die Verheißung zu hören: «Friede auf Erden», «Gott mitten unter uns».

Weihnachten ermuntert uns, diese Worte der Engel im Herzen zu bewahren wie Maria und im Sinne dieser Hoffnung zu handeln: zu hoffen statt zu hassen, zu lieben statt zu schlagen, Gottes Nähe weiter zu suchen statt zu resignieren.» (24.12.2019)

Bischöfin Dr. Beate Hofmann (Foto: medio.tv/Schauderna)

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischöfin Dr. Hofmann in der Christvesper am 24.12.2019 in der Kasseler Martinskirche im Wortlaut:

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