Aktuell: Deutsche und afrikanische Kirchen der VEM unterstützen kongolesische Baptistenkirche

Goma/Wuppertal/Kassel(medio). Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie alle afrikanischen Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) sagen Nothilfemittel in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Unterstützung der Baptistischen Kirche in Zentralafrika (CBCA) zu, teilte die VEM mit. Hintergrund sind eine neue Welle gewaltsamer Übergriffe von bewaffneten Gruppen auf die Zivilbevölkerung. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligt sich mit 2.000 Euro aus Mitteln der Katastrophenhilfe und ruft zu weiteren Spenden auf.

2021-02-24 32472

30.000 Euro Nothilfe für Opfer von Gewalt im Ostkongo
Deutsche und afrikanische Kirchen der VEM unterstützen kongolesische Baptistenkirche

Deutsche und afrikanische Kirchen der VEM unterstützen kongolesische Baptistenkirche
Vertriebene im ostkongolesischen Beni. (Foto: CBCA)

Goma/Wuppertal/Kassel(medio). Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie alle afrikanischen Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) sagen Nothilfemittel in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Unterstützung der Baptistischen Kirche in Zentralafrika (CBCA) zu, teilte die VEM mit. Hintergrund sind eine neue Welle gewaltsamer Übergriffe von bewaffneten Gruppen auf die Zivilbevölkerung. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligt sich mit 2.000 Euro aus Mitteln der Katastrophenhilfe und ruft zu weiteren Spenden auf.

Spendenkonto:

Vereinte Evangelische Mission
KD-Bank eG
IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08
Stichwort: Hilfe 

Örtliche CBCA-Gemeinden leisten Nothilfe

Auch die kongolesische VEM-Mitgliedskirche CBCA bittet um Unterstützung in Form von Fürbitten und Spenden, um den Binnenvertriebenen unmittelbar zu helfen. Aus 1.300 Haushalten hat das Kirchenkreisbüro in Beni 300 Familien identifiziert, die dringend Nothilfe benötigen. Dazu gehören die Verteilung von Nahrungsmitteln, Schutzkleidung und notwendigen Haushaltsgegenständen sowie die medizinische Versorgung vor allem von Frauen, Kindern und Menschen mit Behinderung und die Unterbrechung der Ansteckungskette von Covid-19 und Ebola mit Hilfe von Hygienestationen. Weitere Hilfsmaßnahmen umfassen Familienzusammenführungen von unbegleiteten Minderjährigen, psychosoziale Unterstützung von traumatisierten Vertriebenen sowie Hilfe bei der Beschaffung von vorläufigen Ausweispapieren, um eine Verwechselung mit den Rebellen zu vermeiden.

Hintergrund:

Seit Oktober 2020 gibt es in der Stadt Beni und der Ruwenzori-Region (Demokratische Republik Kongo) eine neue Welle gewaltsamer Übergriffe von bewaffneten Gruppen auf die Zivilbevölkerung. Es handelt sich vermutlich um Kräfte der Guerillaorganisation ADF-Nalu, die Menschen massakrieren, vergewaltigen und ihre Dörfer plündern. Bei einem Angriff auf das Zentralgefängnis von Beni-Kangwai im selben Monat wurden mehr als 1.000 Gefangene, darunter Straftäter und mutmaßliche Verbündete bewaffneter Gruppen, befreit. Im Dezember 2020 lösten Übergriffe durch mutmaßliche ADF-Rebellen in der Region Mutwanga die Vertreibung von mehreren zehntausend Familien aus, die aus ihren Dörfern hauptsächlich in die Städte Beni und Kasindi flohen. 
 
Mit der Vertreibung der Bevölkerung aus den von Gewalt betroffenen Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich auch die wirtschaftliche Lage der zumeist auf Kollekten angewiesenen CBCA-Gemeinden verschlechtert. Rund 90 Prozent der Gemeindemitglieder sind Opfer der seit über sieben Jahren anhaltenden gewaltsamen Übergriffe durch bewaffnete Gruppen, die alle sozioökonomischen Aktivitäten in der Region lähmen. (24.02.2021)


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