Aktuell: Bischöfin Dr. Beate Hofmann zur Situation im Lager Moria auf Lesbos

Kassel (medio). Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, ist erschüttert über die humanitäre Katastrophe, die sich in den griechischen Flüchtlingslagern in der Ägäis, besonders im Lager Moria auf der Insel Lesbos, anbahnt. Verschärft werde die ohnehin dramatische Situation durch die Corona-Pandemie. Für die Bischöfin sei es ein «Gebot der Mitmenschlichkeit und der Nächstenliebe», Menschen auf der Flucht nicht völlig schutzlos und ohne medizinische Versorgung dem Virus zu überlassen. Hofmann unterstreicht: «Die Vorstellung, dass über 20.000 Menschen auf engstem Raum, durch Flucht und Entbehrung sowieso geschwächt, erkranken, das ist für mich Hölle.» 

Daher richtet die Bischöfin einen dringenden Appell an alle Verantwortlichen: «Bitte tun Sie alles, damit es nicht dazu kommt.» Und sie ergänzt: «Kirche und Diakonie wollen auch in Hessen das Ihre dazu tun, damit vorrangig die besonders gefährdeten Frauen und Kinder möglichst schnell untergebracht und versorgt werden können.» (06.04.2020)
 

2020-04-06 30514

Flüchtende nicht schutzlos dem Virus überlassen
Bischöfin Dr. Beate Hofmann zur Situation im Lager Moria auf Lesbos

Bischöfin Dr. Beate Hofmann zur Situation im Lager Moria auf Lesbos
Das Foto ist entstanden in der Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung Hessisch Lichtenau 2016 (Foto:medio.tv/Schauderna)

Kassel (medio). Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, ist erschüttert über die humanitäre Katastrophe, die sich in den griechischen Flüchtlingslagern in der Ägäis, besonders im Lager Moria auf der Insel Lesbos, anbahnt. Verschärft werde die ohnehin dramatische Situation durch die Corona-Pandemie. Für die Bischöfin sei es ein «Gebot der Mitmenschlichkeit und der Nächstenliebe», Menschen auf der Flucht nicht völlig schutzlos und ohne medizinische Versorgung dem Virus zu überlassen. Hofmann unterstreicht: «Die Vorstellung, dass über 20.000 Menschen auf engstem Raum, durch Flucht und Entbehrung sowieso geschwächt, erkranken, das ist für mich Hölle.» 

Daher richtet die Bischöfin einen dringenden Appell an alle Verantwortlichen: «Bitte tun Sie alles, damit es nicht dazu kommt.» Und sie ergänzt: «Kirche und Diakonie wollen auch in Hessen das Ihre dazu tun, damit vorrangig die besonders gefährdeten Frauen und Kinder möglichst schnell untergebracht und versorgt werden können.» (06.04.2020)