Aktuell: Bischof der südafrikanischen Partnerkirche verstorben

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) trauert und ist bestürzt über den plötzlichen Tod von Bischof Molwane Job Henock Ubane. Der Bischof der Evangelisch lutherischen Kirche im südlichen Afrika (ELCSA) verstarb am 28. Januar spät abends an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, teilte  Pfarrer Bernd Müller, zuständig für Internationale kirchliche Partnerschaften der EKKW, mit. Bischof Ubane wurde 60 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Töchter.

2021-02-05 32268

Nachruf und Gedenkminute der Landessynode
Bischof der südafrikanischen Partnerkirche verstorben

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) trauert und ist bestürzt über den plötzlichen Tod von Bischof Molwane Job Henock Ubane. Der Bischof der Evangelisch lutherischen Kirche im südlichen Afrika (ELCSA) verstarb am 28. Januar spät abends an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, teilte  Pfarrer Bernd Müller, zuständig für Internationale kirchliche Partnerschaften der EKKW, mit. Bischof Ubane wurde 60 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau und drei Töchter.

Nachruf der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Wir dokumentieren den Nachruf im Wortlaut:

«Bischof Molwane Job Henock Ubane ist am 28. Januar an den Folgen des Coronavirus im Alter von 60 Jahren verstorben. Seit 2017 war er im Amt des Bischofs der West-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Südafrika und 2019 auch zum leitenden Bischof der Evangelisch Lutherischen Kirche im südlichen Afrika gewählt. Diese umfasst 7 Diözesen in der Republik Südafrika, in Botswana und eSwatini (früheres Swasiland).

Seit 1984 sind die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die ELCSA/West-Diözese in einer Partnerschaft auf Kirchenleitungsebene, aber auch auf der Ebene der Kirchenkreise Eder, Hanau und Marburg. Regelmäßige Begegnungen von Delegationen; Personalaustausch, Bischofskonsultationen und Projektarbeit hat die Partnerschaft geprägt und lebendig gemacht. Bischof Ubane war zuletzt 2019 zum Wechsel im kurhessischen Bischofsamt in Kassel sowie zur anschließenden Bischofs- konsultation aller Partnerbischöfe der EKKW in Hofgeismar.

Bischof Job Ubane wurde am 26.1.1961 in Hebron, einem Dorf außerhalb des Großraums Pretoria, geboren. Hebron war eine der ältesten Missionsstationen der früheren Tswana-Regionalkirche und wurde von der Hermannsburger Mission betreut. Ubane studierte Theologie am damaligen «Malang Lutheran Seminary» und wurde am 5.Mai 1986 ordiniert. Nach einer kurzen Zeit in einem Dorfpfarramt wurde er zunächst als Assistent in der Finanzabteilung der Diözese eingesetzt, nach einem begleitenden Studium und Diplom im Bereich Finanzmanagement wurde er Schatzmeister. Während dieser Zeit war er bei zahlreichen Bischofs- und Schatzmeisterkonsultationen der EKKW und ihrer Partner in den verschiedenen Partnerländern anwesend und stets ein geschätzter Gesprächspartner. Die Förderung der Bildung junger Menschen durch die Ausbildungshilfe der Landeskirche war ihm ein großes Anliegen.

Sein großes Interesse an sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit sowie seine Klarheit und Direktheit im Auftritt verschafften ihm gerade auch in den Auseinandersetzungen der Gesamtkirche um Missmanagement hohe Anerkennung. Er wurde 2019 zum «Presiding Bishop» (leitenden Bischof) der Kirche gewählt und konnte sie in den zwei Jahren seines Wirkens auf einen guten Weg bringen. Auch im südafrikanischen Kirchenrat (SACC) trat er mit Eloquenz und Klarheit für gerechte Strukturen ein. 

Ubane verstarb nur zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag wenige Stunden nach seinem jüngeren Bruder im Krankenhaus Thlabane (Ort des Bischofssitzes). Er hinterlässt seine Ehefrau Kedibogetse und drei Töchter. Gemeinsam mit der Evangelisch Lutherischen Kirche in Südafrika lassen wir uns von dem Bibelwort aus 2.Timotheus 4,7 an Bischof Ubane erinnern und trösten: 

«Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.»

Alle mit der Südafrikapartnerschaft verbundenen Personen und Gruppen haben Job Ubane als einen liebenswerten, herzlichen und humorvollen Kirchenvertreter in Erinnerung, der mit seiner unver- wechselbaren Art, seiner Ehrlichkeit und Direktheit rasch Herzen erobern konnte. Bischöfin Dr. Hofmann, Dezernentin OLKR Brinkmann-Weiß, Partnerschaftsreferent Bernd Müller und der Geschäftsführer der Ausbildungshilfe, Pfarrer Bernd Kappes, schätzten ihn als unkomplizierten Gesprächspartner. Ebenso kommen gleichlautende Rückmeldungen aus den Kirchenkreisen, die in Partnerschaft mit Südafrika stehen. Betroffen und traurig nehmen alle diesen Verlust zum Anlass, in der Fürbitte an die Familie, die Mitglieder der Partnerkirche und alle Menschen zu beten, die in Südafrika unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben.»

(01.02.2021)

Gedenkminute der Landessynode

Die Mitglieder der 13. Landessynode haben während ihrer digitalen Tagung am 30. Januar 2021 mit einer Gedenkminute dem verstorbenen Bischof gedacht. Bischöfin Dr. Hofmann zeigte sich betroffen vom Tod Ubanes und würdigte ihn für sein Wirken in der Evangelisch Lutherischen Kirche im südlichen Afrika und der weltweiten ökumenischen Gemeinschaft. In ihr Gedenken schloss die Bischöfin auch all jene mit ein, die in den letzten Monaten an Covid 19 gestorben sind. 

In der Aufzeichnungen der Tagung können Sie die Gedenkminute aufrufen:


arrow_forward Partnerschaft:

Informationen zur Partnerschaft mit der Evangelisch Lutherischen Kirche im südlichen Afrika finden Sie hier auf ekkw.de: