Aktuell: Coronavirus: Empfehlungen der Landeskirche

Auf dieser Seite finden Sie Empfehlungen der Landeskirche zum Umgang mit der aktuellen Situation im Blick auf das Coronavirus. Dabei bitten wir Sie, den Handlungsanweisungen der Bundesregierung und des Landes Hessen zur Vermeidung der Ausbreitung des Coronavirus unbedingt nachzukommen.

Nach der aktuellen Verordnung des Landes Hessen sind Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte seit 1. Mai 2020 dann wieder möglich, wenn:

  • ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird.
  • Vom Mindestabstand ausgenommen sind nur Personen, die in einem Haushalt zusammenleben.
  • Gegenstände, wie beispielsweise das Kollekten-Körbchen, dürfen nicht entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden.
  • Geeignete Hygienemaßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern sind sicherzustellen.
  • Zudem müssen die Glaubensgemeinschaften die erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen entsprechend am Versammlungsort gut sichtbar aushängen.

(siehe Achte Verordnung des Landes Hessen zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona­Virus vom 27. April 2020)

Die Landesregierung entschied des Weiteren, dass auch Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen möglich sind – entsprechend der Regelungen für Gottesdienste.

Auf dieser Grundlage geben wir folgende Handlungsempfehlungen an die Hand.

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+++ Wichtige Informationen +++
Coronavirus: Empfehlungen der Landeskirche

Coronavirus: Empfehlungen der Landeskirche

Auf dieser Seite finden Sie Empfehlungen der Landeskirche zum Umgang mit der aktuellen Situation im Blick auf das Coronavirus. Dabei bitten wir Sie, den Handlungsanweisungen der Bundesregierung und des Landes Hessen zur Vermeidung der Ausbreitung des Coronavirus unbedingt nachzukommen.

Nach der aktuellen Verordnung des Landes Hessen sind Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte seit 1. Mai 2020 dann wieder möglich, wenn:

  • ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird.
  • Vom Mindestabstand ausgenommen sind nur Personen, die in einem Haushalt zusammenleben.
  • Gegenstände, wie beispielsweise das Kollekten-Körbchen, dürfen nicht entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden.
  • Geeignete Hygienemaßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern sind sicherzustellen.
  • Zudem müssen die Glaubensgemeinschaften die erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen entsprechend am Versammlungsort gut sichtbar aushängen.

(siehe Achte Verordnung des Landes Hessen zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona­Virus vom 27. April 2020)

Die Landesregierung entschied des Weiteren, dass auch Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen möglich sind – entsprechend der Regelungen für Gottesdienste.

Auf dieser Grundlage geben wir folgende Handlungsempfehlungen an die Hand.

Die Kirchengemeinden in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck prüfen derzeit, wie sie die Feier von Gottesdiensten in ihren Kirchenräumen unter Corona-Bedingungen ermöglichen können. In einer Mitteilung der Landeskirche vom 28. April 2020 heißt es:

Auftrag, die Nächsten und sich selbst zu schützen, besteht weiterhin

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Rundverfügung den Kirchenvorständen Kriterien an die Hand gegeben, mit denen sie sich auf eine Wiederaufnahme der Gottesdienste in den Kirchen und im Freien vorbereiten können. Prälat Bernd Böttner machte deutlich, dass bei allen Überlegungen der bestmögliche Infektionsschutz in Vordergrund stehen müsse. Niemand solle sich infizieren: «Der Auftrag, unsere Nächsten und uns selbst zu schützen, gehört zum Wesen unseres christlichen Glaubens», so Bernd Böttner. Daher bestehe die Möglichkeit, aber keine Verpflichtung, die Gottesdienste wieder in den Kirchen oder anderen Orten zu feiern. 

Wie sieht der Infektionsschutz bei Gottesdiensten im Kirchenraum aus?

Wenn sich ein Kirchenvorstand dazu entschließt, Gottesdienste wieder in Kirchenräumen stattfinden zu lassen, müssen Maßnahmen des Infektionsschutzes getroffen werden, die die Teilnehmerzahl und die Hygienevorschriften betreffen. So wird in der Rundverfügung definiert, dass nur so viele Besucherinnen und Besucher am Gottesdienst teilnehmen könnten, dass ein Mindestabstand von 1,5 Meter nach allen Seiten gewährleistet sei. Auch beim Betreten und Verlassen der Kirche müsse der Abstand gewahrt bleiben. Dies könne zum Beispiel über getrennte Ein- und Ausgänge geregelt werden. An die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher gehe die dringende Bitte, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.  

Welche Auswirkungen hat der Infektionsschutz auf die Gottesdienstgestaltung?

Die Infektionsschutz wirkt sich aber nicht nur auf die Zugangsvoraussetzungen zum Gottesdienst aus, sondern auch auf dessen Gestaltung. So wird festgelegt, dass zurzeit ein gemeinsames Singen der Gemeinde und der Einsatz von Chören nicht möglich sei, da beides ein besonderes Infektionsrisiko bedeute. Auch von Abendmahlsfeiern rate man derzeit dringend ab. Um den Abstand zu wahren, müsse jeder Körperkontakt vermieden werden. Ein Friedensgruß mit Handschlag oder eine Handauflegung beim Segen seien daher nicht möglich. 

Als Einstieg empfiehlt die Landeskirche kürzere Gottesdienstformen. Diese könnten helfen, sich mit den besonderen Bedingungen vertraut zu machen.


Arbeitshilfe von der Arbeitsstelle Gottesdienst: «Gedanken und eine mögliche Zeitleiste zum gottesdienstlichen Wiedersehen im Kirchenraum» mit liturgische Hinweisen für Kasualien (Taufe, Trauung) und Abendmahlsfeiern in der Corona-Situation (Stand: 1. Mai 2020) [PDF-Dokument]

 

Angebot an medialen Gottesdienstformaten wird fortgeführt

Böttner unterstrich die Notwendigkeit, die vielfältigen medialen Gottesdienstformate fortzuführen und weiterzuentwickeln. Man müsse die Menschen im Blick behalten, die (noch) nicht zum Gottesdienst im Kirchenraum kommen wollen oder können.  

Über ekkw.de und facebook werden wir Ihnen Hinweise auf online abrufbare Gottesdienste und digitale Gebetsformate zur Verfügung stellen.

Live-Streaming von Gottesdiensten in den Kirchengemeinden

In Folge der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus nimmt das Live-Streaming von Ereignissen an Bedeutung zu. Gewisse Live-Streams können dabei unter den Rundfunkbegriff fallen und benötigen nach geltendem Recht grundsätzlich eine Zulassung. Die Landesmedienanstalten stellen ab sofort und zunächst bis zum 19. April 2020 sicher, dass solche Streamings ohne komplizierte Verfahren angeboten werden können.

Wichtig: Eine Ausstrahlung an einen kleineren Adressatenkreis von weniger als 500 zeitgleichen Zuschauern oder an einen geschlossenen Nutzerkreis bedarf ebenso wenig einer Zulassung, wie einmalige oder sehr sporadische Übertragungen.

Wenn Ihr Angebot doch rundfunknah gestaltet sein sollte, ist es bei der hessischen Landesmedienanstalt anzuzeigen:
Link zum Merkblatt zur vereinfachten Anzeige
Link zum Formular «Online-Anzeige von Live-Streaming-Angeboten»

 

Taufen, Trauungen und Konfirmationsfeiern

Auch gottesdienstliche Feiern zur Taufe, Trauung und Konfirmation können nur unter den Regelungen des jeweiligen Kirchenvorstandes und der vorgegebenen Maßnahmen des Infektionsschutzes durchgeführt werden, die die Teilnehmerzahl und die Hygienevorschriften betreffenden.

Arbeitshilfe von der Arbeitsstelle Gottesdienst: «Gedanken und eine mögliche Zeitleiste zum gottesdienstlichen Wiedersehen im Kirchenraum» mit liturgische Hinweisen für Kasualien (Taufe, Trauung) und Abendmahlsfeiern in der Corona-Situation (Stand: 1. Mai 2020) [PDF-Dokument]

Hier finden Sie ein gesondertes Informationsblatt des Religionspädagogischen Instituts der EKKW und der EKHN zu Konfirmationen, Konfirmandenfreizeiten und wie Kontakt zu den Jugendlichen in der Konfirmandenzeit gehalten werden kann. [PDF-Dokument]

 

Bestattungen

Bestattungen gehören zu den sensibelsten kirchlichen Handlungsfeldern. Wir möchten in dieser schweren Situation auch weiterhin für die Angehörigen da sein. Aber auch hier gilt, dass grundsätzlich den behördlichen Regelungen zu folgen ist. Das heißt für die Angehörigen:

Bitte suchen Sie als Angehörige das (Telefon)Gespräch mit Ihren Pfarrer*innen vor Ort. Gemeinsam mit Bestattern und den Kommunen wollen wir als ev. Kirche in der zur Zeit schwierigen Situation einen Weg finden, um - bei den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen  – mit Ihnen einen würdevollen Abschied zu gestalten.

Zurzeit sind Ansammlungen und Zusammenkünfte auf öffentlichen Wegen und Plätzen (einschließlich Park- und Grünanlagen) von mehr als zwei Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, untersagt. Zudem sind bei Begegnungen mit anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Allerdings können die zuständigen Behörden auf Antrag Ausnahmen für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen zulassen.

Vor allem gilt: Halten Sie die Zahl der Teilnehmenden so gering wie irgend möglich. Wir wissen, wie schwer das ist, aber es geht in der Pandemie letztlich darum, dass sich so wenig Menschen wie möglich infizieren und so wenig Menschen wie möglich sterben.

In späteren Zeiten können Gedenkfeiern in größerem Rahmen als jetzt möglich nachgeholt werden.


Kirchliches Bestatten in der Coronakrise - Hinweise und Materialien für die Praxis: Arbeitshilfe des Evangelischen Studienseminars und einer Arbeitsgruppe der Liturgischen Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die sich der Frage des kirchlichen Bestattens unter den Bedingungen der Coronakrise stellt. Erschienen am 31. März 2020. [PDF-Dokument]

Hinweis: Die im PDF-Dokument enthaltenen Einzelbausteine können als Word-Dokumente zur Weiterarbeit abgerufen werden bei: Referat Gottesdienst, Kirchenmusik und Theologische Generalia Landeskirchenamt, Referatsleiter Pfarrer Lars Hillebold, E-Mail: lars.hillebold@ekkw.de 

 

Kontaktpflege und Sorgenetz

«Der Aufruf nach Möglichkeit auf Sozialkontakte zu verzichten, ist im Augenblick kein Widerspruch zu gelebter Nächstenliebe, sondern ihr Ausdruck. Für die kirchliche Arbeit bedeutet das, dass wir unsere Arbeitsformen, wo immer es möglich ist, an die aktuelle Lage anpassen müssen», sagt die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann. Es gehe darum, Ansteckungsrisiken zu reduzieren und zugleich die Botschaft von der Liebe Gottes weiter zu sagen und Sorgenetze zu knüpfen. So werde es hoffentlich gelingen, die Menschen in dieser ungewöhnlichen Situation gut zu begleiten, so Bischöfin Hofmann.

Wir bitten Sie daher, vor Ort telefonische oder digitale Kommunikationsketten aufzubauen, damit Menschen, die zu Hause bleiben wollen oder müssen, nicht von allen sozialen Kontakten abgeschnitten sind. Denken Sie dabei besonders an ältere Menschen und Menschen mit besonderen gesundheitlichen Risiken. Bitte informieren Sie die Menschen in Ihren Gemeinden, wie sie seelsorgerliche Begleitung, z.B. auch telefonisch oder per Mail, erhalten.


arrow_forward Grundsätzliche Hinweise:

Informationen zur aktuellen Lage und Risikobewertung finden Sie auf den Internetseiten des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI):

arrow_forward Informationen zur Lage:

Informationen zur aktuellen Lage in den Regionen unserer Landeskirche und Hygienehinweise geben die für Gesundheit zuständigen Ministerien in Hessen und Thüringen (Kirchenkreis Schmalkalden) unter: