Aktuell: Sea-Watch 4 sticht ins Meer, um Menschen zu retten

Kassel (medio). «Menschen aus der Seenot zu retten ist eine humanitäre Aufgabe, der sich der Verein 'Unitad4Rescue – Gemeinsam retten e.V.' mit dem Schiff Sea-Watch 4 im Mittelmeer stellt. Unter dem Namen 'Poseidon' war das Schiff zu Forschungszwecken auf den Weltmeeren unterwegs. Jetzt dient das Schiff dazu, Menschen aus dem Wasser zu fischen und vor dem Ertrinken zu bewahren. Für diese Aufgabe wünsche ich dem Team auf dem Schiff Gottes Segen sowie Beharrlichkeit und Gelingen», sagt der Prälat der Landeskirche, Bernd Böttner. Am 15.08.2020 hat das Rettungsschiff den Hafen verlassen und ist zu seinem ersten Einsatz ausgelaufen, um Menschenleben zu retten.

Die Aktion «Wir schicken ein Schiff« wurde ermöglicht durch unzählige private Spenderinnen und Spender, wie auch durch die vielen Kollekten und die breite- Unterstützung aus den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Aktionsbündnis «United4Rescue» hatte seit Dezember Spenden für den Erwerb eines Schiffes gesammelt, das sich für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer eignet. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte sich dem Aktionsbündnis mit rund 500 Mitgliedern angeschlossen.

Das Bündnis verkündet nun, dass es höchste Zeit sei, dass die Sea-Watch 4 endlich ausläuft. Die Situation auf dem Mittelmeer könnte dramatischer kaum sein: Obgleich so viele Bootsflüchtlinge wie lange nicht die gefährliche Überfahrt wagen, ist seit Wochen kein einziges Rettungsschiff mehr im Einsatz. Alle Schiffe werden festgehalten und mit fadenscheinigen Begründungen und neu erdachten Auflagen am Auslaufen gehindert. Ein besonders zynischer Vorwurf lautet beispielsweise, dass zu viele Schwimmwesten mitgeführt würden. Währenddessen vergeht kein Tag ohne Meldungen über Schlauchboote in Seenot, unterlassene Hilfeleistung, tödliche Bootsunglücke oder völkerrechtswidrige Rückführungen nach Libyen, berichtet das Bündnis.

«Mit Gedanken und Gebeten aus Kurhessen-Waldeck möchten wir daher die Sea-Watch 4 auf dem Weg in den ersten Rettungseinsatz begleiten», schließt Prälat Böttner. Nach rund 4-5 Tagen Fahrt wird die Sea-Watch 4 das eigentliche Einsatzgebiet erreichen und Ausschau halten nach Menschen in Seenot. (15.08.2020)

2020-08-17 31185

«Gottes Segen sowie Beharrlichkeit und Gelingen»
Sea-Watch 4 sticht ins Meer, um Menschen zu retten

Sea-Watch 4 sticht ins Meer, um Menschen zu retten

Kassel (medio). «Menschen aus der Seenot zu retten ist eine humanitäre Aufgabe, der sich der Verein 'Unitad4Rescue – Gemeinsam retten e.V.' mit dem Schiff Sea-Watch 4 im Mittelmeer stellt. Unter dem Namen 'Poseidon' war das Schiff zu Forschungszwecken auf den Weltmeeren unterwegs. Jetzt dient das Schiff dazu, Menschen aus dem Wasser zu fischen und vor dem Ertrinken zu bewahren. Für diese Aufgabe wünsche ich dem Team auf dem Schiff Gottes Segen sowie Beharrlichkeit und Gelingen», sagt der Prälat der Landeskirche, Bernd Böttner. Am 15.08.2020 hat das Rettungsschiff den Hafen verlassen und ist zu seinem ersten Einsatz ausgelaufen, um Menschenleben zu retten.

Die Aktion «Wir schicken ein Schiff« wurde ermöglicht durch unzählige private Spenderinnen und Spender, wie auch durch die vielen Kollekten und die breite- Unterstützung aus den Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Aktionsbündnis «United4Rescue» hatte seit Dezember Spenden für den Erwerb eines Schiffes gesammelt, das sich für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer eignet. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte sich dem Aktionsbündnis mit rund 500 Mitgliedern angeschlossen.

Das Bündnis verkündet nun, dass es höchste Zeit sei, dass die Sea-Watch 4 endlich ausläuft. Die Situation auf dem Mittelmeer könnte dramatischer kaum sein: Obgleich so viele Bootsflüchtlinge wie lange nicht die gefährliche Überfahrt wagen, ist seit Wochen kein einziges Rettungsschiff mehr im Einsatz. Alle Schiffe werden festgehalten und mit fadenscheinigen Begründungen und neu erdachten Auflagen am Auslaufen gehindert. Ein besonders zynischer Vorwurf lautet beispielsweise, dass zu viele Schwimmwesten mitgeführt würden. Währenddessen vergeht kein Tag ohne Meldungen über Schlauchboote in Seenot, unterlassene Hilfeleistung, tödliche Bootsunglücke oder völkerrechtswidrige Rückführungen nach Libyen, berichtet das Bündnis.

«Mit Gedanken und Gebeten aus Kurhessen-Waldeck möchten wir daher die Sea-Watch 4 auf dem Weg in den ersten Rettungseinsatz begleiten», schließt Prälat Böttner. Nach rund 4-5 Tagen Fahrt wird die Sea-Watch 4 das eigentliche Einsatzgebiet erreichen und Ausschau halten nach Menschen in Seenot. (15.08.2020)

Grafik: United4Rescue

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