Aktuell: Kultusminister Lorz nimmt «Hanauer Erklärung» entgegen

Wiesbaden/Hanau (medio/epd). Der Hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander R. Lorz (CDU) erhielt am Freitag von einer Delegeation des Kirchenkreises Hanau eine Abschrift der «Hanauer Erklärung». Er zeigte sich erfreut, dass mit der Erklärung der Wille zum konstruktiven Dialog stark unterstrichen werde. Dieser Dialog sei in vielen Bereichen der Gesellschaft unverzichtbar und deshalb sei die Erklärung ein willkommener Impuls dazu. Der Kerngedanke der Erklärung ist ein dreifaches Bekenntnis zur konfessionellen Identität, zur ökumenischen Aufgabe und zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch, wie Pfarrer Jens Heller, Medienbeauftragter im Sprengel Hanau-Hersfeld, mitteilte. 

Der Dekan des Kirchenkreises Hanau, Dr. Martin Lückhoff, sieht in der Erklärung eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe: «Es geht darum, andere Positionen ernst zu nehmen, Verschiedenes nebeneinander stehen lassen zu können, ohne einander zu diffamieren.» Insgesamt 45 Kirchengemeinden sowie zahlreiche Einzelpersonen haben mittlerweile die «Hanauer Erklärung» unterzeichnet. Mit Freude habe Lückhoff zur Kenntnis genommen, dass die Hanauer Erklärung bereits bundesweit verbreitet wurde und z.B. auch in München in einem Gemeindebrief veröffentlicht wurde.

Hintergrund

Die Hanauer Erklärung nimmt die Impulse der Hanauer Union von 1818 auf. Damals schlossen sich lutherische und reformierte Gemeinden zusammen unter Wahrung der je eigenen Traditionen. Besonders war an dieser Union, dass sie nicht «von oben» verordnet, sondern aus den Gemeinden heraus, also «von unten» initiiert wurde.
 
2018 feierte der Kirchenkreis Hanau das 200. Jubiläum der Hanauer Union. Dabei sollte nicht nur das Gedenken im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch Impulse für die Zukunft gesetzt werden. So entstand durch Diskussion in den Gemeinden die «Hanauer Erklärung», die am 16. September 2018 auch von Bischof a.D. Dr. Martin Hein erstunterzeichnet wurde. (11.02.2020) 

2020-02-12 30072

Impulse zum Dialog
Kultusminister Lorz nimmt «Hanauer Erklärung» entgegen

v.l.n.r.: Dekan Dr. Martin Lückhoff, Mitglied des Hessischen Landtags Max Schad, Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz, Vorsitzende der Kreissynode Hanau Gudrun Levin, Pfarrer Dr. Steffen Merle und Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten. (Foto: medio.tv/Heller)

Wiesbaden/Hanau (medio/epd). Der Hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander R. Lorz (CDU) erhielt am Freitag von einer Delegeation des Kirchenkreises Hanau eine Abschrift der «Hanauer Erklärung». Er zeigte sich erfreut, dass mit der Erklärung der Wille zum konstruktiven Dialog stark unterstrichen werde. Dieser Dialog sei in vielen Bereichen der Gesellschaft unverzichtbar und deshalb sei die Erklärung ein willkommener Impuls dazu. Der Kerngedanke der Erklärung ist ein dreifaches Bekenntnis zur konfessionellen Identität, zur ökumenischen Aufgabe und zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch, wie Pfarrer Jens Heller, Medienbeauftragter im Sprengel Hanau-Hersfeld, mitteilte. 

Der Dekan des Kirchenkreises Hanau, Dr. Martin Lückhoff, sieht in der Erklärung eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe: «Es geht darum, andere Positionen ernst zu nehmen, Verschiedenes nebeneinander stehen lassen zu können, ohne einander zu diffamieren.» Insgesamt 45 Kirchengemeinden sowie zahlreiche Einzelpersonen haben mittlerweile die «Hanauer Erklärung» unterzeichnet. Mit Freude habe Lückhoff zur Kenntnis genommen, dass die Hanauer Erklärung bereits bundesweit verbreitet wurde und z.B. auch in München in einem Gemeindebrief veröffentlicht wurde.

Hintergrund

Die Hanauer Erklärung nimmt die Impulse der Hanauer Union von 1818 auf. Damals schlossen sich lutherische und reformierte Gemeinden zusammen unter Wahrung der je eigenen Traditionen. Besonders war an dieser Union, dass sie nicht «von oben» verordnet, sondern aus den Gemeinden heraus, also «von unten» initiiert wurde.
 
2018 feierte der Kirchenkreis Hanau das 200. Jubiläum der Hanauer Union. Dabei sollte nicht nur das Gedenken im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch Impulse für die Zukunft gesetzt werden. So entstand durch Diskussion in den Gemeinden die «Hanauer Erklärung», die am 16. September 2018 auch von Bischof a.D. Dr. Martin Hein erstunterzeichnet wurde. (11.02.2020) 


arrow_forward Linktipp:

Weitere Informationen zur Hanauer Erklärung und eine Möglichkeit zur Unterzeichnung finden Sie auf