Aktuell: 13 Gemeinden erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 682.600 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch (22.1.) in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2019 überreicht. Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, konnten dreizehn Bauvorhaben in dreizehn Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 682.600 Euro gefördert werden. Förderschwerpunkte sind Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektphase vom 26. Juni bis 15. November 2019 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 678.018,67 Euro erzielt.

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Stiftung Kirchenerhaltungsfonds belohnt Einsatz für Kirchengebäude
13 Gemeinden erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 682.600 Euro

13 Gemeinden erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 682.600 Euro
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch (22.1.) in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2019 überreicht. Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, konnten dreizehn Bauvorhaben in dreizehn Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 682.600 Euro gefördert werden. Förderschwerpunkte sind Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektphase vom 26. Juni bis 15. November 2019 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 678.018,67 Euro erzielt.

Die Fördermittel gehen an:

Ev. Kirchengemeinde Wanfried, Kirchenkreis Werra-Meißner,
Restauration von Patronatsloge und Sakristei in der Kirche zu Wanfried,
Gesamtförderung: 35.000 Euro

Ev.-luth. Kirchengemeinde Schlotzau, Kirchenkreis Fulda,
Innenrenovierung der Kirche in Schlotzau,
Gesamtförderung: 27.000 Euro

Ev. Kirchengemeinde Kempfenbrunn-Flörsbach, Kirchenkreis Kinzigtal,
Innenrenovierung der Kirche in Flörsbach,
Gesamtförderung: 19.300 Euro

Ev. Kirchengemeinde Issigheim, Kirchenkreis Hanau,
Innenrenovierung der Kirche in Niederissigheim,
Gesamtförderung: 27.800 Euro

Ev. Christuskirchengemeinde in Heringen, Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg,
Innenrenovierung der Kirche in Wölfershausen,
Gesamtförderung: 23.100 Euro

Ev. Kirchengemeinde Mariendorf, Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen,
Restaurierung der Friedrich-Euler-Orgel in der Kirche Mariendorf,
Gesamtförderung: 10.000 Euro

Ev. Kirchengemeinde Kassel-Mitte, Stadtkirchenkreis Kassel,
Einbau von Gemeinderäumen in die Karlskirche mit barrierefreier Erschließung
Gesamtförderung: 194.300 Euro

Ev. Kirchengemeinde Fuldabrück, Kirchenkreis Kaufungen,
Innenraumsanierung der Kirche in Dittershausen,
Gesamtförderung: 12.500 Euro

Ev. Kirchengemeinde Großseelheim, Kirchenkreis Kirchhain,
Innenrenovierung der Kirche in Schönbach,
Gesamtförderung: 31.500 Euro

Ev. Kirchengemeinde Lohra, Kirchenkreis Marburg,
Innenrenovierung der Kirche in Lohra,
Gesamtförderung: 62.000 Euro

Ev. Kirchengemeinde Melsungen, Kirchenkreis Schwalm-Eder,
Innenrenovierung der Stadtkirche und Orgelinstandsetzung,
Gesamtförderung: 118.500 Euro

Ev. Kirchengemeinde Vasbeck, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg,
Generalsanierung der Vogt-Orgel in der Kirche Vasbeck,
Gesamtförderung: 23.200 Euro

Ev. Kirchengemeinde Spieskappel-Frielendorf, Kirchenkreis Schwalm-Eder,
Innensanierung der Klosterkirche in Spieskappel,
Gesamtförderung: 98.400 Euro

Vizepräsident Dr. Knöppel: Verdoppeln der Spendengelder ist ein wichtiges Anreizsystem

In seiner Begrüßung äußerte Vizepräsident Dr. Volker Knöppel seine Freude darüber, dass durch den Kirchenerhaltungsfonds wieder eine größere Zahl an Projekten als in den vergangenen Jahren gefördert werden konnte. Das Verdoppeln der Spendengelder sei ein wichtiges Anreizsystem für die beteiligten Gemeinden, und oft gebe es einen Wettbewerb um die kreativsten Ideen zum Spendensammeln. Knöppel dankte der Landessynode und dem Stiftungsvorstand, ohne deren Unterstützung die Arbeit des Kirchenerhaltungsfonds nicht möglich wäre.

Bischöfin Dr. Hofmann: Kirchen sollen soziales und spirituelles Zentrum eines Ortes sein

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, würdigte in ihrem Grußwort das Engagement, die Kreativität, die Energie und Tatkraft der Gemeinden für den Erhalt der Kirchen. Durch diesen Einsatz könne man erkennen, dass den Anwesenden und vielen Spendern «ihre Kirche» am Herzen liege. Mit Hilfe dieses Engagements könne die Kirche vor Ort als Teil eines großen landeskirchlichen, aber auch weltweiten Netzwerks erhalten bleiben.

Die Bischöfin betonte, dass gerade in einem Land, in dem immer mehr Menschen der Kirche den Rücken kehrten, Kirche sichtbar bleiben müsse. Deshalb treibe sie die Frage um, was in den Räumen geschehe, die mit so viel Engagement hergerichtet worden seien: «Was geschieht also nach der Einweihung, wie wird oder bleibt der Kirchenraum Lebensraum von ganz unterschiedlichen Menschen, für ganz unterschiedliche geistliche und weltliche, vor allem: soziale und kulturelle Bedürfnisse?»

Hofmann wünschte sich, dass Kirchen nicht nur den räumlichen Mittelpunkt eines Ortes bilden sollten, sondern auch sozial und spirituell, «als Zentrum Ihres Lebens, damit die Kirche als Raum für ein Miteinander von ganz verschiedenen Menschen, Meinungen und Bedürfnissen gestaltet wird, und einen Raum eröffnet, der zentriert, auf Gott hin, auf seine Botschaft hin als Quelle zum Leben.»

Vorsitzender Dr. Fehr: Ein Gotteshaus ist ein identitätsstiftendes Sinnbild für Heimat

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Dr. Andreas Fehr, begrüßte im Namen des neuen Vorstands die anwesenden Gäste. Er zeigte sich begeistert von dem Spendenergebnis, das durch vielfältige Aktivitäten vor Ort erzielt werden konnte und rief den anwesenden Gästen zu: «Seien Sie stolz auf diese Leistung! Es ist ein herausragendes Ergebnis für Ihre Anstrengungen.» Fehr war sich dessen bewusst, dass viele Gemeinden vor gewaltigen Aufgaben ständen. Dazu gehöre auch die Entwicklung von Strategien, wie der eigene Gebäudebestand angesichts sinkender Gemeindegliederzahlen, veränderter Nutzungsanforderungen und hoher Kosten für die Instandhaltung und den Betrieb angepasst werden könnte. Angesichts dieser Herausforderungen erscheine oft die Zusammenlegung von Gemeinden und die Schließung von Kirchengebäuden als einzig mögliche Reaktion. Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands machte allerdings deutlich, dass es funktionale Kirchen «als Ort der Begegnung und für das Erleben von Gemeinschaft» brauche: «Ein Gotteshaus ist immer ein identitätsstiftendes Sinnbild für Heimat, Geborgenheit und Zugehörigkeit und damit ein unverzichtbares Zeichen», so Fehr.

Neuer Stiftungsvorstand hat sich konstituiert

Unmittelbar vor dem Festakt hatte sich der neue Stiftungsvorstand konstituiert. Damit hat nun die Arbeit des mittlerweile vierten Stiftungsvorstands in der fast 20jährigen Geschichte der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds begonnen.

Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Vertretern der Landeskirche und Personen des öffentlichen Lebens zusammen. In den neuen Vorstand der Stiftung für die Amtsperiode vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2025 wurden berufen: Dr. Andreas Fehr (Lohfelden), Pfr. Thomas Funk (Haunetal), Dr. Volker Knöppel (Kassel), Timo Koch (Kassel), Herbert Krug (Baunatal), Annemarie Maue (Cölbe), Ulrich Müller (Hanau), Kerstin Reißmann-Priester (Kassel, mit beratender Stimme), Mario Wagner (Kassel, mit beratender Stimme).

Vorsitzender des Vorstands ist Dr. Andreas Fehr, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Müller; zur Geschäftsführerin ist ab dem 1. Januar 2020 Birgit Rössel, Kassel, bestellt.

Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Kirchengemeinden. Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. Euro ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Im Jahr 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dieses Stiftungskapital noch um weitere 11 Mio. Euro auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Aufgabe des Vorstandes ist es auch, für Zustiftungen und Spenden zu werben. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen.

Kontakt und weitere Informationen:

Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Haus der Kirche
Wilhelmshöher Allee 330
34131 Kassel
Tel. 0561/9378-217
Fax 0561/9378-439
Internet: www.kirchenerhaltungsfonds.de
E-Mail: kirchenerhaltungsfonds@ekkw.de


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Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds und weitere Informationen zur Projektförderung finden Sie im Internet unter:

radio Internetradio:

Über fast 20.000 Euro für ihre Kirche freuen sich jetzt die Flörsbacher im Main-Kinzig-Kreis. Der ganze Ort hat mit vielen Aktionen eine Menge Geld gesammelt. Rainer Freund vom Kirchenvorstand freut sich über das große Engagement, zum Beispiel bei den Benefiz-Konzerten. Radio-Reporter Siegfried Krückeberg hat mit ihm gesprochen:

radio Internetradio:

Niederissigheim bei Hanau freut sich über fast 30 000 Euro für ihre Kirche. Der ganze Ort hat mit vielen Aktionen eine Menge Geld gesammelt, und die Summe wird nun verdoppelt. Vom Kirchenerhaltungsfonds in Kurhessen-Waldeck. Matthias Herget ist der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands. Und er freut sich, dass das Engagement belohnt wird. Radio-Reporter Siegfried Krückeberg hat mit ihm gesprochen: